Themen
lage

Samstag, 1. August 2026
Zurück zur Übersicht

Deutsche Bahn - 3700 Tonnen schwere Eisenbahnbrücke in Hamburg eingesetzt

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
31. Juli
Der Spiegel

Hamburg: Neue Sternbrücke am Ziel angekommen

Riesenprojekt in Altona Hamburgs neue Sternbrücke ist am Ziel Um drei Uhr nachts war es soweit: Die neue Sternbrücke hat die finale Position erreicht. Nachdem der 3700-Tonnen-Koloss in der Nacht zu Freitag die letzten etwa 500 Meter entlang der Max-Brauer-Allee hinter sich gebracht hatte, gelang auch der anschließende Einhub des 108 Meter langen und 21 Meter breiten Bauwerks. Ursprünglich hätten die Arbeiten schon am Donnerstagabend beendet sein sollen. Probleme auf dem Transportweg hatten den Zeitplan dann aber durcheinandergebracht. Die Brücke müsse nun noch abgesenkt werden, sagte die Projektleiterin der Bahn, Janna Widmaier, dem NDR . Transportiert auf 1088 Rädern Bewegt wurde der Stahlkoloss auf 48 sogenannten SPMT. Die Abkürzung steht für Self-Propelled Modular Transporter (selbstfahrender Modultransporter). Auf insgesamt 1088 Rädern, die um 360 Grad drehbar sind, ging es durch das Herz Hamburgs. Die Max-Brauer-Allee wurde dafür durchschnittlich um etwa 60 Zentimeter aufgeschüttet und mit Stahlplatten verstärkt. Entlang des Weges wurden Laternen abgesägt, das Vordach einer Tankstelle gekappt und 86 Bäume gefällt. Die maximale Geschwindigkeit des Transports betrug einen Kilometer pro Stunde. Stahlkoloss auf 48 sogenannten selbstfahrenden Modultransportern Foto: Christian Charisius / dpaZu den Restarbeiten bis zur vorgesehenen Freigabe der neuen Brücke Ende August gehören nun die Aufbringung des Schotters sowie die Montage der Schienen, der Oberleitungen und der Signale. Dann sollen pro Tag wieder etwa 1000 Züge auf der sogenannten Verbindungsbahn unterwegs sein. Laut Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) sind täglich etwa 90.000 Menschen in den Zügen unterwegs. Dazu kämen etwa 23.000 Pkw und gut 5000 Radfahrer, die unter der Brücke fahren. Transport der Brücke am Donnerstag Foto: Christian Charisius / dpaTjarks bezeichnete die neue Bahnüberführung im Bezirk Altona als »einen zentralen Punkt im europäischen Bahnnetz und auch in unserer Stadt« und nannte die Projektarbeit der Bahn-Tochter InfraGo sowie der beteiligten Firmen eine »Koordinierungsleistung der Extraklasse«. Die neue Sternbrücke sei eine »Landmarke für das Schanzenviertel für die nächsten 100 Jahre«. Das Bauwerk habe die Chance, ein Wahrzeichen für die Hansestadt zu werden. An dem Ersatzbau der etwa 100 Jahre alten Vorgängerbrücke, die als nicht mehr reparabel galt, hatte es immer wieder Kritik gegeben. So verloren unter anderem Musikclubs ihre Heimat, die unter dem alten Bauwerk untergebracht waren. Die neue Sternbrücke könne nach Ansicht des Verkehrssenators nach der Wiederherstellung der Max-Brauer-Allee wieder zu einem Kulturraum werden. Dafür solle auch eine besondere Beleuchtung sorgen. Tjarks sagte: »Bis dahin ist es noch ein Weg, aber wir sind dabei.«

Artikel lesen
30. Juli
Der Spiegel

Hamburg: Neue Sternbrücke wird verschoben – das wird zum Public Viewing

Passantinnen und Passanten: »Das ist ja gigantisch, diese Brücke.« »Für mich sieht das aus wie ein Raumschiff. Ist ein bisschen irreal alles.« »Aber ich finde es halt schlimm, was dafür alle sterben musste.« Fabian Pieper, SPIEGEL: »Dieses Volksfest hier heute in Hamburg, das wird es so nur einmal geben. Hinter mir wird die neue Sternbrücke bewegt. Das sind 3700 Tonnen Stahl, die jetzt 400 Meter in diese Richtung bugsiert werden. Und um mich herum haben sich Hunderte Leute versammelt. Das Ganze hat einen Public-Viewing-Charakter und wir werden uns jetzt mal unter die Leute mischen und schauen, was sie eigentlich so umtreibt.« Passantinnen und Passanten: »Es ist ein neues Wahrzeichen von Hamburg. Es ist wie der Eiffelturm, den hat niemand gemocht am Anfang. Und jetzt lieben sie ihn. Und das kann mit dieser Brücke auch passieren.« »Bagger.« »Ich finde die Brücke nicht so hübsch. Ich habe erst gedacht, das Rote, das bleibt da. Aber das kommt ja ab. Das sind ja die Stützen.« »Es wird irgendwann hoffentlich losgehen. Deswegen haben wir gerade unsere Position gewechselt. Da ist der Mann mit dem Joystick, der jetzt das Ding in Fahrt setzt. Und dann wird das Zentimeter für Zentimeter, schätze ich, vorangehen.« Und dann fährt sie wirklich. Diese Brücke ersetzt ein Hamburger Wahrzeichen. Die alte Sternbrücke stand hier 100 Jahre, täglich fuhren bis zu 900 Züge drüber. Der Neubau muss nun zentimetergenau durch diese enge Straße – mitten in der Innenstadt. Und ein Restrisiko, dass die ganze Nummer krachend scheitert, bleibt. Passant: »Trotzdem habe ich mich gestern unter die Brücke gesetzt, als sie angehoben worden ist. Und ab und zu hab ich mal dran gedacht: Wenn es jetzt kracht, bist du weg. Gut, aber ich vertraue den Leuten dort. Bei dem restlichen Risiko, was heute existiert, habe ich gesagt: Das nimmst du mit.« Nach wenigen Metern bleibt die Brücke stehen. Sieht so Fortschritt aus? Passant: »Fortschritt ist ja nicht gegeben. Die steht ja.« Fabian Pieper, SPIEGEL: »Was glauben Sie denn, was gerade passiert ist?« Passanten: »Das wissen wir natürlich nicht.« »Einer der 1088 Reifen ist platt.« »Nein. Dann gibt es wahrscheinlich vielfältige Dinge. Aber die haben ja zwei, drei Tage Zeit. Wenn der mit der Geschwindigkeit von eben weitergefahren wäre, wäre er heute Abend schon da.« Fabian Pieper, SPIEGEL: »Aber sind Sie denn vom Fach, das sah nach sehr viel Expertise aus?« Passanten: »Nein, nicht vom Fach.« »Wir wissen nur, wie eine Brücke aussieht. Und wir wissen, dass die ziemlich groß ist.« Aufreger hier im Viertel: Legendäre Clubs und Bars wurden eingestampft und umgesiedelt, die beliebte alte Brücke selbst: abgerissen. Passantin: »Das ist die alte Sternbrücke. Und ja, das ist schon ein bisschen emotional jetzt mit der alten Sternbrücke vor der neuen Sternbrücke. Viele sagen ja, ein Mammut-Ding und hässlich und so Ich finde sie, um ehrlich zu sein, ganz hübsch. Aber ich finde es schlimm, was dafür alle sterben musste.« Fabian Pieper, SPIEGEL: »Können Sie uns einmal das Schild zeigen? Was bedeutet das denn?« Lavanya Bretschneider, Aktivistin: »Ja, gerne.« Fabian Pieper, SPIEGEL: »Was bedeutet das denn?« Lavanya Bretschneider, Aktivistin: »Also, eigentlich sollte die für immer bleiben. Oder wenn, dann repariert werden, damit nicht dieser Aufwand betrieben wird und auch nicht so viel CO2 in der Herstellung und in den Ressourcen entsteht. Und vor allem, dass dieses schöne Viertel mit den ganzen Clubs erhalten bleibt.« Immerhin die Kulturszene soll zurückkehren – wenn die neue Brücke dann irgendwann in Betrieb ist. Noch bewegt sich gar nichts, schlecht fürs Public Viewing. Fabian Pieper, SPIEGEL: »Verfolgen Sie jetzt den Transport der Brücke den Tag über?« Passantin: »Ich fahre jetzt nach Hause. Ich geh jetzt schwimmen. Im Schwimmbad. Bleibt gesund, Jungs.«

Artikel lesen
30. Juli
Der Spiegel

Hamburger Sternbrücke muss Weitertransport unterbrechen

Riesenprojekt in Altona Hamburger Sternbrücke muss Weitertransport unterbrechen Die neue Sternbrücke ist am Vormittag auf das letzte, etwa 500 Meter lange Teilstück ihrer Reise im Herzen Hamburgs gegangen – und musste die Fahrt dann nach nur wenigen Metern wieder unterbrechen. Es habe Verzögerungen bei der Herstellung des Transportwegs entlang der Max-Brauer-Allee gegeben, auf dem der 3700-Tonnen-Koloss unterwegs ist, erklärte ein Bahn-Sprecher. Die Mitarbeitenden der niederländischen Transportfirma würden nun wegen der einzuhaltenden Ruhezeiten eine Pause einlegen. Das 108 Meter lange und 21 Meter breite Bauwerk soll gegen 20 Uhr wieder in Gang gesetzt werden. Der Einhub ist dann am Freitagfrüh von etwa 3 Uhr an geplant. - 1 Min Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) bezeichnete die neue Bahnüberführung im Bezirk Altona als »einen zentralen Punkt im europäischen Bahnnetz und auch in unserer Stadt«. Nach der für Ende August vorgesehenen Wiedereröffnung werden pro Tag etwa 1000 Züge mit rund 90.000 Menschen auf der sogenannten Verbindungsbahn unterwegs sein. 1088 Räder, um 360 Grad drehbar Bewegt wird der Stahlkoloss auf 48 sogenannten SPMT – die Abkürzung steht für Self-Propelled Modular Transporter (selbstfahrender Modultransporter). Auf insgesamt 1088 Rädern, die um 360 Grad drehbar sind, erfolgt der Transport auf der Max-Brauer-Allee. Die Straße wurde dafür durchschnittlich um etwa 60 Zentimeter aufgeschüttet und mit Stahlplatten verstärkt. Entlang des Weges wurden Laternen abgesägt, das Vordach einer Tankstelle gekappt und 86 Bäume gefällt. Die maximale Geschwindigkeit des Transports beträgt einen Kilometer pro Stunde. Schon am Mittwoch war die Brücke etwa 50 Meter seitwärts versetzt und auf die Einbauhöhe von sechs Metern über dem Straßenniveau angehoben worden.

Artikel lesen
30. Juli
Der Spiegel

Hamburg: Sternbrücke muss Weitertransport unterbrechen

Riesenprojekt in Altona Hamburger Sternbrücke muss Weitertransport unterbrechen Die neue Sternbrücke ist am Vormittag auf das letzte, etwa 500 Meter lange Teilstück ihrer Reise im Herzen Hamburgs gegangen – und musste die Fahrt dann nach nur wenigen Metern wieder unterbrechen. Es habe Verzögerungen bei der Herstellung des Transportwegs entlang der Max-Brauer-Allee gegeben, auf dem der 3700-Tonnen-Koloss unterwegs ist, erklärte ein Bahn-Sprecher. Die Mitarbeitenden der niederländischen Transportfirma würden nun wegen der einzuhaltenden Ruhezeiten eine Pause einlegen. Das 108 Meter lange und 21 Meter breite Bauwerk soll gegen 20 Uhr wieder in Gang gesetzt werden. Der Einhub ist dann am Freitagfrüh von etwa drei Uhr an geplant. - 1 Min Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) bezeichnete die neue Bahnüberführung im Bezirk Altona als »einen zentralen Punkt im europäischen Bahnnetz und auch in unserer Stadt«. Nach der für Ende August vorgesehenen Wiedereröffnung werden pro Tag etwa 1000 Züge mit rund 90.000 Menschen auf der sogenannten Verbindungsbahn unterwegs sein. 1088 Räder, um 360 Grad drehbar Bewegt wird der Stahlkoloss auf 48 sogenannten SPMT – die Abkürzung steht für Self-Propelled Modular Transporter (selbstfahrender Modultransporter). Auf insgesamt 1088 Rädern, die um 360 Grad drehbar sind, erfolgt der Transport auf der Max-Brauer-Allee. Die Straße wurde dafür durchschnittlich um etwa 60 Zentimeter aufgeschüttet und mit Stahlplatten verstärkt. Entlang des Weges wurden Laternen abgesägt, das Vordach einer Tankstelle gekappt und 86 Bäume gefällt. Die maximale Geschwindigkeit des Transports beträgt einen Kilometer pro Stunde. Schon am Mittwoch war die Brücke etwa 50 Meter seitwärts versetzt und auf die Einbauhöhe von sechs Metern über dem Straßenniveau angehoben worden.

Artikel lesen
29. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Sternbrücke: 108 Meter lange Brücke wird durch Hamburg manövriert

Sternbrücke : 108 Meter lange Brücke wird durch Hamburg manövriert Die hundert Jahre alte Sternbrücke in Hamburg-Altona ist abgerissen worden. Nun wird das Nachfolgemodell im Ganzen durch Hamburg transportiert. Auf dem Weg zu ihrer endgültigen Position hat die neue Sternbrücke einen wichtigen Zwischenschritt erfolgreich absolviert. Vor den Augen von mehreren hundert Schaulustigen wurde der 3.700 Tonnen schwere Stahlkoloss von seinem Montageplatz etwa 50 Meter seitwärts auf die Max-Brauer-Allee geschoben. Am morgigen Donnerstag soll das 108 Meter lange und 21 Meter breite Bauwerk noch mehrere hundert Meter auf der Straße zu seinem Zielort im Herzen Hamburgs gebracht werden. „Ich bin sehr zufrieden und voller Freude“, sagte Janna Widmaier. Die Projektleiterin der Deutschen Bahn hat mit ihrem Team „seit Jahren“ auf die Termine am Mittwoch und Donnerstag hingearbeitet. Vor dem großen Moment sei sie „positiv aufgeregt“ gewesen. Ganz entspannt zeigte sich nach dem erfolgreichen Manöver auch Lars de Haas. „Wir waren ein bisschen schneller als geplant. Das gibt uns mehr Ruhe für die Restarbeiten“, zog der Projektmanager der niederländischen Firma Mammoet, die den Querverschub durchgeführt hatte, Bilanz. Die Max-Brauer-Allee wurde um 60 Zentimeter aufgeschüttet Die neue Brücke war vor Ort zusammengeschweißt und auf 48 sogenannte SPMT gestellt worden. Die Abkürzung steht für Self-Propelled Modular Transporter (selbstfahrender Modultransporter). Auf insgesamt 1.088 Rädern, die um 360 Grad drehbar sind, erfolgte dann der Verschub auf die Straße. Die Max-Brauer-Allee wurde durchschnittlich um etwa 60 Zentimeter aufgeschüttet. Darauf wurden Stahlplatten gelegt. Nicht zuletzt die Räder sorgen für die notwendige Lastverteilung. Bevor die Brücke an ihren finalen Standort geschoben wird, sollte im Laufe des Mittwochs noch ein weiterer Zwischenschritt erfolgen. Zug um Zug sollte das kolossale Baumwerk auf eine Höhe von sechs Metern über dem Straßenniveau angehoben werden. „Das ist dann auch die spätere Einbauhöhe“, sagte Janna Widmaier. Für diesen Vorgang sind insgesamt acht Stunden eingeplant. Stahl der alten Brücke war „ermüdet“ Die Sternbrücke auf der sogenannten Verbindungsbahn ist ein zentraler Bestandteil im Schienennetz der Hansestadt. Bis zur aktuellen Sperrung fuhren täglich etwa 900 Regional- und Fernverkehrszüge sowie S-Bahnen über die vier Gleise. Doch nach rund 100 Jahren Betriebszeit hatte das Bauwerk das Ende seiner technischen Nutzungsdauer erreicht. Laut der Deutschen Bahn waren bei dieser Entscheidung der Zustand des verbauten Stahls sowie die zukünftigen Anforderungen an das Bauwerk ausschlaggebend. „Der Stahl der heutigen Überbauten ist von 1926. Er ist ermüdet, nicht schweißbar und entspricht nicht mehr den heutigen Standards“, hieß es seitens der Bahn. An dem Neubau hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik gegeben. So verloren unter anderem Musikclubs, die unter dem alten Bauwerk untergebracht waren, ihre Heimat.

Artikel lesen
29. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Sternbrücke: 108 Meter lange Brücke wird durch Hamburg manövriert

Sternbrücke : 108 Meter lange Brücke wird durch Hamburg manövriert Die hundert Jahre alte Sternbrücke in Hamburg-Altona ist abgerissen worden. Nun wird das Nachfolgemodell im Ganzen durch Hamburg transportiert. Auf dem Weg zu ihrer endgültigen Position hat die neue Sternbrücke einen wichtigen Zwischenschritt erfolgreich absolviert. Vor den Augen von mehreren hundert Schaulustigen wurde der 3.700 Tonnen schwere Stahlkoloss von seinem Montageplatz etwa 50 Meter seitwärts auf die Max-Brauer-Allee geschoben. Am morgigen Donnerstag soll das 108 Meter lange und 21 Meter breite Bauwerk noch mehrere hundert Meter auf der Straße zu seinem Zielort im Herzen Hamburgs gebracht werden. „Ich bin sehr zufrieden und voller Freude“, sagte Janna Widmaier. Die Projektleiterin der Deutschen Bahn hat mit ihrem Team „seit Jahren“ auf die Termine am Mittwoch und Donnerstag hingearbeitet. Vor dem großen Moment sei sie „positiv aufgeregt“ gewesen. Ganz entspannt zeigte sich nach dem erfolgreichen Manöver auch Lars de Haas. „Wir waren ein bisschen schneller als geplant. Das gibt uns mehr Ruhe für die Restarbeiten“, zog der Projektmanager der niederländischen Firma Mammoet, die den Querverschub durchgeführt hatte, Bilanz. Die Max-Brauer-Allee wurde um 60 Zentimeter aufgeschüttet Die neue Brücke war vor Ort zusammengeschweißt und auf 48 sogenannte SPMT gestellt worden. Die Abkürzung steht für Self-Propelled Modular Transporter (selbstfahrender Modultransporter). Auf insgesamt 1.088 Rädern, die um 360 Grad drehbar sind, erfolgte dann der Verschub auf die Straße. Die Max-Brauer-Allee wurde durchschnittlich um etwa 60 Zentimeter aufgeschüttet. Darauf wurden Stahlplatten gelegt. Nicht zuletzt die Räder sorgen für die notwendige Lastverteilung. Bevor die Brücke an ihren finalen Standort geschoben wird, sollte im Laufe des Mittwochs noch ein weiterer Zwischenschritt erfolgen. Zug um Zug sollte das kolossale Baumwerk auf eine Höhe von sechs Metern über dem Straßenniveau angehoben werden. „Das ist dann auch die spätere Einbauhöhe“, sagte Janna Widmaier. Für diesen Vorgang sind insgesamt acht Stunden eingeplant. Stahl der alten Brücke war „ermüdet“ Die Sternbrücke auf der sogenannten Verbindungsbahn ist ein zentraler Bestandteil im Schienennetz der Hansestadt. Bis zur aktuellen Sperrung fuhren täglich etwa 900 Regional- und Fernverkehrszüge sowie S-Bahnen über die vier Gleise. Doch nach rund 100 Jahren Betriebszeit hatte das Bauwerk das Ende seiner technischen Nutzungsdauer erreicht. Laut der Deutschen Bahn waren bei dieser Entscheidung der Zustand des verbauten Stahls sowie die zukünftigen Anforderungen an das Bauwerk ausschlaggebend. „Der Stahl der heutigen Überbauten ist von 1926. Er ist ermüdet, nicht schweißbar und entspricht nicht mehr den heutigen Standards“, hieß es seitens der Bahn. An dem Neubau hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik gegeben. So verloren unter anderem Musikclubs, die unter dem alten Bauwerk untergebracht waren, ihre Heimat.

Artikel lesen
29. Juli
Der Spiegel

Hamburg: Transport der neuen Sternbrücke hat begonnen

Sternbrücke in Hamburg Dieser Riese bewegt sich auf Tausendfüßlern Eines der wichtigsten Bauprojekte Hamburgs hat die nächste Phase erreicht: Die neue Sternbrücke im Hamburger Stadtteil Altona ist an einem Montage-Zwischenstopp angekommen. Sogenannte Tausendfüßler, Transportfahrzeuge mit mehr als 1000 Rädern, brachten das 3700 Tonnen schwere Bauwerk an die Max-Brauer-Allee. Der etwa 50 Meter lange Weg dauerte laut einem Bericht des NDR rund eine halbe Stunde. Hunderte Schaulustige verfolgten das Geschehen. Nach dem Transport soll die Brücke hydraulisch auf eine Höhe von sechs Metern über dem Straßenniveau angehoben werden. Dafür sind etwa acht Stunden eingeplant. Eine große Herausforderung steht aber noch bevor. Am Donnerstag soll die 108 Meter lange und 21 Meter breite Brücke weitere Hunderte Meter zu ihrem Zielort an der Kreuzung Stresemannstraße gefahren werden. »Es gibt einige sehr enge Stellen, die wir passieren müssen. Bei Tageslicht ist das etwas übersichtlicher«, sagte Bahn-Projektleiterin Janna Widmaier dem NDR. Unter anderem müsse die Brücke an einem Balkon vorbei, der nur 40 Zentimeter entfernt sei. Eigentlich hatte die Deutsche Bahn geplant, sie einen Tag später zu überführen. Der Termin wurde aber spontan vorgezogen. Bis zum Wochenende soll die Sternbrücke nun eingebaut sein. »Wir waren ein bisschen schneller als geplant«, sagte Lars de Haas, Projektmanager der niederländischen Firma Mammoet, die den Transport durchführte. »Das gibt uns mehr Ruhe für die Restarbeiten.« Der Rückbau der früheren Eisenbahnbrücke zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Altona hatte am 24. Juli begonnen. Die Bahn lässt sie ersetzen, weil der Stahl der Brücke nach rund 100 Jahren ermüdet ist. Auf der Bahnstrecke verkehren üblicherweise S-Bahnen sowie Regional- und Fernverkehrszüge. Am 31. August soll die Brücke wieder für den Bahnverkehr freigegeben werden.

Artikel lesen
© 2026 Themenlage