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Freitag, 24. Juli 2026
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Sozialbudget: Welcher „soziale Kahlschlag“?

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24. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Sozialbudget: Welcher „soziale Kahlschlag“?

Sozialbudget : Welcher „soziale Kahlschlag“? Die Ausgaben für Soziales wachsen seit Jahren stärker als die Wirtschaft. Es ist dringend an der Zeit, sich den sozialpolitischen Ursachen der Wirtschaftsmisere zuzuwenden. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) vertritt regelmäßig die These, dass der deutsche Sozialstaat nicht wachse, jedenfalls nicht im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Und er führt deshalb Kampagnen gegen „sozialen Kahlschlag“. Mit der tatsächlichen Entwicklung der Sozialausgaben hatte dies aber schon bisher nichts zu tun. Und nun ist es auch für das Jahr 2025 durch eine offizielle Aufstellung des Bundesarbeitsministeriums widerlegt. Die Ausgaben aller Ebenen des Sozialstaats sind auf mehr als 1,4 Billionen Euro gestiegen und nahmen damit 32 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung in Anspruch. Das waren allein 0,7 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Binnen zehn Jahren hat sich diese Quote sogar um mehr als drei Prozentpunkte erhöht. Drei Prozentpunkte? Das mag nach wenig klingen. Aber bezogen aufs aktuelle Bruttoinlandsprodukt ist es ein realer Unterschied von 134 Milliarden Euro. So viel weniger hätten Wirtschaft und Bürger für Sozialstaatskosten aufbringen müssen, falls sich dieser 2025 noch in den Proportionen des Jahres 2015 bewegt hätte. Kurz gefasst: Wenn es einen Kahlschlag gibt, dann den zulasten der Nettoeinkommen der Zahler. Mehr Raum für Investitionen Ein anderes beliebtes Argument für einen großen Sozialstaat firmiert unter dem Begriff „automatische Stabilisatoren“: Lahmt die Konjunktur und steigt die Arbeitslosigkeit, dann soll der Sozialstaat mit erhöhten Ausgaben den Ausfall von Arbeitseinkommen ausgleichen, um den Konsum und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu stützen. Dieses Argument ist zwar nicht so faktenfremd wie jene DGB-These. Problematisch ist daran aber, dass auch mit ihm gerne Realitäten ausgeblendet werden. Die tiefere Ursache der quälenden Dauerstagnation der deutschen Wirtschaft ist keine Nachfrageschwäche, sondern eine ernste Struktur- und Kostenkrise. Die preisliche und technologische Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sinkt. Gegen dieses Problem aber hilft der stark gewachsene Sozialstaat gerade nicht, er verschärft es: Er bremst Erneuerung, indem er Besitzstände schützt. Und er treibt zugleich die ohnehin schon schädliche Kostenlast weiter hoch. Es wird Zeit für eine der Zukunft zugewandte Sozialpolitik, die in jeder Hinsicht mehr Raum für Investitionen lässt.

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23. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Daten des Sozialministeriums: 1431 Milliarden Euro für Soziales

Daten des Sozialministeriums : 1431 Milliarden Euro für Soziales Die Wirtschaft stagniert, aber der Sozialstaat wächst. Wie stark, das zeigt nun eine neue Aufstellung. Am meisten haben sich 2025 die Ausgaben für Arbeitslosigkeit und Pflege erhöht. Der deutsche Sozialstaat wächst – und das deutlich stärker als die Wirtschaftsleistung, aus der er sich finanziert. Der Anteil aller Ausgaben für Sozialleistungen hat sich deshalb im vergangenen Jahr von 31,3 Prozent auf 32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erhöht. Dies ist ein neuer Höchststand, wenn man von den Sonderumständen der Corona-Krise im Jahr 2020 absieht. Noch vor zehn Jahren hatte sich die sogenannte Sozialleistungsquote um 28 Prozent des BIP bewegt. Die neuen Zahlen finden sich in der Übersicht „Sozialbudget 2025“, die das Bundessozialministerium soeben fertiggestellt hat. Die Summe aller Sozialleistungen hat sich demnach im vergangenen Jahr auf 1431 Milliarden Euro erhöht. Das waren 77 Milliarden Euro oder 5,7 Prozent mehr als 2024. Wie sich dies zur Wirtschaftsleistung verhält, zeigt auch dieser Vergleich: Das BIP ist im vergangenen Jahr nur etwas mehr als halb so stark gewachsen wie der Sozialstaat. Nominal, also nicht inflationsbereinigt, stieg es um 3,3 Prozent. (Das reale BIP-Wachstum, das in anderen Zusammenhängen meist betrachtet wird, erreichte sogar nur 0,3 Prozent.) Ausgaben für Arbeitslosengeld und Pflege steigen am stärksten Starke Ausgabentreiber waren im vergangenen Jahr die Sozialversicherungen, allen voran Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Die Bundesagentur für Arbeit gab 2025 insgesamt 45,4 Milliarden Euro aus, das waren 15,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Und auf die Pflegeversicherung entfielen, nach einem Ausgabensprung um 11,2 Prozent, gut 73 Milliarden Euro vom Sozialbudget. Mit welcher Ausgabendynamik es die Pflegekassen zu tun haben, zeigt zudem dieser Vergleich: Bis vor gut zehn Jahren war ihr jährliches Budget stets kleiner als das der Arbeitslosenversicherung. Die größten Ausgabenblöcke der Sozialversicherung und des Sozialstaats insgesamt sind aber die Renten- und die Krankenversicherung. Letztere gaben im vergangenen Jahr 351 Milliarden Euro aus, 7,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch ihre Ausgaben sind also deutlich stärker gestiegen als die 5,7 Prozent, mit denen das Sozialbudget insgesamt gewachsen ist, und zugleich mehr als doppelt so stark wie die Wirtschaftsleistung, aus der sich Steuern und Sozialbeiträge speisen. Die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung erhöhten sich um 5,8 Prozent auf 432 Milliarden Euro. Das gesamte Sozialbudget in der Abgrenzung, wie sie das Ministerium für seine Aufstellung verwendet, umfasst allerdings nicht nur die Sozialversicherungen, sondern auch steuerfinanzierte Leistungen wie das Bürgergeld und weitere Hilfen außerhalb der öffentlichen Haushalte, allen voran die arbeitgeberfinanzierte Lohnfortzahlung für erkrankte Arbeitnehmer. Letztere summierte sich der Übersicht zufolge im vergangenen Jahr auf 75,5 Milliarden Euro. Ausgaben für Lohnfortzahlung wachsen langsamer In einem gewissen Kontrast zur teils hitzigen politischen Debatte über hohe Krankenstände steht hier allerdings die Entwicklung der Ausgaben. Mit plus 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr haben zwar auch sie sich stärker erhöht als die Wirtschaftsleistung insgesamt. Der Anstieg dieser Kosten war aber schwächer als der des Sozialbudgets insgesamt. Bemerkenswert ist allerdings auch die Entwicklung der Grundsicherung für Arbeitssuchende (bisher Bürgergeld). Denn deren Ausgaben sind der Aufstellung zufolge im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent auf 57,5 Milliarden Euro gesunken. In dieser Position ist neben den Ausgaben des Bundes auch der Anteil der Kommunen enthalten, den diese für Wohnkosten der Leistungsbezieher beisteuern. Diese Entwicklung steht in umso stärkerem Kontrast zum kräftigen Anstieg der Ausgaben der Arbeitslosenversicherung. Es liegt zum einen daran, dass die monatliche Geldleistung für Grundsicherungsbezieher 2025 wie 2024 nicht angehoben wurde. Demgegenüber steigen die Pro-Kopf-Ausgaben der Arbeitslosenversicherung mit jeder Lohnerhöhung, weil ihr Arbeitslosengeld an die Lohnhöhe gekoppelt ist. Zum anderen steigt infolge der schlechten Wirtschaftslage seit geraumer Zeit vor allem die Zahl der Arbeitslosengeldbezieher deutlich an. Demgegenüber finden unter den Grundsicherungsbeziehern zunehmend mehr Flüchtlinge den Einstieg in Arbeit, nachdem sie Sprachkurse absolviert haben, wie die monatlichen Arbeitsmarktberichte zeigen. Stark gestiegen sind derweil die Ausgaben der steuerfinanzierten Kinder- und Jugendhilfe, die größtenteils von den Kommunen aufzubringen sind. Sie erhöhten sich um 7,8 Prozent auf 79,7 Milliarden Euro. Verlangsamt hat sich indes der zuvor starke Anstieg der anderen Sozialhilfezweige, zu denen auch die Eingliederungshilfe für Behinderte zählt: plus 3,7 Prozent auf 62,6 Milliarden Euro. In den beiden Vorjahren waren sie um mehr als zehn Prozent gewachsen. Weniger stark als das gesamte Sozialbudget stiegen auch die Ausgaben für Beamtenpensionen, und zwar um 3,8 Prozent auf 79,4 Milliarden Euro, wie die Übersicht zeigt. Die Ausgaben für die Beihilfe zur Krankenversicherung der Beamten erhöhten sich indes um 8,1 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro.

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23. Juli
Wirtschaftswoche

Sozialbudget: Sozialausgaben steigen auf ein Drittel der Wirtschaftskraft

Sozialbudget: Sozialausgaben steigen auf ein Drittel der Wirtschaftskraft Die Sozialausgaben sind im vergangenen Jahr auf fast ein Drittel der Wirtschaftsleistung in Deutschland gestiegen. Laut Bundesregierung gab es Ausgabesteigerungen in allen Sozialversicherungssystemen, allein bei der gesetzlichen Krankenversicherung plus 7,7 Prozent, bei der Pflegeversicherung plus 11,2 Prozent, bei der Rentenversicherung plus 5,8 Prozent. Insgesamt machten die Ausgaben für Rente, Gesundheit, Pflege und ähnliche Leistungen 32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, wie aus dem vom Sozialministerium veröffentlichten Bericht zum Sozialbudget 2025 hervorgeht. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete zuerst darüber. Anteil steigt Der Anteil der Sozialleistungen vom BIP stieg somit weiter um 0,7 Prozentpunkte. Mit rund 36 Prozent machen die gesetzlichen Renten, die Pensionen und Betriebsrenten sowie Pflege- und ähnliche Leistungen weiter den größten Anteil aus, gefolgt von der medizinischen Versorgung inklusive Krankenhäusern und Entgeltfortzahlung mit 34 Prozent. In der Arbeitslosenversicherung (plus 15,7 Prozent) machten sich laut Regierung weiter gestiegene Ausgaben für Arbeitslosengeld bemerkbar. Die Ausgaben für Grundsicherung, sprich beim Bürgergeld, sanken dagegen um 1,2 Prozent. Das Sozialministerium führt das laut „Süddeutscher Zeitung“ unter anderem darauf zurück, dass die Zahl der Menschen im Bürgergeld, die arbeiten könnten, seit Anfang 2025 zurückgegangen sei und es 91.000 weniger erwerbsfähige Leistungsbeziehende als im Vorjahr gab. 1,4 Billionen Euro für Rente und Soziales Die Summe aller sozialen Leistungen betrug mehr als 1,4 Billionen oder rund 1431 Milliarden Euro. Die Sozialleistungsquote stieg auch wegen eines bereits im vergangenen Jahr als gering bezeichneten Wirtschaftswachstums. Während die Sozialleistungen um 5,7 Prozent nach oben gingen, betrug das Wirtschaftswachstum nominal (ohne Inflationsbereinigung) nur 3,3 Prozent, real nur 0,2 Prozent. Finanziert werden die Sozialleistungen unverändert zu rund zwei Dritteln aus Beiträgen, zu einem Drittel aus staatlichen Zuschüssen. Lesen Sie auch: Die Menschen fühlen sich ärmer – und sind es auch

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23. Juli
Die Zeit (Politik)

Sozialstaat: Sozialausgaben steigen auf knapp ein Drittel der Wirtschaftsleistung

Die deutschen Sozialausgaben sind im vergangenen Jahr auf fast ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung angestiegen. Der Anteil der Sozialleistungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte und damit auf 32 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP), wie aus einem Bericht des Bundessozialministeriums zum Sozialbudget 2025 hervorgeht. Zuerst berichtete die Süddeutsche Zeitung. Der Bundesregierung zufolge wuchsen die Ausgaben in allen Sozialversicherungssystemen. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung erhöhten sie sich demnach um 7,7 Prozent, bei der Pflegeversicherung um 11,2 Prozent und bei der Rentenversicherung um 5,8 Prozent. Die Summe aller sozialen Leistungen betrug mehr als 1,4 Billionen oder rund 1.431 Milliarden Euro. Mit rund 36 Prozent machen die gesetzlichen Renten, die Pensionen und Betriebsrenten sowie Pflege- und ähnliche Leistungen weiter den größten Anteil aus, gefolgt von der medizinischen Versorgung inklusive Krankenhäusern und Entgeltfortzahlung mit 34 Prozent. Geringes Wirtschaftswachstum lässt Ausgabenquote steigen In der Arbeitslosenversicherung erhöhten sich die Ausgaben um 15,7 Prozent, was nach Angaben der Regierung auf steigende Ausgaben für Arbeitslosengeld zurückzuführen ist. Die Ausgaben für das inzwischen in Grundsicherung umbenannte Bürgergeld sanken demnach um 1,2 Prozent. Laut Süddeutscher Zeitung führt das Bundessozialministerium dies darauf zurück, dass die Zahl der Bürgergeldempfänger, die arbeiten könnten, im Vergleich zum Vorjahr um 91.000 zurückgegangen ist. Ein Grund für die höhere Sozialleistungsquote ist das geringe Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr. Während die Sozialleistungen um 5,7 Prozent stiegen, betrug das nominale Wirtschaftswachstum nur 3,3 Prozent. Bereinigt man dieses um die Inflation, bleiben nur noch 0,2 Prozent reales Wirtschaftswachstum. Die Sozialleistungen werden weiterhin zu rund zwei Dritteln aus Beiträgen und zu einem Drittel durch staatliche Zuschüsse finanziert.

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23. Juli
Handelsblatt

Sozialbudget: Sozialausgaben steigen auf ein Drittel der Wirtschaftskraft

Sozialbudget: Sozialausgaben steigen auf ein Drittel der Wirtschaftskraft Berlin. Die Sozialausgaben sind im vergangenen Jahr auf fast ein Drittel der Wirtschaftsleistung in Deutschland gestiegen. Laut Bundesregierung gab es Ausgabesteigerungen in allen Sozialversicherungssystemen, allein bei der gesetzlichen Krankenversicherung plus 7,7 Prozent, bei der Pflegeversicherung plus 11,2 Prozent, bei der Rentenversicherung plus 5,8 Prozent. Insgesamt machten die Ausgaben für Rente, Gesundheit, Pflege und ähnliche Leistungen 32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, wie aus dem vom Sozialministerium veröffentlichten Bericht zum Sozialbudget 2025 hervorgeht. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete zuerst darüber. Anteil steigt Der Anteil der Sozialleistungen vom BIP stieg somit weiter um 0,7 Prozentpunkte. Mit rund 36 Prozent machen die gesetzlichen Renten, die Pensionen und Betriebsrenten sowie Pflege- und ähnliche Leistungen weiter den größten Anteil aus, gefolgt von der medizinischen Versorgung inklusive Krankenhäusern und Entgeltfortzahlung mit 34 Prozent. In der Arbeitslosenversicherung (plus 15,7 Prozent) machten sich laut Regierung weiter gestiegene Ausgaben für Arbeitslosengeld bemerkbar. Die Ausgaben für Grundsicherung, sprich beim Bürgergeld, sanken dagegen um 1,2 Prozent. Das Sozialministerium führt das laut „Süddeutscher Zeitung“ unter anderem darauf zurück, dass die Zahl der Menschen im Bürgergeld, die arbeiten könnten, seit Anfang 2025 zurückgegangen sei und es 91.000 weniger erwerbsfähige Leistungsbeziehende als im Vorjahr gab. 1,4 Billionen Euro für Rente und Soziales Die Summe aller sozialen Leistungen betrug mehr als 1,4 Billionen oder rund 1.431 Milliarden Euro. Die Sozialleistungsquote stieg auch wegen eines bereits im vergangenen Jahr als gering bezeichneten Wirtschaftswachstums. Während die Sozialleistungen um 5,7 Prozent nach oben gingen, betrug das Wirtschaftswachstum nominal (ohne Inflationsbereinigung) nur 3,3 Prozent, real nur 0,2 Prozent. Finanziert werden die Sozialleistungen unverändert zu rund zwei Dritteln aus Beiträgen, zu einem Drittel aus staatlichen Zuschüssen.

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