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Montag, 13. Juli 2026
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Gefährliches Virus: Wie Ebola-Patienten auf Isolierstationen behandelt werden

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13. Juli
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Gefährliches Virus: Wie Ebola-Patienten auf Isolierstationen behandelt werden

Gefährliches Virus: Wie Ebola-Patienten auf Isolierstationen behandelt werden Düsseldorf/Frankfurt/Main. Höchste Sicherheitsstandards sind nötig, wenn Patienten mit gefährlichen Erregern wie Ebola in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Nur wenige Gesundheitszentren in Deutschland sind darauf vorbereitet. Im Mai nahm die Berliner Charité einen Ebola-Patienten in ihrer Sonderisolierstation auf, nun wird ein weiterer Fall in der Uniklinik in Frankfurt am Main behandelt. Wie arbeitet eine solche Sonderisolierstation? Stationen dieser Art sind vom regulären Klinikbetrieb getrennt, sodass Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten ausgeschlossen werden kann. Verhindert werden nicht nur direkte Begegnungen - auch die Raumluft, das Wasser und sogar der Müll werden strikt getrennt, wie das Bundesgesundheitsministerium informiert. „Entscheidend ist, dass kein Risiko für die Bevölkerung besteht, und auch nicht für die Mitarbeitenden“, erklärt Oberarzt Torsten Feldt, Leiter des Bereichs Tropenmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf. Aus den Sonderisolierstationen in Deutschland sei „noch kein Erreger entkommen“. Das Abwasser des Patienten wird in speziellen Tanks gesammelt, aufbereitet und neutralisiert. Müll wie die gebrauchten Schutzanzüge wird getrennt gesammelt und durch ein spezialisiertes Unternehmen sicher entsorgt. In den Räumen herrscht außerdem Unterdruck, damit beim Öffnen der Türen oder bei kleinen Lecks die Luft in die Station hineingesogen wird und nicht entfleucht - so können auch die Krankheitserreger nicht nach außen dringen. Hinzu kommen besondere Filteranlagen: „Die Luft wird, bevor sie wieder in die Umwelt abgegeben wird, mit einem Hochleistungsfilter gefiltert“, erklärt Feldt. Wie schützt sich das medizinische Personal? Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte betreten die isolierten Bereiche immer in speziellen Ganzkörper-Schutzanzügen, inklusive einer Art Helm, Fußteilen und Handschuhen. Dazu gehört auch ein integriertes Gebläse-Luftfiltersystem. Das An- und Ausziehen kann laut Bundesgesundheitsministerium etwa 20 Minuten dauern. Fachleute der Infektiologie des Universitätsklinikums Düsseldorf demonstrierten kürzlich das Prozedere, bei dem auf einen Besuch des Patientenzimmers eine Dekontaminationsdusche folgt. Dabei wird nicht nur mit Essigsäure desinfiziert, sondern auch noch händisch mit einer Bürste in allen Falten des Anzugs von oben bis unten geschrubbt. Anschließend wird der Einmal-Anzug mit Schutzausrüstung aufgeschnitten und entsorgt. Weil die Arbeit in diesen gelben Anzügen so anstrengend ist, dürfen die Fachleute laut Feldt maximal zwei Stunden darin arbeiten. Dann wird gewechselt. Wo in Deutschland gibt es Sonderisolierstationen? Insgesamt gibt es sieben davon - in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart. Sie sind von überall in der Bundesrepublik auf dem Landweg innerhalb von wenigen Stunden erreichbar. Die Kapazität ist unterschiedlich. In Düsseldorf können nach dortigen Angaben maximal drei Patienten mit der gleichen Krankheit behandelt werden, in der Berliner Charité sind es bis zu 20 Personen - das ist die größte Station. Insgesamt liegt die Kapazität im mittleren zweistelligen Bereich. Sind diese Sonderisolierstationen immer aktiv? Nein, sie werden nur aktiviert, wenn es einen entsprechenden Verdachtsfall gibt, wie Oberarzt Feldt erklärt. „Das wichtigste dabei ist, das Team zusammenzutrommeln, denn die Personalstärke, die benötigt wird für die Versorgung der Patientinnen und Patienten, ist doch beträchtlich.“ Für einen Patienten seien etwa 50 Fachleute nötig, da die Teams im Schichtsystem arbeiten müssten. Im normalen Alltag sei die Sonderisolierstation bei ihm im Klinikum eine Infektionsstation, erläutert Feldt - das bedeute, dass alle Betten mit infektiösen Patienten belegt seien. Diese müssten erst einmal verlegt werden, entweder innerhalb des Hauses oder in andere Krankenhäuser. „Die Vorbereitung nach der Alarmierung dauert etwa vier Stunden - manchmal geht es etwas schneller.“ Verwandte Themen Wie häufig wird so ein Alarm ausgelöst? „Das ist ein extrem seltenes Ereignis, das kommt alle Jahre einmal vor“, sagt der Tropenmediziner. In Düsseldorf seien bisher noch keine viral hämorrhagischen Fieber wie Ebola oder Lassa behandelt worden. In jüngster Vergangenheit aber befand sich dort eine Kontaktperson jener Menschen, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ mit dem Hantavirus infiziert hatten. Auf der Sonderisolierstation in Frankfurt am Main hat man Erfahrung mit hämorrhagischem Fieber: „Wir haben hier mehrere Patienten mit der Sars-Erkrankung, dem Lassa-Fieber sowie einen mit dem Ebolavirus infizierten Patienten erfolgreich behandelt“, heißt es auf der Webseite. Im Jahr 2014 waren schon einmal drei Ebola-Patienten aus Afrika nach Deutschland geflogen worden. Warum wird der Patient in Deutschland behandelt? Die USA haben die Bundesregierung bereits in der Vergangenheit um Hilfe bei der Behandlung eines mit Ebola infizierten US-Staatsbürgers gebeten, wie das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Webseite mitteilt. Als Grund nennt das Ministerium die im Vergleich zum Reiseziel USA kürzere Flugzeit vom Kongo nach Deutschland sowie die vorhandene medizinische Infrastruktur. Neben den sieben Sonderisolierstationen gibt es auch das bundesweite Expertennetzwerk Stakob, das auf die Behandlung von Patienten mit hochpathogenen Erregern spezialisiert ist.

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Gefährliches Virus: Weiterer amerikanischer Ebola-Patient jetzt in Deutschland

Gefährliches Virus: Weiterer amerikanischer Ebola-Patient jetzt in Deutschland Frankfurt/Main. Knapp zwei Monate nach der ersten Ankunft eines an Ebola erkrankten US-Amerikaners ist ein zweiter mit dem Virus infizierter US-Bürger zur Behandlung nach Deutschland geflogen worden. Die Person sei in der Nacht auf dem Frankfurter Flughafen gelandet und dann in die Universitätsklinik der hessischen Stadt gefahren worden, bestätigte ein Sprecher des Bundesministeriums für Gesundheit der Deutschen Presse-Agentur. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte zuvor mitgeteilt, dass ein US-Staatsbürger betroffen sei, der für eine humanitäre Organisation in der Demokratischen Republik Kongo arbeite. Die Person wurde demnach positiv auf die dort derzeit grassierende Bundibugyo-Variante des Virus getestet. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, blieb zunächst offen. Keine Impfung, keine Standard-Therapie Ebola-Fieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus kann durch direkten Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen werden. Im Kongo in Zentralafrika, wo die beiden infizierten US-Ärzte tätig waren, ist der jüngste Ebola-Ausbruch besonders schwer einzudämmen. Einer der Gründe: Für den Bundibugyo-Typ gibt es bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie. Für Transporte von Ebola-Patienten werden normalerweise Spezialflugzeuge eingesetzt. In Deutschland kommen die Patienten auf Sonderisolierstationen. Dabei handelt es sich um eine geschlossene, geschützte und vom regulären Klinikbetrieb getrennte Einheit, so dass Kontakt zu anderen Patienten ausgeschlossen werden kann. Laut Bundesgesundheitsministerium besteht daher weder für die Bevölkerung noch für andere Patienten Gefahr. Erster US-Arzt überlebte, aber nur knapp Der amerikanische Arzt, der am 20. Mai nach Deutschland gekommen war, wurde in die Berliner Charité aufgenommen. Nach ärztlicher Auskunft war sein Zustand zwischenzeitlich lebensbedrohlich, vor allem zwischen dem Abflug in Afrika und der Ankunft in Deutschland. Nach gut zwei Wochen Behandlung wurde er schließlich aus dem Krankenhaus entlassen. Auch seine Frau und seine vier Kinder kamen als „Hochrisikokontakte“ in die Charité, hatten aber keine Symptome und befanden sich in einem getrennten Teil der Station in Quarantäne. Bei Kindern könne Ebola „sehr rasch“ zum Tode führen, sagte damals Charité-Arzt Leif Erik Sander, Direktor der Klinik für Infektiologie und Intensivmedizin. Ende Juni war das Bundibugyo-Virus dann erstmals auch in Europa nachgewiesen worden. In Frankreich wurde ein aus dem Ostkongo zurückgekehrter Arzt einer humanitären Organisation positiv getestet. Nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums wurde der Mann unmittelbar nach seiner Ankunft isoliert. Anfang Juli wurde er nach negativen Tests und ohne Symptome aus dem Krankenhaus entlassen. Lage im Kongo dramatisch Im Kongo gibt es inzwischen rund 650 bestätigte Todesfälle, mindestens 1.830 Menschen waren oder sind infiziert. Gesundheitsexperten zufolge stiegen die Fallzahlen bei keinem früheren Ebola-Ausbruch so schnell an wie bei der derzeitigen Epidemie. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei der bisher schwersten Ebola-Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben. Schon damals wurden drei Ebola-Kranke zur Behandlung nach Deutschland gebracht: Ein Mediziner aus Uganda wurde in Frankfurt behandelt, ein Mann aus dem Senegal in Hamburg; ein UN-Mitarbeiter, der in Leipzig behandelt wurde, überlebte die Krankheit nicht.

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