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Montag, 13. Juli 2026
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Autoindustrie: Ungarisches Werk setzt Maßstäbe bei Kosten laut Mercedes-Chef

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13. Juli
Wirtschaftswoche

Autoindustrie: Ungarisches Werk setzt Maßstäbe bei Kosten laut Mercedes-Chef

Autoindustrie: Ungarisches Werk setzt Maßstäbe bei Kosten laut Mercedes-Chef Mercedes-Chef Ola Källenius hat das Werk im ungarischen Kecskemet als Schlüsselstandort hervorgehoben. Der weltweite Wettbewerb werde immer härter – sowohl in technologischer Hinsicht als auch in Bezug auf Kosten, Geschwindigkeit und Qualität, sagte der Manager bei der Eröffnung der Werkserweiterung. Fabriken wie die in Kecskemet seien ein Wettbewerbsvorteil und ein kraftvoller Beweis, dass höchste Qualität und höchste Kosteneffizienz miteinander einhergehen können. Die Fabrikkosten setzten Maßstäbe in Europa. Mercedes Größtes Autowerk in Ungarn Zur Eröffnung war auch der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar gekommen. Kecskemet liegt gut 80 Kilometer südöstlich von Budapest. Der Konzern hat den Standort, an dem seit 2012 Fahrzeuge gefertigt werden, kräftig ausgebaut. Es handelt sich demnach nun um die größte Autofabrik des Landes. Mit einer potenziellen Jahreskapazität von bis zu 400.000 Fahrzeugen wäre Kecskemet künftig aber auch die größte Mercedes-Fabrik Europas. Für rund eine Milliarde Euro entstanden in der Provinzstadt unter anderem zwei neue Hallen für Karosserie- und Montagelinien. Zusätzlich wurden ein zweites Presswerk, eine neue Lackiererei sowie eine Batteriemontage errichtet. Produktionsbeginn für elektrische C-Klasse Produziert werden in Kecskemet bereits die A-Klasse und der SUV GLB. Nun kommt die elektrische C-Klasse dazu. Damit wird in dem Werk erstmals ein Modell aus dem Volumen-Segment (Core) hergestellt. Der Konzern setzt den Angaben nach auf ein zweigleisiges Fertigungskonzept: In der bestehenden Halle laufen Verbrenner- und Elektrofahrzeuge flexibel auf einer Linie, die neue Halle ist auf vollelektrische Modelle ausgelegt. Eine kompaktere Version der G-Klasse soll künftig ausschließlich in Ungarn gebaut werden. Und auch der GLC könnte in dem Werk vom Band laufen. Lesen Sie auch: Dann hört man die „Ola raus, Ola raus!“-Sprechchöre

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13. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Größte Autofabrik Ungarns: Mercedes-Chef: Werk in Kecskemet setzt Maßstäbe für Kosten

Größte Autofabrik Ungarns : Mercedes-Chef: Werk in Kecskemet setzt Maßstäbe für Kosten Mercedes baut das Werk in Kecskemet zur größten Autofabrik Ungarns aus. Bei der Eröffnung ist der Konzernchef voll des Lobes. Beschäftigte in Deutschland dürften die Entwicklung mit Sorge beobachten. Mercedes-Chef Ola Källenius hat das Werk im ungarischen Kecskemet als Schlüsselstandort hervorgehoben. Der weltweite Wettbewerb werde immer härter – sowohl in technologischer Hinsicht als auch in Bezug auf Kosten, Geschwindigkeit und Qualität, sagte der Manager bei der Eröffnung der Werkserweiterung. Fabriken wie die in Kecskemet seien ein Wettbewerbsvorteil und ein kraftvoller Beweis, dass höchste Qualität und höchste Kosteneffizienz miteinander einhergehen können. Die Fabrikkosten setzten Maßstäbe in Europa. Größtes Autowerk in Ungarn Zur Eröffnung war auch der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar gekommen. Kecskemet liegt gut 80 Kilometer südöstlich von Budapest. Der Konzern hat den Standort, an dem seit 2012 Fahrzeuge gefertigt werden, kräftig ausgebaut. Es handelt sich demnach nun um die größte Autofabrik des Landes. Mit einer potenziellen Jahreskapazität von bis zu 400.000 Fahrzeugen wäre Kecskemet künftig aber auch die größte Mercedes-Fabrik Europas. Für rund eine Milliarde Euro entstanden in der Provinzstadt unter anderem zwei neue Hallen für Karosserie- und Montagelinien. Zusätzlich wurden ein zweites Presswerk, eine neue Lackiererei sowie eine Batteriemontage errichtet. Produktionsbeginn für elektrische C-Klasse Produziert werden in Kecskemet bereits die A-Klasse und der SUV GLB. Nun kommt die elektrische C-Klasse dazu. Damit wird in dem Werk erstmals ein Modell aus dem Volumen-Segment (Core) hergestellt. Der Konzern setzt den Angaben nach auf ein zweigleisiges Fertigungskonzept: In der bestehenden Halle laufen Verbrenner- und Elektrofahrzeuge flexibel auf einer Linie, die neue Halle ist auf vollelektrische Modelle ausgelegt. Eine kompaktere Version der G-Klasse soll künftig ausschließlich in Ungarn gebaut werden. Und auch der GLC könnte in dem Werk vom Band laufen.

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13. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

Mercedes: Massiver Ausbau von Werk in Ungarn

Milliardeninvestition Massiver Ausbau von Mercedes-Werk in Ungarn Mercedes-Benz eröffnet die Erweiterung seines Werks am ungarischen Standort Kecskemét. Der Stuttgarter Konzern hat nach eigenen Angaben rund eine Milliarde Euro investiert und das Werk auf mehr als das Doppelte seiner ursprünglichen Kapazität erweitert. Dadurch könnten bis zu 400.000 Fahrzeuge jährlich hergestellt werden. Kecskemét würde damit nicht nur das größte Autowerk Ungarns, sondern auch die größte Mercedes-Fabrik Europas. Mercedes produziert in dem Werk gut 80 Kilometer südlich von Budapest bereits die A-Klasse und den SUV GLB. Nun kommt die elektrische C-Klasse dazu – weitere Produktionsaufträge dürften folgen. Wie das »Handelsblatt« berichtet , soll bald auch die kleine G-Klasse in Ungarn vom Band laufen. Für die neuen Produktionsaufträge wurden in Kecskemét unter anderem zwei Hallen für Karosserie- und Montagelinien, eine Lackiererei und eine Batteriemontage gebaut. Mercedes-Benz in einem Brief an die Beschäftigten Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, steckt hinter der Verlagerung nach Ungarn eine Strategie des Managements um Mercedes-Chef Ola Källenius: Der Anteil der Produktion in europäischen Niedriglohnländern soll von 15 auf 30 Prozent verdoppelt werden. In Deutschland soll die maximal mögliche Produktion in den nächsten Jahren hingegen weiter schrumpfen – auf 900.000 Fahrzeuge. Mercedes-Benz’ Standortentscheidungen folgen auf Einbrüche im Absatz – Umsatz und Gewinn waren zuletzt rückläufig. Der Konzern beklagt sich zunehmend über strukturelle Kosten in Deutschland, insbesondere die hohen Lohnkosten. Diese seien im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig. »Jede Vergabe neuer Produkte und jede Zuweisung von Aufgaben an deutsche Standorte verschlechtert die relative Kostenposition«, hieß es kürzlich in einem Brief an die Beschäftigten. - 1 Min - 1 Min - 2 Min Anders in Ungarn: Die Produktionskosten liegen Mercedes-Finanzchef Harald Wilhelm zufolge rund 70 Prozent unter dem deutschen Niveau. Eine Zahl, die Helena Wisbert, Professorin für Automobilwirtschaft an der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg, für plausibel hält: »Die Produktionskosten in Deutschland sind in der Automobilindustrie die höchsten der Welt.« Autohersteller würden nicht nur mit niedrigen Lohnkosten nach Ungarn gelockt. Das Land tue viel, um für Zulieferer und Hersteller attraktiv zu sein, sagt die Expertin. Ungarn biete Förderprogramme und unterstütze bei der Ansiedlung, bei Genehmigungen und dem Aufbau der Infrastruktur. Ein deutsches Cluster mitten in Europa Mercedes ist nicht der erste deutsche Autohersteller, der seine Produktion nach Ungarn auslagert. Im ostungarischen Debreczin hat BMW erst im Herbst ein hochmodernes Werk eröffnet – und dafür gut zwei Milliarden Euro investiert. Im westungarischen Györ produziert Volkswagen unter anderem den Audi Q3. 2025 liefen dort gut 200.000 Fahrzeuge vom Band. Angesichts der Umbaupläne von VW-Konzernchef Oliver Blume dürfte auch dieses Werk weiter an Bedeutung gewinnen. In der deutschen Automobilindustrie fallen die letzten Tabus: Volkswagen will vier Werke loswerden, Mercedes die 40-Stunden-Woche zurück. Die Gewerkschaften geraten in Rückzugsgefechte, die sie kaum gewinnen können. Lesen Sie hier, wie die Autoindustrie in den heftigsten Konflikt ihrer Geschichte schlittert.

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13. Juli
Handelsblatt

Mercedes, BMW und Co.: Wie Ungarn zur Werkbank der deutschen Autobauer wird

Mercedes, BMW und Co.: Wie Ungarn zur Werkbank der deutschen Autobauer wird Kecskemet. Kecskemet liegt gut 80 Kilometer südöstlich von Budapest – weit weg von Stuttgart. Und doch rollen dort, wie an anderen Orten Ungarns, Fahrzeuge vom Band, die das Geschäft der deutschen Autoindustrie tragen. An diesem Montag bekommt das eine neue Dimension: Denn Mercedes-Benz Produziert werden in der Provinzstadt bereits die A-Klasse und der SUV GLB. Nun kommt die elektrische C-Klasse dazu. Und weitere Produktionsaufträge dürften folgen. Dafür wurden unter anderem zwei Hallen für Karosserie- und Montagelinien, eine Lackiererei und eine Batteriemontage gebaut. Durch die Erweiterung können in Kecskemet nun potenziell bis zu 400.000 Fahrzeuge jährlich hergestellt werden. Dann wäre das Autowerk nicht nur das größte in Ungarn, sondern auch die größte Mercedes-Fabrik Europas. Dahinter steckt eine Strategie des Managements um Chef Ola Källenius: Der Anteil der Produktion in europäischen Niedriglohnländern soll von 15 auf 30 Prozent verdoppelt werden. In Deutschland schrumpft die maximal mögliche Produktion in den nächsten Jahren hingegen weiter - auf 900.000 Fahrzeuge. Warum gerade in Ungarn? Die Schwaben stehen unter immensem Druck: Insbesondere die Zölle und der intensive Wettbewerb in China belasten. Absatz, Umsatz und Gewinn waren zuletzt rückläufig. Zunehmend beklagt sich Mercedes über die strukturellen Kosten in Deutschland, vor allem für Arbeit. Diese seien im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig. „Jede Vergabe neuer Produkte und jede Zuweisung von Aufgaben an deutsche Standorte verschlechtert die relative Kostenposition“, hieß es kürzlich in einem Brief an die Beschäftigten. Anders in Ungarn: Die Produktionskosten liegen Mercedes-Finanzchef Harald Wilhelm zufolge rund 70 Prozent unter dem deutschen Niveau. Eine Zahl, die Helena Wisbert, Professorin für Automobilwirtschaft an der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg, für plausibel hält: „Die Produktionskosten in Deutschland sind in der Automobilindustrie die höchsten der Welt.“ Gelockt werden die Konzerne dabei nicht nur mit niedrigen Lohnkosten. Ungarn tue viel, um für Zulieferer und Hersteller attraktiv zu sein, sagt die Expertin. Das Land biete Förderprogramme und unterstütze bei Ansiedlung, Genehmigungen und dem Aufbau der Infrastruktur. Die zentrale Lage in Europa ist der Expertin zufolge aber nicht nur für deutsche Hersteller interessant. Ungarn sei auch Zielland für Werke von BYD oder dem Batteriehersteller CATL. Ein deutsches Cluster mitten in Europa Mercedes ist dementsprechend nicht allein. Zweieinhalb Autostunden entfernt, im ostungarischen Debrecen, hat BMW Fast am anderen Ende des Landes, im Westteil, ist der Volkswagen-Konzern Auch Zulieferer schätzen Ungarn Hinzu kommt ein ganzes Ökosystem deutscher Autozulieferer, das sich um die Fabriken herum gebildet hat. „Üblicherweise siedeln sich die Zulieferer, die eine langjährige Historie mit einem Hersteller haben, auch im Ausland an, um dort gleichfalls von den neuen Werken zu profitieren“, erklärt der Branchenexperte Frank Schwope von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM). So auch in Ungarn. Bosch produziert dort unter anderem Komponenten für E-Autos. Außerdem steht das größte europäische Bosch-Entwicklungszentrum in Budapest. ZF Friedrichshafen fertigt unter anderem Getriebe und - gemeinsam mit Foxconn - E-Achsen. Und auch die Conti-Abspaltung Aumovio unterhält in der Hauptstadt unter anderem ein KI-Entwicklungszentrum. „Die Produktionsverlagerung ist noch nicht am Ende“ Die Eröffnung fällt in eine Zeit, in der es in der deutschen Autobranche gehörig brodelt. Zehntausende bangen um ihre Jobs, Gehälter werden gekürzt, die 35-Stunden-Woche steht unter Beschuss - und auch Werksschließungen sind kein Tabu mehr. Aktuell werden dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge knapp sieben von zehn Pkw deutscher Hersteller im Ausland produziert. Seit 2022 geht dorthin auch die Mehrheit der Investitionen der Konzerne. Wisbert ist sich sicher: „Die Produktionsverlagerung ist noch nicht am Ende.“ Es sei betriebswirtschaftlich nachvollziehbar, dass die elektrische C-Klasse nun in Ungarn gefertigt werde. Aber: „Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist es ein negatives Signal, wenn jetzt auch die Premiummarken wie Mercedes, die ja etwas mehr Spielraum in der Preisgestaltung haben als die Volumenmarken, anfangen, die neuen E-Autos nicht mehr in Deutschland zu produzieren.“ Verwandte Themen Kostenvorteil mit Verfallsdatum? In Ungarn haben deutsche Auto-Konzerne im vergangenen Jahr laut VDA gut 300.000 Autos gefertigt. Mehr Produktion gab es nur in Tschechien, Spanien und der Slowakei. Noch. Denn mit dem Hochlauf der neuen Werke dürfte das Land künftig noch weiter nach oben rücken. Wie weit, muss sich zeigen. Denn auch in Ungarn dürften die Löhne steigen. „Aber bis das Niveau in Deutschland erreicht ist - was ja auch weiter steigt - muss viel passieren“, sagt Wisbert. Hinzu kommt der politische Faktor: Die Verlagerungen standen auch wegen der zunehmend autoritären Regierung von Viktor Orban unter Beschuss. Kritiker warfen den Konzernen vor, antidemokratische Haltungen in Kauf zu nehmen, um Subventionen und Steuervorteile abzugreifen. Schwope erwartete, dass Ungarn durch den Regierungswechsel für die deutschen Autobauer nun noch interessanter werden könnte.

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