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Donnerstag, 6. August 2026
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Bonn - Vor Niedrigwasser-Krisensitzung: Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Krischer fordert mehr Anstrengungen vom Bund

Medienspektrum

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6. August
Die Zeit (Politik)

Niedrigwasser: Bilger und Wirtschaftsverbände suchen Lösungen für Niedrigwasserkrise

Wie aus wirtschaftlicher Sicht mit dem extremen Niedrigwasser des Rheins und anderer Flüsse umgegangen werden kann, darüber sprechen an diesem Donnerstag in Bonn Wirtschaftsverbände mit dem neuen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU). Zu dem Treffen sind Vertreter von Industrie, Häfen und Binnenschifffahrt eingeladen. Sie wollen sich darüber austauschen, wie wirksam bisherige Maßnahmen waren und was aktuell getan werden kann. »Das Niedrigwasser stellt die Binnenschifffahrt, die Industrie und damit die gesamte Logistikkette vor große Herausforderungen«, sagte Bilger vor dem Treffen dem Kölner Stadt-Anzeiger. Ziel des Treffens sei eine gemeinsame Bewertung und kurzfristiges Handeln. Die Wasserstraßen müssten widerstandsfähiger gegen extreme Niedrigwasserereignisse gemacht werden. »Entscheidend ist jetzt, dass alle pragmatisch und lösungsorientiert zusammenarbeiten«, sagte der Minister. Wasserstraßen müssen Extremwetter trotzen können Bilger will einen »festen Austausch« mit den betroffenen Akteuren etablieren. »Die Niedrigwasserkonferenz in Bonn muss den Startschuss für die beschleunigte Umsetzung der punktuellen Rheinvertiefungen geben«, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Holger Lösch vom Bundesverband der Deutschen Industrie. Dies erhöhe die Transportkapazitäten auch bei Niedrigwasser. Die Bundesregierung müsse dringend in die Widerstandsfähigkeit der Wasserstraßen gegenüber Extremwetter investieren. »Dafür braucht es zusätzliche Mittel für die seit Jahrzehnten unterfinanzierte Verkehrsinfrastruktur sowie deutlich schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren.« Kurzfristige Sofortmaßnahmen Der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) hält kurzfristig mehrere Sofortmaßnahmen für umsetzbar, um die Lage auf deutschen Wasserstraßen zu verbessern. So laufe etwa viel Schiffsverkehr über das westdeutsche Kanalgebiet. »Damit es dort nicht zu Staus kommt, sollten die Schleusen auf einen 24-Stunden-Betrieb umgestellt werden«, sagte BÖB-Geschäftsführer Marcel Lohbeck. Auch sollten Instandsetzungen an den Kanälen nicht zurückgestellt werden. Wo es in Häfen möglich ist, sollten nach Ansicht von Lohbeck außerdem kurzfristig Flächen für sogenannte Pufferlager erschlossen und genehmigt werden – ohne jahrelange Verfahren. Dort könnten Güter zwischengelagert und für den Weitertransport vorbereitet werden. Auch die zeitweilige Ausweitung der Umschlaggenehmigungen von Häfen auf 24 Stunden könnte helfen, die Effizienz des Systems bei Niedrigwasser zu steigern, sagte Lohbeck. Kein Wetterphänomen, sondern Symptom der Klimakrise Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte, dass bei dem Treffen keine Umweltorganisationen dabei seien. Dies zeige, dass sich die Bundesregierung nur auf die akuten wirtschaftlichen Folgen der niedrigen Pegelstände konzentriere, sagte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt. »Dabei verkennt sie die eigentlichen Probleme: Wir müssen mehr Wasser in den Flächen halten, Wasserentnahmen reduzieren und unsere Flüsse klimaresilient machen. Nur so können die Folgen der Trockenheit begrenzt werden.« Die niedrigen Flusspegel sind laut BUND kein kurzfristiges Wetterphänomen, sondern Symptom der Klimakrise.

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6. August
Neues Deutschland

Extreme Hitze | Umweltschützer fordern nationalen Plan für Wasserknappheit

- Wirtschaft und Umwelt - Extreme Hitze Umweltschützer fordern nationalen Plan für Wasserknappheit Ein Spitzentreffen bringt Politik und Wirtschaft an einen Tisch. Anlass ist das Niedrigwasser. Der BUND befürchtet, dass Entscheidendes ausgeblendet wird. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert einen grundlegenden Wechsel in der deutschen Wasserpolitik. Dazu gehöre ein nationaler Plan für Wasserknappheit. Vor einem Spitzentreffen von Wirtschaftsverbänden mit dem neuen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) in Bonn mahnte der BUND Nordrhein-Westfalen, die Konferenz nicht auf wirtschaftliche Folgen niedriger Wasserstände für die Schifffahrt zu begrenzen. Stattdessen müssten der Schutz der Flüsse, der Trinkwasserressourcen und der natürlichen Wasserreserven im Mittelpunkt stehen. »Der Rhein ist weit mehr als eine Wasserstraße«, unterstrich die Geschäftsführerin des BUND NRW, Simone von Kampen, in einer Mitteilung. »Er ist Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und die wichtigste Trinkwasserquelle für Millionen Menschen.« Deshalb greife es zu kurz, sich angesichts des Niedrigwassers vor allem um die Schifffahrt zu kümmern. Schifffahrt an Flüsse anpassen – nicht umgekehrt Die Folgen der Trockenheit seien nur mit umfassenden Maßnahmen zu begrenzen. Dazu gehörten auch sogenannte Schwammlandschaften, die große Mengen Regenwasser aufsaugen, speichern und in Trockenperioden verzögert wieder abgeben können, die Renaturierung von Flüssen und Auen und ein sparsamerer Umgang mit Wasser. Bei Nutzungskonflikten müssten die Trinkwasserversorgung und der Erhalt der Natur Vorrang vor wirtschaftlichen Einzelinteressen haben, betonte der BUND. Der Güterverkehr sei stärker auf die Schiene sowie auf Schiffstypen zu verlagern, die für Niedrigwasser geeignet seien. »Die Binnenschifffahrt ist an die Flüsse anzupassen – nicht umgekehrt.« nd/dpa Wir sind käuflich. Aber nur für unsere Leser*innen. Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär. Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin: → unabhängig und kritisch berichten → übersehene Themen aufgreifen → marginalisierten Stimmen Raum geben → Falschinformationen etwas entgegensetzen → linke Debatten voranbringen Mit »Freiwillig zahlen« machen Sie mit. Sie tragen dazu bei, dass diese Zeitung eine Zukunft hat. Damit nd.bleibt.

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6. August
Der Spiegel (Wirtschaft)

Deutschland hat ein Problem mit Niedrigwasser: Steffen Bilger lädt zum Krisentreffen nach Bonn

Krisentreffen in Bonn Deutschland hat ein Problem mit Niedrigwasser – jetzt sollen Lösungen her Angesichts der extrem niedrigen Pegelstände in Deutschlands Flüssen fordern Industrie- und Schifffahrtsverbände von der Bundesregierung konkrete Schritte. »Die Niedrigwasser-Konferenz in Bonn muss den Startschuss für die beschleunigte Umsetzung der punktuellen Rheinvertiefungen geben«, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Holger Lösch. Das erhöhe die Transportkapazitäten auch bei Niedrigwasser, sagte er der »Rheinischen Post«. Auch der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt forderte konkrete Maßnahmen vom Bund. »Unsere Erwartungen an die Gespräche zum Niedrigwasser sind groß«, sagte Geschäftsführer Jens Schwanen der Zeitung. »Es wird allerhöchste Zeit, dass die Bedeutung der Flüsse und Kanäle für den Wirtschaftsstandort Deutschland erkannt und in der Priorität hochgesetzt wird.« Schwanen kritisierte zugleich die bisherige Verkehrspolitik in Deutschland: »Der Ausbau von Mittel- und Niederrhein steht seit 1992 im Bundesverkehrswegeplan als sogenannter vordringlicher Bedarf. Es ist beschämend, dass der Bund sich also seit 34 Jahren vornimmt, etwas für die Güterschifffahrt und ihre Kunden zu tun, ohne dass allzu viel passiert ist.« Der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) hält kurzfristig mehrere Sofortmaßnahmen für umsetzbar, um die Lage zu verbessern. So liefen etwa viele Verkehre über das Westdeutsche Kanalgebiet. »Damit es dort nicht zu Staus kommt, sollten die Schleusen auf einen 24-Stunden-Betrieb umgestellt werden«, sagte Geschäftsführer Marcel Lohbeck der Nachrichtenagentur dpa. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat wegen des extremen Niedrigwassers im Rhein und in weiteren deutschen Flüssen für Donnerstag zu einem Spitzengespräch nach Bonn geladen. Teilnehmen werden Vertreter von Schifffahrt, Häfen und Wirtschaft. Sie möchten sich darüber austauschen, wie wirksam bisherige Maßnahmen waren und was aktuell getan werden kann. Wegen der niedrigen Wasserstände können Transportschiffe nur noch sehr wenig Ladung aufnehmen, damit sie nicht auf Grund laufen. Sie müssen daher häufiger fahren, was Mehrkosten bedeutet (mehr dazu, wie stark die Dürre die Spritpreise erhöhen könnte, erfahren Sie hier ). »Das Niedrigwasser stellt die Binnenschifffahrt, die Industrie und damit die gesamte Logistikkette vor große Herausforderungen«, sagte Bilger dem »Kölner Stadt-Anzeiger«. Die Wasserstraßen müssten widerstandsfähiger gegen extremes Niedrigwasser gemacht werden. Und: Es solle nicht nur bei einem Treffen bleiben. Etabliert werden solle ein »fester Austausch« mit den betroffenen Akteuren. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte, dass bei dem Treffen keine Umweltorganisationen vertreten seien. Dies zeige, dass sich die Bundesregierung nur auf die akuten wirtschaftlichen Folgen der niedrigen Pegelstände konzentriere, erklärte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt. »Dabei verkennt sie die eigentlichen Probleme: Wir müssen mehr Wasser in den Flächen halten, Wasserentnahmen reduzieren und unsere Flüsse klimaresilient machen. Nur so können die Folgen der Trockenheit begrenzt werden.« Die niedrigen Flusspegel sind nach Ansicht des BUND kein kurzfristiges Wetterphänomen, sondern Symptom der Klimakrise. Die frühere Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) forderte derweil grundsätzliche Konsequenzen im Umgang mit Deutschlands Flüssen. Deutschland werde »systematisch entwässert – selbst in Zeiten von Dürre«, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das geschehe »durch Tausende Kilometer von Entwässerungsgräben beziehungsweise Rohren, das Trockenlegen von Feuchtgebieten aller Art und die teils jahrhundertealten Baumaßnahmen an Flüssen, um diese zu regulieren und nutzbar zu machen«. »Die Lage ist gravierend – wenn auch mit lokalen Unterschieden«, sagte Lemke. Es müsse jetzt darum gehen, das Wasser in der Landschaft zu halten und die natürliche Speicherfähigkeit zu erhöhen. »Auen und Feuchtgebiete müssen wieder hergestellt sowie Entwässerungsgräben und Rohre zurückgebaut werden.« Zudem müssten industrielle Wasserentnahmen reguliert und die Versiegelung in Städten zurückgedreht werden. Das dramatische Niedrigwasser am Rhein bedroht die Binnenschifffahrt – und damit wichtige deutsche Industriezweige. Einige Politiker fordern, Fahrrinnen schnellstmöglich zu vertiefen. Die Idee hat aber einen Haken – hier mehr dazu .

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5. August
Handelsblatt

Güterverkehr: Verkehrsminister dringen auf schnelle Hilfe für Schifffahrt

Güterverkehr: Verkehrsminister dringen auf schnelle Hilfe für Schifffahrt Bonn. Die Verkehrsminister der Länder wollen den Bund bei ihrer Sonderkonferenz am Donnerstag zu umfassenden Maßnahmen gegen Niedrigwasser auffordern. Dies geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die der „Rheinischen Post“ (RP) vorlag. Demnach soll das Bundesverkehrsministerium „ein nationales oder europäisches Flottenförderprogramm für niedrigwassergeeignete Schiffe“ vorlegen. Auch der seit 2018 bestehende „Aktionsplan Niedrigwasser Rhein“ und der „Masterplan Binnenschifffahrt“ von 2019 müssten aktualisiert werden. Gefordert wird laut „Rheinischer Post“ überdies eine „beschleunigte Umsetzung“ von Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplans an Bundeswasserstraßen – besonders am Rhein. Sie sollen die Befahrbarkeit bei Niedrigwasser bald verbessern. Die aktuelle Lage bedrohe etablierte Lieferketten und belaste Wirtschaft sowie Verbraucher zusätzlich, heißt es in der von Nordrhein-Westfalen eingebrachten Vorlage. „Die auch in Zukunft zu erwartende Häufung von extremen Niedrigwassersituationen als Folge des Klimawandels bedarf neben kurzfristigen auch mittel- und langfristiger Anpassungsmaßnahmen.“ Die Vorlage bezeichnet die teils historisch niedrigen Wasserstände an Rhein, Donau und anderen Flüssen insgesamt als „außerordentliche Herausforderung für den ohnehin angespannten Güterverkehr in Deutschland“.

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5. August
Handelsblatt

Niedrigwasser: Verkehrsminister dringen auf schnelle Hilfe für Schifffahrt

Niedrigwasser: Verkehrsminister dringen auf schnelle Hilfe für Schifffahrt Bonn/Düsseldorf. Die Verkehrsminister der Länder wollen den Bund bei ihrer Sonderkonferenz am Donnerstag zu umfassenden Maßnahmen gegen Niedrigwasser auffordern. Dies geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die der „Rheinischen Post“ (RP) vorlag. Demnach soll das Bundesverkehrsministerium „ein nationales oder europäisches Flottenförderprogramm für niedrigwassergeeignete Schiffe“ vorlegen. Auch der seit 2018 bestehende „Aktionsplan Niedrigwasser Rhein“ und der „Masterplan Binnenschifffahrt“ von 2019 müssten aktualisiert werden. Gefordert wird laut Rheinischer Post“ überdies eine „beschleunigte Umsetzung“ von Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplans an Bundeswasserstraßen - besonders am Rhein. Sie sollen die Befahrbarkeit bei Niedrigwasser bald verbessern. Vorlage: Aktuelle Lage belastet die Wirtschaft Die aktuelle Lage bedrohe etablierte Lieferketten und belaste Wirtschaft sowie Verbraucher zusätzlich, heißt es in der von Nordrhein-Westfalen eingebrachten Vorlage. „Die auch in Zukunft zu erwartende Häufung von extremen Niedrigwassersituationen als Folge des Klimawandels bedarf neben kurzfristigen auch mittel- und langfristige Anpassungsmaßnahmen.“ Die Vorlage bezeichnet die teils historisch niedrigen Wasserstände an Rhein, Donau und anderen Flüssen insgesamt als „außerordentliche Herausforderung für den ohnehin angespannten Güterverkehr in Deutschland“. Über den Umgang mit dem extremen Niedrigwasser will ebenfalls am Donnerstag Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) bei einer Fachkonferenz in Bonn mit Wirtschaftsverbänden sprechen.

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