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Freitag, 17. Juli 2026
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USA - Trump beschuldigt China des "größten Hackerangriffs auf Wahldaten in der Geschichte"

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17. Juli
ZDF heute

Trump stellt Wahlsystem erneut infrage - Vorwürfe gegen China

Fernsehansprache:Trump stellt Wahlsystem erneut infrage - Vorwürfe gegen China In einer seltenen Fernsehansprache an die Nation hat Donald Trump erneut Zweifel am Wahlsystem geschürt. Drei Monate vor den Zwischenwahlen erhob er schwere Vorwürfe gegen China. Wenige Monate vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress hat Präsident Donald Trump erneut Misstrauen an fairen und freien Wahlen im eigenen Land geweckt - unter anderem mit Vorwürfen einer versuchten chinesischen Einflussnahme ab 2020. Jeder Amerikaner habe das Recht zu wissen, dass seine Stimme bei Wahlen in einem System korrekt gezählt werde, sagte Trump in einer seltenen Rede an die Nation zur besten TV-Sendezeit. Man brauche ein System, in dem Betrug und Einmischung praktisch unmöglich seien. Trump will Geheimdienstdaten veröffentlichen Trump warf China einen großangelegten Versuch der Einflussnahme auf US-Wahlen vor. Peking habe ab 2020 den "vermutlich größten Diebstahl von Wahldaten in der Geschichte" verübt, sagte Trump. Zudem habe China Journalisten für kritische Berichterstattung über sich bezahlt, behauptete der US-Präsident. Als angebliche Belege nannte Trump Daten von Geheimdiensten, die heute veröffentlicht werden sollen. Der US-Präsident muss einen doppelten Rückschlag vor den US-Zwischenwahlen hinnehmen. Auch Widerspruch aus den eigenen Reihen verhinderte die gewünschten Wahlkreis-Zuschnitte. 27.05.2026 | 0:46 minTrump erkennt Wahlniederlage bis heute nicht an Auch Jahre nach dem Sieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentenwahl 2020 sitzt Trumps Ärger über seine damalige Niederlage weiter tief - er erkennt sie bis heute nicht an. Stattdessen behauptet der 80-Jährige unverdrossen, er sei damals durch Betrug um den Wahlsieg gebracht worden. Dabei ist das längst und vielfach widerlegt. Immer wieder legt Trump insbesondere einen angeblichen großen Betrug durch Briefwahlen und Wahlautomaten nahe. Man dürfe nie wieder bei einer "gestohlenen Wahl" zusehen, sagte Trump nun in seiner Rede. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zu Donald Trump - Eskalation zwischen USA und Iran:Was Trumps erneute Angriffe bedeutenvon Narîn Şevîn Doğanmit Video54:38 - Mehrere Todesfälle in einer Woche:ICE soll Autokontrollen nach tödlichen Schüssen reduzierenmit Video0:23 - GrafikenWichtige Daten im Überblick:Wie geht's der US-Wirtschaft unter Donald Trump?von Robert Meyermit Video9:59 - AnalyseLizenz für Raketenbau in Ukraine:Patriot-Produktion: Was ist Trumps Versprechen wert?von Christian Mölling und András Ráczmit Video6:50

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17. Juli
Die Zeit (Politik)

USA: Trump beklagt »Manipulation und Korruption« im US-Wahlsystem

Gut drei Monate vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump auf Änderungen im Wahlsystem gedrängt. Es gebe »schockierende Schwachstellen«, sagte Trump in einer Ansprache an die Nation. Neue Geheimdienstinformationen zeigten, dass die US-Wahlmaschinen und Stimmauszählungssysteme »anfällig für Hacking, Manipulation und Korruption« seien. Trump wiederholte zudem seine längst widerlegte Behauptung, der Wahlsieg sei ihm 2020 »gestohlen« worden. Dazu habe insbesondere China beigetragen. Die Volksrepublik habe ab dem Jahr 2020 den »größten Diebstahl von Wahldaten in der Geschichte« verübt und mehr als 220 Millionen Wählerdateien aus den USA abgefischt. Als angebliche Belege nannte Trump neue Geheimdienstinformationen. Im Januar 2021 erhielt Trump eine Einschätzung der Geheimdienste, wonach kein ausländischer Staat versucht habe, Wahlergebnisse zu verändern oder gefälschte Stimmzettel einzusetzen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass er den Erkenntnissen damals widersprach. Inzwischen hat Trump die Führung der Geheimdienste mit Personen besetzt, die seine vielfach widerlegten Behauptungen über Wahlen unterstützen. Trump kündigt Freigabe von Geheimdiensterkenntnissen an Der Präsident sagte in seiner live im Fernsehen übertragenen Rede weiter, das Heimatschutzministerium werde in Kürze Maßnahmen vorstellen, um die Kongress-Zwischenwahl am 3. November »ehrlich« zu machen. Er habe die sofortige Freigabe bislang geheimer Geheimdiensterkenntnisse zu den Wahlen angeordnet. Diese sollen belegen, dass die US-Systeme zur Stimmenauszählung anfällig für Eingriffe durch China und Russland seien. Dafür sollten die Bundesstaaten »alle nicht wahlberechtigten Personen sofort aus den Wählerverzeichnissen streichen«. Der Präsident drängte den Kongress erneut, ein Gesetz namens Save Act zu verabschieden, mit dem nach Einschätzung von Bürgerrechtsorganisationen Millionen Menschen ihr Wahlrecht verlieren würden – vorwiegend Wähler der Demokraten. Die Opposition hatte Trump bereits vor der Rede heftig kritisiert. Ihr Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, schrieb im Onlinedienst X, Trump schaffe »die Voraussetzungen für die Manipulation der Zwischenwahlen«. Der Präsident hatte unter anderem Neuzuschnitte von Wahlkreisen veranlasst. Trump verlangte zudem, den Sendern ABC und NBC ihre Lizenzen zu entziehen, weil sie seine Ansprache nicht übertrugen. China weist Vorwürfe zurück Die Regierung in Peking wies die Vorwürfe umgehend zurück. China habe sich nie in die US-Präsidentschaftswahlen eingemischt und werde dies auch in Zukunft nicht tun, teilte die chinesische Botschaft in Washington mit. Der demokratische Senator Mark Warner nannte Trumps Enthüllungen »völlig erfunden«. Die Geheimdienste seien sich einig, dass China nicht einmal versucht habe, eine einzige Stimme zu ändern. Trumps scharfe Rhetorik birgt das Risiko, die Beziehungen zu China zu belasten, die sich nach dem kostspieligen Handelskrieg des vergangenen Jahres stabilisiert hatten.

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17. Juli
Die Welt (Politik)

Trump wirft China „größten Diebstahl von Wahldaten“ vor und verspricht Sieg über Iran

Trump wirft China „größten Diebstahl von Wahldaten“ vor und verspricht Sieg über Iran Der US-Präsident kritisiert wenige Monate vor den US-Zwischenwahlen „schockierende Schwachstellen“ im US-Wahlsystem – und erhebt schwere Vorwürfe gegen China. Zudem kündigt Trump an, die „Früchte der Arbeit“ im Krieg gegen den Iran seien bald sichtbar. Wenige Monate vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress hat Präsident Donald Trump auf Änderungen im Wahlsystem gedrängt. Es gebe „schockierende Schwachstellen“, sagte Trump am Donnerstag in einer Ansprache an die Nation. Neue Geheimdienstinformationen zeigten, dass die US-Wahlmaschinen und Stimmauszählungssysteme „anfällig für Hacking, Manipulation und Korruption“ seien. Nahezu das gesamte Kabinett, einschließlich Vizepräsident J.D. Vance, war bei der Rede des Präsidenten anwesend, was die zentrale Bedeutung der Wahlen unterstrich. Auf einem von Kommunikationsdirektor Steven Cheung geteilten Foto des Publikums waren unter anderem Stabschefin Susie Wiles, Außenminister Marco Rubio und Handelsminister Howard Lutnick in der ersten Reihe zu sehen. Umfragen zufolge droht Trumps Republikanern bei den Zwischenwahlen eine Niederlage. Die Rede an die Nation nutzte der US-Präsident, um erneut Misstrauen an fairen und freien Wahlen im eigenen Land zu wecken – unter anderem mit Vorwürfen einer versuchten chinesischen Einflussnahme ab 2020. Jeder Amerikaner habe das Recht zu wissen, dass seine Stimme bei Wahlen in einem System korrekt gezählt werde, sagte Trump zur besten TV-Sendezeit. Trump richtete seine vagen Vorwürfe unter anderem gegen eines seiner häufigsten Feindbilder: Mitglieder des sogenannten „Deep State“. Man brauche ein System, in dem Betrug und Einmischung praktisch unmöglich seien. „Leider bleibt das System, das wir heute haben, katastrophal hinter diesem Standard zurück.“ Trump warf China einen großangelegten Versuch der Einflussnahme auf US-Wahlen vor. Peking habe ab 2020 den „vermutlich größten Diebstahl von Wahldaten in der Geschichte“ verübt, sagte Trump. Zudem habe China Journalisten für kritische Berichterstattung über sich bezahlt, behauptete der US-Präsident. Als angebliche Belege nannte Trump Daten von Geheimdiensten, die heute veröffentlicht werden sollen. Trump will Wahl mit Maßnahmen „ehrlich“ machen Das Weiße Haus hat parallel zu Trumps Rede eine neue Webseite mit Dokumenten zur Wahlsicherheit veröffentlicht. Nach Darstellung des US-Präsidenten sollen die Dokumente auf erhebliche Bedenken bei der Sicherheit von Wahlen hinweisen. Das Heimatschutzministerium werde demnach am Freitag Maßnahmen vorstellen, um die Kongress-Zwischenwahl am 3. November „ehrlich“ zu machen. Dafür sollten die Bundesstaaten „alle nicht wahlberechtigten Personen sofort aus den Wählerverzeichnissen streichen“. Der Präsident drängte den Kongress erneut, ein Gesetz namens Save Act zu verabschieden, mit dem nach Einschätzung von Bürgerrechtsorganisationen Millionen Menschen ihr Wahlrecht verlieren würden – vorwiegend Wähler der Demokraten. Auch Jahre nach dem Sieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentenwahl 2020 sitzt Trumps Ärger über seine damalige Niederlage weiter tief – er erkennt sie bis heute nicht an. Stattdessen behauptet der 80-Jährige unverdrossen, er sei damals durch Betrug um den Wahlsieg gebracht worden. Immer wieder legt Trump insbesondere einen angeblichen großen Betrug durch Briefwahlen und Wahlautomaten nahe. Man dürfe nie wieder bei einer „gestohlenen Wahl“ zusehen, sagte Trump nun in seiner Rede. Die Opposition hatte Trump bereits vor der Rede scharf kritisiert. Ihr Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, erklärte im Onlinedienst X, Trump schaffe „die Voraussetzungen für die Manipulation der Zwischenwahlen“. Der Präsident hatte unter anderem Neuzuschnitte von Wahlkreisen veranlasst. Trump: „Wir gewinnen im Iran“ Die ersten Minuten seiner Rede nutzte Trump, um in Wahlkampfrhetorik die Erfolge seiner Regierung hervorzuheben. Er verwies auf eine lange Liste von Maßnahmen, darunter die Senkung von Medikamentenpreisen. „Wir machen das großartig“, sagte er. Die USA seien sicherer, stärker und wohlhabender geworden. Sie seien jetzt das „heißeste Land“. Den Verlauf des Krieges mit dem Iran hat Trump zudem als positiv dargestellt. „Wir gewinnen auch im Iran groß – und Sie werden die Früchte dieser Arbeit sehr, sehr bald sehen“, sagte Trump. Während er sprach, weiteten die USA ihre Luftangriffe gegen den Iran aus und nahmen dabei verstärkt Brücken ins Visier. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens wurden bei den Angriffen auf Brücken sieben Menschen getötet. Der Iran reagierte mit neuen Raketenangriffen auf US-Verbündete in der Region. Oberst Ebrahim Solfaghari, ein Sprecher des zentralen Hauptquartiers „Chatam Al-Anbija“, hatte zuvor mit Angriffen auf „die gesamte Infrastruktur der Region“ gedroht, sollte Washington Trumps wiederholte Warnungen umsetzen und iranische Brücken oder Kraftwerke angreifen.

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17. Juli
Tagesschau

Wenige Monate vor Kongresswahlen: Trump schürt Misstrauen an Wahlsystem

Vorwürfe gegen China Trump schürt Misstrauen an fairen US-Wahlen In seiner Rede an die Nation behauptet US-Präsident Trump, China habe die Wahl 2020 beeinflussen wollen und Wählerdaten gestohlen. Zweifel an der Sicherheit des Wahlsystems streut er wenige Monate vor den wichtigen Midterms. Gut drei Monate vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress hat Präsident Donald Trump erneut Zweifel an der Sicherheit des Wahlsystems gesät. Trump warf China einen großangelegten Versuch der Einflussnahme auf US-Wahlen vor. Peking habe ab 2020 den "vermutlich größten Diebstahl von Wahldaten in der Geschichte" verübt, sagte Trump. "Dieser Datenverlust stellt einen beispiellosen Albtraum für die Wahlsicherheit dar", sagte der US-Präsident. Als angebliche Belege nannte Trump Dokumente von Geheimdiensten, die heute veröffentlicht werden sollen. Keine Einflussnahme festgestellt Trump behauptete, Geheimdienste hätten eine mutmaßliche Einflussnahme Chinas auf die US-Präsidentschaftswahl 2020 vertuscht. Dabei hatte Trump selbst die Leiter der Geheimdienste ernannt, die diese Behörden damals führten. Am 7. Januar 2021 erhielt Trump eine Einschätzung dieser Behörden, wonach kein ausländischer Staat versucht habe, Wahlergebnisse zu verändern oder gefälschte Stimmzettel einzusetzen. Trotzdem behauptete Trump in seiner Ansprache an die Nation, dass die US-Wahlmaschinen und Stimmauszählungssysteme "anfällig für Hacking, Manipulation und Korruption" seien. Inzwischen hat Trump die Führung der Geheimdienste mit Personen besetzt, die seine vielfach widerlegten Behauptungen über angeblich beeinflusste Wahlen unterstützen. Umfragen zufolge droht Trumps Republikanern bei den Kongresswahlen eine Niederlage.

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17. Juli
FAZ (Politik)

Rede an die Nation: Trump: Es gibt Sicherheitslücken im Wahlsystem

Rede an die Nation : Trump: Es gibt Sicherheitslücken im Wahlsystem Weniger als vier Monate vor den Kongresswahlen kündigt Donald Trump an, das Wahlsystem in Ordnung zu bringen. Er will eine angebliche Intervention Pekings 2020 durch Akten belegen. Es ist das alte Klagelied. Donald Trump sprach weniger als 30 Minuten. Die Nervosität vor seiner Rede an die Nation am Donnerstagabend war groß gewesen. Mancher in Washington erwartete einen Paukenschlag. Gerüchte kursierten gar, der Präsident könnte Gründe erfinden, die Kongresswahlen im Herbst nicht stattfinden zu lassen. Nichts dergleichen. Der Präsident kündigte an, seine Regierung werde Akten veröffentlichen, die belegten, dass China sich 2020 in die Präsidentschaftswahlen eingemischt habe und der „tiefe Staat“, Joe Biden und andere dafür gesorgt hätten, diese Informationen zu unterdrücken. Peking habe seine Wiederwahl verhindern wollen. Er, Trump, werde nun eine Untersuchung in Auftrag geben. Und er forderte den Kongress noch einmal auf, seinen „Save America Act“, den Gesetzentwurf zur „Wahlreform“, zu verabschieden. Das war es. Eine Machtergreifung sieht anders aus. Das alte Lied Es war das alte Lied. Ein kurzes Vorwort des Präsidenten: Das Land sei heute sicherer, stärker und wohlhabender als jemals in seiner Geschichte. Dann folgte der eigentliche Anlass für den Auftritt im Weißen Haus: Es gebe eine große Herausforderung – die Fairness des Wahlsystems. Er werde dafür sorgen, dass Betrug und Intervention in die Wahlen nicht mehr möglich seien. Seine Regierung werde nun Belege veröffentlichen, die zeigten, dass die Volksrepublik sich in die Kongresswahlen 2018 und die Präsidentschaftswahlen 2020 eingemischt habe. Es habe Cyber-Hacking stattgefunden, Wahlunterlagen seien gefälscht und Stimmzählmaschinen manipuliert worden. Ziel sei es gewesen, das Vertrauen der Amerikaner in die Integrität der Wahlen zu untergraben, wie CIA-Akten zeigten, die er veröffentlichen werde. 18 Bundesstaaten seien betroffen gewesen. Der „tiefe Staat“, wie Trump in seiner ersten Amtszeit den Justiz- und Sicherheitsapparat nannte, der angeblich gegen ihn gearbeitet habe, habe die Erkenntnisse unter Verschluss gehalten. Es habe eine große Vertuschungsaktion gegeben. Trump wiederholte seine uralte Behauptung, man habe Säcke voller verbrannter Stimmzettel gefunden. Und er hob hervor, er habe die Sicherheitsbehörden angewiesen, eine Untersuchung zu initiieren und die Verantwortlichen zu entlassen. Neben China klagte er Russland, Iran, Nordkorea und nicht-staatliche Akteure an, ohne konkreter zu werden. Moskau war tatsächlich Wahleinmischung vorgeworfen worden. Allerdings 2016 – zugunsten Trumps. Der Präsident beendete seine Ansprache mit dem Versprechen, er werde das Wahlsystem in Ordnung bringen – noch vor den Kongresswahlen im November. Demokraten: Ein schlechter Verlierer Schon vor der Ansprache hatten amerikanische Medien berichtet, dass das Heimatschutzministerium unter dem neuen Minister Markwayne Mullin über vorläufige Erkenntnisse verfüge, wonach sich in vier Bundesstaaten bis zu 250.000 Personen, die keine Staatsbürger seien, für die Wahlen registriert haben könnten. Es gehe um Kalifornien, New Jersey, Nevada und Pennsylvania. Die vorläufigen Erkenntnisse fußten auf dem Abgleich öffentlich zugänglicher Akten zur Wählerregistrierung mit Daten der Einwanderungsbehörden. Mullin habe die betroffenen Bundesstaaten aufgefordert, mit den Bundesbehörden zu kooperieren. Noch habe der Bund keine Maßnahmen ergriffen. Unter Republikanern hatte es schon vor der Ansprache Trumps große Unruhe gegeben. In der Partei und teilweise sogar unter seinen Beratern plädierte man seit Wochen dafür, Trump möge sich im Wahlkampf auf Wirtschaftsthemen konzentrieren. Schließlich wachse die amerikanische Volkswirtschaft, auch wenn die Inflation, insbesondere der Benzinpreis, wegen des Irankrieges ein Problem sei. Eine Rede zur besten Sendezeit keine vier Monate vor den Zwischenwahlen, in der es um seine alten Klagen über einen angeblichen Wahlbetrug 2020 gehe, sei das vollkommen falsche Signal. Zumal selbst die amerikanischen Nachrichtendienste und sein damaliger Justizminister Bill Barr damals klargestellt hatten, dass es keine Hinweise dafür gegeben habe. Selbst enge Verbündete Trumps, wie der kürzlich verstorbene Senator Lindsey Graham, hatten nach dem von Trump provozierten Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 im Plenum der zweiten Kammer gesagt, dass Joe Biden der legitim gewählte Präsident der Vereinigten Staaten sei. Worum geht es Trump also? Will er wirklich abermals versuchen, eine Wahl zu kippen? Will er die Republikaner im Kongress nötigen, sein „Save America“-Gesetz unter Aussetzung des Filibusters im Senat zu verabschieden, um eine Handhabe zu haben, in die Wahlen, deren Organisation nach der Verfassung den Bundesstaaten obliegt, einzugreifen? Will er ablenken von dem Schlamassel, in den er sich ohne Not durch den Irankrieg begeben hat? Oder will er vorbauen gegen eine absehbare Niederlage im November, um dann sagen zu können, er habe die Mehrheit im Repräsentantenhaus nur verloren, weil seiner Partei der Mut gefehlt habe, seine „Wahlreform“ zu verabschieden? Die Demokraten hatten mit dem Manöver Trumps gerechnet. Jon Ossoff, Senator aus Georgia, der im November zur Wahl steht und dem mancher Ambitionen unterstellt, 2028 ins Präsidentschaftsrennen einzusteigen, sagte schon vor der Ansprache mit Blick auf die Behauptung, China habe sich 2020 in die Präsidentschaftswahlen eingemischt: Der bekannteste schlechte Verlierer der Welt werde seine alten von Missgunst genährten Klagen wiederholen, während sein Krieg im Nahen Osten außer Kontrolle gerate und die Lebenshaltungskosten für die Amerikaner im ganzen Land weiter stiegen.

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17. Juli
Handelsblatt

US-Präsident: Trump sät Misstrauen an fairen US-Wahlen - Vorwurf an China

US-Präsident: Trump sät Misstrauen an fairen US-Wahlen - Vorwurf an China Washington. Wenige Monate vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress hat Präsident Donald Trump erneut Misstrauen an fairen und freien Wahlen im eigenen Land geweckt - unter anderem mit Vorwürfen einer versuchten chinesischen Einflussnahme ab 2020. Jeder Amerikaner habe das Recht zu wissen, dass seine Stimme bei Wahlen in einem System korrekt gezählt werde, sagte Trump in einer seltenen Rede an die Nation zur besten TV-Sendezeit. Man brauche ein System, in dem Betrug und Einmischung praktisch unmöglich seien. „Leider bleibt das System, das wir heute haben, katastrophal hinter diesem Standard zurück.“ Trump warf China einen großangelegten Versuch der Einflussnahme auf US-Wahlen vor. Peking habe ab 2020 den „vermutlich größten Diebstahl von Wahldaten in der Geschichte“ verübt, sagte Trump. Zudem habe China Journalisten für kritische Berichterstattung über sich bezahlt, behauptete der US-Präsident. Als angebliche Belege nannte Trump Daten von Geheimdiensten, die heute veröffentlicht werden sollen. Auch Jahre nach dem Sieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentenwahl 2020 sitzt Trumps Ärger über seine damalige Niederlage weiter tief - er erkennt sie bis heute nicht an. Stattdessen behauptet der 80-Jährige unverdrossen, er sei damals durch Betrug um den Wahlsieg gebracht worden. Dabei ist das längst und vielfach widerlegt. Immer wieder legt Trump insbesondere einen angeblichen großen Betrug durch Briefwahlen und Wahlautomaten nahe. Man dürfe nie wieder bei einer „gestohlenen Wahl“ zusehen, sagte Trump nun in seiner Rede.

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