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Samstag, 15. August 2026
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Evakuierungen in NRW: Die Brandbilder gehen alle an

Medienspektrum

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14. August
FAZ (Politik)

Evakuierungen in NRW: Die Brandbilder gehen alle an

Evakuierungen in NRW : Die Brandbilder gehen alle an Die Hitze betrifft alle, und sie ist auch Sache aller. Vom Einzelnen bis zum Staat. Der konkrete Schutz wird bisher stiefmütterlich behandelt. Ob nun Gemeinschaftsaufgabe im Sinne des Grundgesetzes oder nicht: Die Hitze betrifft alle. Die Brandbilder aus Nordrhein-Westfalen führen jedem vor Augen, was man lange eher aus südlichen Ländern kannte: Evakuierungen, intensive Löscheinsätze, Hilfe durch die Bundeswehr. Kein neuer Notstand, aber ein Zeichen von Dringlichkeit. Jetzt haben Rettung und Schutz unter Einsatz aller möglichen Mittel Vorrang. Das gilt unabhängig von der Ursache des konkreten Brandes. Dann muss generell mehr für Hitzeschutz getan werden. Entscheidend ist, was hilft. Eine akute Katastrophenlage wie jetzt im Waldbrandgebiet, die den Staat mit all seinen Möglichkeiten fordert, sollte aber nicht vergessen machen, dass Hitzeschutz zunächst bei jedem Einzelnen beginnt. Für diejenigen, die im Staat einen Gegner sehen, müsste das eigentlich erst recht gelten. Der Staat hat eine Schutzpflicht Aber selbstverständlich hat der Staat eine Pflicht, Leben und Gesundheit zu schützen. Eine Pflicht zu Information, Aufklärung und eine Pflicht zum Handeln. Das gilt insbesondere dort, wo der Handlungsraum des Einzelnen begrenzt ist: in Schulen, Kasernen, Krankenhäusern, Heimen. Die Anpassung an die Lage, der Umgang mit dem Wandel, das gibt es auch auf anderen Feldern, und auch dort ist es mühsam, selbst wenn die Herausforderungen seit Langem bekannt sind. Der konkrete Schutz vor Hitze wird bisher, anders als die ebenso heftige wie bisweilen abgehobene Debatte über die Erreichung von Klimaschutzzielen, weiterhin eher stiefmütterlich behandelt. Dabei umfasst eine vorausschauende Politik immer beides. Anders gesagt: Wenn mit den Erfahrungen der Natur (und unseres Umgangs mit ihr) gelebt und gehandelt wird, dann ist eine solche Politik zugleich schützend, vorsorglich und nachhaltig. Föderalismus, richtig verstanden, ist hier keine Bremse, sondern geboten. Das ist im Sinne aller – und auch im besten Sinne konservativ.

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14. August
Tagesschau

Waldbrand in der Eifel: "Ein doppelter Weckruf"

Waldbrand in der Eifel "Ein doppelter Weckruf" Seit Wochen gibt es kaum Regen, dazu extreme Temperaturen und jetzt einen Waldbrand in der Eifel. Feuerökologe Alexander Held sieht darin einen "doppelten Weckruf". Wie gut ist Deutschland auf solche Gefahren vorbereitet? Ein sich rasend schnell ausbreitender Waldbrand hat in Nordrhein-Westfalen annähernd 2.000 Menschen in die Flucht getrieben und einen Großeinsatz mit Löschhubschraubern und Hunderten Helfern ausgelöst. Im Interview mit tagesschau24 schätzt der Forstwissenschaftler und Waldbrandexperte Alexander Held die aktuelle Gefahrenlage ein. tagesschau24: War mit einem Brand, wie wir ihn jetzt in Hürtgenwald erleben, aus ihrer Sicht zu rechnen? Alexander Held: Mit so einem Brand war tatsächlich zu rechnen. Wir haben uns schon 2003 mit den trockenen Sommern "herangetastet" an diese Situation, wo sehr viel Biomasse, die früher nicht brennbar war, brennbar wird. Dass es jetzt ausgerechnet in der Eifel - wo wir eigentlich Witze machen, dass es dort ein Dreivierteljahr kalt ist und Winter - in dem Ausmaß auftritt, ist ein doppelter Weckruf und tatsächlich sehr bedenklich. Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens nahe der belgischen Grenze und hat insgesamt knapp 9.000 Einwohner. "Im Moment geht es gar nicht so sehr ums Löschen" tagesschau24: Worauf kommt es jetzt an, nachdem solche Brände ausgebrochen sind? Held: Es geht im Moment gar nicht so sehr ums Löschen. Es geht darum, die Ausbreitung einzudämmen und anzuhalten. Erst im zweiten Schritt kommt es darauf an, die Fläche kontrolliert, innen abbrennen zu lassen, um dann von außen her nachzulöschen und die Fläche abzulöschen. Es geht jetzt darum, Punkte in der Landschaft zu definieren - Straßen, Schneisen, Feldwege, landwirtschaftliche Flächen - wo man sagen kann, hier haben wir taktische Möglichkeiten, das Feuer aufzuhalten. Und auch die nötige Zeit, um Maßnahmen ergreifen zu können, um sie an diesen vordefinierten Linien, die Flanken und die Feuerfront tatsächlich aufzuhalten. "Das geht über den Wald hinaus" tagesschau24: Für den Fall, dass man eine Ausbreitung nicht in den Griff bekommt, was muss alles vorsorglich in Bewegung gesetzt werden? Held: Da fehlt uns jetzt die Zeit, um das alles zu besprechen. Wir brauchen natürlich ein antizipatives Denken und Vorbereiten der Feuerwehr. Was können wir heute Nacht schon tun? Stichwort Gegenfeuer, Vorfeuer. Das wäre in der Nacht ein äußerst probates Mittel. Wir reden seit 30, 40 Jahren über den Waldumbau hin zum naturnahen Dauerwald. Da könnten wir uns etwas mehr Mühe geben und politische Rahmenbedingungen schaffen. Das geht über den Wald hinaus. Es heißt Waldbrand und deswegen gucken alle auf den Wald. Aber wir müssen natürlich die Landwirtschaft mit ins Boot holen, weil hier auch Wasserkreisläufe betroffen sind, Bodenqualitäten betroffen sind, Brennbarkeit der Landschaft mit beeinflusst wird - ganz unabhängig vom aktuellen Wettergeschehen. "Wir haben unsere Bevölkerung nicht geschult" tagesschau24: Es gab Evakuierungen in der Eifel. Wann sollte man aus Ihrer Sicht zu dieser Maßnahme greifen und was muss man dabei abwägen? Held: Evakuierung ist immer ein riesiger logistischer Aufwand für die Einsatzkräfte. Dann haben wir nicht nur die Situation, einen Waldbrand zu bekämpfen, sondern praktisch noch einen Einsatz mit der Evakuierung. Das bindet Ressourcen und muss rechtzeitig erfolgen. Dieses Mal hat es gut funktioniert, da war genügend Zeitpuffer. Das ist auch nötig, weil wir unsere Bevölkerung nicht in dem Sinne geschult haben, zu sagen, sind die Häuser, sind die Kommunen, sind die Siedlungen so weit vorbereitet, dass es Pufferzonen gibt, die Verteidigungsraum überhaupt schaffen, sodass man vielleicht rechtfertigen könnte, nicht zu evakuieren oder nur teilweise zu evakuieren. An dem Punkt sind wir als Gesellschaft gesamt noch überhaupt nicht. Mehrere Hundert Hektar des mit Weltkriegsmunition belasteten großen alten Waldes haben die Flammen bereits zerstört. "Alle müssen ihre Hausaufgaben machen" tagesschau24: Wo sehen Sie die Kommunen? Inwieweit sind die vorbereitet auf solche Geschehnisse? Held: Die Waldbrandsituation ist eine sehr, sehr vielschichtige und ein Paradebeispiel von Interdisziplinarität. Wir brauchen die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft, die Feuerwehr, den Umweltschutz, den Tourismus, die räumliche Planung und im weitesten Sinne auch die Erziehung und die Bildung. Alle müssen eigentlich ihre Hausaufgaben machen und dazu müssen wir wissen, in welche Richtung. Was ist denn unsere nationale Strategie? Haben wir ein Ziel, wo wir mit Feuermanagement hinwollen in den nächsten 50 Jahren? Und wer kann dann welche Aufgaben zielgerichtet übernehmen und ausführen? Und wir müssen eben weit über das Phänomen Feuer hinausdenken. Wie nutzen wir natürliche Ressourcen? Wie beeinflussen wir Wasserkreisläufe? Das geht sehr, sehr weit bis hinein in: Wie leben wir persönlich? Was verbrauchen wir an Wasser, an Energie? Das ist eine schwierige Aufgabe und noch dazu in einer zersplitterten Landschaft zwischen Bund, Ländern, Kommunen, abgesehen von den fachlichen Unterschieden zwischen Land, Forstwirtschaft und Feuerwehr. "Da beneidet uns der Rest der Welt drum" tagesschau24: Sie sprechen die Nachteile an, dass Deutschland ein föderales Land ist. Wie sieht das bei der Brandbekämpfung aus, ist das ein Vorteil oder ein Nachteil? Held: Dadurch, dass es Ländersache und Kommunalsache ist, haben wir ein breit aufgestelltes Feuerwehrwesen und sehr viele Freiwillige Feuerwehren in der Fläche. Das ist ein Vorteil, da beneidet uns der Rest der Welt drum. Der Nachteil bei größeren Einsatzlagen ist: die Koordinierung. Das geht schon los bei der Koordinierung von zwei Landkreisen. Wenn wir zwischen zwei oder mehreren Bundesländern koordinieren, dann steht uns dieser Föderalismus oftmals im Wege, weil er bürokratisch, langsam und zäh ist - und diese Abläufe vorher nicht durchgespielt wurden. Die Herausforderung mit dem Waldbrand ist etwas Neues, aber da steht uns der Föderalismus, auch was Beschaffung angeht, oftmals im Wege. Das Gespräch führte Michail Paweletz. Es wurde für die schriftliche Fassung leicht gekürzt.

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14. August
Süddeutsche Zeitung

Hitze und Trockenheit: Der Wald brennt, Munition explodiert

Die Eifelgemeinde Großhau hat Glück gehabt. Bisher. Nur wenige Hundert Meter entfernt verdeckt schmutzig-grauer Rauch den Himmel, es stinkt verbrannt, Rotoren und Sirenen lärmen. Ständig fliegen Hubschrauber über den Ort. Unter ihnen hängen Wassertanks, die sie neben Großhau über den schlimmsten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens auskippen. Die Polizei hat die Bundesstraße B399 gesperrt, die von der Siedlung in Richtung Flammeninferno führt. Doch regelmäßig rumpeln Traktoren mit Tankanhängern an der Sperre vorbei; Bauern bringen den Feuerwehrleuten mehr Wasser. Auf den Straßen in der Umgebung rollen Kolonnen von Einsatzfahrzeugen: Feuerwehr, Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk, Polizei. Glück hat Großhau gehabt, weil das Feuer, das am Donnerstag ausbrach, sich in die andere Richtung, zur Nachbarsiedlung Gey, voran gefressen hat. Deshalb musste Großhau nicht evakuiert werden, anders als Gey. Da haben Polizei und Feuerwehr die mehr als 2000 Bewohnerinnen und Bewohner in der Nacht zum Freitag aus dem Bett geklingelt. Sicherheitshalber. Auch ein Pflegeheim und ein Pferdegestüt wurden geräumt. Um vier Uhr morgens fiel die Entscheidung, bis acht Uhr war die Rettung abgeschlossen. Das Feuer ist inzwischen nur noch 150 bis 200 Meter entfernt von dem Dorf, das genau wie Großhau zu Hürtgenwald gehört, einer Gemeinde mit 9000 Einwohnern nahe der belgischen Grenze. Der brennende Wald heißt genauso. Die in Sicherheit gebrachten Menschen kamen erst in einer Grundschule und einem Schützenheim in der Nähe unter. Viele fanden dann schnell Unterschlupf bei Freunden oder Verwandten, andere wurden in weiter entfernte Unterkünfte gebracht, weil die Belastung durch den Rauch zu viel wurde. Wolken zogen sogar bis ins 50 Kilometer östlich gelegene Bonn. Silke Gorißen, Landwirtschaftsministerin des Bundeslandes, nennt bei ihrem Besuch in Hürtgenwald die weithin sichtbaren Rauchsäulen „so ein bisschen apokalyptisch“. Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen ist als Krisenmanager im Dauereinsatz. Der parteilose 55-Jährige ist daher nur auf seinem Handy zu erreichen. „Es gab am Donnerstag schon zwei andere Brände, die aber nicht so schlimm waren“, sagt er. Als er am Nachmittag auf dem Weg zum zweiten war, habe er von dem dritten, größeren erfahren. „Und gerade, als ich ins Bett gehen wollte, hat sich der Wind gedreht. Wir haben dann entschieden zu evakuieren.“ Zeit zum Schlafen habe er immer noch nicht gehabt. Hürtgenwald gehört zum Landkreis Düren. Dessen Landrat Ralf Nolten sagt, gegen die Evakuierung habe es keinen Widerstand gegeben: „Wenn Sie die Feuerwand gesehen haben – die Bäume haben ja schon ihre Höhe und dann brennt es noch mal ein paar Meter über der Krone – wenn Sie das gesehen haben, dann gehen Sie schon und fangen nicht an zu diskutieren.“ Der Auslöser des Brands in der Nordeifel, einer beliebten Ausflugsregion und Teil eines Nationalparks, ist unklar. Die Kölner Polizei ermittelt. Der Brand hat sich in dem knochentrockenen Wald inzwischen zu einem gefürchteten Wipfelfeuer entwickelt. Dies bedeutet, dass sich das Feuer in den Kronen verselbständigt, von Wipfel zu Wipfel springt und daher dem Brand am Boden vorauseilen kann. Die Hitze und starke Winde aus wechselnden Richtungen erschweren das Löschen. Ein Feuerwehrsprecher sagt, die Bedingungen seien „denkbar schlecht“. Nach seinen Schätzungen brennen 300 Hektar, was der Größe von 420 Fußballfeldern entspricht. Zum Vergleich: In ganz Nordrhein-Westfalen brannten im vergangenen Jahr nur 52 Hektar Wald ab. Damit ist das Feuer in Hürtgenwald nach allem, was der Regierung bekannt ist, das schlimmste in der Geschichte des bevölkerungsreichsten Bundeslandes. Die Löscharbeiten werden noch zusätzlich erschwert, weil im Waldboden Munition und Minen aus dem Zweiten Weltkrieg verborgen sind. Der alte Wald war Ende 1944 und Anfang 1945 Schauplatz einer der längsten und blutigsten Schlachten an der Westfront. Die US Army wollte durch die Eifel vorstoßen, doch die Wehrmacht hatte sich verschanzt. US-Soldaten nannten den Wald Death Factory, Todesfabrik. Einsatzkräfte hörten bereits Explosionen. CDU-Landrat Nolten sagt, wegen dieser Gefahr könnten keine einzelnen Feuerwehrleute mit Löschrucksäcken in den Forst geschickt werden. In der Nacht hätten sich auch einzelne Einheiten zurückziehen müssen, damit sie nicht vom Feuer eingekesselt würden. Insgesamt sind 400 Menschen im Einsatz, darunter Soldaten der Bundeswehr. Als Antwort auf das Risiko von Explosionen setzen die Brandbekämpfer stärker auf schweres Gerät und löschen aus größerer Distanz. Zwei Räumpanzer der Bundeswehr haben Schneisen in den Wald geschlagen, die Polizei besprüht die Bäume mit Wasserwerfern. Zudem ist ein gerade erst von der Landesregierung angeschafftes Spezialfahrzeug namens Fire Fighter im Einsatz. Das ist geländegängig, kann steile Hänge überwinden und 10 000 Liter Löschwasser aus einem Tank verspritzen. Aus der Luft bekämpfen fünf Hubschrauber von Polizei und Bundeswehr mit riesigen Wasserbehältern das Feuer. Bürgermeister Cranen sagt am Telefon, dass ein Löschflugzeug angefordert sei, das noch mehr Wasser transportieren kann. Die Feuerwehrleute nutzen inzwischen auch Gegenfeuer als Strategie: An bestimmten Stellen werden Feuer entzündet, die dem größeren Brand Nahrung entziehen, wie ein Feuerwehrsprecher sagt. Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Einsatz mehrere Tage dauern wird. Selbst wenn der Brand bald unter Kontrolle sein sollte, müssen Feuerwehrleute danach sämtliche Glutnester auf 300 Hektar sorgfältig löschen, damit kein neues Feuer entsteht. Unklar ist auch, wie schnell die evakuierten Bewohner in ihr Dorf zurückkehren dürfen. An diesem Samstag wird Ministerpräsident Hendrik Wüst Hürtgenwald besuchen; er hat seinen Urlaub früher beendet. Bürgermeister Cranen hatte für dieses Wochenende eigentlich eine Radtour geplant. „Aber ich habe meiner Frau schon gesagt, sie soll die absagen“, berichtet er. „Wir werden hier sicher noch einige Tage gebraucht.“

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14. August
Die Zeit (Politik)

Waldbrand im Hürtgenwald: Menschen fliehen vor Waldbrand in der Eifel

Wegen eines Waldbrands in der Eifel mussten rund 1.800 Menschen ihre Häuser verlassen. Am frühen Morgen gegen 4 Uhr hat die Gemeinde Hürtgenwald beschlossen, den Ortsteil Gey zu evakuieren. Das Feuer in dem dicht bewaldeten Gebiet war Donnerstagnachmittag aus noch ungeklärten Gründen ausgebrochen. Inzwischen ist es bis auf 200 Meter an den Ortsteil Gey herangerückt (Stand: 13.08.26, 14.00 Uhr). Die Löscharbeiten sind schwierig, weil das brennende Gelände durch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg belastet ist. Dazu kommen die steigenden Temperaturen, die das Feuer weiter anfachen könnten. Für die Region sind Temperaturen bis zu 38 Grad angesagt. Es ist noch nicht absehbar, ob weitere Ortsteile von Hürtgenwald evakuiert werden müssen. In der nahe gelegenen Stadt Düren fällt Asche vom Himmel, Einwohner sollen sich möglichst nur in geschlossenen Räumen aufhalten. Maximilian Mann beschreibt die Lage vor Ort in Düren und hat mit evakuierten Menschen aus Gey gesprochen. Nato-Kampfjets haben über Lettland eine Drohne abgeschossen. Das teilten die Streitkräfte des Landes mit, das sich eine Grenze mit Russland teilt. Zuvor riefen lettische Behörden Bürgerinnen und Bürger nahe der russischen Grenze wegen einer Bedrohung im lettischen Luftraum zur Vorsicht auf. Das Nachbarland Finnland, das ebenfalls an Russland grenzt, schränkte kurzzeitig den Luftraum und den Schiffsverkehr ein. In den vergangenen Monaten sind bereits mehrfach Drohnen aus dem Krieg gegen die Ukraine in den Luftraum über der EU gelangt. Woher die nun abgeschossene Drohne stammt, teilten die Behörden zunächst nicht mit. Das lettische Militär erklärte später, die Drohne sei wegen russischer Kampfhandlungen in den lettischen Luftraum geraten. Woher die Drohne wahrscheinlich kam, kann Maxim Kireev aus dem Politikressort der Zeit erklären. Außerdem im Update: Schweden will die wachsende Jugendkriminalität bekämpfen: Jugendliche sollen bald früher und härter bestraft werden können. Dazu hat das schwedische Parlament per Gesetz das Alter für die Strafmündigkeit gesenkt – von 15 auf 14 Jahre. Auslöser für das verschärfte Jugendstrafgesetz ist die zunehmende Gewalt zwischen Banden der organisierten Kriminalität. Sie rekrutieren Minderjährige für Anschläge, teils sogar Morde, weil sie bisher nicht inhaftiert werden konnten. Und sonst so: Eine App warnt vor Ticketkontrollen in Berliner U- und S-Bahnen Moderation und Produktion:Azadê Peşmen Redaktion: Helena Schmidt Mitarbeit: Lena Herrmann Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.

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14. August
Neues Deutschland

Klimakatastrophe | Waldbrand in Hürtgenwald: 2000 Menschen evakuiert

- Politik - Klimakatastrophe Waldbrand in Hürtgenwald: 2000 Menschen evakuiert Hunderte Einsatzkräfte kämpfen in der Eifel gegen den größten Waldbrand in NRW seit Beginn der Aufzeichnungen. Munition erschwert die Löscharbeiten. Mitten in der Nacht wurden die Einwohner von Hürtgenwald-Gey geweckt: Sirenen heulten, Apps warnten und Feuerwehrleute gingen von Haustür zu Haustür. Fast 2000 Menschen mussten evakuiert werden. Ein Waldbrand näherte sich dem Ort. Seit Donnerstag kämpfen Einsatzkräfte gegen den Brand in Hürtgenwald in der Eifel. Am Freitagvormittag waren fünf Hubschrauber im Einsatz; die Bundeswehr unterstützte die Brandbekämpfung mit Panzern, die Polizei mit Wasserwerfern. Wegen starker Rauchentwicklung und Ascheregens mussten am Vormittag zwei Betreuungsstellen für betroffene Anwohner geräumt und verlegt werden. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet. Nach Angaben des Dürener Landrats Ralf Nolten brennt der Wald auf einer Fläche von 300 Hektar. Das entspricht mehr als 400 Fußballfeldern. In ganz Nordrhein-Westfalen brannten nach Angaben des Landesamts für Natur, Umwelt und Klima zwischen 2018 und 2025 insgesamt nur 258 Hektar Wald. Seit Beginn der Aufzeichnungen hat es in Nordrhein-Westfalen keinen so großen Waldbrand gegeben wie den derzeitigen in Hürtgenwald. Die Bewohner von Gey können nicht darauf hoffen, schnell in ihre Häuser zurückzukehren. Am Freitagnachmittag machten der Wind und die hohen Temperaturen den Einsatzkräften zu schaffen. Erschwerend kommt hinzu, dass das unwegsame Gelände mit Munition aus dem Zweiten Weltkrieg belastet ist. Immer wieder komme es im brennenden Wald zu Explosionen, berichten Einsatzkräfte. Aus der Politik gibt es zahlreiche Dankes- und Solidaritätsbekundungen an die Einsatzkräfte. »Unser Land hält zusammen!«, schrieb der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst auf der Plattform X. Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen seien seit Donnerstagnachmittag im Hürtgenwald im Einsatz – »viele von ihnen ohne Pause«, hob Wüst hervor. »Den Einsatzkräften aus ganz NRW gilt mein großer Dank.« Auch Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich. »In vielen Teilen des Landes wüten Waldbrände«, schrieb er auf X. Er werde laufend über die Entwicklung unterrichtet. »Ich danke allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen und oft bis zur Erschöpfung reichenden Einsatz.« Wo immer möglich, leisteten Bundespolizei und Bundeswehr Hilfe, so der Kanzler. Esra Limbacher, Klimapolitiker der SPD-Bundestagsfraktion, sprach gegenüber der »Rheinischen Post« von einem Hitzeplan, den seine Partei auf den Weg bringen wolle. Teil des Plans sei eine Bundesfeuerwehr, die etwa bei großen Waldbränden zum Einsatz kommen und über spezielle Fähigkeiten verfügen soll. Von den Grünen kommt ein Vorschlag, der stärker in die Fläche geht. Sie fordern die Bundesregierung auf, ein Programm aufzulegen, mit dem jährlich 2000 Feuerwehrwachen saniert werden können. In Deutschland gibt es etwa 24 000 Feuerwehrwachen. Der Deutsche Feuerwehrverband beklagt schon seit Längerem einen Sanierungsstau. Neben dem Brand in der Eifel sind in den vergangenen Tagen an zahlreichen Orten in Deutschland Waldbrände ausgebrochen. Die anhaltende Trockenheit begünstigt ihre Ausbreitung. Wir haben einen Preis. Aber keinen Gewinn. Die »nd.Genossenschaft« gehört den Menschen, die sie ermöglichen: unseren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die mit ihrem Beitrag linken Journalismus für alle sichern: ohne Gewinnmaximierung, Medienkonzern oder Tech-Milliardär. Dank Ihrer Unterstützung können wir: → unabhängig und kritisch berichten → Themen sichtbar machen, die sonst untergehen → Stimmen Gehör verschaffen, die oft überhört werden → Desinformation Fakten entgegensetzen → linke Debatten anstoßen und vertiefen Jetzt »Freiwillig zahlen« und die Finanzierung unserer solidarischen Zeitung unterstützen. Damit nd.bleibt.

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14. August
Der Spiegel

Hürtgenwald: Landrat warnt vor entscheidenden Stunden im Kampf gegen Waldbrand

Waldbrand in der Eifel Landrat nennt kommende Stunden entscheidend im Kampf gegen die Flammen Beim Kampf gegen den großen Waldbrand in Hürtgenwald im Kreis Düren sind dem Landrat zufolge die nächsten Stunden entscheidend. »Wenn wir in Gey gelöscht haben, kommt es auf die nächsten Stunden an, ob wir die Hauptglutnester erkennen und auch ablöschen können«, sagte Ralf Nolten (CDU). Im Laufe des Nachmittags sei wegen der steigenden Temperaturen mit einer Thermik zu rechnen, die die Feuer wieder anfachen könne. »Die Zeit bis Mittag ist für uns die entscheidende.« Die Löscharbeiten werden dem Landrat zufolge auch durch Weltkriegsmunition auf dem Gelände erschwert. »Das Gelände ist doch sehr schwierig, und durch die hohe Munitionsbelastung können wir auch keine einzelnen Feuerwehrleute mit Löschrucksäcken reinschicken«, sagte Nolten. Im Laufe der Nacht sei auf dem Brandgelände bereits Munition hochgegangen. »Wir haben auch die Schläge gehört.« Der Hürtgenwald war 1944 und 1945 Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen deutschen und US-Truppen. Bis heute werden in der Region Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Feuerwehr setzt auf größere Hubschrauber Die wechselnden, teils starken Winde in der Nacht hätten dazu geführt, dass sich die Einsatzkräfte streckenweise hätten zurückziehen müssen, um nicht eingekesselt zu werden, sagte Nolte. Am Freitagmorgen waren auch Panzer und Forstunternehmer vor Ort. Sie sollten Schneisen in dem dicht bewaldeten Gebiet legen, um die Ausbreitung des Feuers einzudämmen. Panzer der Bundeswehr auf dem Weg zum Einsatzort Foto:Federico Gambarini / dpa Bei der Bekämpfung des Waldbrandes setzt die Feuerwehr auf Hilfe aus der Luft. »Wir holen jetzt größere Hubschrauberkategorien«, sagte Peter Berndgen, Sprecher der Feuerwehr im Kreis Düren. Das seien Hubschrauber der Bundespolizei mit mehr Traglast. »Je mehr Wasser wir jetzt da reinbekommen, umso besser.« Gleichzeitig erfolge die sogenannte mechanische Brandbekämpfung. »Wir fällen Bäume, wir bearbeiten den Boden, wir wässern den Boden. Das ist immer der klassische Ansatz dazu, Schneisen zu schlagen.« Insgesamt sind den Angaben zufolge Hunderte Einsatzkräfte vor Ort. Es kommen zudem immer mehr Hubschrauber auch aus anderen Bundesländern zum Einsatz. Nach Angaben des Innenministeriums von Nordrhein-Westfalen sind aktuell schon fünf Hubschrauber mit ihren Besatzungen in den Einsatz eingebunden. Dabei handle es sich im Detail um einen Hubschrauber der NRW-Polizei, einen Hubschrauber der Bundespolizei sowie drei Hubschrauber aus Rheinland-Pfalz und Hessen. Wasserwerfer werden vorbereitet Ein zweiter Hubschrauber der NRW-Polizei werde für den Einsatz bei dem Waldbrand vorbereitet. Polizeihubschrauber können mit einem Wassertank versehen werden. Außerdem würden Wasserwerfer der Polizei für einen möglichen Einsatz bei dem Waldbrand vorbereitet. »Sie sind aber noch nicht angefordert«, sagte eine Ministeriumssprecherin. Ob sie in dem Waldgebiet zum Einsatz kommen würden, hänge von der Einschätzung der Feuerwehr ab. Auch die Bundeswehr setzt nun Löschhubschrauber gegen den Waldbrand in der Nordeifel ein. Dazu seien vormittags zunächst zwei Maschinen vom Typ NH-90 von Faßberg in Niedersachsen gestartet, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Berlin. Die Transporthubschrauber sind mit einem sogenannten Bambi Bucket bestückt, einem faltbaren Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber. Mit jedem einzelnen Flug können damit 2000 Liter Löschwasser abgelassen werden. Dichter Rauch über Hürtgenwald Foto: Federico Gambarini / dpaIn unmittelbarer Nähe der Gemeinde Hürtgenwald stehen mehrere Hundert Hektar Wald in Brand. Der Ortsteil Gey mit mehr als 1800 Einwohnern musste evakuiert werden, weil sich die Flammen gefährlich genähert haben. Mit Blick auf die Evakuierung berichtete Landrat Nolten von den Umständen entsprechend gelassenen Reaktionen und vollem Verständnis der Einwohnerinnen und Einwohner. »Wenn Sie die Feuerwand gesehen haben – die Bäume haben ja schon ihre Höhe, und dann brennt es noch mal ein paar Meter über der Krone – wenn Sie das gesehen haben, dann gehen Sie schon und fangen nicht an zu diskutieren.« Zwei Betreuungsstellen für Betroffene des Waldbrandes werden unterdessen verlegt. Es gebe eine starke Rauchentwicklung und Ascheaustrag, sagte Feuerwehrsprecher Berndgen. Die bisherigen Anlaufstellen in einer Grundschule im Ortsteil Straß sowie einem nahen Sport- und Schützenheim im selben Ortsteil müssten deshalb geräumt werden, teilte der Kreis mit. Neue Anlaufstelle sei eine Förderschule in Düren. Betroffene würden dorthin gebracht. Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens, nahe der Grenze zu Belgien. Insgesamt leben in der Gemeinde in der Eifel knapp 9000 Menschen. Hürtgenwald-Gey liegt nur rund zehn Kilometer von der Kreisstadt Düren mit etwa 94.000 Einwohnern entfernt. Die Bewohner mehrerer Stadtteile Dürens sollen sofort geschlossene Räume aufsuchen. Wegen des Brandes im Hürtgenwald komme es zu Rauchniederschlag, teilte der Kreis Düren mit. Gesundheitliche Beeinträchtigungen könnten nicht ausgeschlossen werden. Die Aufforderung gilt für die Stadtteile Gürzenich, Derichsweiler, Rölsdorf, Birgel, Lendersdorf, Konzendorf, Echtz, Mariaweiler, Merken und Berzbuir.

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14. August
Die Zeit (Politik)

Waldbrand bei Hürtgenwald: Gemeinde in der Eifel wegen Waldbrandes evakuiert

In der Nähe von Düren ist in der Eifel ein Waldbrand ausgebrochen. Die Flammen bedrohen die Gemeinde Hürtgenwald. Kurz vor 4 Uhr am frühen Freitagmorgen entschied die Gemeinde, dass der Ortsteil Gey evakuiert werden muss. Mehr als 1.800 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Löscharbeiten werden durch Weltkriegsmunition auf dem betroffenen Gelände erschwert. Durch die hohe Munitionsbelastung könne man keine einzelnen Feuerwehrleute mit Löschrucksäcken in den Wald schicken, sagte der Landrat des Kreises Düren, Ralf Nolten (CDU), der Nachrichtenagentur dpa. Im Laufe der Nacht sei auf dem Brandgelände bereits Munition hochgegangen. Die wechselnden, teils starken Winde in der Nacht hätten dazu geführt, dass sich die Einsatzkräfte streckenweise hätten zurückziehen müssen, um nicht eingekesselt zu werden, sagte Nolten. Am Morgen waren auch Panzer und Forstunternehmer vor Ort. Sie sollten Schneisen in dem dicht bewaldeten Gebiet legen, um die Ausbreitung des Feuers einzudämmen. Im Laufe des Nachmittags sei wegen der steigenden Temperaturen mit einer Thermik zu rechnen, die die Feuer wieder anfachen könne. »Die Zeit bis Mittag ist für uns die entscheidende«, sagte Nolten. Brandursache ist unklar Im Laufe des Tages sollen größere Hubschrauber der Bundespolizei eingesetzt werden, um die Flammen zu bekämpfen. »Je mehr Wasser wir jetzt da reinbekommen, umso besser«, sagte Peter Berndgen, Sprecher der Feuerwehr im Kreis Düren. Ausgebrochen war das Feuer am Donnerstagnachmittag, die Ursache ist noch unklar. Mehrere Hundert Hektar sind von dem Brand betroffen. Ob noch weitere Ortsteile evakuiert werden müssen, ist noch unklar. Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen (parteilos) sagte der dpa, dass er hoffe, dass die Menschen des Ortsteils Großhau ihre Häuser nicht verlassen müssten. Dieser befindet sich südlich des Brandgebietes. Alle aktuellen Informationen zum Waldbrand in der Eifel finden Sie auch in unserem Hitze-Liveblog.

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14. August
Wirtschaftswoche

Waldbrand: Alle Bewohner von Hürtgenwald-Gey in Sicherheit

Waldbrand: Alle Bewohner von Hürtgenwald-Gey in Sicherheit Die Evakuierung des Ortsteiles Gey der nordrhein-westfälischen Gemeinde Hürtgenwald ist abgeschlossen. Alle Bewohner des Gemeindeteils hätten ihre Häuser und Wohnungen verlassen, teilte eine Sprecherin des Kreises Düren mit. In Gey leben rund 1.800 Menschen. Die Warn-App Nina zeigt die höchste Warnstufe „Extreme Gefahr“ an. Nach Angaben der Gemeinde breite sich das Feuer weiter aus. Die Flammen seien nur noch weniger als 300 Meter von dem Ortsteil entfernt, sagte Bürgermeister Stephan Cranen (parteilos). Inzwischen stünden rund 300 Hektar Waldfläche in Flammen, teilte der Kreis weiter mit. Seit Ausbruch des Feuers seien rund 300 Kräfte im Einsatz. Die Bundeswehr sei mit zwei Panzern vor Ort, drei Löschhubschrauber sollen den Einsatz aus der Luft unterstützen. Als Anlaufstellen für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner dienen demnach eine Grundschule sowie ein Sport- und Schützenheim. Ursache noch unklar In der Nacht war das Feuer zunächst noch etwa 500 Meter von Gey entfernt gewesen. Dann habe sich der Wind gedreht, sagte eine Polizeisprecherin. Kurz vor 4.00 Uhr ordnete die Feuerwehr deshalb die Evakuierung an. Die Einsatzkräfte versuchen zu verhindern, dass die Flammen den Ort erreichen. Die Gemeinde spricht von einer „Großschadenslage“. Wegen der sich zuspitzenden Situation wurde zudem der Krisenstab des Kreises Düren einberufen. Dieser werde die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen besprechen, sagte zuvor die Sprecherin des Kreises. Die Ursache des Waldbrandes ist bislang nicht bekannt. Offen ist auch, ob weitere Ortsteile oder Gemeinden evakuiert werden müssen. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet. Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens nahe der belgischen Grenze und hat knapp 9.000 Einwohner. Hürtgenwald-Gey liegt nur rund zehn Kilometer von der Kreisstadt Düren mit etwa 94.000 Einwohnern entfernt. Lesen Sie auch: So legt das Rhein-Niedrigwasser fünf Schlüsselindustrien lahm

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14. August
taz (Öko & Co)

Waldbrand in der Eifel bedroht Gemeinde: 1.800 Menschen in NRW evakuiert

Waldbrand in der Eifel bedroht Gemeinde: 1.800 Menschen in NRW evakuiert Waldbrand außer Kontrolle: Laut WDR sollen die Flammen nur noch 200 Meter von der Gemeinde Hürtgenwald entfernt sein. Die Lage vor Ort sei chaotisch. dpa/taz | Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen wird ein Ortsteil evakuiert. Der Ortsteil Gey, in dem gut 1.800 Menschen leben, ist „sofort zu evakuieren“, teilte die Gemeinde in der Eifel am frühen Freitagmorgen mit. Die Warn-App Nina zeigt die höchste Warnstufe „Extreme Gefahr“ an. Nach Angaben der Gemeinde bewegt sich das Feuer immer weiter auf den Ortsteil zu. Waren die Flammen am Morgen noch etwa 400 Meter von der Gemeinde im Westen von NRW entfernt, sind sie laut WDR am Freitagvormittag bereits auf bis zu 200 Meter vorgerückt. Die Lage vor Ort soll nach Angaben des WDR chaotisch und das Feuer derzeit außer Kontrolle sein. Bei der Evakuierung ist es dagegen bislang zu keinen Zwischenfällen gekommen, sagte eine Polizeisprecherin am frühen Morgen. Betroffene sollen nur die nötigsten privaten Gegenstände sowie Ausweisdokumente und Medikamente mitnehmen, hieß es weiter. 25 Hektar seit Donnerstag in Flammen In der Nacht waren die Flammen zunächst noch gut 500 Meter von dem Ort in der Eifel entfernt. Dann drehte sich der Wind und das Feuer rückte weiter vor. Um kurz vor 4 Uhr entschied sich die Feuerwehr für die Evakuierung. Nach Angaben der 9.000-Einwohner-Gemeinde ist auch der Ortsteil Großhau durch den Waldbrand gefährdet. Eine Evakuierungsaufforderung gibt es dort bislang nicht. Die Menschen werden aber aufgefordert, den Bereich zu meiden. Insgesamt stehen seit Donnerstagnachmittag rund 25 Hektar Wald bei Hürtgenwald in Flammen. Das entspricht einer Fläche von etwa 35 Fußballfeldern. Die Gemeinde spricht von einer „Großschadenslage“. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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14. August
Handelsblatt

Hitzewelle: Waldbrand in NRW-Ortsteil – 1.800 Menschen wurden evakuiert

Hitzewelle: Waldbrand in NRW-Ortsteil – 1.800 Menschen wurden evakuiert Stuttgart. Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen wird ein Ortsteil evakuiert. Der Ortsteil Gey, in dem gut 1.800 Menschen leben, ist „sofort zu evakuieren“, teilte die Gemeinde in der Eifel am frühen Morgen mit. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet. Die Warn-App Nina zeigt die höchste Warnstufe „Extreme Gefahr“ an. Nach Angaben der Gemeinde bewegt sich das Feuer immer weiter auf den Ortsteil zu. Inzwischen sind die Flammen nur noch etwa 400 Meter von dem Ort entfernt. Bei der Evakuierung ist es bislang zu keinen Zwischenfällen gekommen, sagte eine Polizeisprecherin am frühen Morgen. Betroffene sollen nur die nötigsten privaten Gegenstände sowie Ausweisdokumente und Medikamente mitnehmen, hieß es weiter. Wer bei der Evakuierung Hilfe benötigt, kann sich unter der Telefonnummer 02429 3090 melden. Bewohner sollen gegebenenfalls Mund und Nase etwa mit einem Stofftuch, Kleidung oder einer Maske bedecken. Eine Anlaufstelle werde laut Gemeinde in der Grundschule Straß eingerichtet. Auch andere Gemeinden gefährdet In der Nacht waren die Flammen zunächst noch gut 500 Meter von dem Ort entfernt. Dann drehte sich der Wind und das Feuer rückte weiter vor. Um kurz vor 4.00 Uhr entschied sich die Feuerwehr für die Evakuierung, hieß es weiter. Nach Angaben der Gemeinde ist auch der Ortsteil Großhau durch die Flammen gefährdet. Eine Evakuierungsaufforderung gibt es dort bislang nicht. Die Menschen werden aber aufgefordert, den Bereich zu meiden. Insgesamt stehen seit Donnerstagnachmittag rund 25 Hektar Wald bei der Gemeinde Hürtgenwald in Flammen. Das entspricht einer Fläche von etwa 35 Fußballfeldern. Die Gemeinde spricht von einer „Großschadenslage“. Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens, nahe der Grenze zu Belgien. Insgesamt leben in der Gemeinde in der Eifel knapp 9.000 Menschen.

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14. August
Tagesschau

Waldbrand in der Eifel - Evakuierung in Gemeinde Hürtgenwald

Evakuierung in Hürtgenwald 1.800 Menschen flüchten vor Waldbrand in der Eifel In der Eifel breitet sich seit Donnerstag ein Waldbrand aus und rückt immer näher an den Hürtgenwalder Ortsteil Gey heran. In der Nacht wurde die Evakuierung angeordnet, etwa 1.800 Menschen sind bislang davon betroffen. In Nordrhein-Westfalen müssen wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald etwa 1.800 Bewohnerinnen und Bewohner des Ortsteils Gey vorsorglich in Sicherheit gebracht werden. Hürtgenwald liegt im Westen des Bundeslandes, nahe der Grenze zu Belgien. Insgesamt leben in der Gemeinde in der Eifel knapp 9.000 Menschen. Für die Betroffenen wurde eine Anlaufstelle in der Grundschule Straß eingerichtet. Bein Verlassen ihrer Häuser und Wohnungen sollen sie nur die nötigsten privaten Gegenstände sowie Ausweisdokumente mitnehmen und gegebenenfalls Mund und Nase etwa mit einem Stofftuch, Kleidung oder einer Maske bedecken. Anwohnerinnen und Anwohner, die Hilfe im Rahmen der Evakuierung benötigen, können sich unter der Telefonnummer 02429-3090 melden. Zudem wurde der Krisenstab des Kreises Düren einberufen. Das sagte eine Sprecherin des Kreises der Deutschen Presse-Agentur. Der Krisenstab werde nun die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen besprechen. 25 Hektar stehen in Flammen Seit Donnerstagnachmittag stehen in der Region rund 25 Hektar Wald in Flammen. Behörden sprechen von einem "Feuer außer Kontrolle" und einer "Großschadenslage", auch, weil in der Nacht keine Löschflugzeuge eingesetzt werden konnten, wie der WDR berichtet. Auch die Warn-App Nina meldete die höchste Warnstufe "Extreme Gefahr". Inzwischen sind die Flammen bis etwa 400 Meter an den Ort herangerückt. Daher entschied sich die Feuerwehr in der Nacht für die Evakuierung. Nach Angaben der Gemeinde ist auch der Ortsteil Großhau durch das Feuer gefährdet. Eine Evakuierungsaufforderung gibt es dort bislang nicht. Menschen sind aber aufgefordert, den Bereich zu meiden.

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14. August
Der Spiegel

Hürtgenwald: Waldbrand in der Eifel – Ortsteil Gey evakuiert

Rund 1800 Menschen betroffen Waldbrand in der Eifel – Ortsteil evakuiert Nur wenige Hundert Meter von Wohnhäusern entfernt wütet in der Eifel bei Hürtgenwald ein Waldbrand. Wegen des Feuers ist ein Ortsteil der Gemeinde in Nordrhein-Westfalen evakuiert worden. Der Ortsteil Gey, in dem gut 1800 Menschen leben, ist »sofort zu evakuieren«, teilte die Gemeinde in der Eifel am frühen Morgen mit. Die Warn-App Nina zeigte die höchste Warnstufe »Extreme Gefahr« an. Nach Angaben der Gemeinde bewegt sich das Feuer immer weiter auf den Ortsteil zu. Bei der Evakuierung sei es zu keinen Zwischenfällen gekommen, sagte eine Polizeisprecherin am frühen Morgen. Später teilte eine Sprecherin des Kreises Düren mit, die Evakuierung sei abgeschlossen. Alle Bewohner des Gemeindeteils hätten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Betroffene sollten nur die nötigsten privaten Gegenstände sowie Ausweisdokumente und Medikamente mitnehmen, hieß es. Bewohner sollten gegebenenfalls Mund und Nase etwa mit einem Stofftuch, Kleidung oder einer Maske bedecken. In der Nacht waren die Flammen den Angaben zufolge zunächst noch gut 500 Meter von dem Ort entfernt. Dann drehte der Wind und das Feuer rückte weiter vor. Um kurz vor vier Uhr habe sich die Feuerwehr für die Evakuierung entschieden, hieß es weiter. Nach Angaben der Gemeinde ist auch der Ortsteil Großhau durch die Flammen gefährdet. Eine Evakuierungsaufforderung gibt es dort bislang nicht. Die Menschen werden aber gebeten, den Bereich zu meiden. Krisenstab einberufen Der Kreis Düren hat laut einer Sprecherin seinen Krisenstab einberufen. Dieser werde nun die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen besprechen. Nach Angaben der Gemeinde breitet sich das Feuer weiter aus. Die Flammen seien nur noch weniger als 300 Meter von dem Ortsteil entfernt, sagte Bürgermeister Stephan Cranen (parteilos). Die Einsatzkräfte versuchen zu verhindern, dass die Flammen den Ort erreichen. Die Gemeinde spricht von einer »Großschadenslage«. Inzwischen stünden rund 300 Hektar Waldfläche in Flammen, teilte der Kreis weiter mit. Seit Ausbruch des Feuers seien rund 300 Kräfte im Einsatz. Die Bundeswehr sei mit zwei Panzern vor Ort, drei Löschhubschrauber sollen den Einsatz aus der Luft unterstützen. Als Anlaufstelle für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner dienen demnach eine Grundschule sowie ein Sport- und Schützenheim. Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens, nahe der Grenze zu Belgien. Insgesamt leben in der Gemeinde in der Eifel knapp 9000 Menschen. Hürtgenwald-Gey liegt nur rund zehn Kilometer von der Kreisstadt Düren mit etwa 94.000 Einwohnern entfernt.

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14. August
Der Spiegel

Hürtgenwald: Waldbrand in der Eifel – NRW-Ortsteil evakuiert

Rund 1800 Menschen betroffen Waldbrand in der Eifel – Ortsteil wird evakuiert Nur wenige Hundert Meter von Wohnhäusern entfernt wütet in der Eifel bei Hürtgenwald ein Waldbrand. Wegen des Feuers wird ein Ortsteil der Gemeinde in Nordrhein-Westfalen evakuiert. Der Ortsteil Gey, in dem gut 1800 Menschen leben, ist »sofort zu evakuieren«, teilte die Gemeinde in der Eifel am frühen Morgen mit. Die Warn-App Nina zeigt die höchste Warnstufe »Extreme Gefahr« an. Nach Angaben der Gemeinde bewegt sich das Feuer immer weiter auf den Ortsteil zu. Inzwischen sind die Flammen demnach lediglich noch etwa 400 Meter entfernt. Bei der Evakuierung sei es bislang zu keinen Zwischenfällen gekommen, sagte eine Polizeisprecherin am frühen Morgen. Betroffene sollen nur die nötigsten privaten Gegenstände sowie Ausweisdokumente und Medikamente mitnehmen, hieß es weiter. Wer bei der Evakuierung Hilfe benötigt, kann sich unter der Telefonnummer 02429 – 3090 melden. Bewohner sollen gegebenenfalls Mund und Nase etwa mit einem Stofftuch, Kleidung oder einer Maske bedecken. Eine Anlaufstelle werde laut Gemeinde in der Grundschule Straß eingerichtet. Krisenstab einberufen In der Nacht waren die Flammen den Angaben zufolge zunächst noch gut 500 Meter von dem Ort entfernt. Dann drehte der Wind und das Feuer rückte weiter vor. Um kurz vor 4.00 Uhr habe sich die Feuerwehr für die Evakuierung entschieden, hieß es weiter. Nach Angaben der Gemeinde ist auch der Ortsteil Großhau durch die Flammen gefährdet. Eine Evakuierungsaufforderung gibt es dort bislang nicht. Die Menschen werden aber gebeten, den Bereich zu meiden. Der Kreis Düren hat laut einer Sprecherin seinen Krisenstab einberufen. Dieser werde nun die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen besprechen. Insgesamt stehen seit Donnerstagnachmittag rund 25 Hektar Wald bei Hürtgenwald in Flammen. Das entspricht einer Fläche von etwa 35 Fußballfeldern. Die Gemeinde spricht von einer »Großschadenslage«. Zahlreiche Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. Auch ein Hubschrauber warf Löschwasser über dem Wald ab. Dieser konnte mit Beginn der Dunkelheit nicht mehr fliegen. Verletzte seien bislang nicht gemeldet worden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Brandursache ist unklar. Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens, nahe der Grenze zu Belgien. Insgesamt leben in der Gemeinde in der Eifel knapp 9000 Menschen.

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14. August
ZDF heute

Ortsteil in der Eifel mit 1.800 Einwohnern wird evakuiert

Waldbrand bei Hürtgenwald:Ortsteil in der Eifel mit 1.800 Einwohnern wird evakuiert Im Kreis Düren wütet ein heftiger Waldbrand. Zahlreiche Menschen müssen nun ihre Häuser verlassen. Die Behörden warnen vor "extremer Gefahr." Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen wird ein Ortsteil evakuiert. Der Ortsteil Gey, in dem gut 1.800 Menschen leben, ist "sofort zu evakuieren", teilte die Gemeinde in der Eifel am frühen Morgen mit. Die Warn-App Nina zeigt die höchste Warnstufe "Extreme Gefahr" an. Nach Angaben der Gemeinde bewegt sich das Feuer immer weiter auf den Ortsteil zu und ist nur noch 400 Meter entfernt. Der Kreis Düren hat einen Krisenstab eingerichtet. Die Evakuierung verlaufe bisher ohne Zwischenfälle, teilte eine Polizeisprecherin am frühen Morgen mit. Hinweise für Betroffene Betroffene sollen nur die nötigsten privaten Gegenstände sowie Ausweisdokumente und Medikamente mitnehmen, hieß es weiter. Wer bei der Evakuierung Hilfe benötigt, kann sich unter der Telefonnummer 02429/3090 melden. Bewohner sollen gegebenenfalls Mund und Nase etwa mit einem Stofftuch, Kleidung oder einer Maske bedecken. Eine Anlaufstelle werde laut Gemeinde in der Grundschule Straß eingerichtet. ZDFheute Infografik Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen. 25 Hektar seit Donnerstag in Flammen In der Nacht hatte eine Polizeisprecherin noch gesagt, dass die Flammen gut 500 Meter von dem Ort entfernt seien. Insgesamt stehen seit Donnerstagnachmittag rund 25 Hektar Wald bei der Gemeinde Hürtgenwald in Flammen. Das entspricht einer Fläche von etwa 35 Fußballfeldern. Die Gemeinde spricht von einer "Großschadenslage". In mehreren Teilen der Welt kämpfen Einsatzkräfte gegen verheerende Waldbrände. Experten warnen vor einer Zunahme der Waldbrandgefahr durch den Klimawandel. 11.08.2026 | 0:24 minLassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. Mehr zu Waldbränden - GrafikenDeutschland-Karte:So hoch ist die Waldbrandgefahr aktuellvon Christine Elsner und Birgit Hermesmit Video0:27 - InterviewPhysiker Carlo Buontempo:Ist die extreme Hitze in diesem Sommer die neue Normalität?mit Video2:16 - Reiserecht bei Naturkatastrophen:Waldbrände und Niedrigwasser: Ihre Rechte als Urlaubervon Cornelia Petereitmit Video6:21

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14. August
Süddeutsche Zeitung

Hitzewelle: Waldbrand in NRW: 1800 Menschen in Sicherheit gebracht

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Waldbrand im Saarland – vier Feuerwehrleute verletzt Bis zu 38 Grad: Heiße Tage gehen weiter Rumänien schaltet AKW wegen des niedrigen Donau-Pegels ab Dürre führt zu deutlich kleinerer Ernte RKI: Bisher 12 500 hitzebedingte Todesfälle  Ulrike Putz Waldbrand: 1800 Menschen werden aus NRW-Gemeinde Hürtgenwald in Sicherheit gebracht Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen müssen die Bewohner eines Ortsteils in Sicherheit gebracht werden. Der Ortsteil Gey, in dem gut 1800 Menschen leben, müsse „sofort evakuiert“ werden, teilte die Gemeinde in der Eifel am frühen Morgen mit. Zuvor hatte die Bild berichtet. Insgesamt stehen laut der Gemeinde rund 25 Hektar in Flammen. Das entspricht einer Fläche von etwa 35 Fußballfeldern. Die Gemeinde spricht von einer „Großschadenslage“. Nach Angaben der Gemeinde ist auch der Ortsteil Großhau durch die Flammen gefährdet.    Feuerwehrleute kämpfen seit Donnerstagnachmittag gegen das Feuer. Auch ein Hubschrauber warf Löschwasser über dem Wald ab. Dieser konnte mit Beginn der Dunkelheit nicht mehr fliegen. Feuerwehrleute waren auch in der Nacht im Einsatz. Verletzte seien bislang nicht gemeldet worden, erklärte die Sprecherin. Die Brandursache blieb zunächst unklar. Am frühen Freitagmorgen wurde der Krisenstab des Kreises Düren einberufen. Das sagte eine Sprecherin des Kreises der Deutschen Presse-Agentur. Der Krisenstab werde nun die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen besprechen.  Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens, nahe der Grenze zu Belgien. Im Ortsteil Gey leben gut 1800 Menschen, Großhau hat gut 500 Einwohner. Insgesamt leben in der Gemeinde in der Eifel knapp 9000 Menschen.  Ulrike Putz Grüne fordern Hitzekonzepte für Schulen und Kitas Die Grünen im Bundestag verlangen umfassende Investitionen in den Hitzeschutz, darunter auch einen nationalen Hitzeschutzplan für Schulen und Kitas. „Dazu gehören verschattete und begrünte Pausenhöfe, geeignete Lüftungs- und Kühlsysteme sowie ausreichend hitzegeschützte Aufenthaltsräume“, sagte Fraktionsvize Misbah Khan der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Schulen und Kitas seien für die in der Klimakrise zunehmende extreme Hitze vielerorts nicht ausgelegt, beklagte Khan. „Die Belastungen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sind enorm und machen konzentrierten und guten Unterricht teilweise unmöglich.“ In der ersten Woche nach den Sommerferien habe es in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland so hohe Temperaturen gegeben, dass es noch vor wenigen Jahren vielerorts Hitzefrei gegeben hätte, sagte Khan. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass solche Extremwetterlagen häufiger und länger auftreten.“ Mit dem neuen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung müssten Kinder und Jugendliche auch an langen Betreuungstagen vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze geschützt werden. „Klimaanpassung muss deshalb zum festen Bestandteil unserer Bildungsinfrastruktur werden“, verlangte Khan. „Eigentlich sollte keine Schule und keine Kita künftig mehr gebaut oder grundlegend saniert werden, ohne dass ein wirksames Hitzeschutzkonzept von Anfang an mitgedacht wird.“ Schulen und Kitas seien für die in der Klimakrise zunehmende extreme Hitze vielerorts nicht ausgelegt, beklagte Khan. „Die Belastungen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sind enorm und machen konzentrierten und guten Unterricht teilweise unmöglich.“ In der ersten Woche nach den Sommerferien habe es in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland so hohe Temperaturen gegeben, dass es noch vor wenigen Jahren vielerorts Hitzefrei gegeben hätte, sagte Khan. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass solche Extremwetterlagen häufiger und länger auftreten.“ Mit dem neuen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung müssten Kinder und Jugendliche auch an langen Betreuungstagen vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze geschützt werden. „Klimaanpassung muss deshalb zum festen Bestandteil unserer Bildungsinfrastruktur werden“, verlangte Khan. „Eigentlich sollte keine Schule und keine Kita künftig mehr gebaut oder grundlegend saniert werden, ohne dass ein wirksames Hitzeschutzkonzept von Anfang an mitgedacht wird.“ Ulrike Putz Waldbrand im Saarland – vier Feuerwehrleute verletzt Hunderte Einsatzkräfte bekämpfen seit dem Nachmittag einen Waldbrand bei Ottweiler im Landkreis Neunkirchen. Nach derzeitiger Einschätzung seien maximal rund zehn Hektar betroffen, teilte das saarländische Innenministerium mit. „Bei 33 Grad Celsius und starker Rauchentwicklung ist der Einsatz besonders belastend.“ Vier Einsatzkräfte wurden verletzt. Sie werden aufgrund von Rauch- und Hitzeeinwirkungen medizinisch versorgt.  Vorsorglich wurden eine Gaststätte und ein Wohnmobilstellplatz evakuiert. An den Seiten des Brandes mit angrenzender Wohnbebauung sichern Einheiten aus dem Landkreis St. Wendel einen Bereich mit eigener Wasserversorgung, wie es hieß.  Der Sprecher der Feuerwehren Landkreis Neunkirchen, Andreas Kuhn, sagte, es seien Kräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz aus mehreren Landkreisen im Einsatz. Es sei inzwischen gelungen, eine weitere Ausbreitung des Waldbrandes zu stoppen. „Der Einsatz wird die Kräfte voraussichtlich noch längere Zeit beschäftigen“, sagte Kuhn.  Die Bevölkerung wird dringend gebeten, das betroffene Gebiet weiterhin weiträumig zu meiden und Zufahrts- sowie Rettungswege unbedingt freizuhalten. „Die Feuerwehr bittet darum, von Fahrten oder Aufenthalten im Einsatzgebiet abzusehen“, hieß es.  Saarlands Innenminister Reinhold Jost machte sich ein Bild vom Ausmaß des Brandes. Die Strategie, die Wohnbebauung zu schützen und das Feuer in der Vegetation einzudämmen, zeige Wirkung, sagte er laut Mitteilung vom Abend. Er bedankte sich ausdrücklich bei allen Einsatzkräften und bei der Einsatzleitung. Ulrike Putz Bis zu 38 Grad: Heiße Tage gehen weiter Vor dem Wochenende ist in Deutschland vorerst keine Abkühlung in Sicht. Im Westen und Südwesten des Landes werden heute bis zu 38 Grad erwartet, wie es in der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) heißt. Etwas weniger heiß wird es mit bis zu 31 Grad im Nordosten und im südlichen Alpenvorland. Vielerorts scheint die Sonne. Nur vereinzelt ziehen Wolken auf. Regen wird nicht erwartet. In der Nacht auf Samstag kühlt es ab, die Temperaturen liegen demnach voraussichtlich bei 10 bis 21 Grad. Auch am Wochenende sind weiterhin Höchstwerte über 30 Grad möglich. Am Samstag liegen die Temperaturen der Prognose zufolge vielerorts bei 30 bis 38 Grad, nur im Nordwesten wird es mit mindestens 22 Grad etwas kühler. Zudem könnte es nass werden: Vom Westen bis in den Norden werden dichte Wolken sowie einzelne, teils kräftige Schauer und Gewitter erwartet. Lilly Zerbst Niedrigwasser: Ungarn staut für den AKW-Betrieb die Donau auf Um den Betrieb des Atomkraftwerks Paks aufrechtzuerhalten, staut Ungarn die für die Kühlung nötige, derzeit aber wasserarme Donau auf. „Wir haben mit dem Bau jener Sohlschwelle begonnen, die dauerhaft dazu beitragen wird, den Wasserstand der Donau anzuheben“, sagte Ministerpräsident Peter Magyar auf einer Pressekonferenz in Paks, 100 Kilometer südlich von Budapest. Ungarns einziges Kernkraftwerk läuft wegen des niedrigen Wasserstands der Donau derzeit mit nur zwei von acht Turbinen. Vor neun Tagen hatte das AKW Paks, das normalerweise für mindestens ein Drittel des ungarischen Stromverbrauchs aufkommt, knapp vor der Komplettabschaltung gestanden. Ungarns einziges Kernkraftwerk läuft wegen des niedrigen Wasserstands der Donau derzeit mit nur zwei von acht Turbinen. Vor neun Tagen hatte das AKW Paks, das normalerweise für mindestens ein Drittel des ungarischen Stromverbrauchs aufkommt, knapp vor der Komplettabschaltung gestanden. Am Atomkraftwerk Paks in Ungarn steht der Donau-Pegel seit Wochen tief (Archivaufnahme vom 29. Juli 2026). Daniel Kiss/MTI/AP/dpa Vor der Fertigstellung der Sohlschwelle sollen noch zwei jeweils 80 Meter lange, aneinandergereihte und quer zur Flussrichtung stehende Lastkähne kontrolliert versenkt werden, um einen ersten Staueffekt zu erzielen. Die Sohlschwelle, ein quer zur Fließrichtung in der Gewässersohle liegendes Bauwerk, soll aus rund 185 000 Kubikmetern Gestein aufgeschüttet werden. Wie Magyar am Donnerstag weiter sagte, seien Soldaten der ungarischen Armee 24 Stunden am Tag im Einsatz, um das Bauwerk zu errichten. Es soll in drei bis vier Wochen fertiggestellt sein. Die Donau soll auf diese Weise vor dem Kühlbereich des AKW Paks um 1,2 Meter angehoben werden. Die Kosten bezifferte der Regierungschef auf 6 Milliarden Forint (16,5 Millionen Euro). Wie Magyar am Donnerstag weiter sagte, seien Soldaten der ungarischen Armee 24 Stunden am Tag im Einsatz, um das Bauwerk zu errichten. Es soll in drei bis vier Wochen fertiggestellt sein. Die Donau soll auf diese Weise vor dem Kühlbereich des AKW Paks um 1,2 Meter angehoben werden. Die Kosten bezifferte der Regierungschef auf 6 Milliarden Forint (16,5 Millionen Euro). Lorenz Zeck Dürre sorgt für Futtermangel bei Bauern Das bayerische Landwirtschaftsministerium hat freiwillige Brachen – also Flächen, die in der Regel im Gegenzug für eine Förderung der Natur überlassen bleiben – zur Futtermittelgewinnung freigegeben. Insgesamt sei die Situation sehr belastend, heißt es vom Bauernverband. Beim Zukauf von Tierfutter komme – auch wegen des Niedrigwassers in den Flüssen – eine verteuerte Logistik hinzu. Bauern in Baden-Württemberg sind wegen des Futtermangels gezwungen, Tiere früher als geplant zu schlachten. Nach Angaben des Landesbauernverbands Baden-Württemberg steht den Landwirten aktuell 30 bis 40 Prozent weniger Futter zur Verfügung als sonst um diese Zeit. Bauern in Baden-Württemberg sind wegen des Futtermangels gezwungen, Tiere früher als geplant zu schlachten. Nach Angaben des Landesbauernverbands Baden-Württemberg steht den Landwirten aktuell 30 bis 40 Prozent weniger Futter zur Verfügung als sonst um diese Zeit. Lorenz Zeck Acht Hektar Wald im Sauerland verbrannt – Einsatz dauert an Seit Mittwoch bekämpft die Feuerwehr im Sauerland bei Sundern einen Waldbrand auf steilem und unwegsamem Gelände. Dort sei eine Fläche von rund 80 000 Quadratmetern verbrannt, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr. Das Feuer sei inzwischen zwar unter Kontrolle, aber noch immer nicht gelöscht. Rund 100 Einsatzkräfte seien weiterhin vor Ort, um immer wieder aufflammende Glutnester zu löschen. Ein Ende der Arbeiten sei noch nicht absehbar. Das Feuer war am Mittwoch gegen 14.30 Uhr in einem steilen und schwer zugänglichen Bereich des Waldes ausgebrochen. Bis die Löscharbeiten beginnen konnten, habe die Fläche in voller Ausdehnung gebrannt, so der Sprecher. Die Feuerwehr holte unter anderem mit einem Löschhubschrauber seit gestern immer wieder Wasser vom nahen Sorpesee, um die Flammen zu ersticken. Große Forstgeräte schlugen Schneisen in den Wald, um ein Übergreifen zu verhindern, schilderte ein Sprecher der Feuerwehr. Das Feuer war am Mittwoch gegen 14.30 Uhr in einem steilen und schwer zugänglichen Bereich des Waldes ausgebrochen. Bis die Löscharbeiten beginnen konnten, habe die Fläche in voller Ausdehnung gebrannt, so der Sprecher. Die Feuerwehr holte unter anderem mit einem Löschhubschrauber seit gestern immer wieder Wasser vom nahen Sorpesee, um die Flammen zu ersticken. Große Forstgeräte schlugen Schneisen in den Wald, um ein Übergreifen zu verhindern, schilderte ein Sprecher der Feuerwehr. Städtebund: 800 Milliarden für Anpassung an Klimawandel notwendig Städte und Gemeinden brauchen dem Präsidenten des Städte- und Gemeindebundes, Ralph Spiegler, zufolge rund 800 Milliarden Euro zur Anpassung an den Klimawandel. „Wir brauchen Verbundsysteme, wir brauchen Wasserspeicher, wir brauchen Investitionen in die Struktur, aber eben auch klimaanpassende Maßnahmen“, sagte Spiegler am Donnerstag dem RBB. Priorität müsse die Sicherung des Trinkwassers haben. Die Mittel seien in den nächsten 20 Jahren notwendig. Spiegler begrüßte den Vorstoß von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) die Anpassung an die Klimaveränderung im Grundgesetz zu verankern. „Wir fordern das seit längerer Zeit, weil wir einfach in der Lage sind, dass wir finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen“, erklärte Spiegel mit Blick auf die Kommunen. Spiegler begrüßte den Vorstoß von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) die Anpassung an die Klimaveränderung im Grundgesetz zu verankern. „Wir fordern das seit längerer Zeit, weil wir einfach in der Lage sind, dass wir finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen“, erklärte Spiegel mit Blick auf die Kommunen. Rumänien schaltet AKW wegen des niedrigen Donau-Pegels ab Wegen des zu niedrigen Wasserstands an der Donau schaltet Rumänien sein einziges Kernkraftwerk Cernavoda ganz ab. Wie das Energieministerium nach Angaben der Nachrichtenagentur Mediafax mitteilte, wird auch der zweite Reaktor heruntergefahren, nachdem Ende Juli bereits der erste Reaktorblock wegen mangelnden Kühlwassers abgeschaltet worden war. Das AKW liegt im Osten des Landes an einem Donau-Arm und produziert normalerweise 20 Prozent des rumänischen Strombedarfs. Es bezieht sein gesamtes Kühlwasser aus dem Fluss. Schlimmstenfalls werde die Stromzufuhr für Großverbraucher aus der Industrie eingeschränkt, sagte Cristian Busoi, Staatssekretär im Energieministerium nach Angaben von Mediafax. Dies erlaubt eine erst kürzlich erlassene Regierungsverordnung. Für die Bevölkerung werde dies keine Folgen haben. Früheren Berichten zufolge verhandle Rumänien mit den Nachbarländern Ukraine und Bulgarien über Strom-Importe. Erst vor zehn Tagen hatte Rumänien versucht, durch die Sprengung eines Felsens in der Donau mehr Wasser nach Cernavoda zu leiten. An einer Gabelung zweier Donau-Arme, 50 Kilometer flussaufwärts nahe dem Ort Izvoarele hatte die Armee den Felsen detoniert, sodass mehr Wasser in den Donauarm floss, der Cernavoda versorgt. Geröll in vier Lastkähnen wurde zudem dann an einer anderen Stelle am Ufer versenkt, um den Wasserzufluss besser zu steuern. Danach stieg der Wasserstand bei Cernavoda geringfügig, sodass der Betrieb des zweiten Reaktors um einige Tage verlängert werden konnte, wie Verteidigungsminister Radu Miruță erklärte. Doch zur längerfristigen Versorgung des AKW mit Wasser reichte diese Operation nicht aus. Schlimmstenfalls werde die Stromzufuhr für Großverbraucher aus der Industrie eingeschränkt, sagte Cristian Busoi, Staatssekretär im Energieministerium nach Angaben von Mediafax. Dies erlaubt eine erst kürzlich erlassene Regierungsverordnung. Für die Bevölkerung werde dies keine Folgen haben. Früheren Berichten zufolge verhandle Rumänien mit den Nachbarländern Ukraine und Bulgarien über Strom-Importe. Erst vor zehn Tagen hatte Rumänien versucht, durch die Sprengung eines Felsens in der Donau mehr Wasser nach Cernavoda zu leiten. An einer Gabelung zweier Donau-Arme, 50 Kilometer flussaufwärts nahe dem Ort Izvoarele hatte die Armee den Felsen detoniert, sodass mehr Wasser in den Donauarm floss, der Cernavoda versorgt. Geröll in vier Lastkähnen wurde zudem dann an einer anderen Stelle am Ufer versenkt, um den Wasserzufluss besser zu steuern. Danach stieg der Wasserstand bei Cernavoda geringfügig, sodass der Betrieb des zweiten Reaktors um einige Tage verlängert werden konnte, wie Verteidigungsminister Radu Miruță erklärte. Doch zur längerfristigen Versorgung des AKW mit Wasser reichte diese Operation nicht aus. Dürre führt zu deutlich kleinerer Ernte Die lange Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands trifft die Ernte in diesem Sommer hart. Seit Beginn der Dürreperiode Mitte Juni seien deshalb etwa drei Millionen Tonnen Getreide und Raps verloren gegangen, teilte der Deutsche Raiffeisenverband mit. Er vertritt 1600 Genossenschaftsunternehmen im Agrarhandel und der Verarbeitung. Dies bedeute Einnahmeverluste von 600 Millionen Euro. Nach einer Schätzung erwartet der Verband eine kleinere Getreideernte von 40,6 Millionen Tonnen nach 45 Millionen Tonnen 2025. „Nur die günstige Witterung im Frühjahr hat größere Schäden verhindert“, sagte Experte Guido Seedler. Unterm Strich sei es eine noch ausreichende, unterdurchschnittliche Ernte. „Dennoch sind die Verluste auf der Zielgeraden für die ohnehin unter starken Kostensteigerungen leidende Landwirtschaft ein harter Schlag.“ Steigende Verbraucherpreise etwa für Brot und Brötchen vor dem Hintergrund der Ernte erwartet der Verband nicht. „Der Anteil des Getreides am Endpreis von Backwaren liegt im niedrigen Cent-Bereich“, erläuterte Seedler. Für die Preise entscheidend seien vor allem Energie-, Lohn- und Bürokratiekosten. Mit Sorge sieht die Branche die Probleme wegen Niedrigwassers in mehreren Flüssen, da Binnenschiffe auch Getreide transportieren. Dass die Logistik funktioniere, sei ein entscheidender Faktor, erklärte der Raiffeisenverband. Für die Annahme von Getreide seien dank ausreichender Lagerkapazitäten keine akuten Probleme zu sehen. Anders sehe es beim anschließenden Weiterleiten, der Versorgung mit Futtermitteln und beim Transport von Düngemitteln aus. Nach einer Schätzung erwartet der Verband eine kleinere Getreideernte von 40,6 Millionen Tonnen nach 45 Millionen Tonnen 2025. „Nur die günstige Witterung im Frühjahr hat größere Schäden verhindert“, sagte Experte Guido Seedler. Unterm Strich sei es eine noch ausreichende, unterdurchschnittliche Ernte. „Dennoch sind die Verluste auf der Zielgeraden für die ohnehin unter starken Kostensteigerungen leidende Landwirtschaft ein harter Schlag.“ Steigende Verbraucherpreise etwa für Brot und Brötchen vor dem Hintergrund der Ernte erwartet der Verband nicht. „Der Anteil des Getreides am Endpreis von Backwaren liegt im niedrigen Cent-Bereich“, erläuterte Seedler. Für die Preise entscheidend seien vor allem Energie-, Lohn- und Bürokratiekosten. Mit Sorge sieht die Branche die Probleme wegen Niedrigwassers in mehreren Flüssen, da Binnenschiffe auch Getreide transportieren. Dass die Logistik funktioniere, sei ein entscheidender Faktor, erklärte der Raiffeisenverband. Für die Annahme von Getreide seien dank ausreichender Lagerkapazitäten keine akuten Probleme zu sehen. Anders sehe es beim anschließenden Weiterleiten, der Versorgung mit Futtermitteln und beim Transport von Düngemitteln aus. RKI: Bisher 12 500 hitzebedingte Todesfälle Hitzeperioden haben deutschlandweit in diesem Jahr nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu rund 12 500 Sterbefällen geführt. Das geht aus dem aktuellen RKI-Bericht zur hitzebedingten Mortalität hervor, der die Zeit vom 6. April bis 2. August betrachtet. Damit sind in diesem Jahr bisher deutlich mehr Menschen infolge von Hitze gestorben als sonst in ganzen Jahren. Besonders im Saarland und in Rheinland-Pfalz gab es in diesem Jahr verhältnismäßig viele Hitzetote. Pro 100 000 Einwohner starben dort 43,4 beziehungsweise 38,7 Menschen infolge der Hitze. Deutschlandweit liegt der Wert bei 15 pro 100 000 Einwohner. Auch Hessen (27,2) und Baden-Württemberg (23,9) sind überproportional betroffen. Hitze ist vor allem für ältere und alte Menschen gefährlich. Mit rund 6300 wurden die meisten Todesfälle in der Altersgruppe von 85 Jahren oder älter verzeichnet. Mehr als 3100 der Gestorbenen waren zwischen 75 und 84 Jahren alt, knapp 1900 zwischen 65 und 74 Jahren. Bei den Unter-65-Jährigen waren es rund 1200 Todesfälle. Im Vergleich der vergangenen zehn Jahre wurden vor allem 2018 und 2019 viele Hitzetote verzeichnet: 2018 starben nach neuesten RKI-Angaben 9400 Menschen hitzebedingt, 2019 waren es 7700. Die Gesamtzahl der diesjährigen Hitzetoten könnte sogar noch höher als angegeben liegen: Dem RKI zufolge handelt es sich um eine konservative Schätzung. Besonders im Saarland und in Rheinland-Pfalz gab es in diesem Jahr verhältnismäßig viele Hitzetote. Pro 100 000 Einwohner starben dort 43,4 beziehungsweise 38,7 Menschen infolge der Hitze. Deutschlandweit liegt der Wert bei 15 pro 100 000 Einwohner. Auch Hessen (27,2) und Baden-Württemberg (23,9) sind überproportional betroffen. Hitze ist vor allem für ältere und alte Menschen gefährlich. Mit rund 6300 wurden die meisten Todesfälle in der Altersgruppe von 85 Jahren oder älter verzeichnet. Mehr als 3100 der Gestorbenen waren zwischen 75 und 84 Jahren alt, knapp 1900 zwischen 65 und 74 Jahren. Bei den Unter-65-Jährigen waren es rund 1200 Todesfälle. Im Vergleich der vergangenen zehn Jahre wurden vor allem 2018 und 2019 viele Hitzetote verzeichnet: 2018 starben nach neuesten RKI-Angaben 9400 Menschen hitzebedingt, 2019 waren es 7700. Die Gesamtzahl der diesjährigen Hitzetoten könnte sogar noch höher als angegeben liegen: Dem RKI zufolge handelt es sich um eine konservative Schätzung. Umweltminister Schneider will Klimaanpassung im Grundgesetz verankern Durch eine Grundgesetzänderung soll die Anpassung an Klimaveränderungen als Gemeinschaftsaufgabe für den Bund in der Verfassung verankert werden. Er halte diesen Schritt für „zwingend notwendig“, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Mittwoch in Berlin und kündigte einen entsprechenden Vorschlag im zweiten Halbjahr 2026 an. Derzeit sind Hitzeschutz und ähnliche Themen fast ausschließlich Ländersache. Der Bund kann sich daran nur sehr eingeschränkt beteiligen. Wenn Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe definiert würde, könnten Bund und Länder entsprechende Maßnahmen gemeinsam organisieren. Aus seiner Sicht sei Klimaanpassung auch für die Bundesregierung eine „zentrale Verantwortung“, sagte Schneider. Insbesondere bei der Kostenübernahme könne eine Grundgesetzänderung hilfreich sein: Bislang sei es rechtlich sehr schwierig für den Bund, sich finanziell an Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen zu beteiligen. In der Union stößt Schneiders Vorschlag auf Skepsis. „Eine solche neue, breite Kompetenz des Bundes würde zwar die Verfassungsjuristen auf Jahre mit Abgrenzungsfragen beschäftigen, aber keinen Vorteil für das Klima bringen“, sagte der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Krings, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Eine allgemeine Klimaschutzkompetenz würde im Zweifelsfalle im Bereich des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsrechts kaum noch etwas von der Gesetzgebungskompetenz der Länder übrig lassen, denn fast alles hat Relevanz für den Klimaschutz“, sagte der CDU-Politiker. Anlass für Schneiders Vorstoß sind nach Angaben seines Ministeriums die hohe Zahl an Hitzetoten infolge von Rekordtemperaturen und die historischen Niedrigwasserstände an zahlreichen deutschen Flüssen. Das Thema wurde laut Schneider in der Kabinettssitzung am Mittwochvormittag besprochen. Wie viel Rückhalt er dort für sein Vorhaben bekam, blieb offen: „Ich jedenfalls werde dafür kämpfen, ich kann Ihnen das aber noch nicht hundertprozentig jetzt für die andere Koalitionsseite sagen“, erläuterte Schneider mit Blick auf CDU und CSU. Er werde in den nächsten Wochen mit den Ländern sprechen, um eine „breite Mehrheit“ zu organisieren, sagte der Umweltminister. Auch Gespräche mit der Opposition im Bundestag seien nötig. Schneiders Worten nach wird bei der anstehenden Kabinettsklausur über Klimaschutz und Klimaanpassung gesprochen. Das Regierungstreffen ist für Ende August im brandenburgischen Neuhardenberg geplant. Derzeit sind Hitzeschutz und ähnliche Themen fast ausschließlich Ländersache. Der Bund kann sich daran nur sehr eingeschränkt beteiligen. Wenn Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe definiert würde, könnten Bund und Länder entsprechende Maßnahmen gemeinsam organisieren. Aus seiner Sicht sei Klimaanpassung auch für die Bundesregierung eine „zentrale Verantwortung“, sagte Schneider. Insbesondere bei der Kostenübernahme könne eine Grundgesetzänderung hilfreich sein: Bislang sei es rechtlich sehr schwierig für den Bund, sich finanziell an Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen zu beteiligen. In der Union stößt Schneiders Vorschlag auf Skepsis. „Eine solche neue, breite Kompetenz des Bundes würde zwar die Verfassungsjuristen auf Jahre mit Abgrenzungsfragen beschäftigen, aber keinen Vorteil für das Klima bringen“, sagte der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Krings, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Eine allgemeine Klimaschutzkompetenz würde im Zweifelsfalle im Bereich des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsrechts kaum noch etwas von der Gesetzgebungskompetenz der Länder übrig lassen, denn fast alles hat Relevanz für den Klimaschutz“, sagte der CDU-Politiker. Anlass für Schneiders Vorstoß sind nach Angaben seines Ministeriums die hohe Zahl an Hitzetoten infolge von Rekordtemperaturen und die historischen Niedrigwasserstände an zahlreichen deutschen Flüssen. Das Thema wurde laut Schneider in der Kabinettssitzung am Mittwochvormittag besprochen. Wie viel Rückhalt er dort für sein Vorhaben bekam, blieb offen: „Ich jedenfalls werde dafür kämpfen, ich kann Ihnen das aber noch nicht hundertprozentig jetzt für die andere Koalitionsseite sagen“, erläuterte Schneider mit Blick auf CDU und CSU. Er werde in den nächsten Wochen mit den Ländern sprechen, um eine „breite Mehrheit“ zu organisieren, sagte der Umweltminister. Auch Gespräche mit der Opposition im Bundestag seien nötig. Schneiders Worten nach wird bei der anstehenden Kabinettsklausur über Klimaschutz und Klimaanpassung gesprochen. Das Regierungstreffen ist für Ende August im brandenburgischen Neuhardenberg geplant. Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD ist vereinbart, dass der Schritt einer möglichen Grundgesetzänderung geprüft wird. Selbstverständlich fühle sich Bundeskanzler Merz dem Koalitionsvertrag verpflichtet, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Mittwoch in Berlin. Doch eine Grundgesetzänderung habe „aus gutem Grund sehr hohe Mehrheitsanforderungen im Deutschen Bundestag“, betonte er unter Verweis auf die aktuellen Mehrheitsverhältnisse. Klimaschutz könne nur dann erfolgreich funktionieren, „wenn es uns wirtschaftlich gut geht. Wirtschaft wiederum kann nicht funktionieren, wenn Klimaschutz keine Rolle spielt, denn wir sehen ja, was das für Folgen haben kann“, sagte Hille unter Verweis auf die jüngsten Hitzewellen und Niedrigwasserstände. Lilly Zerbst Niedriger Rhein-Pegel: Spaziergänger findet qualmende Phosphorgranate Aufgrund des Niedrigwassers kam eine Phospohorgranate am Rheinufer im Bereich Kornsand südlich von Wiesbaden zutage. Ein Mann habe die Granate gefunden und umgehend die Polizei verständigt, so ein Bericht des Polizeipräsidiums Südhessen. Demnach habe das Kampfmittel zu qualmen begonnen, weil der Phosphor durch die Freilegung mit dem Luftsauerstoff reagierte. Der Kampfmittelräumdienst konnte die Granate vor Ort unschädlich machen, heißt es weiter. Rhein kaum noch schiffbar – Verkehrsminister will wegen Niedrigwasser Flüsse ausbauen Der historisch niedrige Wasserstand des Rheins hat die Binnenschifffahrt auf Europas wichtigster Wasserstraße in weiten Teilen zum Erliegen gebracht. In der Bundesregierung werden derweil unterschiedliche Schlussfolgerungen aus dem Niedrigwasser gezogen: Während sich der Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für einen Ausbau der Wasserstraßen ausspricht, fordert das Umweltministerium mehr Renaturierung. „Wir brauchen einen Ausbau der Wasserstraße, um langfristig für mehr Zuverlässigkeit zu sorgen“, sagte Verkehrsminister Bilger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Zudem kündigte er an, sich in den Haushaltsberatungen für die volle Förderung von niedrigwassertauglichen Schiffen einzusetzen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) lehnte eine reine Vertiefung von Flüssen hingegen ab. Stattdessen brauche es einen Rückbau begradigter Kanäle hin zu natürlichen Flusslandschaften, um das Wasser besser in der Fläche zu halten. Schneider warnte vor den massiven wirtschaftlichen Schäden durch den Klimawandel: „Jeder, der bisher behauptet hat, Klimaschutz schadet der Wirtschaft, erlebt heute, dass kein vorhandener Klimaschutz der Wirtschaft schadet.“ „Wir brauchen einen Ausbau der Wasserstraße, um langfristig für mehr Zuverlässigkeit zu sorgen“, sagte Verkehrsminister Bilger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Zudem kündigte er an, sich in den Haushaltsberatungen für die volle Förderung von niedrigwassertauglichen Schiffen einzusetzen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) lehnte eine reine Vertiefung von Flüssen hingegen ab. Stattdessen brauche es einen Rückbau begradigter Kanäle hin zu natürlichen Flusslandschaften, um das Wasser besser in der Fläche zu halten. Schneider warnte vor den massiven wirtschaftlichen Schäden durch den Klimawandel: „Jeder, der bisher behauptet hat, Klimaschutz schadet der Wirtschaft, erlebt heute, dass kein vorhandener Klimaschutz der Wirtschaft schadet.“ Eine gelbe Tonne liegt bei niedrigem Wasserstand auf dem Rhein bei Düsseldorf. Diese Tonnen markieren normalerweise Gefahrenstellen, Untiefen oder Sperrgebiete. . Federico Gambarini/dpa Lorenz Zeck Niedrigwasser: Bahn bietet Hilfe mit mehr Güterzügen an Angesichts der schwierigen Lage für Schiffstransporte wegen des Niedrigwassers in mehreren Flüssen bietet die Deutsche Bahn zusätzliche Unterstützung auf der Schiene an. Die Tochter DB Cargo könnte ad hoc rund 400 Güterwagen zusätzlich mobilisieren, wie deren Vorstandschef Bernhard Osburg nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einem Treffen im Bundesverkehrsministerium signalisierte.  Ressortchef Steffen Bilger (CDU) beriet mit seinen Länderkollegen über die aktuelle Lage mit eingeschränktem Güterverkehr über die Flüsse. Ziel ist nach Angaben des Verkehrsministeriums, Lieferketten und Produktionsprozesse möglichst aufrechtzuerhalten und ein Ausweichen auf Straße und Schiene zu erleichtern. Bilger warb auch für einen weiteren Ausbau von Wasserstraßen als umweltfreundlichster Verkehrsträger. Ressortchef Steffen Bilger (CDU) beriet mit seinen Länderkollegen über die aktuelle Lage mit eingeschränktem Güterverkehr über die Flüsse. Ziel ist nach Angaben des Verkehrsministeriums, Lieferketten und Produktionsprozesse möglichst aufrechtzuerhalten und ein Ausweichen auf Straße und Schiene zu erleichtern. Bilger warb auch für einen weiteren Ausbau von Wasserstraßen als umweltfreundlichster Verkehrsträger.

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