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Samstag, 15. August 2026
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Sonnenfinsternis: "Unvergesslicher Moment"

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12. August
Tagesschau

Millionen verfolgen Sonnenfinsternis über Deutschland

Sonnenfinsternis über Deutschland Und plötzlich wurde es dunkler Es war ein Naturschauspiel, das hierzulande seit Jahren nicht mehr vorgekommen ist: eine teilweise Sonnenfinsternis. Im Maximum war die Sonne bis zu 90 Prozent vom Mond verdeckt. Zahlreiche Menschen verfolgten überall im Land das Spektakel. Ein Himmelsspektakel der Sonderklasse hat Millionen Menschen in Europa - und damit auch in Deutschland - begeistert. Am frühen Abend begann hierzulande die partielle Sonnenfinsternis. Zahlreiche Menschen verfolgten überall im Land, wie der Mond vor der Sonne vorbeizog. In Deutschland allerdings nicht komplett - hier kam es nur zur teilweisen Verdunkelung, einer partiellen Sonnenfinsternis. Start des Naturschauspiels war astronomischen Berechnungen zufolge im äußersten Norden um 19.11 Uhr. Gegen 19.23 Uhr ging es dann im Süden in München los. Im Maximum wurde die Sonne von Deutschland aus zu rund 85 bis 90 Prozent durch den Mond verdeckt. Vorbei ist das Spektakel zwischen 20:30 und 21:00 Uhr. "Wir sehen durchgehend nicht das Ende der Finsternis, sondern eine Sichel untergehen", erklärt Astronomin Carolin Liefke. Optimale Bedingungen Das Wetter spielte weitgehend mit, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Es gab demnach lediglich von Nordbayern über Thüringen bis in den Norden einzelne dünne hohe Schleierwolken, die sich langsam in den Nordosten verlagerten. Sie waren aber nur dünn und verdeckten die Sicht nicht komplett. In Bayern, Baden-Württemberg und im Westen war es wolkenlos. Die partielle Sonnenfinsternis war im Großteil Europas, aber etwa auch in Nordamerika und in Westafrika zu sehen. Die totale Sonnenfinsternis konnte unter anderem in einem Streifen von Island, Grönland, der Iberischen Halbinsel und den Balearen aus beobachtet werden. Vor allem in Spanien zog es viele Menschen in die sogenannte Totalitätszone, in der der Mond am Abend ab kurz vor halb neun die Sonne vollständig verdecken sollte. Der Mondschatten sollte innerhalb weniger Minuten über Kastilien und León, Aragonien und Valencia bis zu den Balearen ziehen und im Mittelmeer enden. Sternschnuppen als Dreingabe Ohne eine spezielle Sonnenfinsternis-Brille kann ein Blick in die Sonne die Augen stark schädigen. Deshalb rieten Experten zum Kauf einer solchen Brille. Der Andrang war auch in Deutschland enorm - der begehrte Schutz war vielerorts schnell ausverkauft. Nach der Sonnenfinsternis bietet der Himmel noch eine Zugabe: Der Meteorstrom der Perseiden hat heute Nacht seinen Höhepunkt, wobei mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu rechnen ist. Die besten Beobachtungszeiten sind die Stunden von 23.00 Uhr abends bis 4.00 Uhr morgens.

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12. August
ZDF heute

Wo und wann man heute am besten zum Himmel schaut

Sonnenfinsternis in Deutschland:Wo und wann man heute am besten zum Himmel schaut Millionen Menschen werden heute Abend die Sonnenfinsternis verfolgen. Wo und wann man sie am besten beobachten kann - und wie man seine Augen schützt. Ein Überblick. Vollkommen dunkel wird es in Deutschland nicht, aber die mit Spannung erwartete Sonnenfinsternis ist am Mittwochabend auch hierzulande gut zu sehen. Laut Astronomen werden während des Maximums je nach Standort etwa zwischen 84 und 90 Prozent der Sonne verdeckt - es bleibt also eine schmale Sichel. Auch das Wetter spielt wohl mit. Am Abend des 12. Augusts ordnen sich Sonne, Mond und Erde in einer Reihe an. Von der Arktis bis Mallorca gibt es eine totale, in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis. 07.08.2026 | 0:54 minWo und wann kann ich beobachten? Grundsätzlich ist die partielle Sonnenfinsternis hierzulande überall zu sehen. Das Ereignis wird insgesamt fast zwei Stunden dauern und mit dem beginnenden Sonnenuntergang zusammenfallen. Der Mond schiebt sich in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ab 19:11 Uhr allmählich vor die Sonne. In den Bundesländern weiter südlich beginnt das kosmische Spektakel einige Minuten später, in Bayern etwa um 19:19 Uhr. - ab 20 Uhr im ZDF-Streaming-Portal und auf dem YouTube-Kanal "Terra X Lesch & Co", - ab 20:15 Uhr in 3sat und - von etwa 20:25 Uhr bis 20:35 Uhr im ZDF-Hauptprogramm (bei entsprechenden Witterungsverhältnissen) Die um 20.15 Uhr beginnende Ausgabe der Trödelshow "Bares für Rares XXL" wird bei guten Witterungsbedingungen gegen 20.25 Uhr für rund zehn Minuten unterbrochen werden. Wann ist der Höhepunkt? Der Höhepunkt mit der maximalen Sonnenbedeckung wird etwa eine Stunde später erreicht, wobei es ebenfalls wieder eine leichte Zeitverzögerung in Nord-Süd-Richtung gibt. Das Maximum stellt sich nach Angaben des Heidelberger Hauses der Astronomie in Kiel und Rostock um 20:07 Uhr ein, in Berlin um 20:09 Uhr, in Dresden um 20:11 Uhr, in Köln um 20:13 Uhr, in München und Stuttgart um 20:16 Uhr und in Freiburg um 20:18 Uhr. Am Mittwochabend ist über Spanien eine totale Sonnenfinsternis zu sehen. Die beste Sicht auf das Naturereignis gibt es auf Mallorca. Die Insel rechnet mit intensivem Tourismus. 10.08.2026 | 2:15 minDanach gibt der Mond nach und nach die Sonne wieder frei, bis die partielle Finsternis zwischen 20:48 Uhr und 21:03 Uhr überall in Deutschland beendet sein wird. Dies fällt mit dem Sonnenuntergang zusammen - das heißt: Die Sonne geht noch teilweise verfinstert unter. Spielt das Wetter mit? Der Deutsche Wetterdienst ist optimistisch. Bei oft wolkenlosem Himmel herrschten "fast überall optimale Wetterbedingungen zum Beobachten der Finsternis", teilte dieser in Offenbach mit. Nur im Norden zögen ein paar Wolken durch. Auch dort sollten die Sichtbedingungen aber "recht gut, wenn auch nicht ganz ungestört sein". Ist die Blickrichtung egal? Wegen des Zeitpunkts kurz vor Sonnenuntergang brauchen Beobachter unbedingt einen freien Blick auf den Horizont in Richtung Westen. Zu Beginn der partiellen Finsternis steht die Sonne dem Haus der Astronomie zufolge noch etwa zwölf Grad über dem Horizont, während des Höhepunkts der Verfinsterung aber nur noch etwa vier Grad. Häuser, Bäume oder Hügel können schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Ein nicht ganz normaler Sommertag im August 1999: So haben die Menschen vor 27 Jahren die letzte totale Sonnenfinsternis erlebt. Ein Blick in die Vergangenheit - und das ZDF-Archiv. 11.08.2026 | 3:08 minWie schütze ich die Augen? Auch bei weitgehender Verfinsterung sowie einsetzender Dämmerung darf keinesfalls ungeschützt mit bloßem Auge in die Sonne geschaut werden. Laut Experten bündelt die Augenlinse das Licht wie ein Brennglas, es drohen in kürzester Zeit bleibende Schäden an der lichtempfindlichen Netzhaut. Wenn Betroffene diese bemerken, ist es bereits zu spät. Quelle: ZDF Quelle: ZDF Eine sichere Beobachtung ist laut Bundesamt für Strahlenschutz nur mit genormten und entsprechend gekennzeichneten Spezialbrillen für Sonnenfinsternisse möglich. Auch indirekte Beobachtung durch Projektion auf eine Fläche etwa mittels Lochkamera ist geeignet. Eindringlich gewarnt wird vor improvisierten Hilfsmitteln wie gefalteten Rettungsdecken, Gletscherbrillen oder schwarzen Filmstreifen. Auf keinen Fall darf mit Ferngläsern oder Kameras in die Sonne geschaut werden, die Optik bündelt das Licht und verstärkt Augenschäden. Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. - LivestreamDoku | Terra X Harald Lesch:Was die Sonnenfinsternis unter Wasser bewirkt - ARTE | ARTE:Totale Sonnenfinsternis - Europa im MondschattenVideo51:39 - Sonnenfinsternis bei Sonnenuntergang:Vorfreude auf das Ausnahme-Event auf Mallorcavon Elisa Miebach und Cordelia Straußmit Video0:54

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12. August
Deutschlandfunk

Astronomie - Sonnenfinsternis in Teilen Europas - partielle Verdunklung in Deutschland

In Deutschland findet die Sonnenfinsternis kurz vor Sonnenuntergang statt, je nach Standort zwischen 19 und 21 Uhr. Dabei wird der Mond die Sonne bis zu 90 Prozent verdecken. Für eine totale Sonnenfinsternis müssen sich Erde, Mond und Sonne von der Erde aus gesehen in einer geraden Linie befinden. Das passiert vergleichsweise selten. Die letzte totale Sonnenfinsternis war in Deutschland 1999 zu sehen. Die Astrophysikerin und stellvertretende Leiterin des Hauses der Astronomie, Carolin Liefke, sagte im Deutschlandfunk, das Interesse an der Sonnenfinsternis sei vor allem unter Hobby-Astronomen groß . Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler widmeten sich in ihren Forschungsarbeiten inzwischen oft anderen Themen. Trotzdem gebe es offene Fragen: Durch eine totale Sonnenfinsternis werde etwa die äußere Atmosphärenschicht der Sonne sichtbar, die sogenannte Korona. In dieser Schicht werde es noch heißer als auf der Oberfläche der Sonne, erklärte Liefke. Warum das so ist, sei noch nicht erforscht. Anschauen sollten interessierte Beobachter die Sonnenfinsternis allerdings nur mit einer speziellen Schutzbrille. Wer ungeschützt in die verdunkelte Sonne schaut, läuft Gefahr, seine Augen schwer zu schädigen oder sogar zu erblinden. Sonnenbrillen, Skibrillen oder 3D-Brillen sind für die Beobachtung nicht geeignet. Sicher kann man die Sonnenfinsternis mit einer selbstgebastelten Lochkamera beobachten. Eine Anleitung zum Bau einer solchen Camera obscura gibt es zum Beispiel auf der Internetseite vom Bundesamt für Strahlenschutz. Aus dem Deutschlandfunk-Programm Diese Nachricht wurde am 12.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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12. August
Süddeutsche Zeitung (Politik)

SZ am Morgen: Nachrichten des Tages – die Übersicht für Eilige

Das Ereignis des Tages entfaltet sich um 20.08 Uhr in seiner ganzen Schönheit, oder um 20.10 Uhr, oder um 20.13 Uhr - es kommt darauf an, wo man ist: Zum ersten Mal seit 1999 ist in Europa wieder eine totale Sonnenfinsternis zu bestaunen. In Deutschland wird das Spektakel grob zur Zeit der Tagesschau seinen Höhepunkt erreichen, und damit, anders als 1999, nicht zur Mittagszeit. Der spätere Zeitpunkt bringt einige Schwierigkeiten mit sich: Wenn sich, von Deutschland aus gesehen, der Mond vor die Sonne schiebt, ist diese schon am untergehen. Weil sie dann nur noch knapp über dem Horizont steht, empfiehlt es sich, das Ereignis von einer Anhöhe aus zu betrachten. Besonders in München, wo die Sonne beim Höhepunkt der Sonnenfinsternis um 20.16 Uhr gerade noch zu sehen ist. Alles, was Sie dazu wissen müssen, finden Sie in diesem Überblick von Theresa Palm und Sarah Unterhitzenberger. Und wo es noch Schutzbrillen gibt, steht hier. Am besten haben es dieses Mal übrigens die Menschen in Spanien. Dort verschwindet die Sonne ganz, während sie in Deutschland nur zu 84 bis etwa 90 Prozent abgedeckt wird. Und weil sehr viele Spanierinnen und Spanier um 20.30 Uhr zuschauen möchten, erwarten die Behörden am Abend ein Verkehrschaos. Insbesondere dort, wo die beste Sicht herrscht, etwa auf den Gipfeln der Sierra Nevada. Wie unser Spanien-Korrespondent Patrick Illinger berichtet, rechnen die Behörden mit bis zu 1,5 Millionen mehr Autofahrten als üblich. Eine Verdunkelung ganz anderer Art hat sich kürzlich in Ankara ereignet, wo Personenschützer verschleierten, wo sich der US-Präsident gerade aufhielt. Während Donald Trump den Nato-Gipfel in der Türkei besuchte, erfuhren die US-Dienste von angeblichen Plänen Irans, Trump zu ermorden. Also ließen sie ihn in seine Air Force One steigen, nur um ihn unmittelbar danach wieder in einem Catering-Container unbemerkt aus der Maschine zu schaffen. Unser US-Experte Reymer Klüver beschreibt die Episode, die aus einem Spionagekrimi zu stammen scheint. Was heute wichtig ist So wird die Sonnenfinsternis in Deutschland. Zum ersten Mal seit 27 Jahren ist eine totale Sonnenfinsternis in Europa zu sehen. In Deutschland wird sie nur partiell. Eine Spezialbrille braucht man trotzdem. Die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland wird erst 2081 zu sehen sein. Zum Artikel - Astronomisches Ereignis: Bekommt man jetzt noch Brillen für die Sonnenfinsternis? - Verkehr und Hotels: Wie sich Spanien auf das befürchtete Sofi-Chaos vorbereitet Kabinett entscheidet über Reform der Geheimdienste – Kritik von FDP. Heute soll die Reform der deutschen Nachrichtendienste vom Kabinett beschlossen werden. Damit sollen die Befugnisse deutlich ausgebaut werden, um vor Terror zu schützen. Die FDP findet die Pläne zu weitgehend und kritisiert, dass die Trennung zwischen polizeilicher und geheimdienstlicher Arbeit aufgeweicht werden soll. Zum Liveblog zur Bundespolitik Gericht stoppt Trumps Briefwahl-Pläne im ganzen Land. Der US-Präsident wollte die Post mit einer Verfügung zu einer Art Wahlkontrolleur machen. Der US-Postdienst USPS sollte Briefwahlunterlagen nur noch an Personen übermitteln, die auf einer von den Bundesstaaten erstellten Liste stehen. Eine Richterin in Boston entschied nun dagegen. Das letzte Wort hat der Oberste Gerichtshof. Zum Liveblog zur US-Politik Niedrige Pegel belasten Unipers Wasserkraftwerke in Bayern. Wenig Regen bedeutet wenig Strom. Vorstandschef Lewis verspricht nun Milliardeninvestitionen in Wasserkraft, erneuerbare Energien und Gaskraftwerke – und besseren Schutz gegen Drohnenangriffe. Seit der Verstaatlichung Ende 2022 gehören mehr als 99 Prozent der Uniper-Aktien der Bundesregierung. Zum Artikel - Vorher-Nachher-Bilder: Deutschland trocknet vor sich hin - MEINUNG Trockenheit: Wasser muss teurer werden – aber nicht für alle Was will Erdoğan mit seinem PKK-Gesetz erreichen? Das Gesetz, das der Aussöhnung dienen soll, sieht vor, dass die kurdische Untergrundorganisation PKK sich entwaffnen muss, danach sollen mehrere Tausend inhaftierte PKK-Mitglieder ihre Freilassung beantragen können. Doch wichtige kurdische sowie oppositionelle Politiker, die nie zur PKK gehörten, bleiben inhaftiert – für sie gibt es keine Option der Freilassung. Zum Artikel Weitere wichtige Themen - Kolumbien: Die Zahl der Todesopfer nach dem Erdbeben steigt weiter - Diplomatie: In Berlin gibt es weiterhin eine US-Botschaft. Aber keinen Botschafter mehr - Leichtathletik-EM: Deutscher Rekordhalter Ansah stürmt zu Bronze über 100 Meter Die Fachbriefings von SZ Dossier – mit SZ Pro-Abo Dossier Digitalwende: So will Südkorea zur KI-Macht aufsteigen. Die KI-Expansion hat Südkorea einen Halbleiterboom und ein gesundes Wirtschaftswachstum beschert. Die nationale KI-Regulierung kombiniert Gedanken aus dem AI Act mit solchen aus den USA. Auch wichtig: Nach dem Drohnenvorfall in Leipzig will das Verkehrsministerium die Drohnendetektion an Flughäfen deutlich breiter ausrollen. Zum Briefing Dossier Geoökonomie: Vom Hinterland nach Asean: Chinas neuer Wasserweg. China baut mit dem Pinglu-Kanal seinen „Land-See-Korridor“ nach Südostasien aus: Die Wasserstraße verbindet die 20-Millionen-Metropole Chongqing mit dem Südchinesischen Meer und verkürzt Transporte aus dem Hinterland um über 560 Kilometer, senkt Kosten deutlich und bindet den Asean-Verband wirtschaftlich noch enger an die Volksrepublik. Zum Briefing

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11. August
ZDF heute

Sonnenfinsternis: "Ein Grenzerlebnis unserer Wahrnehmung"

Harald Lesch über das Himmelsschauspiel:Sonnenfinsternis: "Ein Grenzerlebnis unserer Wahrnehmung" Wenn sich die Sonne verdunkelt, berührt das Menschen tief - trotz aller Wissenschaft. Astrophysiker und Terra-X-Moderator Harald Lesch erklärt, warum das so ist. ZDFheute: Was macht diese Sonnenfinsternis so besonders? Harald Lesch: Die Sonnenfinsternis am 12. August wird kurz vor Sonnenuntergang passieren. Das heißt, die Sonne geht verfinstert unter. Und das ist natürlich irre. Da laufen zeitgleich die Bewegungen des Mondes und der Erde sichtbar zusammen und verursachen eine Sonnenuntergang-Sonnenfinsternis. Das ist einfach ein Grenzerlebnis unserer Wahrnehmung. Am Abend des 12. Augusts ordnen sich Sonne, Mond und Erde in einer Reihe an. Von der Arktis bis Mallorca gibt es eine totale, in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis. 07.08.2026 | 0:54 minZDFheute: Warum fasziniert uns eine Sonnenfinsternis so sehr, obwohl wir wissen, wie sie entsteht? Lesch: Unser gesamtes Gottvertrauen geht zurück auf die Tatsache, dass die Dinge sich am Himmel wiederholen. Eine Sonnenfinsternis durchbricht diese Erfahrung. Dass diese Sonne dann nicht mehr scheint, ist etwas, was uns tief in unseren Erfahrungen erschüttert. Deshalb kommt man um die Faszination nicht drum rum. Selbst heute bleibe eine gewisse Angst, obwohl wir alle wissen, dass es wieder hell wird. Tausende Menschen, Teleskope auf Feldern und gespannte Blicke gen Himmel: Harald Lesch erinnert sich an die Sonnenfinsternis von 1999 und den besonderen Zauber dieses gemeinsamen Erlebnisses. 12.08.2026 | 0:43 minZDFheute: Was hat Sie bei Ihrer ersten Sonnenfinsternis besonders beeindruckt? Lesch: Wir haben einen riesen Dusel gehabt. 1999 hat sich genau im richtigen Moment eine Wolkenlücke geöffnet. Andere sind extra weit gereist und haben nur Wolken gesehen. Und wir hatten genau den richtigen Blick. Das war einfach großartig. Harald Lesch und Jasmina Neudecker begleiten die totale Sonnenfinsternis am 12. August von Mallorca aus ab 20 Uhr im ZDF-Streaming-Portal und auf dem YouTube-Kanal "Terra X Lesch & Co", ab 20:15 Uhr in 3sat und bei entsprechenden Witterungsverhältnissen von etwa 20:25 Uhr bis 20:35 Uhr im ZDF-Hauptprogramm. Hier geht es am 12. August zum Stream. ZDFheute: Kann so ein Ereignis die Perspektive auf die Welt verändern? Lesch: Ich weiß nicht, ob das die Perspektive von allen verändert. Aber es gibt Menschen, die später sagen: Ich glaube, damals habe ich neu angefangen, über die Welt nachzudenken. Solche Momente sind wie Leuchttürme für unsere Erinnerungen und bleiben wahrscheinlich für immer in unseren Erfahrungen und Gedächtnissen gespeichert. Ich erinnere mich noch ganz genau an jede Sonnenfinsternis, die ich gesehen habe. Harald Lesch erklärt, warum eine totale Sonnenfinsternis weit mehr ist als ein astronomisches Ereignis und weshalb sie Staunen, Ehrfurcht und Respekt auslöst. 12.08.2026 | 0:51 minZDFheute: Warum sind Sonnenfinsternisse auch für die Forschung wichtig? Lesch: Lange Zeit waren die Sonnenfinsternisse die einzige Möglichkeit, etwas am Himmel zu sehen, was in unmittelbarer Nähe von der Sonne ist. Und es wurde entlang einer Sonnenfinsternis vom Astrophysiker Arthur Eddington bewiesen, dass die Schwerkraft der Sonne das Licht von dahinterliegenden Sternen ablenkt. Also der Beweis für Einsteins allgemeine Relativitätstheorie. Das Interview führte Elisabeth zu Eulenburg. Infos zur Sonnenfinsternis Um die längste Phase der totalen Verdunkelung zu erleben, muss man am 12. August an die Westküste Islands reisen. Dort kann man über zwei Minuten lang den seltsamen Anblick genießen. Die Geschwindigkeit, mit der der Mondschatten über die Erde läuft, wird zu niedrigeren Breitengraden hin immer schneller. In Spanien wird die Totalität nur eine Minute oder weniger anhalten. Obwohl es dieses Mal in Deutschland nicht zur Totalität kommt, sind wir trotzdem nah genug am Pfad der Verfinsterung, um eine beeindruckende Bedeckung zu erleben. Gerade im Süden Deutschlands darf man mit bis zu 90 Prozent Verfinsterung rechnen, kurz bevor die verdunkelte Sonne dann am Horizont versinkt. Generell ist eine Verfinsterung der Sonne auf der Erde eigentlich keine Seltenheit. Im Schnitt ist alle 18 Monate irgendwo auf dem Planeten eine totale Sonnenfinsternis zu sehen. Doch der Mondschatten auf der Erde ist im Schnitt nur etwa 160 Kilometer breit und so ist das Spektakel jeweils nur in sehr begrenzten Bereichen zu sehen. Hinzu kommt, dass die Erde schnell rotiert und so nur ein sehr dünner, zeitlich stark begrenzter Pfad der Verfinsterung entsteht. Die meisten Sonnenfinsternisse bleiben sogar gänzlich unbeobachtet: Neben unbewohnten Gebieten ist ein Großteil der Erdoberfläche mit Ozeanen bedeckt, von wo aus selten jemand zusieht. Die letzte totale Sonnenfinsternis war 1999 über Deutschland zu sehen. Das nächste Mal ist es erst wieder 2081 so weit. In Spanien und Portugal, die dieses Jahr die Totalität erleben, gab es die letzte totale Sonnenfinsternis 1912. Kurz bevor der Mond die Sonne komplett verdunkelt, sickert Sonnenlicht durch die kleinen Unebenheiten am Rand des Mondes. Durch lunare Täler und Berge entstehen dort für ein paar Sekunden kleine helle Punkte, die man die "Bailyschen Perlen" nennt. Ein paar Tage nach der Sonnenfinsternis am 12. August wird während der folgenden Vollmondphase Ende August eine Mondfinsternis folgen. In den frühen Morgenstunden des 28. August treten hierzulande über 96 Prozent der Fläche des Vollmonds in den Erdschatten ein. Durch die Lichtstreuung erscheint unser Trabant dann in tiefem Kupferrot und ist auch als "Blutmond" bekannt. Im Gegensatz zur Sonnenfinsternis ist eine Mondfinsternis von der gesamte Nachtseite der Erde aus zu sehen und es bedarf auch keine besondere Schutzausrüstung, um das Phänomen zu verfolgen. Die Totalität der Sonnenfinsternis von der Erde aus betrachtet ist möglich, da der Mond ziemlich genau 400-mal kleiner als die Sonne ist und dabei ziemlich genau 400-mal näher an der Erde steht als die Sonne. Die beiden Scheiben passen von unserem Planeten aus gesehen also perfekt aufeinander. Das wird aber nicht immer so sein. Der Mond entfernt sich von der Erde. Langsam, aber sicher, mit etwa 3,78 Zentimetern pro Jahr. Nach den aktuellen Berechnungen heißt das, dass die letzte totale Sonnenfinsternis in etwa 600 Millionen Jahren von der Erde aus sichtbar sein wird. Danach gibt es nur noch die sogenannten "Ring of Fire"-Sonnenfinsternisse, bei denen die Mondscheibe kleiner wirkt als die Sonnenscheibe und so während des Maximums der Verfinsterung ein heller Ring um den Mond herum sichtbar bleibt. Von Jana Steuer Weitere Nachrichten aus dem Weltall - Entstehung von Sonnen und Planeten:Wie aus Fäden früher Materie das Universum hervorgingvon Andreas Singlermit Video44:15 - Teleskop in Chile liefert Daten:Aufschlag von SpaceX-Raketenteil auf dem Mond dokumentiertmit Video0:22 - Sehr weit weg und kaum erforscht:Die Oortsche Wolke: Was Flugbahnen von Kometen verratenvon Andreas Singlermit Video44:53 - Aus sterbenden Sternen werden neue:Supernovae: Wenn im Weltall der Treibstoff knapp wirdvon Andreas Singlermit Video43:34

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10. August
Süddeutsche Zeitung

Naturschauspiel: Komm, lass uns Sofi gucken

Vielleicht ist es die Dürre. Selten ist ein besonderes Naturschauspiel in der Vorberichterstattung so untergegangen wie die partielle Sonnenfinsternis an diesem Mittwoch. Möglicherweise liegt es aber auch an der Uhrzeit, wenn der Mond die Sonne so verdeckt, dass nur noch eine schmale Sichel von ihr sichtbar bleibt. Doch einige Veranstaltungen und Empfehlungen gibt es, wo man sich zum gemeinsamen Sofi-Schauen in der Region treffen kann. Die wichtigsten Infos zur Sonnenfinsternis hat etwa die Sternwarte Wind in Forstinning zusammengetragen. Beginn dieses Naturschauspiels, kurz Sofi genannt, ist im Münchner Umland um 19.23 Uhr. Der Mond beginnt sich vor die Sonne zu schieben, das Maximum wird um 20.15 Uhr erreicht. Die Sonne steht dabei nur noch zwei Grad über dem Horizont. Sonnenuntergang ist um 20.32 Uhr. Die Sonne wird dabei verfinstert untergehen. Das Ende der Finsternis um 21.06 Uhr ist nicht mehr beobachtbar. Die Sternwarte Wind wird an diesem Abend nicht geöffnet sein, weil die Position der Sonne mit den vorhandenen Geräten nicht einzufangen sei und Bäume um das Gebäude herum die Sicht behinderten, sagt Johannes Knöferle vom Sternwartenteam. Er hat aber Tipps für geeignete Sofi-Orte. Knöferle empfiehlt Hügel mit Westhang, etwa bei Ottersberg, an der Wittelsbacher Höhe in Markt Schwaben oder an der Münchner Straße zwischen Anzing und Neufahrn. Auch der Ebersberger Aussichtsturm biete einen guten Blick gen Westen. Freie Sofi-Sicht haben Fans zudem auf den Dämmen am Speichersee. Zum Sofi-Picknick lädt der Bund Naturschutz in Zorneding ein. Treffpunkt ist von 17.30 Uhr am Rodelhügel am Bergweg Ingelsberg bei der Mikrofarm. Die Veranstaltung trägt den Titel „Physik passiert, ob du's glaubst oder nicht“. Während der Wartezeit auf das Himmelsspektakel werden „erstaunliche“ Physik-Experimente präsentiert, heißt es in der Ankündigung. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht notwendig. Parkplätze stehen nicht zur Verfügung, Teilnehmer sollten zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen. Die Isartal-Sternwarte in Königsdorf bleibt am Sofi-Abend geschlossen, weil Bäume das Gelände umstellen. Von 19 Uhr an gebe es aber eine gute Beobachtungsmöglichkeit auf der Goritsleitn bei Osterhofen, heißt es auf der Website. Die Vereinsmitglieder der Sternwarte Berg am Starnberger See treffen sich ebenfalls um 19 Uhr hinter dem Aufkirchner Parkplatz im südlichen Teil der Lindenallee. Dort werden einige Sonnenteleskope aufgestellt. Interessierte sind eingeladen, zum Public-Sofi-Viewing vorbeizukommen. Das Garchinger Planetarium ESO Supernova beteiligt sich am Sofi-Mittwoch an der bundesweiten langen Nacht der Astronomie, zu der die Stiftung Planetarium Berlin, die Astronomische Gesellschaft, die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien, die Vereinigung der Sternfreunde und das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit zahlreichen astronomischen Einrichtungen einladen. Die ESO Supernova ist am Mittwoch durchgehend von 9 bis 22 Uhr geöffnet. Bereits am Nachmittag können Besucherinnen und Besucher die Sonne mit speziell dafür geeigneten Teleskopen beobachten und eventuell Sonnenflecken, Protuberanzen und weitere Details entdecken. Zweimal wird die Planetariumsshow „Knips die Sonne aus“ gezeigt. Es wird empfohlen, rechtzeitig Tickets zu erwerben. Eine gemeinsame Beobachtung ist aufgrund der späten Uhrzeit nicht vorgesehen. Stattdessen wird bis 22 Uhr ein Livestream aus Regionen gezeigt, in denen die Sonnenfinsternis unter deutlich besseren Bedingungen verfolgt werden kann. Last-Minute zur Sofi-Brille Wer kurzfristig noch eine spezielle Sonnenfinsternisbrille kaufen möchte, muss etwas suchen. Eine Anlaufstelle sind Optiker. In Erding etwa sind bei Optik Scheere, in Freising bei Riede & Reif Brillen erhältlich. Da die Nachfrage derzeit sehr hoch ist, empfiehlt es sich, vorher telefonisch nachzufragen, ob noch Exemplare vorrätig sind. Auch Apotheken können eine Möglichkeit sein. Allerdings hatten viele Apotheken die Sonnenfinsternis zunächst nicht auf dem Schirm und haben deshalb gar keine Brillen ins Sortiment genommen. In ganz Dachau etwa herrscht laut der Brunnenapotheke ein Engpass, „denn jetzt wollen alle eine kaufen“, heißt es dort. In der Amper-Apotheke in Fürstenfeldbruck sind seit Montag Sofi-Brillen erhältlich, sagt Leiter Thomas Benkert. Wer seine Brille bereits im Internet bestellt hat, sollte genau hinsehen: Benkert betont, nur geprüfte Qualitätsprodukte böten ausreichend Schutz. Mit ungeeigneter Brille könne es zu schweren Augenschäden kommen. Ausreichend Brillen hat der Planetarien-Ausrüster Baader in Mammendorf. An dessen Adresse mit dem schönen Namen „An der Sternwarte 4“ werden bis Mittwoch 12 Uhr Sofi-Brillen verkauft.

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10. August
Handelsblatt

Zur Sonnenfinsternis am 12.8.: Im Mond-Schatten: Wie Forscher die Sonnenfinsternis nutzen

Zur Sonnenfinsternis am 12.8.: Im Mond-Schatten: Wie Forscher die Sonnenfinsternis nutzen Berlin. Wenn sich am 12. August der Mond vor die Sonne schiebt, ist dies nicht einfach nur ein gewaltiges Himmelsspektakel. Obwohl mehrere Raumsonden unser Zentralgestirn permanent im Blick haben, bietet eine Sonnenfinsternis Wissenschaftlern auch heute noch zusätzliche Möglichkeiten zur Erforschung der Sonne. Mit einer Vielzahl spezieller Instrumente ausgestattete Flugzeuge und Ballons steigen dazu in der schmalen Zone der totalen Finsternis auf, die sich von Grönland über Island bis nach Spanien erstreckt. Sonnenobservatorien wie der „Solar Orbiter“ und „Soho“ (Solar and Heliospheric Observatory) decken mit einer künstlichen Blende die helle Sonnenscheibe ab. Sie erzeugen so eine Art künstlicher Sonnenfinsternis, um die äußere Atmosphäre der Sonne, die heiße Korona, sichtbar zu machen. „Bei solchen Ereignissen kann man besondere Techniken testen“ Aus Sicherheitsgründen muss die Blende jedoch größer sein als die Sonnenscheibe, da sonst ein Teil des hellen Sonnenlichts durch Beugungseffekte und Streuung auf die empfindlichen Sensoren fallen und diese zerstören würde. „Soho“ beispielsweise sieht die Korona erst ab etwa einem halben Sonnenradius Abstand von der Sonnenoberfläche. Bei einer totalen Sonnenfinsternis tritt dieses Problem nicht auf und die Forscher können die Korona bis hinab zur Oberfläche der Sonne in Augenschein nehmen. Einen weiteren Vorteil erläutert Sonnenexperte Daniel Müller von der europäischen Weltraumbehörde Esa: „Bei solchen Ereignissen kann man besondere Experimente und Techniken testen, die man nicht einfach auf gut Glück auf einen Satelliten packen würde.“ Dafür sind die Startkosten für Flüge ins All zu hoch. Erst wenn die Methoden auf der Erde ausreichend getestet sind und funktionieren, erfolgt der Einsatz im Weltall. Gemeinsam mit der US-Weltraumbehörde Nasa plant die Esa außerdem kombinierte Beobachtungen von der Erde und aus dem Weltall. Ein Nasa-Spezialflugzeug folgt dem Schatten des Mondes, der sich mit 2.500 Kilometern pro Stunde über die Erdoberfläche bewegt. An Bord des Flugzeugs: Eine Kamera, die pro Sekunde 20 hochaufgelöste Bilder der Korona liefert. Hinweise für die Lösung eines Rätsels Parallel dazu beobachtet der „Solar Orbiter“ die Sonnenkorona. „Die Sonde ist an diesem Tag ungefähr 90 Grad von der Richtung her entfernt von der Erde“, erläutert Müller. „Sie sieht die Sonne also aus einem anderen Winkel.“ Dieser zusätzliche Blickwinkel ermögliche es, stereoskopische, dreidimensionale Bilder von Strukturen in der Sonnenkorona zu erzeugen. Die Korona besteht aus dünn verteilten Gasen, die mehrere Millionen Grad heiß sind. Und das, obwohl die Temperatur auf der Oberfläche der Sonne gerade einmal 6.000 Grad beträgt. Wie sich das Gas in der Korona derart aufheizt, ist immer noch nicht restlos aufgeklärt. Die Beobachtungen der Forscher während der Sonnenfinsternis können vielleicht weitere Hinweise für eine Lösung des Rätsels liefern. 1919 bestätigten Messungen Einsteins Relativitätstheorie Vor Beginn des Weltraumzeitalters waren totale Sonnenfinsternisse die einzige Möglichkeit für Wissenschaftler, die Korona zu beobachten. Ernsthaft begonnen hat diese Forschung erst zur Finsternis am 8. Juli 1842, die von Südfrankreich, Norditalien und Österreich zu beobachten war. Zum ersten Mal pilgerten in jenem Jahr Astronomen aus allen Teilen Europas mit Fernrohren und Messapparaturen in die Finsterniszone. Von besonderer Bedeutung für die Forschung war die Sonnenfinsternis am 29. Mai 1919. Die Dunkelheit am Tage erlaubt es nämlich, nahe bei der Sonne stehende Sterne zu beobachten - und damit die Relativitätstheorie Albert Einsteins zu überprüfen. Denn diese Theorie sagt voraus, wie stark die Schwerkraft der Sonne Lichtstrahlen ferner Sterne verbiegt - und dadurch ihre Position am Himmel leicht verschiebt. Die Messungen bei der Finsternis bestätigten den von Einstein vorhergesagten Wert - damals ein großer Triumph für die Relativitätstheorie.

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9. August
Handelsblatt

Sonnenfinsternis am 12. August: Wow-Effekt des Alls - Warum Himmelsphänomene so faszinieren

Sonnenfinsternis am 12. August: Wow-Effekt des Alls - Warum Himmelsphänomene so faszinieren Berlin. Man sieht es nicht, wenn der Mond sich der Sonne nähert. Plötzlich gibt es eine kleine Einkerbung am Sonnenrand, die sich immer mehr ausweitet - und dann ist sie weg, die Spenderin fast allen Lebens. Millionen Menschen werden zum Himmel schauen, wenn die Sonne am 12. August einen kurzen, intensiven Moment lang komplett vom Mond bedeckt ist. „Es ist ein kleiner Weltuntergang zum Gruseln“, sagt der Berliner Psychologe Peter Walschburger. „Wir wissen, dass sie wiederkommt, und können das Spektakel ohne echte Gefahr genießen.“ Eine totale Sonnenfinsternis ist längst kein Mysterium mehr, sondern auf Jahrhunderte voraus exakt vorhersagbar. Nur einige Sekunden bis Minuten lang bleibt es richtig dunkel. Besonders selten ist das Himmelsphänomen auch nicht: Fast jedes Jahr gibt es irgendwo auf der Erde zumindest partielle Finsternisse. Weißt du noch? Oft ist die Erinnerung an eine Sofi lebhaft Und doch zählt eine Sonnenfinsternis zu jenen Himmelsereignissen, die Menschen am meisten in ihren Bann ziehen - vor allem, wenn es sich um eine totale handelt. „Das ist auch heute noch ein einschneidendes Erlebnis, an das man sich lebenslang erinnert“, sagt Guido Thimm vom Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH). Und es gebe auch heute noch das Gefühl der Erleichterung, wenn die Sonne wieder da ist. „Man spürt bei einer Finsternis ganz direkt, wie wichtig die Sonne ist.“ Das Licht kippt bei einer Finsternis abrupt, Schatten verändern sich, die Umgebung bekommt einen silbrig-grauen Ton, die Temperatur kann merklich sinken. Sterne können sichtbar werden, Vögel verstummen. Es verwundert nicht, dass eine Sonnenfinsternis einst für Angst und Schrecken sorgte. Vor dem Siegeszug der Naturwissenschaften war sie für die meisten Völker der Welt ein unheilkündendes Omen, wie Walschburger sagt. Alle möglichen Plagen schrieb man ihr zu: Kriege, Aufruhr, Seuchen, Hungersnöte, Erdbeben. Was am Himmel geschah, entschied über Wohl und Wehe Generell wurde ungewöhnlichen Himmelsereignissen viel Aufmerksamkeit geschenkt - aus gutem Grund: Aus der Beobachtung des Himmels wurde auf das kommende Wetter geschlossen, aus dem Stand der Sonne und von Sternbildern auf die Jahreszeit, wie Walschburger erklärt. Die Sterne hätten der Orientierung gedient, die Mondphasen der Zeiteinteilung. „Man war insgesamt wesentlich abhängiger von der freien Natur und dem Himmelslauf.“ Die Astronomie sei die älteste Wissenschaft der Welt, sagt Thimm. „Astronomisch bewandert zu sein, konnte über Leben und Tod entscheiden.“ Hofastronomen im alten Ägypten hätten zum Beispiel schon vor rund 5.000 Jahren die für die Landwirtschaft wichtigen Nil-Hochwasser vorhergesagt. Der Himmel, Sitz fast aller Götter Zudem sei der Himmel in vielen Kulturen als Sitz göttlicher Mächte mit menschlichen Zügen betrachtet worden, erklärt Walschburger - ungewöhnliche Ereignisse wie eine plötzliche Verdunklung wurden daher zwangsläufig auch als sozial bedeutsam wahrgenommen. Vielfach spielte speziell die Sonne eine zentrale Rolle, wurde als Göttlichkeit und Quelle des Lebens verehrt. In der ägyptischen Mythologie zum Beispiel wurde sie vom Gott Ra personifiziert. Diese immense Bedeutung für Alltag und Glauben stecke noch heute in uns und sei Teil der Faszination für Sonnenfinsternisse und Himmelsereignisse generell, meint Walschburger. „Die kulturell-zivilisatorische Entwicklung verläuft viel schneller als unsere natürlich-genetische Evolution.“ Auch wenn wir inzwischen weitaus unabhängiger von der Natur seien und ihre Phänomene naturwissenschaftlich erklären könnten, seien Sinneswahrnehmungen wie eine dunkle Wolkenwand oder ein lauschiger Sonnentag noch immer ganz eng mit unserer Psyche und unserem Wohlbefinden verbunden. Mit dem Sehen-Können schwindet das Sehen-Wollen Speziell beim Nachthimmel steht der Wahrnehmung allerdings zunehmend ein menschengemachtes Problem entgegen: die Lichtverschmutzung. Abseits von Sonnenfinsternissen und Polarlichtern sinke das Interesse am Sternenhimmel eher, sagt Thimm. „Schlichtweg, weil er vielerorts kaum mehr zu sehen ist.“ Man könne nur toll finden, was man selbst erlebt. „Viele Kinder wachsen aber nahezu komplett ohne Blick in den Sternenhimmel auf.“ Einer der letzten Orte mit Wow-Effekt-Sternenhimmel sei die Atacama-Wüste im Norden Chiles. Es sei absolut faszinierend, dort bei klarer Luft und null Lichtverschmutzung in den Nachthimmel zu schauen. „Man kann Zeitung lesen bei Sternenlicht“, erzählt Thimm. „Man sieht die Milchstraße aufgehen, einen Bogen über den Nachthimmel ziehen, wieder untergehen - da bekommt man echt Gänsehaut.“ Auge folgt den Blechklumpen im All - und nicht den Sternen Allerdings gebe es selbst dort inzwischen ein Problem: die wachsende Zahl an Satelliten. Schon jetzt sei es schwerer, sich auf die Sterne zu konzentrieren. „Das Auge ist auf Bewegung getrimmt und geht zu den rasch ziehenden Satelliten.“ Verwandte Themen Schlimm seien die Störfeuer der Satelliten auch für die Wissenschaft, weil sie astronomische Aufnahmen behinderten. „Massenhaft gestörte oder vernichtete Informationen sind das Resultat“, so Thimm. „Es ist wirklich dramatisch.“ In den kommenden Jahren soll die Zahl der Satelliten weiter rasant steigen. Mit dem ungetrübten Blick in den Nachthimmel, wie ihn unsere Vorfahren hatten, ist es definitiv vorbei.

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7. August
ZDF heute

Wann und wo die Sonnenfinsternis in Deutschland zu sehen ist

Wissenswertes zum Himmelsereignis:Wann und wo die Sonnenfinsternis in Deutschland zu sehen ist Am Mittwoch ist die nächste Sonnenfinsternis in Deutschland. Wo und wann man sie am besten beobachten kann - und warum Spanien-Urlauber den besten Blick haben. Ein Überblick. Wer Himmelsereignisse liebt, kommt am Mittwoch voll auf seine Kosten. Am Abend schiebt sich zunächst der Mond zwischen Sonne und Erde. Was beispielsweise in Spanien zu einer totalen Sonnenfinsternis führt, beschert uns in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis - also eine teilweise Bedeckung der Sonne. Wo und wann das Ereignis zu beobachten ist, was bei einer Sonnenfinsternis zu beachten ist und welches Himmelsspektakel am Mittwoch noch zu sehen ist - ZDFheute mit einem Überblick. Wann ist die Sonnenfinsternis in Deutschland zu sehen? In Deutschland startet die partielle Sonnenfinsternis im Nordosten. Sie erreicht am 12. August um 19:12 Uhr Greifswald und um 19:23 Uhr München. Ihr Maximum wird etwa in der Zeit zwischen 20:05 Uhr und 20:18 Uhr erwartet. Am stärksten wird die Sonne im äußersten Südwesten bedeckt sein, wie unsere Karte zeigt: Die bevorstehende Sonnenfinsternis ist ein ganz besonderes Himmelsschauspiel, denn sie ereignet sich kurz vor Sonnenuntergang: ein Zeitpunkt, der zwei faszinierende Naturphänomene auf einzigartige Weise miteinander verschmelzen lässt.  Wer den Blick zum Horizont richtet, darf sich auf ein beeindruckendes Farbenspiel freuen: Die warmen Rot- und Orangetöne des Sonnenuntergangs vermischen sich mit den dunklen, oft als metallisch oder kupferfarben beschriebenen Schattierungen der Finsternis. Es entsteht ein Zusammenspiel aus Licht und Dunkelheit, wie man es nur selten zu sehen bekommt.  Hinzu kommt ein optischer Effekt, der die Sonne nahe dem Horizont oft größer und zugleich flacher erscheinen lässt. Verantwortlich dafür ist die dichtere Luftschicht in Horizontnähe: Sie wirkt wie ein natürlicher Filter, bricht das Licht und lässt die untergehende Sonne schließlich in eine schmale, glühende Sichel übergehen. Wo kann ich die Sonnenfinsternis beobachten? Da die Sonne am Abend bereits relativ tief am Horizont steht, wird sie bei wolkenfreiem Himmel am besten von einem hohen Punkt aus mit freiem Blick nach Nordwesten oder Westen zu sehen sein. Eine besondere Atmosphäre bieten zudem zahlreiche astronomische Einrichtungen. Sie laden zur "Langen Nacht der Astronomie" ein. Denn nach der Sonnenfinsternis kommt es am Mittwoch zu einem weiteren Ereignis: Der Meteorstrom der Perseiden hat in der Nacht auf den 13. August seinen Höhepunkt, wobei mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu rechnen ist. Die besten Beobachtungszeiten sind hier die Stunden von 23 Uhr abends bis 4 Uhr morgens. Was muss ich während der Beobachtung beachten? Notwendig ist eine spezielle Sonnenfinsternisbrille. Für die gibt es sogar eine Norm, auf die Sie achten können: DIN EN ISO 12312-2:2015 "mit entsprechender CE-Kennzeichnung", sagt der Direktor der Augenklinik der Universitätsmedizin Göttingen, Hans Hoerauf. Er rät, zudem auf Folgendes zu achten: - Intakte Schutzbrille - Folie ohne Kratzer, Löcher oder Risse Ohne Schutz "erzeugen die von der Augenlinse gebündelten Sonnenstrahlen eine gezielte Hitze in der Netzhaut, die die Sehzellen in kürzester Zeit schädigen kann", erläutert der Facharzt für Augenheilkunde, Hans Hoerauf. Sie seien dann nicht mehr funktionsfähig. "Es können sich irreversible Vernarbungen am Ort des schärfsten Sehens bilden."  Auch die hohe Abdeckung der Sonne und die einsetzende Dämmerung seien kein ausreichender Schutz, betont Daniela Weiskopf vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Das BfS warnt darüber hinaus vor vermeintlichen Alternativen zur Sonnenfinsternisbrille, die im Internet kursieren: Sonnenbrillen, Gletscherbrillen, schwarze Filmstreifen oder mit Kerzenruß geschwärte Gläser seien kein zuverlässiger Schutz, sondern gefährlich. "Hochgefährlich ist übrigens auch die direkte Beobachtung der Sonne durch Ferngläser, Teleskope oder Kameras. Diese Geräte bündeln die Sonnenstrahlen zusätzlich", warnt Augenarzt Hoerauf. Wer solche Geräte nutzen wolle, brauche spezielle Filteraufsätze oder Folien. Wie entsteht eine Sonnenfinsternis? Das erklärt unsere Grafik: Wo kann ich am Mittwoch eine totale Sonnenfinsternis sehen? Menschen in Deutschland können die totale Sonnenfinsternis live im ZDF sehen. Wer nächsten Mittwoch beispielsweise auf Island oder in Spanien ist, kann sie aber auch persönlich erleben. Harald Lesch und Jasmina Neudecker begleiten die totale Sonnenfinsternis am 12. August von Mallorca aus ab 20 Uhr im ZDF-Streaming-Portal und auf dem YouTube-Kanal "Terra X Lesch & Co", ab 20:15 Uhr in 3sat und bei entsprechenden Witterungsverhältnissen von etwa 20:25 Uhr bis 20:35 Uhr im ZDF-Hauptprogramm. Hier geht es am 12. August zum Stream. Die totale Sonnenfinsternis startet im nördlichen Sibirien, wo die Sonne gerade noch als Mitternachtssonne über dem Horizont zu sehen ist. In Deutschland ist es dann etwa 19 Uhr. Der Schatten des Mondes zieht anschließend am Nordpol vorbei sowie über den Osten Grönlands und Westen Islands. Er erreicht Nordspanien, einen Zipfel von Portugal und zieht dann quer über die iberische Halbinsel und über die Balearen hinweg. Die totale Finsternis endet kurz nach 20:30 Uhr im Mittelmeer. Am längsten dauert die Totalität mit 2 Minuten und 18 Sekunden etwa 100 Kilometer westlich der isländischen Küste vor der Inselgruppe Hvallátur. - Mehr Beiträge rund ums Weltall finden Sie auch jederzeit auf unserer Themenseite Wann ist die nächste Sonnenfinsternis? Eine totale Sonnenfinsternis gibt es nur etwa alle 18 Monate irgendwo auf der Erde. An einem bestimmten Ort sind sie sehr selten, da der Kernschatten oft einen sehr kleinen Durchmesser hat - bei der Sonnenfinsternis am 12. August laut Nasa maximal 294 Kilometer. Die bislang letzte totale Sonnenfinsternis war von Deutschland aus am 11. August 1999 zu sehen, die nächste wird erst am 3. September 2081 sein. Kuriosum am Rande: Bereits am 2. August nächsten Jahres ist wieder eine totale Sonnenfinsternis in Spanien zu sehen, jedoch nur im äußersten Süden. - Merkur, Venus und Co.:Planetenparade: Wie und wo man das seltene Spektakel siehtvon Phylicia Whitneymit Video0:54 - Einschlag in Koblenz:Meteoritenflug sorgt für AufregungVideo17:16 - Himmelsspektakel:Totale Mondfinsternis über DeutschlandVideo0:29

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5. August
ZDF heute

Doku: Faszination Sonnenfinsternis

Am 12. August 2026 spielt sich in weiten Teilen Europas eines der erstaunlichsten Naturschauspiele ab: eine totale Sonnenfinsternis. Millionen Menschen entlang des Pfads der Totalität, der von Grönland und Island bis nach Spanien (Santander, Bilbao, Valencia) reicht, werden sie erleben können. Zuletzt ereignete sich dieses Phänomen in Europa vor 27 Jahren. Die Dokumentation erklärt, worauf man bei der Beobachtung der Sonnenfinsternis achten sollte: wie man seine Augen schützt, welche Phasen vom ersten Kontakt über die Totalität bis zu den Bailyschen Perlen und dem Diamantring zu sehen sind, und wo die Chancen auf einen klaren Himmel am besten stehen. Die meisten Menschen in Europa werden jedoch nur eine Teilfinsternis erleben; in Städten wie London und Paris werden dabei etwa 90 Prozent der Sonne vom Mond verdeckt. Auch für die Wissenschaft ist diese Sonnenfinsternis eine außergewöhnliche Gelegenheit. Während der Verdunkelung wird die äußere Atmosphäre der Sonne, die Korona, sichtbar sein. Führende Sonnenphysiker erklären, welche Erkenntnisse jüngere Forschungsmissionen geliefert haben. Die Nasa-Sonnensonde "Parker Solar Probe", das schnellste je vom Menschen hergestellte Objekt, ist bis in die Sonnenatmosphäre vorgedrungen und hat die Forschung zum Ursprung des Sonnenwinds entscheidend vorangebracht. "Solar Orbiter" der ESA lieferte die ersten Bilder des Sonnen-Südpols – ein wichtiger Schritt für das Verständnis des Weltraumwetters, das Satelliten und Stromnetze beeinträchtigen kann. Die Dokumentation beleuchtet auch die Faszination des Menschen für Sonnenfinsternisse – von den Chaco-Felsgravuren in New Mexico über den babylonischen Saroszyklus bis zu den bahnbrechenden astronomischen Berechnungen des Engländers Edmond Halley. Doch erst jetzt, so der amerikanische Heliophysiker Craig DeForest, leben wir im "Goldenen Zeitalter der Sonnenphysik".

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