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Dienstag, 21. Juli 2026
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Elektromobilität in Europa: E-Autos werden billiger, Ladesäulen breiten sich aus

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20. Juli
taz (Öko & Co)

Elektromobilität in Europa: E-Autos werden billiger, Ladesäulen breiten sich aus

Elektromobilität in Europa: E-Autos werden billiger, Ladesäulen breiten sich aus E-Fahrzeuge werden im Schnitt günstiger, zeigt eine Studie. Gleichzeitig wächst die Ladeinfrastruktur in Europa – schneller als die Stromer-Zahlen. E-Autos in Deutschland sind in den vergangenen Jahren um 18 Prozent billiger geworden. Das haben das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI und der International Council on Clean Transportation (ICCT) in einer gemeinsamen Studie errechnet. Zwischen 2020 und 2025 sei der nominale Durchschnittspreis für Elektrofahrzeuge auf dem deutschen Markt – also der reine, in Währung gemessene Preis – zwar von rund 37.000 auf 53.000 Euro gestiegen. Das liege jedoch nicht daran, dass einzelne Modelle mit der Zeit teurer wurden. Vielmehr seien über die Jahre hinweg mittlere und obere Mittelklassewagen anteilig deutlich mehr geworden, und der größere Anteil höherpreisiger Modelle habe den Durchschnittspreis nach oben getrieben. Für die Berechnung einer realen Preisentwicklung haben die Forscher:innen dagegen einzelne Modelle im Lauf der Zeit und Merkmale wie Gewicht, Motorleistung oder Reichweite eines Fahrzeugs und Inflation berücksichtigt. Während die realen Preise für Verbrenner zwischen 2020 und 2025 um 2 Prozent angestiegen seien, wurden Elektrofahrzeuge demnach real um 18 Prozent günstiger. Auf dem deutschen Markt waren 2025 laut der Studie außerdem 159 und damit viermal so viele Elektromodelle verfügbar wie noch 2020. Für die Studie seien mehr als 100.000 Angaben aus einer Datenbank des ADAC mit sechs Segmenten, von Klein- bis Luxuswagen, ausgewertet worden. Aufholbedarf im Mini- und Kleinwagensegment „Der Markt für Elektroautos hat sich deutlich weiterentwickelt“, sagte Peter Mock, Geschäftsführer des ICCT in Europa. „Die Fahrzeuge bieten heute im Durchschnitt größere Reichweiten und mehr Motorleistung, während die realen Preise vergleichbarer Modelle gesunken sind.“ Die durchschnittliche Reichweite der E-Autos sei in fünf Jahren um ein Drittel nach oben geklettert. Im Mini- und Kleinwagensegment bestehe allerdings noch Aufholbedarf. Dort waren mit 19 Modellen im Jahr 2025 noch weniger E-Fahrzeuge im Angebot als Verbrennermodelle – davon waren 35 auf dem Markt. Der ICCT und das Fraunhofer ISI werben deshalb für stabile politische Rahmenbedingungen, etwa für langfristig verlässliche CO₂-Grenzwerte für die Neuwagenflotten der Autobauer, um Fortschritte bei der Elektrifizierung in allen Fahrzeugsegmenten zu sichern. In Deutschland wurden zuletzt immer mehr Autos mit reinem Elektroantrieb verkauft, angeschoben durch die neu aufgelegte Kaufprämie für Elektroautos. Im Juni führten batterieelektrische Fahrzeuge erstmals die Zulassungsstatistik nach Antriebsart an. 28,4 Prozent der Neuzulassungen entfielen auf reine E-Autos, 28,1 auf Hybride. Benziner kamen auf 20,5 Prozent, Diesel auf 11,4 Prozent. Trotzdem liegen die E-Auto-Zahlen in Deutschland noch deutlich unter dem, was für eine klimafreundliche Antriebswende im Verkehr nötig wäre. Anfang 2026 machten gut 2 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge hier 4,1 Prozent aller zugelassenen Kfz aus. Auf europäischer Ebene wettert die Bundesregierung immer wieder gegen die Klimaziele für den Verkehrssektor, auch gegen die CO₂-Flottengrenzwerte, die Autobauer zur Elektrifizierung anhalten sollen. Gleichzeitig hadern viele deutsche Autohersteller weiter mit der Transformation. Aktuell steht vor allem Volkswagen mit drohendem Jobabbau und Werkschließungen in den Schlagzeilen. Ladesäulennetz wächst europaweit Voran geht es derweil bei der Infrastruktur zum Laden der E-Autos. Das macht laut Transport & Environment (T&E) weiter steigende E-Auto-Verkäufe in Europa möglich. Zwischen 2020 und 2025 habe sich die Zahl öffentlicher Ladesäulen in der EU verfünffacht, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Untersuchung des Umweltverbands. Damit habe es Ende März in allen EU-Mitgliedstaaten – mit Ausnahme Maltas – mehr als genug öffentliche Ladekapazität für die vorhandenen E-Autos gegeben. In der EU ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur über die sogenannte Afir geregelt. Wenn alle auf der Afir basierenden nationalen Ziele zusammengerechnet werden, übertreffe die EU insgesamt das für die aktuelle E-Auto-Zahl geltende Ziel mit der bestehenden Ladeinfrastruktur um 180 Prozent – der Ausbau der Ladeinfrastruktur eilt den Verkäufen der E-Fahrzeuge also voraus. Außerdem schreibt die Afir vor, dass auf europäischen Hauptverkehrsadern, meistens Autobahnen, alle 60 Kilometer Schnellladesäulen stehen müssen. Laut T&E erfüllten im Juni knapp vier von fünf Straßen im Kernnetz dieses Ziel. Lücken gab es vor allem in osteuropäischen EU-Staaten und in Spanien, dafür sei die Schnellladeinfrastruktur dort zuletzt besonders schnell gewachsen. Lucien Mathieu, T&E „Elektroautofahrer:innen müssen nicht mehr weit fahren, um eine öffentliche Ladestation zu finden“, sagte Lucien Mathieu, Autoexperte von T&E. Ladesäulen müssten noch benutzerfreundlicher und die Preise transparenter werden, um Elektroautos für alle attraktiver zu machen. Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. 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20. Juli
Tagesschau

Elektroautos sind seit 2020 deutlich günstiger geworden

Zeitraum seit 2020 Preise für E-Autos sinken deutlich E-Autos sind zwischen 2020 und 2025 um rund 18 Prozent günstiger geworden. Dazu kommen die staatlichen Kaufprämien, über die schon mehr als 50 Millionen Euro ausgezahlt wurden - vor allem für Tesla-Modelle. Elektroautos sind in den vergangenen fünf Jahren deutlich billiger geworden. Inflationsbereinigt sanken die Listenpreise von 2020 bis 2025 in Deutschland um 18 Prozent, wie eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) und des International Council on Clean Transportation (ICCT) ergab. Die Preise für Verbrenner legten im gleichen Zeitraum inflationsbereinigt um zwei Prozent zu. Damit verschieben sich die Gesamtkosten pro Kilometer klar zugunsten der Elektroautos. Markt für Elektroautos "deutlich weiterentwickelt" "Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich der Markt für Elektroautos in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt hat. Die Fahrzeuge bieten heute im Durchschnitt größere Reichweiten und mehr Motorleistung, während die realen Preise vergleichbarer Modelle gesunken sind", sagte Peter Mock vom ICCT. Für ihre Untersuchung haben die Forschenden mehr als 100.000 Einzelangaben aus einer ADAC-Datenbank ausgewertet. Um einen fairen Vergleich zu ermöglichen, wurden dabei nicht einfach Durchschnittspreise aller Verbrenner und aller Elektroautos gebildet, denn das Angebot an Elektroautos hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere bei eher teureren Fahrzeugen ausgeweitet. "Der mittlere Preis ist dadurch gestiegen, es sind aber auch ganz andere Fahrzeuge", sagte Patrick Plötz, Professor am ISI. "Man würde also Kirschen mit Äpfeln vergleichen. Um das zu verhindern, haben wir versucht, gleiche oder vergleichbare Fahrzeuge über die Zeit zu betrachten." Mit dieser Herangehensweise ergaben sich für Elektroautos nominal relativ stabile Listenpreise, für Verbrenner steigende. Preisgleichheit bis 2030 erwartet ISI-Experte Plötz sieht weiteres Potenzial für eine Preisentwicklung zugunsten der Elektroautos: "Die gesunkenen Batteriepreise sind noch nicht vollständig weitergegeben worden. Außerdem sollten auch steigende Stückzahlen und der Druck auf die Hersteller durch CO2-Grenzwerte helfen", meinte er. Rechne man die aktuelle Entwicklung weiter, dürften Elektroautos in Europa demzufolge bis etwa 2030 gleich viel kosten wie vergleichbare Verbrenner. "Bei den Gesamtkosten pro Kilometer wären sie dann klar günstiger." Erfahrungen aus anderen Märkten zeigten, dass Elektroautos bei gleichen Preisen auf rund 50 Prozent Marktanteil kämen. Dass die Studie Listenpreise und nicht echte Transaktionspreise vergleicht, liegt vor allem daran, dass letztere in der notwendigen Breite nicht verfügbar sind. Große Verzerrungen sollten dadurch aber nicht entstanden sein, betonen die Studienautoren. Mehr als 50 Millionen Euro für E-Auto-Prämien Zusätzlich zu den gesunkenen Listenpreisen profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher von den neuen staatlichen Kaufprämien für Elektroautos. Vom Start des Antragsportals am 19. Mai bis zum 30. Juni wurden 53,9 Millionen Euro aus dem bis zu drei Milliarden Euro umfassenden Förderprogramm bewilligt, wie das Bundesumweltministerium auf eine Frage aus der Grünen-Fraktion antwortete. Die meisten bewilligten "Förderfälle" nach Marken gab es laut Ministerium für E-Autos von Tesla mit 2.086 Fahrzeugen - gefolgt von Skoda mit 1.197 und Renault mit 784 Fahrzeugen. Nach Herstellern betrachtet lag Volkswagen mit 2.720 Fahrzeugen der Marken Audi, Cupra/Seat, Porsche, Skoda und VW an der Spitze. Darauf folgte Stellantis mit 2.278 Wagen der Marken Citroen, DS, Fiat, Jeep, Leapmotor, Opel und Peugeot. Das Ministerium betonte mit Blick auf die Zahlen, wegen des noch kurzen Förderzeitraums und der hohen Marktdynamik mit fortlaufenden Einführungen neuer Modelle ließen sich daraus noch keine belastbaren Rückschlüsse auf die Verteilung der Förderung über die Gesamtlaufzeit des Programms ziehen.

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20. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Fraunhofer-Studie: Elektroautos seit 2020 deutlich günstiger geworden

Fraunhofer-Studie : Elektroautos seit 2020 deutlich günstiger geworden Die Listenpreise sind seit 2025 um fast ein Fünftel gesunken, geht aus einer neuen Auswertung hervor. Die Preise für Verbrenner haben demnach im gleichen Zeitraum leicht zugelegt. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich der Markt für Elektroautos in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt hat. Die Fahrzeuge bieten heute im Durchschnitt größere Reichweiten und mehr Motorleistung, während die realen Preise vergleichbarer Modelle gesunken sind“, sagt Peter Mock vom ICCT. Für ihre Untersuchung haben die Forscher mehr als 100.000 Einzelangaben aus einer ADAC-Datenbank ausgewertet. Um einen fairen Vergleich zu ermöglichen, wurden dabei nicht einfach Durchschnittspreise aller Verbrenner und aller Elektroautos gebildet, denn das Angebot an Elektroautos hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere bei eher teureren Fahrzeugen ausgeweitet. Angebot hat sich verändert „Der mittlere Preis ist dadurch gestiegen, es sind aber auch ganz andere Fahrzeuge“, sagt Patrick Plötz, Professor am ISI. „Man würde also Kirschen mit Äpfeln vergleichen. Um das zu verhindern, haben wir versucht, gleiche oder vergleichbare Fahrzeuge über die Zeit zu betrachten.“ Mit dieser Herangehensweise ergaben sich für Elektroautos relativ stabile Listenpreise, für Verbrenner steigende. Berücksichtigt man die Inflation, die in den vergangenen Jahren ja teilweise hoch war, ergeben sich die oben genannten Zahlen. Und Plötz sieht weiteres Potential für eine Preisentwicklung zugunsten der Elektroautos: „Die gesunkenen Batteriepreise sind noch nicht vollständig weitergegeben worden. Außerdem sollten auch steigende Stückzahlen und der Druck auf die Hersteller durch CO₂-Grenzwerte helfen“, sagt er. Preisgleichheit bis 2030 erwartet Rechne man die aktuelle Entwicklung weiter, dürften bis etwa 2030 Elektroautos in Europa gleich viel kosten wie vergleichbare Verbrenner, sagt Plötz. „Bei den Gesamtkosten pro Kilometer wären sie dann klar günstiger.“ Erfahrungen aus anderen Märkten zeigten, dass bei gleichen Preisen Elektroautos auf rund 50 Prozent Marktanteil kämen. Dass die Studie Listenpreise und nicht echte Transaktionspreise vergleicht, liegt vor allem daran, dass letztere in der notwendigen Breite nicht verfügbar sind. Große Verzerrungen sollten dadurch aber nicht entstanden sein, betonen die Autoren. Daten des Branchenfachmanns Ferdinand Dudenhöffer zur Entwicklung des Rabattniveaus bei Elektroautos zeigten zumindest in den vergangenen Jahren insgesamt eher einen Aufwärtstrend bei den Rabatten auf wichtige Stromer. Das würde den Effekt eher zugunsten der Elektroautos verstärken.

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20. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

Elektroautos: Studie zeigt deutlichen Preisrückgang seit 2020

Neue Studie Elektroautos sind seit 2020 deutlich billiger geworden Elektroautos sind in den vergangenen fünf Jahren deutlich billiger geworden. Inflationsbereinigt sanken die Listenpreise von 2020 bis 2025 um 18 Prozent, ergab eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) und des International Council on Clean Transportation (ICCT). Die Preise für Verbrenner legten im gleichen Zeitpunkt inflationsbereinigt um zwei Prozent zu. Damit verschieben sich die echten Kosten pro Kilometer klar zugunsten der Elektroautos. »Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich der Markt für Elektroautos in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt hat. Die Fahrzeuge bieten heute im Durchschnitt größere Reichweiten und mehr Motorleistung, während die realen Preise vergleichbarer Modelle gesunken sind«, sagt Peter Mock vom ICCT. Für ihre Untersuchung haben die Forscher mehr als 100.000 Einzelangaben aus einer ADAC-Datenbank ausgewertet. Um einen fairen Vergleich zu ermöglichen, wurden dabei nicht einfach Durchschnittspreise aller Verbrenner und aller Elektroautos gebildet, denn das Angebot an Elektroautos hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere bei eher teureren Fahrzeugen ausgeweitet. Das Angebot hat sich verändert »Der mittlere Preis ist dadurch gestiegen, es sind aber auch ganz andere Fahrzeuge», sagt Patrick Plötz, Professor am ISI. »Man würde also Kirschen mit Äpfeln vergleichen. Um das zu verhindern, haben wir versucht, gleiche oder vergleichbare Fahrzeuge über die Zeit zu betrachten.« Mit dieser Herangehensweise ergaben sich für Elektroautos relativ stabile Listenpreise, für Verbrenner steigende. Berücksichtigt man die Inflation, die in den vergangenen Jahren teilweise hoch war, ergeben sich die oben genannten Zahlen. Dass die Studie Listenpreise und nicht echte Transaktionspreise vergleicht, liegt vor allem daran, dass letztere in der notwendigen Breite nicht verfügbar sind. Große Verzerrungen sollten dadurch aber nicht entstanden sein, betonen die Autoren. Und Plötz sieht weiteres Potenzial für eine Preisentwicklung zugunsten der Elektroautos: »Die gesunkenen Batteriepreise sind noch nicht vollständig weitergegeben worden. Außerdem sollten auch steigende Stückzahlen und der Druck auf die Hersteller durch CO₂-Grenzwerte helfen», sagt er. Preisgleichheit bis 2030 erwartet Rechne man die aktuelle Entwicklung weiter, dürften bis etwa 2030 Elektroautos in Europa gleich viel kosten wie vergleichbare Verbrenner, sagt Plötz. »Bei den Gesamtkosten pro Kilometer wären sie dann klar günstiger.« Erfahrungen aus anderen Märkten zeigten, dass bei gleichen Preisen Elektroautos auf rund 50 Prozent Marktanteil kämen.

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20. Juli
Süddeutsche Zeitung (Wirtschaft)

Studie: Elektroautos seit 2020 deutlich günstiger geworden

Elektroautos sind in den vergangenen fünf Jahren deutlich günstiger geworden. Inflationsbereinigt sanken die Listenpreise von 2020 bis 2025 um 18 Prozent, wie eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) und des International Council on Clean Transportation (ICCT) ergab, die der dpa vorab vorlag. Die Preise für Verbrenner legten im gleichen Zeitpunkt inflationsbereinigt um zwei Prozent zu. Damit verschieben sich die echten Kosten pro Kilometer klar zugunsten der Elektroautos. Der Markt für Elektroautos habe sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt, sagt Peter Mock vom ICCT. „Die Fahrzeuge bieten heute im Durchschnitt größere Reichweiten und mehr Motorleistung, während die realen Preise vergleichbarer Modelle gesunken sind.“ Für ihre Untersuchung haben die Forscher mehr als 100 000 Einzelangaben aus einer ADAC-Datenbank ausgewertet. Um einen fairen Vergleich zu ermöglichen, wurden dabei nicht einfach Durchschnittspreise aller Verbrenner und aller Elektroautos gebildet, denn das Angebot an Elektroautos hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere bei eher teureren Fahrzeugen ausgeweitet. Das Angebot hat sich verändert „Der mittlere Preis ist dadurch gestiegen, es sind aber auch ganz andere Fahrzeuge“, sagt Patrick Plötz, Professor am ISI. „Man würde also Kirschen mit Äpfeln vergleichen. Um das zu verhindern, haben wir versucht, gleiche oder vergleichbare Fahrzeuge über die Zeit zu betrachten.“ Mit dieser Herangehensweise ergaben sich für Elektroautos relativ stabile Listenpreise, für Verbrenner steigende. Und Plötz sieht weiteres Potenzial für eine Preisentwicklung zugunsten der Elektroautos: „Die gesunkenen Batteriepreise sind noch nicht vollständig weitergegeben worden. Außerdem sollten auch steigende Stückzahlen und der Druck auf die Hersteller durch CO₂-Grenzwerte helfen“, sagt er. Preisgleichheit bis 2030 erwartet Rechne man die aktuelle Entwicklung weiter, dürften etwa bis 2030 Elektroautos in Europa gleich viel kosten wie vergleichbare Verbrenner, sagt Plötz. „Bei den Gesamtkosten pro Kilometer wären sie dann klar günstiger.“ Erfahrungen aus anderen Märkten zeigten, dass bei gleichen Preisen Elektroautos auf rund 50 Prozent Marktanteil kämen. Dass die Studie Listenpreise und nicht echte Transaktionspreise vergleicht, liegt vor allem daran, dass letztere in der notwendigen Breite nicht verfügbar sind. Große Verzerrungen sollten dadurch aber nicht entstanden sein, betonen die Autoren. Daten des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer zur Entwicklung des Rabattniveaus bei Elektroautos zeigten zumindest in den vergangenen Jahren insgesamt eher einen Aufwärtstrend bei den Rabatten auf wichtige Stromer. Das würde den Effekt eher zugunsten der Elektroautos verstärken.

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20. Juli
Handelsblatt

Elektromobilität: Studie: Elektroautos seit 2020 deutlich billiger geworden

Elektromobilität: Studie: Elektroautos seit 2020 deutlich billiger geworden Karlsruhe. Elektroautos sind in den vergangenen fünf Jahren deutlich billiger geworden. Inflationsbereinigt sanken die Listenpreise von 2020 bis 2025 um 18 Prozent, wie eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) und des International Council on Clean Transportation (ICCT) ergab, die der dpa vorab vorlag. Die Preise für Verbrenner legten im gleichen Zeitpunkt inflationsbereinigt um 2 Prozent zu. Damit verschieben sich die echten Kosten pro Kilometer klar zugunsten der Elektroautos. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich der Markt für Elektroautos in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt hat. Die Fahrzeuge bieten heute im Durchschnitt größere Reichweiten und mehr Motorleistung, während die realen Preise vergleichbarer Modelle gesunken sind“, sagt Peter Mock vom ICCT. Für ihre Untersuchung haben die Forscher mehr als 100.000 Einzelangaben aus einer ADAC-Datenbank ausgewertet. Um einen fairen Vergleich zu ermöglichen, wurden dabei nicht einfach Durchschnittspreise aller Verbrenner und aller Elektroautos gebildet, denn das Angebot an Elektroautos hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere bei eher teureren Fahrzeugen ausgeweitet. Das Angebot hat sich verändert „Der mittlere Preis ist dadurch gestiegen, es sind aber auch ganz andere Fahrzeuge“, sagt Patrick Plötz, Professor am ISI. „Man würde also Kirschen mit Äpfeln vergleichen. Um das zu verhindern, haben wir versucht, gleiche oder vergleichbare Fahrzeuge über die Zeit zu betrachten.“ Mit dieser Herangehensweise ergaben sich für Elektroautos relativ stabile Listenpreise, für Verbrenner steigende. Berücksichtigt man die Inflation, die in den vergangenen Jahren ja teilweise hoch war, ergeben sich die oben genannten Zahlen. Und Plötz sieht weiteres Potenzial für eine Preisentwicklung zugunsten der Elektroautos: „Die gesunkenen Batteriepreise sind noch nicht vollständig weitergegeben worden. Außerdem sollten auch steigende Stückzahlen und der Druck auf die Hersteller durch CO2-Grenzwerte helfen“, sagt er. Preisgleichheit bis 2030 erwartet Rechne man die aktuelle Entwicklung weiter, dürften bis etwa 2030 Elektroautos in Europa gleich viel kosten wie vergleichbare Verbrenner, sagt Plötz. „Bei den Gesamtkosten pro Kilometer wären sie dann klar günstiger.“ Erfahrungen aus anderen Märkten zeigten, dass bei gleichen Preisen Elektroautos auf rund 50 Prozent Marktanteil kämen. Dass die Studie Listenpreise und nicht echte Transaktionspreise vergleicht, liegt vor allem daran, dass letztere in der notwendigen Breite nicht verfügbar sind. Große Verzerrungen sollten dadurch aber nicht entstanden sein, betonen die Autoren. Daten des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer zur Entwicklung des Rabattniveaus bei Elektroautos zeigten zumindest in den vergangenen Jahren insgesamt eher einen Aufwärtstrend bei den Rabatten auf wichtige Stromer. Das würde den Effekt eher zugunsten der Elektroautos verstärken.

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