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Sonntag, 2. August 2026
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Gianni Infantino: Spaniens Liga-Chef Javier Tebas fordert Fifa-Präsident zu Rücktritt auf

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2. August
Der Spiegel

Gianni Infantino: Spaniens Liga-Chef Javier Tebas fordert Fifa-Präsident zu Rücktritt auf

Reaktionen auf Investoren-Posse der FIfa »Spitze des Eisbergs« – Spaniens Liga-Chef fordert Infantino zu Rücktritt auf Fifa-Boss Gianni Infantino gerät nach seinem gescheiterten Investorendeal zunehmend in die Kritik. Nach Ansicht von Spaniens Liga-Chef Javier Tebas ist der Schweizer im Amt nicht mehr tragbar. »Der Weltfußball braucht eine neue Führung, die die Verbandsstrukturen modernisiert, die institutionelle Glaubwürdigkeit wiederherstellt und künftige Entscheidungen gemeinsam mit den betroffenen Akteuren entwickelt«, schrieb Tebas in den sozialen Medien. Infantino hatte nach massiver Kritik seinen Plan aufgegeben, Anteile an den kommerziellen Rechten der Fifa-Wettbewerbe wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Klub-WM an private Investoren zu verkaufen. Javier Tebas Foto: Christian Charisius / dpaDas Problem sei nie nur dieser eine Vorschlag gewesen, schrieb Tebas: Es gehe um ein Führungsmodell, das Macht konzentriere, Kontrollmechanismen schwäche und Betroffene an den Rand dränge. »Der Rückzug eines Vorschlags macht das Geschehene nicht ungeschehen. Er ist lediglich die Spitze des Eisbergs.« Concacaf: »Ungeheuerliche Handlung« Noch schärfer liest sich die Stellungnahme des für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständigen Kontinentalverbands Concacaf. Der ursprünglich geplante Investorendeal sei »Symptom für eine Führung, die aufgehört hat, den Fußball an erste Stelle zu setzen«, teilte der Verband mit. »Diese jüngste einseitige und ungeheuerliche Handlung, die von schlechter Regierungsführung und Führungsschwäche zeugt, reiht sich ein in eine Reihe von Fehltritten und ähnlichem Verhalten. Eine umfassende Aufarbeitung dieser Präsidentschaft ist unerlässlich«, heißt es. Zuvor hatte bereits die Uefa Infantino das Vertrauen entzogen. In Deutschland reagierte nach dem DFB, der Infantino unverantwortliches Handeln vorwirft, auch FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer auf den geplatzten Investorendeal. »Es ist ein Glück, dass dieser Spuk so schnell vorbeigegangen ist, wie er gekommen ist, und dass diese aberwitzige Idee vom Tisch ist«, sagte Hainer kurz vor dem Abflug der Münchner Fußballprofis nach Südkorea, wo der Rekordmeister auf Asientour geht. Man müsse jetzt sicherstellen, dass so eine Idee nicht wieder aufkommt, so Hainer. »Dieser Vorgang ist eigentlich unglaublich, dass niemand eingeweiht war vorher von den ganzen Verbänden und das über Nacht auf den Tisch kam«. Infantino, der sich nach eigenen Plänen im März nächsten Jahres in Rabat (Marokko) ein letztes Mal für vier Jahre zum Fifa-Präsident wählen lassen will, bekommt aber auch Zuspruch: Der ägyptische Fußballverband bekräftigte »sein volles Vertrauen« in Infantinos Führung. Auch Marokko, Gastgeber des 77. FIFA-Kongresses 2027, erneuerte seine Unterstützung. Gianni Infantino kapituliert vor dem vehementen Widerstand und zieht die Investorenpläne der Fifa zurück. Wieso für den Weltfußball jetzt ein guter Moment wäre, um innezuhalten: Lesen Sie den SPIEGEL-Kommentar hier.

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2. August
Die Zeit (Politik)

Weltfußballverband Fifa: Rufe nach Rücktritt von Gianni Infantino mehren sich

Nach dem Platzen seiner umstrittenen Investorenpläne für die Fußballweltmeisterschaft mehren sich die Rufe nach einem Wechsel von Fifa-Präsident Gianni Infantino an der Spitze des Weltfußballverbands. Am Samstagabend forderte der Chef der spanischen Fußballliga, Javier Tebas, offen Infantinos Rücktritt. Wenige Stunden zuvor hatte der europäische Fußballverband Uefa Infantino das Vertrauen entzogen. Auch der britische Premier Andy Burnham hatte dem Fifa-Chef den Rückzug nahegelegt. »Der Weltfußball braucht eine neue Führung, die seine Governance modernisiert, die Glaubwürdigkeit wiederherstellt und zukunftsweisende Entscheidungen im Konsens mit den beteiligten Akteuren trifft«, schrieb Spaniens Fußballligachef Tebas auf X. Der 64-Jährige zählt zu den schärfsten Kritikern von Infantino. Investorenskandal sei »nur die Spitze des Eisbergs« Dass der Fifa-Präsident nach heftiger Kritik sein Vorhaben verworfen habe, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, sei »eine gute Nachricht«, sagte Tebas. Aber: »Einen Vorschlag zurückzuziehen, löscht nicht alles aus, was geschehen ist. Es ist nur die Spitze des Eisbergs.« Der Spanier erinnerte in seinem Post in sozialen Medien auch an die kontroverse Aufhebung einer Spielsperre für den US-Stürmer Folarin Balogun bei der jüngsten Fußball-WM, die Infantino nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump veranlasst hatte. Zudem monierte Tebas »skandalöse Preise« für Tickets, den Umgang mit Korruption in der Fifa, die Umgestaltung des internationalen Spielkalenders sowie neue Wettbewerbe und Formate, die »ohne einen echten Prozess des Dialogs« entschieden worden seien. »Aus all diesen Gründen glaube ich, dass Gianni Infantino nicht weiter an der Spitze der Fifa stehen darf«, schloss Tebas seinen Beitrag: »Das Problem war nie ein einzelner Vorschlag. Das Problem ist ein Governance-Modell, das die Macht zentralisiert, die Gegenkräfte schwächt und jene marginalisiert, die direkt von seinen Entscheidungen betroffen sind.« Selbst engste Berater rückten von Infantino ab Nach heftiger Kritik aus vielen Fußballverbänden hatte die Fifa am Samstag ihre umstrittenen Investorenpläne zurückgenommen. Verbandspräsident Infantino erklärte seine Pläne für gescheitert. Sie hatten vorgesehen, bis zu 20 Prozent der kommerziellen Fifa-Rechte – etwa für die Fußballweltmeisterschaft – an private Geldgeber zu verkaufen, um damit bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar einzuspielen. Das Vorhaben hatte weltweit Kritik von Fußballverbänden, Funktionären und selbst Infantinos engsten Beratern hervorgerufen. Für die Umsetzung wollte die Fifa das Tochterunternehmen Fifa Forward Enterprise (FFE) gründen. Dessen Führung sollte laut Fifa der Technologieinvestor Joshua Kushner übernehmen, dessen Bruder Jared mit Ivanka Trump verheiratet ist, der Tochter des US-Präsidenten. Kritiker werfen Infantino vor, primär seinen persönlichen Profit und den von Geschäftspartnern im Auge zu haben. Der Funktionär treibe die Kommerzialisierung der weltweit populärsten Sportart auf die Spitze.

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2. August
Die Zeit (Politik)

Weltfußballverband Fifa: Rufe nach Rücktritt von Gianni Infantino mehren sich

Nach dem Platzen seiner umstrittenen Investorenpläne für die Fußballweltmeisterschaft mehren sich die Rufe nach einem Wechsel von Fifa-Präsident Gianni Infantino an der Spitze des Weltfußballverbands. Am Samstagabend forderte der Chef der spanischen Fußballliga, Javier Tebas, offen Infantinos Rücktritt. Wenige Stunden zuvor hatte der europäische Fußballverband Uefa Infantino das Vertrauen entzogen. Auch der britische Premier Andy Burnham hatte dem Fifa-Chef den Rückzug nahegelegt. »Der Weltfußball braucht eine neue Führung, die seine Governance modernisiert, die Glaubwürdigkeit wiederherstellt und zukunftsweisende Entscheidungen im Konsens mit den beteiligten Akteuren trifft«, schrieb Spaniens Fußballligachef Tebas auf X. Der 64-Jährige zählt zu den schärfsten Kritikern von Infantino. Investorenskandal sei »nur die Spitze des Eisbergs« Dass der Fifa-Präsident nach heftiger Kritik sein Vorhaben verworfen habe, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, sei »eine gute Nachricht«, sagte Tebas. Aber: »Einen Vorschlag zurückzuziehen, löscht nicht alles aus, was geschehen ist. Es ist nur die Spitze des Eisbergs.« Der Spanier erinnerte in seinem Post auf sozialen Medien auch an die kontroverse Aufhebung einer Spielsperre für den US-Stürmer Folarin Balogun bei der jüngsten Fußball-WM, die Infantino nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump veranlasst hatte. Zudem monierte Tebas »skandalöse Preise« für Tickets, den Umgang mit Korruption in der Fifa, die Umgestaltung des internationalen Spielkalenders sowie neue Wettbewerbe und Formate, die »ohne einen echten Prozess des Dialogs« entschieden worden seien. »Aus all diesen Gründen glaube ich, dass Gianni Infantino nicht weiter an der Spitze der Fifa stehen darf«, schloss Tebas seinen Beitrag: »Das Problem war nie ein einzelner Vorschlag. Das Problem ist ein Governance-Modell, das die Macht zentralisiert, die Gegenkräfte schwächt und jene marginalisiert, die direkt von seinen Entscheidungen betroffen sind.« Selbst engste Berater rückten von Infantino ab Nach heftiger Kritik aus vielen Fußballverbänden hatte die Fifa am Samstag ihre umstrittenen Investorenpläne zurückgenommen. Verbandspräsident Infantino erklärte seine Pläne für gescheitert. Sie hatten vorgesehen, bis zu 20 Prozent der kommerziellen Fifa-Rechte – etwa für die Fußballweltmeisterschaft – an private Geldgeber zu verkaufen, um damit bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar einzuspielen. Das Vorhaben hatte weltweit Kritik von Fußballverbänden, Funktionären und selbst Infantinos engsten Beratern hervorgerufen. Für die Umsetzung wollte die Fifa das Tochterunternehmen Fifa Forward Enterprise (FFE) gründen. Dessen Führung sollte laut Fifa der Technologieinvestor Joshua Kushner übernehmen, dessen Bruder Jared mit Ivanka Trump verheiratet ist, der Tochter des US-Präsidenten. Kritiker werfen Infantino vor, primär seinen persönlichen Profit und den von Geschäftspartnern im Auge zu haben. Der Funktionär treibe die Kommerzialisierung der weltweit populärsten Sportart auf die Spitze.

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1. August
Der Spiegel

Fifa: DFB wirft Gianni Infantino unverantwortliches Handeln vor

Reaktionen zur Fifa-Kehrtwende DFB wirft Infantino unverantwortliches Handeln vor und fordert »andere Kultur« Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Fifa-Präsident Gianni Infantino im Zusammenhang mit den gescheiterten Investorenplänen unverantwortliches Handeln vorgeworfen. »Die Vorgänge rund um dieses von Gianni Infantino initiierte Projekt müssen jetzt lückenlos aufgeklärt werden. Der Fifa-Präsident hat eigenmächtig, intransparent und letztlich auch unverantwortlich im Sinne des Fußballs gehandelt«, schrieb DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Man müsse nun »gemeinsam mit der Uefa und anderen Konföderationen dafür sorgen, dass bei der Fifa eine grundsätzlich andere Kultur einzieht. Eine Kultur, in der vor allem Entscheidungen wieder von den Mitgliedern in den Gremien diskutiert und getroffen werden.« In der Nacht zum Samstag hatte der Weltverband Fifa die Pläne beendet, Anteile an den kommerziellen Rechten seiner Wettbewerbe wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Club-WM an private Investoren zu verkaufen. »Dieser Schritt der Fifa ist unausweichlich. Der Versuch, Fifa-Wettbewerbe für private Investoren zu öffnen, ist gescheitert. Das ist unter anderem auch dem sehr geschlossenen Auftreten aller Uefa-Mitgliedsverbände zu verdanken«, erklärte Neuendorf. Auch die englische FA forderte eine Neuausrichtung des Weltverbandes. »Es ist an der Zeit für eine umfassende und gründliche Überprüfung der Führung und Governance der Fifa, um sicherzustellen, dass das globale Spiel transparent geführt wird«, hieß es in einer Reaktion auf der Plattform X. Dänischer und niederländischer Verband distanzieren sich von Infantino Der dänische Fußballverband DBU richtete deutliche Worte an Infantino. Er stimme der Uefa voll und ganz zu, dass das Vertrauen in den Fifa-Chef verloren gegangen sei, sagte DBU-Chef Jesper Møller in einer Mitteilung. »Deshalb kann ich ihn auch nicht unterstützen.« Den Vorschlag zurückzuziehen, sei »die einzig richtige Entscheidung – und sie war zu erwarten«, so Møller. »Der internationale Fußball stand an einem Scheideweg, an dem einige der Werte, die den Kern und die Seele des Fußballs ausmachen, unter Druck geraten waren.« Auch der niederländische Fußballverband KNVB distanzierte sich von Infantino. »Mit dem Rückzug des Vorschlags ist die Angelegenheit für den KNVB nicht erledigt. Die Art und Weise, wie dieser Prozess verlaufen ist, hat zu einem grundlegenden Vertrauensbruch mit dem Führungsstil des Fifa-Präsidenten Gianni Infantino geführt. Der KNVB hat kein Vertrauen mehr in seine Führung«, hieß es in einem Statement. »Diese Situation erfordert ein ernsthaftes Gespräch über die Zukunft der Governance und Führung innerhalb der Fifa.« Gianni Infantino kapituliert vor dem vehementen Widerstand und zieht die Investorenpläne der Fifa zurück. Wieso für den Weltfußball jetzt ein guter Moment wäre, um innezuhalten: Lesen Sie den SPIEGEL-Kommentar hier.

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1. August
ZDF heute

UEFA fordert personelle Konsequenzen in der FIFA

Nach Scheitern des Infantino-Plans:UEFA fordert personelle Konsequenzen in der FIFA | Die FIFA verwirft den umstrittenen Investoren-Plan ihres Chefs Gianni Infantino. Der Ärger ist damit noch lange nicht aus der Welt, denn die UEFA holt zu einem Rundumschlag aus. Die Europäische Fußball-Union und der DFB haben den Weltverband FIFA auch nach der Aufgabe der Investorenplänen hart attackiert. "Die derzeitige FIFA-Führung hat nicht nur das Vertrauen der UEFA verloren, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fußballfamilie", teilte der Kontinentalverband mit. Heftige Kritik kommt auch vom Deutschen Fußball-Bund. Dessen Päsident Bernd Neuendorf erklärte, man müsse nun "gemeinsam mit der UEFA und anderen Konföderationen dafür sorgen, dass bei der FIFA eine grundsätzlich andere Kultur einzieht". Gegenwind für Infantino aus fast allen Kontinentalverbänden Dass die FIFA um Präsident Gianni Infantino zuvor ihre Pläne verworfen hatte, die kommerziellen WM-Rechte an Investoren zu verkaufen, begrüßte die UEFA. Der FIFA-Entscheidung waren massive Proteste vor allem aus Europa vorausgegangen - aber auch die Kontinentalverbände in Asien sowie Nord- und Mittelamerika lehnten Infantinos Pläne ab. Der Schweizer steht heftig unter Druck, viele in der Fußball-Welt und selbst der Politik fordern seinen Rücktritt. Die UEFA schrieb dazu: "Der schäbige, hinter verschlossenen Türen ausgehandelte und undurchsichtige Deal, den er eingefädelt und anschließend durchzusetzen versucht hat, war das genaue Gegenteil von Transparenz." Infantino habe es zudem nicht geschafft, die milliardenschweren Rücklagen der FIFA den Verbänden und damit dem Fußball zukommen zu lassen. DFB-Präsident Neuendorf nennt den geplanten FIFA-Investoren-Deal ein "fatales Zeichen". Das FIFA-Council habe aus der Presse davon erfahren. Er bringt einen WM-Boykott ins Spiel. 29.07.2026 | 8:52 minUEFA: Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen "So können wir nicht weitermachen - mit geheimen Machenschaften, die im Eiltempo von gesichtslosen Individuen ausgeheckt werden und deren Nutzen für den Sport fragwürdig ist", hieß es dazu bei der UEFA: Wir müssen die Verantwortlichen ausfindig machen und sie zur Rechenschaft ziehen. UEFA in einer Erklärung Die UEFA-Mitgliedsländer haben einstimmig für einen möglichen WM-Boykott gestimmt. Hintergrund ist ein geplanter Investorendeal, den die FIFA vor wenigen Tagen verkündet hatte. 30.07.2026 | 2:10 minDer europäische Verband kündigte an, unmittelbar mit Partnern weltweit in den Dialog zu treten, um neue Wege zu finden, die FIFA-Gelder zu verteilen. "Das ist ein Sieg für das ganze Spiel", schrieb die UEFA. "Aber es darf nicht das Ende der Geschichte sein. Der Vorschlag wurde zurückgenommen. Die Aufgabe, das Vertrauen in die FIFA wieder aufzubauen, hat gerade erst begonnen." DFB-Chef fordert "lückenlose" Aufklärung Auch der DFB fährt gegen Infantino schwere Geschütze auf. "Die Vorgänge rund um dieses von Gianni Infantino initiierte Projekt müssen jetzt lückenlos aufgeklärt werden. Der FIFA-Präsident hat eigenmächtig, intransparent und letztlich auch unverantwortlich im Sinne des Fußballs gehandelt", schreibt DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Tags zuvor hatte schon UEFA-Vizepräsidentin Lise Klaveness, zugleich Präsidentin des norwegischen Fußballverbandes, Druck auf Infantino gemacht: "Mein klarer Eindruck ist, dass er sehr viel Vertrauen verloren hat", sagte die als Infantino-Kritikerin bekannte Juristin am Freitag in Oslo. Auch habe der FIFA-Boss seine Kandidatur auf Wiederwahl "durch diesen Vorfall nicht gestärkt". Sie wollen über Sport stets auf dem Laufenden bleiben? Dann ist unser sportstudio-WhatsApp-Channel genau das Richtige für Sie. Egal ob morgens zum Kaffee, mittags zum Lunch oder zum Feierabend - erhalten Sie die wichtigsten News direkt auf Ihr Smartphone. Melden Sie sich hier ganz einfach für unseren WhatsApp-Channel an: sportstudio-WhatsApp-Channel. Quelle: dpa Über dieses Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, unter anderem heute Xpress am 01.08.2026 ab 11:55 Uhr. - Wegen FIFA-Investoren-Plan:Enger Infantino-Vertrauter zurückgetretenmit Video1:29 - Streit um Infantinos Investoren-Pläne:Maximale Drohkulisse: UEFA beschließt WM-Boykottmit Video2:10 - Auch Asien und CONCACAF dagegen:Immer mehr Widerstand gegen Investoren-Planvon Christoph SchneiderVideo1:29 Alle Bolzplatz-Folgen Sport | Bolzplatz :Kann das DFB-Team in der K.o.-Phase bestehen? Video14:08 Sport | Bolzplatz :Ist die XXL-WM doch spannender als gedacht? Video10:39 Sport | Bolzplatz :Wo steht das DFB-Team zum Start der WM? Video15:08 Sport | Bolzplatz :Jule Brand: Deutscher X-Faktor im Mega-Finale? 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1. August
Süddeutsche Zeitung

Nach Ende des Investorendeals: „Aktuelle Fifa-Führung hat das Vertrauen verloren“ – Uefa attackiert Infantino

Die Europäische Fußball-Union Uefa hat nach dem vorläufigen Ende der Fifa-Investorenpläne mit erstaunlich deutlichen Worten einen Kulturwechsel im Weltverband gefordert. Dem Fifa-Präsidenten Gianni Infantino warf die Uefa vor, einen „schäbigen und undurchsichtigen Deal“ eingefädelt zu haben. „Die aktuelle Fifa-Führung hat nicht nur das Vertrauen der Uefa, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fußballfamilie verloren“, hieß es in einer Uefa-Stellungnahme am Samstagmittag: „Wir können nicht länger so weitermachen mit geheimen, in Windeseile durchgepeitschten Plänen, die von anonymen Akteuren ausgeheckt werden und dem Fußball nur zweifelhaften Nutzen bringen. Wir müssen die Verantwortlichen ermitteln und zur Rechenschaft ziehen.“ Der Fifa-Entscheidung waren massive Proteste vor allem aus Europa vorausgegangen – aber auch die Kontinentalverbände in Asien sowie Nord- und Mittelamerika lehnten Infantinos Pläne ab. Der Schweizer steht heftig unter Druck, viele in der Fußball-Welt und selbst der Politik fordern seinen Rücktritt. Die Uefa dankte all jenen, „die dem Fifa-Präsidenten deutlich gemacht haben, dass Fußball nicht käuflich ist“. Es sei „ein Sieg für den gesamten Fußball. Doch das darf nicht das Ende der Geschichte sein.“ Infantino hatte vorgeschlagen, einen Teil der WM-Rechte in ein Tochterunternehmen auszulagern und durch den Verkauf an Investoren hohe Summen einzunehmen. Der Weltverband setzte den Verbänden für die Zustimmung zu den Plänen eine Frist bis zum 19. September und stellte im Gegenzug Sonderzahlungen in Aussicht. In der Nacht zum Samstag verkündete Infantino dann, dass die Idee nicht weiterverfolgt werde. Die Uefa wirft Infantino zudem vor, gegen zwei seiner Wahlversprechen eklatant verstoßen zu haben: Der Schweizer hatte 2015 Transparenz angekündigt sowie die Verwendung der Fifa-Gelder zum Wohle sowie zur Entwicklung des Fußballs. DFB-Präsident Neuendorf wirft Infantino unverantwortliches Handeln vor „Beide Versprechen hat er nicht eingehalten. Der schäbige, hinter verschlossenen Türen ausgehandelte und undurchsichtige Deal, den er durchzusetzen versuchte, war alles andere als transparent. Und trotz Reserven von über fünf Milliarden Dollar hat er es auch versäumt, das Geld der Verbände zum Wohle des Fußballs einzusetzen“, hieß es in dem Statement. Deshalb werde die Uefa „unverzüglich mit Partnern und Interessengruppen weltweit und aus allen Bereichen des Fußballs zusammenarbeiten, um einen neuen Weg für die Verteilung der Ressourcen im Rahmen des bestehenden Fifa Forward-Programms vorzuschlagen“. Auch der Deutsche Fußball-Bund DFB hat Infantino  unverantwortliches Handeln vorgeworfen. „Die Vorgänge rund um dieses von Gianni Infantino initiierte Projekt müssen jetzt lückenlos aufgeklärt werden. Der Fifa-Präsident hat eigenmächtig, intransparent und letztlich auch unverantwortlich im Sinne des Fußballs gehandelt“, schrieb DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Man müsse nun „gemeinsam mit der Uefa und anderen Konföderationen dafür sorgen, dass bei der Fifa eine grundsätzlich andere Kultur einzieht. Eine Kultur, in der vor allem Entscheidungen wieder von den Mitgliedern in den Gremien diskutiert und getroffen werden.“

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