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Samstag, 15. August 2026
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BSW-Minister "fassungslos" nach Forderung der Bundesspitze

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14. August
ZDF heute

BSW-Minister "fassungslos" nach Forderung der Bundesspitze

Rücktritt von Mario Voigt gefordert:BSW-Minister "fassungslos" nach Forderung der Bundesspitze Die BSW-Bundesspitze fordert den Rücktritt von Thüringens Ministerpräsident Voigt. BSW-Minister Steffen Schütz stellt sich dagegen - und verteidigt die Brombeerkoalition. "Der Parteivorstand des BSW fordert den Thüringer Ministerpräsidenten Voigt auf, von seinem Posten unverzüglich zurückzutreten" - so steht es in dem Beschluss aus der Chefetage des Bündnis Sarah Wagenknecht. Weiter heißt es, dass der Bundesvorstand von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag erwartet, "dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt". Hintergrund ist, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgeworfen, unsauber gearbeitet zu haben. Mario Voigt klagt nun dagegen. ZDFheute konnte am Rande der Verkehrsministerkonferenz der ostdeutschen Länder mit Thüringens Minister für Digitales und Infrastruktur, Steffen Schütz vom BSW, sprechen. "Fassungslosigkeit" über Beschluss des Bundesvorstands "Mit Fassungslosigkeit" habe er diesen Beschluss zur Kenntnis genommen, so Schütz zu ZDFheute. Er erlebe die Thüringer Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD als "Team, was wirklich etwas zu Stande" bringe. Weiter gehe er davon aus, dass es über diesen Beschluss in seiner Fraktion "erhebliche Diskussionen" geben werde. Und ja, da gibt es unterschiedliche Auffassungen. Aber bisher sind wir immer mit einem gemeinsamen Nenner da rausgegangen. Und ich hoffe, dass das auch so sein wird. Steffen Schütz, Co-Vorsitzender des BSW Thüringen Sollte sich das Thüringer BSW dazu entscheiden, den Beschluss zu ignorieren, könnten womöglich Konsequenzen aus Berlin drohen. Ob Steffen Schütz etwa mit Ordnungsmaßnahmen rechne, könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Wir sind eine junge Partei und wir waren bisher immer für eine Überraschung gut. Ich hoffe in diesem Fall, dass es keine böse Überraschung geben wird. Steffen Schütz, Co-Vorsitzender des BSW Thüringen Als Ordnungsmaßnahme wäre in letzter Konsequenz auch die "Auflösung und der Ausschluss der Gliederung sowie die Amtsenthebung des Vorstands derselben" möglich, heißt es in der BSW-Parteisatzung. Einen Monat vor der Landtagswahl befinden sich SPD, FDP, Grüne und BSW im Existenzkampf. Ihr Ergebnis ist entscheidend für die künftigen Machtverhältnisse in Sachsen-Anhalt. 10.08.2026 | 3:00 minSteffen Schütz zu Höckes Gesprächseinladung Kurz vor der Fassung des Beschlusses hatte AfD-Landeschef Björn Höcke vorgeschlagen, AfD und BSW sollten gemeinsam die ehemaligen Parteichefin und jetzige Leiterin der BSW-Grundwertekommission Sahra Wagenknecht an Voigts Stelle zur Ministerpräsidentin wählen. Wagenknecht hatte dies abgelehnt. - BSW streitet über Verhältnis zu AfD: Wagenknecht gibt Höcke Korb und fordert ihn zum Duell auf Heute lud Höcke die BSW-Fraktion in einem offenen Brief zu einem Treffen ein. Vor allem, um die Möglichkeit, einen unabhängigen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten vorzuschlagen, zu besprechen. So wie es auch zwischen BSW und AfD in Sachsen-Anhalt - kurz vor der Landtagswahl - gerade diskutiert wird. "Ich habe nicht festgestellt, dass es dazu einen innerparteilichen Diskurs gegeben hat". Deswegen habe er diese Debatte offen kritisiert, so Steffen Schütz. Derzeit kursieren gefälschte Videos von Politikern in den sozialen Medien. Politiker von AfD und BSW werden meist ausgespart. Die Urheberschaft der Fakes ist schwer festzustellen. 05.08.2026 | 3:05 minGespräche mit der AfD? Für Schütz kein Tabu Im BSW seien keine "Fans der Brandmauer". Auch er spreche etwa über verkehrs- oder baupolitische Themen mit AfD-Vertretern. Höckes Angebot würde er trotzdem ausschlagen. Wir sind in einer leistungsfähigen und vor allen Dingen motivierten Koalition. Wir wollen Thüringen voranbringen. Das ist unser Maßstab. Steffen Schütz, Co-Vorsitzender des BSW Thüringen Dafür seien sie gewählt worden. Auch deshalb sehe er keinen Grund, jetzt die Koalition zu verlassen. Zwar werfe die Entziehung Voigts Doktortitels Fragen auf. Allerdings seien die Forderungen des Bundes eine "Vorverurteilung". Natürlich kann man da unterschiedlicher Auffassung sein, aber ich werde den Mann nicht vorverurteilen, bevor ein deutsches Gericht nicht zu einem Urteil gekommen ist. Steffen Schütz, Co-Vorsitzender des BSW Thüringen Wie geht es jetzt weiter? Schütz gehe davon aus, dass die beiden Thüringer Landesvorsitzenden Katja Wolf und Gernot Süßmuth nun die Parteigremien einberufen werden, um über "diese Dinge in Ruhe zu sprechen und eine Lösung zu finden". Der Appell an seine Partei: Ich finde, das Wichtigste ist, dass dieses Projekt, auf das so viele Hunderttausend Menschen mal gehofft haben, jetzt nicht kaputt geht. Steffen Schütz, Co-Vorsitzender des BSW Thüringen Er hoffe, dass "das allen Akteuren, egal ob in Erfurt oder Berlin oder sonst wo" klar werde. "Was da gerade in Sachsen-Anhalt läuft, und was der Bundesvorstand mit der AfD am Laufen hat, macht mich fassungslos und das ist nicht die Partei, die wir gemeinsam aufbauen wollten", unterstreicht der Thüringer Minister. Er erinnere daran, dass das BSW weder links, rechts oder ideologisch sein, sondern stattdessen über Vernunft sprechen wollte. "Momentan erlebe ich das Gegenteil", sagt Steffen Schütz zu ZDFheute. Das Interview führte Beatrice Steineke aus dem ZDF-Studio Thüringen. Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. Mehr zu Lage vor der Wahl in Sachsen-Anhalt - Thüringen:BSW-Spitze fordert Voigts Rücktritt - und Ende der Koalitionmit Video0:22 - AnalyseAfD-Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt?:Wagenknecht "will damit die Schlagzeilen bestimmen"von Dominik Rzepkamit Video3:00 - Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt:Wagenknecht: BSW könnte AfD-Ministerpräsidenten ermöglichenmit Video3:00

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14. August
FAZ (Politik)

Beschluss des BSW: Wagenknechts deutliche Botschaft nach Thüringen

Beschluss des BSW : Wagenknechts deutliche Botschaft nach Thüringen Der BSW-Bundesvorstand verlangt in Thüringen den Koalitionsbruch mit CDU und SPD. Ministerpräsident Voigt soll so zum Rückzug gedrängt werden. Im Landesverband kommt das nicht gut an. Das Thüringer BSW erreichte am Freitag eine unmissverständliche Botschaft aus Berlin. Per Vorstandsbeschluss forderte die Parteispitze ihren Landesverband dazu auf, aus der Koalition mit SPD und CDU auszutreten. „Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt“, hieß es darin. Gemeint war Ministerpräsident Mario Voigt (CDU), dem die TU Chemnitz Anfang des Jahres den Doktorgrad entzogen hatte mit der Begründung, unsauber gearbeitet zu haben. Am Dienstag scheiterte ein Widerspruch Voigts gegen die Aberkennung, am Freitag wurde bekannt, dass er Klage gegen diese Entscheidung eingereicht hat. Trotz der Plagiate, so der BSW-Vorstand in seinem Beschluss, verweigere der Ministerpräsident seinen Rücktritt. „Der Parteivorstand des BSW fordert den Thüringer Ministerpräsidenten Voigt auf, von seinem Posten unverzüglich zurückzutreten.“ Von der eigenen Landtagsfraktion erwarte man, Voigt nicht weiter zu stützen und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten frei zu machen. Katja Wolf reagiert verhalten auf die Aufforderung Neu ist diese Forderung nicht, Parteigründerin Sahra Wagenknecht wiederholt sie regelmäßig. Auch die beiden Bundesvorsitzenden Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali haben sich schon mehrfach für das Modell eines parteiunabhängigen Ministerpräsidenten ausgesprochen, der mit wechselnden Mehrheiten regieren soll. Ihre Forderungen galten bislang allerdings vor allem Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, wo im Herbst gewählt wird. Dass dazu nun für Thüringen – das derzeit einzige Bundesland, in dem das BSW mitregiert – ein Vorstandsbeschluss gefasst wurde, verschärft das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Bundesspitze und Thüringer BSW. Deren Landesvorsitzende reagierte am Freitag verhalten. Man werde sich nun erst einmal beraten, sagte Katja Wolf, die in Thüringen als Finanzministerin im Amt ist, der F.A.Z. „Sollten wir in den Gremien entscheiden, dass wir dem Beschluss nicht Folge leisten, werde ich meine Arbeit gemeinsam mit allen Abgeordneten der Koalition im Sinne Thüringens fortsetzen.“ Über den Bundesbeschluss sei sie vorab nicht informiert worden. Sie persönlich glaube nicht, dass man in Zeiten von sozialen und wirtschaftlichen Krisen Instabilität den Weg bereiten sollte, so Wolf weiter. Wie eine weitere Zusammenarbeit mit dem Bundesvorstand künftig aussehen soll, ließ sie offen: Es gehöre zur Demokratie dazu, dass es in einer Partei gelegentlich unterschiedliche Sichtweisen auf einzelne politische Fragen gebe. „Mein Fokus ist und bleibt Thüringen mit seinen wunderbaren Menschen.“ Die Landtagsfraktion kündigte derweil an, sich am Montag in einer Sitzung mit der Forderung der Bundesspitze zu befassen. Der parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Stefan Wogawa, verband die Mitteilung sogleich mit einer deutlichen Absage an den Bundesvorstand. „Für mich persönlich als Abgeordneter ist diese Aufforderung gegenstandslos“, sagte Wogawa der Deutschen Presse-Agentur. Als Abgeordneter sei er an diese Weisung des Parteivorstands nicht gebunden. Der wiederum bekräftige seine Forderungen kurz darauf. Man hoffe, dass neben dem Vorstandsbeschluss auch der Druck aus der Thüringer Mitgliedschaft die Fraktion zum Einlenken bewege, sagte De Masi der F.A.Z. „Ansonsten behalten wir uns weitere Maßnahmen vor.“ Man werde nicht länger hinnehmen, dass „auf BSW-Ticket im Thüringer Landtag eine Politik gemacht wird, die die Glaubwürdigkeit der Partei untergräbt.“ Auch die AfD fordert Voigt zum Rücktritt auf Dass der Bundesvorstand unzufrieden mit der Regierungsbeteiligung des Thüringer Landesverbandes ist, hatte er in der Vergangenheit wiederholt kundgetan. Noch einen Tag vor dem Vorstandsbeschluss hatte Wagenknecht einen überparteilichen Ministerpräsidenten für das Bundesland gefordert. Damit wies sie ein Angebot des AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke ab, der vorgeschlagen hatte, sie mithilfe der AfD-Stimmen zur Thüringer Ministerpräsidentin wählen zu lassen. Das Angebot sei unehrlich und unseriös, so Wagenknecht in ihrer Antwort: „Weil eine echte Lösung für Thüringen nur ein überparteilicher Ministerpräsident sein kann, der in dem Bundesland lebt und verankert ist, und nicht jemand, der wie ich nur seine Kindheit dort verbracht hat.“ Höckes Angebot war die Ankündigung seiner Landespartei vorausgegangen, ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Voigt in die Wege zu leiten. Begründet wurde dieser Vorstoß mit demselben Argument, mit dem nun auch die BSW-Spitze einen Rücktritt Voigts fordert: Der Ministerpräsident habe plagiiert, in seiner Doktorarbeit und anderen Veröffentlichungen, so der Vorwurf. Sollte er nicht zurücktreten, werde die AfD ein Misstrauensvotum in den Thüringer Landtag einbringen, schrieb Höcke diese Woche auf der Plattform X. „Vor allem das BSW, das sich in Sachsen-Anhalt als Alternative zu den Kartellparteien aufspielt, wird sich dann ehrlich machen dürfen.“

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14. August
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Thüringen: BSW-Spitze fordert Voigts Rücktritt – Landesverband berät am Montag

Die BSW-Bundesspitze fordert den unverzüglichen Rücktritt des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) und ein Ende der Brombeer-Koalition im Freistaat. In einem Beschluss des Parteivorstands heißt es, man erwarte, dass der Landesverband Thüringen Voigt nicht länger stütze. Hintergrund ist Voigts Verlust des Doktortitels. Die Thüringer BSW-Fraktion steht aber weiter zum Ministerpräsidenten und möchte sich am Montag in einer Sitzung mit der Aufforderung beschäftigen. Das kündigte der parlamentarische Geschäftsführer der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, Stefan Wogawa, auf Nachfrage an. „Für mich persönlich als Abgeordneter ist diese Aufforderung gegenstandslos“, sagte Wogawa. Das sei seine persönliche Haltung, in der Fraktion sei das bisher nicht abgestimmt. Als Abgeordneter sei er an diese Weisung des Parteivorstands nicht gebunden, betonte er. Der thüringische CDU-Generalsekretär Niklas Waßmann sagte: „Die Koalition arbeitet gut und vertrauensvoll unter Führung unseres Ministerpräsidenten Mario Voigt zusammen, und das wird sich auch nicht ändern.“ BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht und die Parteispitze liegen seit Längerem mit dem Landesverband Thüringen über Kreuz. Dieser regiert in der sogenannten Brombeer-Koalition mit CDU und SPD, was der Bundesspitze missfällt. Wogawa sagte: „Ich glaube schon, dass diese Zuspitzung vonseiten des Bundesvorstands bewusst jetzt herbeigeführt wird, um den Landesverband in eine Situation zu bringen, reagieren zu müssen.“ BSW-Parteichef Fabio De Masi sagte auf Anfrage, die Parteispitze hoffe auf ein Einlenken der Thüringer und behalte sich weitere Maßnahmen vor. „Wir werden nicht länger hinnehmen, dass auf BSW-Ticket im Thüringer Landtag eine Politik gemacht wird, die die Glaubwürdigkeit der Partei untergräbt.“ Die Rücktrittsforderung an Voigt wird in dem Vorstandsbeschluss damit begründet, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. Voigts Widerspruch dagegen wurde zurückgewiesen. „Es darf keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben“, heißt es in dem Beschluss der BSW-Spitze. „Mario Voigt hat wie schon andere Politiker vor ihm wegen Plagiaten seinen Doktortitel aberkannt bekommen. Dies wurde nun auch im Rahmen einer Nachprüfung bestätigt. Aber er verweigert einen Rückzug und beschädigt so das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer.“ An die eigenen Reihen in Thüringen gerichtet heißt es in dem Beschluss: „Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt. Wir erwarten daher von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt.“ Wie der Konflikt gelöst werden könnte, ist unklar. Laut BSW-Parteisatzung sind die Landesverbände verpflichtet, „alles zu tun, um die Einheit der Partei zu sichern sowie alles zu unterlassen, was sich gegen die Grundsätze, die Ordnung oder das Ansehen der Partei richtet“. Als Ordnungsmaßnahme ist in letzter Konsequenz auch die „Auflösung und der Ausschluss der Gliederung sowie die Amtsenthebung des Vorstands derselben“ möglich. Ein höherrangiger Thüringer BSW-Politiker sagte der dpa in Erfurt: „Ich glaube, dass man im Bundesvorstand schon erwägt, diese Karte zu ziehen, möglicherweise einen unbotmäßigen Landesverband auch mit Parteiordnungsmaßnahmen zu überziehen, die bis hin zu einem Ausschluss des gesamten Landesverbands führen können.“ Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke hatte am Donnerstag vorgeschlagen, BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht solle im Freistaat Ministerpräsidentin werden. Wagenknecht wies die Idee zurück. Jetzt ruft Höcke die BSW-Fraktion dazu auf, gemeinsam nach einem parteiunabhängigen Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt in Thüringen zu suchen.

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14. August
Handelsblatt

Aberkannter Doktortitel: BSW-Bundesspitze fordert Voigts Rücktritt - Höcke reagiert

Aberkannter Doktortitel: BSW-Bundesspitze fordert Voigts Rücktritt - Höcke reagiert Erfurt/Berlin. Die BSW-Bundesspitze fordert den unverzüglichen Rücktritt des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) und ein Ende der Brombeer-Koalition im Freistaat. In einem Beschluss des Parteivorstands heißt es, man erwarte, dass der Landesverband Thüringen Voigt nicht länger stütze und den Weg für einen parteiunabhängigen Ministerpräsidenten freimacht. Hintergrund ist Voigts Verlust des Doktortitels. Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke reagierte prompt mit einer neuen Offerte - und will mit der BSW-Fraktion nach einem geeigneten Kandidaten suchen. Bisher steht das BSW in Thüringen aber weiter zum Ministerpräsidenten. Thüringens BSW-Infrastrukturminister Steffen Schütz sagte zu Höckes Angebot: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, was Herr Höcke mit Handreichung meint. Ich würde sehr gerne davon absehen.“ Auch CDU-Generalsekretär Niklas Waßmann betont: „Die Koalition arbeitet gut und vertrauensvoll unter Führung unseres Ministerpräsidenten Mario Voigt zusammen, und das wird sich auch nicht ändern.“ Die BSW-Landtagsfraktion werde sich mit dem Beschluss der Parteispitze am Montag befassen, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Stefan Wogawa auf Nachfrage. „Für mich persönlich als Abgeordneter ist diese Aufforderung gegenstandslos“, sagte Wogawa. Das sei seine persönliche Haltung, in der Fraktion sei das bisher nicht abgestimmt. Parteigründerin Sahra Wagenknecht und die Parteispitze um Amira Mohamed Ali und Fabio De Masi liegen seit längerem mit dem BSW-Landesverband Thüringen über Kreuz. Dieser regiert in der sogenannten Brombeer-Koalition mit CDU und SPD, was der Bundesspitze missfällt. Jetzt eskaliert der Konflikt. Wogawa sagte: „Ich glaube schon, dass diese Zuspitzung von Seiten des Bundesvorstands bewusst jetzt herbeigeführt wird, um den Landesverband in eine Situation zu bringen, reagieren zu müssen.“ Parteichef De Masi sagte auf Anfrage, die Parteispitze hoffe auf ein Einlenken der Thüringer und behalte sich weitere Maßnahmen vor. „Wir werden nicht länger hinnehmen, dass auf BSW-Ticket im Thüringer Landtag eine Politik gemacht wird, die die Glaubwürdigkeit der Partei untergräbt.“ „Vertrauen beschädigt“ Im Beschluss des BSW-Bundesvorstands, der nach Parteiangaben am Donnerstag einstimmig bei einer Enthaltung gefasst wurde, heißt es: „Der Parteivorstand des BSW fordert den thüringischen Ministerpräsidenten Voigt auf, von seinem Posten unverzüglich zurückzutreten.“ Begründet wird dies damit, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. „Es darf keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben“, heißt es in dem Beschluss der BSW-Spitze. „Mario Voigt hat wie schon andere Politiker vor ihm wegen Plagiaten seinen Doktortitel aberkannt bekommen. Dies wurde nun auch im Rahmen einer Nachprüfung bestätigt. Aber er verweigert einen Rückzug und beschädigt so das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer.“ „Nicht Mehrheitsbeschaffer“ An die eigenen Reihen in Thüringen gerichtet heißt es in dem Beschluss: „Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt. Wir erwarten daher von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt.“ Die TU Chemnitz hatte vor wenigen Tagen bekannt gemacht, dass Voigts Widerspruch zurückgewiesen worden sei. Ein Anwalt Voigts kündigte aber an: „Nach rechtlicher Prüfung werden wir Klage erheben.“ Die Thüringer BSW-Chefin Katja Wolf hatte erklärt: „Wir arbeiten vertrauensvoll mit Mario Voigt zusammen.“ Zerwürfnis im BSW Doch scheint das Zerwürfnis innerhalb des BSW immer tiefer zu werden. Hintergrund sind auch Wagenknechts Angebote an die AfD, bei einzelnen politischen Projekten von Fall zu Fall zusammenzuarbeiten und einem AfD-Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt gegebenenfalls den Weg ins Amt zu ermöglichen. Der Thüringer BSW-Politiker und Landesinfrastrukturminister Steffen Schütz sagte dem „Tagesspiegel“: „Mit ihrem gefährlichen Kurs überschreiten Wagenknecht, de Masi und Mohamed Ali ohne jede innerparteiliche Diskussion und Willensbildung Grenzen, die ich nicht länger bereit bin zu tolerieren.“ AfD-Landeschef Björn Höcke hatte vorgeschlagen, AfD und BSW sollten gemeinsam Wagenknecht an Voigts Stelle zur Ministerpräsidentin wählen. Wagenknecht hatte dies unter anderem mit dem Hinweis abgelehnt, die Thüringer BSW-Leute würden sie nicht wählen. Keine Lösung in Sicht Wie der Konflikt gelöst werden könnte, ist unklar. Laut BSW-Parteisatzung sind die Landesverbände verpflichtet, „alles zu tun, um die Einheit der Partei zu sichern sowie alles zu unterlassen, was sich gegen die Grundsätze, die Ordnung oder das Ansehen der Partei richtet“. Als Ordnungsmaßnahme ist in letzter Konsequenz auch die „Auflösung und der Ausschluss der Gliederung sowie die Amtsenthebung des Vorstands derselben“ möglich. Verwandte Themen Ein höherrangiger Thüringer BSW-Politiker sagte der dpa in Erfurt: „Ich glaube, dass man im Bundesvorstand schon erwägt, diese Karte zu ziehen, möglicherweise einen unbotmäßigen Landesverband auch mit Parteiordnungsmaßnahmen zu überziehen, die bis hin zu einem Ausschluss des gesamten Landesverbands führen können.“ Schütz sagte dazu: „Wenn das so sein sollte, dann wäre das ein einmaliger Vorgang in der Bundesrepublik Deutschland.“

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14. August
FAZ (Politik)

Deutschland-Liveblog: Wolf: Werden in Thüringen über Koalition entscheiden

Deutschland-Liveblog : Wolf: Werden in Thüringen über Koalition entscheiden Lesezeit: Thüringens Finanzministerin und BSW-Chefin Katja Wolf am 3. August während einer Pressekonferenz in Apoldadpa BSW-Fraktionsgeschäftsführer: „Für mich ist die Aufforderung des Bundesvorstands gegenstandslos“ +++ Voigt klagt gegen Entzug von Doktortitel +++ CDU-Abgeordnete für schärferes Vorgehen gegen Leihmutterschaft +++ alle Entwicklungen im Liveblog Wolf: Werden in Fraktion über BSW-Vorstandsbeschluss beraten Die BSW-Landesvorsitzende in Thüringen, Katja Wolf, hat verhalten auf die Forderung der Bundesspitze reagiert, die Thüringer Koalition mit SPD und CDU zu verlassen. Man werde sich nun erst einmal beraten, sagte Wolf der F.A.Z. „Sollten wir in den Gremien entscheiden, dass wir dem Beschluss nicht Folge leisten, werde ich meine Arbeit gemeinsam mit allen Abgeordneten der Koalition im Sinne Thüringens fortsetzen.“  Über den Bundesbeschluss sei sie vorab nicht informiert worden. Sie persönlich glaube nicht, dass man in Zeiten von sozialen und wirtschaftlichen Krisen Instabilität den Weg bereiten sollte, so Wolf weiter. Wie eine weitere Zusammenarbeit mit dem Bundesvorstand künftig aussehen soll, ließ sie offen: Es gehöre zur Demokratie dazu, dass es in einer Partei gelegentlich unterschiedliche Sichtweisen auf einzelne politische Fragen gebe. „Mein Fokus ist und bleibt Thüringen mit seinen wunderbaren Menschen.“ Parallel dazu kündigte der Parlamentarische Geschäftsführer der Thüringer BSW-Fraktion, Stefan Wogawa, eine beratende Sitzung für Montag an. Die Mitteilung verband er mit einer deutlichen Absage an den Bundesvorstand: „Für mich persönlich als Abgeordneter ist diese Aufforderung gegenstandslos“, sagte Wogawa der Deutschen Presse-Agentur. Als Abgeordneter sei er an diese Weisung des Parteivorstands nicht gebunden. Über den Bundesbeschluss sei sie vorab nicht informiert worden. Sie persönlich glaube nicht, dass man in Zeiten von sozialen und wirtschaftlichen Krisen Instabilität den Weg bereiten sollte, so Wolf weiter. Wie eine weitere Zusammenarbeit mit dem Bundesvorstand künftig aussehen soll, ließ sie offen: Es gehöre zur Demokratie dazu, dass es in einer Partei gelegentlich unterschiedliche Sichtweisen auf einzelne politische Fragen gebe. „Mein Fokus ist und bleibt Thüringen mit seinen wunderbaren Menschen.“ Parallel dazu kündigte der Parlamentarische Geschäftsführer der Thüringer BSW-Fraktion, Stefan Wogawa, eine beratende Sitzung für Montag an. Die Mitteilung verband er mit einer deutlichen Absage an den Bundesvorstand: „Für mich persönlich als Abgeordneter ist diese Aufforderung gegenstandslos“, sagte Wogawa der Deutschen Presse-Agentur. Als Abgeordneter sei er an diese Weisung des Parteivorstands nicht gebunden. In ihrem Beschluss hatte die BSW-Bundesspitze den eigenen Landesverband aufgefordert, Voigt die Unterstützung zu entziehen. Zugleich hatte sie den thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Zugleich mahnte der Parteivorstand den eigenen Landesverband in Thüringen, Voigt die Unterstützung zu entziehen. Der Beschluss des Parteivorstands des Bündnisses Sahra Wagenknecht wurde auf der Website der Partei veröffentlicht. Die Rücktrittsforderung an Voigt wird in dem Vorstandsbeschluss damit begründet, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. Voigts Widerspruch dagegen wurde zurückgewiesen, am Freitag wurde bekannt, dass er Klage gegen die Entscheidung eingereicht hat. Die Rücktrittsforderung an Voigt wird in dem Vorstandsbeschluss damit begründet, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. Voigts Widerspruch dagegen wurde zurückgewiesen, am Freitag wurde bekannt, dass er Klage gegen die Entscheidung eingereicht hat. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Voigt klagt gegen Entzug seines Doktortitels Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat Klage gegen die Aberkennung seines Doktortitels durch die Technische Universität (TU) Chemnitz eingereicht. Die Klage sei am Freitag eingegangen, teilte das Verwaltungsgericht Chemnitz mit. Einen Termin für eine Verhandlung gibt es noch nicht. Voigt steht seit Monaten wegen der Sache unter Druck. Dem CDU-Politiker wird vorgeworfen, in seiner Dissertation mit dem Titel „Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf: George W. Bush gegen John F. Kerry“ aus dem Jahr 2008 unsauber gearbeitet zu haben.  Anfang dieses Jahres wurde bekannt, dass die TU Chemnitz nach einer langwierigen Prüfung entschieden hat, Voigt die Doktorwürde abzuerkennen. Einen Widerspruch dagegen wies die Hochschule zurück – woraufhin Voigt vor dem Verwaltungsgericht klagt. „Die Entscheidung wirft aus unserer Sicht erhebliche rechtliche Fragen auf – insbesondere zum Bewertungsmaßstab und zur Verhältnismäßigkeit“, erklärte der Anwalt von Voigt. Es sei ein einmaliger Vorgang, dass eine Universität einen Doktortitel aberkenne, nachdem ein „externer, neutraler Gutachter die Voraussetzungen für einen Entzug verneint hat“. Anfang dieses Jahres wurde bekannt, dass die TU Chemnitz nach einer langwierigen Prüfung entschieden hat, Voigt die Doktorwürde abzuerkennen. Einen Widerspruch dagegen wies die Hochschule zurück – woraufhin Voigt vor dem Verwaltungsgericht klagt. „Die Entscheidung wirft aus unserer Sicht erhebliche rechtliche Fragen auf – insbesondere zum Bewertungsmaßstab und zur Verhältnismäßigkeit“, erklärte der Anwalt von Voigt. Es sei ein einmaliger Vorgang, dass eine Universität einen Doktortitel aberkenne, nachdem ein „externer, neutraler Gutachter die Voraussetzungen für einen Entzug verneint hat“. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Klingbeil will Steuervorteil für Personalrabatte streichen Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) will einen Steuervorteil abschaffen, der gilt, wenn Arbeitnehmer mit Rabatt Produkte des eigenen Unternehmens kaufen. Das geht aus dem Gesetzentwurf für die geplante Steuerreform hervor. Der Staat würde damit 240 Millionen Euro im Jahr einsparen. Konkret geht es um Paragraph 8 Absatz 3 des Einkommensteuergesetzes. Dieser ermöglicht einen steuerlichen Freibetrag für Rabatte von 1080 Euro im Jahr auf Waren und Dienstleistungen, die der Arbeitgeber selbst herstellt oder anbietet. So können Supermarktmitarbeiter zum Beispiel rabattiert einkaufen, Mitarbeiter von Autoherstellern rabattierte Autos bekommen. Kritisiert wird die Regelung unter anderem, weil nur Mitarbeiter von Unternehmen profitieren, die Waren für den normalen Gebrauch anbieten. Kritik an der geplanten Streichung kommt unter anderem von Klingbeils Koalitionspartner Union. Sie widerspreche dem Ziel der Bundesregierung, Bürger mit kleinen und mittleren Einkommen zu entlasten, sagte CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler der „Welt“. „Im Gegenteil: Sie käme einer verdeckten Gehaltskürzung gleich.“ Eigentlich müsse der Freibetrag sogar noch erhöht werden. Auch aus der Opposition gibt es Kritik. Es sei nun zu befürchten, dass viele Unternehmen ihren Mitarbeitern wegen der Bürokratie überhaupt keine Rabatte mehr gäben, sagte der Grünen-Finanzpolitiker Sascha Müller der Zeitung. Konkret geht es um Paragraph 8 Absatz 3 des Einkommensteuergesetzes. Dieser ermöglicht einen steuerlichen Freibetrag für Rabatte von 1080 Euro im Jahr auf Waren und Dienstleistungen, die der Arbeitgeber selbst herstellt oder anbietet. So können Supermarktmitarbeiter zum Beispiel rabattiert einkaufen, Mitarbeiter von Autoherstellern rabattierte Autos bekommen. Kritisiert wird die Regelung unter anderem, weil nur Mitarbeiter von Unternehmen profitieren, die Waren für den normalen Gebrauch anbieten. Kritik an der geplanten Streichung kommt unter anderem von Klingbeils Koalitionspartner Union. Sie widerspreche dem Ziel der Bundesregierung, Bürger mit kleinen und mittleren Einkommen zu entlasten, sagte CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler der „Welt“. „Im Gegenteil: Sie käme einer verdeckten Gehaltskürzung gleich.“ Eigentlich müsse der Freibetrag sogar noch erhöht werden. Auch aus der Opposition gibt es Kritik. Es sei nun zu befürchten, dass viele Unternehmen ihren Mitarbeitern wegen der Bürokratie überhaupt keine Rabatte mehr gäben, sagte der Grünen-Finanzpolitiker Sascha Müller der Zeitung. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen König für härteres Vorgehen gegen Leihmutterschaft Die CDU-Bundestagsabgeordnete Anne König spricht sich für ein schärferes Vorgehen gegen Leihmutterschaft aus. „Wenn wir Leihmutterschaft im Inland aus guten Gründen für ethisch unvertretbar halten, sie verbieten und das strafbewehren, gibt es keinen Grund, dies nicht auch für eine ausländische Leihmutterschaft so zu regeln“, sagte die familien- und frauenpolitische Sprecherin der Unionsfraktion an diesem Freitag der „Neuen Zürcher Zeitung“. Ihre Äußerung will König als „Impuls verstanden wissen, nach der Sommerpause in Partei und Fraktion darüber zu reden".  Sie erinnerte, dass die Rechtslage in Deutschland eine Leihmutterschaft verbietet, aber die Inanspruchnahme einer Leihmutter im Ausland nicht unter Strafe steht. „Deshalb bezahlen Deutsche viel Geld für Leihmütter in den USA, in Tschechien oder auch in der Ukraine“, so König. Sie verwies auf Italien, wo Freiheitsstrafen von mehreren Monaten bis zu zwei Jahren und außerdem Geldstrafen zwischen 600.000 Euro und einer Million Euro drohen, wenn ausländische Leihmütter beansprucht werden. „Wir müssen abwägen, ob bestimmte Sanktionen, wenn auch nicht in dieser Härte, auch für unser Land infrage kommen“, so König. Auf Nachfrage machte sie deutlich, dass ihr Vorstoß sich nicht auf den früheren Unionsfraktionsvorsitzenden Jens Spahn (CDU) bezieht. „Mir geht es nicht um diesen Einzelfall“, sagte sie. Spahn und sein Mann waren mithilfe einer Leihmutter im Ausland Eltern geworden. Nachdem Kritik daran laut geworden war, trat Spahn als Fraktionsvorsitzender zurück. König und Spahn haben ihre Wahlkreise beide im Münsterland. König sagte, ihr sei im ersten Moment nicht klar gewesen, wie Spahn zu dem Kind gekommen sei. „Ganz unabhängig davon habe ich ihm gratuliert und ihn beglückwünscht, weil ich weiß, dass er und sein Mann sich schon lange ein Kind gewünscht haben“, sagte sie. Woher das Kind stamme, sei in ihren Augen seine Privatsache. Sie sehe ihre Aufgabe darin, die Gesetzeslage politisch zu beurteilen. Sie erinnerte, dass die Rechtslage in Deutschland eine Leihmutterschaft verbietet, aber die Inanspruchnahme einer Leihmutter im Ausland nicht unter Strafe steht. „Deshalb bezahlen Deutsche viel Geld für Leihmütter in den USA, in Tschechien oder auch in der Ukraine“, so König. Sie verwies auf Italien, wo Freiheitsstrafen von mehreren Monaten bis zu zwei Jahren und außerdem Geldstrafen zwischen 600.000 Euro und einer Million Euro drohen, wenn ausländische Leihmütter beansprucht werden. „Wir müssen abwägen, ob bestimmte Sanktionen, wenn auch nicht in dieser Härte, auch für unser Land infrage kommen“, so König. Auf Nachfrage machte sie deutlich, dass ihr Vorstoß sich nicht auf den früheren Unionsfraktionsvorsitzenden Jens Spahn (CDU) bezieht. „Mir geht es nicht um diesen Einzelfall“, sagte sie. Spahn und sein Mann waren mithilfe einer Leihmutter im Ausland Eltern geworden. Nachdem Kritik daran laut geworden war, trat Spahn als Fraktionsvorsitzender zurück. König und Spahn haben ihre Wahlkreise beide im Münsterland. König sagte, ihr sei im ersten Moment nicht klar gewesen, wie Spahn zu dem Kind gekommen sei. „Ganz unabhängig davon habe ich ihm gratuliert und ihn beglückwünscht, weil ich weiß, dass er und sein Mann sich schon lange ein Kind gewünscht haben“, sagte sie. Woher das Kind stamme, sei in ihren Augen seine Privatsache. Sie sehe ihre Aufgabe darin, die Gesetzeslage politisch zu beurteilen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Chef des Umweltbundesamts unterstützt Hitzeschutz im Grundgesetz Der Präsident des Umweltbundesamts, Dirk Messner, unterstützt den Vorschlag von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) zur Verankerung des Hitzeschutzes im Grundgesetz. Das hätte „zwei wichtige Signalwirkungen“, sagte Messner im Deutschlandfunk. Erstens wäre es ein Signal, „dass Hitzeschutz notwendig ist, damit wir unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft vor den Folgen des gefährlichen Klimawandels schützen“. Signal „Nummer zwei wäre: Es geht um Gesundheitsschutz für Menschen.“ 12.000 Menschen seien in diesem Jahr bereits an den Folgen der Hitze gestorben, „und deswegen müssen wir da was tun“, sagte Messner. Bundesumweltminister Schneider hatte am Mittwoch einen Vorschlag für eine Anpassung des Grundgesetzes für das zweite Halbjahr angekündigt. Hitzeschutz soll nach seinem Willen Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen werden. Bundesumweltminister Schneider hatte am Mittwoch einen Vorschlag für eine Anpassung des Grundgesetzes für das zweite Halbjahr angekündigt. Hitzeschutz soll nach seinem Willen Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen werden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mehr als 200 Abgeordnete für neue Organspende-Regeln Im Ringen um mehr Organspenden unterstützen mehr als 200 Bundestagsabgeordnete einen fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf zur Einführung einer Widerspruchsregelung. Der Grünen-Gesundheitspolitiker Armin Grau als Mitinitiator sprach von einem starken Signal, insbesondere für die mehr als 8000 Menschen auf der Warteliste. Mit der Widerspruchslösung werde sich die Chance auf ein Spenderorgan für viele Menschen erhöhen. Den Gesetzentwurf, der jetzt beim Bundestag eingereicht wurde, haben 245 Abgeordnete unterzeichnet – insgesamt gibt es 630 Abgeordnete. Die Initiative der Gruppe, der Abgeordnete von Union, SPD, Grünen und Linken angehören, zielt auf eine grundlegende Regeländerung: Erwachsene sollen automatisch als Spender nach dem Tod gelten, außer sie haben vorher aktiv widersprochen. Bisher ist für Organentnahmen eine ausdrückliche Zustimmung nötig. Die CDU-Abgeordnete und Mitinitiatorin Gitta Connemann sagte dem „Stern“, die Widerspruchsregelung zwinge niemanden zur Organspende. „Aber sie fordert uns auf, eine Entscheidung zu treffen. Ja oder Nein. Spenden oder widersprechen. Klarer geht es nicht.“ Zu dem Gesetzentwurf sollen nach der Sommerpause konkrete parlamentarische Beratungen beginnen. Der Bundestag hatte Ende Juni bereits in einer allgemeinen Aussprache über neue Wege für mehr Organspenden debattiert. Damals warb die Gruppe schon für eine Widerspruchsregelung. Formiert hat sich allerdings auch eine zweite fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe, die dies strikt ablehnt. Sie strebt bessere Aufklärung und eine leichtere Dokumentation des eigenen Willens an. Ein erster Anlauf für eine Widerspruchsregelung war 2020 gescheitert. Den Gesetzentwurf, der jetzt beim Bundestag eingereicht wurde, haben 245 Abgeordnete unterzeichnet – insgesamt gibt es 630 Abgeordnete. Die Initiative der Gruppe, der Abgeordnete von Union, SPD, Grünen und Linken angehören, zielt auf eine grundlegende Regeländerung: Erwachsene sollen automatisch als Spender nach dem Tod gelten, außer sie haben vorher aktiv widersprochen. Bisher ist für Organentnahmen eine ausdrückliche Zustimmung nötig. Die CDU-Abgeordnete und Mitinitiatorin Gitta Connemann sagte dem „Stern“, die Widerspruchsregelung zwinge niemanden zur Organspende. „Aber sie fordert uns auf, eine Entscheidung zu treffen. Ja oder Nein. Spenden oder widersprechen. Klarer geht es nicht.“ Zu dem Gesetzentwurf sollen nach der Sommerpause konkrete parlamentarische Beratungen beginnen. Der Bundestag hatte Ende Juni bereits in einer allgemeinen Aussprache über neue Wege für mehr Organspenden debattiert. Damals warb die Gruppe schon für eine Widerspruchsregelung. Formiert hat sich allerdings auch eine zweite fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe, die dies strikt ablehnt. Sie strebt bessere Aufklärung und eine leichtere Dokumentation des eigenen Willens an. Ein erster Anlauf für eine Widerspruchsregelung war 2020 gescheitert. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Grüne kritisieren Bundesregierung für Zusammenarbeit mit Taliban Die Grünen haben die Bundesregierung für ihre Zusammenarbeit mit den radikalislamischen Taliban in Afghanistan scharf kritisiert. „Sie biedert sich den Taliban an, die Frauen und Mädchen grundlegende Menschenrechte entziehen und Millionen Menschen in einer der weltweit größten und schwerwiegendsten humanitären Krisen halten“, erklärten die Grünen-Politikerinnen Sara Nanni und Schahina Gambir am Freitag in Berlin. Einzige Motivation dafür seien „Abschiebungen um jeden Preis“. Die Grünen-Politikerinnen äußerten sich fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban. Unter Einsatz auch der Bundeswehr seien damals am Flughafen von Kabul Menschen vor den radikalen Islamisten gerettet worden. „Fünf Jahre später arbeitet die Bundesregierung mit ebendiesen Taliban aktiv zusammen und hilft ihnen so, auf dem internationalen Parkett salonfähig zu werden“, warfen Nanni und Gambir der schwarz-roten Regierung in Berlin vor. Diese ignoriere dabei die Opfer, „die deutsche Soldatinnen und Soldaten, Diplomatinnen und Diplomaten und Beschäftigte in fast zwanzig Jahren im Kampf gegen genau diese Taliban gebracht haben“. Die Bundesregierung erkennt die Taliban-Regierung zwar nicht offiziell an, führt aber hochrangige Gespräche mit ihnen. Außerdem ermöglichte sie den Taliban die weitgehende Übernahme der diplomatischen Vertretungen Afghanistans in Deutschland – anders als etwa in Österreich und zahlreichen anderen Staaten. Treibende Kraft ist dabei Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der auf diesem Wege den Weg für die Abschiebung zunächst von afghanischen Straftätern nach Kabul frei machte, inzwischen auch von nicht straffälligen Geflüchteten aus Afghanistan. Die Grünen-Politikerinnen äußerten sich fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban. Unter Einsatz auch der Bundeswehr seien damals am Flughafen von Kabul Menschen vor den radikalen Islamisten gerettet worden. „Fünf Jahre später arbeitet die Bundesregierung mit ebendiesen Taliban aktiv zusammen und hilft ihnen so, auf dem internationalen Parkett salonfähig zu werden“, warfen Nanni und Gambir der schwarz-roten Regierung in Berlin vor. Diese ignoriere dabei die Opfer, „die deutsche Soldatinnen und Soldaten, Diplomatinnen und Diplomaten und Beschäftigte in fast zwanzig Jahren im Kampf gegen genau diese Taliban gebracht haben“. Die Bundesregierung erkennt die Taliban-Regierung zwar nicht offiziell an, führt aber hochrangige Gespräche mit ihnen. Außerdem ermöglichte sie den Taliban die weitgehende Übernahme der diplomatischen Vertretungen Afghanistans in Deutschland – anders als etwa in Österreich und zahlreichen anderen Staaten. Treibende Kraft ist dabei Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der auf diesem Wege den Weg für die Abschiebung zunächst von afghanischen Straftätern nach Kabul frei machte, inzwischen auch von nicht straffälligen Geflüchteten aus Afghanistan. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Ex-Staatsministerin Schenderlein enttäuscht über Entlassung Die frühere Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Christiane Schenderlein, zeigt sich enttäuscht über ihre Entlassung durch Kanzler Friedrich Merz, mit öffentlicher Kritik hält sie sich aber zurück. „Selbstverständlich hätte ich diese Arbeit gern noch weitergeführt, doch das lag nicht in meiner Hand“, sagte die sächsische CDU-Politikerin der „Leipziger Volkszeitung“ und der „Sächsischen Zeitung“. „Ich respektiere seinen Entschluss. Doch ich werde keine Einordnungen vornehmen."  Schenderlein war vor drei Wochen als Sport-Staatsministerin abgelöst worden. Noch ist offen, wer ihre Nachfolge antritt. Schenderlein wurde Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium. Merz habe sie auf dem Rückweg aus ihrem Urlaub telefonisch über den Schritt informiert. „Dabei hat der Bundeskanzler sofort deutlich gemacht, dass die Entlassung als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt nichts mit mir zu tun hat. Er brachte zum Ausdruck, dass er mit meiner Arbeit zufrieden ist, aber jetzt eine Neuausrichtung des Amtes wünscht, mit einer Person, die einen gewissen Bekanntheitsgrad hat“, berichtete Schenderlein. In ostdeutschen CDU-Verbänden stieß die Abberufung auf viel Unmut. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kritisierte den Wechsel öffentlich. Auslöser der Kabinettsumbildung war der Rückzug von Unionsfraktionschef Jens Spahn. Schenderlein war vor drei Wochen als Sport-Staatsministerin abgelöst worden. Noch ist offen, wer ihre Nachfolge antritt. Schenderlein wurde Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium. Merz habe sie auf dem Rückweg aus ihrem Urlaub telefonisch über den Schritt informiert. „Dabei hat der Bundeskanzler sofort deutlich gemacht, dass die Entlassung als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt nichts mit mir zu tun hat. Er brachte zum Ausdruck, dass er mit meiner Arbeit zufrieden ist, aber jetzt eine Neuausrichtung des Amtes wünscht, mit einer Person, die einen gewissen Bekanntheitsgrad hat“, berichtete Schenderlein. In ostdeutschen CDU-Verbänden stieß die Abberufung auf viel Unmut. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kritisierte den Wechsel öffentlich. Auslöser der Kabinettsumbildung war der Rückzug von Unionsfraktionschef Jens Spahn. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Zwei mutmaßliche IS-Mitglieder in Sachsen festgenommen Ermittler haben in Sachsen zwei mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) festgenommen. Die Wohnungen der beiden irakischen Staatsbürger in Dresden und Königstein wurden durchsucht, wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen am Freitag mitteilten. Dabei seien Mobiltelefone, ein Laptop und Ausweisdokumente beschlagnahmt worden.  Den 27 und 33 Jahre alten Männern wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen. Sie sollen zwischen 2016 und 2017 verschiedenen Kampfverbänden des IS angehört haben und dafür monatlich entlohnt worden sein. Ein Ermittlungsrichter beim Oberlandesgericht Dresden setzte die Haftbefehle gegen die beiden Beschuldigten in Vollzug. Die Ermittlungen und die Auswertung der Beweise dauern an. Den 27 und 33 Jahre alten Männern wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen. Sie sollen zwischen 2016 und 2017 verschiedenen Kampfverbänden des IS angehört haben und dafür monatlich entlohnt worden sein. Ein Ermittlungsrichter beim Oberlandesgericht Dresden setzte die Haftbefehle gegen die beiden Beschuldigten in Vollzug. Die Ermittlungen und die Auswertung der Beweise dauern an. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen BSW-Bundesvorstand fordert Voigt zum Rücktritt auf Die BSW-Bundesspitze hat den thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Zugleich mahnte der Parteivorstand den eigenen Landesverband in Thüringen, Voigt die Unterstützung zu entziehen. Der Beschluss des Parteivorstands des Bündnisses Sahra Wagenknecht wurde auf der Website der Partei veröffentlicht. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur wurde er einstimmig bei einer Enthaltung gefasst. Parteigründerin Sahra Wagenknecht und die Parteispitze liegen seit Längerem mit dem BSW-Landesverband Thüringen über Kreuz. Dieser regiert in der sogenannten Brombeer-Koalition mit CDU und SPD, was der Bundesspitze missfällt. Die Rücktrittsforderung an Voigt wird in dem Vorstandsbeschluss damit begründet, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. Voigts Widerspruch dagegen wurde zurückgewiesen. Mit derselben Begründung hatte der Thüringer Landesverband der AfD vor wenigen Tagen angekündigt, ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Voigt in die Wege zu leiten. In dem BSW-Beschluss heißt es nun, es dürfe keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben. Voigt habe wegen Plagiaten seinen Doktortitel aberkannt bekommen, verweigere aber einen Rückzug. Dies beschädige „das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer.“ An die eigenen Reihen in Thüringen gerichtet heißt es in dem Beschluss: „Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt. Wir erwarten daher von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt.“ Diese Forderung ist nicht neu: Schon länger wirbt Wagenknecht für einen überparteilichen Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt. Auch die beiden BSW-Parteichefs Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali fordern überparteiliche Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Der BSW-Politiker und thüringische Infrastrukturminister Steffen Schütz hatte Wagenknecht und der BSW-Bundesspitze am Donnerstag auf Welt TV einen „gefährlichen Kurs“ attestiert, den er „nicht mittragen“ könne. Er bezog sich auf Wagenknechts Festlegung, dass das BSW im künftigen Landtag von Sachsen-Anhalt die Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten ermöglichen könnte, indem es sich im dritten Wahlgang der Stimme enthalten würde. Dem „Tagesspiegel“ sagte Schütz: „Wir haben das BSW gegründet und aufgebaut, weil wir eine demokratische Alternative für Menschen sein wollten, die sich von der Politik nicht mehr gesehen fühlen. Nicht um Höcke, Weidel & Co. an die Macht zu helfen.“ Parteigründerin Sahra Wagenknecht und die Parteispitze liegen seit Längerem mit dem BSW-Landesverband Thüringen über Kreuz. Dieser regiert in der sogenannten Brombeer-Koalition mit CDU und SPD, was der Bundesspitze missfällt. Die Rücktrittsforderung an Voigt wird in dem Vorstandsbeschluss damit begründet, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. Voigts Widerspruch dagegen wurde zurückgewiesen. Mit derselben Begründung hatte der Thüringer Landesverband der AfD vor wenigen Tagen angekündigt, ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Voigt in die Wege zu leiten. In dem BSW-Beschluss heißt es nun, es dürfe keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben. Voigt habe wegen Plagiaten seinen Doktortitel aberkannt bekommen, verweigere aber einen Rückzug. Dies beschädige „das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer.“ An die eigenen Reihen in Thüringen gerichtet heißt es in dem Beschluss: „Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt. Wir erwarten daher von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt.“ Diese Forderung ist nicht neu: Schon länger wirbt Wagenknecht für einen überparteilichen Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt. Auch die beiden BSW-Parteichefs Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali fordern überparteiliche Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Der BSW-Politiker und thüringische Infrastrukturminister Steffen Schütz hatte Wagenknecht und der BSW-Bundesspitze am Donnerstag auf Welt TV einen „gefährlichen Kurs“ attestiert, den er „nicht mittragen“ könne. Er bezog sich auf Wagenknechts Festlegung, dass das BSW im künftigen Landtag von Sachsen-Anhalt die Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten ermöglichen könnte, indem es sich im dritten Wahlgang der Stimme enthalten würde. Dem „Tagesspiegel“ sagte Schütz: „Wir haben das BSW gegründet und aufgebaut, weil wir eine demokratische Alternative für Menschen sein wollten, die sich von der Politik nicht mehr gesehen fühlen. Nicht um Höcke, Weidel & Co. an die Macht zu helfen.“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Klose schlägt Übergangsfrist für Abschaffung der „Rente mit 63“ vor Die sozialpolitische Sprecherin und Renten-Fachfrau der SPD-Bundestagsfraktion, Annika Klose, schlägt für die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Frührente eine Übergangsfrist von fünf Jahren vor. Die Rentenkommission habe empfohlen, dass die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren unter Wahrung des verfassungsgemäßen Vertrauensschutzes abgeschafft werden solle. „In Rentenfragen bedeutete dies in der Regel fünf Jahre“, sagte Klose, die selbst Kommissionsmitglied war, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Eine entsprechend lange Übergangsfrist wäre auch hier geboten.“ In den Empfehlungen der Kommission heißt es zu dem Punkt lediglich, die sogenannte Rente mit 63 solle „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ abgeschafft werden. Klose sagte überdies, dass auch bereits abgeschlossene Altersteilzeitverträge berücksichtigt werden müssten, denn diese hätten Laufzeiten von bis zu zehn Jahren. „Entsprechend ist eine Ausgestaltung mit langen Übergangsfristen sinnvoll und geboten.“ Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten sich dafür ausgesprochen, das Rentenkonzept der Kommission komplett umzusetzen. Mittlerweile gibt es aber nicht nur aus der SPD, sondern auch von ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Kritik am Aus der abschlagsfreien Frührente. Bas hat sich daher dafür offen gezeigt, auf diesen der SPD ohnehin unwillkommenen Punkt zu verzichten, falls die Union das will.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Hohe Zahl an Waldbränden: SPD plädiert für Schaffung einer Bundesfeuerwehr Angesichts der hohen Zahl an Waldbränden in Deutschland plädiert die SPD für die Schaffung einer Bundesfeuerwehr. Diese solle bei großen Feuern die lokalen Einsatzkräfte unterstützen, sagte Fraktionsvize Esra Limbacher der „Rheinischen Post“. Die jüngsten Wald- und Vegetationsbrände zeigten, dass sich die Anforderungen an den Bevölkerungsschutz verändert hätten. „Ich halte es für sinnvoll, auch über eine Bundesfeuerwehr als Unterstützungseinheit nachzudenken, die bei großen Waldbränden zum Einsatz kommt“, sagte Limbacher. Die Einheit könne besondere Fähigkeiten haben, die nicht jeder Landkreis und jedes Bundesland selbst aufbauen könne. Als Beispiel nannte der SPD-Politiker „die Waldbrandbekämpfung aus der Luft“. Unabhängig davon müsse überall überprüft werden, ob Ausstattung und Zuständigkeiten der Feuerwehren noch zu den Gefahren passten, mit denen künftig zu rechnen sei. Die Bundesfeuerwehr ist Teil eines von Limbacher federführend erarbeiteten Hitzeschutzplans der SPD. Er sieht unter anderem auch höhere Hitzeschutz-Standards für soziale Einrichtungen etwa durch Klimaanlagen sowie die Aufnahme des Klimaschutzes ins Grundgesetz vor. „Ich halte es für sinnvoll, auch über eine Bundesfeuerwehr als Unterstützungseinheit nachzudenken, die bei großen Waldbränden zum Einsatz kommt“, sagte Limbacher. Die Einheit könne besondere Fähigkeiten haben, die nicht jeder Landkreis und jedes Bundesland selbst aufbauen könne. Als Beispiel nannte der SPD-Politiker „die Waldbrandbekämpfung aus der Luft“. Unabhängig davon müsse überall überprüft werden, ob Ausstattung und Zuständigkeiten der Feuerwehren noch zu den Gefahren passten, mit denen künftig zu rechnen sei. Die Bundesfeuerwehr ist Teil eines von Limbacher federführend erarbeiteten Hitzeschutzplans der SPD. Er sieht unter anderem auch höhere Hitzeschutz-Standards für soziale Einrichtungen etwa durch Klimaanlagen sowie die Aufnahme des Klimaschutzes ins Grundgesetz vor. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sohn von Volker Bouffier soll in Führung der Unionsfraktion aufsteigen Der CDU-Bundestagsabgeordnete Frederik Bouffier soll in die engere Führung der Unionsfraktion aufsteigen und Nachfolger von Catarina dos Santos-Wintz als Parlamentarischer Geschäftsführer werden. Sie war am Mittwoch von Fraktionschef Thorsten Frei als Erste Parlamentarische Geschäftsführerin vorgeschlagen worden. Bouffier würde damit ihr Stellvertreter. „Ich bin mir daher sicher, dass Frederik für das Amt des Parlamentarischen Geschäftsführers ideale Voraussetzungen mitbringt und die damit verbundenen vielfältigen Aufgaben für unsere Fraktion überzeugend gestalten wird“, schrieb Frei nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer SMS an die Abgeordneten.  Der 35-jährige Rechtsanwalt Bouffier ist der Sohn des früheren hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Er sitzt seit 2025 im Bundestag und vertritt den Wahlkreis Gießen-Alsfeld. Zuvor war er seit 2024 hessischer Landtagsabgeordneter. „Frederik verfügt bereits über einen großen Erfahrungsschatz auf allen politischen Ebenen und dadurch über ein breites Netzwerk“, schrieb Frei weiter. „Hier im Deutschen Bundestag hat er sich insbesondere im zentralen Bereich der Innenpolitik einen Namen gemacht. Frederik zeichnen darüber hinaus seine zupackende und lösungsorientierte Art und sein Teamgeist aus.“ Die Wahl von dos Santos-Wintz soll nach Angaben eines Fraktionssprechers in der ersten Sitzung der CDU/CSU-Fraktion nach der Sommerpause Anfang September stattfinden. Dann dürfte auch ihr Nachfolger gewählt werden. Die Neubesetzungen waren durch den Rücktritt des Fraktionschefs Jens Spahn (CDU) ausgelöst worden. Frei wurde bereits in einer Sondersitzung zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt. Spahn hatte zuvor öffentlich gemacht, dass er und sein Ehemann mit Hilfe einer Leihmutter in den USA ein Kind bekommen haben. Dies hatte Kritik auch in den eigenen Unionsreihen hervorgerufen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Wagenknecht lehnt Höckes Angebot ab Das hat nicht lange gedauert: Sahra Wagenknecht schlägt das Angebot von Björn Höcke aus, sich mit AfD-Stimmen zur Ministerpräsidentin von Thüringen wählen zu lassen. „Das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten ist kein Wanderpokal, den Herr Höcke nach Belieben vergeben kann“, sagte die BSW-Gründerin am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Richtig ist, dass Mario Voigt als Ministerpräsident das Vertrauen verloren hat und das BSW Thüringen ihm die Unterstützung entziehen muss. Aber Höckes Angebot ist weder ehrlich noch seriös“, so Wagenknecht weiter. Der Landesvorsitzende der AfD mache „Politik wie die Altparteien“. Zudem wisse Höcke, dass „die Mehrheit derer, die auf BSW-Ticket im Thüringer Landtag sitzen, in Opposition zum Bundesvorstand stehen und mich nicht wählen würden“, sagte Wagenknecht. In der Vergangenheit kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Wagenknecht und der Thüringer Landesvorsitzenden Katja Wolf. Höcke hatte Wagenknecht in einem Video auf der Plattform X aufgefordert, sich im Erfurter Landtag zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. „Werden Sie Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen“, sagte Höcke. Derzeit regiert das BSW in Thüringen mit der CDU und der SPD in einer sogenannten Brombeer-Koalition. Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) steht unter Druck, weil ihm die TU Chemnitz den Doktortitel aberkannt hat. Rechnerisch haben AfD und BSW im Landtag eine Mehrheit. Erst am Mittwoch hatte Wagenknecht der AfD indirekt ein Angebot gemacht. Sie kündigte an, nach der Wahl im September könnte das BSW in Sachsen-Anhalt durch Stimmenthaltung die Wahl von Ulrich Siegmund (AfD) zum Ministerpräsidenten ermöglichen. Dieses Angebot wiederum lehnte AfD-Spitzenkandidat Siegmund umgehend ab. „Richtig ist, dass Mario Voigt als Ministerpräsident das Vertrauen verloren hat und das BSW Thüringen ihm die Unterstützung entziehen muss. Aber Höckes Angebot ist weder ehrlich noch seriös“, so Wagenknecht weiter. Der Landesvorsitzende der AfD mache „Politik wie die Altparteien“. Zudem wisse Höcke, dass „die Mehrheit derer, die auf BSW-Ticket im Thüringer Landtag sitzen, in Opposition zum Bundesvorstand stehen und mich nicht wählen würden“, sagte Wagenknecht. In der Vergangenheit kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Wagenknecht und der Thüringer Landesvorsitzenden Katja Wolf. Höcke hatte Wagenknecht in einem Video auf der Plattform X aufgefordert, sich im Erfurter Landtag zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. „Werden Sie Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen“, sagte Höcke. Derzeit regiert das BSW in Thüringen mit der CDU und der SPD in einer sogenannten Brombeer-Koalition. Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) steht unter Druck, weil ihm die TU Chemnitz den Doktortitel aberkannt hat. Rechnerisch haben AfD und BSW im Landtag eine Mehrheit. Erst am Mittwoch hatte Wagenknecht der AfD indirekt ein Angebot gemacht. Sie kündigte an, nach der Wahl im September könnte das BSW in Sachsen-Anhalt durch Stimmenthaltung die Wahl von Ulrich Siegmund (AfD) zum Ministerpräsidenten ermöglichen. Dieses Angebot wiederum lehnte AfD-Spitzenkandidat Siegmund umgehend ab. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Klöckner: Westdeutsche haben sich zu wenig für Ostdeutsche interessiert Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat kritisiert, dass die Westdeutschen nach der Wiedervereinigung zu wenig Interesse an den Übergangserfahrungen der Ostdeutschen gezeigt hätten. In der Gedenkstunde zum 65. Jahrestag des Mauerbaus in Berlin sagte Klöckner am Donnerstag, im Westen sei die Bereitschaft „gering“ gewesen, „das Leben der Landsleute kennenzulernen“. Der Neubeginn in der Demokratie sei für viele Ostdeutsche vor allem aufgrund von Massenarbeitslosigkeit „enttäuschend, beängstigend und desillusionierend“ gewesen. Nach Ansicht der Bundestagspräsidentin wirken „manche Erfahrungen des Übergangs“ bis heute nach. „Wer sie verstehen will, muss bereit sein, zuzuhören“, so Klöckner, die aus Rheinland-Pfalz stammt. Die Bundestagspräsidentin sieht die Freiheitsideen von 1989 „erneut in Gefahr – nicht durch Stacheldraht, sondern durch Gleichgültigkeit und Desinteresse“. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) warb in der Gedenkstunde dafür, nicht damit aufzuhören, „zu erzählen, was diese Mauer bedeutete“. Dazu gehöre, auszusprechen, dass „dieses SED-Regime ein Unrechtsstaat war“. Der Bau der Mauer durch das Regime begann am 13. August 1961. Bis zum Mauerfall am 9. November 1989 trennte sie 28 Jahre lang Deutsche in Ost und West. In Berlin verlief die Mauer mitten durch die Stadt.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

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14. August
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Thüringen: BSW-Spitze fordert Voigts Rücktritt – Landesverband berät am Montag

Die BSW-Bundesspitze fordert den unverzüglichen Rücktritt des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) und ein Ende der Brombeer-Koalition im Freistaat. In einem Beschluss des Parteivorstands heißt es, man erwarte, dass der Landesverband Thüringen Voigt nicht länger stütze. Hintergrund ist Voigts Verlust des Doktortitels. Die Thüringer BSW-Fraktion steht aber weiter zum Ministerpräsidenten und möchte sich am Montag in einer Sitzung mit der Aufforderung beschäftigen. Das kündigte der parlamentarische Geschäftsführer der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, Stefan Wogawa, auf Nachfrage an. „Für mich persönlich als Abgeordneter ist diese Aufforderung gegenstandslos“, sagte Wogawa. Das sei seine persönliche Haltung, in der Fraktion sei das bisher nicht abgestimmt. Als Abgeordneter sei er an diese Weisung des Parteivorstands nicht gebunden, betonte er. Der thüringische CDU-Generalsekretär Niklas Waßmann sagte: „Die Koalition arbeitet gut und vertrauensvoll unter Führung unseres Ministerpräsidenten Mario Voigt zusammen, und das wird sich auch nicht ändern.“ BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht und die Parteispitze liegen seit Längerem mit dem Landesverband Thüringen über Kreuz. Dieser regiert in der sogenannten Brombeer-Koalition mit CDU und SPD, was der Bundesspitze missfällt. Wogawa sagte: „Ich glaube schon, dass diese Zuspitzung vonseiten des Bundesvorstands bewusst jetzt herbeigeführt wird, um den Landesverband in eine Situation zu bringen, reagieren zu müssen.“ BSW-Parteichef Fabio De Masi sagte auf Anfrage, die Parteispitze hoffe auf ein Einlenken der Thüringer und behalte sich weitere Maßnahmen vor. „Wir werden nicht länger hinnehmen, dass auf BSW-Ticket im Thüringer Landtag eine Politik gemacht wird, die die Glaubwürdigkeit der Partei untergräbt.“ Die Rücktrittsforderung an Voigt wird in dem Vorstandsbeschluss damit begründet, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. Voigts Widerspruch dagegen wurde zurückgewiesen. „Es darf keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben“, heißt es in dem Beschluss der BSW-Spitze. „Mario Voigt hat wie schon andere Politiker vor ihm wegen Plagiaten seinen Doktortitel aberkannt bekommen. Dies wurde nun auch im Rahmen einer Nachprüfung bestätigt. Aber er verweigert einen Rückzug und beschädigt so das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer.“ An die eigenen Reihen in Thüringen gerichtet heißt es in dem Beschluss: „Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt. Wir erwarten daher von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt.“ Wie der Konflikt gelöst werden könnte, ist unklar. Laut BSW-Parteisatzung sind die Landesverbände verpflichtet, „alles zu tun, um die Einheit der Partei zu sichern sowie alles zu unterlassen, was sich gegen die Grundsätze, die Ordnung oder das Ansehen der Partei richtet“. Als Ordnungsmaßnahme ist in letzter Konsequenz auch die „Auflösung und der Ausschluss der Gliederung sowie die Amtsenthebung des Vorstands derselben“ möglich. Ein höherrangiger Thüringer BSW-Politiker sagte der dpa in Erfurt: „Ich glaube, dass man im Bundesvorstand schon erwägt, diese Karte zu ziehen, möglicherweise einen unbotmäßigen Landesverband auch mit Parteiordnungsmaßnahmen zu überziehen, die bis hin zu einem Ausschluss des gesamten Landesverbands führen können.“

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14. August
Handelsblatt

Aberkannter Doktortitel: Thüringen: BSW-Bundesspitze fordert Voigts Rücktritt

Aberkannter Doktortitel: Thüringen: BSW-Bundesspitze fordert Voigts Rücktritt Erfurt/Berlin. Die BSW-Bundesspitze fordert den unverzüglichen Rücktritt des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) und ein Ende der Brombeer-Koalition im Freistaat. In einem Beschluss des Parteivorstands heißt es, man erwarte, dass der Landesverband Thüringen Voigt nicht länger stütze. Hintergrund ist Voigts Verlust des Doktortitels. Das BSW in Thüringen steht aber weiter zum Ministerpräsidenten. Auch CDU-Generalsekretär Niklas Waßmann betont: „Die Koalition arbeitet gut und vertrauensvoll unter Führung unseres Ministerpräsidenten Mario Voigt zusammen, und das wird sich auch nicht ändern.“ Die BSW-Landtagsfraktion werde sich mit dem Beschluss der Parteispitze am Montag befassen, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Stefan Wogawa auf Nachfrage. „Für mich persönlich als Abgeordneter ist diese Aufforderung gegenstandslos“, sagte Wogawa. Das sei seine persönliche Haltung, in der Fraktion sei das bisher nicht abgestimmt. Parteigründerin Sahra Wagenknecht und die Parteispitze um Amira Mohamed Ali und Fabio De Masi liegen seit längerem mit dem BSW-Landesverband Thüringen über Kreuz. Dieser regiert in der sogenannten Brombeer-Koalition mit CDU und SPD, was der Bundesspitze missfällt. Jetzt eskaliert der Konflikt. Wogawa sagte: „Ich glaube schon, dass diese Zuspitzung von Seiten des Bundesvorstands bewusst jetzt herbeigeführt wird, um den Landesverband in eine Situation zu bringen, reagieren zu müssen.“ Parteichef De Masi sagte auf Anfrage, die Parteispitze hoffe auf ein Einlenken der Thüringer und behalte sich weitere Maßnahmen vor. „Wir werden nicht länger hinnehmen, dass auf BSW-Ticket im Thüringer Landtag eine Politik gemacht wird, die die Glaubwürdigkeit der Partei untergräbt.“ „Vertrauen beschädigt“ Im Beschluss des BSW-Bundesvorstands, der nach Parteiangaben am Donnerstag einstimmig bei einer Enthaltung gefasst wurde, heißt es: „Der Parteivorstand des BSW fordert den thüringischen Ministerpräsidenten Voigt auf, von seinem Posten unverzüglich zurückzutreten.“ Begründet wird dies damit, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. „Es darf keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben“, heißt es in dem Beschluss der BSW-Spitze. „Mario Voigt hat wie schon andere Politiker vor ihm wegen Plagiaten seinen Doktortitel aberkannt bekommen. Dies wurde nun auch im Rahmen einer Nachprüfung bestätigt. Aber er verweigert einen Rückzug und beschädigt so das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer.“ „Nicht Mehrheitsbeschaffer“ An die eigenen Reihen in Thüringen gerichtet heißt es in dem Beschluss: „Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt. Wir erwarten daher von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt.“ Die TU Chemnitz hatte vor wenigen Tagen bekannt gemacht, dass Voigts Widerspruch zurückgewiesen worden sei. Ein Anwalt Voigts kündigte aber an: „Nach rechtlicher Prüfung werden wir Klage erheben.“ Die Thüringer BSW-Chefin Katja Wolf hatte erklärt: „Wir arbeiten vertrauensvoll mit Mario Voigt zusammen.“ Zerwürfnis im BSW Doch scheint das Zerwürfnis innerhalb des BSW immer tiefer zu werden. Hintergrund sind auch Wagenknechts Angebote an die AfD, bei einzelnen politischen Projekten von Fall zu Fall zusammenzuarbeiten und einem AfD-Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt gegebenenfalls den Weg ins Amt zu ermöglichen. Der Thüringer BSW-Politiker und Landesinfrastrukturminister Steffen Schütz sagte dem „Tagesspiegel“: „Mit ihrem gefährlichen Kurs überschreiten Wagenknecht, de Masi und Mohamed Ali ohne jede innerparteiliche Diskussion und Willensbildung Grenzen, die ich nicht länger bereit bin zu tolerieren.“ AfD-Landeschef Björn Höcke hatte vorgeschlagen, AfD und BSW sollten gemeinsam Wagenknecht an Voigts Stelle zur Ministerpräsidentin wählen. Wagenknecht hatte dies unter anderem mit dem Hinweis abgelehnt, die Thüringer BSW-Leute würden sie nicht wählen. Verwandte Themen Keine Lösung in Sicht Wie der Konflikt gelöst werden könnte, ist unklar. Laut BSW-Parteisatzung sind die Landesverbände verpflichtet, „alles zu tun, um die Einheit der Partei zu sichern sowie alles zu unterlassen, was sich gegen die Grundsätze, die Ordnung oder das Ansehen der Partei richtet“. Als Ordnungsmaßnahme ist in letzter Konsequenz auch die „Auflösung und der Ausschluss der Gliederung sowie die Amtsenthebung des Vorstands derselben“ möglich. Ein höherrangiger Thüringer BSW-Politiker sagte der dpa in Erfurt: „Ich glaube, dass man im Bundesvorstand schon erwägt, diese Karte zu ziehen, möglicherweise einen unbotmäßigen Landesverband auch mit Parteiordnungsmaßnahmen zu überziehen, die bis hin zu einem Ausschluss des gesamten Landesverbands führen können.“

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14. August
Die Zeit (Politik)

Mario Voigt: BSW-Spitze fordert Rücktritt von Thüringens Ministerpräsident Voigt

Die BSW-Bundesspitze hat den thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf einen Beschluss des Parteivorstands. Demnach rief der Parteivorstand zudem den Landesverband in Thüringen auf, Voigt die Unterstützung zu entziehen. Grund für die Rücktrittsforderung ist demnach, dass die Technische Universität Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgeworfen, unsauber gearbeitet zu haben. »Es darf keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben«, heißt es in dem BSW-Beschluss. »Mario Voigt hat wie schon andere Politiker vor ihm wegen Plagiaten seinen Doktortitel aberkannt bekommen.« Aber er verweigere einen Rückzug und beschädige so das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer. Thüringer BSW-Fraktion will Beschluss prüfen An den Thüringer Landesverband gerichtet heißt es demnach in dem Beschluss: »Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt«. Die Bundesspitze erwarte von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, »dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt«. Die Thüringer BSW-Fraktion kündigte an, die Aufforderung zu prüfen. Der parlamentarische Geschäftsführer, Stefan Wogawa, kritisierte den Beschluss jedoch. »Ich glaube schon, dass diese Zuspitzung vonseiten des Bundesvorstands bewusst jetzt herbeigeführt wird, um den Landesverband in eine Situation zu bringen, reagieren zu müssen«, sagte Wogawa. Das Verhältnis zwischen der BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht, der Bundesspitze und dem Thüringer Landesverband ist seit Längerem angespannt. Der Landesverband war gegen den Willen der Bundesspitze in eine Koalition mit CDU und SPD eingetreten. Voigt klagt gegen Aberkennung von Doktortitel Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat Klage gegen die Aberkennung seines Doktortitels durch die Technische Universität (TU) Chemnitz eingereicht. Die Klage sei am Freitag eingegangen, teilte das Verwaltungsgericht Chemnitz mit. Einen Termin für eine Verhandlung gibt es noch nicht. Dem CDU-Politiker wird vorgeworfen, in seiner Dissertation mit dem Titel Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf: George W. Bush gegen John F. Kerry aus dem Jahr 2008 unsauber gearbeitet zu haben. Anfang dieses Jahres wurde bekannt, dass die TU Chemnitz nach einer langwierigen Prüfung entschieden hat, Voigt die Doktorwürde abzuerkennen. Einen Widerspruch dagegen wies die Hochschule zurück. Die oppositionelle AfD, die vom Landesverfassungsschutz von Thüringen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird, nutzte die Vorwürfe ebenfalls für Rücktrittsforderungen. Im Februar gab es auf ihr Betreiben hin ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Voigt im Landtag, das allerdings scheiterte. Am Dienstag forderte AfD-Landes- und Landtagsfraktionschef Björn Höcke erneut den Rücktritt des Thüringer Ministerpräsidenten. Am Mittwoch rief er Sahra Wagenknecht auf, Ministerpräsidentin von Thüringen zu werden. Diese wies den Vorschlag zurück.

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14. August
Die Welt (Politik)

BSW-Spitze fordert Voigts Rücktritt – und Bruch der Koalition in Thüringen

BSW-Spitze fordert Voigts Rücktritt – und Bruch der Koalition in Thüringen Der Machtkampf im BSW spitzt sich zu. Die Bundespartei fordert den Rücktritt von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt und setzt zugleich den eigenen Landesverband unter Druck. Die BSW-Bundesspitze hat den thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) zum sofortigen Rücktritt aufgerufen. Zugleich mahnte der Parteivorstand den eigenen Landesverband in Thüringen, Voigt die Unterstützung zu entziehen. Der Beschluss des Parteivorstands des Bündnisses Sahra Wagenknecht liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. Er wurde nach Parteiangaben einstimmig bei einer Enthaltung gefasst. Parteigründerin Sahra Wagenknecht und die Parteispitze liegen seit Längerem mit dem BSW-Landesverband Thüringen über Kreuz. Dieser regiert in der sogenannten Brombeer-Koalition mit CDU und SPD, was der Bundesspitze missfällt. Jetzt eskaliert der Konflikt. Doktortitel aberkannt Die Rücktrittsforderung an Voigt wird in dem Vorstandsbeschluss damit begründet, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. Voigts Widerspruch dagegen wurde zurückgewiesen. Das Thüringer BSW will keinen Koalitionsbruch. „Es darf keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben“, heißt es in dem BSW-Beschluss. „Mario Voigt hat wie schon andere Politiker vor ihm wegen Plagiaten seinen Doktortitel aberkannt bekommen. Dies wurde nun auch im Rahmen einer Nachprüfung bestätigt. Aber er verweigert einen Rückzug und beschädigt so das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer.“ An die eigenen Reihen in Thüringen gerichtet heißt es in dem Beschluss: „Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt. Wir erwarten daher von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt.“ Die TU Chemnitz hatte vor wenigen Tagen bekannt gemacht, dass Voigts Widerspruch zurückgewiesen worden sei. Ein Anwalt Voigts kündigte daraufhin an: „Nach rechtlicher Prüfung werden wir Klage erheben.“ Die Thüringer BSW-Chefin Katja Wolf hatte erklärt: „Wir arbeiten vertrauensvoll mit Mario Voigt zusammen.“

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14. August
Der Spiegel (Politik)

Thüringen: BSW-Spitze fordert Rücktritt von Voigt und Ende der Koalition

Regierung in Thüringen BSW-Spitze verlangt Rücktritt von Voigt und Ende der Koalition Der aberkannte Doktortitel des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) könnte zur Machtfrage werden. Die BSW-Bundesspitze hat Voigt zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Zugleich mahnte der Parteivorstand den eigenen Landesverband in Thüringen, Voigt die Unterstützung zu entziehen, wie aus einem Beschluss des Parteivorstands des Bündnisses Sahra Wagenknecht hervorgeht, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Er wurde nach Parteiangaben einstimmig bei einer Enthaltung gefasst. Parteigründerin Sahra Wagenknecht und die Parteispitze liegen seit Längerem mit dem BSW-Landesverband Thüringen über Kreuz. Dieser regiert in der sogenannten Brombeerkoalition mit CDU und SPD, was der Bundesspitze missfällt. Jetzt scheint der Konflikt eine neue Stufe zu erreichen. Anwalt stellt Klage in Aussicht Die Rücktrittsforderung an Voigt wird in dem Vorstandsbeschluss damit begründet, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. Voigts Widerspruch dagegen wurde zurückgewiesen. Ein Anwalt Voigts kündigte daraufhin an, man wolle nach rechtlicher Prüfung Klage erheben. In dem Beschluss der BSW-Bundesspitze heißt es: »Es darf keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben«. Mario Voigt »verweigert einen Rückzug und beschädigt so das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer«, wird in dem Beschluss kritisiert. Katja Wolf betont vertrauensvolle Zusammenarbeit An die eigenen Reihen in Thüringen gerichtet heißt es in dem Beschluss: »Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt. Wir erwarten daher von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt.« Die Thüringer BSW-Chefin Katja Wolf betonte indes die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Mario Voigt.

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14. August
ZDF heute

BSW-Spitze fordert Voigts Rücktritt - und Ende der Koalition

Thüringen:BSW-Spitze fordert Voigts Rücktritt - und Ende der Koalition Das Bündnis Sahra Wagenknecht regiert in Thüringen mit CDU und SPD - sehr zum Missfallen der Parteizentrale. Diese verlangt nun den Rückzug aus der Brombeer-Koalition. Die BSW-Bundesspitze hat den thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Zugleich mahnte der Parteivorstand den eigenen Landesverband in Thüringen, Voigt die Unterstützung zu entziehen. Der Beschluss des Parteivorstands des Bündnisses Sahra Wagenknecht liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Er wurde nach Parteiangaben einstimmig bei einer Enthaltung gefasst. Parteigründerin Sahra Wagenknecht und die Parteispitze liegen seit längerem mit dem BSW-Landesverband Thüringen über Kreuz. Dieser regiert in der sogenannten Brombeer-Koalition mit CDU und SPD, was der Bundesspitze missfällt. Jetzt eskaliert der Konflikt. "Vertrauen beschädigt" Die Rücktrittsforderung an Voigt wird in dem Vorstandsbeschluss damit begründet, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. Voigts Widerspruch dagegen wurde zurückgewiesen. Das Thüringer BSW will keinen Koalitionsbruch. "Es darf keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben", heißt es in dem BSW-Beschluss. "Mario Voigt hat wie schon andere Politiker vor ihm wegen Plagiaten seinen Doktortitel aberkannt bekommen. Dies wurde nun auch im Rahmen einer Nachprüfung bestätigt. Aber er verweigert einen Rückzug und beschädigt so das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer." "Nicht Mehrheitsbeschaffer" An die eigenen Reihen in Thüringen gerichtet heißt es in dem Beschluss: "Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt. Wir erwarten daher von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt." Seit genau einem Jahr führt in Thüringen die Brombeer-Koalition aus CDU, SPD und BSW die Regierungsgeschäfte - und das ohne eigene Mehrheit. 12.12.2025 | 2:22 minDie TU Chemnitz hatte vor wenigen Tagen bekannt gemacht, dass Voigts Widerspruch zurückgewiesen worden sei. Ein Anwalt Voigts kündigte daraufhin an: "Nach rechtlicher Prüfung werden wir Klage erheben." Die Thüringer BSW-Chefin Katja Wolf hatte erklärt: "Wir arbeiten vertrauensvoll mit Mario Voigt zusammen." In Thüringen regiert die CDU von Ministerpräsident Mario Voigt seit der Landtagswahl 2024 gemeinsam mit SPD und BSW, jedoch ohne absolute Mehrheit, weshalb sie im Landtag mit der Linken zusammenarbeitet. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD um Höcke ist stärkste Fraktion. Die thüringische Landes-BSW liegt mit Wagenknecht und dem Bundes-BSW über Kreuz, weil der Landesverband gegen den Willen der Bundesspitze in Voigts Koalition eingetreten war. Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. Mehr zu den Wahlen in Ostdeutschland - AnalyseAfD-Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt?:Wagenknecht "will damit die Schlagzeilen bestimmen"von Dominik Rzepkamit Video3:00 - Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt:Wagenknecht: BSW könnte AfD-Ministerpräsidenten ermöglichenmit Video3:00 - "Katastrophale Maßnahmen":Ökonomen warnen vor Wirtschaftsplänen der AfDmit Video2:12 - In Sachsen-Anhalt einen Nerv getroffen:Wie Hallervorden Wahlkampf für CDU-Politiker Schulze machtvon Andreas Postelmit Video3:07 - Ein Jahr Brombeer-Koalition in Thüringen:Zwischen Stabilität, Kompromissen und AfD-Druckvon Mona Trebingmit Video1:59 - ZDF-Korrespondentin:"Höckes Vorstoß ist kurzsichtig"Video0:57

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14. August
FAZ (Politik)

Deutschland-Liveblog: BSW-Vorstand fordert Ende der Koalition in Thüringen

Deutschland-Liveblog : BSW-Vorstand fordert Ende der Koalition in Thüringen Lesezeit: Sahra Wagenknecht im Juni 2025 in Erfurt, hinter ihr die BSW-Landeschefin in Thüringen, Katja Wolf.dpa Parteispitze fordert Voigt zum Rücktritt auf +++ Klose schlägt Übergangsfrist für „Rente mit 63“ vor +++ Hohe Zahl an Waldbränden: SPD plädiert für Schaffung einer Bundesfeuerwehr +++ alle Entwicklungen im Liveblog BSW-Bundesvorstand fordert Voigt zum Rücktritt auf Die BSW-Bundesspitze hat den thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Zugleich mahnte der Parteivorstand den eigenen Landesverband in Thüringen, Voigt die Unterstützung zu entziehen. Der Beschluss des Parteivorstands des Bündnisses Sahra Wagenknecht wurde auf der Website der Partei veröffentlicht. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur wurde er einstimmig bei einer Enthaltung gefasst. Parteigründerin Sahra Wagenknecht und die Parteispitze liegen seit Längerem mit dem BSW-Landesverband Thüringen über Kreuz. Dieser regiert in der sogenannten Brombeer-Koalition mit CDU und SPD, was der Bundesspitze missfällt. Die Rücktrittsforderung an Voigt wird in dem Vorstandsbeschluss damit begründet, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. Voigts Widerspruch dagegen wurde zurückgewiesen. Mit derselben Begründung hatte der Thüringer Landesverband der AfD vor wenigen Tagen angekündigt, ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Voigt in die Wege zu leiten. In dem BSW-Beschluss heißt es nun, es dürfe keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben. Voigt habe wegen Plagiaten seinen Doktortitel aberkannt bekommen, verweigere aber einen Rückzug. Dies beschädige „das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer.“ An die eigenen Reihen in Thüringen gerichtet heißt es in dem Beschluss: „Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt. Wir erwarten daher von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt.“ Diese Forderung ist nicht neu: Schon länger wirbt Wagenknecht für einen überparteilichen Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt. Auch die beiden BSW-Parteichefs Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali fordern überparteiliche Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Die Rücktrittsforderung an Voigt wird in dem Vorstandsbeschluss damit begründet, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. Voigts Widerspruch dagegen wurde zurückgewiesen. Mit derselben Begründung hatte der Thüringer Landesverband der AfD vor wenigen Tagen angekündigt, ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Voigt in die Wege zu leiten. In dem BSW-Beschluss heißt es nun, es dürfe keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben. Voigt habe wegen Plagiaten seinen Doktortitel aberkannt bekommen, verweigere aber einen Rückzug. Dies beschädige „das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer.“ An die eigenen Reihen in Thüringen gerichtet heißt es in dem Beschluss: „Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt. Wir erwarten daher von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt.“ Diese Forderung ist nicht neu: Schon länger wirbt Wagenknecht für einen überparteilichen Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt. Auch die beiden BSW-Parteichefs Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali fordern überparteiliche Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Chef des Umweltbundesamts unterstützt Hitzeschutz im Grundgesetz Der Präsident des Umweltbundesamts, Dirk Messner, unterstützt den Vorschlag von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) zur Verankerung des Hitzeschutzes im Grundgesetz. Das hätte „zwei wichtige Signalwirkungen“, sagte Messner im Deutschlandfunk. Erstens wäre es ein Signal, „dass Hitzeschutz notwendig ist, damit wir unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft vor den Folgen des gefährlichen Klimawandels schützen“. Signal „Nummer zwei wäre: Es geht um Gesundheitsschutz für Menschen.“ 12.000 Menschen seien in diesem Jahr bereits an den Folgen der Hitze gestorben, „und deswegen müssen wir da was tun“, sagte Messner. Bundesumweltminister Schneider hatte am Mittwoch einen Vorschlag für eine Anpassung des Grundgesetzes für das zweite Halbjahr angekündigt. Hitzeschutz soll nach seinem Willen Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen werden. Bundesumweltminister Schneider hatte am Mittwoch einen Vorschlag für eine Anpassung des Grundgesetzes für das zweite Halbjahr angekündigt. Hitzeschutz soll nach seinem Willen Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen werden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mehr als 200 Abgeordnete für neue Organspende-Regeln Im Ringen um mehr Organspenden unterstützen mehr als 200 Bundestagsabgeordnete einen fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf zur Einführung einer Widerspruchsregelung. Der Grünen-Gesundheitspolitiker Armin Grau als Mitinitiator sprach von einem starken Signal, insbesondere für die mehr als 8000 Menschen auf der Warteliste. Mit der Widerspruchslösung werde sich die Chance auf ein Spenderorgan für viele Menschen erhöhen. Den Gesetzentwurf, der jetzt beim Bundestag eingereicht wurde, haben 245 Abgeordnete unterzeichnet – insgesamt gibt es 630 Abgeordnete. Die Initiative der Gruppe, der Abgeordnete von Union, SPD, Grünen und Linken angehören, zielt auf eine grundlegende Regeländerung: Erwachsene sollen automatisch als Spender nach dem Tod gelten, außer sie haben vorher aktiv widersprochen. Bisher ist für Organentnahmen eine ausdrückliche Zustimmung nötig. Die CDU-Abgeordnete und Mitinitiatorin Gitta Connemann sagte dem „Stern“, die Widerspruchsregelung zwinge niemanden zur Organspende. „Aber sie fordert uns auf, eine Entscheidung zu treffen. Ja oder Nein. Spenden oder widersprechen. Klarer geht es nicht.“ Zu dem Gesetzentwurf sollen nach der Sommerpause konkrete parlamentarische Beratungen beginnen. Der Bundestag hatte Ende Juni bereits in einer allgemeinen Aussprache über neue Wege für mehr Organspenden debattiert. Damals warb die Gruppe schon für eine Widerspruchsregelung. Formiert hat sich allerdings auch eine zweite fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe, die dies strikt ablehnt. Sie strebt bessere Aufklärung und eine leichtere Dokumentation des eigenen Willens an. Ein erster Anlauf für eine Widerspruchsregelung war 2020 gescheitert. Den Gesetzentwurf, der jetzt beim Bundestag eingereicht wurde, haben 245 Abgeordnete unterzeichnet – insgesamt gibt es 630 Abgeordnete. Die Initiative der Gruppe, der Abgeordnete von Union, SPD, Grünen und Linken angehören, zielt auf eine grundlegende Regeländerung: Erwachsene sollen automatisch als Spender nach dem Tod gelten, außer sie haben vorher aktiv widersprochen. Bisher ist für Organentnahmen eine ausdrückliche Zustimmung nötig. Die CDU-Abgeordnete und Mitinitiatorin Gitta Connemann sagte dem „Stern“, die Widerspruchsregelung zwinge niemanden zur Organspende. „Aber sie fordert uns auf, eine Entscheidung zu treffen. Ja oder Nein. Spenden oder widersprechen. Klarer geht es nicht.“ Zu dem Gesetzentwurf sollen nach der Sommerpause konkrete parlamentarische Beratungen beginnen. Der Bundestag hatte Ende Juni bereits in einer allgemeinen Aussprache über neue Wege für mehr Organspenden debattiert. Damals warb die Gruppe schon für eine Widerspruchsregelung. Formiert hat sich allerdings auch eine zweite fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe, die dies strikt ablehnt. Sie strebt bessere Aufklärung und eine leichtere Dokumentation des eigenen Willens an. Ein erster Anlauf für eine Widerspruchsregelung war 2020 gescheitert. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Grüne kritisieren Bundesregierung für Zusammenarbeit mit Taliban Die Grünen haben die Bundesregierung für ihre Zusammenarbeit mit den radikalislamischen Taliban in Afghanistan scharf kritisiert. „Sie biedert sich den Taliban an, die Frauen und Mädchen grundlegende Menschenrechte entziehen und Millionen Menschen in einer der weltweit größten und schwerwiegendsten humanitären Krisen halten“, erklärten die Grünen-Politikerinnen Sara Nanni und Schahina Gambir am Freitag in Berlin. Einzige Motivation dafür seien „Abschiebungen um jeden Preis“. Die Grünen-Politikerinnen äußerten sich fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban. Unter Einsatz auch der Bundeswehr seien damals am Flughafen von Kabul Menschen vor den radikalen Islamisten gerettet worden. „Fünf Jahre später arbeitet die Bundesregierung mit ebendiesen Taliban aktiv zusammen und hilft ihnen so, auf dem internationalen Parkett salonfähig zu werden“, warfen Nanni und Gambir der schwarz-roten Regierung in Berlin vor. Diese ignoriere dabei die Opfer, „die deutsche Soldatinnen und Soldaten, Diplomatinnen und Diplomaten und Beschäftigte in fast zwanzig Jahren im Kampf gegen genau diese Taliban gebracht haben“. Die Bundesregierung erkennt die Taliban-Regierung zwar nicht offiziell an, führt aber hochrangige Gespräche mit ihnen. Außerdem ermöglichte sie den Taliban die weitgehende Übernahme der diplomatischen Vertretungen Afghanistans in Deutschland – anders als etwa in Österreich und zahlreichen anderen Staaten. Treibende Kraft ist dabei Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der auf diesem Wege den Weg für die Abschiebung zunächst von afghanischen Straftätern nach Kabul frei machte, inzwischen auch von nicht straffälligen Geflüchteten aus Afghanistan. Die Grünen-Politikerinnen äußerten sich fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban. Unter Einsatz auch der Bundeswehr seien damals am Flughafen von Kabul Menschen vor den radikalen Islamisten gerettet worden. „Fünf Jahre später arbeitet die Bundesregierung mit ebendiesen Taliban aktiv zusammen und hilft ihnen so, auf dem internationalen Parkett salonfähig zu werden“, warfen Nanni und Gambir der schwarz-roten Regierung in Berlin vor. Diese ignoriere dabei die Opfer, „die deutsche Soldatinnen und Soldaten, Diplomatinnen und Diplomaten und Beschäftigte in fast zwanzig Jahren im Kampf gegen genau diese Taliban gebracht haben“. Die Bundesregierung erkennt die Taliban-Regierung zwar nicht offiziell an, führt aber hochrangige Gespräche mit ihnen. Außerdem ermöglichte sie den Taliban die weitgehende Übernahme der diplomatischen Vertretungen Afghanistans in Deutschland – anders als etwa in Österreich und zahlreichen anderen Staaten. Treibende Kraft ist dabei Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der auf diesem Wege den Weg für die Abschiebung zunächst von afghanischen Straftätern nach Kabul frei machte, inzwischen auch von nicht straffälligen Geflüchteten aus Afghanistan. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Ex-Staatsministerin über Entlassung: Anruf kam auf dem Rückweg aus dem Urlaub Die frühere Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Christiane Schenderlein, zeigt sich enttäuscht über ihre Entlassung durch Kanzler Friedrich Merz, mit öffentlicher Kritik hält sie sich aber zurück. „Selbstverständlich hätte ich diese Arbeit gern noch weitergeführt, doch das lag nicht in meiner Hand“, sagte die sächsische CDU-Politikerin der „Leipziger Volkszeitung“ und der „Sächsischen Zeitung“. „Ich respektiere seinen Entschluss. Doch ich werde keine Einordnungen vornehmen."  Schenderlein war vor drei Wochen als Sport-Staatsministerin abgelöst worden. Noch ist offen, wer ihre Nachfolge antritt. Schenderlein wurde Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium. Merz habe sie auf dem Rückweg aus ihrem Urlaub telefonisch über den Schritt informiert. „Dabei hat der Bundeskanzler sofort deutlich gemacht, dass die Entlassung als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt nichts mit mir zu tun hat. Er brachte zum Ausdruck, dass er mit meiner Arbeit zufrieden ist, aber jetzt eine Neuausrichtung des Amtes wünscht, mit einer Person, die einen gewissen Bekanntheitsgrad hat“, berichtete Schenderlein. In ostdeutschen CDU-Verbänden stieß die Abberufung auf viel Unmut. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kritisierte den Wechsel öffentlich. Auslöser der Kabinettsumbildung war der Rückzug von Unionsfraktionschef Jens Spahn. Schenderlein war vor drei Wochen als Sport-Staatsministerin abgelöst worden. Noch ist offen, wer ihre Nachfolge antritt. Schenderlein wurde Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium. Merz habe sie auf dem Rückweg aus ihrem Urlaub telefonisch über den Schritt informiert. „Dabei hat der Bundeskanzler sofort deutlich gemacht, dass die Entlassung als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt nichts mit mir zu tun hat. Er brachte zum Ausdruck, dass er mit meiner Arbeit zufrieden ist, aber jetzt eine Neuausrichtung des Amtes wünscht, mit einer Person, die einen gewissen Bekanntheitsgrad hat“, berichtete Schenderlein. In ostdeutschen CDU-Verbänden stieß die Abberufung auf viel Unmut. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kritisierte den Wechsel öffentlich. Auslöser der Kabinettsumbildung war der Rückzug von Unionsfraktionschef Jens Spahn. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Zwei mutmaßliche IS-Mitglieder in Sachsen festgenommen Ermittler haben in Sachsen zwei mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) festgenommen. Die Wohnungen der beiden irakischen Staatsbürger in Dresden und Königstein wurden durchsucht, wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen am Freitag mitteilten. Dabei seien Mobiltelefone, ein Laptop und Ausweisdokumente beschlagnahmt worden.  Den 27 und 33 Jahre alten Männern wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen. Sie sollen zwischen 2016 und 2017 verschiedenen Kampfverbänden des IS angehört haben und dafür monatlich entlohnt worden sein. Ein Ermittlungsrichter beim Oberlandesgericht Dresden setzte die Haftbefehle gegen die beiden Beschuldigten in Vollzug. Die Ermittlungen und die Auswertung der Beweise dauern an. Den 27 und 33 Jahre alten Männern wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen. Sie sollen zwischen 2016 und 2017 verschiedenen Kampfverbänden des IS angehört haben und dafür monatlich entlohnt worden sein. Ein Ermittlungsrichter beim Oberlandesgericht Dresden setzte die Haftbefehle gegen die beiden Beschuldigten in Vollzug. Die Ermittlungen und die Auswertung der Beweise dauern an. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Klose schlägt Übergangsfrist für Abschaffung der „Rente mit 63“ vor Die sozialpolitische Sprecherin und Renten-Fachfrau der SPD-Bundestagsfraktion, Annika Klose, schlägt für die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Frührente eine Übergangsfrist von fünf Jahren vor. Die Rentenkommission habe empfohlen, dass die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren unter Wahrung des verfassungsgemäßen Vertrauensschutzes abgeschafft werden solle. „In Rentenfragen bedeutete dies in der Regel fünf Jahre“, sagte Klose, die selbst Kommissionsmitglied war, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Eine entsprechend lange Übergangsfrist wäre auch hier geboten.“ In den Empfehlungen der Kommission heißt es zu dem Punkt lediglich, die sogenannte Rente mit 63 solle „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ abgeschafft werden. Klose sagte überdies, dass auch bereits abgeschlossene Altersteilzeitverträge berücksichtigt werden müssten, denn diese hätten Laufzeiten von bis zu zehn Jahren. „Entsprechend ist eine Ausgestaltung mit langen Übergangsfristen sinnvoll und geboten.“ Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten sich dafür ausgesprochen, das Rentenkonzept der Kommission komplett umzusetzen. Mittlerweile gibt es aber nicht nur aus der SPD, sondern auch von ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Kritik am Aus der abschlagsfreien Frührente. Bas hat sich daher dafür offen gezeigt, auf diesen der SPD ohnehin unwillkommenen Punkt zu verzichten, falls die Union das will.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Hohe Zahl an Waldbränden: SPD plädiert für Schaffung einer Bundesfeuerwehr Angesichts der hohen Zahl an Waldbränden in Deutschland plädiert die SPD für die Schaffung einer Bundesfeuerwehr. Diese solle bei großen Feuern die lokalen Einsatzkräfte unterstützen, sagte Fraktionsvize Esra Limbacher der „Rheinischen Post“. Die jüngsten Wald- und Vegetationsbrände zeigten, dass sich die Anforderungen an den Bevölkerungsschutz verändert hätten. „Ich halte es für sinnvoll, auch über eine Bundesfeuerwehr als Unterstützungseinheit nachzudenken, die bei großen Waldbränden zum Einsatz kommt“, sagte Limbacher. Die Einheit könne besondere Fähigkeiten haben, die nicht jeder Landkreis und jedes Bundesland selbst aufbauen könne. Als Beispiel nannte der SPD-Politiker „die Waldbrandbekämpfung aus der Luft“. Unabhängig davon müsse überall überprüft werden, ob Ausstattung und Zuständigkeiten der Feuerwehren noch zu den Gefahren passten, mit denen künftig zu rechnen sei. Die Bundesfeuerwehr ist Teil eines von Limbacher federführend erarbeiteten Hitzeschutzplans der SPD. Er sieht unter anderem auch höhere Hitzeschutz-Standards für soziale Einrichtungen etwa durch Klimaanlagen sowie die Aufnahme des Klimaschutzes ins Grundgesetz vor. „Ich halte es für sinnvoll, auch über eine Bundesfeuerwehr als Unterstützungseinheit nachzudenken, die bei großen Waldbränden zum Einsatz kommt“, sagte Limbacher. Die Einheit könne besondere Fähigkeiten haben, die nicht jeder Landkreis und jedes Bundesland selbst aufbauen könne. Als Beispiel nannte der SPD-Politiker „die Waldbrandbekämpfung aus der Luft“. Unabhängig davon müsse überall überprüft werden, ob Ausstattung und Zuständigkeiten der Feuerwehren noch zu den Gefahren passten, mit denen künftig zu rechnen sei. Die Bundesfeuerwehr ist Teil eines von Limbacher federführend erarbeiteten Hitzeschutzplans der SPD. Er sieht unter anderem auch höhere Hitzeschutz-Standards für soziale Einrichtungen etwa durch Klimaanlagen sowie die Aufnahme des Klimaschutzes ins Grundgesetz vor. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sohn von Volker Bouffier soll in Führung der Unionsfraktion aufsteigen Der CDU-Bundestagsabgeordnete Frederik Bouffier soll in die engere Führung der Unionsfraktion aufsteigen und Nachfolger von Catarina dos Santos-Wintz als Parlamentarischer Geschäftsführer werden. Sie war am Mittwoch von Fraktionschef Thorsten Frei als Erste Parlamentarische Geschäftsführerin vorgeschlagen worden. Bouffier würde damit ihr Stellvertreter. „Ich bin mir daher sicher, dass Frederik für das Amt des Parlamentarischen Geschäftsführers ideale Voraussetzungen mitbringt und die damit verbundenen vielfältigen Aufgaben für unsere Fraktion überzeugend gestalten wird“, schrieb Frei nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer SMS an die Abgeordneten.  Der 35-jährige Rechtsanwalt Bouffier ist der Sohn des früheren hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Er sitzt seit 2025 im Bundestag und vertritt den Wahlkreis Gießen-Alsfeld. Zuvor war er seit 2024 hessischer Landtagsabgeordneter. „Frederik verfügt bereits über einen großen Erfahrungsschatz auf allen politischen Ebenen und dadurch über ein breites Netzwerk“, schrieb Frei weiter. „Hier im Deutschen Bundestag hat er sich insbesondere im zentralen Bereich der Innenpolitik einen Namen gemacht. Frederik zeichnen darüber hinaus seine zupackende und lösungsorientierte Art und sein Teamgeist aus.“ Die Wahl von dos Santos-Wintz soll nach Angaben eines Fraktionssprechers in der ersten Sitzung der CDU/CSU-Fraktion nach der Sommerpause Anfang September stattfinden. Dann dürfte auch ihr Nachfolger gewählt werden. Die Neubesetzungen waren durch den Rücktritt des Fraktionschefs Jens Spahn (CDU) ausgelöst worden. Frei wurde bereits in einer Sondersitzung zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt. Spahn hatte zuvor öffentlich gemacht, dass er und sein Ehemann mit Hilfe einer Leihmutter in den USA ein Kind bekommen haben. Dies hatte Kritik auch in den eigenen Unionsreihen hervorgerufen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Wagenknecht lehnt Höckes Angebot ab Das hat nicht lange gedauert: Sahra Wagenknecht schlägt das Angebot von Björn Höcke aus, sich mit AfD-Stimmen zur Ministerpräsidentin von Thüringen wählen zu lassen. „Das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten ist kein Wanderpokal, den Herr Höcke nach Belieben vergeben kann“, sagte die BSW-Gründerin am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Richtig ist, dass Mario Voigt als Ministerpräsident das Vertrauen verloren hat und das BSW Thüringen ihm die Unterstützung entziehen muss. Aber Höckes Angebot ist weder ehrlich noch seriös“, so Wagenknecht weiter. Der Landesvorsitzende der AfD mache „Politik wie die Altparteien“. Zudem wisse Höcke, dass „die Mehrheit derer, die auf BSW-Ticket im Thüringer Landtag sitzen, in Opposition zum Bundesvorstand stehen und mich nicht wählen würden“, sagte Wagenknecht. In der Vergangenheit kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Wagenknecht und der Thüringer Landesvorsitzenden Katja Wolf. Höcke hatte Wagenknecht in einem Video auf der Plattform X aufgefordert, sich im Erfurter Landtag zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. „Werden Sie Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen“, sagte Höcke. Derzeit regiert das BSW in Thüringen mit der CDU und der SPD in einer sogenannten Brombeer-Koalition. Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) steht unter Druck, weil ihm die TU Chemnitz den Doktortitel aberkannt hat. Rechnerisch haben AfD und BSW im Landtag eine Mehrheit. Erst am Mittwoch hatte Wagenknecht der AfD indirekt ein Angebot gemacht. Sie kündigte an, nach der Wahl im September könnte das BSW in Sachsen-Anhalt durch Stimmenthaltung die Wahl von Ulrich Siegmund (AfD) zum Ministerpräsidenten ermöglichen. Dieses Angebot wiederum lehnte AfD-Spitzenkandidat Siegmund umgehend ab. „Richtig ist, dass Mario Voigt als Ministerpräsident das Vertrauen verloren hat und das BSW Thüringen ihm die Unterstützung entziehen muss. Aber Höckes Angebot ist weder ehrlich noch seriös“, so Wagenknecht weiter. Der Landesvorsitzende der AfD mache „Politik wie die Altparteien“. Zudem wisse Höcke, dass „die Mehrheit derer, die auf BSW-Ticket im Thüringer Landtag sitzen, in Opposition zum Bundesvorstand stehen und mich nicht wählen würden“, sagte Wagenknecht. In der Vergangenheit kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Wagenknecht und der Thüringer Landesvorsitzenden Katja Wolf. Höcke hatte Wagenknecht in einem Video auf der Plattform X aufgefordert, sich im Erfurter Landtag zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. „Werden Sie Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen“, sagte Höcke. Derzeit regiert das BSW in Thüringen mit der CDU und der SPD in einer sogenannten Brombeer-Koalition. Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) steht unter Druck, weil ihm die TU Chemnitz den Doktortitel aberkannt hat. Rechnerisch haben AfD und BSW im Landtag eine Mehrheit. Erst am Mittwoch hatte Wagenknecht der AfD indirekt ein Angebot gemacht. Sie kündigte an, nach der Wahl im September könnte das BSW in Sachsen-Anhalt durch Stimmenthaltung die Wahl von Ulrich Siegmund (AfD) zum Ministerpräsidenten ermöglichen. Dieses Angebot wiederum lehnte AfD-Spitzenkandidat Siegmund umgehend ab. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Klöckner: Westdeutsche haben sich zu wenig für Ostdeutsche interessiert Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat kritisiert, dass die Westdeutschen nach der Wiedervereinigung zu wenig Interesse an den Übergangserfahrungen der Ostdeutschen gezeigt hätten. In der Gedenkstunde zum 65. Jahrestag des Mauerbaus in Berlin sagte Klöckner am Donnerstag, im Westen sei die Bereitschaft „gering“ gewesen, „das Leben der Landsleute kennenzulernen“. Der Neubeginn in der Demokratie sei für viele Ostdeutsche vor allem aufgrund von Massenarbeitslosigkeit „enttäuschend, beängstigend und desillusionierend“ gewesen. Nach Ansicht der Bundestagspräsidentin wirken „manche Erfahrungen des Übergangs“ bis heute nach. „Wer sie verstehen will, muss bereit sein, zuzuhören“, so Klöckner, die aus Rheinland-Pfalz stammt. Die Bundestagspräsidentin sieht die Freiheitsideen von 1989 „erneut in Gefahr – nicht durch Stacheldraht, sondern durch Gleichgültigkeit und Desinteresse“. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) warb in der Gedenkstunde dafür, nicht damit aufzuhören, „zu erzählen, was diese Mauer bedeutete“. Dazu gehöre, auszusprechen, dass „dieses SED-Regime ein Unrechtsstaat war“. Der Bau der Mauer durch das Regime begann am 13. August 1961. Bis zum Mauerfall am 9. November 1989 trennte sie 28 Jahre lang Deutsche in Ost und West. In Berlin verlief die Mauer mitten durch die Stadt.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Luca Neuschaefer-Rube Deutlich mehr Kindeswohlgefährdungen gemeldet Die Jugendämter in Deutschland haben im vergangenen Jahr bei etwa 79.800 Kindern oder Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung durch Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt festgestellt. Das geht aus Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt (Destatis) heute in Wiesbaden veröffentlicht hat. Damit lagen die gemeldeten Kindeswohlgefährdungen zehn Prozent über dem Vorjahreswert und erreichten zum vierten Mal in Folge einen neuen Höchstwert. Im Vergleich zum Jahr 2012, dem Beginn der Zählung, haben sich die gemeldeten Fälle mehr als verdoppelt – damals waren es noch etwa 38.300 Fälle. Seit 2012 haben die Kindeswohlgefährdungen mit Ausnahme der Jahre 2017 (-0,1 Prozent) und 2021 (-1,0 Prozent) kontinuierlich zugenommen. Neben einer tatsächlichen Zunahme der Gefährdungen, können auch eine höhere Wachsamkeit und Anzeigebereitschaft beim Thema Kinderschutz Gründe für das starke Wachstum sein, ebenso wie Verbesserungen in der Kooperation und Qualifizierung der Fachkräfte sowie gesetzliche Neuerungen. Seit 2012 haben die Kindeswohlgefährdungen mit Ausnahme der Jahre 2017 (-0,1 Prozent) und 2021 (-1,0 Prozent) kontinuierlich zugenommen. Neben einer tatsächlichen Zunahme der Gefährdungen, können auch eine höhere Wachsamkeit und Anzeigebereitschaft beim Thema Kinderschutz Gründe für das starke Wachstum sein, ebenso wie Verbesserungen in der Kooperation und Qualifizierung der Fachkräfte sowie gesetzliche Neuerungen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Haftbefehl gegen AfD-Politiker Krah Das Amtsgericht Chemnitz hat einen Haftbefehl gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Maximilian Krah erlassen. Wie eine Gerichtssprecherin bestätigte, wird aktuell geprüft, ob die für eine Vollstreckung nötige Aufhebung von Krahs Immunität als Bundestagsabgeordneter beantragt werden soll. Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet. Demnach geht der Haftbefehl auf eine juristische Auseinandersetzung Krahs mit Satiriker Jan Böhmermann über dessen Äußerungen in einem Podcast zurück.  Der AfD-Politiker Krah hatte in einem skurrilen Streit mit dem TV-Moderator eine Niederlage einstecken müssen. Krah wollte dem Moderator die Behauptung verbieten lassen, dass der Politiker auf dem Münchner Oktoberfest 200 Flaschen Champagner für das gesamte Festzelt bestellt habe. Das Landgericht Düsseldorf wies die Unterlassungsklage Krahs gegen Böhmermann aber zurück. Hintergrund des Haftbefehls sind nun laut „Spiegel“ offene Forderungen zu den Prozesskosten. Weil der Wahlkreis des Bundestagsabgeordneten in Chemnitz liegt, sei das dortige Amtsgericht zuständig, hieß es auf Nachfrage. Krah teilte auf Anfrage mit, er habe in dem Rechtsstreit mit Böhmermann bereits im Januar gezahlt und seinen Anwalt nun um Klärung gebeten. „Offenbar geht es um einen zusätzlichen Kleinbetrag an Kosten, den ich nun zahlen werde“, fügte er hinzu. Er halte Böhmermann für einen „Widerling“ und zahle daher nur nach Prüfung – „Rückforderung bleibt vorbehalten“. Der AfD-Politiker Krah hatte in einem skurrilen Streit mit dem TV-Moderator eine Niederlage einstecken müssen. Krah wollte dem Moderator die Behauptung verbieten lassen, dass der Politiker auf dem Münchner Oktoberfest 200 Flaschen Champagner für das gesamte Festzelt bestellt habe. Das Landgericht Düsseldorf wies die Unterlassungsklage Krahs gegen Böhmermann aber zurück. Hintergrund des Haftbefehls sind nun laut „Spiegel“ offene Forderungen zu den Prozesskosten. Weil der Wahlkreis des Bundestagsabgeordneten in Chemnitz liegt, sei das dortige Amtsgericht zuständig, hieß es auf Nachfrage. Krah teilte auf Anfrage mit, er habe in dem Rechtsstreit mit Böhmermann bereits im Januar gezahlt und seinen Anwalt nun um Klärung gebeten. „Offenbar geht es um einen zusätzlichen Kleinbetrag an Kosten, den ich nun zahlen werde“, fügte er hinzu. Er halte Böhmermann für einen „Widerling“ und zahle daher nur nach Prüfung – „Rückforderung bleibt vorbehalten“. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Höcke bietet Wagenknecht an, sie zur Ministerpräsidentin zu machen „Ich reiche Ihnen die Hand“: Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke will BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht zur Regierungschefin von Thüringen machen. „Werden Sie Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen“, sagt Höcke in einem Video, das er bei X postete. Höcke nimmt darin direkt Bezug zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September. Er fordert Wagenknecht auf, vor diesem Datum „ein neues Kapitel in der Parteiengeschichte der Bundesrepublik Deutschland“ aufzuschlagen. Das BSW ist in Thüringen Teil der Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD.  Wagenknecht hatte im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt signalisiert, ihre Partei könnte einem AfD-Ministerpräsidenten in Magdeburg zur Macht verhelfen – durch Enthaltung im entscheidenden Wahlgang. Fast parallel dazu wurde in Thüringen bekannt, dass die TU Chemnitz einen Widerspruch von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) gegen die Aberkennung seines Doktortitels abweist. Höcke und seine AfD kündigten daraufhin an, abermals ein konstruktives Misstrauensvotum gegen den Regierungschef lostreten zu wollen. Der Landesverfassung zufolge kann das Parlament dem Ministerpräsidenten „das Misstrauen nur dadurch aussprechen, dass er mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen Nachfolger wählt“. Ein solches konstruktives Misstrauensvotum hatte die Thüringer AfD-Fraktion bereits im Februar angestrengt – damals kandidierte Höcke selbst für den Posten des Ministerpräsidenten. Das Manöver scheiterte erwartbar. Aber: AfD und BSW könnten im Thüringer Landtag theoretisch eine Mehrheit bilden – die AfD kommt auf 32 der 88 Sitze, das BSW auf 15 – eine Mehrheit liegt bei 45 Stimmen. Höcke sagte in dem Video, Wagenknecht habe ausgeführt, dass die Brandmauer-Politik gescheitert sei. Er habe aber Zweifel, dass Wagenknechts Einsicht bei einem Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt Taten folgen würden. In Thüringen stütze ihre Partei Voigt, der sich an sein Amt klammere. „Die Mehrheit der Menschen in Thüringen will Veränderung – genauso wie die Mehrheit der Menschen in Sachsen-Anhalt.“ Er forderte Wagenknecht dazu auf, zu beweisen, dass das BSW keine „Kartellpartei“ sei. Fast parallel dazu wurde in Thüringen bekannt, dass die TU Chemnitz einen Widerspruch von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) gegen die Aberkennung seines Doktortitels abweist. Höcke und seine AfD kündigten daraufhin an, abermals ein konstruktives Misstrauensvotum gegen den Regierungschef lostreten zu wollen. Der Landesverfassung zufolge kann das Parlament dem Ministerpräsidenten „das Misstrauen nur dadurch aussprechen, dass er mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen Nachfolger wählt“. Ein solches konstruktives Misstrauensvotum hatte die Thüringer AfD-Fraktion bereits im Februar angestrengt – damals kandidierte Höcke selbst für den Posten des Ministerpräsidenten. Das Manöver scheiterte erwartbar. Aber: AfD und BSW könnten im Thüringer Landtag theoretisch eine Mehrheit bilden – die AfD kommt auf 32 der 88 Sitze, das BSW auf 15 – eine Mehrheit liegt bei 45 Stimmen. Höcke sagte in dem Video, Wagenknecht habe ausgeführt, dass die Brandmauer-Politik gescheitert sei. Er habe aber Zweifel, dass Wagenknechts Einsicht bei einem Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt Taten folgen würden. In Thüringen stütze ihre Partei Voigt, der sich an sein Amt klammere. „Die Mehrheit der Menschen in Thüringen will Veränderung – genauso wie die Mehrheit der Menschen in Sachsen-Anhalt.“ Er forderte Wagenknecht dazu auf, zu beweisen, dass das BSW keine „Kartellpartei“ sei. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Von Notz kritisiert Geheimdienstreform Konstantin von Notz sitzt für die Grünen im Parlamentarischen Kontrollgremium, das die Arbeit der deutschen Geheimdienste überwacht. Deren Reform sei lange überfällig, sagt er. Zugleich kritisiert von Notz die geplante Ausweitung der Befugnisse im Inland scharf. „Was Alexander Dobrindt da versucht durchzudrücken, schießt weit über das Ziel hinaus“, sagt er im F.A.Z.-Interview, das Sie hier lesen können: Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

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14. August
Handelsblatt

Thüringen: BSW-Spitze fordert Voigts Rücktritt – und Ende der Koalition

Thüringen: BSW-Spitze fordert Voigts Rücktritt – und Ende der Koalition Erfurt. Die BSW-Bundesspitze hat den thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Zugleich mahnte der Parteivorstand den eigenen Landesverband in Thüringen, Voigt die Unterstützung zu entziehen. Der Beschluss des Parteivorstands des Bündnisses Sahra Wagenknecht liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Er wurde nach Parteiangaben einstimmig bei einer Enthaltung gefasst. Parteigründerin Sahra Wagenknecht und die Parteispitze liegen seit längerem mit dem BSW-Landesverband Thüringen über Kreuz. Dieser regiert in der sogenannten Brombeer-Koalition mit CDU und SPD, was der Bundesspitze missfällt. Jetzt eskaliert der Konflikt. Die Rücktrittsforderung an Voigt wird in dem Vorstandsbeschluss damit begründet, dass die TU Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgehalten, unsauber gearbeitet zu haben. Voigts Widerspruch dagegen wurde zurückgewiesen. Das Thüringer BSW will keinen Koalitionsbruch. „Es darf keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben“, heißt es in dem BSW-Beschluss. „Mario Voigt hat wie schon andere Politiker vor ihm wegen Plagiaten seinen Doktortitel aberkannt bekommen. Dies wurde nun auch im Rahmen einer Nachprüfung bestätigt. Aber er verweigert einen Rückzug und beschädigt so das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer.“ An die eigenen Reihen in Thüringen gerichtet heißt es in dem Beschluss: „Das BSW darf sich nicht zum Mehrheitsbeschaffer eines Mannes machen, der seine persönlichen Interessen über das Wohl des Landes stellt. Wir erwarten daher von der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, dass sie Mario Voigt nicht weiter stützt und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert, auch in Thüringen unterstützt.“ Die TU Chemnitz hatte vor wenigen Tagen bekannt gemacht, dass Voigts Widerspruch zurückgewiesen worden sei. Ein Anwalt Voigts kündigte daraufhin an: „Nach rechtlicher Prüfung werden wir Klage erheben.“ Die Thüringer BSW-Chefin Katja Wolf hatte erklärt: „Wir arbeiten vertrauensvoll mit Mario Voigt zusammen.“

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