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Dienstag, 24. März 2026
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Sparen fürs Alter: Riester-Nachfolger: Was für die private Vorsorge gelten soll

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24. März
Die Zeit (Politik)

Reform der Riester-Rente: Koalition einigt sich auf neue Förderungen für private Altersvorsorge

Reform der Riester-Rente: Koalition einigt sich auf neue Förderungen für private Altersvorsorge Die staatlich geförderte Altersvorsorge wird reformiert. Schwarz-Rot will unter anderem Menschen besser unterstützen, die nur wenig fürs Alter zurücklegen können. Union und SPD einigen sich auf staatlich geförderte private Altersvorsorge mit höheren Zuschüssen für Geringverdiener und Selbstständige. Bundesfinanzminister Klingbeil präsentiert Riester-Renten-Reform, die im Bundestag modifiziert wird. Grundzulage von 50 Cent pro Euro für Sparbeträge bis 30 Euro, 25 Cent für höhere Beträge bis 150 Euro. Kinderzuschlag von 300 Euro pro Kind und Jahr ab 25 Euro Sparbetrag. Gesetz soll bereits am Donnerstag verabschiedet werden, neue Verträge ab Januar 2027 möglich. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? Union und SPD haben sich auf Details für eine neue, staatlich geförderte private Altersvorsorge geeinigt. Für Menschen, die nur wenig ansparen können, soll es höhere Zuschüsse geben als bisher geplant, wie Finanzpolitiker beider Fraktionen mitteilten. Außerdem sollen auch Selbstständige eine Förderung erhalten können. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte einen ersten Reformentwurf der Riester-Rente vorgelegt, im Bundestag gab es daran noch einige Änderungen. So soll bei einem monatlichen Ansparbetrag von bis zu 30 Euro eine Grundzulage von 50 Cent pro angespartem Euro gezahlt werden. Für höhere Sparbeträge bis 150 Euro sind 25 Cent Grundzulage vorgesehen. Schon ab einem monatlichen Sparbetrag von 25 Euro soll es demnach den vollen Kinderzuschlag von 300 Euro pro Kind und Jahr geben. Bereits am Donnerstag soll das Gesetz im Bundestag beschlossen werden. Ab Januar 2027 sollen die neuen Vorsorgeverträge abgeschlossen werden können.

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24. März
Wirtschaftswoche

Altersvorsorge: Was für die neue Riester-Rente gelten soll

Altersvorsorge: Was für die neue Riester-Rente gelten soll Privat fürs Alter vorsorgen, das soll sich künftig auch für Menschen mit wenig Geld und für Selbstständige stärker lohnen. Union und SPD haben sich auf Details für eine neue staatliche Förderung geeinigt. Damit soll es ab Januar 2027 einen attraktiven Nachfolger für die immer unbeliebtere Riester-Rente geben. Warum wurde ein Riester-Nachfolger nötig? Die Riester-Rente sollte Bürgern Sicherheit bringen, deren gesetzliche Rente perspektivisch nicht ausreichen wird. Sie wird mit staatlichen Zulagen und Steuervorteilen gefördert. Außerdem sind Anbieter verpflichtet, eingezahlte Beiträge zu 100 Prozent zu garantieren, sodass man kein Risiko eingeht. Deswegen sind aber die Renditechancen auch enorm eingeschränkt. Zugleich fallen hohe Abschluss- und Verwaltungskosten an, die an Versicherungen und Finanzinstitute gehen. Viele haben sich daher bereits entschieden, nicht weiter in ihre Riester-Verträge einzuzahlen oder sie ganz zu kündigen. Ende 2024 gab es nach Zahlen des Bundesarbeitsministeriums noch knapp unter 15 Millionen – doch in geschätzte 20 bis 25 Prozent davon wurde überhaupt nicht mehr eingezahlt. Welche Altersvorsorge-Möglichkeiten soll es geben? Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat Folgendes vorgeschlagen: Es soll weiterhin eine private Altersvorsorge geben, bei der 100 Prozent der eingezahlten Beiträge garantiert auch ausgezahlt werden. Dazu kommt eine Variante mit 80-prozentiger Garantie. Damit können die Versicherer die Beiträge schon etwas gewinnbringender am Kapitalmarkt anlegen. Neu eingeführt wird jedoch vor allem ein Altersvorsorgedepot, das hohe Renditen am Kapitalmarkt ermöglicht, aber keine Garantien gibt. Wieviel schießt der Staat zur privaten Altersvorsorge zu? Auch hier besserte die Koalition noch einmal nach, vor allem für Familien und für Sparer, die keine hohen Summen einzahlen können. Klingbeil hatte vorgeschlagen, dass der Staat für jeden eingezahlten Euro bis jährlich 1200 Euro 30 Cent zuschießt (ab 2029 35 Cent). Für jeden eingezahlten Euro zwischen 1201 und 1800 Euro sollte es 20 Cent geben. Die Grundzulage könne damit bis zu 480 Euro jährlich betragen, rechnete das Finanzministerium. Jetzt einigten sich Union und SPD auf ein anderes Modell: Für jeden eingezahlten Euro bis jährlich 360 Euro soll es 50 Cent vom Staat geben. Für jeden eingezahlten Euro zwischen 360 und 1800 Euro dann 25 Cent. Die maximale Grundzulage steigt damit auf 540 Euro jährlich. Am größten ist der Vorteil für Sparer, die monatlich nur bis zu 30 Euro zurücklegen können. Außerdem sollen Eltern schon ab einem monatlichen Sparbeitrag von 25 Euro den vollen Kinderzuschlag von 300 Euro pro Kind und Jahr erhalten können. Der Staat gebe Eltern, die nur sehr wenig zurücklegen könnten, damit für jeden Euro Eigenbeitrag einen Euro hinzu, rechnen die Koalitionäre vor. Was bedeutet die neue Altersvorsorge für die Staatskasse? Durch die von Union und SPD ausgehandelten Änderungen wird die neue Altersvorsorge teurer. Allein, dass künftig auch Selbstständige gefördert werden, kostet nach Angaben der Koalition rund 370 Millionen Euro zusätzlich. Die Anhebung der Fördersätze kostet den Staat demnach weitere 15 Millionen. Was hält der Finanzminister davon? Klingbeil lobte den Kompromiss. „Wir machen es für alle Generationen und alle Einkommen leichter, privat fürs Alter vorzusorgen“, erklärte er. Die private Altersvorsorge werde günstiger, einfacher und unbürokratischer. Und er versprach: Die Bundesregierung arbeite auch an der Umsetzung der sogenannten Frühstartrente. Perspektivisch sollen alle Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren damit monatlich zehn Euro vom Staat für ein Altersvorsorgedepot bekommen. Los geht es mit dem Geburtsjahrgang 2020. Ab 2029 sollen auch ältere Jahrgänge berücksichtigt werden – welche genau das betrifft, ist noch offen. Ab wann kann man die neue Vorsorge abschließen? Der Bundestag soll das Gesetz noch in dieser Woche beschließen, danach ist der Bundesrat am Zug. Zum 1. Januar 2027 sollen die neuen Vorsorge-Produkte dann auf dem Markt sein. Bis dahin haben auch Inhaber alter Riester-Verträge also noch Zeit, über einen Wechsel nachzudenken. Für die Altverträge gibt es zwar einen Bestandschutz, man kann aber auch in ein neues Modell wechseln, ohne die bisherige Förderung zurückzahlen zu müssen. Es können allerdings Wechsel-, Abschluss- und Vertriebskosten anfallen, die laut Finanzministerium gesetzlich gedeckelt werden. Lesen Sie auch: So kommen Sparer an ihr Riesterguthaben

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24. März
Handelsblatt

Sparen fürs Alter: Riester-Nachfolger: Was für die private Vorsorge gelten soll

Sparen fürs Alter: Riester-Nachfolger: Was für die private Vorsorge gelten soll Berlin. Privat fürs Alter vorsorgen, das soll sich künftig auch für Menschen mit wenig Geld und für Selbstständige stärker lohnen. Union und SPD haben sich auf Details für eine neue staatliche Förderung geeinigt. Damit soll es ab Januar 2027 einen attraktiven Nachfolger für die immer unbeliebtere Riester-Rente geben. Warum ist das nötig? Die Riester-Rente sollte Bürgern Sicherheit bringen, deren gesetzliche Rente perspektivisch nicht ausreichen wird. Sie wird mit staatlichen Zulagen und Steuervorteilen gefördert. Außerdem sind Anbieter verpflichtet, eingezahlte Beiträge zu 100 Prozent zu garantieren, sodass man kein Risiko eingeht. Deswegen sind aber die Renditechancen auch enorm eingeschränkt. Zugleich fallen hohe Abschluss- und Verwaltungskosten an, die an Versicherungen und Finanzinstitute gehen. Viele haben sich daher bereits entschieden, nicht weiter in ihre Riester-Verträge einzuzahlen oder sie ganz zu kündigen. Ende 2024 gab es nach Zahlen des Bundesarbeitsministeriums noch knapp unter 15 Millionen – doch in geschätzte 20 bis 25 Prozent davon wurde überhaupt nicht mehr eingezahlt. Welche Möglichkeiten soll es künftig geben? Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat Folgendes vorgeschlagen: Es soll weiterhin eine private Altersvorsorge geben, bei der 100 Prozent der eingezahlten Beiträge garantiert auch ausgezahlt werden. Dazu kommt eine Variante mit 80-prozentiger Garantie. Damit können die Versicherer die Beiträge schon etwas gewinnbringender am Kapitalmarkt anlegen. Neu eingeführt wird jedoch vor allem ein Altersvorsorgedepot, das hohe Renditen am Kapitalmarkt ermöglicht, aber keine Garantien gibt. Was wurde im Bundestag nachgebessert? Klingbeil hatte vorgeschlagen, dass die Kosten für ein Standarddepot (für alle, die wenig Erfahrung am Kapitalmarkt haben) auf 1,5 Prozent gedeckelt werden sollten. Daran gab es breite Kritik: Hohe Renditen seien so nicht möglich. Union und SPD einigten sich nun auf einen Kostendeckel von 1 Prozent der Effektivkosten. Außerdem neu: Auch Selbstständige sollen die Möglichkeit zur Vorsorge mit Förderung bekommen. „Denn auch bei den Selbstständigen haben wir prekäre Situationen im Alter“, machten die Koalitionäre klar. Wieviel schießt der Staat zu? Auch hier besserte die Koalition noch einmal nach, vor allem für Familien und für Sparer, die keine hohen Summen einzahlen können. Klingbeil hatte vorgeschlagen, dass der Staat für jeden eingezahlten Euro bis jährlich 1.200 Euro 30 Cent zuschießt (ab 2029 35 Cent). Für jeden eingezahlten Euro zwischen 1.201 und 1.800 Euro sollte es 20 Cent geben. Die Grundzulage könne damit bis zu 480 Euro jährlich betragen, rechnete das Finanzministerium. Jetzt einigten sich Union und SPD auf ein anderes Modell: Für jeden eingezahlten Euro bis jährlich 360 Euro soll es 50 Cent vom Staat geben. Für jeden eingezahlten Euro zwischen 360 und 1.800 Euro dann 25 Cent. Die maximale Grundzulage steigt damit auf 540 Euro jährlich. Am größten ist der Vorteil für Sparer, die monatlich nur bis zu 30 Euro zurücklegen können. Außerdem sollen Eltern schon ab einem monatlichen Sparbeitrag von 25 Euro den vollen Kinderzuschlag von 300 Euro pro Kind und Jahr erhalten können. Der Staat gebe Eltern, die nur sehr wenig zurücklegen könnten, damit für jeden Euro Eigenbeitrag einen Euro hinzu, rechnen die Koalitionäre vor. Was bedeutet das für die Staatskasse? Durch die von Union und SPD ausgehandelten Änderungen wird die neue Altersvorsorge teurer. Allein, dass künftig auch Selbstständige gefördert werden, kostet nach Angaben der Koalition rund 370 Millionen Euro zusätzlich. Die Anhebung der Fördersätze kostet den Staat demnach weitere 15 Millionen. Was hält der Finanzminister davon? Klingbeil lobte den Kompromiss. „Wir machen es für alle Generationen und alle Einkommen leichter, privat fürs Alter vorzusorgen“, erklärte er. Die private Altersvorsorge werde günstiger, einfacher und unbürokratischer. Und er versprach: Die Bundesregierung arbeite auch an der Umsetzung der sogenannten Frühstartrente. Perspektivisch sollen alle Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren damit monatlich zehn Euro vom Staat für ein Altersvorsorgedepot bekommen. Los geht es mit dem Geburtsjahrgang 2020. Ab 2029 sollen auch ältere Jahrgänge berücksichtigt werden – welche genau das betrifft, ist noch offen. Ab wann kann man die neue Vorsorge abschließen? Der Bundestag soll das Gesetz noch in dieser Woche beschließen, danach ist der Bundesrat am Zug. Zum 1. Januar 2027 sollen die neuen Vorsorge-Produkte dann auf dem Markt sein. Bis dahin haben auch Inhaber alter Riester-Verträge also noch Zeit, über einen Wechsel nachzudenken. Für die Altverträge gibt es zwar einen Bestandschutz, man kann aber auch in ein neues Modell wechseln, ohne die bisherige Förderung zurückzahlen zu müssen. Es können allerdings Wechsel-, Abschluss- und Vertriebskosten anfallen, die laut Finanzministerium gesetzlich gedeckelt werden.

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24. März
Tagesschau

Schwarz-Rot einigt sich auf neue private Altersvorsorge

Private Altersvorsorge Koalition einigt sich auf Nachfolger der Riester-Rente Union und SPD haben sich auf ein Nachfolgemodell für die oft kritisierte Riester-Rente geeinigt. Privat fürs Alter vorzusorgen soll sich damit künftig auch für Menschen mit wenig Geld und Selbstständige stärker lohnen. Bei der Nachfolge auf die Riester-Rente hat sich die schwarz-rote Koalition auf Details einer neuen staatlich geförderten privaten Altersvorsorge geeinigt. Für Menschen, die nur wenig ansparen können, soll es höhere Zuschüsse geben als bisher geplant. Außerdem sollen auch Selbstständige eine Förderung erhalten können. Das teilten Finanzpolitiker beider Fraktionen mit. Die Kosten für das neue Altersvorsorgedepot werden zudem stärker gedeckelt als ursprünglich im Entwurf von Finanzminister Lars Klingbeil geplant. Bis zu 50 Cent Zulage pro gespartem Euro Der SPD-Politiker hatte einen ersten Reformentwurf vorgelegt, an dem es im Bundestag dann noch einige Änderungen gab. So wird beispielsweise die staatliche Grundzulage zur Förderung der privaten Altersvorsorge nochmal angehoben: Für jeden gesparten Euro gibt es künftig 50 Cent bis zu einer Einzahlung von 360 Euro im Jahr. Darüber hinaus, bis 1.800 Euro pro Jahr, sind es 25 Cent. Besonders stark sollen Familien profitieren. Die volle Kinderzulage von 300 Euro pro Kind und Jahr soll künftig bereits bei einem monatlichen Sparbeitrag von 25 Euro gewährt werden. Bisher war im Regierungsentwurf ein Beitrag von 100 Euro vorgesehen. Damit reagiert die Koalition auf Kritik von Sozialverbänden und Verbraucherschützern. Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung hatte beispielsweise kritisiert, dass die Reformpläne Haushalte mit geringem Einkommen benachteiligten. Rendite soll erhöht werden Anders als bei der staatlich geförderten Riester-Rente soll es keine Garantie mehr geben, dass mit Beginn des Ruhestandes ein Vermögen mindestens in Höhe der eingezahlten Beiträge und Zulagen zur Verfügung steht. Dies soll die Rendite der Kapitalanlage erhöhen. Eine private Altersvorsorge lohne sich damit bereits ab kleinen Sparbeiträgen, heißt es in einem gemeinsamen Papier von Union und SPD. Durch den Wegfall teurer Garantieleistungen, die Streckung der Abschlusskosten und eine Begrenzung der Effektivkosten im Standarddepot dürften die Menschen im Alter eine spürbar höhere Rendite ihrer Beiträge erwarten. Dieser Effekt werde durch die staatliche Förderung noch verstärkt. Neue Vorsorge soll ab 2027 möglich sein Noch diese Woche soll das Gesetz im Bundestag beschlossen werden. Zum 1. Januar 2027 sollen die neuen Vorsorge-Produkte dann auf dem Markt sein. Bis dahin haben auch Inhaber alter Riester-Verträge noch Zeit, über einen Wechsel nachzudenken. Für die Altverträge gibt es zwar einen Bestandsschutz, man kann aber auch in ein neues Modell wechseln, ohne die bisherige Förderung zurückzahlen zu müssen. Dabei können allerdings Wechsel-, Abschluss- und Vertriebskosten anfallen - diese werden laut Finanzministerium gesetzlich gedeckelt.

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24. März
Handelsblatt

Riester-Reform: Mehr Förderung – Koalition bessert bei privater Altersvorsorge nach

Riester-Reform: Mehr Förderung – Koalition ändert private Altersvorsorge Berlin. Union und SPD haben sich auf wesentliche Änderungen am Gesetzentwurf zur Reform der privaten Altersvorsorge geeinigt. Künftig sollen auch Selbstständige von der staatlichen Förderung profitieren, wie die Koalitionsfraktionen mitteilten. Zudem werden die Zulagen für kleine Sparbeiträge angehoben. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte Ende vergangenen Jahres einen Gesetzentwurf vorgelegt. Damit soll die vor mehr als zwei Jahrzehnten eingeführte Riester-Rente reformiert werden. Sie gilt als zu teuer und zu kompliziert. Die Koalition will mit neuen Regeln bewirken, dass mehr Bürger privat vorsorgen. Zwar war der Gesetzesentwurf von Klingbeil überwiegend positiv aufgenommen worden. Aber bei einigen Punkten gab es Kritik. Darauf reagieren nun Union und SPD mit Änderungen. Kernpunkt der Reform ist die Einführung eines Altersvorsorgedepots. Damit sollen Sparer ab 2027 verschiedene staatlich geförderte Produkte nutzen können. Künftig soll dabei auch ein höheres Anlagerisiko möglich sein – und damit höhere Renditechancen. Bisher sollten nur Arbeitnehmer von der Förderung profitieren. Die Koalitionsfraktionen haben sich nun darauf verständigt, dass auch Selbstständige die Förderung erhalten. Dies sei eine wichtige Änderung, sagte der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Fritz Güntzler (CDU). Nach Angaben von SPD-Finanzpolitikerin Frauke Heiligenstadt wird dies den Staat rund 370 Millionen Euro zusätzlich im Jahr kosten.

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