Themen
lage

Dienstag, 21. Juli 2026
Zurück zur Übersicht

Ungarn - Schachspielerin Polgar lehnt Präsidentschaftsangebot ab

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
20. Juli
Der Spiegel

Ungarn: Judit Polgár verzichtet auf Amt der Staatspräsidentin

Nach Angebot von Péter Magyar Judit Polgár will nicht Präsidentin Ungarns werden Die ungarische Schach-Ikone Judit Polgár verzichtet auf die Nominierung für das Amt der Staatspräsidentin. Sie schätze die Geste von Ministerpräsident Péter Magyar, sie als unabhängige und parteilose Kandidatin in Betracht zu ziehen, schrieb sie auf Facebook. »Zugleich spüre ich nicht genügend Kraft in mir, die historische Verantwortung zu übernehmen, eine gespaltene Nation zu einen.« Magyar hatte die 49-jährige Polgár am Sonntag als Staatsoberhaupt vorgeschlagen. Das Amt wird derzeit interimsmäßig von Parlamentspräsidentin Agnes Forsthoffer ausgeführt, nachdem der bisherige Amtsinhaber Tamas Sulyok durch eine Verfassungsänderung abgesetzt wurde. Sulyok war von Magyars Vorgänger, dem Rechtspopulisten Viktor Orbán, auf den Posten gebracht worden. Das Parlament muss nun innerhalb von 30 Tagen einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für ihn wählen. Magyar warnte Polgár offenbar nicht vor Polgár gilt als weltbeste Schachspielerin der Geschichte. Sie trat hauptsächlich bei Männer-Turnieren an und schlug Großmeister wie Garri Kasparow und Anatoli Karpow. Im Juli 2005 belegte sie Platz acht der Schach-Weltrangliste und ist damit bis heute die einzige Frau, die es unter die besten Zehn schaffte. 2014 beendete sie ihre Laufbahn im Spitzenschach. Seitdem widmet sie sich ihrer Stiftung, die Kinder und Jugendliche in logischem Denken und Problemlösungsfähigkeiten schult. - 5 Min - 12 Min - Ungarns neuer Premier Magyar: »Unsere Heimat war ein gekaperter Staat«Ein Interview von Jan Puhl8 Min8 Min Ihre Nominierung für das Präsidentinnenamt hatte Magyar offenbar nicht mit ihr abgesprochen und darauf gesetzt, dass Polgár das Angebot annehmen würde. Das sorgte auch in den Reihen seiner Tisza-Partei für Kritik. Zwar erklärte die Fraktion im Parlament, die Kandidatur Polgárs unterstützen zu wollen. Einige Anhänger und Experten bemängelten aber, dass über die Besetzung des höchsten Staatsamts nicht länger und breiter diskutiert werde. Gegen alle Widerstände setzte sich Judit Polgár durch – in der Schachwelt und im kommunistischen Ungarn. Lesen Sie hier mehr über das Leben und Wirken der Supergroßmeisterin .

Artikel lesen
20. Juli
Tagesschau

Schachgroßmeisterin Polgar will nicht Ungarns Präsidentin werden

Schachgroßmeisterin Judit Polgar will nicht Ungarns Präsidentin werden In Ungarn gab es einen Dämpfer für den neuen Premier Magyar: Seine Wunschkandidatin für die Präsidentschaft, die Schachgroßmeisterin Judit Polgar, hat abgesagt. Die "historische Verantwortung" sei zu groß. Der ungarische Premier Peter Magyar hatte europaweit für Schlagzeilen gesorgt: Er wolle die ehemalige Schach-Großmeisterin Judit Polgar als Präsidentin. Die 49-Jährige gilt als die beste Schachspielerin aller Zeiten, sie hat 25 Jahre lang die Frauen-Weltrangliste angeführt. Magyar sprach auf seiner Facebookseite von einer überparteilichen Kandidatin die vor allem durch Fleiß, Ausdauer und Persönlichkeit überzeuge. An diesem Montag hatte Magyar geplant sie offiziell darum zu bitten, die Nominierung als Präsidentschaftskandidatin anzunehmen, doch dann kam am frühen Montagabend die Absage. Polgar: Kann die Aufgabe nicht erfüllen Judit Polgar schreibt auf ihrer Facebookseite: "Ich bin extrem dankbar für die Nominierung für die Präsidentschaft und schätze die Geste des Premierministers, eine unabhängige Kandidatin zu nominieren. Trotzdem fühle ich mich nicht stark genug, um diese historische Verantwortung zu übernehmen. Ich kann die Aufgabe, eine gespaltene Nation wieder zu vereinen nicht erfüllen." Es hatte Kritik an der Personalie Judit Polgar gegeben, zum einen, weil sie noch nie ein politisches Amt innehatte und weil Peter Magyar sich so schnell für eine Kandidatin ausgesprochen hatte, obwohl er kurz zuvor von einem offenen demokratischen Prozess gesprochen hatte.

Artikel lesen
20. Juli
Handelsblatt

Staatsoberhaupt: Ungarn: Schachstar Polgar lehnt Präsidentschaftsangebot ab

Staatsoberhaupt: Ungarn: Schachstar Polgar lehnt Präsidentschaftsangebot ab Budapest. Die ungarische Ausnahme-Schachspielerin Judit Polgar hat die ihr angebotene Nominierung für das Amt der Staatspräsidentin abgelehnt. Sie bringe der Geste von Ministerpräsident Peter Magyar, sie als unabhängige und parteilose Kandidatin vorzuschlagen, hohe Wertschätzung entgegen, schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite. „Zugleich spüre ich nicht genügend Kraft in mir, um die historische Verantwortung zu übernehmen, um eine gespaltene Nation zu einigen“, fügte sie hinzu. Magyar hatte die 49-jährige Polgar am Sonntag für das höchste Staatsamt vorgeschlagen. Ihre Erfolge habe sie „nicht politischer Bindungen oder Beziehungen, sondern ihrem Ausnahme-Talent verdankt“, hatte er auf seiner Facebook-Seite geschrieben. Die Position des Staatsoberhaupts ist in Ungarn seit Montag vakant. An dem Tag wurde eine Verfassungsänderung wirksam, die den bisherigen Amtsinhaber Tamas Sulyok absetzte. Dieser war noch von Magyars Vorgänger, dem Rechtspopulisten Viktor Orban, eingesetzt worden. Nach dem überwältigenden Sieg von Magyars bürgerlicher Tisza-Partei bei der Parlamentswahl am 12. April war Sulyok für die neue Regierung untragbar geworden. Die Amtsgeschäfte des Staatspräsidenten übernahm am Montag interimistisch die bisherige Parlamentspräsidentin Agnes Forsthoffer aus der Tisza-Partei. Das Parlament muss nun innerhalb von 30 Tagen eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Sulyok wählen. Polgar gilt als weltbeste Schachspielerin aller Zeiten. Sie trat hauptsächlich bei Männer-Turnieren an und schlug Großmeister wie Garri Kasparow oder Anatoli Karpow. Im Juli 2005 belegte sie Platz 8 der Schach-Weltrangliste - und ist damit bis heute die einzige Frau, die es unter die ersten zehn der Top-Schachspieler brachte. 2014 beendete sie ihre Laufbahn im Spitzenschach. Seitdem widmet sie sich ihrer Stiftung, die Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung von logischen und Problemlösungsfähigkeiten fördert. Ihre Nominierung für das Präsidentinnenamt hatte Magyar offenbar nicht mit ihr abgesprochen. Er hatte lediglich seiner Hoffnung Ausdruck gegeben, dass Polgar das Angebot annehmen würde. Sein Vorgehen stieß auf ungewöhnlich starke Kritik aus den Reihen seiner Anhänger. Während die Tisza-Fraktion im Parlament noch erklärte, „einmütig“ die Kandidatur Polgars unterstützen zu wollen, bemängelten zahlreiche Anhänger und einige Experten das Ausbleiben einer breiteren gesellschaftlichen Debatte über die künftige personelle Besetzung des höchsten Staatsamtes.

Artikel lesen
20. Juli
Die Zeit (Politik)

Judit Polgár: Ungarische Schach-Großmeisterin Polgár will nicht Präsidentin werden

Die ungarische Schach-Großmeisterin Judit Polgár hat das Angebot der Regierung abgelehnt, Präsidentin Ungarns zu werden. »Ich habe nicht das Gefühl, dass ich die Kraft habe, die historische Verantwortung für die Vereinigung einer gespaltenen Nation zu übernehmen«, schrieb Polgár auf Onlineplattformen. »Daher kann ich die Einladung nicht annehmen.« Ungarns Regierungschef Péter Magyar hatte zuvor angekündigt, Polgár treffen und um die Übernahme des höchsten Staatsamtes bitten zu wollen. »Unser Land braucht Einheit, Frieden und einen Präsidenten, auf den alle Ungarn stolz sein können«, teilte Magyar mit. Zuvor hatten sich mehrere prominente Ungarn in einem offenen Brief für Polgár als Präsidentin ausgesprochen. Die 49-jährige Polgár gilt als weltbeste Schachspielerin: Sie war rund ein Vierteljahrhundert lang die Weltranglisten-Erste der Frauen im Schach und bis heute die einzige Frau, die es unter die weltbesten Zehn aller Kategorien geschafft hatte. Unter anderem errang Polgár aufsehenerregende Siege gegen männliche Weltmeister wie 2002 gegen den Russen Garri Kasparow. Immer wieder schilderte sie sexistische Vorurteile in der Schachwelt, gegen die sie sich durchsetzen musste. 2014 zog sie sich aus dem Schach-Wettkampfsport zurück. Bisheriger Präsident abgesetzt Der bisherige Präsident Tamás Sulyok, ein Vertrauter des im Mai abgewählten langjährigen Regierungschefs Viktor Orbán, hatte sein Amt aufgrund einer Verfassungsänderung verloren. Das ungarische Parlament hatte vergangene Woche eine Änderung verabschiedet, die seine Absetzung ermöglicht. Weitere Verfassungsänderungen begrenzen die Tätigkeit von Abgeordneten auf zwölf Jahre, Regierungschefs dürfen künftig nur noch acht Jahre regieren. Sulyok kritisierte den Schritt, kündigte aber an, nicht dagegen vorgehen zu wollen. Am Samstag unterzeichnete er die Änderung, seit dem heutigen Montag ist das Präsidentenamt vakant. Geschäftsführende Präsidentin ist derzeit Parlamentschefin Agnes Forsthoffer. Ein neuer Staatschef soll binnen 30 Tagen vom Parlament gewählt werden. Magyar hatte Sulyok als »Marionette« der Orbán-Regierung bezeichnet. An der vom Regierungschef anvisierten und wenige Monate nach seinem Amtsantritt durchgesetzten Absetzung des Präsidenten gibt es auch Kritik: Der Schritt könne einen Präzedenzfall schaffen, in dem das Amt des Präsidenten beschädigt werden könnte. Umfragen zufolge unterstützten allerdings zwei Drittel der ungarischen Bevölkerung die Absetzung Sulyoks. Magyar hat eine große Machtfülle, da seine konservative Tisza-Bewegung sich bei der Wahl im April nicht nur gegen Orbáns nationalistische Fidesz-Partei durchsetzen konnte, sondern auch eine Zweidrittelmehrheit im Parlament errang und somit Verfassungsänderungen im Alleingang umsetzen kann. So will Magyar auch eine gänzlich neue Verfassung erarbeiten lassen. Seinem Vorgänger Orbán wirft er vor, die aktuelle Verfassung mit zahlreichen Änderungen auf die Bedürfnisse der eigenen Partei zugeschnitten zu haben.

Artikel lesen
20. Juli
Die Welt (Politik)

Absage an Magyar – Schach-Großmeisterin Polgar will nicht Präsidentin Ungarns werden

Absage an Magyar – Schach-Großmeisterin Polgar will nicht Präsidentin Ungarns werden Ungarns neuer Regierungschef Magyar muss umplanen: Seine präferierte Kandidatin für das Amt der Präsidentin sagt ab. Die ungarische Schach-Großmeisterin Judit Polgar wendet sich in den sozialen Medien an die Nation. Die ungarische Schach-Großmeisterin Judit Polgar hat einen Vorschlag von Ungarns Regierungschef Péter Magyar abgelehnt, die neue Präsidentin des Landes zu werden. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich die Kraft habe, die historische Verantwortung für die Vereinigung einer gespaltenen Nation zu übernehmen“, schrieb Polgar am Montag in Onlinediensten. „Daher kann ich die Einladung nicht annehmen.“ Magyar hatte zuvor auf Facebook erklärt, dass er Polgar am Montag treffen und sie um die Übernahme des Amtes der Staatschefin bitten wolle. „Unser Land braucht Einheit, Frieden und einen Präsidenten, auf den alle Ungarn stolz sein können“, erklärte Magyar. Die 49-jährige Polgar gilt als die größte Schachspielerin aller Zeiten. Sie war rund ein Vierteljahrhundert lang die Nummer eins der Frauen im Schach und ist bis heute die einzige Frau, die es unter die besten Zehn aller Kategorien weltweit geschafft hat. Polgar errang aufsehenerregende Siege gegen Schachlegenden, etwa 2002 gegen den Russen Garri Kasparow. Immer wieder schilderte sie sexistische Vorurteile in der Schachwelt, gegen die sie sich durchsetzen musste. 2014 zog sie sich aus dem Schach-Wettkampfsport zurück. Polgar hat kaum Verbindungen zu Parteien und genießt in Ungarn große Bekanntheit. Für das Präsidentenamt war ihr Name in einem offenen Brief vorgeschlagen worden, der von verschiedenen ungarischen Persönlichkeiten unterzeichnet worden war – darunter dem Erfinder des Zauberwürfels, Erno Rubik. Der bisherige Präsident Tamas Sulyok, ein Vertrauter von Ex-Regierungschef Viktor Orbán, hatte aufgrund einer Verfassungsänderung sein Amt verloren. Das ungarische Parlament hatte in der vergangenen Woche eine Verfassungsänderung zu seiner Absetzung verabschiedet. Sulyok kritisierte die Verfassungsänderung am Samstag zwar, sagte jedoch, er habe keine Möglichkeit, dagegen vorzugehen. Sein letzter Tag als Staatsoberhaupt war am Sonntag.

Artikel lesen
20. Juli
Die Zeit (Politik)

Präsidentschaft in Ungarn: Regierungspartei will weltbeste Schachspielerin als Präsidentin

In Ungarn unterstützen die Abgeordneten der regierenden Tisza-Partei einstimmig den Vorschlag des Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten Péter Magyar, die berühmte Schachspielerin Judit Polgár zur Präsidentin zu machen. Die Fraktion sei nach einer langen Diskussion übereingekommen, dass die 49-jährige Polgár »patriotisch, ehrenhaft, einfühlsam, mutig, herausragend und ihrem Beruf verpflichtet« sei und »die Einheit der Nation zum Ausdruck bringen könne«, teilte die Fraktionsvorsitzende Andrea Bujdosó mit. Bei ihrer nächsten Sitzung würden sie eine endgültige Entscheidung über eine Nominierung treffen. Magyar hatte am Sonntag angekündigt, Polgár am heutigen Montag persönlich zu treffen und sie für das Amt vorzuschlagen. »Seit Jahrzehnten steht der Name Judit Polgár für Talent und Beharrlichkeit. Als erfolgreichste Schachspielerin der Geschichte führte sie 26 Jahre lang ununterbrochen die Weltrangliste der Frauen an und gehörte gleichzeitig zu den zehn besten Spielern der Weltrangliste«, schrieb Magyar. Der Posten der Präsidentin ist frei, nachdem Staatspräsident Tamás Sulyok, ein politischer Freund des im April abgewählten Rechtspopulisten Viktor Orbán, vom Parlament abgesetzt wurde. In Ungarn wird das Staatsoberhaupt vom Parlament gewählt. Magyars Partei Tisza hat dort eine Zweidrittelmehrheit. Beste Schachspielerin weltweit Polgár gilt als weltweit bisher erfolgreichste Schachspielerin. Sie war mehrfache Olympiasiegerin und schaffte es als einzige Frau in die Weltrangliste unter die besten Zehn. Zudem ist sie die einzige Frau weltweit, die die 2.700 der sogenannten Elozahl, einer internationalen Schachwertung, überschritten hat. Spieler, die diese Marke überschritten haben, werden inoffiziell als Supergroßmeister bezeichnet. Ihre aktive Karriere beendete Polgár vor mehr als zehn Jahren, blieb aber weiterhin in der Schachförderung aktiv. Mit einer Stiftung setzt sie sich darüber hinaus auch für Bildung und Chancengleichheit ein. Politische Ämter bekleidete sie bisher nicht.

Artikel lesen
20. Juli
Tagesschau

Ungarn: Eine Schachlegende als Staatspräsidentin?

Ungarn Eine Schachlegende als Staatspräsidentin? Ungarns Ministerpräsident Magyar will einen Neuanfang ohne Orban-Vertraute. Der Staatspräsident wurde bereits abgesetzt. Nun überrascht Magyar mit seinem Vorschlag für die Nachfolge - und bekommt dafür nicht nur Zustimmung. Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar hatte am Samstag die Bürger aufgefordert, Kandidaten vorzuschlagen - für das Amt des Staatspräsidenten. Magyar sagte, man wolle den Präsidenten nicht in Hinterzimmern oder Zigarrenclubs bestimmen. Nun hat sich der Regierungschef überraschend schnell selbst zur Präsidentensuche zu Wort gemeldet - per Facebook. Er kommentierte einen Vorschlag, der ihm besonders gut gefalle: "Eine bekannte ungarische Persönlichkeit hat Judit Polgar genannt", schrieb er. "Ich habe sie vor ein paar Tagen getroffen und gefragt, ob sie bereit wäre, unserem Land in einer neuen Rolle zu dienen, bis die neue Verfassung angenommen wird." Es wäre für ihn eine große Ehre, wenn sie das Angebot annehmen würde, schrieb Magyar. Parlament hat 30 Tage Zeit Aktuell führt Parlamentspräsidentin Anges Fortshoffer die Amtsgeschäfte des Präsidenten. Das Parlament hat 30 Tage Zeit, einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin zu wählen. Parallel dazu soll ab Herbst mit der Ausarbeitung einer neuen ungarischen Verfassung begonnen werden. Langfristig soll der Präsident direkt vom Volk gewählt werden. Wie lange also Polgar im Falle ihrer Wahl durch das Parlament im Amt wäre, ist unklar. Mit neun das erste Schachturnier gewonnen Judit Polgar ist eine ungarische Schachgroßmeisterin, die als die beste Spielerin aller Zeiten gilt. 1985 gewann sie im Alter von nur neun Jahren ihr erstes internationales Schachtunier. 1989 wurde sie, mit zwölf Jahren, die Nummer eins der Frauen-Weltrangliste und blieb es bis zu ihrem Karriereende im Jahr 2014. Sie besiegte auch berühmte männliche Schachspieler wie Garri Kasparow, Anatoli Karpow und Magnus Carlsen - und war die einzige Frau in den Top Ten der Männer-Weltrangliste. "Hohe Ziele setzen und das Unmögliche erreichen" Für Polgar, die am 23. Juli 50 Jahre alt wird, ist Schach nicht nur ein Spiel - sondern auch eine wichtige Lehre für das Leben: "In unserer Multitasking-Welt sind Kreativität, logisches Denken und die Fähigkeit, Probleme zu lösen und gute Entscheidungen zu treffen, essentiell", sagte sie. Sie möchte gerne Menschen inspirieren, vor allem junge Leute, erklärte Polgar in einer Rede auf einer Technologie-Konferenz. "Sie sollen große Träume haben, die richtigen Schritte im Leben gehen, sich hohe Ziele setzen und das Unmögliche erreichen." Gesellschaftspolitisch hat sich die Schachspielerin vor allem für die Themen Chancengleichheit und Frauenförderung stark gemacht. "Auch wenn Frauen anders denken und sich im Wettbewerb anders verhalten, können sie die gleichen Leistungen erbringen wie Männer - sei es in der Wissenschaft, in der Kunst oder im Schach", schrieb sie im Jahr 2019 in einem Beitrag für die britische Zeitung Guardian. Enkelin einer Auschwitz-Überlebenden Polgar äußerte sich außerdem immer wieder zu ihrer jüdischen Identität und betonte, dass sie eine stolze ungarische Jüdin sei. Einige ihrer Verwandten wurden im Holocaust ermordet. Polgars Großmutter hat das Konzentrationslager Auschwitz überlebt. Magyar bezeichnet Polgar auf seiner Facebookseite als "Synonym für Talent und Ausdauer". Die Anerkennung um ihre Person liege nicht an ihrer politischen Zugehörigkeit, sondern "an ihrem Fleiß, an ihrer außergewöhnlichen Persönlichkeit und ihrer Integrität". Zweifel an Polgars Eignung Doch es gibt auch einige Stimmen in Ungarn, die kritisieren, dass Polgar noch kein politisches Amt innehatte - und dass unklar sei, ob sie in der Lage sei, als Präsidentin über das demokratische Funktionieren der Staatsorgane wachen zu können. Kritisiert wird auch, dass Magyar von einem offenen demokratischen Prozess bei der Präsidentenwahl gesprochen hatte, nun aber schon sehr früh seine Präferenz für Polgar äußere. Dadurch wirke die Präsidentenwahl - so die Kritik - wie durch Magyar gesteuert.

Artikel lesen
20. Juli
Neues Deutschland

Ungarn | Magyars nächster Schachzug

- Politik - Ungarn Magyars nächster Schachzug Ungarns neuer Premier arbeitet weiter am Staatsumbau. Die Schachgroßmeisterin Judit Polgár will er als Präsidentin einsetzen. Das Experiment ist gelungen, so dürfte es zumindest Lászlo Polgár sehen. Der Erziehungspsychologe aus der unagrischen Hauptstadt Budapest war überzeugt, dass Genies nicht geboren sondern gemacht werden. Um den Beweis anzutreten, dass Kinder außerordentliche Leistungen erbringen können, wenn man sie nur früh genung trainiert, triezte er seine drei Töchter Zsuzsa, Zsófia und Judit trotz Kritik von frühester Kindheit an. Statt wie andere Kinder zur Schule zu gehen und danach auf der Straße zu toben, wurden die Polgár-Schwestern zuhause unterrichtet, mit dem Schwerpunkt auf Schach. »Du wunderst dich nicht, warum du Schach lernen sollst, wenn deine zwei großen Schwestern kaum etwas anderes tun. Es kam so selbstverständlich zu mir, wie man laufen lernt«, sagte die 1976 geborene Judit im Rückblick auf ihre Kindheit. Mit fünf Jahren schob sie das erste Mal Springer und Läufer über das Brett und opferte ihre ersten Bauern. Nur zehn Jahre später wurde sie erstmals ungarische Meisterin. Weiter ging es nur bergauf. Als erste Frau erreichte sie die die Elo-Marke von 2700 Punkten, bekam die Titel Internationaler Meister und Großmeister verliehen, beide auf Lebenszeit. Auf dem Weg dorthin zeigte sie immer wieder Männern ihre Grenzen auf. Noch als Jugenliche entschied sich Polgár, nur noch an geschlechteroffenen Turnieren teilzunehmen. »Es war logisch. Ich wollte von den Besten lernen, und das waren nun mal keine Frauen«, kommentierte sie ihren Entschluss im Rückblick. Wie gut sie gelernt hatte, erfuhren die Schach-Größen Anatoli Karpow, Garri Kasparow und Nigel Short am eigenen Leibe, die allesamt von Polgár besiegt wurden. Als einzige Frau spielte sich die Ungarin in die Top Ten der Gesamtweltrangliste. Bei den Frauen stand Polgár 26 Jahre, von Janaur 1989 bis März 2015 an der Spitze, und das obwohl sie sich 2014 vom aktiven Sport zurückgezogen hatte. Ein Rekord, wohl für die Ewigkeit. »Ich merkte immer mehr, wie viele andere Dinge man im Leben machen kann«, erklärte sie ihren Rücktritt. Nach der Karriere am Brett kümmerte sich Polgár um eine Stiftung und warb für ihren Sport. Nur wenige Tage vor ihrem 50. Geburtstag will Ungarns neuer Premiermister Péter Magyar Polgár nun zum Staatsoberhaupt machen. Und das ohne politische Erfahrung, oder gerade eben deswegen. »Unser Land braucht Einheit, Frieden und einen Präsidenten, auf den alle Ungarn stolz sein können«, begründete Magyar seine Wahl in einem Facebook-Post. Polgárs große Bekanntheit soll helfen, dass repräsentative Amt der Präsidentin nach den Tamás-Sulyok-Jahren, einer in Magyars Augen »Marionette« des ehemaligen Regierungschefs Viktor Orbán, wieder mehr Ansehen zu verleihen. Wir sind käuflich. Aber nur für unsere Leser*innen. Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär. Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin: → unabhängig und kritisch berichten → übersehene Themen aufgreifen → marginalisierten Stimmen Raum geben → Falschinformationen etwas entgegensetzen → linke Debatten voranbringen Mit »Freiwillig zahlen« machen Sie mit. Sie tragen dazu bei, dass diese Zeitung eine Zukunft hat. Damit nd.bleibt.

Artikel lesen
20. Juli
ZDF heute

Schach-Großmeisterin Polgar soll Präsidentin werden

Wechsel in Ungarn:Schach-Großmeisterin Polgar soll Präsidentin werden Sie ist in keiner Partei und in Ungarn sehr bekannt und geschätzt: die Schach-Großmeisterin Judit Polgar. Jetzt soll sie Präsidentin des Landes werden. Ungarns Regierungschef Peter Magyar will die Schach-Großmeisterin Judit Polgar als Präsidentin vorschlagen. Unser Land braucht Einheit, Frieden und einen Präsidenten, auf den alle Ungarn stolz sein können. Peter Magyar, Regierungschef Ungarn Das erklärte Magyar im Onlinedienst Facebook. Er werde sich mit Polgar treffen und sie fragen, ob sie bereit sei, das Amt bis zur Verabschiedung einer neuen Verfassung auszuüben. Polgar gilt als größte Schachspielerin jemals Polgar gilt als die größte Schachspielerin aller Zeiten. Sie war rund ein Vierteljahrhundert lang die Nummer eins der Frauen im Schach und ist bis heute die einzige Frau, die es unter die besten Zehn aller Kategorien weltweit geschafft hat. 2014 zog sie sich aus dem Schach-Wettkampfsport zurück. Eine vom ungarischen Präsidenten Magyar vorgelegte Verfassungsänderung könnte zur Absetzung von Präsident Tamás Sulyok führen. 14.07.2026 | 1:39 minPolgar hat kaum Verbindungen zu Parteien und genießt in Ungarn große Bekanntheit. Sulyok abgesetzt Das ungarische Parlament hatte in der vergangenen Woche eine Verfassungsänderung zur Absetzung von Präsident Tamas Sulyok verabschiedet. Sulyok ist ein Vertrauter des früheren Regierungschefs Viktor Orban. Das ungarische Parlament hat den proeuropäischen Péter Magyar als neuen Ministerpräsidenten gewählt. Damit ist die Regierung Orbán nach 16 Jahren offiziell abgelöst. 09.05.2026 | 1:41 minSulyok kritisierte die Verfassungsänderung am Samstag zwar, sagte jedoch, er habe keine Möglichkeit, dagegen vorzugehen. Sein letzter Tag als Staatsoberhaupt war am Sonntag. Parlamentspräsidentin Agnes Forsthoffer übernimmt das Amt vorübergehend, bis das Parlament innerhalb von 30 Tagen einen neuen Präsidenten wählt. Sieg bei Parlamentswahl im April Magyars Tisza-Partei hatte bei der Parlamentswahl im April eine Zweidrittelmehrheit errungen und damit den seit 2010 regierenden Rechtsnationalisten Orban von der Macht verdrängt. Mit dieser Mehrheit kann Magyar Verfassungsänderungen durchsetzen. Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar war zum Antrittsbesuch bei EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Die EU hat nun lange eingefrorene Gelder für Ungarn wieder freigegeben. 29.05.2026 | 1:43 minMagyar wirft Sulyok verschiedene Vergehen im Zusammenhang mit der Amtsführung Orbans vor. Der Ministerpräsident bezeichnete Sulyok und andere hohe Staatsvertreter als "Marionetten" seines Vorgängers. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr über Ungarns neue Regierung - Von der Leyen und Magyar in Brüssel:EU gibt mehr als 16 Milliarden Euro für Ungarn freimit Video6:45 - AnalyseUngarischer Ministerpräsident in Berlin:Merz und Magyar: Freundlich im Ton, Dissens bei Ukrainevon Dominik Rzepkamit Video2:34 - Nachrichten | heute journal:Ungarn: Magyar neuer Regierungschefvon Christian von RechenbergVideo2:16

Artikel lesen
20. Juli
taz (Öko & Co)

Ungarns Präsident billigt Absetzung: Schachstar soll neue Präsidentin werden

Ungarns Präsident billigt Absetzung: Schachstar soll neue Präsidentin werden Ungarns Premier Péter Magyar setzt auf ein Schach-Wunderkind: Judit Polgár könnte Staatspräsidentin werden. Wird sie diese Aufgabe annehmen? dpa/rtr | Ungarns neuer Ministerpräsident Péter Magyar will das ehemalige Schach-Wunderkind Judit Polgár für das Amt der Staatspräsidentin vorschlagen. Wie Magyar bei Facebook schrieb, plant er an diesem Montag ein Treffen mit der 49-Jährigen und hofft, dass sie ihm „die große Ehre“ erweist, diese Nominierung anzunehmen. Der Posten ist vakant, nachdem Staatspräsident Tamás Sulyok, ein politischer Freund des im April abgewählten Rechtspopulisten Viktor Orbán, vom Parlament abgesetzt wurde. In Ungarn wird das Staatsoberhaupt vom Parlament gewählt. Magyars Partei Tisza verfügt dort über eine Zweidrittelmehrheit. Fünffache Olympiasiegerin Polgár ist mehrfache Olympiasiegerin im Schach. „Seit Jahrzehnten steht der Name Judit Polgár für Talent und Beharrlichkeit. Als erfolgreichste Schachspielerin der Geschichte führte sie 26 Jahre lang ununterbrochen die Weltrangliste der Frauen an und gehörte gleichzeitig zu den zehn besten Spielern der Weltrangliste“, schrieb Magyar. Ihre aktive Karriere beendete Polgár vor mehr als zehn Jahren, blieb aber weiterhin in der Schachförderung aktiv. Mit einer Stiftung setzt sie sich darüber hinaus auch für Bildung und Chancengleichheit ein. Politische Ämter bekleidete sie bisher nicht. Ungarn: Präsident macht Weg zu eigener Absetzung frei Der ungarische Präsident Tamás Sulyok hat eine Verfassungsänderung unterzeichnet, die seine Amtszeit mit sofortiger Wirkung beendet. Das von der regierenden Tisza-Partei des neuen Ministerpräsidenten Péter Magyar eingebrachte Gesetz ist Teil eines umfassenden Umbaus der staatlichen Institutionen. Ab Montag werde Parlamentspräsidentin Ágnes Forsthoffer das Amt der Übergangspräsidentin übernehmen, kündigte Magyar an. Sulyok erklärte am Samstag, er habe keine andere Wahl gehabt, als das Gesetz zu billigen. Der ehemalige Verfassungsrichter warnte jedoch, die Reform füge der Rechtsstaatlichkeit und der Gewaltenteilung in Ungarn schweren Schaden zu und schaffe einen gefährlichen Präzedenzfall. Magyar hatte den langjährigen Regierungschef Viktor Orbán bei der Wahl im April abgelöst. Er sieht sich durch das Votum der Wähler für den Abbau von Orbáns Machtstrukturen legitimiert. Auf Facebook schrieb er, den Bürgern werde nun zurückgegeben, was das Orbán-Regime ihnen jahrelang habe nehmen wollen. Orbán kritisierte die Reformen seinerseits scharf: Die Tyrannei sei keine Bedrohung mehr, sondern Realität. Die Verfassungsänderung, die Magyars Partei dank ihrer Zweidrittelmehrheit im Parlament durchsetzen konnte, sieht zudem eine Amtszeitbegrenzung von zwölf Jahren für Abgeordnete vor. Ferner legt das Gesetz eine Altersgrenze von 70 Jahren für Verfassungsrichter fest, was den Orbán-Vertrauten und Gerichtspräsidenten Péter Polt in den Ruhestand zwingt. Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen meistkommentiert

Artikel lesen
19. Juli
Der Spiegel

Ungarn: Péter Magyar schlägt Schachspielerin Judit Polgár als neue Präsidentin vor

Umbau von Ungarns Regierung Magyar will Schach-Olympiasiegerin als neue Präsidentin vorschlagen Ungarns neuer Ministerpräsident Péter Magyar will das Schachsuperstar Judit Polgár für das Amt der Staatspräsidentin vorschlagen. Wie Magyar bei Facebook schrieb , plant er an diesem Montag ein Treffen mit der 49-Jährigen und hofft, dass sie ihm »die große Ehre« erweise, diese Nominierung anzunehmen. Der Posten ist vakant, nachdem Staatspräsident Tamas Suylok, ein politischer Freund des im April abgewählten Rechtspopulisten Viktor Orbán, vom Parlament abgesetzt wurde. In Ungarn wird das Staatsoberhaupt vom Parlament gewählt. Magyars Partei Tisza verfügt dort über eine Zweidrittelmehrheit. Er plant zudem mit seiner Partei Tisza die Ausarbeitung einer komplett neuen Verfassung, die das erst 2011 von Orbán durchgesetzte »Grundgesetz« ersetzen soll. »Mit diesen Entscheidungen geben wir dem ungarischen Volk etwas zurück, das das Orbán-Regime seit vielen Jahren zu nehmen versucht: die Gewissheit, dass Macht begrenzt, Gemeineigentum zurückgewonnen und der Staat wieder seinen Bürgern, den freien ungarischen Bürgern, dienen kann«, schrieb Magyar bei Facebook. Judit Polgár ist die beste Schachspielerin der Geschichte. Die ungarische Großmeisterin erreichte als bislang einzige Frau die Top Ten der Weltrangliste. Ihre aktive sportliche Karriere beendete Polgár vor mehr als zehn Jahren, blieb aber weiterhin in der Schachförderung aktiv. Mit einer Stiftung setzt sie sich darüber hinaus auch für Bildung und Chancengleichheit ein. Politische Ämter bekleidete sie bisher nicht. »Seit Jahrzehnten steht der Name Judit Polgár für Talent und Beharrlichkeit. Als erfolgreichste Schachspielerin der Geschichte führte sie 26 Jahre lang ununterbrochen die Weltrangliste der Frauen an und gehörte gleichzeitig zu den zehn besten Spielern der Weltrangliste«, schrieb Magyar. »Sie ist eine Ungarin, deren Leistungen ihr im In- und Ausland Respekt und Anerkennung eingebracht hat.« Ungarns Ministerpräsident Magyar lässt das System seines autoritären Vorgängers Orbán umbauen, der Staatspräsident soll entmachtet werden. Eine Analyse dazu lesen Sie hier.

Artikel lesen
19. Juli
FAZ (Politik)

Ungarn: Magyar will Schachspielerin als neue Präsidentin

Ungarn : Magyar will Schachspielerin als neue Präsidentin Ein Schachstar als Präsidentin? Judit Polgár könnte vom Parlament in das höchste Amt Ungarns gewählt werden. Zuvor wurde der bisherige Amtsinhaber abgewählt. Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar will das ehemalige Schach-Wunderkind Judit Polgár für das Amt der Staatspräsidentin vorschlagen. Wie Magyar bei Facebook schrieb, plant er an diesem Montag ein Treffen mit der 49-Jährigen und hofft, dass sie ihm „die große Ehre“ erweist, diese Nominierung anzunehmen. Der Posten ist vakant, nachdem Staatspräsident Tamas Suylok, ein politischer Freund des im April abgewählten Rechtspopulisten Viktor Orbán, vom Parlament abgesetzt wurde. In Ungarn wird das Staatsoberhaupt vom Parlament gewählt. Magyars Partei Tisza verfügt dort über eine Zweidrittel-Mehrheit. Fünffache Olympiasiegerin Polgár ist mehrfache Olympiasiegerin im Schach. „Seit Jahrzehnten steht der Name Judit Polgár für Talent und Beharrlichkeit. Als erfolgreichste Schachspielerin der Geschichte führte sie 26 Jahre lang ununterbrochen die Weltrangliste der Frauen an und gehörte gleichzeitig zu den zehn besten Spielern der Weltrangliste“, schrieb Magyar. Ihre aktive Karriere beendete Polgár vor mehr als zehn Jahren, blieb aber weiterhin in der Schachförderung aktiv. Mit einer Stiftung setzt sie sich darüber hinaus auch für Bildung und Chancengleichheit ein. Politische Ämter bekleidete sie bisher nicht.

Artikel lesen
© 2026 Themenlage