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Dienstag, 21. Juli 2026
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Jemen-Krieg - Huthi-Miliz will saudische Schiffe blockieren, Militärkoalition kündigt entschlossene Reaktion an

Medienspektrum

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20. Juli
Die Welt (Politik)

„Risiko einer regionalen Eskalation“ – Pro-iranische Huthi drohen Saudi-Arabien mit Seeblockade

„Risiko einer regionalen Eskalation“ – Pro-iranische Huthi drohen Saudi-Arabien mit Seeblockade Die Huthi im Jemen greifen nach der Öl-Lebensader Saudi-Arabiens und drohen mit einer Seeblockade im Roten Meer. Die UN sehen die Freiheit der Schifffahrt in Gefahr und warnen vor einer regionalen Eskalation. Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt. Diese trete mit sofortiger Wirkung in Kraft, erklärte der militärische Sprecher der Huthis, Jahja Saree, am Montag. Er nannte zunächst keine Details, wie die Blockade umgesetzt werden solle. Der Ölexport Saudi-Arabiens – des größten Rohölexporteurs der Welt – ist bereits durch die Blockade der Straße von Hormus stark eingeschränkt. Die Vereinten Nationen reagierten besorgt. Die Ankündigung folgt auf die jüngsten Gefechte im Juli, die den Flughafen von Sanaa und einen Flughafen in Saudi-Arabien betrafen. Die Huthis hatten bereits früher versucht, die Meerenge von Bab-al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres zu blockieren. Der saudiarabische Hafen Yanbu am Roten Meer ermöglicht es Saudi-Arabien, Öl zu exportieren, ohne die Meerenge von Hormus passieren zu müssen. „Wir sind sehr besorgt über die erneuten Drohungen der Huthi gegen Saudi-Arabien, gegen die Freiheit der Schifffahrt, die das Risiko einer noch weitergehenden regionalen Eskalation mit sich bringen“, sagte der Sprecher des UN-Generalsekretärs, Stéphane Dujarric. Die Huthis begründeten ihre Drohung mit dem Angriff der von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierung auf den Flughafen von Sanaa. Diese hatte versucht, ein iranisches Flugzeug an der Landung zu hindern, mit dem eine Huthi-Delegation auf dem Rückweg von der Trauerfeier für den obersten Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, gewesen war. Die Huthis beschossen anschließend mit ballistischen Raketen und Drohnen den Flughafen Abha im Süden Saudi-Arabiens. Es waren die schwersten Gefechte seit der 2022 ausgehandelten Waffenruhe. Diese ist offiziell ausgelaufen, hatte bislang aber informell weiter Bestand. Der Bürgerkrieg im Jemen begann im Jahr 2014, er gilt als Stellvertreterkrieg zwischen dem Iran und Saudi-Arabien.

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20. Juli
Die Zeit (Politik)

Huthi-Miliz im Jemen: Huthis verhängen Seeblockade gegen Saudi-Arabien

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verkündet. Jahja Sari, ein Sprecher der Huthis, teilte per Video mit, die Blockade trete mit sofortiger Wirkung in Kraft. Sie richte sich »gegen den kriminellen saudi-arabischen Feind« und basiere auf dem Prinzip »Auge um Auge«. Auch über das »Verbot der Schifffahrt« für Saudi-Arabien hinaus seien die Huthis »vollständig bereit für alle Optionen«, sagte Sari. Der Schritt sei eine Reaktion auf die seit fast zwölf Jahren andauernde »ungerechte und unterdrückende Belagerung« des jemenitischen Volkes durch Saudi-Arabien, durch die Ressourcen im Jemen geplündert sowie Häfen und Flughäfen blockiert würden. Zwei der wichtigsten Seewege der Welt Noch ist unklar, wie die Seeblockade gegen Saudi-Arabien genau aussehen soll. Vor der Küste des Jemen liegt der Zugang zum Roten Meer – die Meerenge Bab al-Mandeb. Diese ist für die internationale Schifffahrt ähnlich wichtig wie der Persische Golf, der durch die Straße von Hormus erreicht wird. Am Roten Meer liegen neben dem Jemen unter anderem Ägypten, der Sudan, Saudi-Arabien, Jordanien sowie Israel. Saudi-Arabien grenzt im Westen an das Rote Meer, im Osten an den Persischen Golf. Seit die Schifffahrt durch die Straße von Hormus eingeschränkt ist – und damit der saudi-arabische Ölexport –, befördert das Königreich einen Teil seines Öls über eine Pipeline ans Rote Meer und verschifft es von dort aus. Neue Aggressionen nach vier Jahren Waffenruhe Vergangene Woche hatten sich die Huthis und die von Saudi-Arabien angeführte Koalition, die im Bürgerkrieg im Jemen die international anerkannte Regierung des Landes unterstützt, ein heftiges Feuergefecht geliefert. Saudi-Arabien beschoss den internationalen Flughafen von Sanaa, die Huthis attackierten daraufhin den internationalen Flughafen Abha in Saudi-Arabien. Die Miliz drohte Saudi-Arabien mit Angriffen auf Ölanlagen, sollte sich das Nachbarland an einer »umfassenden Aggression« gegen den Jemen beteiligen. Zudem gab es Berichte, wonach die iranische Führung die Miliz gebeten hatte, sich auf eine Sperrung des Seeweges für Öltransporte im Roten Meer vorzubereiten. Seit 2022 gilt im Krieg zwischen den schiitischen Huthi und dem sunnitischen Königreich Saudi-Arabien eine informelle Waffenruhe, die durch die jüngste Eskalation in Gefahr ist. Saudi-Arabien verhängte 2015 Blockade gegen Jemen Die Huthi-Rebellen hatten Ende 2014 den von Saudi-Arabien unterstützten Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi gestürzt. 2015 schaltete sich das Königreich an der Spitze einer Allianz sunnitischer Länder in den Konflikt ein. Nach Eintritt in den Bürgerkrieg verhängte Saudi-Arabien eine Luft-, See- und Landblockade mit dem erklärten Ziel, den Waffenschmuggel zu den Huthis zu unterbinden. Die Blockade ist faktisch aber auch Mittel für einen Wirtschaftskrieg, um Druck auf die Miliz auszuüben und zu kontrollieren, welche Güter ins Land kommen. Während des Krieges im Jemen wurden Zehntausende Menschen getötet, die Wirtschaft ist zusammengebrochen. Große Teile der Bevölkerung leiden Hunger, rund 22 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Huthis kontrollieren die Region um Sanaa im Westen des Landes, die international anerkannte Regierung sitzt in Aden im Süden.

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