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Mittwoch, 22. Juli 2026
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EU-Kommission billigt Warner-Übernahme durch Paramount

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22. Juli
Tagesschau

EU-Kommission billigt Warner-Übernahme durch Paramount

Unter Auflagen EU billigt Warner-Übernahme durch Paramount Die EU-Komission hat der geplanten Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Bros. durch den Konkurrenten Paramount zugestimmt. Beim Vertrieb von Filmen in Europa gibt es jedoch Auflagen. Paramount Skydance hat von der EU unter Auflagen grünes Licht für die 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery erhalten. Die EU-Kommission stellte fest, dass es im Bereich der Filmproduktion trotz einer Übernahme genügend Wettbewerber im Europäischen Wirtschaftsraum geben wird. Beim Vertrieb von Filmen sah die Behörde aber eine zu hohe Marktkonzentration. Daher machte sie es zur Auflage, dass Paramount seine Anteile am Filmvertriebsunternehmen United International Pictures (UIP) aufgibt. UIP ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Paramount und Universal, das Filme an Kinobetreiber vertreibt. Zudem dürfe das Unternehmen in den nächsten zehn Jahren keine ähnliche Kooperation mit Universal im Bereich des Europäischen Wirtschaftsraums eingehen. Zustimmung mit Auflagen Die geplante Fusion sorgt seit Monaten für Diskussionen und stößt in den USA auf Widerstand. Die US-Regierung hatte die Übernahme, die auch Nachrichtensender CNN umfasst, im Juni ohne Auflagen genehmigt. Eine Bundesrichterin in Kalifornien legte die Übernahme am Montag jedoch auf Eis. Zwölf US-Bundesstaaten hatten zuvor eine Klage eingereicht. Sie argumentieren, die Übernahme führe zu "höheren Preisen, geringerer Qualität und weniger Inhalten" für das Publikum. Die Brüsseler Behörde prüft große Zusammenschlüsse, die Auswirkungen auf den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt haben könnten. Das betrifft auch ausländische Unternehmen mit hohem Umsatz, die in der EU tätig sind.

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22. Juli
FAZ (Wirtschaft)

US-Filmstudios: EU-Kommission billigt Warner-Übernahme durch Paramount

US-Filmstudios : EU-Kommission billigt Warner-Übernahme durch Paramount Wettbewerbshüter prüfen zurzeit den Zusammenschluss der US-Medienriesen, die auch große Streamingdienste in Europa betreiben. Nun hat Brüssel entschieden, die Übernahme unter Auflagen zuzulassen. Die EU-Kommission hat der Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount unter Auflagen zugestimmt. Dabei geht es um den Vertrieb von Filmen in Europa, wie aus einer Mitteilung der Brüsseler Wettbewerbshüter hervorgeht. Die Brüsseler Behörde prüft große geplante Zusammenschlüsse, die Auswirkungen auf den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt haben könnten. Das betrifft auch ausländische Unternehmen mit hohem Umsatz, die auch in der EU tätig sind. Warner Bros. Discovery und Paramount betreiben dort jeweils unter anderem Streamingdienste (Paramount+, Max), lizenzieren Filme und TV-Formate an europäische Fernsehsender und verleihen Filme. Die EU-Kommission stellte fest, dass es im Bereich der Filmproduktion trotz einer Übernahme genügend Wettbewerber im Europäischen Wirtschaftsraum geben wird. Als Beispiele nannte sie andere große US-Filmstudios wie Disney, NBC Universal (Universal) und Sony, „kleinere US-Studios wie Amazon MGM, A24 und Lionsgate sowie europäische Filmstudios“. Filmvertrieb mit Änderungen Beim Vertrieb von Filmen sah die Kommission aber eine zu hohe Marktkonzentration. Paramount Pictures und Universal Pictures vertreiben über das Gemeinschaftsunternehmen United International Pictures (UIP) Filme an Kinobetriebe. „Durch die Transaktion wären auch die Filme von Warner über UIP vertrieben worden. Ohne Gegenmaßnahmen hätte dies zu ungünstigeren Miet- und Vertriebsbedingungen für Kinobetreiber geführt und letztlich Verbraucher benachteiligt“, bemängelt die EU-Kommission. Paramount habe deshalb verschiedene Verpflichtungen angeboten, die sicherstellen, dass die Filme des fusionierten Unternehmens nicht gemeinsam mit Filmen von Universal oder Disney vertrieben werden. So muss Paramount nun innerhalb von 13 Monaten nach Abschluss der Transaktion seine Beteiligung an UIP im Europäischen Wirtschaftsraum beenden. Für zehn Jahre darf Paramount zudem keine Vereinbarungen oder Absprachen mit Universal über den gemeinsamen Vertrieb von Filmen in Europa abschließen und für den Vertrieb von Warner- oder Paramount-Filmen nicht den gleichen Kinofilmvertrieb nutzen wie Disney und Universal. Ein unabhängiger Treuhänder überwacht die Umsetzung. Der Filmverleih United International Pictures (UIP) mit Hauptsitz in London war 1981 gegründet worden. Darüber werden nach UIP-Angaben weltweit mehr als 1.000 Filme unter Lizenz vertrieben, davon mehr als 100 Oscar-Preisträger - zum Beispiel „Der Pate“ und „Breakfast at Tiffany's“. In Deutschland und einigen anderen Märkten arbeiten Universal Pictures und Paramount Pictures schon seit einigen Jahren nicht mehr in der United International Pictures zusammen. Stattdessen nutzen sie eigene Verleihunternehmen, Paramount Pictures Germany und den internationalen Verleiharm von Universal Pictures. Rechtsstreit in den USA Unabhängig von der EU-Kommission prüfen Behörden in anderen betroffenen Ländern. Die US-Regierung genehmigte den Milliardendeal bereits ohne Auflagen. Doch nach einer Klage von zwölf US-Bundesstaaten wurde die Übernahme Anfang dieser Woche per Gerichtsbeschluss für zunächst zwei Wochen ausgesetzt. In dieser Zeit soll über die von den Bundesstaaten angestrebte längerfristige einstweilige Verfügung gegen den Vollzug des mehr als 100 Milliarden Dollar schweren Deals verhandelt werden. Die Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Aus Sicht der Richterin konnten sie zumindest demonstrieren, dass Paramount und Warner zusammen einen erheblichen Marktanteil in dem Geschäft hätten - was eine zeitweise Aussetzung der Fusion rechtfertige. Kritiker sorgen sich um CNN Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump bekannt ist. Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS fiel nach der Übernahme durch die Ellison-Familie im vergangenen Jahr durch wohlwollendere Berichterstattung gegenüber Trumps Regierung auf. Ellison will an Gewicht in Hollywood gewinnen. Paramount ist derzeit noch einer der kleineren Player der Branche. Zu bekannten Marken zählen „PAW Patrol“ und „Mission: Impossible“. Zu Warner gehören unter anderem das DC-Superhelden-Universum mit Superman und Batman, Filmreihen wie „Harry Potter“ sowie ein starkes Streaming-Geschäft. Ende Februar hatte der Hollywood-Konzern Warner Bros. Discovery der milliardenschweren Übernahme durch Paramount Skydance zugestimmt. Rivale Netflix war kurz zuvor aus einem langen Bieterstreit ausgestiegen. Hollywood-Stars wie Jane Fonda, Javier Bardem und Ben Stiller stellten sich im April entschieden gegen die Übernahme. „Zunehmend bestimmt eine kleine Zahl mächtiger Akteure, was produziert wird - und zu welchen Bedingungen“, hieß es in einem Brief, den einer Mitteilung zufolge mehr als 1.000 Menschen aus der Branche unterschrieben.

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22. Juli
Die Zeit (Politik)

US-Filmstudios: EU-Kommission billigt Übernahme von Warner Brothers durch Paramount

Die EU-Kommission hat der Übernahme von Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount unter Auflagen zugestimmt. Paramount müsse seine Anteile an dem Filmvertriebsunternehmen United International Pictures (UIP) aufgeben, teilte die EU-Kommission mit. UIP ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Paramount und Universal, das Filme an Kinobetreiber vertreibt. Während trotz der Übernahme im Bereich der Filmproduktion genug Wettbewerber verblieben, komme es im Bereich des Filmvertriebs dadurch zu einer »hohen Konzentration«, argumentierte die Kommission. Daher müsse sich Paramount binnen 13 Monaten nach Abschluss der Transaktion von seinen Anteilen an UIP trennen. Zudem dürfe das Unternehmen in den nächsten zehn Jahren keine ähnliche Kooperation mit Universal im Bereich des Europäischen Wirtschaftsraums eingehen. Die EU-Kommission prüft große geplante Zusammenschlüsse, die Auswirkungen auf den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt haben könnten. Das betrifft auch ausländische Unternehmen mit hohem Umsatz, die in der EU tätig sind. Warner Bros. Discovery und Paramount betreiben in der EU jeweils unter anderem Streamingdienste, lizenzieren Filme und TV-Formate an europäische Fernsehsender und verleihen Filme. Die EU-Kommission stellte fest, dass es im Bereich der Filmproduktion trotz einer Übernahme genügend Wettbewerber im Europäischen Wirtschaftsraum geben wird. Als Beispiele nannten sie andere große US-Filmstudios wie Disney, NBC Universal (Universal) und Sony, »kleine US-Studios wie Amazon MGM, A24 und Lionsgate sowie europäische Filmstudios«. US-Bundesrichterin stoppt Übernahme vorerst Die US-Regierung hatte die Übernahme, die auch den bekannten Nachrichtensender CNN umfasst, im Juni ohne Auflagen genehmigt. Der Zusammenschluss werde »voraussichtlich nicht zu einer Beeinträchtigung des Wettbewerbs und der amerikanischen Verbraucher« führen, teilte das Justizministerium mit. Eine Bundesrichterin im US-Bundesstaat Kalifornien stoppte die Übernahme am Montag jedoch vorerst. Kalifornien und elf weitere US-Bundesstaaten hatten zuvor eine Klage eingereicht. Sie argumentieren, die Übernahme führe zu »höheren Preisen, geringerer Qualität und weniger Inhalten« für das Publikum. Das Geschäft hat eine Summe von rund 111 Milliarden US-Dollar (rund 97 Milliarden Euro). Paramount will die gesamte WBD-Gruppe inklusive Fernsehsendern erwerben, darunter auch CNN. Paramount-Chef David Ellison und dessen Vater Larry Ellison vom Softwareanbieter Oracle sind Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Kritiker der Fusion fürchten daher um die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN.

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22. Juli
ZDF heute

EU-Kommission stimmt Warner-Übernahme durch Paramount zu

Vertrieb von Filmen in Europa:EU-Kommission stimmt Warner-Übernahme durch Paramount zu Die EU-Kommission genehmigt die Übernahme von Warner Brothers durch Paramount - allerdings nur unter Auflagen. Hintergrund ist der Vertrieb von Filmen in Europa. Die EU-Kommission hat der Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Rivalen Paramount Skydance unter Auflagen zugestimmt. Dabei geht es um den Vertrieb von Filmen in Europa, wie aus einer Mitteilung der Brüsseler Wettbewerbshüter hervorgeht. Die Behörde prüft geplante Zusammenschlüsse, die Folgen für den europäischen Binnenmarkt haben könnten. Das betrifft auch ausländische Konzerne mit hohem Umsatz, die in der EU tätig sind. Warner Bros. Discovery und Paramount betreiben dort jeweils unter anderem Streamingdienste (Paramount+, Max), lizenzieren Filme und TV-Formate an europäische Fernsehsender und verleihen Filme. Die EU-Kommission stellte fest, dass es im Bereich der Filmproduktion trotz einer Übernahme genügend Wettbewerber im Europäischen Wirtschaftsraum geben wird. Als Beispiele nannte sie andere große US-Filmstudios wie Disney, NBC Universal (Universal) und Sony. Auflagen der EU-Kommission für den Filmvertrieb Beim Vertrieb von Filmen sah die Kommission aber eine zu hohe Marktkonzentration. Paramount Pictures und Universal Pictures vertreiben über das Gemeinschaftsunternehmen United International Pictures (UIP) Filme an Kinobetriebe. "Durch die Transaktion wären auch die Filme von Warner über UIP vertrieben worden." Ohne Auflagen hätte dies zu ungünstigeren Miet- und Vertriebsbedingungen für Kinobetreiber geführt, bemängelt die EU-Kommission. Paramount habe daher verschiedene Verpflichtungen angeboten, damit die Filme des fusionierten Unternehmens nicht gemeinsam mit Filmen von Universal oder Disney vertrieben werden. Zuletzt hatte Paramount den Zuschlag für die Übernahme des Konkurrenten Warner Brothers erhalten. Nun warnen mehr als 1.000 Filmschaffende vor Folgen wie weniger Arbeitsplätze und höhere Kosten. 13.04.2026 | 0:53 minSo muss Paramount binnen 13 Monaten nach Abschluss der Transaktion seine Beteiligung an UIP im Europäischen Wirtschaftsraum beenden. Für zehn Jahre darf Paramount zudem keine Vereinbarungen mit Universal über den gemeinsamen Vertrieb von Filmen in Europa treffen und für den Vertrieb von Warner- oder Paramount-Filmen nicht den gleichen Kinofilmvertrieb nutzen wie Disney und Universal. Der Filmverleih UIP mit Hauptsitz in London war 1981 gegründet worden. Darüber werden weltweit mehr als 1.000 Filme unter Lizenz vertrieben, davon mehr als 100 Oscar-Preisträger - etwa "Der Pate" und "Breakfast at Tiffany's". In Deutschland und einigen anderen Märkten nutzen Universal Pictures und Paramount Pictures schon länger eigene Verleihunternehmen. Rechtsstreit in den USA Die US-Regierung genehmigte den 100-Milliarden-Dollar-Deal bereits ohne Auflagen. Doch zwölf US-Bundesstaaten klagten, deswegen wurde die Übernahme Anfang dieser Woche per Gerichtsbeschluss für zunächst zwei Wochen ausgesetzt. Die US-Regierung hat die Übernahme des Konzerns Warner Bros. durch Paramount genehmigt. Das Justizministerium stimmte der Fusion nach einer monatelangen Prüfung zu. 13.06.2026 | 0:26 minDie Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Kritiker sorgen sich wegen Trump-Nähe um CNN Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump bekannt ist. Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS fiel nach der Übernahme durch die Ellison-Familie im vergangenen Jahr durch wohlwollendere Berichterstattung gegenüber Trumps Regierung auf. "Der trumpkritische Sender CNN befürchtet Folgen" so Heike Slansky zum Medienkrieg um Warner/Paramount. "Nichts Neues herausgekommen" sei bei der Befragung Clintons zu Epstein. 28.02.2026 | 2:49 minEllison will an Gewicht in Hollywood gewinnen. Paramount ist derzeit noch einer der kleineren Player der Branche. Zu bekannten Marken zählen "PAW Patrol" und "Mission: Impossible". Zu Warner gehören unter anderem das DC-Superhelden-Universum mit Superman und Batman, Filmreihen wie "Harry Potter" sowie ein starkes Streaming-Geschäft. Ende Februar hatte der Hollywood-Konzern Warner Bros. Discovery der milliardenschweren Übernahme durch Paramount Skydance zugestimmt. Rivale Netflix war kurz zuvor aus einem langen Bieterstreit ausgestiegen. Mit der Warner-Übernahme durch Paramount landet CNN unter Kontrolle der Ellison-Familie. Kritiker fürchten aufgrund der Trump-Nähe der neuen Besitzer um die Unabhängigkeit von CNN. 27.02.2026 | 2:29 min- Geplanter Deal mit Paramount:Zwölf US-Bundesstaaten klagen gegen Warner-Übernahmemit Video0:33 - Deal in Hollywood:US-Regierung genehmigt Warner-Übernahme durch Paramountmit Video0:26 - Widerstand aus Filmbranche:Hollywood-Stars warnen vor Fusion von Warner und Paramountmit Video0:53 - AnalyseNetflix zieht sich zurück:Was die Übernahme von Warner für CNN bedeuten könnteBeatrice Steineke, Washington, D.C.mit Video0:21

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22. Juli
Wirtschaftswoche

Hollywood-Fusion: EU-Kommission billigt Warner-Übernahme durch Paramount

Hollywood-Fusion: EU-Kommission billigt Warner-Übernahme durch Paramount Die EU-Kommission hat der Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers Die Brüsseler Behörde prüft große geplante Zusammenschlüsse, die Auswirkungen auf den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt haben könnten. Das betrifft auch ausländische Unternehmen mit hohem Umsatz, die auch in der EU tätig sind. Warner Bros. Discovery und Paramount betreiben dort jeweils unter anderem Streamingdienste (Paramount+, Max), lizenzieren Filme und TV-Formate an europäische Fernsehsender und verleihen Filme. Die EU-Kommission stellte fest, dass es im Bereich der Filmproduktion trotz einer Übernahme genügend Wettbewerber im Europäischen Wirtschaftsraum geben wird. Als Beispiele nannte sie andere große US-Filmstudios wie Disney Änderungen bei Filmvertrieb Beim Vertrieb von Filmen sah die Kommission aber eine zu hohe Marktkonzentration. Paramount Pictures und Universal Pictures vertreiben über das Gemeinschaftsunternehmen United International Pictures (UIP) Filme an Kinobetriebe. „Durch die Transaktion wären auch die Filme von Warner über UIP vertrieben worden. Ohne Gegenmaßnahmen hätte dies zu ungünstigeren Miet- und Vertriebsbedingungen für Kinobetreiber geführt und letztlich Verbraucher benachteiligt“, bemängelt die EU-Kommission. Paramount habe deshalb verschiedene Verpflichtungen angeboten, die sicherstellen, dass die Filme des fusionierten Unternehmens nicht gemeinsam mit Filmen von Universal oder Disney vertrieben werden. So muss Paramount nun innerhalb von 13 Monaten nach Abschluss der Transaktion seine Beteiligung an UIP im Europäischen Wirtschaftsraum beenden. Für zehn Jahre darf Paramount zudem keine Vereinbarungen oder Absprachen mit Universal über den gemeinsamen Vertrieb von Filmen in Europa abschließen und für den Vertrieb von Warner- oder Paramount-Filmen nicht den gleichen Kinofilmvertrieb nutzen wie Disney und Universal. Ein unabhängiger Treuhänder überwacht die Umsetzung. Der Filmverleih United International Pictures (UIP) mit Hauptsitz in London war 1981 gegründet worden. Darüber werden nach UIP-Angaben weltweit mehr als 1.000 Filme unter Lizenz vertrieben, davon mehr als 100 Oscar-Preisträger – zum Beispiel „Der Pate“ und „Breakfast at Tiffany's“. In Deutschland und einigen anderen Märkten arbeiten Universal Pictures und Paramount Pictures schon seit einigen Jahren nicht mehr in der United International Pictures zusammen. Stattdessen nutzen sie eigene Verleihunternehmen, Paramount Pictures Germany und den internationalen Verleiharm von Universal Pictures. Rechtsstreit in den USA Unabhängig von der EU-Kommission prüfen Behörden in anderen betroffenen Ländern. Die US-Regierung genehmigte den Milliardendeal bereits ohne Auflagen. Doch nach einer Klage von zwölf US-Bundesstaaten wurde die Übernahme Anfang dieser Woche per Gerichtsbeschluss für zunächst zwei Wochen ausgesetzt. In dieser Zeit soll über die von den Bundesstaaten angestrebte längerfristige einstweilige Verfügung gegen den Vollzug des mehr als 100 Milliarden Dollar schweren Deals verhandelt werden. Die Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Aus Sicht der Richterin konnten sie zumindest demonstrieren, dass Paramount und Warner zusammen einen erheblichen Marktanteil in dem Geschäft hätten – was eine zeitweise Aussetzung der Fusion rechtfertige. Kritiker sorgen sich wegen Trump-Nähe um CNN Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump bekannt ist. Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS fiel nach der Übernahme durch die Ellison-Familie im vergangenen Jahr durch wohlwollendere Berichterstattung gegenüber Trumps Regierung auf. Ellison will an Gewicht in Hollywood gewinnen. Paramount ist derzeit noch einer der kleineren Player der Branche. Zu bekannten Marken zählen „PAW Patrol“ und „Mission: Impossible“. Zu Warner gehören unter anderem das DC-Superhelden-Universum mit Superman und Batman, Filmreihen wie „Harry Potter“ sowie ein starkes Streaming-Geschäft. Hollywood-Stars kritisierten Übernahme Ende Februar hatte der Hollywood-Konzern Warner Bros. Discovery der milliardenschweren Übernahme durch Paramount Skydance zugestimmt. Rivale Netflix war kurz zuvor aus einem langen Bieterstreit ausgestiegen. Hollywood-Stars wie Jane Fonda, Javier Bardem und Ben Stiller stellten sich im April entschieden gegen die Übernahme. „Zunehmend bestimmt eine kleine Zahl mächtiger Akteure, was produziert wird – und zu welchen Bedingungen“, hieß es in einem Brief, den einer Mitteilung zufolge mehr als 1.000 Menschen aus der Branche unterschrieben. Lesen Sie auch: Das sind die zehn bestbezahlten Schauspieler der Welt

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22. Juli
Handelsblatt

Hollywood-Deal: EU-Kommission billigt Warner-Übernahme durch Paramount

Hollywood-Deal: EU-Kommission billigt Warner-Übernahme durch Paramount Brüssel. Die EU-Kommission hat der Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers Die Brüsseler Behörde prüft große geplante Zusammenschlüsse, die Auswirkungen auf den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt haben könnten. Das betrifft auch ausländische Unternehmen mit hohem Umsatz, die auch in der EU tätig sind. Warner Bros. Discovery und Paramount betreiben dort jeweils unter anderem Streamingdienste (Paramount+, Max), lizenzieren Filme und TV-Formate an europäische Fernsehsender und verleihen Filme. Die EU-Kommission stellte fest, dass es im Bereich der Filmproduktion trotz einer Übernahme genügend Wettbewerber im Europäischen Wirtschaftsraum geben wird. Als Beispiele nannte sie andere große US-Filmstudios wie Disney Änderungen bei Filmvertrieb Beim Vertrieb von Filmen sah die Kommission aber eine zu hohe Marktkonzentration. Paramount Pictures und Universal Pictures vertreiben über das Gemeinschaftsunternehmen United International Pictures (UIP) Filme an Kinobetriebe. „Durch die Transaktion wären auch die Filme von Warner über UIP vertrieben worden. Ohne Gegenmaßnahmen hätte dies zu ungünstigeren Miet- und Vertriebsbedingungen für Kinobetreiber geführt und letztlich Verbraucher benachteiligt“, bemängelt die EU-Kommission. Paramount habe deshalb verschiedene Verpflichtungen angeboten, die sicherstellen, dass die Filme des fusionierten Unternehmens nicht gemeinsam mit Filmen von Universal oder Disney vertrieben werden. So muss Paramount nun innerhalb von 13 Monaten nach Abschluss der Transaktion seine Beteiligung an UIP im Europäischen Wirtschaftsraum beenden. Für zehn Jahre darf Paramount zudem keine Vereinbarungen oder Absprachen mit Universal über den gemeinsamen Vertrieb von Filmen in Europa abschließen und für den Vertrieb von Warner- oder Paramount-Filmen nicht den gleichen Kinofilmvertrieb nutzen wie Disney und Universal. Ein unabhängiger Treuhänder überwacht die Umsetzung. Der Filmverleih United International Pictures (UIP) mit Hauptsitz in London war 1981 gegründet worden. Darüber werden nach UIP-Angaben weltweit mehr als 1.000 Filme unter Lizenz vertrieben, davon mehr als 100 Oscar-Preisträger - zum Beispiel „Der Pate“ und „Breakfast at Tiffany's“. In Deutschland und einigen anderen Märkten arbeiten Universal Pictures und Paramount Pictures schon seit einigen Jahren nicht mehr in der United International Pictures zusammen. Stattdessen nutzen sie eigene Verleihunternehmen, Paramount Pictures Germany und den internationalen Verleiharm von Universal Pictures. Rechtsstreit in den USA Unabhängig von der EU-Kommission prüfen Behörden in anderen betroffenen Ländern. Die US-Regierung genehmigte den Milliardendeal bereits ohne Auflagen. Doch nach einer Klage von zwölf US-Bundesstaaten wurde die Übernahme Anfang dieser Woche per Gerichtsbeschluss für zunächst zwei Wochen ausgesetzt. In dieser Zeit soll über die von den Bundesstaaten angestrebte längerfristige einstweilige Verfügung gegen den Vollzug des mehr als 100 Milliarden Dollar schweren Deals verhandelt werden. Die Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Aus Sicht der Richterin konnten sie zumindest demonstrieren, dass Paramount und Warner zusammen einen erheblichen Marktanteil in dem Geschäft hätten - was eine zeitweise Aussetzung der Fusion rechtfertige. Kritiker sorgen sich wegen Trump-Nähe um CNN Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump bekannt ist. Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS fiel nach der Übernahme durch die Ellison-Familie im vergangenen Jahr durch wohlwollendere Berichterstattung gegenüber Trumps Regierung auf. Ellison will an Gewicht in Hollywood gewinnen. Paramount ist derzeit noch einer der kleineren Player der Branche. Zu bekannten Marken zählen „PAW Patrol“ und „Mission: Impossible“. Zu Warner gehören unter anderem das DC-Superhelden-Universum mit Superman und Batman, Filmreihen wie „Harry Potter“ sowie ein starkes Streaming-Geschäft. Verwandte Themen Hollywood-Stars kritisierten Übernahme Ende Februar hatte der Hollywood-Konzern Warner Bros. Discovery der milliardenschweren Übernahme durch Paramount Skydance zugestimmt. Rivale Netflix war kurz zuvor aus einem langen Bieterstreit ausgestiegen. Hollywood-Stars wie Jane Fonda, Javier Bardem und Ben Stiller stellten sich im April entschieden gegen die Übernahme. „Zunehmend bestimmt eine kleine Zahl mächtiger Akteure, was produziert wird - und zu welchen Bedingungen“, hieß es in einem Brief, den einer Mitteilung zufolge mehr als 1.000 Menschen aus der Branche unterschrieben.

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