Themen
lage

Freitag, 17. Juli 2026
Zurück zur Übersicht

Ukraine - Regierung in Kiew bestreitet Tötung von Chefingenieur in Akw Saporischschja

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
16. Juli
FAZ (Politik)

Liveblog Ukrainekrieg: Russland wirft Ukraine Tötung von Akw-Chefingenieur vor

Liveblog Ukrainekrieg : Russland wirft Ukraine Tötung von Akw-Chefingenieur vor Lesezeit: : Auf diesem während einer vom russischen Verteidigungsministerium organisierten Reise aufgenommenen Foto bewacht ein russischer Soldat einen Bereich des Kernkraftwerks Saporischschja. (Archivbild)dpa Russland feuert wieder ballistische Raketen auf Kiew +++ Abermals Tote nach russischen Angriffen in Saporischschja +++ Ukraine vor Wechsel im Verteidigungsministerium +++ alle Neuigkeiten im Liveblog Alle Texte, Hintergründe und Kommentare zum Krieg in der Ukraine finden Sie auch auf unserer Sonderseite. Sabrina Frangos Russland wirft Ukraine Tötung von Chefingenieur von Akw Saporischschja vor Russland hat der ukrainischen Armee vorgeworfen, den Chefingenieur des Atomkaftwerks Saporischschja „gezielt“ getötet zu haben. Alexander Jakowlow sei bei einem Drohnenangriff getötet worden, erklärte am Mittwoch der russische Atomkonzern Rosatom, der das in von Moskau kontrolliertem Gebiet in der Ukraine liegende Kraftwerk beaufsichtigt. Es habe sich um einen „gezielten Terroranschlag des Kiewer Regimes“ gehandelt. Jakowlow und sein Fahrer wurden den russischen Angaben zufolge getötet, als „eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte“ ein Dienstfahrzeug in der Nähe des Kraftwerks getroffen habe. Jakowlow habe „sein ganzes Leben der Kernenergie gewidmet und sei gewissermaßen an seinem Gefechtsposten gestorben“, erklärte Rosatom-Chef Alexej Lichaschow. Auf den Telegram-Kanälen des Kraftwerks und auch von Rosatom war Jakowlow zuvor nie erwähnt worden.   Das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist das größte Europas. Es befindet sich seit März 2022 in russischer Hand und liegt nahe der Front. Die sechs Reaktoren sind abgeschaltet, die Anlage braucht jedoch weiterhin Elektrizität für ihre Kühl- und Sicherheitssysteme. Seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 haben sich beide Seiten wiederholt vorgeworfen, mit Angriffen auf das Kraftwerk eine Atomkatastrophe zu riskieren.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Russland feuert wieder ballistische Raketen auf Kiew Das russische Militär hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht ein weiteres Mal mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Auskunft von Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram gab es Einschläge in zwei Stadtteilen: In einem Lager im Westen der Stadt und einem unbewohnten Haus in einem östlichen Stadtbezirk seien Brände ausgebrochen. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge feuerte das russische Militär in zwei Wellen mindestens acht Raketen auf die Dreimillionenstadt und ihre Umgebung ab. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Zuletzt erklärten sich mehrere europäische Staaten bereit, zusammen mit dem osteuropäischen Land ein neues Abwehrsystem gegen ballistische Raketen zu produzieren.  Ballistische Raketen sind aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren als Marschflugkörper, die von den Angreifern besser manövriert werden können und wegen ihrer geringen Flughöhe nicht so leicht vom Radar der Luftabwehr zu erfassen sind. Während die ukrainische Flugabwehr eine relativ hohe Trefferquote gegen russische Drohnen und Marschflugkörper hat, ist sie gegen ballistische Raketen weitgehend machtlos. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Robert Dikomeit Abermals Tote nach russischen Angriffen in Saporischschja Im südostukrainischen Gebiet Saporischschja sind mindestens fünf Zivilisten durch russische Angriffe getötet worden. Allein in der gleichnamigen Gebietshauptstadt seien 3 Menschen ums Leben gekommen und 15 verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Zuvor hatte er über zwei getötete Männer infolge von Angriffen mit ferngesteuerten Drohnen in der frontnahen Stadt Orichiw informiert. Die Großstadt Saporischschja ist ebenso nur etwas über 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Aufgrund der ständigen russischen Angriffe mit Drohnen, Bomben und Raketen herrscht in der Industriestadt fast rund um die Uhr Luftalarm. Die Großstadt Saporischschja ist ebenso nur etwas über 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Aufgrund der ständigen russischen Angriffe mit Drohnen, Bomben und Raketen herrscht in der Industriestadt fast rund um die Uhr Luftalarm. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Robert Dikomeit Ukraine vor Wechsel im Verteidigungsministerium Im Zuge der Kabinettsumbildung steht der von Russland angegriffenen Ukraine abermals ein Wechsel im Verteidigungsministerium bevor. „Es war eine große Ehre, dem ukrainischen Volk auf dem Posten des Verteidigungsministers zu dienen“, schrieb Amtsinhaber Mychajlo Fedorow bei Telegram. Auf X stellte er Fotos dazu, auf denen er auch mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zu sehen ist. Fedorow ist seit Dienstag nur noch geschäftsführend im Amt. Der vom Parlament angenommene Rücktritt von Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko zog die Entlassung des gesamten Ministerkabinetts nach sich. Vor der Veröffentlichung seines Beitrags hatte Fedorow ein Gespräch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj. Dem Präsidenten obliegt laut Verfassung das Vorschlagsrecht für den Chef des Verteidigungsressorts. Medienberichten zufolge will Selenskyj den bisherigen Innenminister Ihor Klymenko für den Posten vorschlagen. Als neuer Ministerpräsident ist der bisherige Chef des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz, Serhij Korezkyj, im Gespräch. Fedorow ist seit Dienstag nur noch geschäftsführend im Amt. Der vom Parlament angenommene Rücktritt von Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko zog die Entlassung des gesamten Ministerkabinetts nach sich. Vor der Veröffentlichung seines Beitrags hatte Fedorow ein Gespräch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj. Dem Präsidenten obliegt laut Verfassung das Vorschlagsrecht für den Chef des Verteidigungsressorts. Medienberichten zufolge will Selenskyj den bisherigen Innenminister Ihor Klymenko für den Posten vorschlagen. Als neuer Ministerpräsident ist der bisherige Chef des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz, Serhij Korezkyj, im Gespräch. Ursächlich für den Wechsel in dem Ressort soll den Berichten nach ein Konflikt Fedorows mit Armeechef Olexander Syrskyj sein. Zudem habe der Minister die Probleme um die Zwangsmobilisierung von Wehrpflichtigen nicht lösen können. Vor knapp einer Woche hatten im westukrainischen Lwiw rund 200 Menschen ein Rekrutierungskommando angegriffen und dabei das Dienstfahrzeug demoliert. 2019 leitete Fedorow die Medienkampagne Selenskyjs in dessen Wahlkampf geleitet und übernahm danach das neu geschaffene Digitalministerium. Der erst 35-Jährige galt lange Zeit als ein Favorit Selenskyjs. Zuletzt wurden ihm jedoch auch eigene politische Ambitionen auch auf das Präsidentenamt nachgesagt. 2019 leitete Fedorow die Medienkampagne Selenskyjs in dessen Wahlkampf geleitet und übernahm danach das neu geschaffene Digitalministerium. Der erst 35-Jährige galt lange Zeit als ein Favorit Selenskyjs. Zuletzt wurden ihm jedoch auch eigene politische Ambitionen auch auf das Präsidentenamt nachgesagt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Robert Dikomeit Russland: Drohne tötet Chefingenieur des AKW Saporischschja Eine ukrainische Drohne soll nach russischen Angaben den Chefingenieur des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja in der Südostukraine getötet haben. „Eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte griff einen Dienstwagen des AKWs an der Grenze zwischen dem Werksgelände des Kraftwerks und der Stadt Enerhodar an“, sagte der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, gemäß einer Mitteilung bei Telegram. Es sei ein zielgerichteter Angriff gewesen. Ebenso sei der Fahrer des Dienstwagens bei dem Angriff ums Leben gekommen. Lichatschow verlangte demnach von der internationalen Atomaufsicht IAEA eine „klare Reaktion“. Die russische Führung sei informiert worden. In Moskau reagierte das Außenministerium sofort. „Wir fordern von den zuständigen internationalen Gremien, allen voran der IAEA, eine klare und unmissverständliche Erklärung, in der dieser Mord verurteilt wird“, schrieb die Sprecherin, Maria Sacharowa, bei Telegram. Namentlich nannte sie den Chef der IAEA, Rafael Grossi. Lichatschow verlangte demnach von der internationalen Atomaufsicht IAEA eine „klare Reaktion“. Die russische Führung sei informiert worden. In Moskau reagierte das Außenministerium sofort. „Wir fordern von den zuständigen internationalen Gremien, allen voran der IAEA, eine klare und unmissverständliche Erklärung, in der dieser Mord verurteilt wird“, schrieb die Sprecherin, Maria Sacharowa, bei Telegram. Namentlich nannte sie den Chef der IAEA, Rafael Grossi. Zuvor hatte der Leiter der russischen Besatzungsbehörden für die Region Saporischschja, Jewgeni Balizki, bei Telegram über ukrainische Drohnenangriffe auf die Kraftwerksstadt Enerhodar informiert. Es sei zu einem kompletten Stromausfall gekommen. Den Angaben nach mussten soziale Objekte über Dieselgeneratoren mit Strom versorgt werden. Das AKW Saporischschja ist mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6.000 Megawatt das größte Atomkraftwerk Europas. Es steht seit der Eroberung durch russische Truppen im März 2022 unter deren Kontrolle. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Reaktoren heruntergefahren. Das AKW Saporischschja ist mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6.000 Megawatt das größte Atomkraftwerk Europas. Es steht seit der Eroberung durch russische Truppen im März 2022 unter deren Kontrolle. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Reaktoren heruntergefahren. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Selenskyj schlägt Naftogaz-Chef Korezkyj als neuen Ministerpräsidenten vor Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den Chef des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz, Serhij Korezkyj, zum neuen Ministerpräsidenten nominieren. Die Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit hätten für das Land oberste Priorität, sagte Selenskyj am Mittwoch in Kiew. „Die Prioritäten sind klar – die Vorbereitung auf den Winter“, erklärte er. Nach allen Konsultationen sei Korezkyj der am besten geeignete Kandidat für das Amt. Das Parlament soll voraussichtlich am Donnerstag über die Personalie abstimmen. Eine Zustimmung gilt als sicher, da Selenskyjs Partei über die Mehrheit der Mandate verfügt. Selenskyj hatte die bisherige Regierungschefin Julija Swyrydenko in dieser Woche nach einem Jahr im Amt entlassen. Das Parlament nahm ihr Rücktrittsgesuch am Dienstag an. Der Rücktritt der Ministerpräsidentin zieht automatisch die Demission des gesamten Kabinetts nach sich. Daher wird mit einer umfassenden Regierungsumbildung gerechnet. Besonders im Fokus steht dabei die Zukunft von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Er leitet das Ministerium seit sechs Monaten und gilt als Förderer technologischer Innovationen. Selenskyj ließ offen, ob Fedorow im Amt bleibe. Er kündigte für Mittwochnachmittag Gespräche mit dem Minister und der Armeeführung an. Die politische Umgestaltung fällt in eine Phase, in der die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland vermehrt auf Angriffe mit Langstreckendrohnen setzt.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Ukraine greift wichtiges Kraftwerk auf der Krim an Das ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge ein Kraftwerk in Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Bei der nächtlichen Attacke sei das Wärmekraftwerk Balaklawa getroffen worden, teilten die ukrainischen Spezialkräfte auf Telegram mit. Die Anlage ist für fast die Hälfte der Stromerzeugung auf der Halbinsel verantwortlich. Nach ukrainischen Angriffen wurde in Sewastopol stundenweise der Strom abgeschaltet. Die von Russland eingesetzten Behörden hatten am Dienstag mitgeteilt, dass die Stromversorgung vorerst auf zwei Stunden begrenzt ist, gefolgt von sechsstündigen Ausfällen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen EU und Ukraine schließen Drohnen-Deal Vor dem Hintergrund weiterer massiver ukrainischer Angriffe auf russische Schiffe und andere Ziele schließen die EU und Kiew eine neue Partnerschaft zur gemeinsamen Produktion von Drohnen. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Kiew ankündigte, geht es darum, Stärken miteinander zu verbinden. Das Wissen, das die Ukraine über den Einsatz von Drohnen- und Drohnenabwehrsystemen erworben habe, sei wahrhaft einzigartig, sagte sie. Europa verfüge hingegen über enorme technologische und industrielle Kapazitäten und habe sichere und geschützte Produktionsstandorte, die zur Ausweitung der Fertigung beitragen könnten. „Die Ereignisse hier und in anderen Teilen der Welt haben uns gezeigt, wie wichtig es für unsere Sicherheit ist, einsatzerprobte Drohnensysteme schnell und in großer Stückzahl bereitstellen zu können“, sagte sie mit Blick auf die Kriege in der Ukraine und in Iran. Ziel des „Drohnen-Deals“ sei es, die nötigen Impulse zu geben, um Investitionen und Produktion entscheidend zu steigern. Neben von der Leyen trafen auch mehrere Staats- und Regierungschefs aus Südosteuropa in Kiew zu einem Gipfel ein. Es gehe darum, das politische Zusammenspiel und die Kooperation im Sicherheits- und Verteidigungsbereich zu stärken, teilte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X mit. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen China kritisiert geplante Sanktionsverschärfungen für Käufer russischer Energie China hat amerikanische Pläne zu verschärften Sanktionen für Käufer russischer Energie scharf kritisiert. Der Sprecher des Außenministeriums in Peking Lin Jian warf Washington am Mittwoch einen „doppelten Standard und Nötigung“ vor. China gehört zu den größten Abnehmern russischen Öls. Russland finanziert seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu großen Teilen mit Einnahmen aus Energieexporten. Ein überparteilicher Gesetzentwurf von vier amerikanischen Senatoren hatte die Zustimmung von US-Präsident Donald Trump gefunden, der damit Strafzölle und Sanktionen verhängen könnte. „China lehnt einseitige Sanktionen entschieden ab, die nicht im Völkerrecht verankert sind und nicht vom UN-Sicherheitsrat genehmigt wurden“, sagte der chinesische Außenamtssprecher Lin. China werde alle notwendigen Schritte unternehmen, um die legitimen Rechte und Interessen seiner Unternehmen und Bürger zu verteidigen. Die US-Senatoren hatten am Freitag mitgeteilt, es gehe um „Instrumente, die einen hohen Preis von denjenigen verlangen, die russisches Öl und Gas kaufen und damit Putins Kriegsmaschinerie antreiben“. Details wurden nicht genannt. In einem früheren Vorschlag war aber von Strafzöllen in Höhe von 500 Prozent die Rede, mit denen Länder belegt werden sollten, die russisches Öl, Gas, Uran und andere Produkte kaufen. Zu den Autoren des Gesetzes zählte auch der republikanische Senator Lindsey Graham, der am Wochenende unerwartet gestorben war. Die USA hatten wegen der Sperrung der Straße von Hormus im Irankrieg und der darauf stark gestiegenen Ölpreise die gegen Russland wegen des Ukraine-Krieges verhängten Sanktionen vorübergehend gelockert. Russland konnte seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft in der Folge nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) dadurch zeitweise nahezu verdoppeln. Beim G7-Gipfel in Frankreich hatte sich Trump aber Mitte Juni bereiterklärt, die US-Sanktionen gegen russische Ölexporte wieder einzusetzen.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Wadephul: Finnland ist Vorbild bei Resilienz gegen russische Bedrohung Außenminister Johann Wadephul sieht Finnland als Vorbild, wenn es darum geht, sich widerstandsfähiger gegen Bedrohungen aus Russland zu machen. „Finnlands Resilienz und Zivilschutz zeigen uns, wie auch wir uns noch effektiver gegen Bedrohungen aufstellen“, erklärte der CDU-Politiker vor seiner Reise nach Finnland. „Wehrhaftigkeit ist kein abstraktes Konzept, sie ist die Voraussetzung für Frieden und Sicherheit“, fügte er hinzu. Die finnische Gesellschaft lebe mit einem umfassenden Sicherheitsansatz vor, wie alle Teile der Bevölkerung dabei eine Rolle zu spielen hätten, erklärte Wadephul. „Von dieser Erfahrung können wir in Europa lernen, um uns besser gegen Sabotage, Cyberangriffe oder Desinformation zu wappnen.“ Wadephul will in der Hauptstadt Helsinki zunächst mit seiner Amtskollegin Elina Valtonen zu Beratungen zusammenkommen. Neben der Sicherheitslage an der finnisch-russischen Grenze dürfte die weitere Unterstützung der Ukraine Thema sein. Zudem steht ein Besuch auf einem Grenzpatrouillenschiff auf dem Programm. An diesem Donnerstag will Wadephul mit Valtonen die mehr als 1300 Kilometer lange finnisch-russische Grenze besuchen. Die Sicherheitslage dort gilt seit Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine als angespannt. Die finnische Gesellschaft lebe mit einem umfassenden Sicherheitsansatz vor, wie alle Teile der Bevölkerung dabei eine Rolle zu spielen hätten, erklärte Wadephul. „Von dieser Erfahrung können wir in Europa lernen, um uns besser gegen Sabotage, Cyberangriffe oder Desinformation zu wappnen.“ Wadephul will in der Hauptstadt Helsinki zunächst mit seiner Amtskollegin Elina Valtonen zu Beratungen zusammenkommen. Neben der Sicherheitslage an der finnisch-russischen Grenze dürfte die weitere Unterstützung der Ukraine Thema sein. Zudem steht ein Besuch auf einem Grenzpatrouillenschiff auf dem Programm. An diesem Donnerstag will Wadephul mit Valtonen die mehr als 1300 Kilometer lange finnisch-russische Grenze besuchen. Die Sicherheitslage dort gilt seit Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine als angespannt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Neue EU-Fördermittel für Kiew Die Ukraine hat Vereinbarungen über den Zugang zu Verteidigungsprogrammen der Europäischen Union und neuen Fördermitteln in Höhe von 300 Millionen Euro unterzeichnet. Dies teilt Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf der Online-Plattform X mit. Ukrainische Unternehmen können demnach über das neue Unterstützungsinstrument „BraveTech EU Ukraine“ 260 Millionen Euro für den Ausbau der Produktion sowie 35,3 Millionen Euro für Innovationszuschüsse abrufen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Schutzstatus für Flüchtlinge aus der Ukraine verlängert Die EU-Staaten haben den vorübergehenden Schutzstatus für Geflüchtete aus der Ukraine um ein Jahr bis März 2028 verlängert. Künftige Antragsteller müssen jedoch nachweisen, dass sie ihren Militärdienstpflichten in der Ukraine nachgekommen seien, teilt die EU mit. Diese Einschränkung gilt demnach ausschließlich für Neuanträge. Für Personen, die diesen Schutz in der EU bereits erhalten, gelte die Neuregelung nicht. Die Details hat unser Brüssel-Korrespondent Thomas Gutschker schon vor ein paar Wochen aufgeschrieben. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Vučić und weitere europäische Staats- und Regierungschefs in Kiew eingetroffen Am Mittwochvormittag sind Serbiens Präsident Aleksandar Vučić, Moldaus Präsidentin Maia Sandu, Rumäniens Präsident Nikosur Dan und Albaniens Präsident Bajram Begaj in Kiew eingetroffen. Erste Videos der Ankunft wurden in sozialen Medien verbreitet. Zuletzt war Vučić im vergangenen Jahr in der Ukraine zu Besuch. Serbien gilt eigentlich als einer der engsten Verbündeten Russlands in Europa. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Bolivien kündigt Untersuchung zu Staatsbürgern in Russlands Armee an Boliviens Behörden wollen Berichten nachgehen, wonach Staatsbürger des südamerikanischen Landes unter falschen Versprechungen nach Russland gelockt worden seien, um im Ukrainekrieg zu kämpfen. Generalstaatsanwalt Roger Mariaca kündigte am Dienstag Untersuchungen an, nachdem in den vergangenen Tagen Aufnahmen von Bolivianern in russischen Uniformen in Onlinediensten aufgetaucht waren.  Der Fernsehsender Red Uno zitierte einen 29-jährigen Bolivianer mit den Worten, ihm seien umgerechnet knapp 14.000 Euro angeboten worden, wenn er nach Russland reise. In einem Video, das offenbar im Kriegsgebiet aufgenommen wurde, waren er, sein Cousin und zwei weitere Menschen zu sehen, die offenbar aus Peru und Kolumbien stammen. Der 29 Jahre alte Mann wurde nach Angaben seiner Frau am Dienstag bei Kämpfen getötet. Auch die Behörden in Peru und Kolumbien kündigten Untersuchungen an. Die russische Botschaft in Lima gab an, dass Peruaner Verträge zum Dienst in der russischen Armee unterschrieben hätten. Sie hätten dies freiwillig und im Rahmen der Gesetze getan. Der Fernsehsender Red Uno zitierte einen 29-jährigen Bolivianer mit den Worten, ihm seien umgerechnet knapp 14.000 Euro angeboten worden, wenn er nach Russland reise. In einem Video, das offenbar im Kriegsgebiet aufgenommen wurde, waren er, sein Cousin und zwei weitere Menschen zu sehen, die offenbar aus Peru und Kolumbien stammen. Der 29 Jahre alte Mann wurde nach Angaben seiner Frau am Dienstag bei Kämpfen getötet. Auch die Behörden in Peru und Kolumbien kündigten Untersuchungen an. Die russische Botschaft in Lima gab an, dass Peruaner Verträge zum Dienst in der russischen Armee unterschrieben hätten. Sie hätten dies freiwillig und im Rahmen der Gesetze getan. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Gouverneur: Drei Tote bei russischem Angriff auf Sumy Bei russischen Angriffen auf das nordukrainische Gebiet Sumy sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs mindestens drei Menschen getötet worden. Sieben Menschen seien verletzt worden, teilte Oleh Hryhorow auf Telegram mit. Die russischen Truppen hätten sechs Angriffe mit Lenkbomben ausgeführt. Eine Bombe sei in der Nähe medizinischer Einrichtungen eingeschlagen. Die anderen hätten nach vorläufigen Informationen die Infrastruktur getroffen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

Artikel lesen
16. Juli
Der Spiegel

AKW Saporischschja: Russland wirft Ukraine gezielte Tötung von Chefingenieur vor

Atomkraftwerk Saporischschja Russland wirft Ukraine gezielte Tötung von AKW-Chefingenieur vor Eine ukrainische Drohne soll nach russischen Angaben den Chefingenieur des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja getötet haben. Es handle sich um einen »gezielten Terroranschlag des Kiewer Regimes«, erklärte am Mittwoch der russische Atomkonzern Rosatom, der das Kraftwerk beaufsichtigt. Die Anlage befindet sich im Südosten der Ukraine. Alexander Jakowlow und sein Fahrer wurden den russischen Angaben zufolge getötet, als »eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte« ein Dienstfahrzeug in der Nähe des Kraftwerks getroffen habe. Jakowlow habe »sein ganzes Leben der Kernenergie gewidmet und sei gewissermaßen an seinem Gefechtsposten gestorben«, erklärte Rosatom-Chef Alexej Lichaschow. Auf den Telegram-Kanälen des Kraftwerks und auch von Rosatom war Jakowlow zuvor nie erwähnt worden. Das Atomkraftwerk in Saporischschja ist das größte in Europa. Es befindet sich seit März 2022 in russischer Hand und liegt nahe der Front. Die sechs Reaktoren sind abgeschaltet, die Anlage braucht jedoch weiterhin Elektrizität für ihre Kühl- und Sicherheitssysteme. Seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 haben sich beide Seiten wiederholt vorgeworfen, mit Angriffen auf das Kraftwerk eine Atomkatastrophe zu riskieren. Das Moskauer Außenministerium verlangte von der internationalen Atomaufsicht IAEA eine deutliche Positionierung: »Wir fordern von den zuständigen internationalen Gremien, allen voran der IAEA, eine klare und unmissverständliche Erklärung, in der dieser Mord verurteilt wird«, schrieb die Sprecherin, Marija Sacharowa, bei Telegram. Namentlich nannte sie den Chef der IAEA Rafael Grossi. The IAEA has been informed by the Russian Federation that the ZNPP chief engineer was killed in a drone strike near the site today. — IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) July 15, 2026 DG @rafaelmgrossi condemns the reported incident which he says represents an unacceptable attack on the plant and its management, seriously… pic.twitter.com/kH5GVMRpwk Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Eine Stellungnahme der IAEA folgte später auf der Plattform X. Demnach verurteilte Grossi den Vorfall, bezeichnete ihn als »inakzeptabel« und als Gefährdung der nuklearen Sicherheit. Die Organisation rufe zur Einstellung aller Angriffe auf oder nahe Nuklearanlagen und deren Personal auf.

Artikel lesen
15. Juli
Die Welt (Politik)

Chefingenieur von besetztem AKW getötet – Russland wirft Kiew „gezielten Terroranschlag“ vor

Chefingenieur von besetztem AKW getötet – Russland wirft Kiew „gezielten Terroranschlag“ vor Der Chefingenieur des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja ist tot. Nach russischen Angaben wurde er Opfer eines gezielten ukrainischen Drohnenangriffs. Die Atomaufsicht IAEA verurteilt den Vorfall. Eine ukrainische Drohne soll nach russischen Angaben den Chefingenieur des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja, Alexander Jakowlow, in der Südostukraine getötet haben. „Eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte griff einen Dienstwagen des AKWs an der Grenze zwischen dem Werksgelände des Kraftwerks und der Stadt Enerhodar an“, sagte der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, gemäß einer Mitteilung bei Telegram. Es habe sich um einen „gezielten Terroranschlag des Kiewer Regimes“ gehandelt. Ebenso sei der Fahrer des Dienstwagens bei dem Angriff ums Leben gekommen. Jakowlow habe „sein ganzes Leben der Kernenergie gewidmet und sei gewissermaßen an seinem Gefechtsposten gestorben“, erklärte Lichaschow. Auf den Telegram-Kanälen des Kraftwerks und auch von Rosatom war Jakowlow zuvor nie erwähnt worden. Lichatschow verlangte von der internationalen Atomaufsicht IAEA eine „klare Reaktion“. Die russische Führung sei informiert worden. In Moskau reagierte das Außenministerium sofort. „Wir fordern von den zuständigen internationalen Gremien, allen voran der IAEA, eine klare und unmissverständliche Erklärung, in der dieser Mord verurteilt wird“, schrieb die Sprecherin, Maria Sacharowa, bei Telegram. Namentlich nannte sie den Chef der IAEA Rafael Grossi. Eine Stellungnahme der IAEA folgte später auf der Plattform X. Demnach verurteilte Grossi den Vorfall, bezeichnete ihn als „inakzeptabel“ und als Gefährdung der nuklearen Sicherheit. Die Organisation rufe zur Einstellung aller Angriffe auf oder nahe Nuklearanlagen und deren Personal auf. Stromausfall in der Kraftwerksstadt Enerhodar Zuvor hatte der Leiter der russischen Besatzungsbehörden für die Region Saporischschja, Jewgeni Balizki, bei Telegram über ukrainische Drohnenangriffe auf die Kraftwerksstadt Enerhodar informiert. Es sei zu einem kompletten Stromausfall gekommen. Den Angaben nach mussten soziale Objekte über Dieselgeneratoren mit Strom versorgt werden. Das AKW Saporischschja ist mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6000 Megawatt das größte Atomkraftwerk Europas. Es steht seit der Eroberung durch russische Truppen im März 2022 unter deren Kontrolle. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Reaktoren heruntergefahren. Das russische Militär hat Kiew unterdessen in der Nacht ein weiteres Mal mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Auskunft von Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram gab es Einschläge in zwei Stadtteilen: In einem Lager im Westen der Stadt und einem unbewohnten Haus in einem östlichen Stadtbezirk seien Brände ausgebrochen. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge feuerte das russische Militär in zwei Wellen mindestens acht Raketen auf die Dreimillionenstadt und ihre Umgebung ab.

Artikel lesen
15. Juli
Handelsblatt

Ukraine-Krieg: Rosatom: Drohne tötet Chefingenieur des AKW Saporischschja

Ukraine-Krieg: Rosatom: Drohne tötet Chefingenieur des AKW Saporischschja Enerhodar. Eine ukrainische Drohne soll nach russischen Angaben den Chefingenieur des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja in der Südostukraine getötet haben. „Eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte griff einen Dienstwagen des AKWs an der Grenze zwischen dem Werksgelände des Kraftwerks und der Stadt Enerhodar an“, sagte der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, gemäß einer Mitteilung bei Telegram. Es sei ein zielgerichteter Angriff gewesen. Ebenso sei der Fahrer des Dienstwagens bei dem Angriff ums Leben gekommen. Lichatschow verlangte demnach von der internationalen Atomaufsicht IAEA eine „klare Reaktion“. Die russische Führung sei informiert worden. In Moskau reagierte das Außenministerium sofort. „Wir fordern von den zuständigen internationalen Gremien, allen voran der IAEA, eine klare und unmissverständliche Erklärung, in der dieser Mord verurteilt wird“, schrieb die Sprecherin, Maria Sacharowa, bei Telegram. Namentlich nannte sie den Chef der IAEA Rafael Grossi. Ukrainische Drohnenangriffe auf Kraftwerksstadt Enerhodar Zuvor hatte der Leiter der russischen Besatzungsbehörden für die Region Saporischschja, Jewgeni Balizki, bei Telegram über ukrainische Drohnenangriffe auf die Kraftwerksstadt Enerhodar informiert. Es sei zu einem kompletten Stromausfall gekommen. Den Angaben nach mussten soziale Objekte über Dieselgeneratoren mit Strom versorgt werden. Das AKW Saporischschja ist mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6.000 Megawatt das größte Atomkraftwerk Europas. Es steht seit der Eroberung durch russische Truppen im März 2022 unter deren Kontrolle. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Reaktoren heruntergefahren.

Artikel lesen
© 2026 Themenlage