38 Tote nach Erdbeben in Indonesien
Zeitweise Tsunami-Warnung:38 Tote nach Erdbeben in Indonesien
Das schwere Erdbeben vor der Küste Indonesiens hat mindestens 38 Menschen das Leben gekostet. Am Samstagabend traf ein weiteres Beben die Insel Sumatra.
Zwei Mal an einem Tag hat ein starkes Erdbeben Indonesien erschüttert. Am Samstagmorgen traf ein Erdbeben der Stärke die 7,7 Flores-Insel im Osten des südostasiatischen Landes. Am Samstagabend erschütterte ein Beben der Stärke 6,9 die Insel Sumatra im Westen des Landes, wie das US-Erdbebenzentrum (USGS) mitteilte.
Beim ersten Beben am Morgen wurden mindestens 38 Menschen getötet. Dutzende weitere seien verletzt worden, teilten die Behörden in der Region Nusa Tenggara mit. Die meisten Toten seien in den Bezirken Sikka, Manggarai und Ost-Manggarai gefunden worden, darunter 16 Menschen, die von einem Erdrutsch begraben wurden, sagte der Leiter der Nationalen Katastrophenschutzbehörde, Suharyanto, der wie viele Indonesier nur einen Namen trägt.
Erdbeben: Panik auf der Insel Flores
Auf der Insel Flores stürzten Gebäude ein. Menschen rannten in Panik auf die Straßen. Es folgten mehrere Nachbeben. Aufnahmen im lokalen Fernsehen zeigten, wie Patienten in mehreren Krankenhäusern vorsorglich aus den Gebäuden evakuiert wurden. Das Krankenhauspersonal brachte Betten, Infusionsständer und Sauerstoffflaschen ins Freie und behandelte dort provisorisch.
Der Polizeichef der Provinz Ost-Nusa Tenggara, Rudi Darmoko, teilte mit, wegen Stromausfällen sei es noch schwierig, sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen.
In Indonesien ist zwischen den touristischen Inseln Bali und Lombok eine Fähre in Brand geraten. Laut der Hafenbehörde konnten die meisten Menschen evakuiert werden und es gab keine Opfer.
12.08.2026 | 0:14 minTsunami-Warnung wieder aufgehoben
Die Behörden gaben eine Tsunami-Warnung heraus, hoben sie inzwischen aber wieder auf. Die Einwohnerin Yohanna Embu aus Sikka berichtete, mehrere Gebäude seien beschädigt worden. "Ich habe gesehen, dass der Warteraum am Hafenterminal in Maumere eingestürzt ist", sagte sie. Einwohner seien auf höher gelegenes Gelände geflohen.
Der Erdbebenherd lag laut USGS in nur zehn Kilometern Tiefe. Derart flache Erdbeben wirken oft zerstörerischer als solche in größerer Tiefe, weil die Energie der Erschütterungen dann relativ ungebremst an der Erdoberfläche wirkt. Gleichzeitig ist die Fläche kleiner, die sie verwüsten können. Tiefe Erdbeben verlieren dagegen einen Teil ihrer Energie auf dem Weg zur Erdoberfläche.
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