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Samstag, 15. August 2026
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Johannes Liebmann greift nach zweiter Gold-Medaille

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15. August
ZDF heute

Johannes Liebmann greift nach zweiter Gold-Medaille

Deutscher Shooting-Star bei Schwimm-EM:Johannes Liebmann greift nach zweiter Gold-Medaille von Andreas Morbach Einmal Gold hat Johannes Liebmann in Paris schon gewonnen - über 1.500 Meter Freistil peilt der 19-Jährige am Samstag seinen zweiten EM-Titel an. Und die Zukunft sieht rosig aus. Um begreifen zu können, was in diesen Tagen bei der Schwimm-EM von Paris mit ihm passiert ist, muss sich Johannes Liebmann noch etwas gedulden. "Ich weiß noch nicht genau, wie es in meinem Kopf aussieht", gestand der 19-Jährige nach seinem Gold-Coup über 800 Meter Freistil jedenfalls - und kündigte an: "Das guck’ ich nach dieser Woche." EM: Liebmann schwimmt gegen Klemet um Gold Die ist noch nicht ganz vorüber, doch mit der zweitschnellsten Vorlaufzeit über 1.500 Meter Freistil kam Liebmann am Freitag dem erhofften Erkenntnisgewinn wieder ein Stück näher. Die Form sei gut, sagte er anschließend - und betonte: Sich immer wieder auf das höchste Energielevel zu schießen, ist schwierig. Aber ich hoffe, ich kriege es hin. Johannes Liebmann Im Finale über die 30 Bahnen Kraul wird sich der Europameister über 800 Meter Freistil am Samstag um 19:20 Uhr (live im ZDF) unter anderem mit Oliver Klemet messen. Bei seinem ersten Goldrennen am Mittwoch gelang ihm das gegen Sven Schwarz, einen anderen Mitstreiter aus dem DSV-Team, bereits vorzüglich. Magdeburger Erfolgsgeschichte geht weiter "Johannes hat es unglaublich gut gemacht, ich hatte keine Chance heute", schnaufte Schwarz (24), als amtierender Vizeweltmeister auf dieser Strecke Zweiter. Mit dreieinhalb Sekunden Rückstand auf Liebmann. Johannes Liebmann hat EM-Gold über 800-Meter-Freistil geholt. Im ZDF-Interview mit Reporterin Lena Kesting spricht er über seine Gefühlswelt. 12.08.2026 | 1:21 minDessen kometenhafter Aufstieg ist das nächste Kapitel in der andauernden Magdeburger Erfolgsgeschichte. Dort schmiedet Bernd Berkhahn als Bundestrainer fürs nationale Langstrecken- und Freiwasserschwimmen seit 2012 in höchster Akribie Olympiasieger, Weltmeisterinnen und Weltmeister fast wie am Fließband. Mit Liebmann als neuestem Wow-Effekt. Taktikbesprechung über Entfernung von 9.000 Kilometer Die Taktikbesprechung mit dem Senkrechtstarter im DSV-Team erfolgte über 9.000 Kilometer Entfernung von Los Angeles aus - wo Berkhahn in dieser Woche schon mal die Sportstätten für Olympia 2028 inspizierte. Seine zentrale Vorgabe an Liebmann in Paris: Je zügiger er loslege, umso größer seien am Ende Medaillen- und Siegchancen. Wie schnell es für ihn in den vergangenen Monaten nach oben ging, wundert den bemerkenswert abgeklärten Teenager selbst am meisten. Am 12. April kraulte er in Stockholm über 800 Meter zum Europarekord, den er in Paris nun nochmals verbesserte. Zwei Tage zuvor hatte er in der schwedischen Hauptstadt bereits die Weltjahresbestzeit über 1.500 Meter Freistil in den Pool gezaubert. Wellbrocks wertvolle Erfahrungen helfen Liebmann Sven Schwarz, amtierender Vizeweltmeister auf der Marathonstrecke im Pool, verpasste am Freitagmittag als "nur" drittbester DSV-Starter das Finale. Während Liebmann sich in seiner ersten Saison bei den Profis an den zweiten Coup bei dieser EM macht. Gute Leistungen hängen beim Schwimmen auch von einem "schnellen Becken" ab. Aber was genau ist das? Melvin Imoudu erklärt es. 12.08.2026 | 0:47 minBeim Training in Magdeburg profitiert Deutschlands neueste Vorzeigekrauler, der in diesem Frühjahr neben der Schwimmerei sein Abitur machte, Tag für Tag von der geballten Erfahrung um ihn herum. Besonders wertvoll für ihn dabei: Florian Wellbrock. Wellbrock lobt Liebmann: Wissbegierig und demütig Der Freiwasser-Olympiasieger von Tokio, in der Seine in der Vorwoche unter anderem zu Gold in der Mixed-Staffel gekrault, lobt die Wissbegier und die Demut des jungen Kollegen. Und der staunte bei seinem Sieg über 800 Meter dann über die eigene Bierruhe vor dem Start. Isabel Gose und Florian Wellbrock gewinnen in der Mixed-Staffel gemeinsam mit Julia Ackermann und Oliver Klemet Gold. Wellbrock brachte den herausgeschwommenen Vorsprung ins Ziel. 08.08.2026 | 1:42 minAls Liebmann zusammen mit seiner älteren Schwester als kleiner Knirps unbedingt ein Schlauchboot haben wollte, machte ihr Papa zur Bedingung, dass die beiden erst mal schwimmen lernen. Und das kann der Sohnemann inzwischen so gut, dass ihn der zehnmalige Weltmeister Wellbrock als potenziell "richtig gefährlich" für die nächsten Jahre einschätzt. Liebmann: "Überraschend" weiter Schub in dieser Saison "Der Schub in dieser Saison kam überraschend, auch überraschend weit. Damit hätte ich auf keinen Fall gerechnet", sagt Johannes Liebmann dazu und strahlt: "Umso glücklicher bin ich damit - und schau' mal, wie weit er noch geht." Mehr Schwimm-EM - Angelina Köhler::"Es war einfach ein geiles Rennen"Video1:22 - Roos Vanotterdijk gewinnt:Angelina Köhler feiert Silber über 100 Meter SchmetterlingVideo0:34 - Bronze holt Maya Werner:Goses Silberrennen über 800-Meter-FreistilVideo10:21 - Deutsche gehen leer aus:Sara Curtis knackt eigenen Weltrekordmit Video1:29

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14. August
Neues Deutschland

Schwimmen | Schwimm-EM 2026: Johannes Liebmann greift nach zweitem Gold

- Sport - Schwimmen Schwimm-EM 2026: Johannes Liebmann greift nach zweitem Gold Am Samstag greift Johannes Liebmann im 1500-Meter-Finale der Schwimm-EM nach seinem zweiten Titel. Sein stärkster Rivale kommt aus dem eigenen Team. Um zu begreifen, was bei dieser EM in Paris mit ihm passiert, braucht Johannes Liebmann noch etwas Zeit. »Ich weiß noch nicht genau, wie es in meinem Kopf aussieht«, gestand Deutschlands neuer Vorzeigekrauler nach seinem Gold-Coup über 800 Meter Freistil. »Das guck’ ich nach dieser Woche.« Die ist für ihn noch nicht vorbei. Mit der zweitschnellsten Vorlaufzeit über 1500 Meter von 14:50,83 Minuten qualifizierte sich der 19-Jährige am Freitag souverän für das Finale. Die Entscheidung über 30 Bahnen steht am Samstagabend auf dem Programm. Liebmann trifft dort unter anderem auf seinen Mannschaftskollegen Oliver Klemet, der im Vorlauf fast anderthalb Sekunden schneller war ((14:52,16). Titel mit Europarekord Am Mittwoch hatte Liebmann bereits einen anderen deutschen Konkurrenten hinter sich gelassen. In 7:37,59 Minuten wurde er als erster Deutscher Europameister über 800 Meter Freistil und verbesserte seinen eigenen Europarekord um 35 Hundertstelsekunden. »Johannes hat es unglaublich gut gemacht, ich hatte keine Chance«, sagte Sven Schwarz, immerhin amtierender Vizeweltmeister auf dieser Strecke. Als Zweiter schlug er dreieinhalb Sekunden nach dem fünf Jahre jüngeren Liebmann an. Liebmanns rasanter Aufstieg ist das nächste Kapitel der Magdeburger Erfolgsgeschichte. Seit Ende 2012 hat Bernd Berkhahn am dortigen Bundesstützpunkt eine Trainingsgruppe von Weltrang aufgebaut. Olympiasiege, Weltmeistertitel und Rekorde tragen die Handschrift des akribischen Bundestrainers. Mit Liebmann rückt nun der nächste Spitzenmann aus seiner Gruppe ins Rampenlicht. Fernsteuerung aus Los Angeles Beim 800-Meter-Finale war Berkhahn allerdings nicht an Ort und Stelle. Der 55-Jährige besichtigte gemeinsam mit Florian Wellbrock in Los Angeles die olympische Freiwasserstrecke für die Spiele 2028. Liebmann, in Eckernförde geboren und 2023 von Elmshorn ins Magdeburger Sportinternat gewechselt, trainiert seit dem Frühjahr 2025 direkt bei Berkhahn. Inzwischen kennen sich beide so gut, dass die Abstimmung auch über 9000 Kilometer Entfernung funktionierte. Berkhahn besprach die Taktik von Los Angeles aus. Die Vorgabe: hohes Anfangstempo, die Konkurrenz früh unter Druck setzen. Liebmann setzte den Plan im Centre Aquatique Olympique konsequent um. Wie schnell es für ihn in den vergangenen Monaten nach oben ging, erstaunt den bemerkenswert abgeklärten Teenager selbst am meisten. Am 12. April schwamm er in Stockholm über 800 Meter seinen ersten Europarekord, den er in Paris nun erneut verbesserte. Zwei Tage zuvor hatte er über 1500 Meter in 14:39,67 Minuten die damalige Weltjahresbestzeit aufgestellt. Klemet war in diesem Rennen nur gut zwei Sekunden langsamer. Nur zwei Deutsche ins Finale Der starke interne Konkurrenzkampf hatte am Freitag Folgen für Sven Schwarz. Der Vizeweltmeister über 1500 Meter beendete die Vorläufe zwar als Fünfter. Weil er aber nur der drittschnellste deutsche Starter war und höchstens zwei Schwimmer pro Nation das Finale bestreiten dürfen, schied er aus. Liebmann dagegen kann bei seiner ersten Langbahn-EM in der offenen Klasse bereits den zweiten Einzeltitel gewinnen. Im Training profitiert der Senkrechtstarter, der in diesem Frühjahr neben dem Schwimmen sein Abitur ablegte, täglich von der Erfahrung der Magdeburger Spitzengruppe. Lernen von den Besten Besonders wertvoll ist für Liebmann der Austausch mit Florian Wellbrock. Der Freiwasser-Olympiasieger und zehnmalige Weltmeister lobt die Wissbegier und die Demut seines jungen Kollegen. Liebmann selbst wunderte sich vor seinem Goldrennen vor allem über die eigene Ruhe. Als er als kleiner Junge gemeinsam mit seiner zwei Jahre älteren Schwester unbedingt ein Schlauchboot haben wollte, stellte der Vater eine Bedingung: Beide mussten zunächst schwimmen lernen. Anfangs fremdelte Liebmann mit dem Sport. Inzwischen hält Wellbrock ihn für einen Schwimmer, der in den kommenden Jahren »richtig gefährlich« werden könne. Aus dem Schwimmkurs wurde eine Karriere, deren rasantes Tempo Liebmann selbst erst noch begreifen muss. Wir haben einen Preis. Aber keinen Gewinn. Die »nd.Genossenschaft« gehört den Menschen, die sie ermöglichen: unseren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die mit ihrem Beitrag linken Journalismus für alle sichern: ohne Gewinnmaximierung, Medienkonzern oder Tech-Milliardär. Dank Ihrer Unterstützung können wir: → unabhängig und kritisch berichten → Themen sichtbar machen, die sonst untergehen → Stimmen Gehör verschaffen, die oft überhört werden → Desinformation Fakten entgegensetzen → linke Debatten anstoßen und vertiefen Jetzt »Freiwillig zahlen« und die Finanzierung unserer solidarischen Zeitung unterstützen. Damit nd.bleibt.

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13. August
Süddeutsche Zeitung

Schwimm-EM: Der erste deutsche Europameister über 800 Meter Freistil

Als Johannes Liebmann am Mittwochabend nach 800 Metern Freistil anschlug im Centre Aquatique Olympique, da verdunkelte sich nicht nur draußen der Himmel wegen der Sonnenfinsternis – drinnen spritzte es bloß so um ihn herum. Denn als der erst 19-Jährige sah, dass er gerade EM-Gold mit neuem Europarekord gewonnen hatte, schlug der Schwimmer des SC Magdeburg mit seinen Händen wild aufs Wasser. 7:37,59 Minuten hatte Liebmann für die Strecke gebraucht, der zweite Deutsche Sven Schwarz sicherte sich in 7:41,16 Silber, vor dem Ungarn Zalan Sarkany (7:41,75), den er im Endspurt niederrang. Aber die Geschichte des Abends schrieb eindeutig Liebmann, der erste deutsche Europameister auf dieser Strecke. „Ich bin mega glücklich, mit der Goldmedaille habe ich geliebäugelt“, sagte er selbstbewusst, denn er weiß ja, was er kann. Im April hatte Liebmann in 7:37,94 Minuten bereits einen Europarekord auf dieser Strecke aufgestellt, seither war er auf dem Radar der Konkurrenz. Und nun unterbot er seinen eigenen Bestwert in Paris beim Saisonhöhepunkt. Den Konkurrenten schwamm er auf den letzten 200 Metern einfach auf und davon. „Ich habe vorher ein bisschen Taktikbesprechung mit Bernd gemacht, wir haben telefoniert“, sagte Liebmann, Coach Berkhahn weilte während des Rennens noch in den USA, wo er sich die Olympiastätten und -strecken schon einmal angeschaut hat. Die Taktik ging auf. Den Namen Liebmann, der vor ein paar Monaten noch kaum einer breiteren Öffentlichkeit bekannt war, sollte man sich also merken. Er ist eines jener Talente, die in Berkhahns Magdeburger Trainingsgruppe zur nächsten großen Generation nach den Olympiasiegern Florian Wellbrock und Lukas Märtens werden könnten. Vor dem Wettkampf ist Liebmann ruhig. Vielleicht ist es das Selbstverständnis als Mitglied einer Gruppe, die seit Jahren die großen Schwimmtitel unter sich aufteilt Der Weg nach Magdeburg war nicht unbedingt vorgezeichnet. Liebmann wuchs in Flensburg auf, in der dortigen Schwimmhalle trainierte er in seiner Jugend unter Dennis Procks, seine Eltern hatten ihn einfach beim Verein angemeldet. „Dadurch, dass Flensburg nah am Wasser gebaut ist, also an der Ostsee, waren wir oft auch einfach am Strand“, erzählt Liebmann vor der EM in einem Telefonat. Mit fünfeinhalb Jahren habe er seinen ersten Schwimmkurs gemacht, die Eltern wollten, dass er wie seine Schwester und sein Bruder früh schwimmen lernt. Nach dem Bronze-Abzeichen bestritt er unter Procks die ersten Wettkämpfe. „Ich hatte mega viel Spaß dran, auch wenn ich nicht gut war am Anfang“, sagt Liebmann. Doch er wurde immer schneller. Als sein Vater aus beruflichen Gründen 2020 nach Elmshorn zog, ging die Familie mit ihm mit. Und Johannes schwamm unter dem neuen Trainer Jörg Bayer einfach weiter. Mit 16 wechselte Liebmann erneut, diesmal nach Magdeburg, zur Elitegruppe von Langstrecken-Bundestrainer Bernd Berkhahn. Seither trainiert er zusammen mit Wellbrock und Märtens, eine Situation, die kaum besser sein könnte für einen jungen Nachwuchsschwimmer. Liebmann ging parallel auf die Sportschule, machte sein Abitur, wohnte im zugehörigen Internat. Gerade ist er in eine eigene Wohnung gezogen. Der Anfang sei nicht immer einfach gewesen, „ich musste meine Familie und Freunde zurücklassen und habe viel mit meinen Eltern telefoniert. Aber mit der Zeit habe ich mich sehr gut eingelebt“, sagte Liebmann. Er mochte die langen Strecken schon immer gern, auch in der Jugend legten seine Trainer den Schwerpunkt auf die Ausdauer: „Auch dieses Taktieren, das strategische Verhalten, das macht mir mehr Spaß, als 20 Sekunden einmal durchzuprügeln.“ In Magdeburg hat er nun sein optimales Biotop gefunden, mit einem Trainer, der laut Liebmann beides vereint, Zuckerbrot und Peitsche, und den „sein technisches Know-how auszeichnet. Er weiß, wie man eine Person individuell zu ihrer Höchstleistung bringt, durch technische Anpassungen, aber auch durch trainingsmethodische Maßnahmen.“ Liebmann, der sich als relativ selbstkritisch bezeichnet, sieht da noch einiges Potenzial, er findet noch viele Fehler bei sich. Andererseits darf sich der Deutsche Schwimm-Verband glücklich schätzen über ein solches Talent, über den Silber-Gewinner Schwarz nach dem EM-Wettkampf sagte: „Man konnte Johannes heute nicht schlagen, er war einfach zu stark.“ Er habe sich selbst ein wenig gewundert, wie ruhig er vor dem Rennen gewesen sei, stellte Liebmann noch fest. Aber vielleicht ist es auch einfach das Selbstverständnis, einer Magdeburger Gruppe anzugehören, die seit Jahren die großen Schwimmtitel der Welt unter sich aufteilt. Und es ist ja noch nicht vorbei in Paris. Liebmann wie auch Schwarz treten bei dieser EM noch über 1500 Meter Freistil an. Ihre Chancen stehen auch dort nicht schlecht. Es muss ja nicht wieder gleich der Europarekord fallen.

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12. August
Der Spiegel

Schwimm-EM in Paris: Johannes Liebmann holt Gold mit Europarekord über 800 Meter

Schwimm-EM in Paris Liebmann holt mit Europarekord Gold über 800 Meter Der Deutsche Johannes Liebmann hat bei der Europameisterschaft in Paris Gold über 800 Meter Freistil gewonnen. Der 19-Jährige setzte sich vor seinem Teamkollegen Sven Schwarz und Zalán Sárkány aus Ungarn durch. Liebmann schlug nach 7:37,59 Minuten an und verbesserte damit seinen Europarekord vom 12. April um 0,35 Sekunden. Sein Vorsprung auf Platz zwei betrug 3,57 Sekunden. »Mit der Goldmedaille habe ich geliebäugelt. Es ist unglaublich, was im letzten Jahr passiert ist«, sagte Liebmann. Er habe vor dem Rennen eine Taktikbesprechung mit dem nicht anwesenden Trainer Bernd Berkhahn gehabt und diese wohl auch ganz gut umgesetzt. »Je schneller man vorn angeht, umso größer sind die Chancen hinten heraus«, sagte der Sieger. Für Liebmann ist es bei seiner ersten Europameisterschaft auf der Langbahn der größte Erfolg der bisherigen Karriere. Auch die Vorläufe am Dienstag hatte er gewonnen. »Ich bin es relativ zügig angegangen, um keine Risiken einzugehen«, sagte Liebmann danach. Sven Schwarz schwamm auf den zweiten Platz und holte Silber. »Man konnte ihn nicht schlagen, da war er einfach zu stark«, lobte Silbermedaillengewinner Schwarz den ersten deutschen Europameister über 800 Meter. Für Schwarz ist es ebenfalls die erste Medaille bei einer Langbahn-EM. Der Langstreckenexperte aus Hannover ist aber bereits Vizeweltmeister über 800 und 1500 Meter Freistil. Auch über 1500 Meter zählen Liebmann und Schwarz zu den Medaillenkandidaten. Liebmann ist auf der längsten Beckendistanz sogar Weltjahresbester. Die Vorläufe stehen am Freitag an. Europameisterin über 50 Meter Schmetterling wurde die Schwedin Sarah Sjöström. Die 32-Jährige, die erst vor knapp einem Jahr Mutter geworden war, holte ihren 18. EM-Titel und zog damit mit der deutschen Schwimm-Ikone Franziska van Almsick gleich. Keine Schwimmerin hat mehr Goldmedaillen bei Europameisterschaften gewonnen. Liebmann ist Deutschlands nächste große Schwimmhoffnung, gerade hat er eine Fabelzeit über 800 Meter Freistil aufgestellt. Der Erfolg hat mit seinem Umzug nach Magdeburg zu tun. Mehr dazu lesen Sie hier .

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12. August
ZDF heute

Johannes Liebmann holt Gold über 800-Meter-Freistil

Schwimm-EM in Paris:Johannes Liebmann holt Gold über 800-Meter-Freistil Johannes Liebmann hat den ersten Titel im Becken bei dieser EM für Deutschland gewonnen. Er holt sich Gold über 800-Meter-Freistil. Johannes Liebmann hat den deutschen Beckenschwimmern das erste Gold bei dieser Europameisterschaft beschert. Der 19 Jahre alte Deutsche gewann die 800-Meter-Freistil rund dreieinhalb Sekunden vor dem dem zweiten Deutschen Sven Schwarz, der sich über Silber freuen darf. Dabei stellte Liebmann mit seiner Siegerzeit von 7:37:59 Minuten einen neuen Europarekord auf. Den alten hatte er über diese Strecke selbst gehalten. Bronze holte sich der Ungar Zalan Sarkany. Liebmann setzte sich nach 550 Metern ab "Ich habe mit der Goldmedaille geliebäugelt, jetzt bin ich umso glücklicher, dass ich sie habe", sagte Liebmann nach dem bislang größten Erfolg seiner sportlichen Karriere: "Es ist unglaublich, ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll." Nach 550 Metern hatte sich der Senkrechtstarter von Schwarz und dem Ungarn Zalan Sarkany abgesetzt und zog unwiderstehlich davon. Seinen Europarekord, den er erst im April aufgestellt hatte, unterbot er am Ende um 35 Hundertstel. Erst im Mai hatte Liebmann sein Abitur gemacht, seit drei Jahren trainiert er bei Bundestrainer Bernd Berkhahn in Magdeburg mit den Olympiasiegern Florian Wellbrock und Lukas Märtens. Die Schwimm-EM bringt für die Deutschen weiter Medaillen, Schwimmerin Gose holte Silber, Kollegin Werner Bronze. Bei der Leichtathletik sprintet Ansah zu Bronze, Hammerwerfer Hummel holt Silber. 12.08.2026 | 1:00 minElendt und Köhler verpassen Medaille Indes ist Weltmeisterin Anna Elendt an einer Medaille vorbeigeschwommen. Die 24-Jährige verpasste über die 100-Meter-Brust ein Jahr nach ihrem WM-Triumph am Mittwochabend in 1:06,37 Minuten als Siebte das Podium auf europäischer Ebene. Gold ging an die Britin Angharad Evans (1:04,87) vor der Irin Mona McSharry (1:05,41) und der Italienerin Benedetta Pilato (1:05,89). Gute Leistungen hängen beim Schwimmen auch von einem "schnellen Becken" ab. Aber was genau ist das? Melvin Imoudu erklärt es. 12.08.2026 | 0:47 minAuch Ex-Weltmeisterin Angelina Köhler schwamm am Podium über 50 m Schmetterling vorbei. Die Berlinerin, die sich 2024 über die doppelte Distanz WM-Gold gesichert hatte, schlug in 25,72 Sekunden als Sechste an. Gold ging an die Schwedin Sarah Sjöström (25,05), die ihren 18. EM-Titel auf der Langbahn gewann und damit mit der deutschen Schwimm-Ikone Franziska van Almsick gleichzog. Silber holte die Belgierin Roos Vanotterdijk (25,12) vor Sara Junevik aus Schweden (25,51). Viele weitere deutsche Erfolge Linda Roth hat bei der Schwimm-EM das Finale über 200 m Freistil erreicht und kann sich Hoffnungen auf eine Medaille machen. Die Magdeburgerin legte zwei Tage nach dem unglücklichen vierten Platz in der Staffel am Mittwochabend in den Einzel-Halbfinals in persönlicher Bestzeit von 1:56,46 Minuten die viertschnellste Zeit hin. Die deutschen 4x200m-Staffeln der Frauen und Männer schwimmen bei der EM deutsche Rekorde. Die Männer gewinnen Bronze, die Frauen verpassen diese um einen Wimpernschlag. 11.08.2026 | 0:25 minIns Finale über 200 m Brust kämpfte sich Lucas Matzerath in persönlicher Bestzeit von 2:10,07 Minuten als Achter. Über die 100 m Schmetterling reichte es auch für Kaii Liam Winkler in 51,34 Sekunden auf Platz fünf. Curtis schwimmt Weltrekord Für ein echtes Highlights an dem Abend sorgte die Italienerin Sara Curtis. Die 19-Jährige stellte in ihrem Halbfinale über 50-Meter-Rücken in 26,63 Sekunden einen neuen Weltrekord auf. Den bisherigen Weltrekord auf der Strecke hielt die Australierin Kaylee McKeown mit 26,86 Sekunden. Sie wollen über Sport stets auf dem Laufenden bleiben? Dann ist unser sportstudio-WhatsApp-Channel genau das Richtige für Sie. Egal ob morgens zum Kaffee, mittags zum Lunch oder zum Feierabend - erhalten Sie die wichtigsten News direkt auf Ihr Smartphone. Melden Sie sich hier ganz einfach für unseren WhatsApp-Channel an: sportstudio-WhatsApp-Channel.

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