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Mittwoch, 29. Juli 2026
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Autoindustrie: BMW baut 8000 Stellen ab und will damit eine Milliarde Euro pro Jahr sparen

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29. Juli
ZDF heute

BMW streicht Tausende Stellen in Deutschland

Bis zu 8.000 Jobs in Gefahr:BMW streicht Tausende Stellen in Deutschland Der Münchner Autobauer BMW will bis Ende 2027 mehrere Tausend Arbeitsplätze in Deutschland streichen. Die Produktion sei davon aber ausgenommen. Der Münchner Autobauer BMW will bis Ende 2027 mehrere Tausend Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. Unternehmen und Betriebsrat hätten sich auf ein Abfindungsprogramm geeinigt, sagte eine Unternehmenssprecherin der Agentur Reuters. Es ziele auf die Bereiche Verwaltung und Entwicklung ab. Die Produktion sei demnach ausgenommen. Aus Unternehmenskreisen hieß es, insgesamt solle die Zahl der Mitarbeiter um rund 8.000 sinken. Eingetrübte Prognose BMW hatte im Juni seine Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt, weil sich das China-Geschäft enttäuschend entwickelt. Dort ist der Fahrzeugabsatz zuletzt eingebrochen. Der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic kündigte daraufhin an, die laufenden Sparmaßnahmen zu beschleunigen und zu intensivieren. Bereits im Geschäftsbericht für 2026 hat BMW einen leichten Rückgang der Beschäftigung in Aussicht gestellt. "Leicht" bedeutet bei BMW bis zu fünf Prozent. Insgesamt beschäftigt der Münchner Konzern derzeit rund 150.000 Menschen. Zölle und China-Geschäft belasten Die deutschen Autobauer stecken derzeit in der Krise. Die Verkäufe von Elektroautos nehmen zwar an Fahrt auf, die Gewinnmargen sind dort jedoch kleiner. Zugleich belasten die Zölle der US-Regierung und insbesondere das zunehmend wegbrechende Geschäft in China die Unternehmen. Beim größten deutschen und europäischen Autokonzern - Volkswagen - stehen bis zu 100.000 Stellenstreichungen und mehrere Werksschließungen im Raum. Bei Mercedes-Benz läuft ebenfalls ein Abfindungsprogramm. BMW galt lange als am widerstandsfähigsten. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.

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29. Juli
Tagesschau

BMW will rund 8.000 Jobs abbauen

Krise in der Autoindustrie BMW will rund 8.000 Jobs abbauen Als letzter deutscher Autokonzern legt BMW ein großes Stellenabbauprogramm auf. Bis Ende 2027 sollen nach Medienberichten weltweit rund 8.000 Jobs wegfallen - teils über natürliche Fluktuation, teils über ein Abfindungsprogramm. BMW will bis Ende 2027 bis zu 8.000 Jobs abbauen. Die Nachrichtenagenturen dpa und AFP berichten übereinstimmend, der Stellenabbau solle über natürliche Fluktuation sowie ein Abfindungsprogramm auf freiwilliger Basis in Deutschland erfolgen. Das Programm, das laut den Angaben aus Unternehmenskreisen weitgehend mit den Arbeitnehmervertretern ausgehandelt ist, wird den Konzern voraussichtlich einen dreistelligen Millionenbetrag kosten, auch wenn dies derzeit noch schwer abzuschätzen sei. Es komme darauf an, wie viele die Abfindung nähmen. Weltweit beschäftigt BMW etwa 154.000 Menschen. Erste Abgänge noch in diesem Jahr erwartet Wie AFP weiter berichtet, werden die ersten Abgänge noch in diesem Jahr erwartet. Im kommenden Jahr soll das Abfindungsprogramm dann Fahrt aufnehmen und sich 2028 bereits positiv in den Kennzahlen niederschlagen. Dass BMW ein Stellenabbauprogramm bevorsteht, darüber wird seit Mitte Juni spekuliert. Lange war BMW der letzte große deutsche Autohersteller, der ohne großes Sparprogramm auskam. Volkswagen, Mercedes, Audi, Porsche - alle hatten schon im vergangenen Jahr Stellenstreichungen angekündigt, teilweise in weit höherem Umfang. Weitere Informationen in Kürze.

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29. Juli
Wirtschaftswoche

Krise der Autoindustrie: BMW baut weltweit 8000 Jobs ab

Krise der Autoindustrie: BMW baut weltweit 8000 Jobs ab Jetzt also auch BMW Das Abfindungsprogramm soll von Oktober 2026 bis Ende 2027 laufen und sich an den sogenannten indirekten Bereich richten. Damit sind alle Mitarbeiter gemeint, die nicht direkt am Autobau beteiligt sind. Da mehr als die Hälfte der knapp 154.000 BMW-Mitarbeiter in Deutschland tätig ist – zum Halbjahr waren es gut 84.000 – und hier auch das Abfindungsprogramm aufgelegt wird, ist es wahrscheinlich, dass am Ende auch mehr als die Hälfte der betroffenen Jobs auf Deutschland entfällt. BMW äußerte sich zunächst nicht zu den Plänen. Dass BMW ein Stellenabbauprogramm bevorsteht, darüber wird seit Mitte Juni spekuliert. Damals hatte der nur einen Monat zuvor vom Produktionsvorstand zum Konzernchef aufgestiegene Milan Nedeljkovic eine deutliche Gewinnwarnung geben müssen. Seinerzeit hieß es zudem, dass der Konzern „die laufenden Kostensenkungen durch weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen intensivieren und beschleunigen“ werde. Sechs Wochen relativ geräuschlose Gespräche Der Gesamtbetriebsrat hatte damals „unverzügliche und verbindliche“ Gespräche gefordert. Diese sind nun binnen sechs Wochen offenbar abgeschlossen – BMW-typisch nach außen hin eher geräuschlos. Bei der Bekanntgabe des Personalstrukturprogramms sollen dem Vernehmen nach sowohl der Betriebsratsvorsitzende Martin Kimmich als auch Nedeljkovic sprechen. Das Abfindungsprogramm in Deutschland soll dem Vernehmen nach nicht selektiv sein. Es steht also allen Mitarbeitern außerhalb der Produktion offen – insgesamt einigen zehntausend Menschen. Wie viel BMW sich den Jobabbau kosten lässt, ist noch nicht ganz klar. Die Belastungen sollen früheren Aussagen zufolge erst im zweiten Halbjahr zu Buche schlagen. In einem Kapitalmarkt-Call im Juni hatte Finanzchef Walter Mertl klargemacht, dass es im Zuge der Restrukturierung Einmalbelastungen von rund einer Milliarde geben werde – es blieb aber offen, ob diese Summe komplett in den Personalabbau fließt. Auch zur Höhe der geplanten Einsparungen waren zunächst keine Zahlen zu erfahren. Lange ohne Abbauprogramme Lange war BMW der letzte große deutsche Autohersteller, der ohne großes Stellenabbauprogramm auskam. Volkswagen Die gesamte deutsche Autoindustrie leidet derzeit unter dem Einbruch des chinesischen Marktes und dem sich dort stark erhöhenden Konkurrenz- und Preisdruck. Hinzu kommen die US-Zölle, die immer stärker werdende chinesische Konkurrenz auf dem Weltmarkt und zuletzt die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten auf die weltweite Konjunktur. Dem kann sich auch BMW nicht entziehen, auch wenn die Münchner zuletzt meist etwas glimpflicher davonkamen als die deutsche Konkurrenz. Und für das Abfindungsprogramm nennt man in Unternehmenskreisen auch einen weiteren Grund: Für die Entwicklung der Neuen Klasse hatte BMW viel Geld in die Hand genommen, um einen technologischen Sprung zu schaffen. Dass die Entwicklungskosten danach wieder sinken sollten, hatte der Konzern schon im vergangenen Jahr betont. Und das umfasst offenbar auch Personal. Die Belegschaft schrumpfte schon vor dem Abbauprogramm Ein Rückgang der Belegschaft hat zudem schon vor dem jetzt angekündigten Abbau eingesetzt: Von Mitte 2025 bis Mitte 2026 sank die Zahl der Mitarbeiter bereits um rund 2000. Und auch die Jahresprognose für 2026 hatte einen leichten Rückgang vorgesehen. Beispiellos ist der Jobabbau bei BMW nicht. Anfang 2008 hatte der damalige Konzernchef Norbert Reithofer einen Abbau in ähnlicher Dimension angekündigt. Bis Ende 2010 schrumpfte die Belegschaft dann sogar um mehr als 10.000 – auf damals 95.000. Danach ging es allerdings wieder steil nach oben. Dass das wieder gelingen wird, ist angesichts der aktuellen Prognosen für die deutsche Autoindustrie eher unwahrscheinlich. Wie es finanziell um BMW steht, muss der Konzern am Donnerstag erklären. Dann legt der Konzern seine Halbjahreszahlen vor – die ersten, an denen Nedeljkovic zumindest einen kleinen Anteil als Konzernchef hat. Die Gewinnwarnung im Juni, die zuletzt sinkenden Absatzzahlen und die bereits vorliegenden Zahlen der deutschen Konkurrenten machen dabei wenig Hoffnung auf gute Nachrichten. Lesen Sie auch: Nur Toyota war stärker – warum VW besser dasteht als gedacht

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29. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

BMW will weltweit 8000 Jobs abbauen

Autoindustrie in der Krise BMW will weltweit 8000 Jobs abbauen Die deutschen Autobauer sind in der Krise. Nun will auch BMW weltweit rund 8000 Jobs abbauen, wie die Nachrichtenagenturen dpa und AFP aus Unternehmenskreisen erfuhren. Der Stellenabbau soll demnach über natürliche Fluktuation durch Rente oder auslaufende Befristungen sowie über ein Abfindungsprogramm auf freiwilliger Basis in Deutschland erfolgen. Das Abfindungsprogramm soll von Oktober 2026 bis Ende 2027 laufen und sich an alle Mitarbeiter in Deutschland außerhalb der direkten Produktion wenden. Da mehr als die Hälfte der knapp 154.000 BMW-Mitarbeitenden in Deutschland tätig ist – zum Halbjahr waren es gut 84.000 – und hier auch das Abfindungsprogramm aufgelegt wird, ist es wahrscheinlich, dass am Ende auch mehr als die Hälfte der betroffenen Jobs auf Deutschland entfällt. BMW äußerte sich zunächst nicht zu den Plänen. Geräuschlose Verhandlungen Darüber, dass BMW ein Stellenabbauprogramm bevorsteht, wird seit Mitte Juni spekuliert. Damals hatte der nur einen Monat zuvor vom Produktionsvorstand zum Konzernchef aufgestiegene Milan Nedeljkovic eine deutliche Gewinnwarnung geben müssen. Seinerzeit hieß es zudem, dass der Konzern »die laufenden Kostensenkungen durch weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen intensivieren und beschleunigen« werde. Der Gesamtbetriebsrat hatte damals »unverzügliche und verbindliche« Gespräche gefordert. Diese sind nun binnen sechs Wochen offenbar abgeschlossen. Bei der Bekanntgabe des Personalstrukturprogramms sollen dem Vernehmen nach sowohl der Betriebsratsvorsitzende Martin Kimmich als auch Nedeljković sprechen. Wie viel BMW sich den Jobabbau kosten lässt, ist bislang nicht klar. Im Juni hatte Finanzchef Walter Mertl klargemacht, dass es im Zuge der Restrukturierung Einmalbelastungen von rund einer Milliarde geben werde – es blieb aber offen, ob diese Summe komplett in den Personalabbau fließt. Auch zur Höhe der geplanten Einsparungen waren zunächst keine Zahlen zu erfahren. BMW lange ohne Abbauprogramme Der Münchner Autohersteller war in Deutschland ohne großes Stellenabbauprogramm ausgekommen. Volkswagen, Mercedes, Audi, Porsche hatten schon im vergangenen Jahr Stellenstreichungen angekündigt, teilweise in weit höherem Umfang. Und im VW-Konzern wird bereits um die zweite Runde der Streichungen gerungen , in der Zehntausende Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Erst diese Woche hat die VW-Tochter Porsche mit dem Wegfall weiterer 5000 Jobs den Anfang gemacht. Die gesamte deutsche Autoindustrie leidet derzeit unter dem Einbruch des chinesischen Marktes und dem sich dort stark erhöhenden Konkurrenz- und Preisdruck. Hinzu kommen die US-Zölle, die immer stärker werdende chinesische Konkurrenz auf dem Weltmarkt und zuletzt die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten auf die weltweite Konjunktur.

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29. Juli
Handelsblatt

Krise der Autoindustrie: BMW baut weltweit 8.000 Jobs ab

Krise der Autoindustrie: BMW baut weltweit 8.000 Jobs ab München. Jetzt also auch BMW Das Abfindungsprogramm soll von Oktober 2026 bis Ende 2027 laufen und sich an alle Mitarbeiter in Deutschland außerhalb der direkten Produktion wenden. Da mehr als die Hälfte der knapp 154.000 BMW-Mitarbeiter in Deutschland tätig ist - zum Halbjahr waren es gut 84.000 - und hier auch das Abfindungsprogramm aufgelegt wird, ist es wahrscheinlich, dass am Ende auch mehr als die Hälfte der betroffenen Jobs auf Deutschland entfällt. BMW äußerte sich zunächst nicht zu den Plänen. Dass BMW ein Stellenabbauprogramm bevorsteht, darüber wird seit Mitte Juni spekuliert. Damals hatte der nur einen Monat zuvor vom Produktionsvorstand zum Konzernchef aufgestiegene Milan Nedeljkovic eine deutliche Gewinnwarnung geben müssen. Seinerzeit hieß es zudem, dass der Konzern „die laufenden Kostensenkungen durch weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen intensivieren und beschleunigen“ werde. Sechs Wochen relativ geräuschlose Gespräche Der Gesamtbetriebsrat hatte damals „unverzügliche und verbindliche“ Gespräche gefordert. Diese sind nun binnen sechs Wochen offenbar abgeschlossen - BMW-typisch nach außen hin eher geräuschlos. Bei der Bekanntgabe des Personalstrukturprogramms sollen dem Vernehmen nach sowohl der Betriebsratsvorsitzende Martin Kimmich als auch Nedeljkovic sprechen. Das Abfindungsprogramm in Deutschland soll dem Vernehmen nach nicht selektiv sein. Es steht also allen Mitarbeitern außerhalb der Produktion offen - insgesamt einigen zehntausend Menschen. Wie viel BMW sich den Jobabbau kosten lässt, ist noch nicht ganz klar. Die Belastungen sollen früheren Aussagen zufolge erst im zweiten Halbjahr zu Buche schlagen. In einem Kapitalmarkt-Call im Juni hatte Finanzchef Walter Mertl klargemacht, dass es im Zuge der Restrukturierung Einmalbelastungen von rund einer Milliarde geben werde - es blieb aber offen, ob diese Summe komplett in den Personalabbau fließt. Auch zur Höhe der geplanten Einsparungen waren zunächst keine Zahlen zu erfahren. Lange ohne Abbauprogramme Lange war BMW der letzte große deutsche Autohersteller, der ohne großes Stellenabbauprogramm auskam. Volkswagen Die gesamte deutsche Autoindustrie leidet derzeit unter dem Einbruch des chinesischen Marktes und dem sich dort stark erhöhenden Konkurrenz- und Preisdruck. Hinzu kommen die US-Zölle, die immer stärker werdende chinesische Konkurrenz auf dem Weltmarkt und zuletzt die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten auf die weltweite Konjunktur. Dem kann sich auch BMW nicht entziehen, auch wenn die Münchner zuletzt meist etwas glimpflicher davonkamen als die deutsche Konkurrenz. Und für das Abfindungsprogramm nennt man in Unternehmenskreisen auch einen weiteren Grund: Für die Entwicklung der Neuen Klasse hatte BMW viel Geld in die Hand genommen, um einen technologischen Sprung zu schaffen. Dass die Entwicklungskosten danach wieder sinken sollten, hatte der Konzern schon im vergangenen Jahr betont. Und das umfasst offenbar auch Personal. Die Belegschaft schrumpfte schon vor dem Abbauprogramm Ein Rückgang der Belegschaft hat zudem schon vor dem jetzt angekündigten Abbau eingesetzt: Von Mitte 2025 bis Mitte 2026 sank die Zahl der Mitarbeiter bereits um rund 2.000. Und auch die Jahresprognose für 2026 hatte einen leichten Rückgang vorgesehen. Beispiellos ist der Jobabbau bei BMW nicht. Anfang 2008 hatte der damalige Konzernchef Norbert Reithofer einen Abbau in ähnlicher Dimension angekündigt. Bis Ende 2010 schrumpfte die Belegschaft dann sogar um mehr als 10.000 - auf damals 95.000. Verwandte Themen Danach ging es allerdings wieder steil nach oben. Dass das wieder gelingen wird, ist angesichts der aktuellen Prognosen für die deutsche Autoindustrie eher unwahrscheinlich. Halbjahreszahlen am Donnerstag Wie es finanziell um BMW steht, muss der Konzern am Donnerstag erklären. Dann legt der Konzern seine Halbjahreszahlen vor - die ersten, an denen Nedeljkovic zumindest einen kleinen Anteil als Konzernchef hat. Die Gewinnwarnung im Juni, die zuletzt sinkenden Absatzzahlen und die bereits vorliegenden Zahlen der deutschen Konkurrenten machen dabei wenig Hoffnung auf gute Nachrichten.

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29. Juli
Süddeutsche Zeitung (Wirtschaft)

Krise in der Autoindustrie: BMW will sparen – und dafür rund 8000 Jobs streichen

Mit dem Sparen ist das so eine Sache: Auch dafür muss man bisweilen erst einmal Geld ausgeben. Wie im Fall von BMW: Der Münchner Autobauer will seine Kosten senken und dafür Stellen streichen. Wie das ablaufen soll, das haben Vorstand und Betriebsrat nun ausgehandelt, eine entsprechende Vereinbarung stellen der neue BMW-Chef Milan Nedeljković und der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Martin Kimmich am Mittwochmorgen auf einer Betriebsversammlung am Stammsitz in München vor, wie eine Sprecherin des Konzerns bestätigte. Dem Vernehmen nach will BMW insgesamt rund 8000 Jobs abbauen, das entspräche mehr als jeder elften Stelle in Deutschland. Kleiner werden dürfte dabei nicht nur, aber wohl vor allem der Stammsitz in München: Hier arbeiten besonders viele Beschäftigte im sogenannten indirekten Bereich, also auf Stellen in den Büros und abseits der Werkshallen, etwa in der Konzernverwaltung oder dem Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ). Auf diesen Jobs liegt der Fokus. Vereinbart wurde dafür ein Abfindungsprogramm für alle deutschen Standorte: Etwa 40 000 Beschäftigte in Deutschland sollten demnächst angeschrieben werden und ein Abfindungsangebot vorgelegt bekommen, hieß es. Das wäre knapp die Hälfte der insgesamt etwa 84 000 BMW-Mitarbeiter in Deutschland. Die konkrete Summe richte sich dann wie üblich vor allem nach der jeweiligen Betriebszugehörigkeit und dem derzeitigen Einkommen, heißt es. Starten soll das Programm im Oktober und dann bis Ende kommenden Jahres laufen. Ziel sei, die gesamte Management-Struktur des Konzerns neu aufzustellen und schlanker zu machen. Dafür plant BMW allein für dieses Jahr einen dreistelligen Millionenbetrag für Abfindungen ein, wie viel dann im Laufe des kommenden Jahres dazukommt, sei noch nicht klar, hieß es. Das Sparprogramm hatte sich bereits seit einigen Wochen abgezeichnet Es ist nicht das erste Mal, dass BMW mithilfe von Abfindungen Personal abbaut. Zuletzt hatten die Münchner am Anfang der Corona-Pandemie im Sommer 2020 etwas Ähnliches vereinbart, Zielgröße damals: 6000 Jobs. Der Dauerrivale Mercedes hatte Anfang vergangenen Jahres ebenfalls ein entsprechendes Programm aufgelegt, das inzwischen abgeschlossen ist. Dabei zahlten die Stuttgarter Abfindungen von bis zu einer halben Million Euro, unter dem Strich floss ein Milliardenbetrag und Berichten zufolge verließen rund 5500 Mitarbeiter den Konzern. Allerdings scheint auch das nicht zu reichen. Inzwischen fordert Konzernchef Ola Källenius von seinen Leuten, fürs gleiche Geld länger zu arbeiten – und beschwor damit zuletzt heftige Gegenwehr im Betrieb und von der IG Metall herauf. Dass nun auch BMW in erheblichen Umfang Stellen streicht, kommt nicht völlig überraschend. Erst Mitte Mai hatte Nedeljković, 57, bis dahin verantwortlich für die Produktion, vom langjährigen BMW-Chef Oliver Zipse übernommen – und nur einen Monat später für einen Knall gesorgt: Der Neue strich erst einmal die Prognosen seines Vorgängers zusammen, BMW schockierte Anleger und Mitarbeiter Mitte Juni mit einer heftigen Gewinnwarnung. Absatz und Gewinn würden im laufenden Jahr wohl deutlich niedriger ausfallen als geplant, es müsse gespart werden, hieß es bereits damals. Die BMW-Aktie fiel daraufhin noch einmal deutlich und hat sich seither nicht erholt. Seit Jahresanfang hat sie fast ein Drittel an Wert eingebüßt. Es zeigt sich nun: BMW, das lange als einziger deutscher Hersteller erfolgreich eine Doppelstrategie mit Verbrenner-Modellen und E-Autos verfolgte, hat die Krise der Branche eingeholt. „Zuversicht ist keine Stimmung. Sie ist eine aktive Entscheidung“, hatte Zipse bei seinem Abschied noch gesagt. Nedeljković dagegen traf bald die Entscheidung, reinen Tisch zu machen: Er kündigte „weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen“ an, die laufenden Sparbemühungen wolle man „intensivieren und beschleunigen“. Der Termin hat für Nedeljković gleich zwei Vorteile Bereits da sprach der Konzern auch von „einmaligen Belastungen“ für die Bilanz im zweiten Halbjahr, deren Wirkung dann „in den Folgejahren sichtbar“ werden sollten. Ob damit ein Stellenabbau gemeint war, blieb zunächst offen – es hörte sich aber bereits alles danach an. Sechs Wochen später ist man nun offensichtlich einen Schritt weiter: Management und Betriebsräte haben sich geeinigt, und zwar ausnehmend geräuschlos. Anders als die Chefs von Volkswagen und Mercedes wählte Nedeljković offenbar den Weg der leisen Diplomatie statt des lauten öffentlichen Aufschlags, wie es ihn zuletzt in Wolfsburg und Stuttgart gegeben hatte. Die Vorstellung des Sparprogramms auf der lange geplanten Betriebsversammlung vor den sommerlichen Werksferien hat für den neuen BMW-Chef nun einen doppelten Vorteil: Die Mitarbeiter müssen nicht über den Sommer rätseln, wie es wohl weitergeht im Konzern. Und wenn Nedeljković am Donnerstag seine ersten eigenen – und voraussichtlich nicht gerade glänzenden – Zahlen vorlegt, kann er zumindest einen ersten Erfolg beim anstehenden Umbau des Konzerns vorweisen. Zumal offenbar nicht unbedingt die Nachfrage das Problem ist – zumindest nicht in Europa und den USA. Am Dienstag erst hatte BMW gemeldet, dass vom neuen, im vergangenen Herbst präsentierten Elektro-SUV iX3 bereits 50 000 Stück im neuen Werk im ungarischen Debreczin vom Band gelaufen seien. Die Vorbestellungen würden außerdem bald die Marke von 100 000 erreichen. Anfang Juli hatte Nedeljković zudem im US-Werk in Spartanburg mit großer Show das größere Schwester-Modell X5 enthüllt, das in gleich fünf verschiedenen Antriebsvarianten gebaut werden soll. Und in diesen Wochen soll nun im Münchner Stammwerk die Serienproduktion der Elektro-Limousine i3 anlaufen.

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29. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Autohersteller spart: BMW baut 8000 Stellen ab

Autohersteller spart : BMW baut 8000 Stellen ab Der neue Vorstandschef Milan Nedeljković streicht fünf Prozent der 150.000 Arbeitsplätze, die Hälfte davon in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen des Münchner Autokonzerns soll es aber nicht geben. An diesem Mittwochvormittag spricht der neue Vorstandsvorsitzende von BMW, Milan Nedeljković, zu den Mitarbeitern. Sie werden wenig Erfreuliches hören, denn es geht um das Personalstrukturprogramm, auf das sich Vorstand und der Betriebsrat in der für BMW üblichen vertrauensvollen Weise geeinigt haben. Daran wird Nedeljković in seiner Ansprache festhalten und keine konkreten Zahlen nennen. Doch wie aus Unternehmenskreisen zu vernehmen ist, bewegt sich der Abbau von global 8000 Stellen am oberen Rand der Zahlen, über die im Vorfeld in Medien spekuliert worden war. Damit verschlankt BMW sein mehr als 150.000 Mitarbeitende starkes Personal um gut fünf Prozent. Auf Deutschland mit rund 90.000 Beschäftigten soll mehr als die Hälfte des Abbaus entfallen. Wie zu erwarten war, beruht das Personalstrukturprogramm auf Freiwilligkeit. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Im Ausland will der Vorstand auf Altersteilzeit und natürliche Fluktuation setzen. In Deutschland startet im Oktober ein Abfindungsprogramm. Programm soll bis Ende 2027 laufen Den Stellenabbau möchte der BMW-Vorstand Ende 2027 abschließen. In Deutschland sind die sogenannten indirekten Bereiche betroffen, also Verwaltung, Entwicklung und Vertrieb. Die Produktion soll außen vor bleiben. Weiterhin bleibt die schon vor Längerem mit dem Betriebsrat beschlossene Betriebsvereinbarung zur Beschäftigungssicherung in Kraft. Diese gilt, solange BMW im Konzern ein positives Ergebnis vor Steuern erzielt. Das dürfte in diesem Jahr zu erwarten sein, auch wenn die Profitabilität aufgrund der Absatzkrise unter Druck geraten ist. Mitte Juni hatte BMW die Prognosen für das Gesamtjahr gesenkt. Demnach wird der Vorsteuergewinn im Vergleich zum Vorjahr „deutlich“ statt nur „moderat“ sinken. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll die Marge nur noch zwischen ein und drei Prozent liegen, nachdem Nedeljkovićs Vorgänger Oliver Zipse zuvor vier bis sechs Prozent in Aussicht gestellt hatte. Nedeljković hatte Zipse nach der Hauptversammlung Mitte Mai als Vorstandschef abgelöst. Seit der Gewinnwarnung vor sechs Wochen hat der Vorstand mit dem Betriebsrat das Sparprogramm ausgehandelt. Auch die Managementebenen unterhalb des Vorstands müssen sich auf tiefgreifende Maßnahmen vorbereiten. Die knapp 70 Bereiche, die sich jeweils wieder in Hauptabteilungen und Abteilungen auffächern, sollen verschlankt, also zusammengelegt werden. BMW begründete Mitte Juni die Gewinnwarnung mit höheren Energiepreisen und den Inflations- und Konjunktursorgen der Kunden. Für die Marken BMW, Mini und Rolls-Royce wird ein leichter Rückgang der Auslieferungen im laufenden Jahr erwartet. Ursprünglich wollte BMW ungefähr so viele Fahrzeuge verkaufen wie im Jahr 2025. Damals kündigte der Vorstand in Reaktion auf die „einmaligen Belastungen“ weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen an, um die laufenden Sparbemühungen zu intensivieren und zu beschleunigen. Für Nedeljković geht es um „Geschwindigkeit und Effizienz“. Am Aktienmarkt konnte der BMW-Aktienkurs in den vergangenen vier Wochen um 3,6 Prozent zulegen. Seit Jahresanfang hat der Titel fast 40 Prozent an Wert verloren.

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