Neue US-Angriffe auf Iran
Krieg im Nahen Osten Neue US-Angriffe auf Iran
In der Nacht hat das US-Militär erneut Ziele in Iran bombardiert. Damit solle die Fähigkeit Teherans eingeschränkt werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren, hieß es.
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf den Iran gestartet. Ziel sei es dabei, den Iran daran zu hindern, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren, erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom. Der Iran solle so in seiner Fähigkeit eingeschränkt werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren.
Boote der Revolutionsgarde angegriffen
US-Medien hatten zuvor bereits von US-Angriffen auf Ziele im Iran berichtet. Die Attacken hätten sich gegen Raketenstellungen und Anlagen zur Flugabwehr gerichtet, berichteten das Wall Street Journal und die New York Times unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Zudem seien Boote der Revolutionsgarde angegriffen worden.
Teheran verurteilte die Angriffe. Diese hätten alle diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate zunichte gemacht, erklärte das iranische Außenministerium. Die USA hätten zudem "eine Rückkehr der Unsicherheit in der Straße von Hormus sowie Störungen der internationalen Handelsschifffahrt verursacht".
Vierte Nacht mit Angriffen
Es ist bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Die US-Armee hatte bereits in der Nacht zum Sonntag nach eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus attackiert hatten.
Teheran reagierte mit Angriffen auf Ziele in mehreren Golfstaaten. Außerdem erklärten die iranischen Revolutionsgarden, die für den Welthandel bedeutende Straße von Hormus bleibe "bis auf Weiteres und bis zum Ende der amerikanischen Interventionen in dieser Region gesperrt". Die US-Armee wies dies zurück. "Der Iran kontrolliert die Meerenge nicht. Der Verkehr fließt", erklärte Centcom.