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Freitag, 24. Juli 2026
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Europäische Zentralbank: Bürger dürfen über Design der neuen Geldscheine abstimmen

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24. Juli
Süddeutsche Zeitung (Wirtschaft)

Europäische Zentralbank: Bürger dürfen über Design der neuen Geldscheine abstimmen

Wie sollen die Euro-Scheine künftig aussehen? Die Europäische Zentralbank hat zehn Entwürfe für die geplante neue Banknotenserie präsentiert und befragt nun die Bürgerinnen und Bürger. Bis zum 21. September können sie sich an einer Online-Umfrage beteiligen.  Euro-Banknoten seien mehr als ein Zahlungsmittel, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde bei der Vorstellung der von Grafikdesignern gestalteten Vorschläge. Es sei der Notenbank wichtig, die Stimme des Volkes dazu zu hören: „Die Banknoten gehören ihnen.“ Mit dem Euro bezahlen etwa 360 Millionen Menschen in 21 EU-Ländern. Je mehr Menschen abstimmten, „desto besser spiegeln die Euro-Banknoten künftig die Vielfalt und die Werte Europas wider“, sagt Bundesbank-Chef Joachim Nagel. In einer Vorauswahl für die Motive der neuen Banknoten hatte die EZB bereits Anfang vergangenen Jahres zwei Themen festgelegt – europäische Kultur sowie Flüsse und Vögel.  Für jedes Thema liegen jetzt je fünf Umsetzungsvorschläge vor. Die vorgeschlagenen Motive für die Vorderseiten der Scheine sind zum einen berühmte Europäer wie Ludwig van Beethoven, Marie Curie und Leonardo da Vinci, zum anderen Tiere wie Eisvogel und Weißstorch. Auf der Rückseite der Banknoten sollen zum Beispiel Darstellungen von Straßenkünstlern oder einem Sängerfest zu sehen sein, aber auch EU-Institutionen wie das Europäische Parlament, die Europäische Kommission oder die EZB. Das Ziel: Die Scheine sollen immer schwerer zu fälschen sein und länger im Umlauf bleiben Die EZB hatte Ende 2021 einen Prozess zur Neugestaltung der Geldscheine angestoßen. Notenbanken entwickeln regelmäßig neue Banknotenserien, um Kriminellen das Handwerk zu erschweren. „Mit verbesserten und innovativen Sicherheitsmerkmalen wollen wir den Fälschern immer einen Schritt voraus sein“, sagt Bundesbank-Präsident Nagel. Zudem wollen die Euro-Währungshüter die Umweltfolgen der Produktion verringern: Ziel ist, dass die Scheine länger halten. Ein weiterer Aspekt: Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sollen die Banknoten besser erkennbar sein. Die ersten Euro-Banknoten wurden am 1. Januar 2002 ausgegeben. Seit Mai 2019 ist die zweite Generation der Scheine mit neuen Sicherheitsmerkmalen komplett. Die Motive auf den aktuellen Euro-Banknoten sind – anders als bei den früheren nationalen Währungen wie der D-Mark – eher nüchtern: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt.

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24. Juli
Wirtschaftswoche

Geldscheine: Europäer können über Design neuer Euro-Banknoten abstimmen

Geldscheine: Europäer können über Design neuer Euro-Banknoten abstimmen Wie sollen die Euro-Scheine künftig aussehen? Die Europäische Zentralbank (EZB) präsentiert zehn Entwürfe für die geplante neue Banknotenserie und befragt nun die Bürgerinnen und Bürger. Bis zum 21. September können sich Europäerinnen und Europäer an einer Online-Umfrage beteiligen: https://surveys.ecb.europa.eu/10b/neweuro Euro-Banknoten seien mehr als ein Zahlungsmittel, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde bei der Vorstellung der von Grafikdesignern gestalteten Vorschläge. Es sei der Notenbank wichtig, die Stimme des Volkes dazu zu hören: „Die Banknoten gehören Ihnen.“ Der Euro ist gemeinsame Währung von rund 358 Millionen Menschen in 21 Ländern der Europäischen Union. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel appelliert: „Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Meinung einzubringen und die Zukunft des Euro mitzugestalten.“ Je mehr Menschen abstimmten, „desto besser spiegeln die Euro-Banknoten künftig die Vielfalt und die Werte Europas wider“. Berühmte Persönlichkeiten oder Flüsse und Vögel In einer Vorauswahl für die Motive der neuen Banknoten hatte die EZB bereits Anfang vergangenen Jahres zwei Themen festgelegt. Für jedes liegen nun jeweils fünf Umsetzungsvorschläge vor: „Europäische Kultur“: Auf der Vorderseite der Scheine sind berühmte Europäer wie Ludwig van Beethoven, Marie Curie und Leonardo da Vinci verewigt. Die Rückseiten zeigen etwa Darstellungen von Straßenkünstlern oder einem Sängerfest. „Flüsse und Vögel“: Fokus ist in diesem Fall die „Widerstandskraft und Vielfalt der natürlichen Ökosysteme Europas“. Unter anderem Eisvogel und Weißstorch kommen zu Ehren. Auf der Rückseite der Scheine werden europäische Institutionen abgebildet, zum Beispiel das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und die EZB. Neue Sicherheitsmerkmale in Arbeit Die EZB hatte Ende 2021 einen Prozess zur Neugestaltung der Geldscheine angestoßen. Notenbanken entwickeln regelmäßig neue Banknotenserien, um Kriminellen das Handwerk zu erschweren. „Mit verbesserten und innovativen Sicherheitsmerkmalen wollen wir den Fälschern immer einen Schritt voraus sein“, sagt Bundesbank-Präsident Nagel. Zudem wollen die Euro-Währungshüter die Umweltfolgen der Produktion verringern: Ziel ist, dass die Scheine länger halten. Ein weiterer Aspekt: Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sollen die Banknoten besser erkennbar sein. Die ersten Euro-Banknoten wurden am 1. Januar 2002 ausgegeben. Seit Mai 2019 ist die zweite Generation der Scheine mit neuen Sicherheitsmerkmalen komplett. Die Motive auf den aktuellen Euro-Banknoten sind – anders als bei den früheren nationalen Währungen wie der D-Mark – eher nüchtern: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Lesen Sie auch: EZB pausiert bei den Leitzinsen und deutet Erhöhung an

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24. Juli
Handelsblatt

Bargeld: Eisvogel oder van Beethoven? So könnten die neuen Euro-Banknoten aussehen

Geld: So könnten die neuen Euro-Banknoten aussehen Frankfurt. Bislang ist das Design europäischer Banknoten Ausdruck eines Kompromisses: Sie sind geprägt durch fiktive Architektur – keine Nationalhelden, keine berühmten Bauwerke, keine Gewinner und Verlierer. Das will die Europäische Zentralbank (EZB) ändern. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Einführung des Euros erhalten Europas Bürger neue Euro-Scheine. EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellte am Donnerstag vor, wie sie aussehen könnten – und lässt nun darüber abstimmen. Europa und sein institutionalisiertes Gesicht – die Europäische Union ist alles andere als eine Nation. Es ist das Ergebnis eines Kompromisses, der vor rund 75 Jahren mit der Unterzeichnung des Vertrags der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl in Paris begann und sich bis heute gehalten hat. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass sich die Designer der ersten Euro-Banknoten 1996 nur vorsichtig aus der Deckung wagten und sich – sich an der ihnen übergeordneten Institution orientierend – ganz dem Kompromiss verpflichtet fühlten. Das könnte sich mit den neuen Designvorschlägen ändern, die Christine Lagarde in der EZB-Zentrale vorgestellt hat. Die Entwürfe sind das Ergebnis eines europaweiten Designwettbewerbs. Die für die Gemeinschaftswährung zuständigen Notenbanker im EZB-Rat hatten ihn gemeinsam mit einer Expertengruppe – „Motifs Advisory Group“ – ausgerufen, nachdem sie sich auf zwei Themenfelder und die dafür vorgesehenen Motive geeinigt hatten. Bürger des Euro-Raums dürfen ab sofort bis zum 21. September auf der Website der EZB abstimmen Designgruppe 1: Europäische Kultur Die präsentierten Entwürfe lassen sich in zwei Designgruppen unterteilen. In der ersten Gruppe mit dem Titel „Europäische Kultur“ sind bedeutende europäische Persönlichkeiten wie der Bonner Komponist Ludwig van Beethoven oder der italienische Künstler und Universalgelehrte Leonardo da Vinci zu sehen. Mit der Darstellung des kulturellen Erbes Europas soll das europäische Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden. Jeweils fünf Designvorschläge fallen unter diese Kategorie – die abgebildeten Persönlichkeiten bleiben dieselben, nur die Gestaltung ändert sich. Die Motive der Designgruppe „Europäische Kultur“ decken neben den wichtigen Euro-Ländern Deutschland und Italien weitere Länder wie Frankreich mit der Physikerin und Chemikerin Marie Curie sowie Spanien mit dem Schriftsteller Miguel de Cervantes ab. Designgruppe 2: Flüsse und Vögel Im zweiten Themenfeld steht das europäische Ökosystem im Mittelpunkt. „Diese Entwürfe repräsentieren die Grenzenlosigkeit, Freiheit und unsere Beziehung zur Natur“, sagt EZB-Präsidentin Lagarde bei der Vorstellung. „Sie erinnern uns an unsere Verantwortung gegenüber der Natur.“ Die hier dargestellten Motive sollen für die Verbundenheit Europas stehen. Auch in dieser Kategorie stehen fünf unterschiedliche Designvorschläge zur Auswahl, die dieselben Motive jeweils unterschiedlich interpretieren. Mit der zweiten Designgruppe knüpft die EZB an das ursprüngliche Prinzip der Euro-Banknoten an: keine nationalen Persönlichkeiten, sondern grenzüberschreitende Naturelemente prägen das Bild der Entwürfe. Verwandte Themen Die neuen Euro-Banknoten sind mehr als ein Zahlungsmittel. Geld erzählt immer auch eine Geschichte. Die ersten Euro-Scheine erzählten die Geschichte eines vorsichtigen Europas, das niemanden bevorzugen wollte. Die neuen Entwürfe erzählen die Geschichte eines Europas, das sich traut, sich selbst ein Gesicht zu geben – ob mit Beethoven oder einem Eisvogel. Erstpublikation: 23.07.2026, 20:00 Uhr.

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23. Juli
ZDF heute

Neue Euro-Scheine: EU-Bürger können über Motive abstimmen

Zehn Design-Vorschläge der EZB:Neue Euro-Scheine: EU-Bürger können über Motive abstimmen Vom Eisvogel bis Beethoven: Die EZB hat ihre Entwürfe für die künftigen Euro-Scheine präsentiert. Über das Design können Europäer bis zum 21. September 2026 online mit abstimmen. Welche Motive kommen künftig auf die Euro-Geldscheine? Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag in Frankfurt zehn Entwürfe vorgestellt. Die EZB präsentierte dabei je fünf Gestaltungsvorschläge zu den beiden Themen "Flüsse und Vögel" und "Europäische Kultur". Welcher Gestaltungsvorschlag am Ende das Rennen macht, hängt auch von einer Online-Umfrage ab, an der alle Europäer bis zum 21. September 2026 teilnehmen können. Hier geht es zur Umfrage: EZB-Internetseite. Naturmotive mit Vögeln und Flusslandschaften Sollten "Flüsse und Vögel" das Rennen machen, so würden auf den Vorderseiten der Geldscheine Naturlandschaften wie Gebirgsquellen oder Flusstäler mit Vögeln abgebildet. Laut EZB wären das ein Mauerläufer (Fünf-Euro-Schein), ein Eisvogel (10), ein Schwarm von Bienenfressern (20), ein Weißstorch (50), ein Säbelschnäbler (100) und ein Basstölpel (200). Auf den Rückseiten wären jeweils Institutionen der EU abgebildet, etwa das EU-Parlament, der Europäische Gerichtshof und auch die EZB. Berühmte Europäer auf den Geldscheinen Beim Thema "Europäische Kultur" wären prominente Figuren vorne auf den Geldscheinen. Konkret geht es um Sängerin Maria Callas (Fünf-Euro-Schein), Komponist Ludwig van Beethoven (10), Wissenschaftlerin Marie Curie (20), Schriftsteller Miguel de Cervantes (50), Künstler Leonardo da Vinci (100) und Schriftstellerin Bertha von Suttner (200). Die Rückseiten würden dann verschiedene Alltags-Szenarien zeigen, etwa Straßenkünstler und ein Sängerfest mit einem Kinderchor. Der Iran-Krieg hat Energiekosten und die Inflation angetrieben. Eine Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank soll dem Kaufkraftverlust entgegenwirken. 11.06.2026 | 0:47 minEntscheidung soll noch in diesem Jahr fallen Die EZB hat bereits vor fünf Jahren neue Banknoten angekündigt. Eine endgültige Entscheidung über das künftige Design der Banknoten soll Ende dieses Jahres feststehen. Das ausgewählte Design werde dann weiter ausgearbeitet und getestet, bevor es in die Produktion gehe, hieß es. Die Banknoten der neuen Serie sollen voraussichtlich in den darauffolgenden Jahren in Umlauf gebracht werden. Aktuelle Nachrichten - Zehn Design-Vorschläge der EZB:Neue Euro-Scheine: EU-Bürger können über Motive abstimmenmit Video0:46 - LiveblogRussland greift die Ukraine an:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine - LiveblogAktuelle Entwicklungen :Iran-Krieg und Nahost-Konflikt: Alle Nachrichten im Liveblog

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23. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Geldnote: Bürger bestimmen, wie der neue Euro aussieht

Geldnote : Bürger bestimmen, wie der neue Euro aussieht Der EZB-Rat lässt die Bürger der Eurozone neue Motive für die Euroscheine wählen. Die Notenbank verspricht sich mehr Fälschungssicherheit. Bis die Scheine gedruckt werden, dauert es allerdings noch. Nicht, dass sie bei der Wahl der neuen Eurobanknoten einen Favoriten hätte durchblicken lassen. Da stand die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, am Donnerstagnachmittag neben zwei transparenten Tafeln, auf denen die neuen Eurobanknoten aufgereiht hingen, und sagte, nun sei es ohnehin an den mehr als 350 Millionen Bürgern der Eurozone. Sie können zwischen dem Motivset „Europäische Kultur“, das auf einem der Scheine die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner zeigt, oder der Kombination „Flüsse und Vögel“, bei der unter anderem der Basstölpel abgebildet ist, entscheiden. Sechseinhalb Minuten zeigte Lagarde die neue Generation aus Geldscheinen. Die Bürger können über die neuen Motive bis zum 21. September auf der Website der Notenbank abstimmen. Die EZB verspricht einen demokratischen Abstimmungsprozess. Lagarde sagte, sie wolle „sichergehen, dass die Stimmen der Europäer gehört werden“. Die EZB drucke zwar das Geld – und doch gehöre es den Menschen. Eisvogel und Weißstorch Wenn das Set der Vögel das Rennen macht, würden auf den Vorderseiten unter anderem der Mauerläufer auf dem Fünf-Euro-Schein zu sehen sein, ebenso wie der Eisvogel (zehn Euro), der Bienenfresser (20 Euro) oder der Weißstorch (50 Euro). Und auf den Rückseiten das EU-Parlament – oder auch die EZB. Die Motive der „Europäischen Kultur“ stechen durch die Konterfeie der Sopranistin Maria Callas (fünf Euro), des Komponisten Ludwig van Beethoven (zehn Euro) oder des Malers Leonardo da Vinci (100 Euro) hervor. Dabei herrscht zwischen den Geschlechtern Parität. Die EZB geht zwar an die Motive ran, nicht aber an die Beschaffenheit des Geldes. Gleich bleiben die Farben der Banknoten und der Baumwollstoff, aus dem die Banknoten gemacht sind. Warum also neue Geldscheine drucken? Mehr Fälschungssicherheit Die EZB begründete die Neugestaltung mit dem Lebenszyklus von Banknoten und der Fälschungssicherheit. Schon im Jahr 2021 sei in Frankfurt entschieden worden, die Scheine zu verändern. Seither läuft der vielstufige Prozess, an dessen Ende das neue Geld stehen soll. Es wäre die erste grundlegende Änderung der Euroscheine. Denn 2013 hat die Zentralbank die Noten nur minimalinvasiv verändert. Die Motive der derzeitigen Scheine stammen aus dem Jahr 2002, als der Euro eingeführt wurde. Um keines der zwölf Gründungsländer der frischgeborenen Währungsunion zu benachteiligen, wurden damals weder echte Personen noch Gebäude abgedruckt. Das Europäische Währungsinstitut wollte als Vorläufer der EZB nationale Referenzen vermeiden. Wer in sein Portemonnaie greift, sieht daher: Brücken, Tore und Fenster. In der Realität existieren diese nicht. Das ändert sich bald. Ende 2026 will der EZB-Rat entscheiden, welches Motiv auf die neuen Geldscheine kommt. Doch vor ungefähr 2030 sei mit den neuen Geldnoten nicht zu rechnen, sagte Banknoten-Direktorin Doris Schneeberger. Bis die Noten in Umlauf kämen, könnten noch einige Jahre vergehen. Und auch einen „Big-Bang-Tag“ werde es nicht geben. Vielmehr wolle die Zentralbank die neuen Scheine Stück für Stück auf den Markt bringen. Die alten Noten bleiben freilich gültig.

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23. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Geldnote: Bürger bestimmen, wie der neue Euro aussieht

Geldnote : Bürger bestimmen, wie der neue Euro aussieht Der EZB-Rat lässt die Bürger der Eurozone neue Motive für die Euroscheine wählen. Die Notenbank verspricht sich mehr Fälschungssicherheit. Bis die Scheine gedruckt werden, dauert es allerdings noch. Nicht, dass sie bei der Wahl der neuen Eurobanknoten einen Favoriten hätte durchblicken lassen. Da stand die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) Christine Lagarde am Donnerstagnachmittag neben zwei transparenten Tafeln, auf denen die neuen Eurobanknoten aufgereiht hingen, und sagte, nun sei es ohnehin an den mehr als 350 Millionen Bürgern der Eurozone. Sie können zwischen dem Motivset „Europäische Kultur“, das auf einem der Scheine die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner zeigt, oder der Kombination „Flüsse und Vögel“, bei dem unter anderem der Basstölpel abgebildet ist, entscheiden. Sechseinhalb Minuten zeigte Lagarde die neue Generation aus Geldscheinen. Die Bürger können über die neuen Motive bis zum 21. September auf der Website der Währungsbank abstimmen. Die EZB verspricht einen demokratischen Abstimmungsprozess. Lagarde sagte, sie wolle „sichergehen, dass die Stimmen der Europäer gehört werden“. Die EZB drucke zwar das Geld – und doch gehöre es den Menschen. Eisvogel und Weißstorch Wenn das Set der Vögel das Rennen macht, würden auf den Vorderseiten unter anderem der Mauerläufer auf dem Fünf-Euro-Schein zu sehen sein, ebenso wie der Eisvogel (zehn Euro), der Bienenfresser (20 Euro) oder der Weißstorch (50 Euro). Und auf den Rückseiten das EU-Parlament – oder auch die EZB. Die Motive der „Europäischen Kultur“ stechen durch die Konterfeie der Sopranistin Maria Callas (fünf Euro), des Komponisten Ludwig van Beethoven (zehn Euro) oder des Malers Leonardo da Vinci (100 Euro) hervor. Dabei herrscht zwischen den Geschlechtern Parität. Die EZB geht zwar an die Motive ran, nicht aber an die Beschaffenheit des Geldes. Gleich bleiben die Farben der Banknoten und der Baumwollstoff, aus dem die Banknoten gemacht sind. Warum also neue Geldscheine drucken? Mehr Fälschungssicherheit Die EZB begründete die Neugestaltung mit dem Lebenszyklus von Banknoten und der Fälschungssicherheit. Schon 2021 sei in Frankfurt entschieden worden, die Scheine umzumodeln. Seither läuft der vielstufige Prozess, an dessen Ende das neue Geld stehen soll. Es wäre die erste grundlegende Änderung der Euroscheine, denn 2013 änderte die Zentralbank die Noten nur minimalinvasiv. Die Motive der derzeitigen Scheine stammen aus 2002, als der Euro eingeführt wurde. Damals wurden weder echte Personen noch Gebäude abgedruckt. Die zwölf Regierungen der frischgeborenen Währungsunion konnten sich seinerzeit nicht auf reale Motive verständigen. Wer in sein Portemonnaie greift, sieht daher: Brücken, Tore und Fenster. In der Realität existieren diese nicht. Das ändert sich bald. Doch vor 2030 sei mit den neuen Geldnoten nicht zu rechnen, sagte Doris Schneeberger, die Banknoten-Direktorin der EZB. Es werde „keinen Big-Bang-Tag“ geben. Vielmehr wolle die Zentralbank sie Stück für Stück auf den Markt bringen. Die alten Modelle bleiben freilich gültig.

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23. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

EZB: Bürgerbeteiligung beim Design der neuen Euro-Banknoten

Europäische Zentralbank Bürger können über Design der neuen Euro-Banknoten abstimmen Wie sollen die Euro-Banknoten der Zukunft aussehen? Darüber können Bürgerinnen und Bürger in der Europäischen Union nun mitentscheiden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zehn Entwürfe für eine neue Banknotenserie vorgestellt und eine öffentliche Online-Abstimmung gestartet. Bis zum 21. September können Interessierte ihren Favoriten auswählen. Die endgültige Entscheidung will der EZB-Rat voraussichtlich Ende 2026 treffen. Bis die neuen Scheine tatsächlich in Umlauf kommen, dürften allerdings noch einige Jahre vergehen. Bei der Vorstellung der Entwürfe sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde: »Die Banknoten gehören Ihnen«, und warb dafür, dass möglichst viele Menschen ihre Meinung einbringen. Der Euro ist die gemeinsame Währung von rund 358 Millionen Menschen in 21 EU-Staaten. Auch Bundesbankpräsident Joachim Nagel ruft zur Teilnahme auf. Je mehr Menschen abstimmten, desto besser könnten die künftigen Euro-Scheine die Vielfalt und die Werte Europas widerspiegeln. Zwei Themen stehen zur Auswahl Die EZB hatte sich bereits im vergangenen Jahr auf zwei mögliche Motivwelten festgelegt. Jetzt liegen zu beiden Themen jeweils fünf Designvorschläge vor. Unter dem Motto »Europäische Kultur« zeigen die Entwürfe auf der Vorderseite bekannte Persönlichkeiten wie Ludwig van Beethoven, Marie Curie oder Leonardo da Vinci. Die Rückseiten greifen kulturelle Szenen auf, etwa Straßenkunst oder ein Sängerfest. - 2 Min - 1 Min - 2 Min Die zweite Reihe trägt den Titel »Flüsse und Vögel« und stellt die Natur Europas in den Mittelpunkt. Zu sehen sind unter anderem Eisvögel und Weißstörche. Die Rückseiten zeigen europäische Institutionen wie das Europäische Parlament, die Europäische Kommission oder die EZB. Mehr Sicherheit und bessere Barrierefreiheit Mit der neuen Banknotenserie verfolgt die EZB mehrere Ziele. Neue Sicherheitsmerkmale sollen Fälschungen erschweren und Kriminellen einen Schritt voraus sein. Gleichzeitig sollen die Scheine langlebiger und umweltfreundlicher werden. Auch Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sollen die neuen Banknoten künftig leichter unterscheiden können. Die ersten Euro-Banknoten wurden Anfang 2002 eingeführt. Die derzeitige zweite Generation mit erweiterten Sicherheitsmerkmalen ist seit 2019 vollständig im Umlauf.

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23. Juli
Tagesschau

Neue Euro-Noten: Berühmte Europäer oder Vögel und Flüsse?

Entwürfe für neue Euro-Noten Berühmte Europäer oder Vögel und Flüsse? Die EZB hat Entwürfe für künftige Euro-Banknoten vorgestellt. Bürgerinnen und Bürger der Eurozone können nun mitentscheiden. Das neue Geld bricht mit Traditionen und kommt ab Ende 2028. Fast 30 Jahre lang waren sie das prägende Merkmal der Banknoten im Euroraum: Brücken, Tore und Fenster - alle in einem abstrakten Baustil gehalten, um kein Land zu bevorzugen und um alle Euro-Staaten zu vereinen. So die Idee der Gründungsväter. Doch damit ist bald Schluss. Die künftigen Euro-Scheine werden entweder europäische Persönlichkeiten und Kulturräume oder europäische Flüsse und Vögel sowie europäische Institutionen zieren. Seit heute ist klar, wie diese Motive möglicherweise aussehen. Ein Auswahl-Gremium suchte aus Tausenden von Entwürfen und Ideen insgesamt zehn verschiedene Vorlagen für die neuen Banknotenserie aus. Die Scheine werden wie gewohnt weiterhin sechs Nominierungen haben - vom Fünfer bis zum 200-Euro-Schein. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, stellte die insgesamt 120 Designs (60 Vorder- und 60 Rückseiten) der Bestenliste heute im EZB-Eurotower in Frankfurt am Main vor. Die endgültigen Motive sollen dann nach und nach die alten Geldscheine ersetzen. Ihre Einführung ist nach aufwendigen Tests und Sicherheitsverfahren aber erst ab 2028/2029 geplant. EZB-Rat hat das letzte Wort Zuvor haben auch die rund 350 Millionen Bürgerinnen und Bürger der Eurozone ein Mitspracherecht, wie ihr künftiges Geld aussehen soll. Auf der Internetseite der Europäischen Zentralbank können sie ab sofort mitbestimmen, welche Motivserie sich durchsetzen soll. Das letzte Wort hat dann der EZB-Rat, der darüber im Dezember entscheiden wird. Im Kern geht es um zwei Motiv-Serien, von denen aber nur eine tatsächlich umgesetzt werden soll. Für jede Serie wurden fünf Design-Vorschläge vorgelegt. Die erste Serie befasst sich mit berühmten europäischen Personen auf der Vorderseite - darunter der Komponist und Pianist Ludwig van Beethoven, die Physikerin und Chemikerin Marie Curie oder der Maler, Bildhauer, Ingenieur und Architekt Leonardo da Vinci. Auf der Rückseite sollen sich europäische Kulturräume wiederfinden - darunter verstehen die Initiatoren Marktplätze, Theater, Opern oder Parks. Bei der zweiten Serie befinden sich auf der Vorderseite Flüsse und Vögel - etwa eine Gebirgsquelle, ein Wasserfall oder ein Flusstal zusammen mit typischen europäischen Vögeln wie dem Mauersegler, dem Eisvogel oder dem Weißstorch. Auf der Rückseite dieser Serie findet man dann europäische Institutionen - etwa das Europäische Parlament, die Europäische Kommission oder den Europäischen Gerichtshof. Die endgültige Entscheidung über die Gestaltung der neuen Banknoten wird das EZB-Gremium voraussichtlich gegen Jahresende fällen. Fälschung soll schwieriger werden In Form und Farbe werden sich die neuen Scheine von den alten nicht unterscheiden - der Fünf-Euro-Schein bleibt also grau, der Zehner rot und der 20-Euro-Schein blau. Allerdings sollen die neuen Banknoten zahlreiche neue Sicherheitselemente haben. Denn obwohl die gegenwärtigen Euroscheine relativ sicher sind, haben viele Fälscher mittlerweile gute Methoden entwickelt, sie nachzudrucken. Dies ist auch ein wesentlicher Grund, warum die EZB die Motive vollständig austauschen will. Zum anderen erhofft man sich von den konkreten Personen, Flüssen, Kulturplätzen oder Institutionen eine stärkere Identifikation der Bevölkerung der 21 Mitgliedsstaaten mit ihrem Geld. Viel Symbolik auf den aktuellen Scheinen Doch genau an diesem Punkt setzt auch die Kritik an: Die auf den heutigen Scheinen befindlichen abstrakten Baustile und Bauelemente, die keinem Mitgliedsland direkt zugeordnet werden können, wurden damals bei der Einführung des Euro bewusst gewählt. Dadurch sollte kein Land bevorzugt oder benachteiligt werden. Die Brücken sollten die Verbindungen zwischen Europa symbolisieren, Tore und Fenster zum Zusammenhalt einladen - alles ausgedacht von Robert Kalina, der den damaligen Wettbewerb gewann. Der österreichische Grafiker war damals Chefdesigner bei der Österreichischen Nationalbank und hatte zuvor zahlreiche Serien des österreichischen Schillings entworfen. Später kreierte er auch neue Banknoten für andere Länder. Der Schöpfer der ersten Euro-Noten ist überaus skeptisch, dass das neue Design die erhofften Ziele erreichen wird. Kalina befürchtet, dass konkrete Personen und Gebäude den Stolz und die Eifersüchteleien der Nationalstaaten wieder entfachen könnten. Genau das wollte er mit seinem Design der jetzigen Banknoten vermeiden. Von der Motivserie Vögel und Flüsse hält der heute 71-jährige gar nichts. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagt Kalina, Vögel und Flüsse gehörten auf eine Briefmarke und nicht auf die wichtigste Währung des Kontinents: "Es täte mir leid, wenn der Euro künftig anders aussähe." Die EZB präsentierte je fünf Gestaltungsvorschläge zu den beiden Themen "Flüsse und Vögel"

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23. Juli
Handelsblatt

Künftige Geldscheine: Europäer können über Design neuer Euro-Banknoten abstimmen

Künftige Geldscheine: Europäer können über Design neuer Euro-Banknoten abstimmen Frankfurt/Main. Wie sollen die Euro-Scheine künftig aussehen? Die Europäische Zentralbank (EZB) präsentiert zehn Entwürfe für die geplante neue Banknotenserie und befragt nun die Bürgerinnen und Bürger. Bis zum 21. September können sich Europäerinnen und Europäer an einer Online-Umfrage beteiligen: https://surveys.ecb.europa.eu/10b/neweuro Euro-Banknoten seien mehr als ein Zahlungsmittel, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde bei der Vorstellung der von Grafikdesignern gestalteten Vorschläge. Es sei der Notenbank wichtig, die Stimme des Volkes dazu zu hören: „Die Banknoten gehören Ihnen.“ Der Euro ist gemeinsame Währung von rund 358 Millionen Menschen in 21 Ländern der Europäischen Union. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel appelliert: „Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Meinung einzubringen und die Zukunft des Euro mitzugestalten.“ Je mehr Menschen abstimmten, „desto besser spiegeln die Euro-Banknoten künftig die Vielfalt und die Werte Europas wider“. Berühmte Persönlichkeiten oder Flüsse und Vögel In einer Vorauswahl für die Motive der neuen Banknoten hatte die EZB bereits Anfang vergangenen Jahres zwei Themen festgelegt. Für jedes liegen nun jeweils fünf Umsetzungsvorschläge vor: - „Europäische Kultur“: Auf der Vorderseite der Scheine sind berühmte Europäer wie Ludwig van Beethoven, Marie Curie und Leonardo da Vinci verewigt. Die Rückseiten zeigen etwa Darstellungen von Straßenkünstlern oder einem Sängerfest. - „Flüsse und Vögel“: Fokus ist in diesem Fall die „Widerstandskraft und Vielfalt der natürlichen Ökosysteme Europas“. Unter anderem Eisvogel und Weißstorch kommen zu Ehren. Auf der Rückseite der Scheine werden europäische Institutionen abgebildet, zum Beispiel das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und die EZB. Neue Sicherheitsmerkmale in Arbeit Die EZB hatte Ende 2021 einen Prozess zur Neugestaltung der Geldscheine angestoßen. Notenbanken entwickeln regelmäßig neue Banknotenserien, um Kriminellen das Handwerk zu erschweren. „Mit verbesserten und innovativen Sicherheitsmerkmalen wollen wir den Fälschern immer einen Schritt voraus sein“, sagt Bundesbank-Präsident Nagel. Zudem wollen die Euro-Währungshüter die Umweltfolgen der Produktion verringern: Ziel ist, dass die Scheine länger halten. Ein weiterer Aspekt: Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sollen die Banknoten besser erkennbar sein. Die ersten Euro-Banknoten wurden am 1. Januar 2002 ausgegeben. Seit Mai 2019 ist die zweite Generation der Scheine mit neuen Sicherheitsmerkmalen komplett. Die Motive auf den aktuellen Euro-Banknoten sind - anders als bei den früheren nationalen Währungen wie der D-Mark - eher nüchtern: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt.

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