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Schweizer Käse: Milch zu sauber – Heublumenpulver soll Löcher im Emmentaler retten

Medienspektrum

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3. April
Der Spiegel (Wirtschaft)

Schweizer Käse: Milch zu sauber – Heublumenpulver soll Löcher im Emmentaler retten

Milch zu sauber Schweizer müssen Löcher im Käse mit Heublumenpulver retten Nach jahrelangen Problemen mit den Löchern im Emmentaler Käse haben Schweizer Käser eine Lösung parat: Sie dürfen nach einem Gerichtsstreit nun »Lochansatzpulver« verwenden. »Ich bin sehr froh, dass es dieses Pulver gibt«, sagte Käsermeister Andreas Brunner (58) der Nachrichtenagentur dpa. »Ich hatte über die Jahre immer weniger Löcher.« Das Problem: Die Milch ist über die Jahrzehnte schlicht zu sauber geworden. Früher, als Kühe noch von Hand gemolken wurden, fanden sich nach Angaben von Fachleuten immer auch Heupartikel in der Milch. Daran bildeten sich bei der Käsegärung die Löcher. Mit automatischen Melkmaschinen geht die Milch aber vom Euter direkt zur Kühlung in einen Tank – und die Partikel bleiben draußen. Gemahlene Bioheublumen Das Lochansatzpulver, mit dem die Käser nun arbeiten dürfen, besteht zu 100 Prozent aus gemahlenen Bioheublumen. Brunner verwendet für die Produktion von mehr als 600 Kilogramm Käse nach eigenen Angaben gerade mal eine Messerspitze. »Bei mir ist es mit den Löchern dadurch besser geworden«, sagt er. Der Verband Emmentaler Switzerland musste für den Einsatz von Lochansatzpulver vor Gericht ziehen. »Heublumenpulver sei zurzeit die einzige und beste Lösung gegen die verschwindenden Löcher«, fasste das Bundesverwaltungsgericht seinen Antrag zusammen. Das Bundesamt für Landwirtschaft, das strenge Auflagen für Agrarprodukte hat, wollte den Einsatz zunächst nicht zulassen. Es befürchtete eine Industrialisierung der Produktion.

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