Deutschland-Liveblog: 250.000 Menschen bei CSD in Hamburg erwartet
Deutschland-Liveblog : 250.000 Menschen bei CSD in Hamburg erwartet
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Am 26. Juli 2026 haben sich Menschen zu einer Trauerkundgebung nach der Attacke beim Berliner CSD in Hamburg zusammengefunden.dpa
Verschärfte Sicherheitsbedingungen nach Anschlag in Berlin +++ Hallervorden singt auf CDU-Veranstaltung gegen Merz und dessen „Kriegsminister“ +++ alle Entwicklungen im Liveblog
Nach CSD-Anschlag in Berlin: Mehr als eine Viertelmillion Menschen in Hamburg erwartet
Eine Woche nach dem islamistischen Terroranschlag in Berlin versammeln sich am Samstag in mehreren Städten in Deutschland wieder Tausende Menschen zum Christopher Street Day (CSD). Die größte Veranstaltung findet in Hamburg statt, wo 250.000 Menschen erwartet werden.
Nach dem Anschlag am Rande des CSD in Berlin, bei dem eine Frau ums Leben kam und 31 Menschen verletzt wurden, hat die Hamburger Polizei angekündigt, die Demonstration mit doppelt so vielen Beamten wie im vergangenen Jahr zu schützen. In der Hansestadt wird auch ein Wagen des Berliner CSD-Vereins erwartet, auf dem die Teilnehmer dunkle Kleidung tragen sollen.
Auch in anderen europäischen Städten wie Amsterdam oder Brighton finden am Samstag Pride-Veranstaltungen statt. In Nordrhein-Westfalen sind CSDs in Bonn, Ahaus und Moers geplant. In Sachsen-Anhalt findet ein CSD in Naumburg (Burgenlandkreis) statt.
Auch in anderen europäischen Städten wie Amsterdam oder Brighton finden am Samstag Pride-Veranstaltungen statt. In Nordrhein-Westfalen sind CSDs in Bonn, Ahaus und Moers geplant. In Sachsen-Anhalt findet ein CSD in Naumburg (Burgenlandkreis) statt.
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Dobrindt bekräftigt Verlängerung von Grenzkontrollen
Angesichts des Ansturms von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bekräftigt, dass er die deutschen Grenzkontrollen zu den Nachbarländern beibehalten will. „Wir werden die Möglichkeit der Binnengrenzkontrollen über den September hinaus verlängern“, erklärte Dobrindt am Freitag. „Unsere Erfolge beim Zurückdrängen der illegalen Migration müssen erhalten und weiter ausgebaut werden.“ Flexible und angepasste Binnengrenzkontrollen müssten dazu weiterhin aufrechterhalten werden.
„Der Migrationsdruck auf Europa ist weiterhin hoch, das zeigt aktuell der massive Ansturm von Migranten auf Spanien“, betonte der Minister. Er forderte Spanien auf, umgehend dafür zu sorgen, „dass der europäische Außengrenzschutz gewährleistet ist und die illegalen Migranten umgehend nach Marokko zurückgebracht werden“. Die Situation in Ceuta verdeutliche „die volatile Lage bei der illegalen Migration“.
In Deutschland finden seit September 2024 Kontrollen an allen Grenzen zu den Nachbarländern statt. Schon seit 2015 hatte Deutschland an mehreren Landesgrenzen mit wechselnder Intensität praktisch durchgehend Kontrollen vorgenommen.
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Ramelow spricht sich für Abschaffung der Fünf-Prozent-Hürde aus
In die Diskussion um die Fünf-Prozent-Hürde hat sich auch Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) eingeschaltet und sich für die Abschaffung dieser Hürde ausgesprochen. „Die Debatte über die Senkung der Fünf-Prozent-Hürde ist notwendig“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Wenn immer mehr Wähler ihre Stimmen nicht mehr repräsentiert sehen, dann gefährdet das die Demokratie.“ Ramelow verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf Erfahrungen in Ostdeutschland. So sei der CDU-Politiker Dieter Althaus bereits 2004 mit 43 Prozent der Wählerstimmen zum thüringischen Ministerpräsidenten gewählt geworden.
Der Linken-Politiker warnte: „Bei einer weiteren Atomisierung des Parteiensystems könnten wie in Sachsen-Anhalt demnächst sogar 40 Prozent für das Ministerpräsidentenamt reichen.“ Der AfD helfe eine hohe Hürde, „weil sie ihr lästige Kleinparteien vom Hals hält“.
Der frühere Verfassungsgerichtspräsident Hans-Jürgen Papier hatte die Debatte angestoßen. Er bezeichnete die Fünf-Prozent-Hürde Anfang der Woche im „Tagesspiegel“ als „nicht mehr zeitgemäß“. Millionen Wählerstimmen würden dadurch unter den Tisch fallen. Der Jurist plädiert deshalb dafür, die Sperrklausel bei Bundestagswahlen von fünf auf drei Prozent abzusenken. Zustimmung dafür bekam er vor allem von Linken und AfD, aber auch vom sachsen-anhaltischen SPD-Spitzenkandidaten Armin Willingmann.
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Türmer und Schweitzer kritisieren SPD-Spitze
Nach Kritik aus der Basis in Nordrhein-Westfalen an der SPD-Führung hat auch der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer sich kritisch gegenüber der Parteiführung geäußert. Der versprochene Aufbruch sei ein Jahr nach der Bundestagswahl ausgeblieben, sagte er dem Nachrichtenportal „Politico“. Die Partei stehe heute „noch desaströser da“ als nach der historischen Wahlniederlage 2025, so Türmer. Die Bedenken gegen die Doppelrolle von Bärbel Bas und Lars Klingbeil, die sowohl Bundesminister als auch Parteivorsitzende sind, seien „eher gewachsen“.
Türmer sagte: „Revolutionen sind nicht vorhersehbar.“ Das könne ein schlechtes Ergebnis bei einer Landtagswahl sein oder eine weitere Kürzungsdebatte nach der Sommerpause. „Wie schnell die Stimmung in der SPD wieder anfangen kann zu brodeln“, hätten die Reformbeschlüsse gezeigt, so der Juso-Chef. Laut ihm verliert die Partei nicht nur die Arbeiter, sondern Stimmen in allen Berufsgruppen. Die Partei mache seit mehr als 20 Jahren „immer und immer wieder die gleichen Fehler“, sagte Türmer.
Türmer sagte: „Revolutionen sind nicht vorhersehbar.“ Das könne ein schlechtes Ergebnis bei einer Landtagswahl sein oder eine weitere Kürzungsdebatte nach der Sommerpause. „Wie schnell die Stimmung in der SPD wieder anfangen kann zu brodeln“, hätten die Reformbeschlüsse gezeigt, so der Juso-Chef. Laut ihm verliert die Partei nicht nur die Arbeiter, sondern Stimmen in allen Berufsgruppen. Die Partei mache seit mehr als 20 Jahren „immer und immer wieder die gleichen Fehler“, sagte Türmer.
Bas und Klingbeil im März im Willy-Brandt-Haus. dpa
Eine inhaltliche Erneuerung der SPD forderte auch der rheinland-pfälzische SPD-Fraktionschef und ehemalige Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Die Partei müsse wieder „spürbar machen, für wen sie Politik macht“. Schweitzer, dem Ambitionen auf den Parteivorsitz nachgesagt werden, sagte zudem, es reiche nicht aus, Regierungserfolge aufzuzählen. Menschen wählten die Sozialdemokraten nicht, „weil man ihnen vorrechnet, dass es sich lohnt“, erklärte er – sondern weil sie sich in der Partei wiedererkennen und „ihr zutrauen, für ihre Lebensrealität einzustehen“. Das Gegenteil dessen, was gebraucht werde, seien Streitereien in Regierungsparteien.
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Sebastian Gubernator
Hallervorden kritisiert bei CDU-Veranstaltung Merz und dessen „Kriegsminister“
Kanzler Friedrich Merz ist gerade nicht besonders beliebt, und so wundert es nicht, dass er in Bundesländern, in denen Wahlen anstehen, keine allzu große Bühne bekommt. Bemerkenswert ist aber, was am Mittwoch in Magdeburg geschah: Dort hat der Schauspieler und Kabarettist Dieter Hallervorden auf Einladung von Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) bei einer Wahlkampfveranstaltung ein Lied gesungen, in dem er die Verteidigungspolitik der Bundesregierung angriff – und den Kanzler. Ein Video von dem Auftritt kursiert jetzt in sozialen Netzwerken.
In dem Lied wendet sich Hallervorden zunächst an Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), den er „Kriegsminister“ nennt: „Sie haben meinen Sohn gebeten, im Krieg für Sie zu töten – marschieren Sie eigentlich selber mit?“ Später fügt Hallervorden an: „Am Ende geht’s um Kohle, das ist der größte Treiber.“ Im Hintergrund werden Aufnahmen von Merz und Pistorius vor Soldaten sowie von fallenden Bomben eingeblendet, außerdem ein Video einer Kundgebungsbühne, auf deren Banner steht: „Stoppt den Völkermord in Gaza!“ Zum Schluss macht Hallervorden den beiden Politikern eine Ansage: „Herr Pistorius, Herr Merz, wenn ihr glaubt, dass Krieg sich lohnt, kämpft doch da, wo keiner wohnt – kämpft gefälligst auf dem Mond!“
In dem Lied wendet sich Hallervorden zunächst an Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), den er „Kriegsminister“ nennt: „Sie haben meinen Sohn gebeten, im Krieg für Sie zu töten – marschieren Sie eigentlich selber mit?“ Später fügt Hallervorden an: „Am Ende geht’s um Kohle, das ist der größte Treiber.“ Im Hintergrund werden Aufnahmen von Merz und Pistorius vor Soldaten sowie von fallenden Bomben eingeblendet, außerdem ein Video einer Kundgebungsbühne, auf deren Banner steht: „Stoppt den Völkermord in Gaza!“ Zum Schluss macht Hallervorden den beiden Politikern eine Ansage: „Herr Pistorius, Herr Merz, wenn ihr glaubt, dass Krieg sich lohnt, kämpft doch da, wo keiner wohnt – kämpft gefälligst auf dem Mond!“
„Focus Online“ zufolge stellte die Moderatorin der Veranstaltung, die CDU-Influencerin Clara von Nathusius, nach dem Lied auf der Bühne klar: „Das ist nicht die Parteilinie.“ Ministerpräsident Schulze sagte dem Magazin mit Blick auf Hallervorden: „Natürlich sind wir nicht bei jedem Thema einer Meinung.“ Er habe Hallervorden aber „nicht reinreden“ wollen. Einiges an dem Abend sei „schon ein bisschen an der Grenze dessen, was man in der CDU wahrscheinlich erwarten könnte auf so einer Bühne“, so Schulze. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Kunst braucht Freiheit“. Die CDU Sachsen-Anhalt teilte auf F.A.Z.-Anfrage mit, der Termin sei „bewusst als Gesprächsformat angelegt“ gewesen. Schulze habe „mehrfach sehr deutlich gemacht, dass er in einzelnen Fragen andere Positionen vertritt“.
Die CDU-Politikerin Serap Güler teilte das Video von Hallervordens Auftritt auf der Plattform X und kommentierte: „Es ist nur ein Ausschnitt – ein extrem verstörender. Als ,Wessi‘ will ich keine Ratschläge geben, wie man im Osten Wahlkampf in einer extrem schwierigen Lage macht. Als Christdemokratin bin ich allerdings der Überzeugung, dass diese Art in jeder Himmelsrichtung die falsche ist.“
Die CDU-Politikerin Serap Güler teilte das Video von Hallervordens Auftritt auf der Plattform X und kommentierte: „Es ist nur ein Ausschnitt – ein extrem verstörender. Als ,Wessi‘ will ich keine Ratschläge geben, wie man im Osten Wahlkampf in einer extrem schwierigen Lage macht. Als Christdemokratin bin ich allerdings der Überzeugung, dass diese Art in jeder Himmelsrichtung die falsche ist.“
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Unionsfraktion weist Vorschlag ostdeutscher Ministerpräsidenten zurück
Die Forderung der ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten nach einer Beibehaltung des früheren Renteneintritts für langjährig Versicherte stößt auf Widerspruch in der Bundes-CDU. „Am Grundsatz der Abschaffung der Rente nach 45 Beitragsjahren darf nicht gerüttelt werden“, sagte Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) der „Rheinischen Post“ nach Angaben vom Freitag. Die Forderung nach Abschaffung sei Teil des „sehr ausgewogenen Gesamtpakets“ der Rentenkommission, das in Gänze umgesetzt werden müsse.
Was die Ministerpräsidenten fordern lesen Sie hier:
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Zahl der Abschiebungen gesunken
In der ersten Hälfte des laufenden Jahres sind weniger Migranten in ihre Heimatländer abgeschoben worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Bundesinnenministerium bezifferte die Zahl der Abschiebungen von Jahresbeginn bis Ende Juni auf insgesamt 9663; im ersten Halbjahr 2025 waren es noch 11.807 gewesen. Das CSU-geführte Ministerium nannte die Zahlen in der Antwort auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Leif-Erik Holm, die der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag.
In den vergangenen Jahren war die Zahl der Abschiebungen gestiegen. 2025 wurden laut Innenministerium knapp 22.800 Menschen abgeschoben – dies war ein Höchststand. Im Jahr 2024 waren es knapp 20.100 Menschen, im Jahr davor rund 16.400, und 2022 knapp 13.000 Menschen. Beim Amtsantritt im vergangenen Jahr hatte die Bundesregierung eine Rückführungs-Offensive sowie mehr Abschiebungen angekündigt.
In den vergangenen Jahren war die Zahl der Abschiebungen gestiegen. 2025 wurden laut Innenministerium knapp 22.800 Menschen abgeschoben – dies war ein Höchststand. Im Jahr 2024 waren es knapp 20.100 Menschen, im Jahr davor rund 16.400, und 2022 knapp 13.000 Menschen. Beim Amtsantritt im vergangenen Jahr hatte die Bundesregierung eine Rückführungs-Offensive sowie mehr Abschiebungen angekündigt.
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Reul: Möglichkeiten abwägen, Gefährder abzuschieben
Nach dem islamistisch motivierten Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin fordert Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul mehr Durchgriff im Umgang mit sogenannten Gefährdern. „Das kann so nicht weitergehen“, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Wenn Anklage gegen einen Gefährder erhoben werde, „kann man sich eigentlich nicht erlauben, ihn auf freien Fuß zu setzen“, betonte Reul. Auch die Abläufe in solchen Verfahren müssten beschleunigt werden.
Man müsse auch Möglichkeiten abwägen, Gefährder abzuschieben, bevor sie Straftaten begehen, sagte Reul. „Wenn einer wirklich zu gefährlich für unsere Gesellschaft ist, muss man nachdenken, ob man da auch nicht einen Weg findet zu sagen: Dann geh doch dahin, wo du deinen Krieg führen willst.“
Was ist die aktuelle Rechtslage zu Gefährdern? Das lesen Sie hier.
Reul äußerte sich auch zu der Kritik an der Kommunikation von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): „Ich kann es schwer ertragen, wie wir miteinander reden.“ Es sei kein guter Zeitpunkt für Streitereien, während die AfD an Zustimmung gewinne und sich Menschen von der Politik abwendeten. „Wir müssen liefern und nicht streiten.“
Was ist die aktuelle Rechtslage zu Gefährdern? Das lesen Sie hier.
Reul äußerte sich auch zu der Kritik an der Kommunikation von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): „Ich kann es schwer ertragen, wie wir miteinander reden.“ Es sei kein guter Zeitpunkt für Streitereien, während die AfD an Zustimmung gewinne und sich Menschen von der Politik abwendeten. „Wir müssen liefern und nicht streiten.“
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Forderungen an die Bundesregierung für besseren Hitzeschutz
Die hohen Temperaturen lassen Forderungen nach einem besseren Hitzeschutz für die Menschen in Deutschland lauter werden. Der Deutsche Städtetag lenkte den Fokus auf die Finanzierung und eine Beteiligung des Bundes daran. Für den notwendigen Umbau der Städte brauche es viele Milliarden Euro, die die Kommunen allein nicht aufbringen könnten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetages, Christian Schuchardt, am Freitag im „Morgenmagazin“ der ARD. Die Klima-Allianz Deutschland erklärte, die Bundesregierung müsse jetzt handeln und auf einem Hitzegipfel konkrete Maßnahmen auf den Weg bringen.
Hitzeschutz und Klimaanpassung müssten als sogenannte Gemeinschaftsaufgabe eingestuft werden, wie es beispielsweise beim Küstenschutz der Fall sei, forderte Schuchardt. Eine Gemeinschaftsaufgabe in den Beziehungen von Bund, Ländern und Kommunen zeichnet sich durch eine gemischte Finanzierung aus, da sich der Bund an einem Teil der Kosten beteiligt für Maßnahmen, die eigentlich in den Zuständigkeitsbereich der Länder und Gemeinden fallen.
Hitzeschutz und Klimaanpassung müssten als sogenannte Gemeinschaftsaufgabe eingestuft werden, wie es beispielsweise beim Küstenschutz der Fall sei, forderte Schuchardt. Eine Gemeinschaftsaufgabe in den Beziehungen von Bund, Ländern und Kommunen zeichnet sich durch eine gemischte Finanzierung aus, da sich der Bund an einem Teil der Kosten beteiligt für Maßnahmen, die eigentlich in den Zuständigkeitsbereich der Länder und Gemeinden fallen.
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Neue CDU-Generalsekretärin verteidigt Merz
Die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann sieht keine Gefahr für die Kanzlerschaft von Friedrich Merz im Fall eines schlechten Abschneidens der CDU bei den Landtagswahlen im Herbst. Auf die Frage, ob sich Merz als Parteichef und Kanzler in einem solchen Fall halten könne, entgegnete Hoppermann im Interview mit den Funke-Zeitungen vom Freitag: „Das steht überhaupt nicht zur Debatte. Das sind auch völlig unterschiedlich gelagerte Wahlen.“ Merz sei in der Regierungsverantwortung für Gesamtdeutschland. „Daran ändert sich durch die Landtagswahlen nichts“, sagte Hoppermann.
Die Generalsekretärin verwies auf die landesspezifischen Besonderheiten der drei Urnengänge im September. In Sachsen-Anhalt gehe es darum, eine gesichert rechtsextreme Partei von der Regierung abzuhalten. In Berlin gehe es darum, eine linksgeführte Landesregierung zu verhindern. Und in Mecklenburg-Vorpommern sei das Ziel der CDU, die Partei der Mitte zu bleiben.
Die Generalsekretärin verteidigte den in Teilen der Partei umstrittenen Stil von Bundeskanzler Merz. „Friedrich Merz kommuniziert direkt und authentisch – all das, was man bei seinem Vorgänger immer vermisst hat“, sagte sie. „Gleichzeitig ist er im persönlichen Kontakt sehr aufmerksam, hört intensiv zu und interessiert sich für sein Gegenüber."
Die Generalsekretärin verwies auf die landesspezifischen Besonderheiten der drei Urnengänge im September. In Sachsen-Anhalt gehe es darum, eine gesichert rechtsextreme Partei von der Regierung abzuhalten. In Berlin gehe es darum, eine linksgeführte Landesregierung zu verhindern. Und in Mecklenburg-Vorpommern sei das Ziel der CDU, die Partei der Mitte zu bleiben.
Die Generalsekretärin verteidigte den in Teilen der Partei umstrittenen Stil von Bundeskanzler Merz. „Friedrich Merz kommuniziert direkt und authentisch – all das, was man bei seinem Vorgänger immer vermisst hat“, sagte sie. „Gleichzeitig ist er im persönlichen Kontakt sehr aufmerksam, hört intensiv zu und interessiert sich für sein Gegenüber."
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Klaus Bardenhagen
Kretschmer droht mit Stopp von Renten- und Pflegereform im Bundesrat
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat mit einem Stopp der von der Bundesregierung geplanten Renten- und Pflegereform im Bundesrat gedroht. „Ohne Veränderungen werden wir bei der Renten- und der Pflegereform im Bundesrat nicht zustimmen können“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Und wenn andere Länder auch nicht zustimmen, dann gibt es diese Renten- und Pflegereform nicht.“
Insbesondere die Rentenreform gilt als Schlüsselvorhaben der CDU-geführten Bundesregierung. Regierungsmitglieder von Union und SPD haben bereits zugesagt, die von einer Expertenkommission ausgearbeitete Reform vollständig umzusetzen. Die parlamentarische Beratung und Verabschiedung soll nach der Sommerpause starten.
In den CDU-regierten Ländern in Ostdeutschland baut sich der Widerstand auf. Mehr dazu lesen Sie hier.
Insbesondere die Rentenreform gilt als Schlüsselvorhaben der CDU-geführten Bundesregierung. Regierungsmitglieder von Union und SPD haben bereits zugesagt, die von einer Expertenkommission ausgearbeitete Reform vollständig umzusetzen. Die parlamentarische Beratung und Verabschiedung soll nach der Sommerpause starten.
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Klaus Bardenhagen
Weiterer Widerstand in CDU gegen Kernpunkt der Rentenreform
In der CDU wächst der Widerstand gegen die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. „Wer 45 Jahre gearbeitet, Verantwortung übernommen und seinen Beitrag geleistet hat, verdient Respekt und Verlässlichkeit“, sagte der Chef des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Niemand dürfe das Gefühl haben, dass seine Lebensleistung unter die Räder kommt.
Radtke stellte sich damit hinter die drei CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze aus Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer aus Sachsen und Mario Voigt aus Thüringen. Diese begründeten ihre Forderung, an der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren festzuhalten, mit der besonderen Situation der Menschen in Ostdeutschland. „Die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren hat in unseren Ländern besonderes Gewicht, weil verhältnismäßig viele Menschen diese Anzahl an Beitragsjahren tatsächlich erreichen“, erklärten sie.
Radtke stellte sich damit hinter die drei CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze aus Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer aus Sachsen und Mario Voigt aus Thüringen. Diese begründeten ihre Forderung, an der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren festzuhalten, mit der besonderen Situation der Menschen in Ostdeutschland. „Die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren hat in unseren Ländern besonderes Gewicht, weil verhältnismäßig viele Menschen diese Anzahl an Beitragsjahren tatsächlich erreichen“, erklärten sie.
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Klaus Bardenhagen
Kretschmer bekräftigt: keine Zusammenarbeit mit der AfD
Nach Kritik an seiner Äußerung zur Brandmauer hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer seine grundsätzliche Ablehnung der AfD bekräftigt. Der CDU-Politiker sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
„Es wird und kann mit der AfD als gesichert rechtsextremer Partei keine Koalition oder Zusammenarbeit geben. Aber natürlich haben AfD-Abgeordnete parlamentarische Rechte.“
Sie könnten Anträge stellen und einige stünden Ausschüssen im Landtag vor. „Es wird jeden Tag mit ihnen gesprochen und gerungen.“
Kretschmer hatte jüngst mit einer Interview-Äußerung im „Handelsblatt“ eine Debatte ausgelöst. „Wer noch über Brandmauern redet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir müssen mit jedem reden, der reden will“, sagte er der Zeitung. Der Begriff Brandmauer steht für die Haltung, nicht mit der AfD zu kooperieren.
Der Begriff nutze der AfD mehr, als er ihr schade, bekräftigte Kretschmer nun. „Das wollte ich mit diesem Satz verdeutlichen.“ Er kritisierte: Es werde viel mehr über den Umgang mit der AfD gesprochen statt darüber, warum sie gewählt wird.
Kretschmer hatte jüngst mit einer Interview-Äußerung im „Handelsblatt“ eine Debatte ausgelöst. „Wer noch über Brandmauern redet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir müssen mit jedem reden, der reden will“, sagte er der Zeitung. Der Begriff Brandmauer steht für die Haltung, nicht mit der AfD zu kooperieren.
Der Begriff nutze der AfD mehr, als er ihr schade, bekräftigte Kretschmer nun. „Das wollte ich mit diesem Satz verdeutlichen.“ Er kritisierte: Es werde viel mehr über den Umgang mit der AfD gesprochen statt darüber, warum sie gewählt wird.
„Ich erlebe eine naive Hoffnung, dass diese Entwicklung einfach so wieder verschwindet. Gerade in den westdeutschen Bundesländern glauben viele, das sei nicht ihr Problem. Dabei ist die Realität doch längst auch dort angekommen.“
Es brauche ein gemeinsames Verständnis dafür, was die Gründe für die Frustration sind.
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Weidel für Streichung der Fünf-Prozent-Hürde
Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel befürwortet eine Streichung der Fünf-Prozent-Hürde bei Bundestags- und Landtagswahlen. „Grundsätzlich ist es ein gravierender Mangel und eine Verzerrung des demokratischen Wettbewerbs, wenn große Anteile der Wählerstimmen durch eine Sperrklausel faktisch entwertet werden und das Prinzip der Wahlrechtsgleichheit dadurch ausgehebelt wird“, sagte Weidel dem „Tagesspiegel“.
Auch eine Absenkung auf eine Drei-Prozent-Hürde hält Weidel nicht für zielführend. „Ehrlicher“ wäre es, die Sperrklausel „gleich ganz abzuschaffen“, sagte sie. Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann und der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hatten sich für eine Senkung der Hürde ausgesprochen.
Auch eine Absenkung auf eine Drei-Prozent-Hürde hält Weidel nicht für zielführend. „Ehrlicher“ wäre es, die Sperrklausel „gleich ganz abzuschaffen“, sagte sie. Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann und der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hatten sich für eine Senkung der Hürde ausgesprochen.
Alice Weidel Anfang Juli im Bundestag. Reuters
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Union gegen Anpassungen bei der Fünf-Prozent-Hürde
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Krings, weist Forderungen nach einer Senkung der Fünf-Prozent-Hürde bei Wahlen zurück. „Wir sollten die Finger davon lassen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Gerade in unseren Zeiten brauchen wir mehr und nicht weniger Stabilität in der parlamentarischen Arbeit. Durch ein Absenken der bewährten Fünf-Prozent-Hürde würden ohnehin schon schwierige Regierungsbildungen noch schwerer werden. Außerdem könnte das ein Anreiz für Parteiabspaltungen und Parteineugründungen sein.“
Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann und der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hatten sich für eine Senkung ausgesprochen. Eine Senkung der Hürde bedürfte im Bund einer Änderung des Grundgesetzes, wofür im Bundestag eine Zweidrittelmehrheit nötig wäre.
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