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Mittwoch, 15. Juli 2026
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Konjunktur - Chinas Wirtschaft wächst langsamer als erwartet

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15. Juli
Tagesschau

Chinas Wirtschaft wächst so langsam wie seit Ende 2022 nicht

Konjunktur Chinas Wirtschaft wächst schwächer als erwartet Die chinesische Wirtschaft hat im zweiten Quartal an Dynamik verloren. Das Bruttoinlandsprodukt blieb hinter den Erwartungen zurück. Der schwache Konsum und die Krise am Immobilienmarkt belasten die Konjunktur. Chinas Wirtschaft ist im zweiten Quartal schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von April bis Juni um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu, wie das nationale Statistikamt in Peking mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 4,5 Prozent gerechnet. Im ersten Quartal hatte das Wachstum noch bei 5,0 Prozent gelegen. Es ist das schwächste Quartalswachstum seit Ende 2022. Exporte und Industrie bleiben wichtige Stützen Für das erste Halbjahr ergibt sich damit ein Wirtschaftswachstum von 4,7 Prozent. Die chinesische Regierung peilt für das Gesamtjahr ein Plus zwischen 4,5 und 5,0 Prozent an. Die aktuellen Daten zeigen eine zunehmend gespaltene Entwicklung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Während Industrie und Außenhandel weiter robust wachsen, bleibt die Binnennachfrage schwach. Hohe Nachfrage nach Halbleitern und Computern Die Industrieproduktion stieg im ersten Halbjahr um 5,4 Prozent und entwickelte sich damit stärker als erwartet. Rückenwind erhält die Industrie vor allem durch die hohe Nachfrage aus dem Ausland nach Halbleitern, Computern und Fahrzeugen. Bereits am Vortag hatte die chinesische Zollbehörde einen deutlichen Anstieg der Exporte gemeldet: Sie legten im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 27 Prozent zu. Der Exportboom dürfte zugleich die Handelskonflikte mit Europa und den USA weiter verschärfen. In der EU wird seit Längerem über den Umgang mit steigenden Importen aus China und staatlich geförderten Überkapazitäten diskutiert. Schwacher Konsum und Immobilienkrise belasten Im chinesischen Inland bleibt die Lage dagegen angespannt. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im ersten Halbjahr lediglich um 1,3 Prozent. Auch die Investitionen gingen zurück. Besonders deutlich zeigt sich die Schwäche auf dem Immobilienmarkt: Die Investitionen in den Sektor brachen im ersten Halbjahr um 18 Prozent ein. Der Wert verkaufter Neubauten sank um 13,6 Prozent. Der anhaltende Abschwung belastet das Vertrauen vieler Verbraucher und dämpft die Konsumbereitschaft. Regierung setzt auf neue Wachstumsimpulse Das Statistikamt machte vor allem äußere Faktoren für die schwächere Entwicklung verantwortlich. Vize-Kommissar Mao Shengyong nannte etwa die Konfliktlage im Nahen Osten und ein langsameres Wachstum der Weltwirtschaft. Ministerpräsident Li Qiang hatte zu Wochenbeginn bei einem Treffen mit Experten und Unternehmern eine stärkere Unterstützung der Wirtschaft und weitere Maßnahmen zur Belebung der Binnennachfrage gefordert. Dazu will die Regierung in Peking etwa Zukunftsbranchen wie Künstliche Intelligenz fördern. Nach Angaben des Statistikamts trugen IT- und Unternehmensdienstleistungen bereits im ersten Halbjahr rund ein Viertel zum Wirtschaftswachstum bei. Zudem stieg die Produktion von Computerchips deutlich an. China hofft, dass neue Technologien die Konjunktur langfristig stärken und die Schwäche der Binnennachfrage teilweise ausgleichen können.

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15. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

China: Wirtschaft wächst im zweiten Quartal schwächer als erwartet - plus 4,3 Prozent

Plus 4,3 Prozent Chinas Wirtschaft wächst im zweiten Quartal schwächer als erwartet Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal wegen einer schwachen Inlandsnachfrage und des Ölpreisschocks im Zuge des Irankriegs stärker als erwartet verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von April bis Juni um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das nationale Statistikamt in Peking mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Wachstum von 4,5 Prozent gerechnet. Es war das schwächste Quartalswachstum seit Ende 2022. Im ersten Quartal hatte das Plus noch 5,0 Prozent betragen. Im gesamten ersten Halbjahr wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im Vorjahresvergleich um 4,7 Prozent. Für das Gesamtjahr strebt die chinesische Regierung ein Wachstum zwischen 4,5 und 5 Prozent an. Laden in Peking: Inlandsnachfrage in China bleibt schwach Foto: Andy Wong / APDie Zahlen zeichnen das Bild einer zunehmend zweigeteilten Wirtschaft. Industrie und Außenhandel entwickeln sich weiterhin vergleichsweise stark. Konsum, Investitionen und Immobilienmarkt bleiben dagegen schwach. Die starke Auslandsnachfrage stützt Chinas Industrie, führt bislang aber nicht zu einer breiten Erholung im Inland. Der Rückgang des Wachstums im zweiten Quartal sei auf »äußere Faktoren« zurückzuführen, sagte der Vizekommissar des Statistikamts Mao Shengyong. Er nannte etwa die Konfliktlage im Nahen Osten und ein langsameres Wachstum der Weltwirtschaft. In China sei besonders die Petrochemie-Branche betroffen gewesen. Alle anderen Sektoren hätten sich jedoch normal entwickelt, erklärte er. Starker Export, schwache Nachfrage im Inland Im gesamten ersten Halbjahr wuchs die Industrieproduktion nach Angaben der Statistikbehörde um 5,4 Prozent. Im Juni legte sie um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Vor allem die internationale Nachfrage nach Halbleitern, Computertechnik und Autos stützt die chinesischen Hersteller. Das zeigte sich auch in den am Vortag veröffentlichten Handelszahlen. Die Exporte stiegen im Juni in US-Dollar gerechnet um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, die Importe legten um 36 Prozent zu. Der Exportboom dürfte allerdings die Handelskonflikte weiter verschärfen. In Deutschland und der EU wird darüber diskutiert, wie mit den rasch steigenden Einfuhren chinesischer Produkte und den Überkapazitäten in einzelnen Industriezweigen umgegangen werden soll. Immobilienmarkt zeigt die Probleme auf Im Inland bleibt die Lage dagegen schwierig. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im gesamten ersten Halbjahr lediglich um 1,3 Prozent. Die gesamten Anlageinvestitionen gingen von Januar bis Juni um 5,7 Prozent zurück. Auch für deutsche Unternehmen in China ist diese Nachfrageschwäche ein Problem. »Die dringend nötige Ankurbelung des Konsums bleibt ganz klar eine unserer zentralen Forderungen«, kommentierte Oliver Oehms, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Handelskammer in Nordchina, die aktuellen Zahlen. Noch stärker zeigt sich die Schwäche auf dem Immobilienmarkt. Die Investitionen in den Sektor brachen im ersten Halbjahr um 18 Prozent ein. Der Wert der verkauften Neubauimmobilien sank um 13,6 Prozent. Der Abschwung auf dem Immobilienmarkt gilt als Belastung für das Vertrauen und die Kaufbereitschaft vieler Haushalte.

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15. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

China: Plus 4,3 Prozent - Wirtschaft wächst im zweiten Quartal schwächer als erwartet

Plus 4,3 Prozent Chinas Wirtschaft wächst im zweiten Quartal schwächer als erwartet Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal wegen einer schwachen Inlandsnachfrage und des Ölpreisschocks im Zuge des Irankriegs stärker als erwartet verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von April bis Juni um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das nationale Statistikamt in Peking mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Wachstum von 4,5 Prozent gerechnet. Es war das schwächste Quartalswachstum seit Ende 2022. Im ersten Quartal hatte das Plus noch 5,0 Prozent betragen. Im gesamten ersten Halbjahr wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im Vorjahresvergleich um 4,7 Prozent. Für das Gesamtjahr strebt die chinesische Regierung ein Wachstum zwischen 4,5 und 5 Prozent an. Laden in Peking: Inlandsnachfrage in China bleibt schwach Foto: Andy Wong / APDie Zahlen zeichnen das Bild einer zunehmend zweigeteilten Wirtschaft. Industrie und Außenhandel entwickeln sich weiterhin vergleichsweise stark. Konsum, Investitionen und Immobilienmarkt bleiben dagegen schwach. Die starke Auslandsnachfrage stützt Chinas Industrie, führt bislang aber nicht zu einer breiten Erholung im Inland. Der Rückgang des Wachstums im zweiten Quartal sei auf »äußere Faktoren« zurückzuführen, sagte der Vizekommissar des Statistikamts Mao Shengyong. Er nannte etwa die Konfliktlage im Nahen Osten und ein langsameres Wachstum der Weltwirtschaft. In China sei besonders die Petrochemie-Branche betroffen gewesen. Alle anderen Sektoren hätten sich jedoch normal entwickelt, erklärte er. Starker Export, schwache Nachfrage im Inland Im gesamten ersten Halbjahr wuchs die Industrieproduktion nach Angaben der Statistikbehörde um 5,4 Prozent. Im Juni legte sie um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Vor allem die internationale Nachfrage nach Halbleitern, Computertechnik und Autos stützt die chinesischen Hersteller. Das zeigte sich auch in den am Vortag veröffentlichten Handelszahlen. Die Exporte stiegen im Juni in US-Dollar gerechnet um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, die Importe legten um 36 Prozent zu. Der Exportboom dürfte allerdings die Handelskonflikte weiter verschärfen. In Deutschland und der EU wird darüber diskutiert, wie mit den rasch steigenden Einfuhren chinesischer Produkte und den Überkapazitäten in einzelnen Industriezweigen umgegangen werden soll. Immobilienmarkt zeigt die Probleme auf Im Inland bleibt die Lage dagegen schwierig. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im gesamten ersten Halbjahr lediglich um 1,3 Prozent. Die gesamten Anlageinvestitionen gingen von Januar bis Juni um 5,7 Prozent zurück. Auch für deutsche Unternehmen in China ist diese Nachfrageschwäche ein Problem. »Die dringend nötige Ankurbelung des Konsums bleibt ganz klar eine unserer zentralen Forderungen«, kommentierte Oliver Oehms, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Handelskammer in Nordchina, die aktuellen Zahlen. Noch stärker zeigt sich die Schwäche auf dem Immobilienmarkt. Die Investitionen in den Sektor brachen im ersten Halbjahr um 18 Prozent ein. Der Wert der verkauften Neubauimmobilien sank um 13,6 Prozent. Der Abschwung auf dem Immobilienmarkt gilt als Belastung für das Vertrauen und die Kaufbereitschaft vieler Haushalte.

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15. Juli
Handelsblatt

Konjunktur: Chinas Wirtschaft wächst langsamer als erwartet

Konjunktur: Chinas Wirtschaft wächst langsamer als erwartet Peking. Chinas Wirtschaft ist im zweiten Quartal langsamer als erwartet gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu, wie das nationale Statistikamt in Peking mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Wachstum von 4,5 Prozent gerechnet. Es war das schwächste Quartalswachstum seit Ende 2022. Im ersten Quartal hatte das Plus noch 5,0 Prozent betragen. Im gesamten ersten Halbjahr wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im Vorjahresvergleich um 4,7 Prozent. Die Zahlen zeichnen das Bild einer zunehmend zweigeteilten Wirtschaft. Industrie und Außenhandel entwickeln sich weiterhin vergleichsweise stark. Konsum, Investitionen und Immobilienmarkt bleiben dagegen schwach. Die starke Auslandsnachfrage stützt Chinas Industrie, führt bislang aber nicht zu einer breiten Erholung im Inland. Chinas Statistiker zeigten sich optimistisch. Der Rückgang des Wachstums im zweiten Quartal sei auf „äußere Faktoren“ zurückzuführen, sagte der Vize-Kommissar des Statistikamtes Mao Shengyong. Er nannte etwa die Konfliktlage im Nahen Osten und ein langsameres Wachstum der Weltwirtschaft. In China sei besonders die Petrochemie-Branche betroffen gewesen. Alle anderen Sektoren hätten sich jedoch normal entwickelt, erklärte er. Produktion und Exporte bleiben stark Im gesamten ersten Halbjahr wuchs die Industrieproduktion nach Angaben der Statistikbehörde um 5,4 Prozent. Im Juni legte sie um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Vor allem die internationale Nachfrage nach Halbleitern, Computertechnik und Autos stützt die chinesischen Hersteller. Das zeigte sich auch in den am Vortag veröffentlichten Handelszahlen. Die Exporte stiegen im Juni in US-Dollar gerechnet um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, die Importe legten um 36 Prozent zu. Der Exportboom dürfte allerdings die Handelskonflikte weiter verschärfen. In Deutschland und der EU wird darüber diskutiert, wie mit den rasch steigenden Einfuhren chinesischer Produkte und den Überkapazitäten in einzelnen Industriezweigen umgegangen werden soll. Binnenmarkt und Immobilien unter Druck Im Inland bleibt die Lage dagegen schwierig. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im gesamten ersten Halbjahr lediglich um 1,3 Prozent. Die gesamten Anlageinvestitionen gingen von Januar bis Juni um 5,7 Prozent zurück. Auch für deutsche Unternehmen in China ist diese Nachfrageschwäche ein Problem. „Die dringend nötige Ankurbelung des Konsums bleibt ganz klar eine unserer zentralen Forderungen“, kommentierte Oliver Oehms, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Handelskammer in Nordchina, die aktuellen Zahlen. Noch stärker zeigt sich die Schwäche auf dem Immobilienmarkt. Die Investitionen in den Sektor brachen im ersten Halbjahr um 18 Prozent ein. Der Wert der verkauften Neubauimmobilien sank um 13,6 Prozent. Der Abschwung auf dem Immobilienmarkt gilt als Belastung für das Vertrauen und die Kaufbereitschaft vieler Haushalte. Verwandte Themen Laut Statistiker Mao zeigte eine Umfrage seiner Behörde, dass die Immobilienbranche in diesem Jahr mit stabilen oder sogar steigenden Wohnungspreisen rechne. Erste politische Maßnahmen, um die Nachfrage anzukurbeln und den Wohnungsbestand zu senken, hätten Wirkung gezeigt, sagte er. Hoffnung auf Wachstum durch KI Ministerpräsident Li Qiang hatte am Montag bei einem Treffen mit Experten und Unternehmern eine stärkere Unterstützung der Wirtschaft und weitere Maßnahmen zur Belebung der Binnennachfrage gefordert. Für das Gesamtjahr strebt die chinesische Regierung ein Wachstum zwischen 4,5 und 5 Prozent an. Das Halbjahreswachstum von 4,7 Prozent entspricht damit der Zielspanne für das Gesamtjahr. Außerdem fördert China verstärkt Zukunftsbranchen wie die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) und erhofft sich dadurch weiteres Wirtschaftswachstum. Der Antrieb dafür soll nicht nur durch neue Wirtschaftszweige entstehen, sondern auch durch Modernisierung mit KI in traditionellen Branchen.  Unter den führenden Tech-Konzernen wie Alibaba

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15. Juli
Wirtschaftswoche

Konjunktur: Chinas Wirtschaft wächst langsamer als erwartet

Konjunktur: Chinas Wirtschaft wächst langsamer als erwartet Chinas Wirtschaft ist im zweiten Quartal langsamer als erwartet gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu, wie das nationale Statistikamt in Peking mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Wachstum von 4,5 Prozent gerechnet. Es war das schwächste Quartalswachstum seit Ende 2022. Im ersten Quartal hatte das Plus noch 5,0 Prozent betragen. Im gesamten ersten Halbjahr wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im Vorjahresvergleich um 4,7 Prozent. Die Zahlen zeichnen das Bild einer zunehmend zweigeteilten Wirtschaft. Industrie und Außenhandel entwickeln sich weiterhin vergleichsweise stark. Konsum, Investitionen und Immobilienmarkt bleiben dagegen schwach. Die starke Auslandsnachfrage stützt Chinas Industrie, führt bislang aber nicht zu einer breiten Erholung im Inland. Chinas Statistiker zeigten sich optimistisch. Der Rückgang des Wachstums im zweiten Quartal sei auf „äußere Faktoren“ zurückzuführen, sagte der Vize-Kommissar des Statistikamtes Mao Shengyong. Er nannte etwa die Konfliktlage im Nahen Osten und ein langsameres Wachstum der Weltwirtschaft. In China sei besonders die Petrochemie-Branche betroffen gewesen. Alle anderen Sektoren hätten sich jedoch normal entwickelt, erklärte er. Produktion und Exporte bleiben stark Im gesamten ersten Halbjahr wuchs die Industrieproduktion nach Angaben der Statistikbehörde um 5,4 Prozent. Im Juni legte sie um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Vor allem die internationale Nachfrage nach Halbleitern, Computertechnik und Autos stützt die chinesischen Hersteller. Das zeigte sich auch in den am Vortag veröffentlichten Handelszahlen. Die Exporte stiegen im Juni in US-Dollar gerechnet um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, die Importe legten um 36 Prozent zu. Der Exportboom dürfte allerdings die Handelskonflikte weiter verschärfen. In Deutschland und der EU wird darüber diskutiert, wie mit den rasch steigenden Einfuhren chinesischer Produkte und den Überkapazitäten in einzelnen Industriezweigen umgegangen werden soll. Binnenmarkt und Immobilien unter Druck Im Inland bleibt die Lage dagegen schwierig. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im gesamten ersten Halbjahr lediglich um 1,3 Prozent. Die gesamten Anlageinvestitionen gingen von Januar bis Juni um 5,7 Prozent zurück. Noch stärker zeigt sich die Schwäche auf dem Immobilienmarkt. Die Investitionen in den Sektor brachen im ersten Halbjahr um 18 Prozent ein. Der Wert der verkauften Neubauimmobilien sank um 13,6 Prozent. Der Abschwung auf dem Immobilienmarkt gilt als Belastung für das Vertrauen und die Kaufbereitschaft vieler Haushalte. Laut Statistiker Mao zeigte eine Umfrage seiner Behörde, dass die Immobilienbranche in diesem Jahr mit stabilen oder sogar steigenden Wohnungspreisen rechne. Erste politische Maßnahmen, um die Nachfrage anzukurbeln und den Wohnungsbestand zu senken, hätten Wirkung gezeigt, sagte er. Hoffnung auf Wachstum durch KI Ministerpräsident Li Qiang hatte am Montag bei einem Treffen mit Experten und Unternehmern eine stärkere Unterstützung der Wirtschaft und weitere Maßnahmen zur Belebung der Binnennachfrage gefordert. Für das Gesamtjahr strebt die chinesische Regierung ein Wachstum zwischen 4,5 und 5 Prozent an. Das Halbjahreswachstum von 4,7 Prozent entspricht damit der Zielspanne für das Gesamtjahr. Außerdem fördert China verstärkt Zukunftsbranchen wie die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) und erhofft sich dadurch weiteres Wirtschaftswachstum. Der Antrieb dafür soll nicht nur durch neue Wirtschaftszweige entstehen, sondern auch durch Modernisierung mit KI in traditionellen Branchen. Unter den führenden Tech-Konzernen wie Alibaba Lesen Sie auch: Wie der Westen Putin zum Verlierer machen kann

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15. Juli
Handelsblatt

Konjunktur: Chinas Wirtschaft schwächelt im zweiten Quartal

Konjunktur: Chinas Wirtschaft schwächelt im zweiten Quartal Peking. Chinas Wirtschaft ist im zweiten Quartal langsamer gewachsen als von Experten erwartet. Offiziellen Daten zufolge belief sich das Wirtschaftswachstum zwischen April und Juni auf 4,3 Prozent. Das gab das Statistikamt in Peking am Mittwoch bekannt. Vor allem die starken Exporte verhinderten dabei ein noch langsameres Wachstum. Der Außenhandel entwickle sich „prächtig“ hieß es in der Mitteilung des Statistikamts. Daten der Zollbehörde von Dienstag zufolge, stiegen die Exporte allein im Juni um 27 Prozent. Belastend wirkten dagegen die schwache Inlandsnachfrage und der Energiepreisschock infolge des Irankriegs. Auffällig war, dass das Statistikamt in seiner Veröffentlichung vor allem die Wachstumszahl für das gesamte erste Halbjahr von 4,7 Prozent hervorhob. Die deutlich schwächeren Zahlen für das zweite Quartal wurden lediglich in den Anmerkungen im unteren Teil der Mitteilung genannt. Auch Staatsmedien wie CCTV und Xinhua erwähnten das niedrige Wachstum im zweiten Quartal zunächst nicht. Die Staatsführung hatte im März ein Wachstumsziel von 4,5 bis fünf Prozent für 2026 ausgegeben. Die Entwicklung im zweiten Quartal lag damit unterhalb der Vorgabe. Ohnehin gilt das Wirtschaftswachstum in China als politische Zahl. Immer wieder gibt es Zweifel daran, dass es den wahren Zustand der Wirtschaft widerspiegelt.

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