12. Juli FAZ (Wirtschaft)
Business-Ticker: VW-Chef Blume will Werksschließungen möglichst vermeiden
Business-Ticker : VW-Chef Blume will Werksschließungen möglichst vermeiden
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Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, hat sich zum Sparkurs des Konzerns geäußert.dpa
Weitere Kostensenkungen nötig +++ Meta stellt neue KI-Bildfunktion nach Kritik wieder ein +++ Fast Minus 9 Prozent: VW verkauft deutlich weniger Autos +++ Sozialplan für Zalando-Standort in Erfurt besiegelt +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.
VW-Chef sieht „intelligentere Lösungen“ als Werksschließungen
Im Ringen um die Zukunft Zehntausender Arbeitsplätze bei Volkswagen will Konzernchef Oliver Blume nach eigenen Angaben Fabrikschließungen vermeiden. „Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen“, sagte Blume der „Bild am Sonntag“ laut Vorabmeldung. Als gefährdet gelten die Werke in Zwickau und Emden, das Audi-Werk in Neckarsulm und das Nutzfahrzeug-Werk in Hannover. Einsparungen an deutschen Produktionsstandorten zeigen laut Blume bereits Wirkung: „Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessern. Ein starker Fortschritt.“ Das Unternehmen müsse Kosten weiter senken.
Positiv äußerte sich Blume über die neue Elektroflotte: „Von unserer neuen Einstiegsfamilie um den ID. Polo haben wir über 50.000 Autos in den ersten vier Wochen verkauft. Wir sind klarer Marktführer in Europa – bei Verbrennern und vollelektrischen Fahrzeugen.“ Sorgen bereitet dem VW-Chef die Weltlage: „Unser Umfeld war noch nie so anspruchsvoll und risikobehaftet wie heute. Geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, Regulatorik, Marktumbrüche und intensive Konkurrenz.“
Blume hatte bereits angekündigt, die Produktionskapazität bis 2030 um eine Million auf neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr zu senken. Die Zahl der Modelle soll bis 2035 um die Hälfte reduziert werden, um kostengünstiger und effizienter produzieren zu können. Die Marken sollen sich weniger überlappen - Modelle von VW, Skoda und Seat etwa machen sich gegenseitig Konkurrenz.
In den Werken in Zwickau, Emden, Neckarsulm und Hannover arbeiten 40.000 Menschen. VW überlegt nach früheren Angaben, dort Rüstungsfirmen anzusiedeln oder eigene, in China entwickelte Modelle zu bauen. Zudem sollen bis 2030 von weltweit 21.000 Management-Posten 5000 gestrichen werden. Wie viele der mehr als 650.000 Arbeitsplätze weltweit wegfallen könnten, hatte der Vorstand offen gelassen.
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Meta stellt neue KI-Bildfunktion nach Kritik wieder ein
Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat eine erst vor wenigen Tagen eingeführte Funktion zur Erstellung von Bildern mit Künstlicher Intelligenz (KI) nach massiver Kritik wieder eingestellt. Mit dem Werkzeug konnten Nutzer Bilder auf Basis öffentlicher Instagram-Konten generieren. Das Unternehmen teilte am Freitag (Ortszeit) mit, man habe auf die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes reagiert. „Wir haben das Feedback gehört, dass diese Funktion ihr Ziel verfehlt hat, daher ist sie nicht mehr verfügbar“, hieß es in einer Erklärung. Meta hatte die Anwendung „Muse Image“ erst am Dienstag als Teil seines KI-Chatbots auf den Markt gebracht. Die Funktion stieß jedoch umgehend auf Widerstand, da sie für die Nutzer standardmäßig aktiviert war. Die US-Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA und mehrere Prominente riefen daraufhin dazu auf, das Werkzeug manuell abzuschalten. Die Gewerkschaft kritisierte die automatische Zustimmung als inakzeptabel und als völlige Fehleinschätzung der öffentlichen Stimmung. SAG-AFTRA begrüßte Metas Schritt, die Funktion schließlich wieder einzustellen.
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VW verkauft weniger Autos – Elektro-Nachfrage steigt
Der VW-Konzern leidet weiter unter schwachen Verkaufszahlen vor allem in China. Weltweit drückte das die Zahl der Auslieferungen in den Monaten April bis Juni auf nur noch 2,08 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken, fast 9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die Wolfsburger mitteilten. Der Rückgang fiel damit noch etwas stärker aus als im Quartal davor. Von Januar bis März stand ein Minus von 4 Prozent.
Bei der Kernmarke Volkswagen gingen die Auslieferungen sogar um 14 Prozent nach unten auf 1,02 Millionen Fahrzeuge. Etwas besser lief es bei Audi mit einem Minus von 8,2 Prozent auf 367.000 Autos. Porsche hatte schon einen Rückgang um 16 Prozent bei den Auslieferungen im ersten Halbjahr gemeldet. Im zweiten Quartal lag das Minus sogar bei 18 Prozent auf noch 61.300 Sport- und Geländewagen. Skoda meldete dagegen fast 5 Prozent Plus auf knapp 284.000 Autos.
In China, wo Volkswagen mit einem schrumpfenden Markt und lokaler Konkurrenz zu kämpfen hat, brachen die Verkäufe um mehr als ein Drittel ein, auf nur noch 424.300 Fahrzeuge. Besser lief es dagegen in Nordamerika, wo Europas Autobauer unter den neuen Zöllen von Präsident Donald Trump leiden: 242.000 Autos wurden dort ausgeliefert, fast 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Minus im ersten Quartal konnte damit aber noch nicht ausgeglichen werden. Zulegen konnte der Konzern in Europa: In Westeuropa wurden gut 900.000 Fahrzeuge ausgeliefert, knapp 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei den E-Autos lag das Plus europaweit sogar bei knapp 6 Prozent auf gut 200.000 Fahrzeuge.
Positiv entwickelte sich den Angaben zufolge auch der Auftragseingang für die E-Autos. Für die neuen Elektro-Einstiegsmodelle von VW, Skoda und Cupra wie den ID. Polo lägen bereits mehr als 54.000 Bestellungen vor. Der Auftragsbestand vollelektrischer Fahrzeuge in Europa habe sich gegenüber Ende vergangenen Jahres insgesamt um mehr als 50 Prozent erhöht. Fast ein Drittel des Auftragsbestandes in Europa entfalle inzwischen auf reine Batterieautos.
Über die Sparpläne des Konzerns berichtet unser VW-Reporter Christian Müßgens:
Bei der Kernmarke Volkswagen gingen die Auslieferungen sogar um 14 Prozent nach unten auf 1,02 Millionen Fahrzeuge. Etwas besser lief es bei Audi mit einem Minus von 8,2 Prozent auf 367.000 Autos. Porsche hatte schon einen Rückgang um 16 Prozent bei den Auslieferungen im ersten Halbjahr gemeldet. Im zweiten Quartal lag das Minus sogar bei 18 Prozent auf noch 61.300 Sport- und Geländewagen. Skoda meldete dagegen fast 5 Prozent Plus auf knapp 284.000 Autos.
In China, wo Volkswagen mit einem schrumpfenden Markt und lokaler Konkurrenz zu kämpfen hat, brachen die Verkäufe um mehr als ein Drittel ein, auf nur noch 424.300 Fahrzeuge. Besser lief es dagegen in Nordamerika, wo Europas Autobauer unter den neuen Zöllen von Präsident Donald Trump leiden: 242.000 Autos wurden dort ausgeliefert, fast 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Minus im ersten Quartal konnte damit aber noch nicht ausgeglichen werden. Zulegen konnte der Konzern in Europa: In Westeuropa wurden gut 900.000 Fahrzeuge ausgeliefert, knapp 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei den E-Autos lag das Plus europaweit sogar bei knapp 6 Prozent auf gut 200.000 Fahrzeuge.
Positiv entwickelte sich den Angaben zufolge auch der Auftragseingang für die E-Autos. Für die neuen Elektro-Einstiegsmodelle von VW, Skoda und Cupra wie den ID. Polo lägen bereits mehr als 54.000 Bestellungen vor. Der Auftragsbestand vollelektrischer Fahrzeuge in Europa habe sich gegenüber Ende vergangenen Jahres insgesamt um mehr als 50 Prozent erhöht. Fast ein Drittel des Auftragsbestandes in Europa entfalle inzwischen auf reine Batterieautos.
Über die Sparpläne des Konzerns berichtet unser VW-Reporter Christian Müßgens:
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BMW-Absatz sinkt um 4,9 Prozent
Abstürzende Verkäufe in China drücken BMWs Absatzzahlen im zweiten Quartal ins Minus. In den vergangenen drei Monaten lieferte der Münchner Konzern 590.962 Autos aus. Das waren 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie BMW weiter mitteilt. Vor einem Jahr hatte BMW für das zweite Quartal noch einen minimal steigenden Absatz vermeldet.
Vor allem in China lief es sehr schlecht. Mit dem dortigen Markt hatte BMW jüngst auch seine deutliche Gewinnwarnung begründet. Der Absatz sackte um 30 Prozent auf 117.815 Autos ab. Auch der Rest Asiens lief eher schlecht. Das konnten auch Zuwächse um 5,4 Prozent auf 260.173 Autos in Europa und um 9,5 Prozent auf 134.405 Autos in den USA nicht ausgleichen.
Bei den Konzernmarken zeigte sich vor allem Mini stark. Hier gab es ein Plus von 17 Prozent auf 81.035 Autos. Die Kernmarke schwächelte dagegen mit meinem Minus von 7,7 Prozent auf 508.675 Autos.
Vor allem in China lief es sehr schlecht. Mit dem dortigen Markt hatte BMW jüngst auch seine deutliche Gewinnwarnung begründet. Der Absatz sackte um 30 Prozent auf 117.815 Autos ab. Auch der Rest Asiens lief eher schlecht. Das konnten auch Zuwächse um 5,4 Prozent auf 260.173 Autos in Europa und um 9,5 Prozent auf 134.405 Autos in den USA nicht ausgleichen.
Bei den Konzernmarken zeigte sich vor allem Mini stark. Hier gab es ein Plus von 17 Prozent auf 81.035 Autos. Die Kernmarke schwächelte dagegen mit meinem Minus von 7,7 Prozent auf 508.675 Autos.
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Bayer sichert sich 3 Milliarden Euro durch Pharma-Deal
Der durch US-Glyphosatklagen von hohen Schulden belastete Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer verschafft sich durch einen Milliardendeal mit der Beteiligungsgesellschaft Apollo mehr finanziellen Spielraum. Apollo erhalte eine Minderheitsbeteiligung an einer neuen Gesellschaft, in die Bayer sein Geschäft mit reversiblen Langzeit-Kontrazeptiva (LARC) einbringe, teilte der Dax-Konzern am Freitag mit. Dadurch sichert sich Bayer den Angaben zufolge 3,0 Milliarden Euro Eigenkapital.
Bayer behält die Anteilsmehrheit an der Gesellschaft sowie die vollständige operative Kontrolle über das LARC-Geschäft (Verhütungsmittel), das Teil des Kerngeschäfts der Pharmasparte bleibt. Der Abschluss der Transaktion werde für das dritte Quartal 2026 erwartet.
Bayer behält die Anteilsmehrheit an der Gesellschaft sowie die vollständige operative Kontrolle über das LARC-Geschäft (Verhütungsmittel), das Teil des Kerngeschäfts der Pharmasparte bleibt. Der Abschluss der Transaktion werde für das dritte Quartal 2026 erwartet.
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Verbände fordern Erhalt von Minijobs
Eine breite Allianz von Wirtschaftsverbänden hat die Bundesregierung eindringlich davor gewarnt, Minijobs im Zuge der geplanten Sozial- und Rentenreformen faktisch abzuschaffen oder deutlich zu verteuern. In einem Brandbrief an Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) und Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) fordern unter anderem der Handelsverband Deutschland, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, der Gesamtverband der Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände sowie weitere Branchenverbände den Erhalt der Minijobs in ihrer heutigen Form.
Die Verbände kritisieren insbesondere Empfehlungen der Alterssicherungskommission, den steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus von Minijobs abzuschaffen. Zudem wenden sie sich gegen geplante höhere Arbeitgeberbelastungen durch Reformen in der Kranken- und Pflegeversicherung sowie gegen eine vorgesehene Anhebung der Pauschalsteuer für Minijobs von 2 auf 5 Prozent.
Die Unterzeichner warnen, eine Abschaffung oder Verteuerung würde Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen treffen. Millionen Menschen hätten sich ganz bewusst für Minijobs entschieden, weil sie sich mit Studium, Familie, Pflege oder einem Hauptberuf vereinbaren ließen. Fielen die steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Vorteile weg, müssten viele Beschäftigte spürbare Einkommenseinbußen hinnehmen oder deutlich mehr Stunden arbeiten, um auf das bisherige Einkommen zu kommen.
Für Unternehmen seien Minijobs trotz der schon heute allein von Arbeitgebern getragenen Pauschalabgaben unverzichtbar, argumentieren die Verbände. Sie dienten dazu, Personalengpässe aufzufangen und Öffnungszeiten sowie die Versorgung etwa im Einzelhandel und im Gastgewerbe sicherzustellen. Die Verbände appellieren an die Bundesregierung, Minijobs zu erhalten und nicht weiter zu verteuern. Andernfalls drohten „irreversible Schäden für den Wirtschaftsstandort Deutschland“.
Minijobs mit einem Verdienst von bis zu 603 Euro im Monat abzuschaffen, gehört zu den Vorschlägen für eine Rentenreform der schwarz-roten Koalition, die eine Regierungskommission vorgelegt hatte. Die Kommission empfiehlt, Minijobs in die Rentenversicherung einzubeziehen und ihren steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus abzuschaffen. Ausnahmen sollten demnach nur noch für Schüler möglich sein.
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Fabian Drahmoune
Der VW-Konzern streicht seine Modellpalette deutlich zusammen. Die Zahl der Modelle im Konzern solle schrittweise um bis zu 50 Prozent schrumpfen, die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen um bis zu 75 Prozent sinken, kündigte der Konzern nach einer Aufsichtsratssitzung in Wolfsburg an.
Der Konzern wolle sich auf die attraktivsten Marktsegmente konzentrieren, begründete Europas größter Autobauer den Vorstoß. Damit würden Investitionen und Entwicklungsressourcen auf Produkte und Technologien fokussiert, die den größten Mehrwert für Kundinnen und Kunden sowie den höchsten Wertbeitrag für den Konzern lieferten, hieß es. Die weltweite Produktionskapazität solle von einst 12 auf 9 Millionen Fahrzeuge sinken, bekräftige Konzernchef Oliver Blume.
Der Konzern wolle sich auf die attraktivsten Marktsegmente konzentrieren, begründete Europas größter Autobauer den Vorstoß. Damit würden Investitionen und Entwicklungsressourcen auf Produkte und Technologien fokussiert, die den größten Mehrwert für Kundinnen und Kunden sowie den höchsten Wertbeitrag für den Konzern lieferten, hieß es. Die weltweite Produktionskapazität solle von einst 12 auf 9 Millionen Fahrzeuge sinken, bekräftige Konzernchef Oliver Blume.
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Sozialplan für Zalando-Standort in Erfurt besiegelt
Für das umkämpfte Zalando-Logistikzentrum in Erfurt ist ein millionenschwerer Sozialplan vereinbart worden. Nach monatelangem Tauziehen musste ein Spruch der Einigungsstelle gefällt werden, weil sich Management und Betriebsrat bis zuletzt nicht einigen konnten, teilte der Betriebsrat mit. Ein Unternehmenssprecher bestätigte den Abschluss eines Sozialplans.
Er regelt vor allem die Abfindungen für die derzeit noch rund 2.100 Beschäftigten, die mit der von Zalando geplanten Schließung des Logistikzentrums ihre Arbeit verlieren. Es bleibe bei der Standortschließung Ende September, so der Unternehmenssprecher. Zalando hatte die Standortschließung mit einer Neuausrichtung des konzerneigenen europaweiten Logistiknetzes nach der Übernahme von About You begründet. Ein neuer Logistikstandort entstehe in Gießen.
Gescheitert sind nach Angaben beider Seiten die Verhandlungen über einen Interessenausgleich. „Auch wenn ein wirtschaftlich akzeptables Ergebnis für die Belegschaft erzielt werden konnte, bleibt ein extrem bitter Beigeschmack“, erklärte der Betriebsrat. Die Finanzierung einer Transfergesellschaft, die Beschäftigten Unterstützung beim Übergang in eine andere Arbeit geben sollte, sei von Zalando verweigert worden. Das Unternehmen sei nicht bereit gewesen, dafür zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Mit dem Sozialplan sind die Voraussetzungen für massenhafte Kündigungen gegeben. Nach Betriebsratsangaben haben rund 1.800 Arbeitnehmer eine feste Anstellung, bei den anderen etwa 300 liefen befristete Verträge aus.
Er regelt vor allem die Abfindungen für die derzeit noch rund 2.100 Beschäftigten, die mit der von Zalando geplanten Schließung des Logistikzentrums ihre Arbeit verlieren. Es bleibe bei der Standortschließung Ende September, so der Unternehmenssprecher. Zalando hatte die Standortschließung mit einer Neuausrichtung des konzerneigenen europaweiten Logistiknetzes nach der Übernahme von About You begründet. Ein neuer Logistikstandort entstehe in Gießen.
Gescheitert sind nach Angaben beider Seiten die Verhandlungen über einen Interessenausgleich. „Auch wenn ein wirtschaftlich akzeptables Ergebnis für die Belegschaft erzielt werden konnte, bleibt ein extrem bitter Beigeschmack“, erklärte der Betriebsrat. Die Finanzierung einer Transfergesellschaft, die Beschäftigten Unterstützung beim Übergang in eine andere Arbeit geben sollte, sei von Zalando verweigert worden. Das Unternehmen sei nicht bereit gewesen, dafür zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Mit dem Sozialplan sind die Voraussetzungen für massenhafte Kündigungen gegeben. Nach Betriebsratsangaben haben rund 1.800 Arbeitnehmer eine feste Anstellung, bei den anderen etwa 300 liefen befristete Verträge aus.
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Bis 2035: Chipkonzern Micron will 250 Milliarden Dollar investieren
Der US-Speicherchipkonzern Micron weitet seine Investitionspläne wegen der rasant steigenden Nachfrage zum zweiten Mal binnen weniger Monate aus. Der Konzern kündigte am Donnerstag an, bis 2035 250 Milliarden Dollar in den Ausbau der Produktionskapazitäten stecken zu wollen. Das sind 50 Milliarden Dollar mehr als im Juni angekündigt und 80 Milliarden Dollar mehr als ursprünglich geplant.
Drei Milliarden Dollar seien zur Stärkung der US-Lieferketten vorgesehen, hieß es weiter. Unter anderem flössen 500 Millionen Dollar als strategische Finanzierung in ein US-Werk des taiwanischen Siliziumscheiben-Herstellers GlobalWafers. Darüber hinaus hätten die beiden Unternehmen einen Liefervertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen.
Siliziumwafer sind die Grundlage für die Herstellung von Computerchips. Durch den weltweiten Bauboom bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) übersteigt die Nachfrage nach diversen technischen Komponenten das Angebot. Branchenweit arbeiten Unternehmen daher mit Hochdruck am Ausbau ihrer Fertigungskapazitäten. Gleichzeitig gehen sie verstärkt dazu über, sich mit langfristigen Lieferverträgen abzusichern. Die Preise für Speicherbausteine haben sich wegen der Lieferengpässe in den vergangenen Monaten vervielfacht. Produzenten wie Micron und den südkoreanischen Konkurrenten Samsung und SK Hynix beschert diese Entwicklung ein Rekord-Quartalsergebnis nach dem anderen.
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Commerzbank-Ringen: Ermittler sehen keine Marktmanipulation
Im Übernahmeringen zwischen Commerzbank und Unicredit erhärtet sich der Verdacht der Marktmanipulation gegen die italienische Großbank nicht. Der Commerzbank-Gesamtbetriebsrat, der die Justiz eingeschaltet und eine Anzeige gegen unbekannt gestellt hatte, muss eine Niederlage hinnehmen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt habe mitgeteilt, dass sie in der Sache kein Ermittlungsverfahren aufnehmen werde, sagte der Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats, Sascha Uebel, der Deutschen Presse-Agentur. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte das.
Nach Abschluss des Prüfverfahrens habe man die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgelehnt, „da zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat nicht festgestellt werden konnten“, schrieb ein Sprecher. Weitere Angaben könnten wegen des „noch nicht abgeschlossenen Übernahmeprozesses und damit einhergehender etwaiger Kursbeeinflussungen“ nicht gemacht werden.
Der Gesamtbetriebsrat hatte Zweifel daran, dass die Unicredit mit ihrem Übernahmeangebot zügig Commerzbank-Aktien angedient bekam, obwohl die Offerte der Italiener lange unter dem Kurs der Commerzbank lag und Investoren ihre Anteile normalerweise erst kurz vor Frist-Ende übertragen. Der Gesamtbetriebsrat um Uebel warf der Unicredit irreführende Angaben vor. Die Anschuldigung wog schwer: Marktmanipulation ist in Deutschland eine Straftat. Seit Mittwoch ist bekannt, dass Unicredit 49,65 Prozent der Aktien der Commerzbank besitzt.
Nach Abschluss des Prüfverfahrens habe man die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgelehnt, „da zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat nicht festgestellt werden konnten“, schrieb ein Sprecher. Weitere Angaben könnten wegen des „noch nicht abgeschlossenen Übernahmeprozesses und damit einhergehender etwaiger Kursbeeinflussungen“ nicht gemacht werden.
Der Gesamtbetriebsrat hatte Zweifel daran, dass die Unicredit mit ihrem Übernahmeangebot zügig Commerzbank-Aktien angedient bekam, obwohl die Offerte der Italiener lange unter dem Kurs der Commerzbank lag und Investoren ihre Anteile normalerweise erst kurz vor Frist-Ende übertragen. Der Gesamtbetriebsrat um Uebel warf der Unicredit irreführende Angaben vor. Die Anschuldigung wog schwer: Marktmanipulation ist in Deutschland eine Straftat. Seit Mittwoch ist bekannt, dass Unicredit 49,65 Prozent der Aktien der Commerzbank besitzt.
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Salzgitter wird alleinige Eigentümerin von HKM
Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM), Deutschlands derzeit zweitgrößtes integriertes Stahlwerk, werden künftig eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der niedersächsischen Salzgitter AG. Das teilte Salzgitter am Donnerstag mit. Bislang wird HKM als Gemeinschaftsunternehmen geführt, wobei Deutschlands größter Stahlkonzern Thyssenkrupp Steel (TKSE) mit 50 Prozent größter und Salzgitter mit 30 Prozent zweitgrößter Anteilseigner ist. Die restlichen 20 Prozent gehören dem französischen Röhrenhersteller Vallourec. Sowohl TKSE als auch Vallourec hatten schon lange angekündigt, sich aus dem Joint Venture zurückziehen zu wollen.
„Die Stahlproduktion am Traditionsstandort im Duisburger Süden geht weiter“, teilte nun Salzgitter mit. Man übernehme „die volle Verantwortung bei der HKM“. Im Grundsatz hatten sich die bisherigen Eigentümer schon Anfang Februar auf die Eckpunkte dieser Lösung verständigt. Das „Closing“ und der Übergang der Geschäftsanteile solle noch an diesem Donnerstag vollzogen werden, hieß es nun.
Wie ebenfalls schon in Grundzügen bekannt war, ist die Übernahme durch Salzgitter mit harten Einschnitten bei HKM verbunden. Die Belegschaft von derzeit rund 3000 Mitarbeitern soll auf rund 1000 schrumpfen. „Ohne diesen schmerzhaften Stellenabbau hätte die Salzgitter AG die alleinige Übernahme nicht vollziehen können“, heißt es in einer Mitteilung. Die bei HKM produzierte Rohstahlmenge soll bis 2028 auf zwei Millionen Tonnen pro Jahr sinken. Die Auswirkungen der HKM-Übernahme auf die Umsatz- und Ergebnisprognose des Geschäftsjahres 2026 werde Salzgitter gemeinsam mit seinen Halbjahreszahlen in der zweiten Augustwoche benennen. Mutmaßlich hat Thyssenkrupp, das ein großes Interesse daran hatte, seine HKM-Anteile rasch loszuwerden, dem neuen Eigentümer eine Mitgift bezahlt. Es hieß jedoch, dass über Details der Übernahme Stillschweigen vereinbart wurde.
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Haushaltsausschuss billigt Beschaffung von TKMS-Fregatten
Es ist der nächste Auftrag für den Kieler Marineschiffbauer TKMS: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat grünes Licht für die Beschaffung von Fregatten des Typs Meko A-200 durch die Bundeswehr gegeben. Das teilten das Bundesverteidigungsministerium und das Unternehmen übereinstimmend mit. Damit ist der Weg zur formalen Unterzeichnung eines Vertrags frei. Es ist nach eigenen Angaben von TKMS der größte Überwasser-Auftrag der Unternehmensgeschichte.
Das Vorhaben hat ein Gesamtvolumen von zunächst rund 6,3 Milliarden Euro und betrifft vier Fregatten. Darüber hinaus gibt es eine Option für die Beschaffung von vier weiteren Schiffen dieses Typs. Dafür müsste es allerdings eine weitere Entscheidung des Haushaltsausschusses geben. Das Volumen dieses zweiten möglichen Auftrags hätte dann noch einmal einen Umfang von 5,3 Milliarden Euro.
Zuvor hatte das Bundesverteidigungsministerium die ursprünglich geplante Beschaffung von größeren Fregatten des Typs F-126 geplant. Beauftragt war hier das niederländische Unternehmen Damen Naval. Nach erheblichen Verzögerungen und weiteren Problemen war dies aber gestoppt worden.
Das Vorhaben hat ein Gesamtvolumen von zunächst rund 6,3 Milliarden Euro und betrifft vier Fregatten. Darüber hinaus gibt es eine Option für die Beschaffung von vier weiteren Schiffen dieses Typs. Dafür müsste es allerdings eine weitere Entscheidung des Haushaltsausschusses geben. Das Volumen dieses zweiten möglichen Auftrags hätte dann noch einmal einen Umfang von 5,3 Milliarden Euro.
Zuvor hatte das Bundesverteidigungsministerium die ursprünglich geplante Beschaffung von größeren Fregatten des Typs F-126 geplant. Beauftragt war hier das niederländische Unternehmen Damen Naval. Nach erheblichen Verzögerungen und weiteren Problemen war dies aber gestoppt worden.
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Hugo Boss empfiehlt, Übernahmeangebot der Fraser Group nicht anzunehmen
Der Modekonzern Hugo Boss hält das Übernahmeangebot des Großaktionärs Frasers Group für nicht ausreichend. „Der Angebotspreis von 38,00 Euro pro Aktie spiegelt den eigenständigen Wert und das zukünftige Wertschöpfungspotenzial von Hugo Boss nicht angemessen wider“, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Offerte sei dabei einem unabhängigen Prüfungsverfahren unterzogen worden.
Das Management von Hugo Boss sieht vor allem durch das laufende strategische Konzept erhebliches Potenzial. Angesichts einer starken Bilanz sei das Unternehmen gut aufgestellt, „um seine Strategie eigenständig umzusetzen und nachhaltigen, langfristigen Wert für seine Aktionäre zu schaffen.“ Die gebotenen 38,00 Euro je Aktie bildeten daher eher das rechtlich vorgeschriebene Minimum als eine angemessene fundamentale Bewertung des Unternehmens ab.
Die Briten versuchen seit Mitte Juni, im Zuge eines freiwilligen öffentlichen Angebots das Ruder bei den Schwaben zu übernehmen. Frasers ist ein Einzelhandelskonglomerat, hinter dem der Unternehmer Mike Ashley steckt. An Hugo Boss ist die Gruppe früheren Angaben zufolge mit gut 26 Prozent direkt beteiligt.
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Deutz übernimmt Rüstungshersteller FFG
Der älteste Motorenhersteller der Welt, Deutz, baut sein Verteidigungsgeschäft deutlich aus. Der Kölner M-Dax-Konzern übernimmt für 1,6 Milliarden Euro die FFG (Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft). Das teilte Deutz am Donnerstagmorgen mit.
Bezahlt wird das Geschäft teils in bar und teils in Aktien. Dadurch sollen die bisherigen Eigentümerfamilien von FFG neue Ankeraktionäre von Deutz mit einem Anteil von bis zu 29,9 Prozent werden. „Zusammen mit FFG wird Deutz zu einem führenden nationalen Systemanbieter für militärische Fahrzeuge, Antriebe und Energielösungen“, sagte der Deutz-Vorstandsvorsitzende Sebastian Schulte.
FFG beschäftigt rund 1100 Mitarbeiter und produziert, wartet und modernisiert militärische Rad- und Kettenfahrzeuge. Dazu zählen Berge- und Schützenpanzer, Mannschaftstransporter oder Spezialfahrzeuge. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen rund 760 Millionen Euro Umsatz erzielt. Durch die Übernahme erwartet Deutz, seine Ziele für 2030 – einen Umsatz von vier Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von 10 Prozent – früher zu erreichen.
Bezahlt wird das Geschäft teils in bar und teils in Aktien. Dadurch sollen die bisherigen Eigentümerfamilien von FFG neue Ankeraktionäre von Deutz mit einem Anteil von bis zu 29,9 Prozent werden. „Zusammen mit FFG wird Deutz zu einem führenden nationalen Systemanbieter für militärische Fahrzeuge, Antriebe und Energielösungen“, sagte der Deutz-Vorstandsvorsitzende Sebastian Schulte.
FFG beschäftigt rund 1100 Mitarbeiter und produziert, wartet und modernisiert militärische Rad- und Kettenfahrzeuge. Dazu zählen Berge- und Schützenpanzer, Mannschaftstransporter oder Spezialfahrzeuge. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen rund 760 Millionen Euro Umsatz erzielt. Durch die Übernahme erwartet Deutz, seine Ziele für 2030 – einen Umsatz von vier Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von 10 Prozent – früher zu erreichen.
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Meta baut Rechenzentrum für neun Milliarden Dollar in Kanada
Der Facebook-Mutterkonzern Meta baut im Zuge des Booms der Künstlichen Intelligenz (KI) sein erstes Rechenzentrum in Kanada. Die Anlage in der Provinz Alberta habe eine Leistung von einem Gigawatt und koste 9,17 Milliarden US-Dollar (13 Milliarden kanadische Dollar), teilte der Technologiekonzern am Mittwoch mit. Es ist das weltweit 33. Rechenzentrum von Meta. Die neue Anlage im Sturgeon County soll so viel Strom verbrauchen wie 800.000 Haushalte benötigen. Meta will die Stromerzeugung und die Netzinfrastruktur für das Projekt vollständig selbst finanzieren. Der Konzern investiert derzeit Hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur.
Die kanadische Provinz wirbt bei Technologieunternehmen mit günstigem Erdgas und niedrigen Temperaturen, die die Kühlung der riesigen Supercomputer kostengünstiger machen. Um den enormen Energiebedarf zu decken, arbeitet Meta mit dem kanadischen Pipeline-Betreiber Pembina zusammen. Dieser baut in Sturgeon County ein neues Gaskraftwerk, das Ende 2030 in Betrieb gehen soll und für das Meta einen langfristigen Abnahmevertrag geschlossen hat. Das Projekt benötigt Pembina zufolge täglich rund 4,25 Millionen Kubikmeter Erdgas.
Die kanadische Regierung hatte im vergangenen Monat in ihrer KI-Strategie noch hervorgehoben, dass neue Rechenzentren vom emissionsarmen Stromsystem des Landes profitieren könnten. Die meisten in Kanada geplanten Anlagen befinden sich jedoch in Alberta, wo die Stromerzeugung stark von fossilem Erdgas abhängt und die Emissionen fast fünfmal so hoch sind wie im landesweiten Durchschnitt.
Die kanadische Provinz wirbt bei Technologieunternehmen mit günstigem Erdgas und niedrigen Temperaturen, die die Kühlung der riesigen Supercomputer kostengünstiger machen. Um den enormen Energiebedarf zu decken, arbeitet Meta mit dem kanadischen Pipeline-Betreiber Pembina zusammen. Dieser baut in Sturgeon County ein neues Gaskraftwerk, das Ende 2030 in Betrieb gehen soll und für das Meta einen langfristigen Abnahmevertrag geschlossen hat. Das Projekt benötigt Pembina zufolge täglich rund 4,25 Millionen Kubikmeter Erdgas.
Die kanadische Regierung hatte im vergangenen Monat in ihrer KI-Strategie noch hervorgehoben, dass neue Rechenzentren vom emissionsarmen Stromsystem des Landes profitieren könnten. Die meisten in Kanada geplanten Anlagen befinden sich jedoch in Alberta, wo die Stromerzeugung stark von fossilem Erdgas abhängt und die Emissionen fast fünfmal so hoch sind wie im landesweiten Durchschnitt.
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