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Dienstag, 21. Juli 2026
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Bahn-Konkurrent Italo bestellt 26 Schnellzüge bei Siemens

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20. Juli
Tagesschau

Bahn-Konkurrent Italo bestellt 26 Schnellzüge bei Siemens

Bahn-Konkurrent Italo bestellt 26 Schnellzüge bei Siemens Erst vor wenigen Tagen ebnete die Bundesnetzagentur den Einstieg des italienischen Zugunternehmens Italo in das deutsche Fernverkehrsnetz. Jetzt konkretisiert Italo seine Pläne - mit einer Bestellung für neue Schnellzüge. Der Eintritt des italienischen Zugunternehmens Italo in den deutschen Fernverkehrsmarkt auf der Schiene wird konkreter: Der Konzern habe mit dem Zugbauer Siemens Mobility einen Vertrag in Höhe von drei Milliarden Euro für die Lieferung von 26 Hochgeschwindigkeitszügen unterzeichnet, wie das Unternehmen mitteilte. Der Vertrag enthält demnach die Option auf 14 weitere Züge. Bei den Zügen handelt es sich den Angaben zufolge um den Siemens Velaro Multi System. Diese sind baulich und optisch eng verwandt mit den ICE-3- und ICE-3-Neo-Zügen der Deutschen Bahn. Hergestellt werden die Fahrzeuge laut Italo im Siemens-Werk in Krefeld. Zudem sei mit Siemens ein Instandhaltungsvertrag mit einer 30-jährigen Laufzeit abgeschlossen worden. Die Wartung erfolge in dem Werk in Dortmund. Bis zu 50 Verbindungen täglich Insgesamt investiert Italo nach eigenen Angaben für den Markteinstieg rund 3,6 Milliarden Euro. Das umfasse neben der Beschaffung und Wartung der Züge auch Ausgaben für die Einstellung und Ausbildung von rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Investitionen in Bahnhöfe und IT-Infrastruktur. "Wir wollen den Fahrgästen in Deutschland eine größere Auswahl, häufigere Verbindungen, faire Preise und einen hochwertigen Service bieten", teilte Italo-Chef Gianbattista La Rocca mit. Italo will ab 2028 auf zwei Hauptkorridoren in Deutschland verkehren: München-Köln-Dortmund und München-Berlin-Hamburg. "Damit werden 18 Städte auf einem 1.300 Kilometer langen Streckennetz mit insgesamt 50 täglichen Verbindungen angebunden", teilte das Unternehmen mit. Bundesnetzagentur ebnete Weg für Italo Mit der Ankündigung haben die Italiener die deutsche Bahnbranche aufgeschreckt. Gewerkschaften, Fahrgastverbände und die Deutsche Bahn selbst warnen davor, dass ein weiterer Wettbewerber auf dem ohnehin schon an vielen Stellen überlasteten Schienennetz dazu führen könnte, dass Fern- und Regionalverkehr in der Fläche reduziert werden. Die Bundesnetzagentur hatte am vergangenen Freitag den Weg für Italo geebnet, indem sie die Infrastrukturtochter der Bahn, DB InfraGO, verpflichtete, auf stark genutzten und jetzt schon ausgelasteten Streckenabschnitten künftig nicht mehr als 60 bis 75 Prozent der Kapazitäten an ein einzelnes Unternehmen zu vergeben. Der bundeseigene Konzern kontrolliert bisher rund 95 Prozent des Fernverkehrs in Deutschland. Einziger größerer Wettbewerber ist bislang der Münchner Reiseanbieter Flix.

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20. Juli
Handelsblatt

Schienenverkehr: 26 Züge von Siemens bestellt: Wie Italo das Quasi-Monopol der Deutschen Bahn brechen will

Schienenverkehr: DB-Rivale Italo kauft 26 Hochgeschwindigkeitszüge bei Siemens Düsseldorf. Der italienische Schnellzugbetreiber Italo macht seine Ankündigung wahr und steigt in den deutschen Markt ein: Das Unternehmen bestellt 26 Hochgeschwindigkeitszüge bei Siemens „Wir wollen den Fahrgästen in Deutschland eine größere Auswahl, häufigere Verbindungen, faire Preise und einen hochwertigen Service bieten“, erklärte Gianbattista La Rocca, CEO der Italo Holding. Die Gesamtinvestition bezifferte er auf 3,6 Milliarden Euro. Den Auftrag hatte der italienische Zugbetreiber, der zu 49 Prozent dem Schweizer Reedereikonzern MSC untersteht, bereits vor fast einem Jahr mit Siemens ausgehandelt. Doch die Unterschrift war bis zuletzt unsicher geblieben. Grund hierfür war die in Deutschland fehlende Investitionssicherheit, da die Gleisstrecken hierzulande jeweils nur für ein Jahr vergeben werden. Quasi-Monopol der DB gerät in Gefahr Dem Staatsunternehmen Deutsche Bahn sicherte dies über Jahre hinweg ein Quasi-Monopol. Zwar drängt auch das Münchener Start-up Flixtrain ins deutsche Schienennetz, rund 95 Prozent der Verbindungen werden jedoch immer noch von den ICEs und ICs der DB bedient. Das aber soll sich nun nach dem Willen der Bundesnetzagentur ändern, die über den Wettbewerb auf Deutschlands Gleisen wacht. Ende Juni verkündete die Bonner Behörde, dass die Bahn-Infrastrukturtochter DB InfraGO AG bei der jährlichen Erstellung des Netzfahrplans auf voll ausgelasteten Streckenabschnitten nicht mehr als 60 bis 75 Prozent der Kapazitäten an ein einziges Unternehmen vergeben darf. Auf stark ausgelasteten Korridoren mit ausgewiesenen Kapazitätsobergrenzen – etwa an den Knoten München und Frankfurt – müsse die DB InfraGO AG künftig sicherstellen, dass mindestens ein Wettbewerber der DB Fernverkehr AG tatsächlich zum Einsatz kommt, forderte Behördenchef Klaus Müller. Auch Kartellexperten haben dem Plan zugestimmt Am vergangenen Freitag bekräftigte dies die Bundesnetzagentur als endgültige Entscheidung, nachdem die Mitglieder des Eisenbahninfrastrukturbeirats, das Bundeskartellamt und die Monopolkommission dem zugestimmt hatten. Den Vertragsabschluss mit Siemens wertet Italo als entscheidenden Schritt, um in den offenen Wettbewerb auf einem der größten Hochgeschwindigkeitsmärkte Europas einzusteigen. Zum Einsatz kommen Züge des Typs Siemens Velaro Multi System mit einer Höchstgeschwindigkeit von 320 Stundenkilometern. Die jeweils mit acht Waggons bestückten Züge sollen 450 Sitzplätze in den drei Reiseklassen Club Executive, Prima Business und Smart bieten. Bestellt sind jeweils auch ein Bistrowagen sowie ultraschnelles Internet an Bord, das über 5G und Starlink sendet. Montiert werden die Züge im Siemens-Werk Krefeld, gewartet im Siemens-Mobility-Depot Dortmund. Geplant sei zudem die Einstellung und Ausbildung von rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Betrieb und bei Partnerunternehmen. Investieren will Italo zudem in den bislang 18 angefahrenen Bahnhöfen, wo es Verkaufsautomaten und Lounges geben soll. Hier allerdings droht ein Konflikt mit dem Bahnhofseigentümer Deutsche Bahn, die auf ihr Hausrecht pocht. Ab Mitte 2028 wird das Unternehmen laut CEO La Rocca auf zwei Hauptkorridoren verkehren. Der eine läuft von München über Köln nach Dortmund, der andere von München über Berlin nach Hamburg. Auf dem 1.300 Kilometer langen Streckennetz soll es täglich zunächst 50 Verbindungen geben. „Nach der Entscheidung der Bundesnetzagentur gehen wir nun die konkreten Schritte für den Betriebsstart 2028 an, von der Einstellung und Ausbildung des Personals bis zum Aufbau der vollständigen industriellen, betrieblichen und kommerziellen Struktur unseres neuen Deutschlandgeschäfts“, sagte La Rocca am Montag. Als Sitz der Besitz- und der Betreibergesellschaft nannte er Frankfurt. Nach den Worten des früheren Ferrari-Chefs Luca Cordero di Montezemolo, der Italo als Präsident vorsteht, will man den deutschen Fernverkehrsmarkt nach demselben Muster aufrollen wie zuvor in Italien. Dort war der 2006 gegründete Zugbetreiber, an dem auch eine Blackrock-Tochter und der deutsche Versicherungskonzern Allianz Das anfangs auf wenige Hauptstrecken begrenzte Netz baute Italo anschließend Schritt für Schritt aus. Mit der wachsenden Nutzung der konkurrierenden Fernverkehrszüge wurde der inneritalienische Flugverkehr zunehmend verdrängt, zugleich haben sich die Ticketpreise auf den Fernstrecken nahezu halbiert. Gewerkschaft EVG hat Bedenken Bei der Deutschen Bahn, der Eisenbahnergewerkschaft EVG und mehreren Ministerpräsidenten dünn besiedelter Bundesländer sind zuletzt erhebliche Vorbehalte gegen den Deutschlandstart von Italo laut geworden. Die Italiener betrieben Rosinenpickerei, so der Vorwurf, und würden damit die Ertragsbasis der Deutschen Bahn schmälern. In der Folge sei zu befürchten, dass der Staatskonzern wenig frequentierte Strecken in der Fläche streicht. Siemens dagegen zeigte sich am Montag über den Großauftrag naturgemäß erfreut. „Diese langfristige Partnerschaft, welche die Züge und 30 Jahre Full-Service-Wartung einschließt, ist ein wegweisendes Projekt und ein starkes Bekenntnis zu industrieller Wertschöpfung und Innovation ‚Made in Germany'“, sagt Michael Peter, CEO von Siemens Mobility. Vor einem Jahr galt Michael Peter noch als möglicher Nachfolger des entlassenen Bahnchefs Richard Lutz. Nun sieht sich die neue Bahnchefin Evelyn Palla mit dem gemeinsamen Vorstoß von Siemens Mobility unter seiner Führung und Italo konfrontiert.

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20. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Konkurrenz für Deutsche Bahn: Italo gibt Siemens Milliardenauftrag

Konkurrenz für Deutsche Bahn : Italo gibt Siemens Milliardenauftrag Der italienische Zugbetreiber bestellt 26 Hochgeschwindigkeitszüge. In Krefeld und Dortmund sollen Tausende Arbeitsplätze entstehen. Wann die ersten Züge rollen sollen, steht bereits fest. Der italienische Zugbetreiber hält Wort und hat bei Siemens Mobility 26 Hochgeschwindigkeitszüge mit einer Option auf 14 weitere Züge bestellt. Zudem hat das Unternehmen mit Sitz in Rom mit Siemens einen 30 Jahre laufenden Wartungsvertrag abgeschlossen, wie Italo und Siemens Mobility am Montag mitteilten. Die Investitionen des Unternehmens in Deutschland sollen insgesamt 3,6 Milliarden Euro betragen; der Auftragswert für Siemens liegt bei rund drei Milliarden Euro. Luca Cordero di Montezemolo, der Präsident und Mitgründer der Italo Holding, hält diesen Moment für „historisch“, weil sich der Fernverkehrsmarkt in Deutschland für mehr Wettbewerb öffne und damit ein neues Kapitel für den Schienenverkehr in Europa beginne. Es sei „ein konkreter Schritt hin zu einem einheitlichen Verkehrsmarkt, der die Fahrgäste in den Mittelpunkt stellt und ihnen die Freiheit gibt, selbst zu entscheiden, wie und mit wem sie reisen“, teilte er mit. Siemens Mobility lobt Investition in den Standort Deutschland In der vergangenen Woche hatte die Bundesnetzagentur grünes Licht für mehr Wettbewerb im deutschen Fernverkehr gegeben, den heute die Deutsche Bahn dominiert. Michael Peter, der Vorstandsvorsitzende von Siemens Mobility, freute sich über das „Vertrauen“ in sein Unternehmen und unterstrich, dass die langfristige Partnerschaft ein „wegweisendes Projekt und ein starkes Bekenntnis zu industrieller Wertschöpfung und Innovation made in Germany“ sei. Italo bestellt Züge vom Typ Siemens Velaro Multi System, die bis zu 320 Stundenkilometer schnell sein können. Sie haben acht Wagen und sollen 450 Sitzplätze in den drei Klassen bieten: Club Executive, Prima Business und Smart. Zudem soll es, anders als in Italien, einen Bistrowagen geben, der dem Vernehmen nach deutsche und italienische Küche bietet. Schnelles Internet an Bord soll über ein 5-G-Netz des amerikanischen Anbieters Starlink laufen. Drei Klassen auf zwei Hauptkorridoren Als Datum des Betriebsbeginns nennt Italo Mitte 2028. Von da an sollen 18 Städte über 1300 Kilometer Streckennetz miteinander verbunden werden. 50 tägliche Verbindungen will das italienische Unternehmen auf zwei Hauptkorridoren anbieten: München–Köln–Dortmund sowie München–Berlin–Hamburg. Die Hochgeschwindigkeitszüge sollen im Krefelder Werk von Siemens gebaut werden, die Wartung werde im Siemens-Depot Dortmund erledigt, heißt es. Nach Angaben von Italo schafft der Markteintritt in Deutschland 2500 neue Arbeitsplätze im Betrieb und in Partnerunternehmen. Der Italo-Vorstandsvorsitzende Gianbattista La Rocca dankte auch den Italo-Großaktionären, vor allem dem Mehrheitsaktionär, der schweizerisch-italienischen Reederei MSC, zudem der zu Blackrock gehörenden Fondsgesellschaft GIP und der Allianz-Versicherung aus Deutschland „für die starke Unterstützung während dieser gesamten Phase“. Italo will sich nach eigenem Bekunden nun rasch bemühen, das nötige Personal zu finden, was als nicht leicht gilt. In Kürze soll auch entschieden werden, wer die Tochtergesellschaft in Deutschland leiten werde. Italo wolle in Deutschland eine eigenständige Gesellschaft aufbauen, die nicht aus Italien ferngesteuert werde, betont das Unternehmen.

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20. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

Italo bestellt Schnellzüge bei Siemens

Neues Bahnprojekt Italo bestellt Schnellzüge bei Siemens Der Eintritt des italienischen Zugunternehmens Italo in den deutschen Fernverkehrsmarkt auf der Schiene wird konkreter: Der Konzern will vom Zugbauer Siemens Mobility für etwa drei Milliarden Euro 26 Hochgeschwindigkeitszüge kaufen. Der Vertrag enthält laut einer Mitteilung des Konzerns die Option auf 14 weitere Züge. Bei den Zügen handelt es sich den Angaben zufolge um den Siemens Velaro Multi System. Diese sind baulich und optisch eng verwandt mit den ICE-3- und ICE-3-Neo-Zügen der Deutschen Bahn. Hergestellt werden die Fahrzeuge laut Italo im Siemens-Werk in Krefeld. Zudem sei mit Siemens ein Instandhaltungsvertrag mit einer 30-jährigen Laufzeit abgeschlossen worden. Die Wartung soll in Dortmund erfolgen. Insgesamt investiert Italo für den Markteinstieg rund 3,6 Milliarden Euro. Das umfasst neben der Beschaffung und Wartung der Züge auch Ausgaben für die Einstellung und Ausbildung von rund 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Investitionen in Bahnhöfe und IT-Infrastruktur. »Wir wollen den Fahrgästen in Deutschland eine größere Auswahl, häufigere Verbindungen, faire Preise und einen hochwertigen Service bieten«, sagte Italo-Chef Gianbattista La Rocca. Italo will ab 2028 eigenen Angaben zufolge auf zwei Hauptkorridoren verkehren: München-Köln-Dortmund und München-Berlin-Hamburg. »Damit werden 18 Städte auf einem 1300 Kilometer langen Streckennetz mit insgesamt 50 täglichen Verbindungen angebunden«, teilte das Unternehmen mit. Bahnbranche aufgeschreckt Mit der Ankündigung haben die Italiener die deutsche Bahnbranche aufgeschreckt. Gewerkschaften, Fahrgastverbände und die Deutsche Bahn selbst warnen davor, dass ein weiterer Wettbewerber auf dem ohnehin schon an vielen Stellen überlasteten Schienennetz dazu führen könnte, dass Fern- und Regionalverkehr in der Fläche reduziert werden. Italo hatte versucht, bei der Bundesnetzagentur bessere Bedingungen für Neueinsteiger im deutschen Fernverkehr durchzusetzen. Die Behörde hat daraufhin beschlossen, dass künftig auf hochbelasteten Korridoren mindestens ein Viertel der Kapazitäten an Wettbewerber der Bahn vergeben werden müssen. Der bundeseigene Konzern kontrolliert bisher rund 95 Prozent des Fernverkehrs in Deutschland. Einziger größerer Wettbewerber ist bislang der Münchner Reiseanbieter Flix.

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20. Juli
Wirtschaftswoche

Bahn-Konkurrent: Italo bestellt Schnellzüge bei Siemens für drei Milliarden Euro

Bahn-Konkurrent: Italo bestellt Schnellzüge bei Siemens für drei Milliarden Euro Der Eintritt des italienischen Zugunternehmens Italo in den deutschen Fernverkehrsmarkt auf der Schiene wird konkreter: Der Konzern habe mit dem Zugbauer Siemens Bei den Zügen handelt es sich den Angaben zufolge um den Siemens Velaro Multi System. Diese sind baulich und optisch eng verwandt mit den ICE-3- und ICE-3-Neo-Zügen der Deutschen Bahn. Hergestellt werden die Fahrzeuge laut Italo im Siemens-Werk in Krefeld. Zudem sei mit Siemens ein Instandhaltungsvertrag mit einer 30-jährigen Laufzeit abgeschlossen worden. Die Wartung erfolge in Dortmund. Gesamtinvestitionen von 3,6 Milliarden Euro Insgesamt investiere Italo für den Markteinstieg rund 3,6 Milliarden Euro. Das umfasse neben der Beschaffung und Wartung der Züge auch Ausgaben für die Einstellung und Ausbildung von rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Investitionen in Bahnhöfe und IT-Infrastruktur. „Wir wollen den Fahrgästen in Deutschland eine größere Auswahl, häufigere Verbindungen, faire Preise und einen hochwertigen Service bieten“, teilte Italo-Chef Gianbattista La Rocca mit. Italo will ab 2028 eigenen Angaben zufolge auf zwei Hauptkorridoren verkehren: München-Köln-Dortmund und München-Berlin-Hamburg. „Damit werden 18 Städte auf einem 1.300 Kilometer langen Streckennetz mit insgesamt 50 täglichen Verbindungen angebunden“, teilte das Unternehmen mit. Bahnbranche aufgeschreckt Mit der Ankündigung haben die Italiener die deutsche Bahnbranche aufgeschreckt. Gewerkschaften, Fahrgastverbände und die Deutsche Bahn selbst warnen davor, dass ein weiterer Wettbewerber auf dem ohnehin schon an vielen Stellen überlasteten Schienennetz dazu führen könnte, dass Fern- und Regionalverkehr in der Fläche reduziert werden. Italo hatte versucht, bei der Bundesnetzagentur bessere Bedingungen für Neueinsteiger im deutschen Fernverkehr durchzusetzen. Die Behörde hat daraufhin beschlossen, dass künftig auf hochbelasteten Korridoren mindestens ein Viertel der Kapazitäten an Wettbewerber der Bahn vergeben werden müssen. Der bundeseigene Konzern kontrolliert bisher rund 95 Prozent des Fernverkehrs in Deutschland. Einziger größerer Wettbewerber ist bislang der Münchner Reiseanbieter Flix. Lesen Sie auch: Das Geld liegt auf der Schiene

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20. Juli
Handelsblatt

Fernverkehr: Italo bestellt Schnellzüge bei Siemens für 3 Milliarden Euro

Fernverkehr: Italo bestellt Schnellzüge bei Siemens für 3 Milliarden Euro Berlin. Der Eintritt des italienischen Zugunternehmens Italo in den deutschen Fernverkehrsmarkt auf der Schiene wird konkreter: Der Konzern habe mit dem Zugbauer Siemens Bei den Zügen handelt es sich den Angaben zufolge um den Siemens Velaro Multi System. Diese sind baulich und optisch eng verwandt mit den ICE-3- und ICE-3-Neo-Zügen der Deutschen Bahn. Hergestellt werden die Fahrzeuge laut Italo im Siemens-Werk in Krefeld. Zudem sei mit Siemens ein Instandhaltungsvertrag mit einer 30-jährigen Laufzeit abgeschlossen worden. Die Wartung erfolge in Dortmund. Gesamtinvestitionen von 3,6 Milliarden Euro Insgesamt investiere Italo für den Markteinstieg rund 3,6 Milliarden Euro. Das umfasse neben der Beschaffung und Wartung der Züge auch Ausgaben für die Einstellung und Ausbildung von rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Investitionen in Bahnhöfe und IT-Infrastruktur. „Wir wollen den Fahrgästen in Deutschland eine größere Auswahl, häufigere Verbindungen, faire Preise und einen hochwertigen Service bieten“, teilte Italo-Chef Gianbattista La Rocca mit.  Italo will ab 2028 eigenen Angaben zufolge auf zwei Hauptkorridoren verkehren: München-Köln-Dortmund und München-Berlin-Hamburg. „Damit werden 18 Städte auf einem 1.300 Kilometer langen Streckennetz mit insgesamt 50 täglichen Verbindungen angebunden“, teilte das Unternehmen mit. Bahnbranche aufgeschreckt Mit der Ankündigung haben die Italiener die deutsche Bahnbranche aufgeschreckt. Gewerkschaften, Fahrgastverbände und die Deutsche Bahn selbst warnen davor, dass ein weiterer Wettbewerber auf dem ohnehin schon an vielen Stellen überlasteten Schienennetz dazu führen könnte, dass Fern- und Regionalverkehr in der Fläche reduziert werden. Italo hatte versucht, bei der Bundesnetzagentur bessere Bedingungen für Neueinsteiger im deutschen Fernverkehr durchzusetzen. Die Behörde hat daraufhin beschlossen, dass künftig auf hochbelasteten Korridoren mindestens ein Viertel der Kapazitäten an Wettbewerber der Bahn vergeben werden müssen. Der bundeseigene Konzern kontrolliert bisher rund 95 Prozent des Fernverkehrs in Deutschland. Einziger größerer Wettbewerber ist bislang der Münchner Reiseanbieter Flix.

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19. Juli
Tagesschau

Bahn-Boom: Wie der Wettbewerb in Italien den Fernverkehr verändert

Schnellzüge von Italo Wie der Wettbewerb in Italien den Fernverkehr verändert Von 2028 an sollen in Deutschland die roten Schnellzüge des Anbieters Italo fahren. In Italien hat der private Konkurrent den Markt belebt. Davon profitieren auch die Bahnreisenden - allerdings nicht überall. Montagvormittag am römischen Hauptbahnhof Termini. Es ist der größte Bahnhof Italiens und ein Symbol für den Bahn-Boom im Land. Pendler, Geschäftsreisende, aber auch immer mehr Touristen sind auf der Schiene unterwegs. Der Eindruck vieler Reisender ist positiv. "Der Zugverkehr war ziemlich gut. Wir hatten kaum Verspätung, das hat alles super geklappt. Ich bin sehr, sehr positiv überrascht", sagt Tourist Christian aus Gießen. Wer mit dem Schnellzug reisen will, hat die Wahl: Trenitalia von der staatlichen Eisenbahngesellschaft oder Italo, den privaten Konkurrenten. Seit Italo 2012 in den italienischen Hochgeschwindigkeitsverkehr eingestiegen ist, hat sich der Markt deutlich verändert. Konkurrenz belebt den Markt 10:40 Uhr, der Italo-Zug 9924 fährt in Rom Richtung Mailand ab. Mit an Bord ist Vincenzo Ioia, der bereits in Neapel zugestiegen ist. Der Logistikmanager ist regelmäßig zwischen den Standorten seines Unternehmens unterwegs. "Wir haben Niederlassungen in Rom, Florenz, Bologna und Mailand - ich bin also viel unterwegs", sagt er. Das Auto käme für ihn nicht infrage, allein wegen der viel längeren Fahrtzeit. Die 600 Kilometer zwischen Rom und Mailand schafft der Zug in unter drei Stunden. Der Boom der Schnellzüge begann bereits 2008. Italien investierte massiv in den Ausbau seines Hochgeschwindigkeitsnetzes, die Grundvoraussetzung für Wettbewerb im Fernverkehr. Vier Jahre später stieg Italo zunächst auf einer einzigen Strecke ein: der wichtigsten Nord-Süd-Achse zwischen Mailand, Rom und Neapel. Der Start sei allerdings schwierig gewesen, erinnert sich Italo-Chef Gianbattista La Rocca: "In den ersten Jahren war es hart, wir mussten uns den nötigen Platz auf den Gleisen erkämpfen, damit die Züge fahren konnten, aber auch in den Bahnhöfen." Mehr Verbindungen, bessere Qualität, niedrigere Preise Heute bieten Italo und Trenitalia allein zwischen Rom und Mailand täglich mehr als 90 Verbindungen an. Italo hat dem ehemaligen Monopolisten Trenitalia nicht einfach Fahrgäste weggenommen. Stattdessen ist der gesamte Markt gewachsen. Eine OECD-Studie spricht im Fall von Italien sogar von einer Win-Win-Situation für Unternehmen und Reisende. Ähnlich sieht es auch Paolo Beria von der Technischen Hochschule in Mailand: "In Italien war der Angebotszuwachs enorm. Im Jahr 2012 hat er sich fast verdoppelt, und das kann auf den Wettbewerb zurückgeführt werden." Die Qualität lasse sich zwar schwerer messen, "doch auch in diesem Fall ist es ziemlich offensichtlich, dass es einen qualitativen Vorteil mit sich bringt, wenn zwei Anbieter auf ähnlichen Märkten tätig sind", sagt Beria. Zudem habe man einen Preisrückgang zwischen 15 und 25 Prozent nachweisen können. Nicht alle Regionen profitieren Mehr Zugverbindungen, besserer Service und günstigere Preise - Wettbewerb gilt damit als Erfolgsmodell. Doch der Erfolg hat Grenzen. Abseits der Magistralen zwischen Mailand, Rom und Neapel prägen Regionalzüge auf eingleisigen Strecken vielerorts das Bild. Je weiter man in den Süden kommt, desto schlechter ist häufig die Infrastruktur. Viele Regionen Süditaliens sind bis heute nicht an das Hochgeschwindigkeitsnetz angebunden. Auch bei den Ost-West-Verbindungen gibt es weiterhin Defizite. Italo-Chef La Rocca verweist jedoch auf laufende Ausbauprojekte. "Der Erfolg der Hochgeschwindigkeitsstrecken hat dazu geführt, dass weiterhin investiert wird und Projekte fertiggestellt werden", erklärt er. "Die Strecke Mailand - Genua wird gerade fertiggestellt, ebenso wie die Strecke Rom - Bari. Es braucht Zeit. Im Eisenbahnwesen dauert alles Jahre." Zurück im Zug nach Mailand: In wenigen Minuten endet die rund 600 Kilometer lange Fahrt. Vincenzo Ioia wird es trotz einer kleinen Verspätung von sechs Minuten pünktlich zu seinen Terminen schaffen. Ob Pendler, Geschäftsreisende oder Touristen - für viele Menschen in Italien ist der Zug längst zu einer verlässlichen Alternative zu Auto und Flugzeug geworden.

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