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Samstag, 15. August 2026
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Niedrigwasser: „Am Ende stehen Produktionsbänder still“: CDU-Wirtschaftsflügel fordert Aufhebung des Lkw-Sonntagsfahrverbots

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14. August
Handelsblatt

Niedrigwasser: „Am Ende stehen Produktionsbänder still“: CDU-Wirtschaftsflügel fordert Aufhebung des Lkw-Sonntagsfahrverbots

Niedrigwasser: CDU-Wirtschaftsflügel will Lkw-Sonntagsfahrverbot kippen Berlin. Die Lage an Deutschlands Wasserstraßen spitzt sich zu. Am Pegel Kaub, der Schlüsselstelle der Rheinschifffahrt, sagt die Bundesanstalt für Gewässerkunde für Samstag nur noch fünf bis acht Zentimeter voraus, für Sonntag kaum mehr. Der bisherige Rekord aus dem Dürrejahr 2018 lag bei 25 Zentimetern. Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist seit knapp drei Wochen im Amt und hat bereits zweimal Krisensitzungen zum Niedrigwasser einberufen: zunächst ein Spitzengespräch mit Branche und Verbänden in Bonn, dann am Mittwoch eine Schaltkonferenz mit den Länderverkehrsministern. Der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) geht das jedoch nicht weit genug. In einem Beschlusspapier, das dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, beschreibt die MIT die Situation der Binnenschifffahrt als „prekär“, vor allem am Rhein. Das Niedrigwasser drohe den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland auszubremsen. Der CDU-Wirtschaftsflügel fordert deshalb die bundesweite Aufhebung des Sonntagsfahrverbots für Lkw sowie einen einheitlichen Kriseninterventionsplan für ganz Deutschland, der bei Niedrigwasser, Naturkatastrophen oder Infrastrukturausfällen automatisch greift. „Wenn das Schiff nicht fahren kann, muss der Lkw einspringen. Auch sonntags. Auch nachts“, sagte MIT-Chefin Gitta Connemann (CDU). Deshalb dringt die Wirtschaftsunion auch auf eine Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes. Wer Lenk- und Ruhezeiten einhalte, müsse fahren dürfen, sagte Connemann. „Sicherheit ja. Stillstand nein.“

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13. August
ZDF heute

Binnenschifffahrt legt Drei-Punkte-Plan vor

Niedrigwasser:Binnenschifffahrt legt Drei-Punkte-Plan vor Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt fordert von der Bundesregierung schnellere Maßnahmen gegen die Folgen von Niedrigwasser und legt einen Drei-Punkte-Plan vor. Angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Auswirkungen des Niedrigwassers in den Flüssen hat der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) einen Drei-Punkte-Plan vorgelegt. Binnenschiffe könnten nicht einfach durch andere Verkehrsträger ersetzt werden, sagte BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe) am Mittwoch. Das fordern die Binnenschiffer "Erstens ist es aus unserer Sicht unerlässlich, dass das Bundesverkehrsministerium die Förderung von niedrigwasseroptimierten Schiffen ab Januar fortsetzt und nicht wie geplant auslaufen lässt", kritisierte Schwanen. Es gebe derzeit in Deutschland lediglich zwölf solcher Schiffe, die aber auch nicht frei verfügbar seien. Zweitens sollten die Fahrrinnen an Mittel- und Niederrhein in maximal möglichem Tempo ausgebaut werden, forderte Schwanen weiter. "Das würde 20 Zentimeter mehr Wasser unterm Kiel bringen." 2033 ist als Zieldatum viel zu spät mit Blick auf kommende Sommer. Jens Schwanen, BDB-Geschäftsführer Wegen Niedrigwasser ist die Binnenschifffahrt kaum mehr möglich, LKW müssen hohe Spritpreise zahlen. Wie das der Konjunktur schadet, zeigt ZDF-Börsenexpertin Valerie Haller. 11.08.2026 | 0:59 minDrittens sollten die Behörden schnell Möglichkeiten finden, das Wasser im Rhein stärker zu stauen. Zurzeit rausche das Wasser im Rhein ab Schleuse Iffezheim ungebremst in Richtung Niederlande, so der BDB-Geschäftsführer - sobald es acht Wochen nicht regne, komme es zu den aktuellen Niedrigwasserständen. Es müssen Ideen entwickelt werden, das Wasser länger im Fluss zu halten. Jens Schwanen, BDB-Geschäftsführer Rund sieben Prozent des Transportvolumens liefen über Wasserstraßen, so Ökonom Wohlrabe. Um die Wirtschaft nachhaltig zu stärken, brauche es mittel- und langfristige Maßnahmen. 12.08.2026 | 12:51 minRhein: Niedrigwasser schadet auch der Natur Schwanen verwies darauf, dass es nicht nur um die Schifffahrt gehe: "Massenhaftes Fischsterben, vertrocknete Auen, hohe Wassertemperaturen und zu wenig Sauerstoff bringen den Rhein als Habitat an seine Grenzen. Das geht uns alle an." Die großen deutschen Flüsse haben wegen der anhaltenden Trockenheit an vielen Orten Niedrigwasser. Am Rhein wurden am Wochenende in Nordrhein-Westfalen historische Tiefstände gemessen. Die niedrigen Pegelstände stellen die Binnenschifffahrt vor große Probleme, da die Schiffe deutlich weniger Ladung transportieren oder sogar gar nicht mehr fahren können. Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. Mehr zum Thema Niedrigwasser - Niedrigwasser-Konferenz in Berlin:Bilger will Fluss-Ausbau fördern, Schneider dagegenmit Video0:23 - FAQAlternative wegen Niedrigwasser benötigt:Was können Straße und Schiene statt Schiffen leisten?von Klaus Webermit Video1:05 - Trockenheit droht den Rhein zu teilen:Verkehrsminister Bilger warnt vor Verschärfung der Lagevon Johannes Lieber und Dominik Rzepkamit Video0:23 - Wirtschaft und Spritpreis betroffen:Niedrigwasser im Rhein: Pegel teils weiter auf Tiefststandmit Video0:26

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12. August
taz (Öko & Co)

Gewässerexperte über niedrige Pegel: „Erst mal den Wasserhaushalt in den Griff kriegen“

Gewässerexperte über niedrige Pegel: „Erst mal den Wasserhaushalt in den Griff kriegen“ Der Verkehrsminister will Flüsse ausbauen. Hydrobiologe Dietrich Borchardt erklärt, wann bauliche Maßnahmen Sinn machen – und was noch wichtiger wäre. taz: Herr Borchardt, Bundesverkehrsminister Steffen Bilger will die Wasserstraßen in Deutschland ausbauen. Rücken jetzt Bagger an? Dietrich Borchardt: Es ist schwer zu beurteilen, was der Minister damit meint. Unter Gewässerausbau versteht man verschiedene Dinge, die im Wasserhaushaltsgesetz rechtlich definiert sind. Einmal gehört die dauerhafte bauliche Umgestaltung von Gewässern dazu, die Begradigung, Vertiefung, Verbreiterung von Flüssen, auch zum Beispiel der Uferausbau mit Steinschüttung oder dergleichen. Es gehört aber auch die Renaturierung dazu, also die Zurückentwicklung eines Gewässers, das in der Vergangenheit ausgebaut wurde, in einen natürlicheren Zustand. Hydrobiologe und Umweltingenieur, ist leitender Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Magdeburg und Berater für Wasserforschung für den Vorstand des UFZ. Als Seniorprofessor für Aquatische Ökosystemanalyse und Management ist er an der TU Dresden tätig. taz: Was wäre denn sinnvoll? Borchardt: Es ist am wichtigsten zu gucken, wo und wie genau sich die extremen Wasserstände, die wir aus der jüngeren Vergangenheit nicht kennen, in unseren Gewässern auswirken – und wo Engstellen sind. Dann müssen Prioritäten gesetzt werden: Wo ist ein baulicher Eingriff verhältnismäßig? Wo drohen unerwünschte Nebeneffekte? taz: Welche Nebeneffekte können das sein? Borchardt: Eine Vertiefung von Flussläufen bedeutet immer, dass Wasser aus den angrenzenden Uferzonen und Flussauen abgezogen wird. Das heißt, der Wasserstand in der Landschaft wird noch weiter verringert, was wir im Sinne des Wasserhaushalts, des Naturschutzes, der Landwirtschaft oder der Forstwirtschaft nicht anstreben sollten. Unsere Landschaft ist ohnehin schon zu stark entwässert. Und: Wenn man Gewässer durch Ausbaggern vertieft, muss man Sedimente bewegen, in denen sich verbreitet Schadstoffe befinden. Diese sollte man nicht aktiv in die Umwelt mobilisieren. taz: Ein Nadelöhr, das ausgebaut werden soll, ist der Mittelrhein zwischen Mainz und St. Goar. Macht das Sinn? Borchardt: Für zwei Fahrrinnenvertiefungen dort ist das Planfeststellungsverfahren schon abgeschlossen, für den dritten Teilabschnitt läuft es aktuell. Bei diesen Verfahren soll genau die Abwägung erfolgen zwischen den Auswirkungen des Eingriffs in Natur und Umwelt und den Vorteilen für eine verbesserte Nutzbarkeit als Wasserstraße. Bei einem sauber geführten Planfeststellungsverfahren gehe ich davon aus, dass die Belange sinnvoll abgewogen wurden. Aber eine Fahrrinnenvertiefung ohne diese Abwägung auf der gesamten Länge einer Wasserstraße würde die Wasserknappheit nur verschlimmern. taz: Gibt es Alternativen? Borchardt: Wassermenge geht vor Vertiefung. Wir müssen in Wasserüberschusszeiten Wasser in den angrenzenden Bereichen speichern – mit Schwammlandschaften. In Trockenzeiten würde das Wasser von dort verzögert abfließen und den Abfluss im Gewässer so stabilisieren, dass eine Tiefenproblematik gar nicht erst auftritt. Ich muss erst mal den Landschaftswasserhaushalt in den Griff kriegen, bevor ich baulich einfach zusätzliche Wassertiefe schaffe. Bei der Gewässerrenaturierung kommen wir bisher aber nur sehr langsam voran. taz: Was würden Sie als Erstes tun, um den Wasserhaushalt in den Griff zu kriegen? Borchardt: Ich würde konsequent das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz in seinen wasser- und gewässerbezogenen Zielen umsetzen. Da geht es um die Renaturierung von Feuchtgebieten – aus Gründen des Wasserhaushalts und der Kohlenstoffbindung für den Klimaschutz. Ich würde die Forst- und Landwirtschaft angehen. Waldflächen müssen stärker als Wasserspeicher gedacht werden. Der Humusgehalt der Böden in der Getreidewirtschaft müsste dringend als Faktor der Wasserspeicherung wahrgenommen werden. So kann die Landwirtschaft zur Bodenfeuchte und Grundwasserneubildung beitragen – und später selbst profitieren, etwa für die Bewässerung ihrer Flächen. Und ich würde die kleinen Fließ- und Standgewässer in der Landschaft als Schlüsselelemente einer Schwammlandschaft renaturieren, um das Wasser in Zeiten des Überschusses zu speichern und in Zeiten des Mangels zu strecken. Die Verbindungen werden im Moment noch zu selten gesehen. taz: Auch von Vertreter:innen der Binnenschifffahrt? Borchardt: Da gibt es sicherlich auch ein progressives Lager. Einige Industriezweige oder Unternehmen, die BASF zum Beispiel, nehmen niedrigwassergängige Schiffe in Betrieb, die bei gleicher Ladung viel weniger Tiefgang brauchen. Oder sie reagieren mit ihrer Logistik darauf, dass der Klimawandel die Flüsse massiv verändert. Der Rhein verbindet die großen Häfen in Amsterdam und Rotterdam mit den deutschen Industriezentren, bis nach Basel. Dann gibt es noch wichtige Schifffahrtskanäle, etwa in Nordrhein-Westfalen, den Mittellandkanal oder den Nord-Ostsee-Kanal. Jede dieser Wasserstraßen braucht eine zugeschnittene Lösung. taz: Bilger will die Förderung für die passenden Schiffe 2027 fortführen. Borchardt: Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit für die Anschaffung neuer Schiffe. Es braucht aber noch eine längerfristige Perspektive: Welche Bedingungen haben wir in 20, 30 Jahren? Unternehmen müssen davon ausgehen, dass Lieferketten nicht uneingeschränkt funktionieren – und dann müssen sie verschiedene Logistikwege miteinander verschränken. Wenn ein Transportweg ausfällt, wechseln sie auf den anderen. Aber nicht pauschal, sondern ereignisbezogen. Um das organisatorisch hinzukriegen, braucht es ein gutes Frühwarnsystem und gutes Krisenmanagement. Denn diese Extremereignisse werden wir voraussichtlich häufiger erleben. Dann können wir nicht erst mit einer spontanen Krisenkonferenz reagieren, wenn sie eintreten. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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12. August
FAZ (Wirtschaft)

Krisentreffen zur Dürre: Bilger will den Ausbau der Wasserstraßen vorantreiben

Krisentreffen zur Dürre : Bilger will den Ausbau der Wasserstraßen vorantreiben Verkehrsminister Steffen Bilger sieht das Niedrigwasser im Rhein nur als Vorboten. Es brauche auch längerfristige Maßnahmen. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger will den Ausbau der Wasserstraßen vorantreiben und die Umrüstung auf niedrigwasseroptimierte Schiffe fortsetzen. Das sagte der CDU-Politiker nach einem weiteren Krisengipfeltreffen mit den Bundesländern zum andauernden Niedrigwasser im Rhein, das die Schifffahrt schon seit Wochen einschränkt. „Wir müssen unsere Wasserstraßen leistungsfähiger und gleichzeitig die Schiffe fit für Zeiten mit wenig Wasser machen“, sagte er. Beim Ausbau behalte das Ministerium die Belange des Umweltschutzes stets im Blick. „Mit diesem Ansatz schaffen wir mehr ökonomische und ökologische Resilienz – nicht nur für die aktuelle Situation, sondern dauerhaft.“ Die dafür notwendigen Mittel würden bei den Beratungen zum Bundeshaushalt 2027 eine Rolle spielen. Autobahn GmbH soll ihre Baustellen überprüfen Bund und Länder wollen zunehmend Güter auf die Straße und Schiene verlagern, um auch bei Niedrigwasser die Lieferketten und die Produktion in den Werken zu ermöglichen. Dazu gehört, dass die bundeseigene Autobahn GmbH ihre Baustellen überprüft und wo möglich zeitlich verschiebt, um die Einschränkungen für den Straßenverkehr so übersichtlich wie möglich zu gestalten. Bei vielen Gütern, die derzeit nicht über den Rhein transportiert werden können, sollen Lkw oder auch der Schienengüterverkehr zum Einsatz kommen. Auch die gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO hat nach Information des Ministeriums darin eingewilligt, im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten zusätzliche Trassen für den Güterverkehr auf der rheinparallelen Hauptachse bereitzustellen. Zugleich werde geprüft, ob Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen angepasst werden können. Eine Schienenstrecke, die neben dem Rhein verläuft, wird seit Juli generalsaniert, was den Verkehr zusätzlich einschränkt. Schon in der vergangenen Woche haben Bund und Länder sich auf Ausnahmen für das Sonn- und Feiertagsverbot für Lkw geeinigt. In mehreren Ländern wie Bayern, Berlin und Brandenburg ist es bereits temporär aufgehoben. Weitere Länder werden gebeten, entsprechende Ausnahmen für Transporte und Leerfahrten zuzulassen. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), der zugleich Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz ist, betonte, dass es glücklicherweise noch keine Lieferengpässe gebe. „Trotzdem müssen wir die Lage genau beobachten und für mehr Flexibilität im Güterverkehr sorgen.“ Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) wies auf die hohen Belastungen für die Land- und Forstwirtschaft hin. Die Auswirkungen reichten von Ertragseinbußen über Belastungen für Grünland, Futter- und Wasserversorgung und Tierhaltung bis hin zu erhöhten Risiken für Waldbrände, Schädlingsbefall und Waldgesundheit. „Die Ängste in den Betrieben sind erheblich“, sagte Rainer.

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12. August
ZDF heute

Schifffahrt: Verkehrsminister will Ausbau der Flüsse fördern

Niedrigwasser-Konferenz in Berlin:Schifffahrt: Verkehrsminister will Ausbau der Flüsse fördern Die niedrigen Pegelstände der Flüsse und Seen setzen die Schifffahrt unter Druck. Verkehrsminister Bilger fordert den Ausbau der Flüsse und mehr Förderung. Angesichts der niedrigen Pegelstände in Deutschland setzt sich Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für einen Ausbau der Flüsse ein. "Grundsätzlich sollten wir alle ein Verständnis dafür haben, dass die Wasserstraße Unterstützung verdient, weil sie der umweltfreundlichste Verkehrsträger ist", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Bilger wollte digital mit den Verkehrsministern der Länder zusammenkommen, um über weitere Maßnahmen in der Niedrigwassersituation zu sprechen.Vertrauen in die Binnenschifffahrt könne es nur geben, wenn es nicht regelmäßig zu Niedrigwasserproblemen komme, sagte Bilger. Deswegen brauchen wir einen Ausbau der Wasserstraße, um langfristig für mehr Zuverlässigkeit zu sorgen. Steffen Bilger, Bundesverkehrsminister Wegen Niedrigwasser ist die Binnenschifffahrt kaum mehr möglich, LKW müssen hohe Spritpreise zahlen. Wie das der Konjunktur schadet, zeigt ZDF-Börsenexpertin Valerie Haller. 11.08.2026 | 0:59 minGespräch mit Umweltverbänden, Förderung von Niedrigwasserschiffen Er wolle darüber auch mit Umweltverbänden sprechen, kündigte der Minister an. Naturschützer sehen einen Ausbau der Flüsse kritisch und plädieren stattdessen für lebendige Flüsse. Bilger sprach sich zudem dafür aus, die Förderung von Niedrigwasserschiffen in voller Höhe beizubehalten. Diese war von zunächst geplanten 36 Millionen Euro für das kommende Jahr zwischenzeitlich aus Haushaltsgründen halbiert worden. "Das Anliegen bringen wir in die parlamentarischen Haushaltsberatungen ein", sagte Bilger dem RND. Parallel dazu würden die erforderlichen europäischen Abstimmungen vorangetrieben, "damit eine Fortführung der Förderung nicht unnötig verzögert wird". Die derzeit niedrigen Wasserstände in deutschen Flüssen sind ein Problem für die Binnenschifffahrt. Fracht muss teilweise auf Straße und Schiene umgelegt werden. Das ist teuer. 06.08.2026 | 2:39 minDigitales Treffen der Landesverkehrsminister Bei einem digitalen Treffen mit den Landesverkehrsministern soll es am Mittwoch nun um weitere Schritte gehen: "Also, was kann man beispielsweise machen, wenn es um bestimmte Güter geht, die nicht länger an den Häfen gelagert werden dürfen, da kann man Regelungen flexibilisieren", hatte Bilger am Montag dem ZDF gesagt. Die großen deutschen Flüsse haben wegen der anhaltenden Trockenheit an vielen Orten Niedrigwasser. Am Rhein wurden am Wochenende in Nordrhein-Westfalen historische Tiefstände gemessen. Die niedrigen Pegelstände stellen die Binnenschifffahrt vor große Probleme, da die Schiffe deutlich weniger Ladung transportieren oder sogar gar nicht mehr fahren können. Das erhöht die Transportkosten und belastet vor allem Industriebranchen, die auf Massenguttransporte angewiesen sind. Dazu gehört etwa die Bauindustrie. ZDFheute Infografik Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen. Verband fürchtet Verteuerung von Baustoffen Sinken die Pegel, können die Firmen zwar theoretisch auf Straße und Schiene ausweichen. "Gerade bei großen Mengen lässt sich ein Binnenschiff aber nicht ohne Weiteres durch Lkw oder Züge ersetzen", sagte Müller. Da die Schiffe derzeit nicht mehr voll beladen werden könnten, erhöhe dies die Kosten je transportierter Tonne. "Für die Bauwirtschaft bedeutet das zunächst vor allem: Die Versorgung mit Baustoffen kann teurer und schwieriger planbar werden", warnte der Verbandschef. Flächendeckende Baustopps sieht er zwar nicht. Je länger und ausgeprägter die Niedrigwasserphase allerdings anhält, "desto größer wird das Risiko von Engpässen, höheren Logistikkosten und Verzögerungen". Für erste Baustoffe seien von den Lieferanten bereits Lieferengpässe angekündigt worden für den Fall, dass die Situation andauere. Davon sei derzeit auszugehen. Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. Mehr zum Thema Niedrigwasser - Trockenheit droht den Rhein zu teilen:Verkehrsminister Bilger warnt vor Verschärfung der Lagevon Johannes Lieber und Dominik Rzepkamit Video0:23 - Rekord-Tiefstände im Rhein:Bundesländer lockern Lkw-FahrverbotVideo0:21 - FAQ - phoenix | phoenix plus:Auf dem Trockenen · Wie umgehen mit dem Niedrigwasser?Video14:43

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12. August
Tagesschau

Verkehrsminister will Flüsse wegen niedriger Pegel ausbauen

Sorge vor Lieferengpässen Verkehrsminister will Flüsse ausbauen Die Pegel vieler Flüsse sind historisch niedrig, die Lage für die Binnenschifffahrt kritisch. Deswegen spricht sich Verkehrsminister Bilger dafür aus, die Flüsse auszubauen. Heute will Bilger mit den Ressortchefs der Länder über weitere Maßnahmen beraten. Angesichts der niedrigen Pegelstände in Deutschland setzt sich Bundesverkehrsminister Steffen Bilger für einen Ausbau der Flüsse ein. "Grundsätzlich sollten wir alle ein Verständnis dafür haben, dass die Wasserstraße Unterstützung verdient, weil sie der umweltfreundlichste Verkehrsträger ist", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Vertrauen in die Binnenschifffahrt könne es nur geben, wenn es nicht regelmäßig zu Niedrigwasserproblemen komme, sagte der CDU-Politiker. "Deswegen brauchen wir einen Ausbau der Wasserstraße, um langfristig für mehr Zuverlässigkeit zu sorgen." Naturschützer sehen Pläne kritisch Die Wasserstraße sei der umweltfreundlichste Verkehrsträger und verdiene daher Unterstützung. Er wolle über seine Pläne auch mit Umweltverbänden sprechen, kündigte der Minister an. Naturschützer sehen einen Ausbau der Flüsse kritisch und plädieren stattdessen für lebendige Flüsse. Die großen deutschen Flüsse haben wegen der anhaltenden Trockenheit an vielen Orten Niedrigwasser. Am Rhein wurden am Wochenende in Nordrhein-Westfalen historische Tiefstände gemessen. Die niedrigen Pegelstände stellen die Binnenschifffahrt vor große Probleme, da die Schiffe deutlich weniger Ladung transportieren oder sogar gar nicht mehr fahren können. Bilger: Lage bis Ende August problematisch Wegen des anhaltenden Niedrigwassers will Bilger heute mit den Ressortchefs der Länder über weitere Maßnahmen beraten. Bei der Schaltkonferenz gehe es etwa um den Umgang mit bestimmten Gütern, die nicht länger in den Häfen gelagert werden könnten, sagte Bilger. Er gehe davon aus, dass es bis mindestens bis Ende August problematisch bleibe. Versorgungsengpässe sieht der Verkehrsminister derzeit aber noch nicht. "Stand jetzt ist die Versorgung gewährleistet", so Bilger in der Rheinischen Post. Um das Risiko zu senken, müsse aber mehr Güterverkehr von den Wasserstraßen auf Schiene und Straße verlagert werden. Bund und Länder wollten sich über weitere Schritte abstimmen. Der Deutschen Bahn sprach Bilger ein Lob aus: "Ich bin dankbar, dass die Bahn sich umgehend gekümmert und zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt hat." Dazu gehörten weitere Waggons, deren Zahl noch steigen solle. Bauindustrie: Erste Engpässe bereits angekündigt Die Bauindustrie sieht die Lage indes deutlich kritischer. "Lieferengpässe für erste Baustoffe sind von den Lieferanten bereits angekündigt worden für den Fall, dass die Situation noch länger anhält, wovon derzeit auszugehen ist", sagte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Flächendeckende Baustopps sehe er zwar aktuell nicht. Je länger und ausgeprägter die Niedrigwasserphase allerdings anhalte, desto größer werde das Risiko von Engpässen, höheren Logistikkosten und Verzögerungen. Gestern hatten weitere Bundesländer das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ausgesetzt, um Transporte zumindest teilweise zu verlagern. Zuletzt erließen Hessen, Schleswig-Holstein und Hamburg Ausnahmeregelungen. Damit gelten inzwischen in allen westdeutschen Ländern Ausnahmen. Von den ostdeutschen Ländern schloss sich nur Mecklenburg-Vorpommern an. Sachsen lehnt eine generelle Aufhebung des Lkw-Fahrverbots ab. Für unaufschiebbare Fahrten wird auf das Verfahren von Einzelfallgenehmigungen verwiesen. Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg argumentieren ähnlich.

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12. August
FAZ (Politik)

Niedrigwasser: Bilger plädiert für weiteren Ausbau der Flüsse

Niedrigwasser : Bilger plädiert für weiteren Ausbau der Flüsse Der Bundesverkehrsminister will Wasserstraßen durch einen Ausbau zuverlässiger machen – und kündigt Gespräche mit Umweltverbänden an. Naturschützer sehen das Vorhaben kritisch. Angesichts der niedrigen Pegelstände in Deutschland setzt sich Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für einen Ausbau der Flüsse ein. „Grundsätzlich sollten wir alle ein Verständnis dafür haben, dass die Wasserstraße Unterstützung verdient, weil sie der umweltfreundlichste Verkehrsträger ist“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Vertrauen in die Binnenschifffahrt könne es nur geben, wenn es nicht regelmäßig zu Niedrigwasserproblemen komme, sagte Bilger. „Deswegen brauchen wir einen Ausbau der Wasserstraße, um langfristig für mehr Zuverlässigkeit zu sorgen.“ Er wolle darüber auch mit Umweltverbänden sprechen, kündigte der Minister an. Naturschützer sehen einen Ausbau der Flüsse kritisch und plädieren stattdessen für lebendige Flüsse. Historische Tiefstände am Rhein Bilger sprach sich zudem dafür aus, die Förderung von Niedrigwasserschiffen in voller Höhe beizubehalten. Diese war von zunächst geplanten 36 Millionen Euro für das kommende Jahr zwischenzeitlich aus Haushaltsgründen halbiert worden. „Das Anliegen bringen wir in die parlamentarischen Haushaltsberatungen ein“, sagte Bilger dem RND. Parallel dazu würden die erforderlichen europäischen Abstimmungen vorangetrieben, „damit eine Fortführung der Förderung nicht unnötig verzögert wird“. Die großen deutschen Flüsse haben wegen der anhaltenden Trockenheit an vielen Orten Niedrigwasser. Am Rhein wurden am Wochenende in Nordrhein-Westfalen historische Tiefstände gemessen. Die niedrigen Pegelstände stellen die Binnenschifffahrt vor große Probleme, da die Schiffe deutlich weniger Ladung transportieren oder sogar gar nicht mehr fahren können.

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12. August
Die Welt (Politik)

Historisches Niedrigwasser über Wochen – Verkehrsminister Bilger will Flüsse ausbaggern

Historisches Niedrigwasser über Wochen – Verkehrsminister Bilger will Flüsse ausbaggern Bilger will auch Schiffe fördern, die für Niedrigwasser geeignet sind. Vertrauen in die Binnenschifffahrt kann laut dem Verkehrsminister nur bestehen, wenn es nicht regelmäßig zu Niedrigwasserproblemen komme. Das Problem niedriger Pegelstände bleibt wohl den ganzen August bestehen. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hat sich angesichts der historisch niedrigen Pegelstände für einen Ausbau der Flüsse in Deutschland ausgesprochen. „Wir brauchen einen Ausbau der Wasserstraße, um langfristig für mehr Zuverlässigkeit zu sorgen“, sagte der CDU-Politiker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Vertrauen in die Binnenschifffahrt könne nur bestehen, wenn es nicht regelmäßig zu Niedrigwasserproblemen komme. Die Wasserstraße sei der umweltfreundlichste Verkehrsträger und verdiene daher Unterstützung. Zudem kündigte Bilger an, sich für die volle Förderung von Schiffen einzusetzen, die für Niedrigwasser geeignet sind. Die für 2027 vorgesehenen Mittel waren aus Haushaltsgründen von 36 Millionen Euro halbiert worden. Dieses Anliegen werde er in die parlamentarischen Haushaltsberatungen einbringen, sagte Bilger. Naturschutzverbände kritisieren einen solchen Ausbau wegen der oft dramatischen ökologischen Folgen. Bilger kündigte an, das Gespräch mit den Umweltverbänden zu suchen. Niedrigwasser-Probleme wohl im gesamten August Bilger sieht vorerst kein rasches Ende der Beeinträchtigungen für die Binnenschifffahrt. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Niedrigwasserproblematik im gesamten August uns noch erhalten bleibt“, sagte der CDU-Politiker am Rande eines Unternehmensbesuchs in Neumünster. „Die Lage ist wirklich weiterhin sehr angespannt.“ Es habe jetzt ein paar Niederschläge gegeben, aber bei Weitem nicht ausreichend, erläuterte Bilger. Er will sich an diesem Mittwoch erneut mit seinen Kollegen aus den Ländern über die Lage und mögliche weitere Krisenmaßnahmen austauschen. Mehrere Bundesländer haben bereits das Sonn- und Feiertagsverbot für Lastwagen vorübergehend ausgesetzt. Um Logistikketten aufrechtzuerhalten, sollen Transporte so zumindest teilweise auf die Straße verlagert werden. Niedrige Wasserstände gibt es etwa in Flüssen wie Rhein, Elbe und Donau. Pegelstände des Rheins fallen weiter – Rekordtief in Köln Der bereits historisch niedrige Wasserstand des Rheins geht unterdessen noch weiter zurück. In Köln ist aktuell ein historischer Tiefstwert gemessen worden, wie aus Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht. Nach der Prognose werden die Pegelstände in Köln, Düsseldorf, Emmerich und Duisburg-Ruhrort bis Freitagabend noch deutlich gegenüber den aktuellen Werten zurückgehen. „Man kann es kaum glauben, was man da sieht“, sagt Moritz Axt, Sprecher des Amtes. In der kommenden Woche sei ein leichter Anstieg der Pegelstände zu erwarten. „Das stellt noch keine Entspannung dar.“

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