Themen
lage

Dienstag, 21. Juli 2026
Zurück zur Übersicht

Landkreis Würzburg: Schwere Gewaltattacke auf Mann mit Israel-Anstecker

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
21. Juli
Süddeutsche Zeitung

Landkreis Würzburg: Schwere Gewaltattacke auf Mann mit Israel-Anstecker

Womöglich wegen eines Israel-Ansteckers am Revers soll ein Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Würzburg (DIG) in der Nacht auf Montag Opfer einer schweren Gewaltattacke geworden sein. Nach Angaben von Ermittlern soll der Beschuldigte nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung einen 65-jährigen Deutschen körperlich angegriffen und ihm dabei Schläge und Fußtritte auch im Kopfbereich versetzt haben. Aufgrund bestehender Anhaltspunkte für eine israelfeindliche und islamistische Tatmotivation hat die Generalstaatsanwaltschaft München die Ermittlungen übernommen. Mehrere Polizeistreifen gelang es, den 20-jährigen Tatverdächtigen noch vor Ort vorläufig festzunehmen. Dabei soll sich der Mann zur Wehr gesetzt haben. Er wurde demnach zu Boden gebracht und gefesselt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde ein Polizeibeamter dabei leicht verletzt. Nach Angaben der DIG erlitt der Geschädigte eine Kopfverletzung, er soll zunächst auf der Intensivstation einer Klinik behandelt worden sein. Derzeit ist er noch in stationärer Behandlung. „Ein Israel-Anstecker. Fast tödlich“, postete die Gesellschaft auf Instagram. Ermittler bestätigten im SZ-Gespräch, dass an der Kleidung des 65-Jährigen ein Israel-Anstecker zu sehen war - und er auf offener Straße attackiert worden sein soll. Allerdings müsse man für Details noch weitere Zeugenvernehmungen abwarten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung gegen den 20-Jährigen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen syrischen Staatsangehörigen. Er war bereits in der Vergangenheit strafrechtlich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen Körperverletzungsdelikten. Er befindet sich in Untersuchungshaft in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt. Der Angreifer habe den Tod des Geschädigten zumindest billigend in Kauf genommen, erklärt die Generalstaatsanwaltschaft. Man prüfe nun Hinweise auf ein religiös motiviertes Handeln oder auch ein israelfeindliches beziehungsweise antisemitisches Motiv des Mannes. Bereits am frühen Abend des 19. Juli 2026 war der Mann von einer Polizeistreife auf dem Marktfest in Höchberg kontrolliert worden. Dort soll er Zeugenaussagen zufolge Personen belästigt haben. Zu strafbaren Handlungen war es dort – nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen – jedoch nicht gekommen. Oberstaatsanwalt Andreas Franck, der Zentrale Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Justiz, teilte auf Anfrage mit, „eine israelfeindliche und nicht ausschließbar eine islamistische Tatmotivation“ sei möglich. Angesichts der Schwere der Tat und der möglichen israelfeindlichen Tatmotivation des Beschuldigten habe er die Ermittlungen bei der Generalstaatsanwaltschaft übernommen. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Würzburg ging mit dem Vorfall scharf ins Gericht. „Palästina-Flaggen hängen aus Fenstern, werden auf Demos geschwenkt, Parolen werden skandiert. Ein Israel-Anstecker am Revers reicht für die Intensivstation. Das ist Deutschland 2026.“ Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft erlitt der 65-Jährige zahlreiche Hämatome und einen Wirbelbruch. Nach DIG-Angaben registrierte die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus, die Rias, im vergangenen Jahr 8725 antisemitische Vorfälle, mehr als 23 pro Tag. Darunter vier Fälle von extremer Gewalt, 178 Angriffe, 257 gezielte Bedrohungen. Allein 1551 Vorfälle wurden allein im Freistaat Bayern dokumentiert. Auch registriere die Rias einen wachsenden israelbezogenen Antisemitismus und eine Zunahme gezielter Bedrohungen gegen jüdische und israelische Einrichtungen. „Wer als Feind markiert wird“, analysiert die DIG, „gilt nicht mehr als Mensch mit anderer Meinung, sondern als Ziel. Das Ressentiment verschafft sich so die vermeintliche Erlaubnis zuzuschlagen.“ Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Würzburg hat zu einer Mahnkundgebung gegen antisemitische Gewalt aufgerufen. Sie soll am Freitag um 17 Uhr, am Unteren Markt in Würzburg stattfinden. Es brauche „klaren Widerspruch – auf der Straße, in politischen Bündnissen und überall dort, wo Antizionismus als legitimer Protest ausgegeben wird“, heißt es in der Einladung. DIG-Präsident Volker Beck sagte der dpa, er sei schockiert über den Angriff, und forderte eine „rasche und harte Bestrafung“ des Angreifers. „Wer sich als Freund oder Freundin Israels oder als jüdisch erkennbar macht, muss um sein Leben bangen“, sagte Beck. „Das darf nicht mehr toleriert werden und dem Klima, das solche Taten begünstigt, muss von Demokratinnen und Demokraten klipp und klar entgegengetreten werden.“ In einer Stellungnahme verurteilte Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig (Grüne) den „feigen und menschenverachtenden Angriff in Höchberg auf ein in Würzburg lebendes Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft aufs Schärfste“. Er wünsche dem 65-Jährigen „von Herzen eine schnelle und vollständige Genesung“. Werde ein Mensch „offenbar schon wegen des Tragens eines Israel-Ansteckers angegriffen“, so sei dies ein unerträglicher Angriff „auf unsere demokratischen Grundwerte und unsere offene Gesellschaft“. Für die Würzburger Stadtgesellschaft gelte: „Antisemitismus, Hass und Gewalt haben in Würzburg und unserer Region keinen Platz.“ Die Stadt trete „jeder Form von religiös oder ideologisch motiviertem Hass“ entgegen und stehen an der Seite jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger „sowie aller, die sich für Demokratie und Toleranz einsetzen“. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, betonte, er erwarte, „dass die Möglichkeiten des Rechtsstaats zur Ahndung eines solchen Verbrechens vollumfänglich ausgeschöpft werden“. „Dieser Ausbruch brutaler Gewalt geschieht nicht im luftleeren Raum.“ Alle einschlägigen Statistiken belegten eine Verfestigung antisemitischer Vorfälle auf Rekordniveau, so Schuster. Eine Trendumkehr werde Politik und Zivilgesellschaft enorme Anstrengungen abverlangen. Dem Opfer des Angriffs wünschte Schuster eine schnelle und vollständige Genesung.

Artikel lesen
21. Juli
taz (Öko & Co)

Attacke wohl wegen Israel-Anstecker: Mutmaßlich antisemitischer Angriff in Würzburg

Attacke wohl wegen Israel-Anstecker: Mutmaßlich antisemitischer Angriff in Würzburg Wohl weil er einen Israel-Anstecker trug, wurde ein 65-Jähriger in Bayern brutal zusammengeschlagen. Tatverdächtig ist ein 20-jähriger Syrer. Bei einem mutmaßlich antisemitischen Angriff in Würzburg wurde ein 65-jähriger Mann schwer verletzt. Die Polizei nahm einen 20-jährigen Syrer als Tatverdächtigen fest. Er soll dem Opfer in der Nacht zu Montag ins Gesicht geschlagen haben. Als der Mann stürzte, trat der Angreifer offenbar weiter auf seinen Kopf ein. Auslöser war wohl ein Anstecker mit der israelischen Fahne, den der 65-Jährige trug. Das Opfer lag zunächst auf der Intensivstation und wird weiterhin stationär behandelt. Die Generalstaatsanwaltschaft München hat den Fall übernommen und ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. In einer Pressemitteilung ist von „Hinweisen auf ein religiös motiviertes Handeln oder auch ein israelfeindliches bzw. antisemitisches Motiv“ die Rede. Demnach kam es auf der Straße zunächst zu einem Wortgefecht zwischen dem Opfer und dem Tatverdächtigen wegen des Ansteckers. Anschließend soll der 20-Jährige zugeschlagen und -getreten haben, wobei er dem Mann unter anderem einen Wirbel brach. Herbeigeeilte Polizisten überwältigten den Angreifer noch am Tatort und nahmen ihn fest. Der Mann war offenbar bereits als Gewalttäter bekannt und soll wenige Stunden vor der Tat Gäste eines Marktfestes belästigt haben. Das Opfer war Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG). Deren Ableger in Würzburg schrieb auf Instagram: „Wir stehen in voller Solidarität an der Seite unseres schwerverletzten Mitglieds.“ Der Vorsitzende der DIG, Volker Beck, teilte mit: „Unsere Gedanken sind beim Betroffenen, seiner Familie und seinen Freunden“, und er forderte eine „rasche und harte Bestrafung des Täters“. Annette Seidel-Arpacı, Leiterin von RIAS Bayern Auch von anderen Seiten kamen Solidaritätsbekundungen. Die Leiterin der bayerischen RIAS-Meldestelle für antisemitische Vorfälle, Annette Seidel-Arpacı, sagte: „Dieser brutale Angriff verdeutlicht leider einmal mehr die antisemitische Enthemmung der letzten Jahre.“ Sie forderte: „Antisemitischen Aufrufen und Straftaten muss konsequent entgegengetreten werden.“ Marlene Schönberger, in der Grünen-Bundestagsfraktion zuständig für den Kampf gegen Antisemitismus, sagte der taz: „Meine Solidarität gilt dem Betroffenen des brutalen Angriffs.“ Der Fall zeige, „dass das antisemitische und antiisraelische Klima im Land jederzeit in enthemmte Gewalt umschlagen kann.“ Und die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Clara Bünger, sagte der taz: „Ich verurteile den antisemitischen Angriff in Würzburg aufs Schärfste. Für diese Gewalt gibt es keinerlei Rechtfertigung.“ Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen meistkommentiert

Artikel lesen
21. Juli
Handelsblatt

Bei Würzburg: Mann mit Israel-Anstecker bei Angriff schwer verletzt

Bei Würzburg: Mann mit Israel-Anstecker bei Angriff schwer verletzt Höchberg. Ein Mann mit einer Israelflagge am Revers ist in Unterfranken angegriffen und schwer verletzt worden. Man gehe von einer israelfeindlichen oder antisemitischen und islamistischen Motivation des 20 Jahre alten Angreifers aus, teilten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft München mit. Dort übernahm der zentrale Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Justiz das Verfahren wegen versuchten Mordes. Zunächst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Der mutmaßliche Angreifer mit syrischer Staatsbürgerschaft sei noch vor Ort in Höchberg bei Würzburg festgenommen worden und sitze inzwischen in Untersuchungshaft, hieß es von den Ermittlungsbehörden. Er sei in der Vergangenheit bereits strafrechtlich unter anderem wegen Körperverletzung in Erscheinung getreten. Der Verdächtige soll den 65-Jährigen unter anderem gegen den Kopf getreten haben. Das Opfer befinde sich nach dem Angriff am späten Sonntagabend nicht in Lebensgefahr. Bei der Festnahme des Verdächtigen sei ein Polizist leicht verletzt worden. DIG-Präsident: Freunde Israels müssen um ihr Leben bangen Bei dem Schwerverletzten handle es sich um ein Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) in Würzburg, teilte die Organisation mit. Er sei wegen seines Ansteckers israelfeindlich angesprochen und während des Gesprächs plötzlich ins Gesicht geschlagen worden. Als der Mann schon wehrlos am Boden gelegen habe, habe der Angreifer „weiter brutal auf Kopf und Körper“ eingetreten, teilte die DIG mit. Das Opfer habe „unter anderem Kopfverletzungen und einen Knochenbruch“ erlitten und werde auf der Intensivstation behandelt. Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig (Grüne) teilte mit, seine Gedanken seien bei dem Schwerverletzten, der in der Stadt lebe. „Wenn ein Mensch offenbar schon wegen des Tragens eines Israel-Ansteckers angegriffen wird, ist das ein unerträglicher Angriff auf unsere demokratischen Grundwerte und unsere offene Gesellschaft.“ Antisemitismus habe in Würzburg keinen Platz, betonte Heilig. „Wir werden nicht wegschauen.“ DIG-Präsident Volker Beck sagte, er sei „schockiert“ über den Angriff, und forderte eine „rasche und harte Bestrafung“ des Angreifers. „Wer sich als Freund oder Freundin Israels oder als jüdisch erkennbar macht, muss um sein Leben bangen“, sagte Beck. „Das darf nicht mehr toleriert werden und dem Klima, das solche Taten begünstigt, muss von Demokratinnen und Demokraten klipp und klar entgegengetreten werden.“

Artikel lesen
21. Juli
FAZ (Politik)

Israel-Flagge Am Revers: Mann nach mutmaßlich antisemitischem Angriff festgenommen

Israel-Flagge Am Revers : Mann nach mutmaßlich antisemitischem Angriff festgenommen Ein Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft wurde in der Nähe von Würzburg angegriffen. Er soll einen Anstecker mit israelischer Flagge getragen haben. Im Landkreis Würzburg ist 20 Jahre alter Mann festgenommen worden, der am Sonntag einen 65 Jahre alten Mann angegriffen und schwer verletzt haben soll. Man gehe von einer israelfeindlichen oder antisemitischen und islamistischen Motivation des mutmaßlichen Angreifers aus, teilten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft München am Dienstag mit. Das Opfer soll eine Israelflagge am Revers getragen haben. Der zentrale Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Justiz habe das Verfahren wegen versuchten Mordes übernommen. Der mutmaßliche Angreifer mit syrischer Staatsbürgerschaft sei noch vor Ort in Höchberg bei Würzburg festgenommen worden und sitze inzwischen in Untersuchungshaft, hieß es von den Ermittlungsbehörden. Er sei in der Vergangenheit bereits strafrechtlich unter anderem wegen Körperverletzung in Erscheinung getreten. Der Verdächtige soll den 65-Jährigen unter anderem gegen den Kopf getreten haben. Das Opfer befinde sich nach dem Angriff am späten Sonntagabend nicht in Lebensgefahr. Bei der Festnahme des Verdächtigen sei ein Polizist leicht verletzt worden. DIG-Präsident: Freunde Israels müssen um ihr Leben bangen Bei dem Schwerverletzten handle es sich um ein Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) in Würzburg, teilte die Organisation mit. Er sei wegen seines Ansteckers israelfeindlich angesprochen und während des Gesprächs plötzlich ins Gesicht geschlagen worden. Als der Mann schon wehrlos am Boden gelegen habe, habe der Angreifer „weiter brutal auf Kopf und Körper“ eingetreten, teilte die DIG mit. Das Opfer habe „unter anderem Kopfverletzungen und einen Knochenbruch“ erlitten und werde auf der Intensivstation behandelt. DIG-Präsident Volker Beck sagte, er sei „schockiert“ über den Angriff und forderte eine „rasche und harte Bestrafung“ des Angreifers. „Wer sich als Freund oder Freundin Israels oder als jüdisch erkennbar macht, muss um sein Leben bangen“, sagte Beck. „Das darf nicht mehr toleriert werden und dem Klima, das solche Taten begünstigt, muss von Demokratinnen und Demokraten klipp und klar entgegengetreten werden.“

Artikel lesen
21. Juli
Die Zeit (Politik)

Antisemitische Gewalt: Mann mit Israel-Anstecker bei Angriff schwer verletzt

Ein Mann mit einer Israelflagge am Revers ist in Unterfranken angegriffen und schwer verletzt worden. Man gehe von einer israelfeindlichen oder antisemitischen und islamistischen Motivation des 20 Jahre alten Angreifers aus, teilten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft München mit. Der mutmaßliche Angreifer mit syrischer Staatsbürgerschaft sei noch vor Ort in Höchberg bei Würzburg festgenommen worden und sitze inzwischen in Untersuchungshaft, hieß es von den Ermittlungsbehörden. Er sei in der Vergangenheit bereits strafrechtlich unter anderem wegen Körperverletzung in Erscheinung getreten. Der Verdächtige soll den 65-Jährigen unter anderem gegen den Kopf getreten haben. Das Opfer befindet sich nach dem Angriff am späten Sonntagabend nicht in Lebensgefahr. Bei der Festnahme des Verdächtigen sei ein Polizist leicht verletzt worden. Bei dem Schwerverletzten handle es sich um ein Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) in Würzburg, teilte die Organisation mit. Er sei wegen seines Ansteckers israelfeindlich angesprochen und während des Gesprächs plötzlich ins Gesicht geschlagen worden. Opfer erlitt Kopfverletzungen und Knochenbruch Als der Mann schon wehrlos am Boden gelegen habe, habe der Angreifer »weiter brutal auf Kopf und Körper« eingetreten, teilte die DIG mit. Das Opfer habe »unter anderem Kopfverletzungen und einen Knochenbruch« erlitten und wurde auf der Intensivstation behandelt. DIG-Präsident Volker Beck sagte, er sei »schockiert« über den Angriff, und forderte eine »rasche und harte Bestrafung« des Angreifers. »Wer sich als Freund oder Freundin Israels oder als jüdisch erkennbar macht, muss um sein Leben bangen«, sagte Beck. »Das darf nicht mehr toleriert werden und dem Klima, das solche Taten begünstigt werden, muss von Demokratinnen und Demokraten klipp und klar entgegengetreten werden.«

Artikel lesen
21. Juli
Die Zeit (Politik)

Antisemitische Gewalt: Mann mit Israel-Anstecker bei Angriff schwer verletzt

Ein Mann mit einer Israelflagge am Revers ist in Unterfranken angegriffen und schwer verletzt worden. Man gehe von einer israelfeindlichen oder antisemitischen und islamistischen Motivation des 20 Jahre alten Angreifers aus, teilten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft München mit. Der mutmaßliche Angreifer mit syrischer Staatsbürgerschaft sei noch vor Ort in Höchberg bei Würzburg festgenommen worden und sitze inzwischen in Untersuchungshaft, hieß es von den Ermittlungsbehörden. Er sei in der Vergangenheit bereits strafrechtlich, unter anderem wegen Körperverletzung in Erscheinung getreten. Der Verdächtige soll den 65-Jährigen unter anderem gegen den Kopf getreten haben. Das Opfer befindet sich nach dem Angriff am späten Sonntagabend nicht in Lebensgefahr. Bei der Festnahme des Verdächtigen sei ein Polizist leicht verletzt worden. Bei dem Schwerverletzten handle es sich um ein Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) in Würzburg, teilte die Organisation mit. Er sei wegen seines Ansteckers israelfeindlich angesprochen und während des Gesprächs plötzlich ins Gesicht geschlagen worden. Opfer erlitt Kopfverletzungen und Knochenbruch Als der Mann schon wehrlos am Boden gelegen habe, habe der Angreifer »weiter brutal auf Kopf und Körper« eingetreten, teilte die DIG mit. Das Opfer habe »unter anderem Kopfverletzungen und einen Knochenbruch« erlitten und wurde auf der Intensivstation behandelt. DIG-Präsident Volker Beck sagte, er sei »schockiert« über den Angriff, und forderte eine »rasche und harte Bestrafung« des Angreifers. »Wer sich als Freund oder Freundin Israels oder als jüdisch erkennbar macht, muss um sein Leben bangen«, sagte Beck. »Das darf nicht mehr toleriert werden und dem Klima, das solche Taten begünstigt, muss von Demokratinnen und Demokraten klipp und klar entgegengetreten werden.«

Artikel lesen
21. Juli
Die Welt (Politik)

20-Jähriger tritt Mann wegen Israel-Anstecker ins Krankenhaus – Polizei nimmt Syrer fest

20-Jähriger tritt Mann wegen Israel-Anstecker ins Krankenhaus – Polizei nimmt Syrer fest Ein 20-jähriger Syrer soll einen 65-jährigen Deutschen im unterfränkischen Höchberg angegriffen haben. Grund soll ein Streit um einen Israel-Anstecker gewesen sein. Die Generalstaatsanwaltschaft München übernimmt die Ermittlungen. Im Landkreis Würzburg ist ein 20 Jahre alter Mann festgenommen worden, der aus möglicherweise israelfeindlichen oder antisemitischen Motiven einen 65-Jährigen angegriffen haben soll. Gegen den Syrer sei Haftbefehl wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erlassen worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München am Dienstag mit. Sein Opfer erlitt einen Wirbelbruch und weitere Verletzungen. Nach Angaben der Ermittler kam es in der Nacht zum Montag im unterfränkischen Höchberg zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern. Der Beschuldigte soll den 65-Jährigen anschließend körperlich angegriffen und ihm Schläge sowie Fußtritte auch gegen den Kopf versetzt haben. Der Mann wird derzeit stationär in einem Krankenhaus behandelt, befindet sich nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa aber nicht in Lebensgefahr. Die Generalstaatsanwaltschaft München übernahm die Ermittlungen, weil nach ihren Angaben „Anhaltspunkte für eine israelfeindliche und islamistische Tatmotivation“ bestehen. Weitere Einzelheiten zum Tatablauf nannten die Behörden mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht. Der Tatverdächtige wurde laut Polizei noch am Tatort festgenommen. Bei der Festnahme soll er Widerstand geleistet haben; ein Polizeibeamter wurde dabei leicht verletzt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der 20-Jährige bereits zuvor unter anderem wegen Körperverletzungsdelikten strafrechtlich in Erscheinung getreten. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) erklärte, bei dem Verletzten handele es sich um eines ihrer Mitglieder. Nach Darstellung des Vereins sei der Mann vor dem Angriff wegen eines am Revers getragenen Ansteckers mit israelischer Flagge angesprochen worden. Die DIG sprach von einem „antisemitischen Angriff“ und kündigte für Freitag eine Mahnkundgebung gegen antisemitische Gewalt in Würzburg an. DIG-Präsident Volker Beck äußerte sich in einer Mitteilung des Vereins: „Ich bin schockiert über diesen antisemitischen Angriff.“ Weiter sagte er: „Die Enthemmung antisemitischer Gewalt in Deutschland hält an.“ Ob der Angriff tatsächlich antisemitisch motiviert war, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Artikel lesen
© 2026 Themenlage