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Freitag, 17. Juli 2026
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Deutsch-französisches Treffen im Rheinland: Große Kulisse, viele Probleme

Medienspektrum

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17. Juli
Tagesschau

Deutsch-französisches Treffen im Rheinland: Große Kulisse, viele Probleme

Deutsch-französisches Treffen im Rheinland Große Kulisse, viele Probleme Der deutsch-französische Motor läuft nicht ganz rund. Vor großer Kulisse, auf Schloss Bensberg, bemühen sich Kanzler Merz und Präsident Macron nun um Harmonie. Dabei wollen die beiden auch eine Bruchlandung im Rüstungsbereich vergessen machen. Es war gestern ein in jeder Hinsicht warmer Empfang für den französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf Schloss Bensberg: Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßt den Gast in der Abendsonne vor dem imposanten Grandhotel mit Blick auf Köln. Merz und Macron ziehen sich schnell zurück zum Gespräch in den Salon Medici und zum gemeinsamen Abendessen im Schloss. Motor läuft nicht rund Als ihn Präsident Macron vor einem Jahr in seiner Sommerresidenz an der Côte d'Azur empfing, hatte der Bundeskanzler stolz verkündet: "Der deutsch-französische Motor ist wieder angesprungen." Jetzt der Gegenbesuch. Prunkvolle Kulisse, freundliche Worte, lange Gespräche - doch der viel zitierte "deutsch-französische Motor", der auch Europa antreiben soll, läuft nicht rund. Das jüngste Beispiel im Rüstungsbereich: Der deutsch-französische Kampfjet, der am Führungsstreit der Hersteller und an nationalen Sonderwünschen gescheitert ist. Merz und Macron wollen das hier nun ein Stück weit vergessen machen. Mit den Außen- und Verteidigungsministern beider Länder treffen sie sich heute auf dem Fliegerhorst in Nörvenich, wo Eurofighter der Bundeswehr stationiert sind. Zum Zeichen der engen Kooperation sollen dort deutsche und französische Soldaten Wartungsarbeiten an Kampfjets der jeweils anderen Nation vorführen. Die Politiker beraten außerdem, welche Rolle Frankreichs Atomwaffen in Zukunft für die deutsche Sicherheit spielen können. Sorge vor Le Pen Es dürfte auch eine grundsätzliche Frage mitschwingen: Was tun, um das deutsch-französische Verhältnis zu stärken, damit es auch mögliche Krisenzeiten übersteht? Die befürchten nämlich viele, wenn bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr die Rechtsnationalistin Marine Le Pen mit ihren EU-kritischen Positionen gewinnen sollte. Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Franke vom European Council on Foreign Relations spricht sich deshalb dafür aus, gemeinsame Projekte voranzutreiben, die nicht nur "von gutem Willen" getragen sind, "weil man sich so gern hat". Was im nationalen Interesse beider Staaten ist, sagt Franke im Gespräch mit dem ARD-Hauptstadtstudio, wäre auch für künftige Regierungen nicht so leicht zu stoppen: "Was ich mir wünschen würde, ist, dass man sich ein bisschen mehr anguckt: Was sind denn die Kooperationen, die selbst eine extrem rechte oder auch extrem linke französische Regierung überleben könnten?" Symbolischer Ort für Minister-Treffen Jeweils acht Minister und Ministerinnen der beiden Regierungen kommen am Freitag an einem weiteren repräsentativen Ort zusammen: auf Schloss Augustusburg in Brühl. Ein symbolischer Ort für die deutsch-französischen Beziehungen. Hier schlug 1962 der damalige französische Präsident Charles de Gaulle dem deutschen Kanzler Konrad Adenauer einen Freundschaftsvertrag vor, den späteren Elysée-Vertrag. Im sogenannten Ministerrat geht es um Wirtschafts- und Technologiepolitik, um Künstliche Intelligenz und Wettbewerbsfähigkeit. Jacob Ross, Frankreich-Experte bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, schreibt dem Ministerrat einerseits ein großes Gewicht für die deutsch-französischen Beziehungen zu. Andererseits stellt er im Gespräch mit dem ARD-Hauptstadtstudio fest: "Abseits der politischen Symbolik und Inszenierung sind die Ministerräte nicht so schrecklich effektiv, wenn man sie daran misst, was am Ende tatsächlich umgesetzt wird." Dabei wäre es aktuell wohl besonders wichtig, die deutsch-französischen Beziehungen für Krisenzeiten zu wappnen. In beiden Staaten sind rechte Parteien inzwischen stark geworden, die nationale Interessen nach vorn stellen. "Gesellschaftlicher Austausch" heißt deshalb ein Punkt, den die Bundesregierung auf die Tagesordnung gesetzt hat. Konkret geht es darum, mehr Kontakte zwischen Menschen im Alltag zu schaffen - durch Austauschprogramme über die Grenze hinweg, zum Beispiel für Jugendliche. Damit der deutsch-französische Motor zumindest auf niedrigen Touren weiterläuft, sollte ihm auf politischer Ebene die Kraft ausgehen.

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17. Juli
Handelsblatt

Regierungstreffen: Was Merz und Macron heute gemeinsam vorhaben

Regierungstreffen: Was Merz und Macron heute gemeinsam vorhaben Brühl/Nörvenich. Gemeinsame nukleare Abschreckung, engere Kooperation bei Künstlicher Intelligenz, Satelliten und in der Handelspolitik: Deutschland und Frankreich wollen heute mit ihren Regierungsgesprächen in der Nähe von Köln neuen Schwung in ihre zuletzt schwierigen Beziehungen bringen. Die Zusammenarbeit beider Länder müsse weiter ausgebaut und der strategische Aufbruch Europas beschleunigt werden, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron am Donnerstagabend nach seiner Ankunft in Deutschland. Auf Schloss Bensberg kam er mit Bundeskanzler Friedrich Merz zusammen, um das Regierungstreffen vorzubereiten. Vom Militärflugplatz ins Schloss Heute Morgen tagt zunächst der deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat unter Leitung von Merz und Macron auf dem Fliegerhorst Nörvenich. Anschließend kommt der sogenannte Ministerrat auf Schloss Augustusburg in Brühl zusammen. An den Beratungen nehmen auf beiden Seiten Minister und Staatssekretäre aus zehn Ressorts teil. Das Rokoko-Schloss aus dem 18. Jahrhundert ist ein historisch bedeutender Ort für die deutsch-französischen Beziehungen. Dort schlug 1962 der damalige französische Präsident Charles de Gaulle dem Kanzler Konrad Adenauer einen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag vor, der 1963 im Pariser Élysée-Palast unterzeichnet wurde. Dieser Vertrag sei bis heute „die Basis für unsere Arbeit“, sagte Merz bei der Ankunft Macrons. FCAS-Pleite war Rückschlag für strategische Zusammenarbeit Zuletzt holperte es allerdings in den deutsch-französischen Beziehungen - vor allem wegen des weitgehenden Scheiterns des milliardenschweren Kampfjet-Projekts FCAS. Heute soll geklärt werden, was davon noch zu retten ist. Die Entwicklung einer sogenannten Combat Cloud, eines System zur Vernetzung von Waffensystemen, soll fortgeführt werden. Daneben wollen beide Länder ein weiteres wichtiges Verteidigungsprojekt vorantreiben: Die Partnerschaft bei der nuklearen Abschreckung auf Grundlage des französischen Atomwaffenarsenals, die Merz und Macron im März vereinbart hatten. Eine erste gemeinsame Luftwaffenübung von französischen Rafale- und deutschen Eurofighter-Kampfjets zur Betankung in der Luft fand bereits am Donnerstag statt. Die Rafale-Jets sind darauf ausgelegt, Atomwaffen einzusetzen. Auf dem Flugplatz Nörvenich werden sich Macron und Merz die Jets gemeinsamen anschauen. Was kommt nach Macron? Für Macron ist es wohl der letzte deutsch-französische Ministerrat. Im nächsten Frühjahr findet in Frankreich die Präsidentschaftswahl statt, bei der er nach zwei Amtszeiten nicht mehr antritt. Was danach kommt, ist völlig offen. Umfragen sehen die Rechtspopulistin Marine Le Pen in der ersten Runde seit langem vorne. Und nach der jüngsten Umfrage des Instituts Ifop, die nach der Ankündigung von Le Pens Kandidatur trotz einer Verurteilung vor Gericht erhoben wurde, kann Le Pen auch die zweite Runde gewinnen und Präsidentin werden, ganz egal welche Kandidaten die übrigen politischen Lager am Ende ins Rennen schicken. Verwandte Themen Sollte das tatsächlich so kommen, würde der innerhalb der EU wichtige deutsch-französische Motor sicher an Fahrt verlieren. Statt auf eine enge Integration in Europa setzt Le Pen auf nationale Souveränität und steht der EU zumindest skeptisch gegenüber. Wichtige deutsch-französische Rüstungsvorhaben könnten ausgebremst werden und Meinungsverschiedenheiten zunehmen. Macron sieht Festigung der Beziehungen Auch deswegen wollen Merz und Macron in den letzten Monaten noch möglichst viel gemeinsam zustande bringen. Er freue sich, mit dem französischen Kabinett in Deutschland zu Gast zu sein, sagte Macron bei seiner Ankunft auf Schloss Bensberg. „In dieser Zeit, die von einem strategischen Aufbruch Europas geprägt ist, aber auch die Festigung dieses deutsch-französischen Zusammenwirkens bedeutet.“

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16. Juli
FAZ (Politik)

Treffen mit Merz: Macron spricht von „echter deutsch-französischer Annäherung“

Treffen mit Merz : Macron spricht von „echter deutsch-französischer Annäherung“ Emmanuel Macron will neue Bewegung in die deutsch-französische Zusammenarbeit bringen. Beim Abendessen mit Kanzler Merz sieht Frankreichs Präsident eine Zeit, die vom „strategischen Aufbruch Europas“ geprägt ist. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will neuen Schwung in die Zusammenarbeit mit Deutschland bringen und bei internationalen Schlüsselthemen mit Berlin an einem Strang ziehen. Die Zusammenarbeit beider Länder müsse weiter ausgebaut und der strategische Aufbruch Europas beschleunigt werden, sagte Macron zum Auftakt des deutsch-französischen Regierungstreffens im Rheinland. „Ich glaube, ich kann sagen, dass die letzten Monate auch eine echte deutsch-französische Annäherung in der europäischen Agenda gebracht haben.“ Gemeinsam wollten beide Länder sich für Frieden und Sicherheit in Europa und die Unterstützung der Ukraine einsetzen, die gemeinsame Verteidigung und Industrie stärken und bei Zukunftsthemen wie Künstlicher Intelligenz und der Energiewende kooperieren, sagte der französische Präsident. Er freue sich, mit dem französischen Kabinett in Deutschland zu Gast zu sein, „in dieser Zeit, die von einem strategischen Aufbruch Europas geprägt ist, aber auch die Festigung dieses deutsch-französischen Zusammenwirkens bedeutet“. Regierungstreffen auf zwei Schlössern Bundeskanzler Friedrich Merz empfing ihn am Abend auf Schloss Bensberg bei Köln, um das Regierungstreffen am Freitag vorzubereiten. Der sogenannte Ministerrat auf Schloss Augustusburg in Brühl wird wohl der letzte mit Macron sein, der bei der Präsidentschaftswahl im April 2027 nach zwei Amtszeiten nicht wieder antritt. Merz wies auf die historische Bedeutung des Tagungsortes in Brühl hin. Das sei „der Ort, der Platz, das Schloss“, in dem Frankreichs damaliger Präsident Charles de Gaulle vor 65 Jahren Bundeskanzler Konrad Adenauer einen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag angeboten habe. Dieser Élysée-Vertrag sei bis heute „die Basis für unsere Arbeit“, sagte Merz. Der Kanzler und und Macron führen auf Schloss Bensberg zunächst ein Arbeitsgespräch in größerem Kreis und kommen dann alleine zu einem Abendessen zusammen. Gespräche über nukleare Abschreckung Am Freitagmorgen tagt dann der deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat auf dem Fliegerhorst Nörvenich. Dabei soll es unter anderem um die Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung auf Basis des französischen Atomwaffenarsenals gehen, die bereits im März vereinbart wurde. Anschließend kommt dann der sogenannte Ministerrat in Brühl zusammen. An den Beratungen nehmen auf beiden Seiten Minister und Staatssekretäre aus zehn Ressorts statt. Zuletzt holperte es in den deutsch-französischen Beziehungen unter anderem wegen des weitgehenden Scheiterns des gemeinsamen Kampfflugzeug-Projekts FCAS. Das Regierungstreffen soll jetzt wieder neue Impulse bringen.

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16. Juli
Die Zeit (Politik)

Deutsch-französischer Ministerrat: Macron lobt »echte deutsch-französische Annäherung«

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz haben am Vorabend des deutsch-französischen Ministerrats die gute Beziehung beider Länder zueinander betont. Merz empfing Macron am Abend auf Schloss Bensberg bei Köln, um das Regierungstreffen vorzubereiten, das am Freitag auf Schloss Augustusburg in Brühl stattfindet. Der Kanzler wies auf die historische Bedeutung des Tagungsortes in Brühl hin. Das sei »der Ort, der Platz, das Schloss«, in dem Frankreichs damaliger Präsident Charles de Gaulle vor 65 Jahren Bundeskanzler Konrad Adenauer einen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag angeboten habe. Dieser Élysée-Vertrag sei bis heute »die Basis für unsere Arbeit«, sagte Merz. »Es ist eine Woche, in der wir uns schon zum zweiten Mal sehen«, sagte der Kanzler mit Blick auf das Ukraine-Treffen sowie die Militärparade zum französischen Nationalfeiertag Anfang der Woche in Paris. Letztere bezeichnete er als ein »wirklich bewegendes Ereignis«. »Annäherung in der europäischen Agenda« Positive Worte zu den Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich fand auch Macron: »Ich glaube sagen zu können, dass die letzten Monate eine echte deutsch-französische Annäherung in der europäischen Agenda gebracht haben.« Bei europäischen Themen gebe es eine zunehmende Übereinstimmung. Gemeinsam wollen beide Länder sich für mehr Frieden und Sicherheit in Europa und die Unterstützung der Ukraine einsetzen. Zudem wollen sie bei Zukunftsthemen wie künstlicher Intelligenz und der Energiewende kooperieren, sagte der französische Präsident. Die Gemeinsamkeiten gingen aber über die bilaterale und europäische Ebene hinaus und beträfen auch Fragen wie den Schutz der europäischen Industrie und die strategische Ausrichtung Europas im 21. Jahrhundert, sagte Macron. Er freue sich, mit dem französischen Kabinett in Deutschland zu Gast zu sein, »in dieser Zeit, die von einem strategischen Aufbruch Europas geprägt ist, aber auch die Festigung dieses deutsch-französischen Zusammenwirkens bedeutet«. Regierungstreffen soll neue Impulse bringen Die beiden Staatsoberhäupter wollten sich am Abend zunächst zu zweit beraten. Am Freitagmorgen tagt dann zunächst der deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat auf dem Fliegerhorst Nörvenich. Dabei soll es unter anderem um die Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung auf Basis des französischen Atomwaffenarsenals gehen, die bereits im März vereinbart wurde. Anschließend kommt dann der Ministerrat in Brühl zusammen. An den Beratungen nehmen auf beiden Seiten Minister und Staatssekretäre aus zehn Ressorts teil. Zuletzt galt die deutsch-französische Beziehung wegen des weitgehenden Scheiterns des gemeinsamen Kampfjet-Projekts FCAS als angespannt. Das Regierungstreffen soll jetzt wieder neue Impulse bringen. Es ist der zweite und zugleich letzte gemeinsame deutsch-französische Ministerrat von Merz und Macron, da der französische Präsident im Frühjahr 2027 aus dem Amt scheidet.

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16. Juli
Handelsblatt

Regierungstreffen: Macron sieht „echte deutsch-französische Annäherung“

Regierungstreffen: Macron sieht „echte deutsch-französische Annäherung“ Bensberg. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will neuen Schwung in die Zusammenarbeit mit Deutschland bringen und bei internationalen Schlüsselthemen mit Berlin an einem Strang ziehen. Die Zusammenarbeit beider Länder müsse weiter ausgebaut und der strategische Aufbruch Europas beschleunigt werden, sagte Macron zum Auftakt des deutsch-französischen Regierungstreffens im Rheinland. „Ich glaube, ich kann sagen, dass die letzten Monate auch eine echte deutsch-französische Annäherung in der europäischen Agenda gebracht haben.“ Gemeinsam wollten beide Länder sich für Frieden und Sicherheit in Europa und die Unterstützung der Ukraine einsetzen, die gemeinsame Verteidigung und Industrie stärken und bei Zukunftsthemen wie Künstlicher Intelligenz und der Energiewende kooperieren, sagte der französische Präsident. Er freue sich, mit dem französischen Kabinett in Deutschland zu Gast zu sein, „in dieser Zeit, die von einem strategischen Aufbruch Europas geprägt ist, aber auch die Festigung dieses deutsch-französischen Zusammenwirkens bedeutet“. Zwei Schlösser und ein Flugplatz Bundeskanzler Friedrich Merz empfing ihn am Abend auf Schloss Bensberg bei Köln, um das Regierungstreffen am Freitag vorzubereiten. Der sogenannte Ministerrat auf Schloss Augustusburg in Brühl wird wohl der letzte mit Macron sein, der bei der Präsidentschaftswahl im April 2027 nach zwei Amtszeiten nicht wieder antritt. Merz wies auf die historische Bedeutung des Tagungsortes in Brühl hin. Das sei „der Ort, der Platz, das Schloss“, in dem Frankreichs damaliger Präsident Charles de Gaulle vor 65 Jahren Bundeskanzler Konrad Adenauer einen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag angeboten habe. Dieser Élysée-Vertrag sei bis heute „die Basis für unsere Arbeit“, sagte Merz. Der Kanzler und und Macron führen auf Schloss Bensberg zunächst ein Arbeitsgespräch in größerem Kreis und kommen dann alleine zu einem Abendessen zusammen. Zehn Ressorts beteiligt Am Freitagmorgen tagt dann der deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat auf dem Fliegerhorst Nörvenich. Dabei soll es unter anderem um die Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung auf Basis des französischen Atomwaffenarsenals gehen, die bereits im März vereinbart wurde. Anschließend kommt dann der sogenannte Ministerrat in Brühl zusammen. An den Beratungen nehmen auf beiden Seiten Minister und Staatssekretäre aus zehn Ressorts statt. Zuletzt holperte es in den deutsch-französischen Beziehungen unter anderem wegen des weitgehenden Scheiterns des gemeinsamen Kampfjet-Projekts FCAS. Das Regierungstreffen soll jetzt wieder neue Impulse bringen.

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