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Montag, 23. März 2026
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Aufruf durch Verdi - Streiks sorgen bundesweit für Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr

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1. Februar
ZDF heute

Wo am Montag gestreikt wird - und wo nicht

Warnstreik im ÖPNV:Wo am Montag gestreikt wird - und wo nicht Am Montag wird in weiten Teilen Deutschlands der Nahverkehr bestreikt. Wo Busse und Bahnen ausfallen, welche Städte besonders betroffen sind - und wo es Ausnahmen gibt. Busse und Bahnen werden am Montag in vielen Städten in den Depots bleiben. Die Gewerkschaft Verdi hat im Rahmen von parallel laufenden Tarifverhandlungen für den Tag in fast allen Bundesländern zu Warnstreiks bei kommunalen Verkehrsunternehmen aufgerufen. Nach Gewerkschaftsangaben könnten fast 100.000 Beschäftigte in rund 150 kommunalen Verkehrsunternehmen die Arbeit niederlegen. In 15 von 16 Bundesländern müssen sich Fahrgäste auf massive Einschränkungen einstellen. ZDFheute hat den Überblick, wo gestreikt wird - und wo nicht. Welche Verkehrsmittel sind vom Streik betroffen? Bestreikt werden Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen der kommunalen Verkehrsbetriebe. Nicht betroffen sind die S-Bahnen sowie der Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn. Diese fahren regulär, da die DB nicht von Verdi vertreten wird. Am Montag drohen vielen Pendlern Ausfälle bei Bussen und Bahnen. Verdi ruft zu einem bundesweiten Streik im öffentlichen Nahverkehr auf und fordert bessere Arbeitsbedingungen. 30.01.2026 | 0:24 minIn welchen Bundesländern wird gestreikt? Der Warnstreik betrifft ale Bundesländer mit Ausnahme von Niedersachsen, dort gilt noch bis zum 1. April 2026 eine Friedenspflicht. Dort sind etwa 5.000 Beschäftigte - etwa bei der ÜSTRA in Hannover - nicht zum Streik aufgerufen. Entsprechend fährt der Nahverkehr dort nach Plan. Die Liste der zu erwartenden Einschränkungen in den Bundesländern wird laufend aktualisiert: Berlin Bei der BVG in Berlin fallen U-Bahn, Straßenbahn und die meisten Buslinien aus. Eine Besonderheit: Einige Straßenbahnen fahren trotz Streiks - allerdings ohne Fahrgäste. Die Bahnen bleiben leer, die Türen geschlossen. Hintergrund sind vereiste Oberleitungen, die regelmäßig befahren werden müssen, damit der Betrieb am Dienstag wieder anlaufen kann. Nordrhein-Westfalen In NRW werden Beschäftigte von rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben bestreikt, unter anderem un Köln, Düsseldorf, Dortmund und Münster. U-, Straßen- und Stadtbahnen dürften vielerorts komplett ausfallen, teils auch Nachtlinien. Einige Busse privater Subunternehmen könnten fahren. S- und Regionalbahnen sind nicht betroffen. Am Montag drohen vielen Pendlern Ausfälle bei Bussen und Bahnen. Verdi ruft zu einem bundesweiten Streik im öffentlichen Nahverkehr auf und fordert bessere Arbeitsbedingungen. 30.01.2026 | 0:24 minHamburg In Hamburg rechnen Hochbahn und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) damit, den Bus- und U-Bahn-Betrieb nicht aufnehmen zu können. S-Bahn und Hadag-Fähren fahren jedoch regulär. Schülerinnen und Schüler müssen grundsätzlich in den Unterricht, bei unzumutbarem Schulweg sind Abmeldungen möglich. In Hamburg sind zudem mehrere Kundgebungen geplant. Baden-Württemberg Auch in Baden-Württemberg sind die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe zu dem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind nach Gewerkschaftsangaben mehrere große Städte, darunter Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz. In diesen Regionen dürften die Busse und Bahnen weitgehend im Depot bleiben. Pendler und Schüler müssen für Montag mit erheblichen Einschränkungen im Nahverkehr rechnen. Rheinland-Pfalz In weiten Teilen des Landes Rheinland-Pfalz beginnen die Warnstreiks bereits am Sonntagabend ab 22 Uhr. Betroffen sind unter anderem Mainz, Trier, Kaiserslautern und Pirmasens. Auch der Berufs- und Schülerverkehr ist eingeschränkt. Die bisherigen Tarifverhandlungen gelten als ergebnislos, die nächste Runde ist für den 4. Februar angesetzt. Saarland Auch im Saarland starten die Warnstreiks ab Sonntagabend. Nach Angaben der Saarbahn entfallen voraussichtlich alle Bus- und Saarbahnverbindungen. Es wird besonders im Berufs- und Schülerverkehr mit starken Einschränkungen gerechnet. Am Montag sind Demonstrationszüge und eine zentrale Kundgebung in Saarbrücken geplant. Sachsen In Sachsens Städten Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau wird ganztägig gestreikt. Verdi rechnet damit, dass der Verkehr weitgehend zum Erliegen kommt. Ausnahme: Die City-Bahn Chemnitz fährt planmäßig. In Leipzig sind zusätzlich Beschäftigte des öffentlichen Dienstes und des Universitätsklinikums zu Warnstreiks aufgerufen. Hessen In Hessen sind Beschäftigte der kommunalen Verkehrsbetriebe in Frankfurt, Kassel, Wiesbaden, Gießen und Marburg zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. In Hessen geht es in den laufenden Verhandlungen vor allem um Arbeitsbedingungen im Manteltarif, etwa Zuschläge, Eingruppierungen, eine Ballungsraumzulage und zusätzliche Urlaubstage - nicht um höhere Löhne. Bayern In Bayern sind mehrere große Verkehrsunternehmen betroffen: Busse, U-Bahn- und Straßenbahnangebote in Städten wie München und Nürnberg werden voraussichtlich stark eingeschränkt oder könnten weitgehend ausfallen. Wie lange soll der Streik dauern? Der Warnstreik ist ganztägig für Montag, 2. Februar, angesetzt. In vielen Städten beginnt er gegen 3 Uhr morgens und endet am Dienstag, 3. Februar, um 3 Uhr. In Hamburg wurde ausdrücklich ein 24-Stunden-Streik angekündigt. Mancherorts startet der Streik auch schon Sonntagabend ab 22 Uhr. Warum wird gestreikt? Mit dem Warnstreik will Verdi den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Die Gewerkschaft fordert vor allem bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr, darunter: - kürzere Wochenarbeits- und Schichtzeiten - längere Ruhezeiten - höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit In mehreren Bundesländern - darunter Bayern, Brandenburg, Saarland, Thüringen und Hamburg - geht es zusätzlich um höhere Löhne und Gehälter. Die kommunalen Arbeitgeber kritisieren die Streiks hingegen als unverhältnismäßig. Mehr zu den Streiks - FAQ Viele Einschränkungen erwartet:Bundesweite Streiks im kommunalen Nahverkehr am Montag mit Video0:24Tunnel und Straßen gesperrt:Warnstreiks treffen Autofahrer bundesweit hart mit Video0:25Erneute Ländertarifrunde ohne Ergebnis:Öffentlicher Dienst: Gewerkschaften weiten Warnstreiks aus mit Video0:21

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1. Februar
Deutschlandfunk

ÖPNV - Bus und Bahn bleiben im Depot: Was der Warnstreik für Verkehr und Schule bedeutet

Wann beginnt der Warnstreik? Verdi zufolge wird mit Beginn der Frühschicht bis zum Ende der Spätschicht und damit teils bis Dienstagfrüh gestreikt. Örtlich begannen die Arbeitskampfmaßnahmen bereits am späteren Abend. Nur die etwa 5.000 Beschäftigten in Niedersachsen sind demnach wegen der anhaltenden Friedenspflicht nicht zum Warnstreik aufgerufen. Viele Busse oder U-Bahnen werden entsprechend im Depot bleiben. Fahrgäste müssen sich entsprechend eine alternative Fahrmöglichkeit suchen. Zudem sind sie aufgerufen, auf nicht erforderliche Fahrten zu verzichten. Bleibt der gesamte öffentliche Nahverkehr stehen? Nein, für die Regionalverkehrszüge und den Fernverkehr der Deutschen Bahn gilt das nicht. Auch die S-Bahnen in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Köln, Nürnberg, Rhein-Main fahren, ebenso die Fähren der HADAG in Hamburg. Busse privater Subunternehmen sind ebenfalls nicht von den Warnstreiks betroffen. Einige kommunalen Verkehrsbetriebe informieren auf ihren Internetseiten und in ihren Apps darüber, welche Buslinien in der jeweiligen Stadt oder Region trotz Warnstreik noch bedient werden können. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) teilten mit, dass Trams unterwegs sein werden - allerdings ohne Fahrgäste. Dabei geht es darum zu verhindern, dass die Oberleitungen wieder einfrieren wie nach dem Eisregen vergangene Woche. Besteht trotz der Warnstreiks die Schulpflicht? In Nordrhein-Westfalen besteht nach Angaben des Schulministeriums eine Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht. Das sächsische Kultusministerium erklärte: "Da der Streik angekündigt ist, handelt es sich auch nicht um höhere Gewalt. Wenn kein Bus fährt, sind die Eltern deshalb gesetzlich in der Pflicht, den Schulweg selbst zu organisieren." Auch an Hamburgs Schulen findet regulärer Präsenzunterricht statt, wie ein Sprecher der Schulbehörde der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Streikankündigung sei am zurückliegenden Freitag so rechtzeitig gekommen, "dass die Familien entsprechend planen können", erklärten die Behörden zur Begründung. Wie wird es auf Straßen und Autobahnen aussehen: Sind Staus unausweichlich? Auf den Hauptstrecken rechnen Experten damit, dass es vor allem zu den Berufsverkehrszeiten voller sein wird. Wer mit dem Auto unterwegs sein muss, dem wird geraten, wenn möglich, die Stoßzeiten zwischen 7 und 9 Uhr und 16 bis 18 Uhr zu meiden, und sich vorab über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. Hilfreich sind auch deutlich früheres Losfahren und Fahrgemeinschaften. Wer die Option auf Homeoffice hat, dem wird empfohlen, sie gegebenenfalls zu nutzen. Warum wird überhaupt gestreikt? In den seit November laufenden Verhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) geführt werden, fordert Verdi deutlich bessere Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr, etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, Verlängerung der Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Mit den Warnstreiks soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, die zweite Verhandlungsrunde der Tarifgespräche ist für den 2. März geplant. Die Arbeitgeber werfen Verdi unrealistische Forderungen vor und kritisieren die Streiks als unverhältnismäßig. Diese Nachricht wurde am 01.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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30. Januar
taz (Öko & Co)

ÖPNV-Warnstreiks am Montag: Viele Räder stehen still, weil Verdi höhere Zuschläge will

ÖPNV-Warnstreiks am Montag: Viele Räder stehen still, weil Verdi höhere Zuschläge will Außer in Niedersachsen drohen bundesweit Ausfälle im Nahverkehr. Mit einem eintägigen Warnstreik will Verdi bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen. Ob in Berlin oder Bremen, Kiel oder Köln, Magdeburg oder München, Schwerin oder Stuttgart: Bundesweit müssen sich Fahrgäste an diesem Montag auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Im Rahmen der laufenden Tarifrunde für die Beschäftigten im ÖPNV hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in fast allen Bundesländern zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Laut Verdi ist davon auszugehen, „dass in den betroffenen Verkehrsbetrieben der ÖPNV zum Erliegen kommt“. Mit dem Ausstand will die Gewerkschaft ihren Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. „Die Beschäftigten im ÖPNV stehen unter hoher Belastung durch extrem ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und ständigen Zeitdruck“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. „Wir brauchen hier dringend Verbesserungen, um die hohe Fluktuation zu stoppen und wieder verlässlich Fachkräfte für den öffentlichen Nahverkehr zu finden.“ Laut Behle haben die Arbeitgeber in den bisherigen Verhandlungen allerdings fast jede Verbesserung verweigert. Teils sollten nach deren Vorstellungen Belastungen sogar noch erhöht werden, etwa durch längere Schichten oder die Streichung des Krankengeldzuschusses, beklagte die Gewerkschafterin. „Das Verhalten der Arbeitgeberseite ist ein Angriff auf bestehende Vereinbarungen“, sagte Behle. „Damit wird der ÖPNV als Daseinsvorsorge gefährdet. Eine Besonderheit gibt es in Berlin: Hier sollen zwar die Straßenbahnen am Montag fahren – aber ohne Passagiere. „Trotz Streik werden regelmäßige, betrieblich notwendige Fahrten (ohne Fahrgäste) durchgeführt, um ein erneutes Vereisen der Oberleitungen zu verhindern“, teilte Verdi mit. Darauf habe sich die Gewerkschaft mit den Berliner Verkehrsbetrieben verständigt. Dadurch steige die Chance, dass der Trambetrieb nach Streikende ohne größere Einschränkungen wieder hochgefahren werden könne, so Verdi. Bessere Arbeitsbedingungen gefordert Die Gewerkschaft verhandelt für fast 100.000 Beschäftigte in knapp 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben der Landkreise sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. Vorab wurden in 15 Bundesländern die Flächenmanteltarifverträge über die Arbeitsbedingungen in den Unternehmen des ÖPNV gekündigt, zudem die Haustarifverträge der Hamburger Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH). In den Verhandlungen fordert Verdi vor allem deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Zu den Kernforderungen an die Arbeitgeberseite gehören in mehreren Bundesländern: Verkürzung der Wochenarbeitszeit, Verkürzung der Schichtzeiten, Verlängerung der Ruhezeiten und Erhöhung von Zuschlägen für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. Da sich die jeweiligen Tarifverträge an vielen Stellen unterscheiden, gibt es jedoch keinen bundesweit einheitlichen Forderungskatalog. So fordert Verdi in Bayern, Sachsen oder in Berlin, wo es bereits im vergangenen Jahr einen harten Arbeitskampf für höhere Löhne gegeben hatte, unter anderem die Einführung der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. In Brandenburg soll die wöchtentliche Arbeitszeit auf 36 Stunden reduziert werden, in Niedersachsen auf 37,5 Stunden. In Baden-Württemberg steht demgegenüber die Anhebung des Überstunden-, des Nachtarbeits-, des Samstags- und des Sonntagszuschlags im Mittelpunkt. „Uns geht es in dieser Tarifrunde darum, die Belastungen zu mindern oder fair auszugleichen“, sagte Verdi-Vize Behle. Wegen Besonderheiten der dortigen Tarifverträge wird in Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn der Gewerkschaft zufolge zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Wobei auch hier die Forderungen nicht einheitlich sind. So fordert Verdi in Bayern eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro, in Brandenburg von mindestens 400 Euro und in Thüringen von 300 Euro. Nicht betroffen von den Warnstreiks ist Niedersachsen. „Unsere kommunalen Mitgliedsunternehmen werden fahren und werden nicht bestreikt“, sagte Michael Bosse-Arbogast vom Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Niedersachsen. Grund dafür ist, dass hier die Tarifverhandlungen erst Mitte Februar beginnen. Derzeit gilt für etwa 5.000 niedersächsischen ÖPNV-Beschäftigten noch die Friedenspflicht. Ohnehin nicht betroffen von dem Ausstand sind bundesweit die S-Bahnen, da diese ebenfalls von der Deutschen Bahn betrieben werden und daher nicht Teil der ÖPNV-Tarifverhandlungen sind. Gemeinsam für freie Presse Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. 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1. Februar
ZDF heute

Darf ich bei Streiks zu Hause bleiben?

Warnstreiks im ÖPNV:Darf ich bei Streiks zu Hause bleiben? von Christoph Schneider Wenn Verdi den ÖPNV bestreikt, stehen Busse und Straßenbahnen still. Wie sieht es mit den Rechten von Arbeitnehmern aus? Darf man zu Hause bleiben? Müssen Schüler in die Schule? Was es für Arbeitnehmer bedeutet, wenn - wie aktuell - Verdi den ÖPNV bestreikt: Müssen Kinder in die Schule, wenn der ÖPNV streikt? Ja, sie müssen, so lautet die klare Antwort. Die staatlich angeordnete Schulpflicht besteht grundsätzlich auch bei Streiks im ÖPNV, sagen die Kultusministerien übereinstimmend. Aber: Jede einzelne Schule kann selbst entscheiden, ob sie im Sinne der Schulbesuchsverordnung vom Unterricht befreit. Das könnte besonders dann gelten, wenn Schülerinnen und Schüler besonders auf Busse und Bahnen angewiesen sind, also regelmäßig im ländlichen Raum. Eltern sollten deswegen auf Informations- und Hinweisschreiben der Schulleitungen achten. Sollte es zu Fehlzeiten an einem Streiktag kommen, sind Schulen gehalten, damit kulant umzugehen. Und: Wo möglich, kann der Schultag auch digital durchgeführt werden. Vielleicht helfen auch von den Eltern eingerichtete Fahrgemeinschaften für die Kids. Muss ich an den Arbeitsplatz, wenn ich auf den ÖPNV angewiesen bin? Grundsätzlich ja - es gibt einen arbeitsvertraglichen Erfüllungsanspruch, den der Arbeitnehmer gegenüber seinem Arbeitgeber zu erbringen hat. Sollten keine Busse und Bahnen fahren: Bilden Sie Fahrgemeinschaften - vielleicht gibt es Kolleginnen und Kollegen, die mit dem Auto unterwegs sind und Sie mitnehmen können. Oder weichen Sie, sofern möglich, auf Fahrrad, E-Bikes, E-Scooter, Bike- oder Carsharing-Angebote aus. Wenn Sie an einem Streiktag ausnahmsweise mit dem Auto fahren, planen Sie mehr Zeit ein, die Straßen können voller als sonst sein. Und: Informieren Sie Ihren Vorgesetzten, wenn Sie später kommen. Gibt es Alternativen zur Präsenzarbeit? Wo möglich, kann aber auch an einem Streiktag nach Absprache ins Homeoffice ausgewichen werden. Alternativ sollte man Urlaub beantragen oder Überstunden abbauen. Entscheidend ist aber immer: Rechtzeitig mit dem Vorgesetzten sprechen. Fazit Die Faustformel: Bleiben Sie immer mit Ihrem Chef im Gespräch. Fragen Sie konkret vor anstehenden Streiktagen nach Homeoffice, Überstundenabbau oder beantragen auch kurzfristig einen Tag Urlaub. Dann lassen sich auch diese Tage gut überstehen. Christoph Schneider ist Redakteur in der ZDF-Redaktion Recht und Justiz. Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann sind Sie beim ZDFheute-WhatsApp-Channel richtig. Hier erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten auf Ihr Smartphone. Nehmen Sie teil an Umfragen oder lassen Sie sich durch unseren Podcast "Kurze Auszeit" inspirieren. Zur Anmeldung: ZDFheute-WhatsApp-Channel. Der Beitrag wurde erstmals am 23. März 2023 veröffentlicht. Für die erneute Publikation wurde er am 01.02.2026 aktualisiert. Mehr zum Thema Mobilität Straßenverkehrsgesetz im Bundestag:Was Schwarz-Rot beim digitalen Führerschein plant von Jan Henrichmit Video2:46Gefahren im Straßenverkehr:Handy am Steuer: "Enorm hohes Unfallrisiko" Video1:25Wintertauglichkeit von E-Autos:Wie viel Reichweite haben E-Autos bei Kälte? von Manfred Kessler Weitere Ratgeber-Themen Feuchtigkeit und Schimmel vermeiden:Luftentfeuchter: Wann das Gerät in der Wohnung sinnvoll ist von Jesco Göbelmit Video5:51Fahrradfahren in der dunklen Jahreszeit:Wie die richtige Beleuchtung fürs Fahrrad aussieht von Esther Burmannmit Video3:39Energie aus der Tasse:Wann Kaffee am besten wirkt von Sarah HufnagelÄrger ums Homeoffice:Wenn der Streit um die Arbeitszeit eskaliert von Gregor Lischka

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30. Januar
Der Spiegel (Wirtschaft)

Nahverkehr: Ver.di ruft Montag zu Generalstreik auf - in rund 150 Kommunen droht der Verkehrskollaps

Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr In rund 150 Kommunen droht am Montag der Verkehrskollaps Am kommenden Montag soll es bundesweite Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr geben. Damit will die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di den kommunalen Arbeitgebern zeigen, wie ernst die diesjährigen Tarifforderungen gemeint sind. Leidtragende sind die Nutzer von Bussen und Bahnen, für die der tägliche Weg zur Arbeit derzeit wegen der winterlichen Wetterbedingungen ohnehin einem Vabanquespiel gleicht. Ver.di verhandelt derzeit parallel in allen 16 Bundesländern mit den Verkehrsunternehmen. In den meisten Fällen geht es um den sogenannten Manteltarifvertrag, so auch in Berlin. Dieser regelt vor allem die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten – dazu gehören etwa bessere Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr, durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, Verlängerung der Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Noch sind nicht für alle Bundesländer die betroffenen Kommunen bekannt, aber in vielen Regionen können sich Pendler schon jetzt auf Streiks einstellen: In Bayern sind unter anderem München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt betroffen. Im Südwesten erstreckt sich der Arbeitskampf auf die Städte Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz, wie der zuständige Ver.di-Landesbezirk mitteilte. In Rheinland-Pfalz werden die Mainzer Verkehrsgesellschaft, die Stadtwerke Pirmasens, die Stadtwerke Kaiserslautern sowie die Stadtwerke Trier bestreikt. Es sei auch mit Einschränkungen im Berufs- und Schülerverkehr zu rechnen. Zu den kommunalen Verkehrsbetrieben, um die es in den Verhandlungen geht, gehören auch nahezu alle großen Städte in Nordrhein-Westfalen – von Köln, Düsseldorf und Duisburg über Oberhausen, Gelsenkirchen und Dortmund bis nach Bielefeld. Die Aachener Verkehrsbetriebe Aseag sind eine der wenigen Ausnahmen in NRW, auf die sich die Tarifverhandlungen nicht beziehen. In Schleswig-Holstein hat Ver.di die Busfahrer in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg zum Streik aufgerufen. In Sachsen-Anhalt sind laut Gewerkschaft Busse und Bahnen in Halle, Magdeburg und dem Burgenlandkreis betroffen. In Thüringen geht es nach Gewerkschaftsangaben um kommunale Verkehrsunternehmen in Erfurt, Jena, Gera, im Saale-Holzland-Kreis, im Kyffhäuserkreis, in Mühlhausen, Sondershausen, im Unstrut-Hainich-Kreis, in Gotha, Weimar und im Weimarer Land. In Sachsen bezieht sich der Streik auf Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau. In Baden-Württemberg sind Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz vom Arbeitskampf betroffen. Für Hessen hat Ver.di die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe zu Streiks in Frankfurt am Main, Kassel, Wiesbaden, Gießen und Marburg aufgerufen. In Brandenburg sind 16 Verkehrsgesellschaften von Streiks betroffen: die Regionen Uckermark, Barnim, Frankfurt (Oder), Oder-Spree, Märkisch-Oderland, Schöneiche-Rüdersdorf, Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg an der Havel, Potsdam, Potsdam Mittelmark, Teltow Fläming, Cottbus, Spree-Neiße, Dahme Spreewald und Oberspreewald-Lausitz. Auch in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen soll der öffentliche Nahverkehr laut Ver.di zum Erliegen kommen. Das einzige Bundesland, in dem nicht gestreikt werden soll, ist Niedersachsen. Dort gilt noch die Friedenspflicht.

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1. Februar
Deutschlandfunk

ÖPNV - Bus und Bahn bleiben im Depot: Was der Warnstreik für Verkehr und Schule bedeutet

Wann beginnt der Warnstreik? Verdi zufolge wird mit Beginn der Frühschicht bis zum Ende der Spätschicht und damit teils bis Dienstagfrüh gestreikt. Örtlich begannen die Arbeitskampfmaßnahmen bereits am späteren Abend. Nur die etwa 5.000 Beschäftigten in Niedersachsen sind demnach wegen der anhaltenden Friedenspflicht nicht zum Warnstreik aufgerufen. Viele Busse oder U-Bahnen werden entsprechend im Depot bleiben. Fahrgäste müssen sich entsprechend eine alternative Fahrmöglichkeit suchen. Zudem sind sie aufgerufen, auf nicht erforderliche Fahrten zu verzichten. Bleibt der gesamte öffentliche Nahverkehr stehen? Nein, für die Regionalverkehrszüge und den Fernverkehr der Deutschen Bahn gilt das nicht. Auch die S-Bahnen in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Köln, Nürnberg, Rhein-Main fahren, ebenso die Fähren der HADAG in Hamburg. Busse privater Subunternehmen sind ebenfalls nicht von den Warnstreiks betroffen. Einige kommunalen Verkehrsbetriebe informieren auf ihren Internetseiten und in ihren Apps darüber, welche Buslinien in der jeweiligen Stadt oder Region trotz Warnstreik noch bedient werden können. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) teilten mit, dass Trams unterwegs sein werden - allerdings ohne Fahrgäste. Dabei geht es darum zu verhindern, dass die Oberleitungen wieder einfrieren wie nach dem Eisregen vergangene Woche. Besteht trotz der Warnstreiks die Schulpflicht? In Nordrhein-Westfalen besteht nach Angaben des Schulministeriums eine Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht. Das sächsische Kultusministerium erklärte: "Da der Streik angekündigt ist, handelt es sich auch nicht um höhere Gewalt. Wenn kein Bus fährt, sind die Eltern deshalb gesetzlich in der Pflicht, den Schulweg selbst zu organisieren." Auch an Hamburgs Schulen findet regulärer Präsenzunterricht statt, wie ein Sprecher der Schulbehörde der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Streikankündigung sei am zurückliegenden Freitag so rechtzeitig gekommen, "dass die Familien entsprechend planen können", erklärten die Behörden zur Begründung. Wie wird es auf Straßen und Autobahnen aussehen: Sind Staus unausweichlich? Auf den Hauptstrecken rechnen Experten damit, dass es vor allem zu den Berufsverkehrszeiten voller sein wird. Wer mit dem Auto unterwegs sein muss, dem wird geraten, wenn möglich, die Stoßzeiten zwischen 7 und 9 Uhr und 16 bis 18 Uhr zu meiden, und sich vorab über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. Hilfreich sind auch deutlich früheres Losfahren und Fahrgemeinschaften. Wer die Option auf Homeoffice hat, dem wird empfohlen, sie gegebenenfalls zu nutzen. Warum wird überhaupt gestreikt? In den seit November laufenden Verhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) geführt werden, fordert Verdi deutlich bessere Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr, etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, Verlängerung der Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Mit den Warnstreiks soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, die zweite Verhandlungsrunde der Tarifgespräche ist für den 2. März geplant. Die Arbeitgeber werfen Verdi unrealistische Forderungen vor und kritisieren die Streiks als unverhältnismäßig. Diese Nachricht wurde am 02.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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30. Januar
ZDF heute

Bundesweite Streiks im kommunalen Nahverkehr am Montag

Viele Einschränkungen erwartet:Bundesweite Streiks im kommunalen Nahverkehr am Montag Fahrgäste in vielen deutschen Städten müssen sich am Montag auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Verdi ruft zum bundesweiten Streik auf. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Montag bundesweit zu Streiks im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft in der aktuellen Tarifrunde für knapp 100.000 Beschäftigte in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben Druck auf die Arbeitgeber machen, wie Verdi am Freitag in Berlin mitteilte. Es sei davon auszugehen, dass in den betroffenen Verkehrsbetrieben der öffentliche Nahverkehr "zum Erliegen kommt". Streik im kommunalen Nahverkehr: Was Verdi fordert In den seit November laufenden Verhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) geführt werden, fordert Verdi: - Deutlich bessere Arbeitsbedingungen, etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, - Verlängerung der Ruhezeiten, - höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Verdi zufolge verweigerten die Arbeitgeber in den bisherigen Verhandlungen bislang fast jede Verbesserung. Vor rund einem Jahr hatte Verdi bereits in vielen Bundesländern zum Streik im ÖPNV aufgerufen. 21.02.2025 | 1:28 minVerdi: "Wir brauchen dringende Verbesserungen" Betroffen sind nach Gewerkschaftsangaben 150 städtische Verkehrsunternehmen und Busbetriebe der Landkreise sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. "Die Beschäftigten im ÖPNV stehen unter hoher Belastung durch extrem ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und ständigen Zeitdruck", erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. "Wir brauchen hier dringend Verbesserungen, um die hohe Fluktuation zu stoppen und wieder verlässlich Fachkräfte für den öffentlichen Nahverkehr zu finden." Mehr zu Bus und Bahn Auch Reaktion auf Deutschlandticket:Tickets im Nahverkehr werden teurer Statistik zum ersten Halbjahr:Fahrgastzahl in Bus und Bahn steigt kaum noch mit Video2:24

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30. Januar
Der Spiegel (Wirtschaft)

Nahverkehr: Ver.di ruft zum bundesweiten Warnstreik auf

Am Montag droht Verkehrschaos Ver.di ruft zum bundesweiten Warnstreik im Nahverkehr auf Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat für Montag bundesweit zu Streiks im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft in der aktuellen Tarifrunde für knapp 100.000 Beschäftigte in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben Druck auf die Arbeitgeber machen, wie Ver.di am Freitag in Berlin mitteilte. Es sei davon auszugehen, dass in den betroffenen Verkehrsbetrieben der öffentliche Nahverkehr zum Erliegen komme. In allen Bundesländern stehen in diesem Frühjahr Verhandlungen über neue Manteltarifverträge für die kommunalen Nahverkehrsbetriebe an. Zum Verhandlungsauftakt gab es nach früheren Angaben keine Annäherung. Dieses Mal streiten die Tarifparteien nicht über das Gehalt. Neu ausgehandelt wird stattdessen der Manteltarifvertrag, in dem die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten festgelegt sind. Ver.di fordert unter anderem höhere Zuschläge für Überstunden, Nachtarbeit sowie Arbeit am Wochenende. Außerdem wolle man Zulagen entsprechend der individuellen Entgeltstufe durchsetzen. - Vorstoß des Wirtschaftsministeriums: Gewerkschaften wollen Achtstundentag mit Streiks verteidigen - Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst: Warnstreiks an zahlreichen Unikliniken und Hochschulen - Ver.di im Tarifstreit: Diese Brücken und Tunnel sind im Norden und in Nordrhein-Westfalen wegen Warnstreiks gesperrt Die Gewerkschaft argumentiert, dass Überstunden derzeit für Arbeitgeber günstiger seien als Neueinstellungen und die Beschäftigten durch Arbeitsverdichtung stark belastet würden. Verbesserte Zuschläge sollen nach Gewerkschaftsangaben dazu beitragen, Überstunden zu begrenzen, Personal zu gewinnen und den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) langfristig zu stabilisieren. Ver.di-Verhandlungsführer Jan Bleckert zeigte zwar Verständnis für die prekäre finanzielle Lage der Kommunen. Er betonte aber: »Wir akzeptieren nicht, dass die kommunalen Arbeitgeber die Beschäftigten mit der ständigen Androhung von Leistungskürzungen und Preiserhöhungen für Fahrgäste erpressen wollen.« Arbeitgeber halten Forderungen für nicht finanzierbar Die Arbeitgeber legten bei der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vor – und wiesen die Forderungen mit Verweis auf die »katastrophale Finanzlage« vieler Städte und Gemeinden zurück. Die Spielräume sind demnach durch wegbrechende Einnahmen, steigende Ausgaben und teils nicht genehmigte Haushalte ausgeschöpft. In dieser Situation gehe es bereits darum, den Status quo zu sichern. Zusatzkosten durch höhere Zulagen seien nicht finanzierbar. Der Verband verwies zudem auf bereits vereinbarte tarifliche Verbesserungen. Seit 2023 seien die Entgelte einschließlich Zuschlägen um mehr als ein Fünftel gestiegen – und weitere Erhöhungen seien vereinbart. Die Verhandlungen sollen am 9. Februar fortgesetzt werden. Die Friedenspflicht in dem Konflikt endete bereits zum 1. Januar.

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