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Montag, 6. April 2026
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Serbien - Sprengstofffund an Gas-Pipeline nach Ungarn wird zum Politikum

Medienspektrum

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5. April
FAZ (Politik)

Angeblicher Sprgenstofffund: Ungarn verdächtigt die Ukraine der Sabotage

Angeblicher Sprgenstofffund : Ungarn verdächtigt die Ukraine der Sabotage Kurz vor der Wahl in Ungarn berichtet Serbien von Sprengstofffunden an der Balkan-Stream-Pipeline. Ungarns Ministerpräsident Orbán spricht von Sabotage – die Opposition hingegen von „wahlkampftaktischer Panikmache“. Nachdem Serbien den Fund von Sprengstoff an einer Gas-Pipeline nach Ungarn gemeldet hat, richtet der ungarische Regierungschef Viktor Orbán den Verdacht auf die Ukraine. Orbán und sein Außenminister ließen nach einer Sondersitzung des nationalen Verteidigungsrats in Budapest durchblicken, dass sie die Ukraine verdächtigen, einen Sabotageakt an dieser Pipeline geplant zu haben. Die ungarische Opposition hatte Orbán dagegen bereits zuvor Panikmache aus wahlkampftaktischen Gründen vorgeworfen. Bei der Parlamentswahl am kommenden Sonntag muss Orbán um die Macht zittern. Nach Angaben des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić wurden an der Gas-Pipeline Balkan Stream nach Ungarn „Sprengstoff in verheerender Kraft“ sowie die dazugehörigen Zündschnüre gefunden. Die Pipeline bringt russisches Erdgas von der Türkei über Bulgarien und Serbien nach Ungarn. Vučić und Orbán sprachen telefonisch über den Fall, wie beide bestätigten. Zu dem Fund sei es an einer Pumpstation nahe der ungarischen Grenze bei der serbischen Ortschaft Velebit gekommen, teilte Vučić mit. Ungarn wiederholt Vorwürfe gegen Ukraine Orbán kämpft seit Monaten hauptsächlich mit Kritik an der Ukraine und an den EU-Hilfen für das vom russischen Angriffskrieg heimgesuchte Land um Wählerstimmen. Er sprach nun nicht explizit davon, dass er Kiew hinter dem Pipeline-Vorfall vermutet – wiederholte nach der Sitzung zu dem Thema aber bekannte Vorwürfe gegen Kiew. Sein Außenminister Peter Szijjarto erklärte zudem, der Sprengstoff-Fund an der Pipeline in Serbien füge sich ein in die sonstigen von Orbán der Ukraine zur Last gelegten Aktionen. „Die Ukraine arbeitet seit Jahren daran, Europa von der Gasversorgung (aus Russland) abzuschneiden“, sagte Orbán in einer Video-Ansprache bei Facebook. Die Ukrainer hätten bereits die Nord-Stream-Pipeline zerstört und blockierten die Erdöl-Zufuhr aus Russland nach Ungarn über die durch die Ukraine führende Druschba-Pipeline. Zudem greife die ukrainische Armee ständig den auf russischem Territorium befindlichen Teil der Gas-Pipeline Turkstream an. Der Ungarn versorgende Balkan Stream ist die Fortsetzung von Turkstream. Orbán wirft Kiew schon länger vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Pipeline aus politischen Gründen zu verhindern. Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück und betont, die Pipeline sei wegen der Auswirkungen russischer Luftangriffe derzeit nicht nutzbar. Für die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines von Russland nach Deutschland wurde bislang niemand zur Rechenschaft gezogen, als mutmaßlicher Drahtzieher sitzt ein Ukrainer in Deutschland in Untersuchungshaft. Ungarn werde nun die militärische Bewachung des auf ungarischem Territorium befindlichen Abschnitts der Balkan Stream verstärken, sagte Orbán weiter. Diese Pipeline sei für Ungarn „lebenswichtig“, da sie 60 Prozent des benötigten Erdgasbedarfs liefere. Opposition wittert Wahlkampf-Trick hinter Pipeline-Vorfall Am kommenden Sonntag steht in Ungarn die Parlamentswahl an, die Orbáns Partei Fidesz laut Umfragen verlieren könnte. Der Oppositionsführer und Spitzenkandidat der Partei Tisza, Peter Magyar, warf Orbán vor, über das Thema eines angeblich geplanten Anschlags auf die Pipeline aus wahlkampftaktischen Gründen Panik schüren zu wollen. Bereits seit Wochen habe er Signale bekommen, dass Aktionen „unter falscher Flagge“ in diese Richtung geplant seien, schrieb Oppositionsführer Magyar bei Facebook. Mehrfach habe man gehört, dass „zufällig“ eine Woche vor der Wahl, etwa an Ostern, an dieser Pipeline etwas passieren werde. „Außerdem rufe ich Viktor Orbán dazu auf, (wenigstens während der Feiertage) mit der Panikmache und mit dem Stiften von Verwirrung aufzuhören, die russische Berater geplant haben“, schrieb Magyar weiter. Sollte Orbán den Vorfall für Wahlkampfpropaganda nutzen, käme dies einem Eingeständnis dafür gleich, dass dies eine Aktion „unter falscher Flagge“ sei. Serbiens Militärgeheimdienst äußert sich zu Ermittlungen Der Direktor des serbischen Militär-Geheimdienstes trat Vorwürfen entgegen, die serbische Armee könnte an einer Aktion unter falscher Flagge beteiligt sein, um die Ukraine der Sabotage beschuldigen zu können. Djuro Jovanic sprach von Desinformation, wie serbische Medien berichteten. Es gebe Hinweise darauf, dass der Sprengstoff in den USA hergestellt worden sei. Ein militärisch ausgebildetes „Mitglied einer Migrantengruppe“ habe einen Anschlag auf die Pipeline geplant, man fahnde nach dieser Person, sagte Jovanic weiter.

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5. April
Die Welt (Politik)

Sprengstoff an Gas-Pipeline nach Ungarn entdeckt, Oppositionspolitiker warnt vor Wahlkampftaktik

Sprengstoff an Gas-Pipeline nach Ungarn entdeckt, Oppositionspolitiker warnt vor Wahlkampftaktik Ein Sprengstofffund an einer Gas-Pipeline zwischen Serbien und Ungarn sorgt für Aufsehen. Während Aleksandar Vucic und Viktor Orbán von einer ernsthaften Bedrohung sprechen, äußert Oppositionspolitiker Magyar Zweifel und warnt vor einer möglichen Instrumentalisierung im Wahlkampf. In Serbien sind nach Angaben von Präsident Aleksandar Vucic an einer Gas-Pipeline nach Ungarn „Sprengstoff in verheerender Kraft“ sowie die dazugehörigen Zündschnüre gefunden worden. Er habe darüber bereits telefonisch mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán gesprochen, teilte Vucic auf Instagram mit. Orbán bestätigte das Telefonat mit Vucic und kündigte für Sonntagnachmittag eine Krisensitzung des Verteidigungsrats seines Landes an. Nach der Sitzung richtete Orbán den Verdacht auf die Ukraine. Orbán und sein Außenminister ließen durchblicken, dass sie die Ukraine verdächtigen, einen Sabotage-Akt an dieser Pipeline geplant zu haben. Die Ermittlungen zu dem Sprengstoff-Fund würden andauern, hatten Vucic und Orbán zuvor erklärt, die seit langem gute Beziehungen pflegen. In einer Woche, am 12. April, steht in Ungarn die Parlamentswahl an, die Orbáns Partei Fidesz laut Umfragen verlieren könnte. Oppositionsführer und Spitzenkandidat der Partei Tisza, Peter Magyar, warf Orbán vor, über das Thema eines angeblich geplanten Anschlags auf die Pipeline aus wahlkampftaktischen Gründen Panik schüren zu wollen. Bereits seit Wochen habe er Signale bekommen, dass Aktionen „unter falscher Flagge“ in diese Richtung geplant seien, schrieb Magyar bei Facebook. Mehrfach habe man gehört, dass „zufällig“ eine Woche vor der Wahl, etwa an Ostern, an dieser Pipeline etwas passieren werde. „Außerdem rufe ich Viktor Orbán dazu auf, (wenigstens während der Feiertage) mit der Panikmache und mit dem Stiften von Verwirrung aufzuhören, die russische Berater geplant haben“, schrieb Magyar weiter. Serbiens Präsident Vucic erklärte, man habe den Sprengstoff nahe der Ortschaft Velebit an der ungarischen Grenze an einer Pumpstation der Pipeline Balkan Stream gefunden. Die Pipeline transportiert russisches Erdgas von der Türkei über Bulgarien, Serbien und Ungarn. Viktor Orbán hatte die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Energieinfrastruktur des Landes im Februar verschärft. Seine Partei versucht, Oppositionspolitiker Magyar in die Nähe von Brüssel und der Ukraine zu rücken. Eine Stimme für Tisza bedeute eine Stimme für Panzer und Krieg, lautet die Argumentation. Darüber hinaus streitet Orbán derzeit mit der Regierung in Kiew über einen Stopp von Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline, die teils über ukrainischem Territorium verläuft.

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5. April
Handelsblatt

Kurz vor Ungarn-Wahl: Sprengstoff an Pipeline: Ungarn lenkt Verdacht auf Ukraine

Kurz vor Ungarn-Wahl: Sprengstoff an Pipeline: Ungarn lenkt Verdacht auf Ukraine Belgrad/Budapest. Nachdem Serbien den Fund von Sprengstoff an einer Gas-Pipeline nach Ungarn gemeldet hat, richtet der ungarische Regierungschef Viktor Orban den Verdacht auf die Ukraine. Orban und sein Außenminister ließen nach einer Sondersitzung des nationalen Verteidigungsrats in Budapest durchblicken, dass sie die Ukraine verdächtigen, einen Sabotage-Akt an dieser Pipeline geplant zu haben. Die ungarische Opposition hatte Orban dagegen bereits zuvor Panikmache aus wahlkampftaktischen Gründen vorgeworfen. Bei der Parlamentswahl am kommenden Sonntag muss Orban um die Macht zittern. Nach Angaben des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic wurden an der Gas-Pipeline Balkan Stream nach Ungarn „Sprengstoff in verheerender Kraft“ sowie die dazugehörigen Zündschnüre gefunden. Die Pipeline bringt russisches Erdgas von der Türkei über Bulgarien und Serbien nach Ungarn. Vucic und Orban sprachen telefonisch über den Fall, wie beide bestätigten. Zu dem Fund sei es an einer Pumpstation nahe der ungarischen Grenze bei der serbischen Ortschaft Velebit gekommen, teilte Vucic mit. Ungarn wiederholt Vorwürfe gegen Ukraine Orban kämpft seit Monaten hauptsächlich mit Kritik an der Ukraine und an den EU-Hilfen für das vom russischen Angriffskrieg heimgesuchte Land um Wählerstimmen. Er sprach nun nicht explizit davon, dass er Kiew hinter dem Pipeline-Vorfall vermutet - wiederholte nach der Sitzung zu dem Thema aber bekannte Vorwürfe gegen Kiew. Sein Außenminister Peter Szijjarto erklärte zudem, der Sprengstoff-Fund an der Pipeline in Serbien füge sich ein in die sonstigen von Orban der Ukraine zur Last gelegten Aktionen. „Die Ukraine arbeitet seit Jahren daran, Europa von der Gasversorgung (aus Russland) abzuschneiden“, sagte Orban in einer Video-Ansprache bei Facebook Orban wirft Kiew schon länger vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Pipeline aus politischen Gründen zu verhindern. Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück und betont, die Pipeline sei wegen der Auswirkungen russischer Luftangriffe derzeit nicht nutzbar. Für die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines von Russland nach Deutschland wurde bislang niemand zur Rechenschaft gezogen, als mutmaßlicher Drahtzieher sitzt ein Ukrainer in Deutschland in Untersuchungshaft. Ungarn werde nun die militärische Bewachung des auf ungarischem Territorium befindlichen Abschnitts der Balkan Stream verstärken, sagte Orban weiter. Diese Pipeline sei für Ungarn „lebenswichtig“, da sie 60 Prozent des benötigten Erdgasbedarfs liefere. Opposition wittert Wahlkampf-Trick hinter Pipeline-Vorfall Am kommenden Sonntag steht in Ungarn die Parlamentswahl an, die Orbans Partei Fidesz laut Umfragen verlieren könnte. Der Oppositionsführer und Spitzenkandidat der Partei Tisza, Peter Magyar, warf Orban vor, über das Thema eines angeblich geplanten Anschlags auf die Pipeline aus wahlkampftaktischen Gründen Panik schüren zu wollen. Bereits seit Wochen habe er Signale bekommen, dass Aktionen „unter falscher Flagge“ in diese Richtung geplant seien, schrieb Oppositionsführer Magyar bei Facebook. Mehrfach habe man gehört, dass „zufällig“ eine Woche vor der Wahl, etwa an Ostern, an dieser Pipeline etwas passieren werde. „Außerdem rufe ich Viktor Orban dazu auf, (wenigstens während der Feiertage) mit der Panikmache und mit dem Stiften von Verwirrung aufzuhören, die russische Berater geplant haben“, schrieb Magyar weiter. Sollte Orban den Vorfall für Wahlkampfpropaganda nutzen, käme dies einem Eingeständnis dafür gleich, dass dies eine Aktion „unter falscher Flagge“ sei. Serbiens Militärgeheimdienst äußert sich zu Ermittlungen Der Direktor des serbischen Militär-Geheimdienstes trat Vorwürfen entgegen, die serbische Armee könnte an einer Aktion unter falscher Flagge beteiligt sein, um die Ukraine der Sabotage beschuldigen zu können. Djuro Jovanic sprach von Desinformation, wie serbische Medien berichteten. Es gebe Hinweise darauf, dass der Sprengstoff in den USA hergestellt worden sei. Ein militärisch ausgebildetes „Mitglied einer Migrantengruppe“ habe einen Anschlag auf die Pipeline geplant, man fahnde nach dieser Person, sagte Jovanic weiter.

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6. April
Wirtschaftswoche

Ungarn-Wahl: Ungarn lenkt Verdacht auf Ukraine nach Sprengstofffund an Pipeline

Ungarn-Wahl: Ungarn lenkt Verdacht auf Ukraine nach Sprengstofffund an Pipeline Nachdem Serbien den Fund von Sprengstoff an einer Gas-Pipeline nach Ungarn gemeldet hat, richtet der ungarische Regierungschef Viktor Orban den Verdacht auf die Ukraine. Orban und sein Außenminister ließen nach einer Sondersitzung des nationalen Verteidigungsrats in Budapest durchblicken, dass sie die Ukraine verdächtigen, einen Sabotageakt an dieser Pipeline geplant zu haben. Die ungarische Opposition hatte Orban dagegen bereits zuvor Panikmache aus wahlkampftaktischen Gründen vorgeworfen. Bei der Parlamentswahl am kommenden Sonntag muss Orban um die Macht zittern. Nach Angaben des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic wurden an der Gas-Pipeline Balkan Stream nach Ungarn „Sprengstoff in verheerender Kraft“ sowie die dazugehörigen Zündschnüre gefunden. Die Pipeline bringt russisches Erdgas von der Türkei über Bulgarien und Serbien nach Ungarn. Vucic und Orban sprachen telefonisch über den Fall, wie beide bestätigten. Zu dem Fund sei es an einer Pumpstation nahe der ungarischen Grenze bei der serbischen Ortschaft Velebit gekommen, teilte Vucic mit. Ungarn wiederholt Vorwürfe gegen Ukraine Orban kämpft seit Monaten hauptsächlich mit Kritik an der Ukraine und an den EU-Hilfen für das vom russischen Angriffskrieg heimgesuchte Land um Wählerstimmen. Er sprach nun nicht explizit davon, dass er Kiew hinter dem Pipeline-Vorfall vermutet – wiederholte nach der Sitzung zu dem Thema aber bekannte Vorwürfe gegen Kiew. Sein Außenminister Peter Szijjarto erklärte zudem, der Sprengstofffund an der Pipeline in Serbien füge sich ein in die sonstigen von Orban der Ukraine zur Last gelegten Aktionen. „Die Ukraine arbeitet seit Jahren daran, Europa von der Gasversorgung (aus Russland) abzuschneiden“, sagte Orban in einer Video-Ansprache bei Facebook Orban wirft Kiew schon länger vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Pipeline aus politischen Gründen zu verhindern. Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück und betont, die Pipeline sei wegen der Auswirkungen russischer Luftangriffe derzeit nicht nutzbar. Für die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines von Russland nach Deutschland wurde bislang niemand zur Rechenschaft gezogen, als mutmaßlicher Drahtzieher sitzt ein Ukrainer in Deutschland in Untersuchungshaft. Ungarn werde nun die militärische Bewachung des auf ungarischem Territorium befindlichen Abschnitts der Balkan Stream verstärken, sagte Orban weiter. Diese Pipeline sei für Ungarn „lebenswichtig“, da sie 60 Prozent des benötigten Erdgasbedarfs liefere. Opposition wittert Wahlkampf-Trick Am kommenden Sonntag steht in Ungarn die Parlamentswahl an, die Orbans Partei Fidesz laut Umfragen verlieren könnte. Der Oppositionsführer und Spitzenkandidat der Partei Tisza, Peter Magyar, warf Orban vor, über das Thema eines angeblich geplanten Anschlags auf die Pipeline aus wahlkampftaktischen Gründen Panik schüren zu wollen. Bereits seit Wochen habe er Signale bekommen, dass Aktionen „unter falscher Flagge“ in diese Richtung geplant seien, schrieb Oppositionsführer Magyar bei Facebook. Mehrfach habe man gehört, dass „zufällig“ eine Woche vor der Wahl, etwa an Ostern, an dieser Pipeline etwas passieren werde. „Außerdem rufe ich Viktor Orban dazu auf, (wenigstens während der Feiertage) mit der Panikmache und mit dem Stiften von Verwirrung aufzuhören, die russische Berater geplant haben“, schrieb Magyar weiter. Sollte Orban den Vorfall für Wahlkampfpropaganda nutzen, käme dies einem Eingeständnis dafür gleich, dass dies eine Aktion „unter falscher Flagge“ sei. Serbiens Militärgeheimdienst äußert sich Der Direktor des serbischen Militärgeheimdienstes trat Vorwürfen entgegen, die serbische Armee könnte an einer Aktion unter falscher Flagge beteiligt sein, um die Ukraine der Sabotage beschuldigen zu können. Djuro Jovanic sprach von Desinformation, wie serbische Medien berichteten. Es gebe Hinweise darauf, dass der Sprengstoff in den USA hergestellt worden sei. Ein militärisch ausgebildetes „Mitglied einer Migrantengruppe“ habe einen Anschlag auf die Pipeline geplant, man fahnde nach dieser Person, sagte Jovanic weiter.

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6. April
Die Zeit (Politik)

Sabotagevorwurf: Serbien meldet Sprengstofffund an Gaspipeline nach Ungarn

Nach Angaben des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić sind zwei Rucksäcke mit Sprengstoff in der Nähe einer nach Ungarn führenden Gaspipeline gefunden worden. Die Rucksäcke, die "zwei große Pakete Sprengstoff mit Zündern" enthielten, seien von der Polizei und Armee entdeckt worden, erklärte Vučić. Der ungarische Oppositionspolitiker Péter Magyar sprach von einer mutmaßlichen "Aktion unter falscher Flagge" kurz vor der ungarischen Parlamentswahl. Vučić erklärte, die Rucksäcke seien "wenige Hundert Meter von der Gaspipeline entfernt" in der nordserbischen Stadt Kanjiža gefunden worden. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán richtet den Verdacht auf die Ukraine. Er und sein Außenminister ließen nach einer Sondersitzung des nationalen Verteidigungsrats in Budapest durchblicken, dass sie die Ukraine verdächtigten, einen Sabotageakt an dieser Pipeline geplant zu haben. Opposition zeigt sich skeptisch Die ungarische Opposition hatte Orbán dagegen bereits zuvor Panikmache aus wahlkampftaktischen Gründen vorgeworfen. Vučić ist ein Verbündeter des Rechtspopulisten Orbán, dessen Partei Fidesz in Umfragen vor der Wahl am 12. April deutlich hinter der Tisza-Partei von Magyar liegt. Nach 16 Jahren könnte Orbán damit aus dem Amt gedrängt werden. Magyar zeigte sich im Onlinedienst X skeptisch angesichts des mutmaßlichen Funds. "Seit Wochen erhalten wir aus mehreren Quellen Warnungen, dass Orbán – angeblich mit serbischer und russischer Unterstützung – planen könnte, eine weitere Grenze zu überschreiten." Es habe Andeutungen gegeben, "dass über Ostern in Serbien möglicherweise 'zufällig' etwas passieren könnte, möglicherweise unter Beteiligung einer Gaspipeline". Über die betroffene Pipeline Balkan Stream gelangt russisches Gas über Serbien nach Ungarn. Die Pipeline sei Teil der "kritischen Gasinfrastruktur", erklärte Orbán. Der EU-Beitrittskandidat Serbien ist stark von russischem Gas abhängig. Auch Ungarn ist auf importiertes Öl und Gas aus Russland angewiesen. In den vergangenen Wochen hat Orbán der ukrainischen Regierung wiederholt vorgeworfen, Reparaturen an einer beschädigten Pipeline durch die Ukraine absichtlich zu verzögern, wodurch der Fluss russisches Öls nach Ungarn und in die Slowakei erheblich eingeschränkt wurde. Wegen des Streits um die Pipeline hat Orbán die Zustimmung der EU zu einem Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine blockiert.

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