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Sonntag, 16. August 2026
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Russland greift Kiew erneut mit ballistischen Raketen an

Medienspektrum

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16. August
Tagesschau

Russland greift Kiew erneut mit ballistischen Raketen an

Krieg gegen die Ukraine Russland greift Kiew mit ballistischen Raketen an Die ukrainische Hauptstadt ist erneut mit Raketen angegriffen worden, in zwei Stadtteilen brachen Feuer aus. Aus anderen Landesteilen wurden mindestens drei Tote gemeldet. Auch Russland meldet Angriffe und Todesopfer. Russland hat in der Nacht erneut mehrere Regionen der Ukraine mit ballistischen Raketen angegriffen, darunter die Hauptstadt Kiew. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj wurden in der Stadt und im Umland insgesamt sechs Menschen verletzt. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte in der Nacht auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, in zwei Stadtgebieten seien Feuer ausgebrochen. Er forderte die Einwohner der Millionenstadt auf, in ihren Schutzräumen zu bleiben. Selenskyj meldete später, die Brände seien zügig gelöscht worden. Selenskyj berichtet von drei Toten Aus anderen Landesteilen wurden insgesamt drei Tote gemeldet. Allein in der südlichen Industriestadt Krywyj Rih gab es nach einer Attacke mit ballistischen Raketen zwei Tote und 14 Verletzte, wie Selenskyj, der von dort stammt, bei Telegram mitteilte. Ein Mensch sei auch in Sumy im Nordosten des Landes getötet worden. Verletzte wurden zudem aus Odessa im Süden und Dnipropetrowsk gemeldet. Die ukrainische Luftwaffe berichtete auf Telegram von Angriffen mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen, unter anderem auch auf die Industriestadt Krementschuk. Mangel an Raketenabwehr Weil es den ukrainischen Streitkräften an Munition zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland seine Angriffe mit ballistischen Raketen auf Kiew und andere Städte zuletzt verstärkt. Als effektivste Abwehr gegen ballistische Raketen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwierig abzufangen sind, gelten die von den USA produzierten "Patriot"-Systeme. Die ukrainische Armee hat mehrere davon, aber nicht genügend Abfangraketen, um sie effektiv einzusetzen. Russland meldet mehrere Tote Auch Russland meldete Angriffe in der Nacht. Der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, sprach von einem der größten Angriffe auf die Region in jüngster Zeit. Ihm zufolge sei ein Mensch getötet worden. Die Drohne sei auf das Grundstück eines Privathauses gefallen. In der Stadt Podolsk gebe es drei Verletzte. Außerdem sei in Podolsk ein Lagerhaus des größten russischen Online-Händlers Wildberries getroffen worden. Die Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden. Schäden seien zudem an mehreren anderen Standorten entstanden, darunter an einem Lagerhaus in der Stadt Domodedowo nahe einem der Moskauer Hauptflughäfen. Auch die ukrainischen Nachrichtenseite Kyiv Independent berichtete, die Angriffe hätten unter anderem Industrieeinrichtungen sowie ein Lager des russischen Onlinehändlers Wildberries getroffen. Die Ukraine hatte dessen Einrichtungen zuletzt auch in anderen russischen Landesteilen angegriffen. Angriffe wurden auch die Region Rostow gemeldet - an der Grenze zu von Russland besetzten Gebieten im Osten der Ukraine: Nach Angaben der Behörden wurden drei Menschen getötet. Ein Mensch sei verletzt worden. Kreml spricht von mehr als 800 Drohnen Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge schossen die Streitkräfte landesweit 822 ukrainische Drohnen ab. Etwa 600 davon flogen Richtung der Region Moskau, schrieb Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am frühen Morgen bei Telegram. Von diesen seien 201 Drohnen abgeschossen worden. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Für Gegenangriffe auf russisches Gebiet nutzt das ukrainische Militär vor allem Drohnen.

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16. August
Handelsblatt

Krieg in der Ukraine: Selenskyj meldet Tote und Verletzte nach russischen Attacken

Krieg in der Ukraine: Selenskyj meldet Tote und Verletzte nach russischen Attacken Kiew. Bei neuen russischen Luftangriffen in der Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens 3 Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. Allein in der südlichen Industriestadt Krywyj Rih gab es nach einer Attacke mit ballistischen Raketen 2 Tote und 14 Verletzte, wie Selenskyj, der von dort stammt, bei Telegram mitteilte. Ein Mensch sei auch in Sumy im Nordosten des Landes getötet worden. In der Hauptstadt Kiew und Umgebung seien sechs Menschen verletzt worden bei den russischen Angriffen. „Die Rettungsdienste sind an den Orten der morgendlichen und nächtlichen russischen Angriffe im Einsatz“, sagte Selenskyj. In Kiew seien die Brände zügig gelöscht worden. Getroffen wurde in der ukrainischen Hauptstadt auch ein Büchermarkt. „Überall, wo die Russen mit ihren Raketen hinreichen, greifen sie die zivile Infrastruktur an“, erklärte der Präsident. Er warnte vor einer weiteren Angriffswelle. Selenskyj fordert vom Westen erneut Flugabwehrraketen Russland feuerte in dieser Woche nach Darstellung Selenskyjs mehr als 1.550 Drohnen, fast 1.560 Bomben und 62 Raketen und Marschflugkörper auf das Land ab. Selenskyj rief die Verbündeten der Ukraine erneut auf, dem Land Flugabwehrraten zu liefern. „Wenn nordkoreanische Raketen hier in Europa die Infrastruktur zerstören und Menschenleben fordern, darf nicht zugelassen werden, dass europäische Abfangraketen einfach in den Lagern liegen bleiben“, sagte Selenskyj. Er hatte Russland zuletzt vorgeworfen, von Nordkorea gelieferte Raketen einzusetzen. „Russland muss gestoppt werden.“ In dem seit viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verzeichneten Experten zuletzt eine zunehmende Eskalation der Gewalt. Beide Seiten setzen immer schnellere und weitreichendere Waffen ein. Bei den gegenseitigen Angriffen mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern sterben auch immer mehr Zivilisten. In Russland meldeten die Behörden nach massiven Drohnenangriffen vor allem in der Hauptstadtregion Moskau ebenfalls Opfer und schwere Schäden an der Infrastruktur.

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16. August
Handelsblatt

Ukraine-Krieg: Russland überzieht Kiew mit ballistischen Raketen und Drohnen-Angriffen – Ukraine zerstört Logistiklager

Ukraine-Krieg: Russland greift Kiew an – Ukraine zerstört Logistiklager Kiew. Russland hat in der Nacht zum Sonntag die ukrainische Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Dabei wurden nach Angaben der städtischen Militärverwaltung drei Menschen verletzt. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, herabfallende Trümmer hätten in einem nördlichen Vorort in einem Gewerbegebiet ein Feuer ausgelöst. Mehrere Autos stünden in Flammen. Zudem sei ein weiteres Feuer in einem Gebiet südlich des Stadtzentrums ausgebrochen. In der Stadt waren Explosionen zu hören. Zuvor war nach 2 Uhr nachts (Ortszeit) zweimal für jeweils etwa eine halbe Stunde Luftalarm ausgelöst worden. Der Gouverneur der Region Kiew, Tymur Tkatschenko, berichtete, bei Drohnenangriffen im Umland seien drei weitere Menschen verletzt worden, darunter ein Kind. Russland hat in den vergangenen Wochen seine Luftangriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte verstärkt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj postete am Sonntagmorgen ein Video von brennenden Häusern auf der Online-Plattform X. Dazu schrieb er, in der Stadt Sumy sei ebenfalls ein Mensch ums Leben gekommen. „Seit heute Morgen dauern die Luftalarme in vielen Regionen an – Russland hat eine weitere Drohnenwelle gestartet“, schrieb Selenskyj.

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16. August
Handelsblatt

Krieg in der Ukraine: Russland greift erneut Kiew an - Ukraine zielt auf Moskau

Krieg in der Ukraine: Russland greift erneut Kiew an - Ukraine zielt auf Moskau Kiew. Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Es gebe Explosionen in der Stadt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko in der Nacht auf der Plattform Telegram. Er forderte die Einwohner der Millionenstadt auf, in ihren Schutzräumen zu bleiben. In zwei Stadtbezirken gebe es Brände, die Feuerwehr sei vor Ort. Die ukrainische Luftwaffe berichtete auf Telegram zudem von Angriffen mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen auf andere Landesteile, unter anderem auf die Industriestädte Krementschuk und Krywyj Rih. Russland meldete unterdessen massive ukrainische Drohnenangriffe auf die Region Moskau. Moskau will mehr als 130 ukrainische Drohnen abgewehrt haben Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin schrieb in der Nacht bei Telegram, die Luftabwehr der Hauptstadtregion habe Dutzende Drohnen abgewehrt. Einsatzkräfte seien an den Absturzstellen der Trümmer im Einsatz. Es gebe drei Verletzte. Der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge wurden insgesamt mehr als 130 Drohnen abgewehrt. Sobjanin machte zunächst keine Angaben zu möglichen Schäden. Der ukrainischen Nachrichtenseite „Kyiv Independent“ zufolge trafen die Angriffe in der Region Moskau unter anderem Industrieeinrichtungen sowie ein Lager des russischen Online-Händlers Wildberries. Die Ukraine hatte dessen Einrichtungen zuletzt auch in anderen russischen Landesteilen angegriffen. Die Angaben der Kriegsparteien konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Für Gegenangriffe auf russisches Gebiet nutzt Kiew vor allem Drohnen. Ukraine ballistischen Raketen mangels Abwehrmunition ausgeliefert Weil es den ukrainischen Streitkräften nach viereinhalb Jahren Krieg an Munition zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland seine Angriffe mit ballistischen Raketen auf Kiew und andere Städte zuletzt verstärkt. Als effektivste Abwehr gegen ballistische Raketen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwierig abzufangen sind, gelten die von den USA produzierten Patriot-Systeme. Die ukrainische Armee hat mehrere davon, aber nicht genügend Abfangraketen, um sie effektiv einzusetzen.

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16. August
Die Welt (Politik)

Explosionen in Kiew – Klitschko meldet russischen Angriff mit ballistischen Raketen

Explosionen in Kiew – Klitschko meldet russischen Angriff mit ballistischen Raketen Die Einwohner Kiews wurden aufgefordert, in ihren Schutzräumen zu bleiben. Die ukrainische Luftwaffe meldet zudem Angriffe in weiteren Landesteilen. Unterdessen gibt Moskaus Bürgermeister den Abschluss von mehr als 50 Drohnen bekannt. Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit ballistischen Raketen an. Es gebe Explosionen in der Stadt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko in der Nacht auf der Plattform Telegram. Kiew werde mit „ballistischen Raketen“ angegriffen. Er forderte die Einwohner der Millionenstadt auf, in ihren Schutzräumen zu bleiben. In zwei Stadtbezirken gebe es Brände, die Feuerwehr sei vor Ort. Die ukrainische Luftwaffe berichtete auf Telegram zudem von Angriffen mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen auf andere Landesteile, unter anderem auf die Industriestädte Krementschuk und Krywyj Rih. Weil es den ukrainischen Streitkräften nach viereinhalb Jahren Krieg an Munition zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland seine Angriffe mit ballistischen Raketen auf Kiew und andere Städte zuletzt verstärkt. Als effektivste Abwehr gegen ballistische Raketen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwierig abzufangen sind, gelten die von den USA produzierten Patriot-Systeme. Die ukrainische Armee hat mehrere davon, aber nicht genügend Abfangraketen, um sie effektiv einzusetzen. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin schrieb in der Nacht bei Telegram, die Luftabwehr der Hauptstadtregion habe mehr als 50 Drohnen abgewehrt. Einsatzkräfte seien an den Absturzstellen der Trümmer im Einsatz. Sobjanin machte zunächst keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten. Die Angaben beider Seiten konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

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15. August
FAZ (Politik)

Luftverteidigung: Russland entwickelt bereits neue Waffen

Luftverteidigung : Russland entwickelt bereits neue Waffen Im Luftkrieg sieht sich die Ukraine massiven Herausforderungen gegenüber. Während es Kiew an Flugabwehr gegen ballistische Raketen fehlt, stellt Russland seine Drohnenproduktion um. Im Abwehrkampf gegen Russland hat die Ukraine bislang viele militärische Probleme mithilfe von Drohnen gelöst. In Ermangelung einer eigenen Flotte vertreiben die Ukrainer Russland mit (schwimmenden) Drohnen aus dem Schwarzen Meer. Weil weitreichende Waffen fehlen, greifen sie Raffinerien und Waffenfabriken im russischen Hinterland mit (weitreichenden) Drohnen an. Da die Stellungen in der Todeszone immer schwerer zu erreichen sind, versorgen sie auch ihre Soldaten mithilfe von Drohnen. Ganz aktuell sieht sich das Land aber Herausforderungen ausgesetzt, für die es eine andere Lösung braucht. Die ukrainische Luftverteidigung kann den anfliegenden Raketen gerade kaum etwas entgegensetzen. Dem Land fehlen Flugabwehrraketen für Patriot-Systeme, vor allem jene des Typs PAC-3, die für die Abwehr ballistischer Raketen geeignet sind. Dieses Defizit hat schwerwiegende Folgen: Bei nächtlichen Angriffen in den vergangenen Tagen konnten die Ukrainer keine einzige ballistische Rakete abwehren. Die neue Gefahr aus der Luft verändert das Leben im ganzen Land. Wegen der großen Reichweite und Zielgenauigkeit richtet Russland ballistische Raketen besonders auf strategische Ziele fernab der Front. In der vergangenen Woche gingen zahlreiche Lagerhäuser im Kiewer Umland in Flammen auf. Seit Dienstag geben die Luftstreitkräfte die Anzahl der von Russland abgefeuerten Raketen in ihren morgendlichen Lageberichten nicht mehr an. Ein Abgleich mit den erfolgreichen Abschüssen ist nun nicht mehr möglich. Selenskyj bittet die Partner um schnelle Hilfe Die Flugabwehrraketen, die Kiew zur Verteidigung bräuchte, kommen aus Amerika. Doch die USA haben im Irankrieg selbst viele davon verschossen. Aktuell sind sie daher darum bemüht, ihre eigenen Bestände aufzufüllen. Auch andere Länder im Nahen Osten wollen ihre Luftverteidigung stärken und ihre Bestände auffüllen. Sie sind im Zweifel auch bereit, einen Aufpreis zu zahlen. Kurz sah es so aus, als würde US-Präsident Donald Trump den Ukrainern daher eine Produktion von PAC-3-Raketen auf ukrainischem Boden ermöglichen. Doch Trump ruderte schnell zurück. Offenbar hatten die Hersteller auch Sorgen vor ukrainischen Weiterentwicklungen. Präsident Wolodymyr Selenskyj bleibt aktuell nichts anderes übrig, als seine Partner verzweifelt um Hilfe zu bitten. Er adressiert dabei nicht nur die Amerikaner. In Kiew hofft man auch auf europäische Länder, die ihre Abfangraketen so schnell wohl nicht selbst brauchen werden. In den letzten Tagen rief Selenskyj sogar Südkorea mehrfach dazu auf, die Ukraine bei der Flugabwehr zu unterstützen. Jedoch bislang ohne Ergebnis. Mittelfristig hofft Kiew auf verbesserte französisch-italienische SAMP-T-Systeme. Mehrere Batterien könnten noch in diesem Jahr geliefert werden. Die Ukraine arbeitet darüber hinaus auch mit europäischen Partnern an einem eigenen Luftverteidigungssystem. Das Projekt läuft unter dem Namen Freyja. Derzeit rechnet man mit einem Prototyp erst Mitte kommenden Jahres. Manche Fachleute halten diesen Zeitplan für ausgesprochen optimistisch. Eine kurzfristige Lösung gibt es also nicht. Aus Sicht des ukrainischen Militäranalysten Olexij Melnyk sind Abfangraketen ohnehin eher „Schmerzmittel als Therapie“. Selbst mit hervorragenden Luftverteidigungssystemen seien ballistische Raketen unter realen Gefechtsbedingungen nicht immer abzufangen. Die ukrainische Armee müsse daher in die Lage versetzt werden, die Raketen vor ihrem Start zu treffen. Dafür müsse man die Produktion der Raketen in Russland stören, außerdem die Startgeräte aufspüren. Wichtig seien auch Sanktionen, da russische Waffen in der Regel nicht ohne westliche Komponenten auskommen. Neue Waffen erinnern an Marschflugkörper, sind aber billiger Noch läuft die Raketenproduktion für Russland nach Plan. Der stellvertretende Chef des ukrainischen Militärgeheimdiensts HUR, Vadim Skibitzkyj, äußerte am Dienstag in einem Interview mit RBK-Ukraina, Russland übererfülle derzeit seine Produktionsziele. Melnyk gibt aber zu bedenken, dass man nicht wisse, wie viele weitere Raketen Russland ohne ukrainische Angriffe auf Rüstungsfabriken hätte herstellen können. Russland erhält darüber hinaus auch Unterstützung aus Nordkorea. Kiew warnt vor der Entsendung einer nordkoreanischen Raketeneinheit ins westrussische Woronesch. Geheimdienstinformationen zufolge ist diese mit sechs Startgeräten und rund 120 Raketen ausgerüstet. Neben ballistischen Raketen sieht sich Kiew im Luftkrieg auch weiteren Herausforderungen gegenüber. Russland stellt gerade seine Drohnenproduktion um. Anstelle von Propellerantrieben verfügen die neuen Geran-Modelle über einen Strahlantrieb. Das macht sie deutlich schneller, zum Abfangen bleibt also weniger Zeit. Hinzu kommen weitere neue Geschosse, die den Namen Banderol tragen. Sie haben eine geringere Reichweite, treffen deshalb vor allem Städte im Süden und Osten des Landes, Odessa und Charkiw etwa. Melnyk zufolge erinnern die Flugeigenschaften der neuen Waffen an Marschflugkörper. Mit den Mitteln, die gegen Marschflugkörper helfen, kann man auch sie abwehren. Das Problem: Die neuen Waffen sind viel billiger, die Kosten der Abwehr können die Kosten des Angriffs schnell übersteigen.

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