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Medien - Wegen Songtext von "Keine Angst": ZDF lädt Danger Dan und Igor Levit wieder aus

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17. Juli
Deutschlandfunk

Medien - Wegen Songtext von "Keine Angst": ZDF lädt Danger Dan und Igor Levit wieder aus

In der 100. Ausgabe der Sendung "Die Anstalt" geht es am 21. Juli um politische Radikalisierung und Demokratie. Dazu sollte es eine musikalische Performance von Danger Dan und Levit mit dem Song "Keine Angst" geben, in dem der "Widerstand gegen Rechtsextremismus" thematisiert wird. Im Anschluss war eine Diskussion geplant. ZDF sieht in Songtext Aufruf zur Gewalt In einer Mitteilung erklärte das ZDF nun, der Text könne als Aufruf zur Gewalt verstanden werden. Dies stehe im "klaren Widerspruch" zu den Programmrichtlinien des Senders. Man habe sich bei der Vorbereitung der Sendung intensiv damit beschäftigt, auch die Geschäftsleitung sei daran beteiligt gewesen, hieß es. Die geplante Aufzeichnung sei deswegen abgesagt worden. Es sei aber entschieden worden, sich "zeitnah dokumentarisch-journalistisch mit dem Lied von Danger Dan zu befassen und es an einer anderen Stelle im Programm aufzuarbeiten". Auf welche Passagen im Song sich der Vorwurf des Aufrufs zur Gewalt genau bezieht, teilte das ZDF zunächst nicht mit. "Keine Angst" wurde in der Nacht auf Freitag veröffentlicht.  "Keine Angst" gibt Anleitung zum Kampf gegen Nazis und Faschisten Der Text ruft im Kern zum Kampf gegen Nazis und Faschisten auf, bevor sie "in den Parlamenten und auf der Straße erstarken". Er liest sich wie eine Art Anleitung, wie man sich dafür zusammenschließen kann, ohne ins Visier der Rechtsextremisten oder der Sicherheitsbehörden zu geraten. Dazu brauche es vor allem eine geheime Kommunikation über geplante und durchgeführte Aktionen, "Alles was verboten sein könnte immer Face to Face" heißt es wörtlich. "Die seh'n gefährlich aus, aber wir legen sie lang", singt Danger Dan und "Lasst euch nicht erwischen". Und am Ende schickt er "liebe Grüße an Lina, Gucci, Maja und Nanuk". Damit dürften die mutmaßliche Linksextremistin Lina E. und drei ihrer Mitstreiter gemeint sein, die 2023 vom Oberlandesgericht Dresden wegen mehrerer Angriffe auf Rechtsextreme zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden.  Danger Dan: Ausladung hat politische Gründe - Zensur-Vorwurf gegen das ZDF Danger Dan erklärte auf Instagram, er und Levit hätten bisher vom ZDF keine offizielle schriftliche Begründung für die kurzfristige Ausladung erhalten. Das Lied habe dem Sender bereits seit Wochen vorgelegen. Es handle sich dabei um einen Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit, die Entscheidung habe politische Gründe. Dem ZDF warf er Zensur vor. Es sei ein furchtbares Zeichen, dass ZDF-Intendant Himmler anfange, antifaschistische Lieder zu zensieren, sagte Dan dem Magazin „Spiegel“. Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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17. Juli
taz (Öko & Co)

„Keine Angst“ von Danger Dan: Von der Kunstfreiheit gedeckt?

„Keine Angst“ von Danger Dan: Von der Kunstfreiheit gedeckt? Danger Dan und Igor Levit sollten in der Satiresendung „Die Anstalt“ auftreten, das ZDF lud sie aus. Ist das Zensur? Der Songtext und das Lied zum Nachhören. dpa | Wie weit darf ein Songtext gehen, um noch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gespielt zu werden? In einer Jubiläumsausgabe der ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“ zum Thema politische Radikalisierung und Wehrhaftigkeit der Demokratie sollte der Rapper Danger Dan mit dem klassischen Pianisten Igor Levit einen neuen Song präsentieren. Doch der Sender hält den Text für problematisch und strich den Auftritt kurzfristig aus dem Programm. Was genau war geplant? Danger Dan war für die Aufzeichnung der 100. Ausgabe der Sendung „Die Anstalt“ eingeladen, die am kommenden Dienstag (21. Juli) im ZDF gezeigt wird. Geplant war laut ZDF, dass der Rapper den Song „Keine Angst“ präsentiert, in dem es um das Thema „Widerstand gegen Rechtsextremismus“ gehe. Anschließend sollte darüber diskutiert werden. Doch es kam anders: Das ZDF strich den Auftritt auf den letzten Metern, ganz kurz vor der Aufzeichnung, wie es in einer Mitteilung der Promotion-Agentur „Check Your Head“ hieß. Warum hat das ZDF das getan? Der Liedtext könne als Aufruf zu Gewalt verstanden werden, erklärte der Sender. Ein solcher Aufruf stünde im klaren Widerspruch zu den Programmrichtlinien des ZDF. Bei der Vorbereitung der Sendung habe man sich intensiv damit beschäftigt, auch die Geschäftsleitung des Senders sei beteiligt gewesen. Letztlich sei man zu der Bewertung gekommen, dass dieser Widerspruch im Anschluss an die mehr als siebenminütige Live-Performance auf der Bühne nicht mehr aufzulösen gewesen wäre. Auf welche Passagen des Textes sich der Vorwurf des Aufrufs zur Gewalt genau bezieht, war zunächst nicht klar. Der Song „Keine Angst“ wurde in der Nacht auf Freitag veröffentlicht. Innerhalb des ZDF wurde nach Senderangaben entschieden, „sich zeitnah dokumentarisch-journalistisch mit dem Lied von Danger Dan zu befassen und an einer anderen Stelle im Programm aufzuarbeiten“. Um was geht es in dem Song „Keine Angst“? Er ruft im Kern zum Kampf gegen Nazis und Faschisten auf. Der Text liest sich wie eine Art Anleitung, wie man sich dafür zusammenschließen kann, ohne ins Visier von Rechtsextremisten oder Sicherheitsbehörden zu geraten. Es brauche geheime Kommunikation, es gelte rechte Strukturen zu recherchieren, deren Aktionen zu dokumentieren, Nazis öffentlich bekannt zu machen. „Lasst euch nicht erwischen, schaut nach Überwachungskameras“, heißt es an einer Stelle. „Nie ohne Handschuhe, nie 'nen Fingerabdruck hinterlassen“, an einer anderen. „Die seh'n gefährlich aus, aber wir legen sie lang“, singt Danger Dan und auch: „Wenn ihr zusammen kämpft, dann kann es funktionieren.“ Und am Ende schickt er „liebe Grüße an Lina, Gucci, Maja und Nanuk“. Damit dürften die mutmaßliche Linksextremistin Lina E. und drei ihrer Mitstreiter gemeint sein, die 2023 vom Oberlandesgericht Dresden wegen mehrerer Angriffe auf Rechtsextreme zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Es gibt jetzt zwei Optionen, beide machen Stress Eine ab morgen schon, die andere ab jetzt Wir können darauf warten, dass sie in den Parlamenten Und auf der Strasse erstarken, bevor wir sie bekämpfen Und wir warten, warten, warten, das ist erstmal bequemer Es geht uns trotzdem an den Kragen, nur halt etwas später Die andere Möglichkeit bedeutete schon heute Stress mit der Polizei und den ganz besonders deutschen Dafür ‚ne kleine Chance, das Blatt nochmal zu wenden Oder vielleicht das Schlimmste noch verhindern zu können Du weisst nicht was du tun kannst, du weisst nicht wie das geht Hör mir zu, ich hab´ vielleicht eine passende Idee ----------------------- Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst ----------------------- Ruf‘ erst mal ein, zwei Leute an, denen du vertraust Auf die man sich verlassen kann und macht ein Treffen aus Ihr gründet eine Gruppe, die keinen Namen hat Kein Gründungsdatum und auch kein Verein oder so'n Quatsch Redet mit Bars und Kneipen, fragt ob die für einen Abend Räumlichkeiten für 'ne Party gegen Nazis haben Ladet eure Freunde ein, ein kleines Festival DIY, Eintritt frei, sammelt auf Spendenbasis Geld Mit dem Geld das ihr verdient, kauft ihr Dosen um zu sprüh'n Kauft ihr Aufkleber und Marker, sorgt dafür dass jeder sieht Ihr habt keinen Bock auf Faschos und das hier ist eure Stadt Lasst euch nicht erwischen, schaut nach Überwachungskameras Nie ohne Handschuh, nie ‚nen Fingerabdruck hinterlassen Und erst recht nie filmen und niemals ein Foto davon machen Von Aktionen nur denen, die selbst dabei waren, erzähl'n Es geht um linke Straßenpolitik und nicht um Fame Ihr braucht Regeln für die Kommunikation Nicht nur Nazis und Konsorten, die in eurer Gegend woh'n Auch die Sicherheitsbehörden werden sich schnell interessier'n Ihr dürft von Anfang an alles nur geheim kommunizier'n Das bedeutet: keine DMs, keine Messenger und Mails Alles was verboten sein könnte immer Face to Face Lasst das Handy zuhaus wegen Bewegungsprofil'n Und wenn sie euch erwischen: Redet nicht mit ihn‘ ----------------------- Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst ----------------------- Man wird sich wundern, wenn man weiss dass in den Kern' Dieser Gruppen meistens nur ein paar wenige gehör'n Eine handvoll Leute reichen meistens aus Eigene lokale Antifastrukturen aufzubau'n Als nächstes müsst ihr die rechten Strukturen recherchier'n Heimlich ihre Treffen und Demonstrationen fotografier'n Findet raus, wer Sie sind, was Sie tun, wo Sie leben, wo Sie arbeiten Und findet raus, mit wem Sie sich umgeben Baut Fake-Accounts bei TikTok und bei Telegram Dokumentiert alles, was Sie schreiben, alles was Sie sagen Holt den Papiermüll ab, lauft Ihnen nach Zu Ihren Häusern, ihren Wohnungen, den Treffpunkten und Bars Meldet euch bei jeder Singlebörse an Irgendwie und irgendwann kommt man an jeden Nazi ran Werdet dreist, delinquent, akkribisch und kreativ Stück für Stück füttert ihr so euer Antifaarchiv Faschos leben abgeschottet, sie leben im Wahn Mit Argumenten kommt man meistens nicht mehr an sie ran Die Erfahrung zeigt, dass aber trotzdem doch etwas passiert Wenn man ihr gesamtes Umfeld kontaktiert Früher nannte man soetwas „Outingaktion“ Es hing'n Flyer und Plakate in den Vierteln wo sie woh'n Mit Fotos und Funktionen, mit Namen und Adressen Niemand wird ein Nazischwein als seinen Nachbarn möchten Das frankierte man mit ein paar Telefonaten Um ihre Schulen, Unis, Arbeitgeber zu beraten Man wünschte einen guten Tag und fragte dann wie Passt soetwas in eure Firmenphilosophie Helft euren Lokalzeitungen mit Information‘ Wenn sie nicht schon von selbst dahinter komm' Dass es Probleme gibt mit Nazis in der Stadt Vielleicht wird dann sogar die Staatsanwaltschaft wach Mit etwas Glück kriegen sie Post oder gehen in den Knast Doch hier wärt blöd wenn ihr euch auf den deutschen Staat verlasst Die Erfahrung zeigt genau das Gegenteil: Es gibt so viele Faschos bei der Polizei ----------------------- Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst ----------------------- Man möchte mein‘ dass die Sicherheitsbehörden Rechte Strukturn' nicht bekämpfen, sondern fördern So mancher Polizist steht für die AfD zur Wahl Uniter hat die Munition vom KSK Das bedeutet: Parallel zum recherchiern‘ Müsst ihr eure Sicherheit selbst organisier´n Nazis machen ihre Politik immer mit Angst Mit Hass, mit Terror und roher Militanz Man kann ihnen vieles vorwerfen Aber jedoch nicht, dass man das was sie mit uns vorhaben, nicht wüsst' Und die Geschichte hat uns schonmal gezeigt Es wird noch schlimmer, wenn man gar nichts tut und schweigt Keine Angst, nehmt es selber in die Hand Die seh'n gefährlich aus aber wir legen sie lang Koordiniert euch, fangt an zu trainier'n Wenn ihr zusammen kämpft, dann kann es funktionier'n Schon am ersten Tag, wenn ihr die Party macht Besteht die Möglichkeit, dass es vor der Türe kracht Also plant immer mit der Konfrontation Habt Überraschungen dabei, wenn sie komm‘ Juristisch ist mal wieder die Grauzone geschrappt Ich lasse ihn jetzt einfach mal im Raum, den Elefant Ist eh klar was zu tun ist, ich sag’ nichts mehr dazu Liebe Grüsse an Lina, Gucci, Maja und Nanuk ----------------------- Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst Wer ist Danger Dan? Er heißt mit bürgerlichem Namen Daniel Pongratz. Der 43-Jährige gehört zur Band Antilopen Gang („Mir kann nichts passieren“, „Pizza“). Vor fünf Jahren veröffentlichte er sein Soloalbum „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“. Der gleichnamige Titelsong machte Schlagzeilen. Danger Dan stellte ihn begleitet von Levit auch im „ZDF Magazin Royale“ von Jan Böhmermann vor. In dem Stück griff der Deutsch-Rapper ebenfalls das Thema Faschismus auf und spielte diverse Szenarien durch. „Nein, ich wär' nicht wirklich Danger Dan / Wenn ich nicht Lust hätte auf ein Experiment / Mal die Grenzen auszuloten, was erlaubt und was verboten ist“, heißt es darin. Auf dem gefeierten Klavieralbum ging es aber auch um weniger politische Themen, etwa um Lebensentscheidungen und die Schulzeit. Mit seiner Band setzt sich Danger Dan, der aus Aachen stammt, nach eigenen Angaben gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus ein. Mit Levit trat er in der Vergangenheit auch beim Festival „Jamel rockt den Förster“ in Mecklenburg-Vorpommern auf, mit dem auf die örtliche Neonazi-Szene aufmerksam gemacht werden soll. In der Ankündigung zum neuen Album und einer Tournee im Herbst 2026 heißt es mit Verweis auf wachsenden Antisemitismus, auf Neonazi-Gruppen, die gezielt Veranstaltungen zum Christopher Street Day attackierten und auf „eine erschreckend bröckelnde Solidarität“: „Was wir jetzt brauchen, ist bitte kein Plädoyer für die Liebe oder halbgares Gesülze über Gemeinschaft. Es ist Zeit für Antifaschismus, radikale Kunst, für den Protest und für eine schonungslose Auseinandersetzung mit der Gegenwart, der Welt und uns selbst.“ Wie reagierte Danger Dan auf die ZDF-Entscheidung? Mit großem Unverständnis. „Immer Ärger mit dem ZDF, dieses Mal haben sie uns ernsthaft rausgeschmissen“, schrieb der Rapper noch am Donnerstagabend auf Instagram. Er und Igor Levit hätten einen wunderschönen freien Tag in München gehabt – allerdings unverhofft, wegen der Absage. Das Lied habe dem Sender seit Wochen vorgelegen, schrieb Danger Dan weiter. Er sprach von einem Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit und sieht politische Gründe hinter der Entscheidung des Senders. Eine offizielle schriftliche Begründung für die Ausladung habe man vom ZDF bis zu diesem Zeitpunkt nicht erhalten. Gegenüber dem Spiegel warf Danger Dan dem ZDF-Intendanten Norbert Himmler in einem Interview kurz darauf „Zensur“ vor. Es sei ein „furchtbares Zeichen“, dass Himmler „anfängt, antifaschistische Lieder zu zensieren“, sagte Dan in dem am Freitag online veröffentlichten Interview. „Ich habe gehört, der Intendant soll dafür bekannt sein, autoritär in Sendungen und Inhalte eingreifen zu wollen – und das deutet natürlich auch auf eine politische Programmatik hin“, führte der Musiker aus. 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16. Juli
ZDF heute

Warum der Musiker Danger Dan ausgeladen wurde

100. Ausgabe von "Die Anstalt":Warum der Musiker Danger Dan ausgeladen wurde Die 100. Ausgabe von "Die Anstalt" thematisiert die wachsende politische Radikalisierung. In der Sendung sollte auch der Musiker Danger Dan auftreten, wurde aber ausgeladen. Die Gründe. "Die Anstalt" befasst sich in ihrer 100. Ausgabe mit der wachsenden politischen Radikalisierung und der Wehrhaftigkeit der Demokratie. Auch der Künstler Danger Dan war in die Sendung eingeladen worden. Dort war unter anderem die Performance seines neuen Liedes "Keine Angst" geplant. Warum der Musiker ausgeladen wurde und wieso sein Text im Widerspruch zu den Programmrichtlinien des ZDF steht. Warum wurde Danger Dan ausgeladen? Das Lied von Danger Dan setzt sich mit Widerstand gegen Rechtsextremismus auseinander. Der Text des Liedes kann allerdings als Aufruf zu Gewalt verstanden werden. Ein solcher Aufruf stünde im klaren Widerspruch zu den Programmrichtlinien des ZDF. Wie kam das ZDF zu der Entscheidung? Im Zuge der Sendungsvorbereitung ergab die intensive redaktionelle Bewertung, in die auch die Geschäftsleitung des ZDF involviert war, dass dieser Widerspruch zu den ZDF-Programmrichtlinien im Rahmen der "Anstalt" nicht aufzulösen war. Zensiert das ZDF Danger Dan? Das ZDF zensiert weder Danger Dan noch "Die Anstalt". Das ZDF will sich nun dokumentarisch-journalistisch mit dem Lied befassen und es an anderer Stelle im Programm aufarbeiten. Das ZDF kann den Unmut über die Kurzfristigkeit der Absage verstehen und hat sein Bedauern auch Danger Dans Management gegenüber zum Ausdruck gebracht. Aktuelle Nachrichten - LiveblogAktuelle Entwicklungen :Iran-Krieg und Nahost-Konflikt: Alle Nachrichten im Liveblog - Krisensitzung der AfD-Spitze:Weidel und Chrupalla fordern NRW-AfD zu Parteitag-Abbruch aufvon Nicole Diekmann und David Gebhardmit Video2:39 - LiveblogRussland greift die Ukraine an:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

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16. Juli
Der Spiegel

Igor Levit und Danger Dan: ZDF-Geschäftsleitung untersagt Auftritt der Musiker

Satiresendung »Die Anstalt« ZDF-Geschäftsleitung untersagt Auftritt von Igor Levit und Danger Dan Das ZDF verbietet einen Auftritt der Musiker Igor Levit und Danger Dan in der Satiresendung »Die Anstalt«. Das bestätigte die Geschäftsleitung des Senders der Nachrichtenagentur KNA. Der Rapper Danger Dan und der Pianist Igor Levit waren eigentlich in die Sendung eingeladen, die am Dienstag um 22.15 Uhr ausgestrahlt wird und sich mit wachsender politischer Radikalisierung und der Wehrhaftigkeit der Demokratie auseinandersetzen soll. Sie sollten ihr neues Lied »Keine Angst« spielen, in dem es um das Thema »Widerstand gegen Rechtsextremismus« gehe. Diesen Auftritt hat die ZDF-Geschäftsleitung aber kurzfristig verhindert: »Ganz kurz vor der Aufzeichnung hat allerdings die ZDF-Intendanz ihr Veto gegen unseren Auftritt eingelegt«, schreiben die beiden Musiker in einem gemeinsamen Post auf Instagram. Eine offizielle schriftliche Begründung habe man nicht erhalten. Das Duo ist sich nach eigener Aussage aber sicher, dass die Ausladung einen politischen Hintergrund habe. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Das ZDF begründet den Schritt damit, dass der Text des Liedes als »Aufruf zu Gewalt« verstanden werden könne. »Ein solcher Aufruf stünde im klaren Widerspruch zu den Programmrichtlinien des ZDF«, sagte eine Sprecherin. Im Zuge der Sendungsvorbereitung habe eine intensive redaktionelle Bewertung ergeben, dass dieser Widerspruch im Anschluss an die mehr als siebenminütige Liveperformance auf der Bühne nicht aufzulösen gewesen sei. In diese Bewertung sei auch die ZDF-Geschäftsleitung involviert gewesen. Das ZDF habe entschieden, sich zeitnah dokumentarisch-journalistisch mit dem Lied von Danger Dan zu befassen und es an einer anderen Stelle im Programm aufzuarbeiten, so die Sendersprecherin weiter. Den Unmut über die kurze Frist der Absage könne man verstehen; dem Management des Musikers habe man Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht. Musiker erheben schwere Vorwürfe gegen das ZDF Daniel Pongratz, wie Danger Dan mit bürgerlichem Namen heißt, und Igor Levit erheben indes schwere Vorwürfe gegen den Sender. Das Lied habe dem ZDF seit Wochen vorgelegen; nach ihren Informationen habe auch der Justiziar des ZDF grünes Licht gegeben. Hierzu äußerte sich der Sender auf Anfrage nicht. Den Musikern zufolge hat auch das Team der Sendung »Die Anstalt« gegen die Ausladung protestiert. Die Redaktion habe Pongratz und Levit zufolge angekündigt, in der Sendung auf die Absage einzugehen. Das Duo stellt die Ausladung aber auch in einen größeren politischen Kontext: »Dieser Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit ist skandalös.« Es sei ihnen klar gewesen, dass nicht alle das Lied, das man habe spielen wollen, mögen würden und es Debatten auslösen könnte. »Dass wir jetzt aber schon an dem Punkt angekommen sind, an dem eine ZDF-Intendanz autoritär in Sendungen eingreift, antifaschistisches Liedgut verbietet und eine Begründung verweigert, das erschüttert uns; und das nennt man nicht Demokratie, das ist ein autoritärer Akt«, so die Musiker weiter. Danger Dan und Igor Levit sind schon länger als Musiker mit klarer politischer Haltung bekannt. Beide sind gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus engagiert. 2021 traten sie gemeinsam mit dem Lied »Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt« in der ZDF-Sendung »ZDF Magazin Royale« auf.

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