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Samstag, 15. August 2026
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Baltikum: Nato schießt Drohne über Lettland ab – Sorge vor russischer Provokation

Medienspektrum

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14. August
Die Zeit (Politik)

Drohnen-Abschuss der Nato: Warum die Nato in einem Drohnen-Dilemma steckt

Drohnen-Abschuss der Nato: Warum die Nato in einem Drohnen-Dilemma steckt In lettischem Luftraum holen Nato-Jets eine Drohne vom Himmel. Wer ist dafür verantwortlich? Wie ist es um die Abwehr bestellt? Die wichtigsten Antworten zum Vorfall Über Lettland ist der Krieg plötzlich kein Fernsehbild mehr, sondern Radar-Realität geworden. Am Freitag schossen italienische Nato-Kampfjets im Rahmen des Baltic Air Policing eine Langstreckendrohne ab, die wohl im Kontext eines ukrainischen Angriffs auf den russischen Ölhafen Ust-Luga durch elektronische Störung oder GPS-Spoofing vom Kurs abkam und in den lettischen Luftraum driftete. Der Vorfall reiht sich in eine Serie ein: mehrere Abschüsse, zahlreiche Abstürze in den baltischen Staaten und Finnland, Luftalarm in Vilnius, beschädigte Infrastruktur – ein Muster, das seit den ukrainischen Deep-Strike-Attacken auf Ziele im Nordwesten Russlands deutlich dichter geworden ist. Für die Nato ist das ein sicherheitspolitischer Tightrope-Walk, denn sie unterstützt Kyjiw, muss aber zugleich jeden unklaren Eindringling neutralisieren, um Risiken für Zivilisten zu begrenzen und Moskaus Propaganda keine Steilvorlage zu liefern. Deshalb wurde die Mission über dem Baltikum vom reinen Air-Policing zum robusteren Schutzschirm ausgebaut, während die baltischen Regierungen Russland die politische Verantwortung zuschieben und vor möglichen False-Flag-Manövern warnen – als wäre der Himmel über der Ostsee längst ein nervöses Testlabor des hybriden Kriegs. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? Nato-Kampfjets haben am Freitagmorgen im über Lettland eine Drohne abgeschossen. In den vergangenen Monaten sind häufig fremde Drohnen in das Gebiet von EU- und Nato-Staaten eingedrungen. Die baltischen Staaten geben Russland dafür die Verantwortung. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

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14. August
taz (Öko & Co)

Luftalarm in Lettland: Nato-Kampfjets schießen Drohne ab

Luftalarm in Lettland: Nato-Kampfjets schießen Drohne ab Erneut dringt eine Drohne in den lettischen Luftraum ein – mutmaßlich infolge der elektronischen Kriegsführung Russlands. Die Letten sind alarmiert. dpa/taz | Eine Drohne ist in den lettischen Luftraum eingedrungen und von Nato-Kampfjets abgeschossen worden. Nach Militärangaben haben italienische Eurofighter das Flugobjekt vom Himmel geholt. Der zuvor ausgelöste Luftalarm für den baltischen Staat sei damit aufgehoben, teilte das lettische Militär in der Nacht zu Freitag mit. Die Streitkräfte hatten die Letten aufgerufen, sich nicht im Freien aufzuhalten und sich in Sicherheit zu bringen. Das Militär machte zunächst keine genauen Angaben zur Herkunft des unbemannten Fluggeräts über der an Russland grenzenden Bezirksgemeinde Balvi. Die Armee sprach aber von einer ausländischen Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag der Schluss nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte. Kyjiw hatte nach Angaben des lettischen Rundfunks in der Nacht Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen. Bereits Anfang Juni hatten Nato-Kampfjets über Lettland eine fehlgeleitete Drohne abgeschossen. Wiederholte Vorfälle mit ukrainischen Drohnen Im EU- und Nato-Staat Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern hat es im Zuge des Ukraine-Krieges bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen gegeben. Bei ukrainischen Angriffen waren mehrfach fehlgeleitete unbemannte Flugkörper, mit denen Kyjiw Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen hatte, in den lettischen Luftraum eingedrungen und abgestürzt. Größere Schäden oder Verletzte gab es dabei nicht. Die Vorfälle lösten aber eine politische Krise in Lettland aus und führten zu einem Regierungswechsel. Die neue Regierung hatte kurz nach ihrem Amtsantritt Ende Mai ein Abkommen mit der Ukraine zu einer stärkeren Zusammenarbeit bei der Drohnenabwehr geschlossen. Größere Nato-Staaten übernehmen im Baltikum abwechselnd die Luftraumüberwachung der Mitgliedsstaaten Estland, Litauen und Lettland, die keine eigenen Kampfjets besitzen. Die italienischen Kampfjets sind auf dem Militärflughafen Šiauliai in Litauen stationiert. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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14. August
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Krieg in der Ukraine: Luftalarm in Lettland: Kampfjets schießen Drohne ab

Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Drohnen beschädigen russischen Ostseehafen Ust-Luga Ukraine: Mutter und Sohn bei russischen Angriffen getötet  Schwerer russischer Bombenangriff auf Kramatorsk Selenskij bittet USA um fünf Prozent ihrer „Patriot“-Raketen UN: Juli war tödlichster Monat für Zivilisten in der Ukraine seit Jahren Luftalarm in Lettland: Kampfjets schießen Drohne ab Eine Drohne ist in den lettischen Luftraum eingedrungen und von Kampfjets eines Nato-Partnerstaats abgeschossen worden. Nach Militärangaben haben italienische Eurofighter das Flugobjekt vom Himmel geholt. Der Luftalarm sei damit aufgehoben, teilte das lettische Militär in der Nacht auf der Plattform X mit. Zuvor hatten die Streitkräfte die Menschen in dem Baltenstaat aufgerufen, sich nicht im Freien aufzuhalten und sich in Sicherheit zu bringen. Das Militär machte bisher keine genauen Angaben zur Herkunft des unbemannten Fluggeräts über der Region Balvi. Die Armee sprach aber von einer ausländischen Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag der Schluss nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte. Kiew hatte nach Angaben des lettischen Rundfunks in der Nacht Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen. Bereits Anfang Juni hatten Nato-Kampfjets über Lettland eine fehlgeleitete Drohne abgeschossen. Lettland grenzt im Osten an Russland. Während des Ukraine-Krieges hat es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen gegeben. Bei ukrainischen Angriffen waren mehrfach fehlgeleitete unbemannte Flugkörper, mit denen Kiew Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen hatte, in den lettischen Luftraum eingedrungen und abgestürzt. Größere Schäden oder Verletzte gab es dabei nicht. Die Vorfälle lösten aber eine politische Krise in Lettland aus und führten zu einem Regierungswechsel. Die neue Regierung hatte kurz nach ihrem Amtsantritt Ende Mai ein Abkommen mit der Ukraine zu einer stärkeren Zusammenarbeit bei der Drohnenabwehr geschlossen. Größere Nato-Staaten übernehmen im Baltikum abwechselnd die Luftraumüberwachung der Mitgliedsstaaten Estland, Litauen und Lettland, die keine eigenen Kampfjets besitzen. Die italienischen Kampfjets sind auf dem Militärflughafen Siauliai (Litauen) stationiert. Das Militär machte bisher keine genauen Angaben zur Herkunft des unbemannten Fluggeräts über der Region Balvi. Die Armee sprach aber von einer ausländischen Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag der Schluss nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte. Kiew hatte nach Angaben des lettischen Rundfunks in der Nacht Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen. Bereits Anfang Juni hatten Nato-Kampfjets über Lettland eine fehlgeleitete Drohne abgeschossen. Lettland grenzt im Osten an Russland. Während des Ukraine-Krieges hat es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen gegeben. Bei ukrainischen Angriffen waren mehrfach fehlgeleitete unbemannte Flugkörper, mit denen Kiew Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen hatte, in den lettischen Luftraum eingedrungen und abgestürzt. Größere Schäden oder Verletzte gab es dabei nicht. Die Vorfälle lösten aber eine politische Krise in Lettland aus und führten zu einem Regierungswechsel. Die neue Regierung hatte kurz nach ihrem Amtsantritt Ende Mai ein Abkommen mit der Ukraine zu einer stärkeren Zusammenarbeit bei der Drohnenabwehr geschlossen. Größere Nato-Staaten übernehmen im Baltikum abwechselnd die Luftraumüberwachung der Mitgliedsstaaten Estland, Litauen und Lettland, die keine eigenen Kampfjets besitzen. Die italienischen Kampfjets sind auf dem Militärflughafen Siauliai (Litauen) stationiert. Lawrow schließt sofortigen Stopp der Kämpfe aus Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat erneut einen sofortigen Stopp der Kämpfe in der Ukraine ausgeschlossen: „Wir werden erst dann aufhören, wenn eine langfristige, zuverlässige und nachhaltige Einigung vorliegt“, sagte er im Staatsfernsehen. Zudem erklärte er: „Wir werden unsere Methoden deutlich verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschinerie aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits.“ Drohnen beschädigen russischen Ostseehafen Ust-Luga Nach offiziellen Angaben Russlands ist das Gebiet um den russischen Ostseehafen Ust-Luga nach Drohnenangriffen beschädigt worden. Insgesamt seien über der Region Leningrad 51 Drohnen abgewehrt worden. Das teilte Alexander Drosdenko, der Gouverneur der Region, mit. Der Ostseehafen Ust-Luga ist wichtig etwa für den Export von Flüssiggas, Düngemitteln und Kohle. Er war schon mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe. Auch in der nordwestlich von Moskau gelegenen Region Twer berichteten Behörden von Schäden. Herabstürzende Drohnentrümmer beschädigten demnach die Wand eines Lagerhauses des Versandhändlers Wildberries. Verletzt wurde demnach niemand. Das Ölterminal von Ust-Luga (Archivbild). Foto: Stringer/dpa Ukraine: Mutter und Sohn bei russischen Angriffen getötet Nach Angaben aus der Ukraine sind durch russische Drohnenangriffe in der ukrainischen Grenzregion Sumy zwei Menschen getötet worden. Ein Privathaus sei von zwei Drohnen in Brand gesetzt und zerstört worden, schrieb der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, auf Telegram. Eine 29-jährige Frau und ihr neun Jahre alter Sohn seien dabei ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen wurden demnach verletzt. Darunter seien der Vater und die Großmutter des Jungen, die mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht worden seien. In der Stadt Smila in der Zentralukraine wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Region Tscherkassy fünf Menschen bei einem russischen Drohnenangriff verletzt. Die Behörde sprach von einer massiven Attacke auf zivile Infrastruktur. In der Stadt Smila in der Zentralukraine wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Region Tscherkassy fünf Menschen bei einem russischen Drohnenangriff verletzt. Die Behörde sprach von einer massiven Attacke auf zivile Infrastruktur. Ulrike Putz Schwerer russischer Bombenangriff auf Kramatorsk Durch einen russischen Bombenangriff auf die frontnahe Stadt Kramatorsk in der Ostukraine sind nach Behördenangaben mindestens 15 Menschen verletzt worden. Es gebe bislang einen Toten, teilte der Militärverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit.  Seinen Angaben zufolge wurde die Stadt achtmal aus der Luft angegriffen, mutmaßlich mit Gleitbomben. In einem großen Wohnblock sei ein Brand ausgebrochen. Filaschkin riet den Einwohnern von Kramatorsk, in weniger gefährdete Gebiete der Ukraine umzusiedeln.  Die Industriestadt hatte vor dem Krieg etwa 58 000 Einwohner. Die vordersten russischen Stellungen sind derzeit etwa 20 Kilometer entfernt.  Selenskij bittet USA um fünf Prozent ihrer „Patriot“-Raketen Die Ukraine bräuchte zum Schutz vor russischen Angriffen nach den Worten ihres Präsidenten Wolodimir Selenskij fünf Prozent der US-Bestände an Abwehrraketen für das System Patriot. „Wenn die Amerikaner uns fünf Prozent verkaufen – PAC-3-Abfangraketen, nichts anderes –, werden wir den Winter überstehen und Menschenleben retten“, teilte Selenskij auf Telegram mit. Derzeit habe die Ukraine nur ein Prozent. Die Raketen gelten als besonders effektiv bei der Abwehr russischer Raketenschläge. „Wenn sie uns zehn Prozent verkaufen können, werden wir alle ballistischen Raketen der Russen zerstören“, sagte Selenskij. Zuvor hatte er auch in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN die USA darum gebeten, ihm die Abfangraketen zu verkaufen. Der Staatschef beklagt beinahe täglich, dass das Land sich nicht mehr vor den zunehmenden russischen Angriffen mit ballistischen Raketen schützen könne. Er wirft auch den Verbündeten vor, ihren Lieferversprechen nicht nachzukommen. „In diesem Jahr verfügen wir über zweieinhalbmal weniger Abfangraketen als im Jahr 2025“, sagte Selenskij. Russland hingegen habe seine Produktion an ballistischen Raketen hochgefahren. Moskau nutzt die Schwäche der Ukraine bei der Luftverteidigung aus und setzt verstärkt ballistische Raketen ein. Selenskij hatte nach seinem Besuch bei US-Präsident Donald Trump Ende Juli die Hoffnung geäußert, eine Lizenz zur Produktion der Patriot-Raketen in der Ukraine zu bekommen. Trump versprach zunächst eine solche Lizenz, äußerte sich danach aber zurückhaltend. Es sei eine schwierige Entscheidung, eine solche Technologie aus der Hand zu geben, sagte er. Die Bestände der USA sind durch Trumps Krieg in Iran deutlich zurückgegangen. Experten des Zentrums für strategische und internationale Studien CSIS (Center for Strategic & International Studies) gingen Ende Juli davon aus, dass die USA noch 800 Abwehrraketen auf Lager haben. Demnach seien es vor dem Iran-Krieg noch ungefähr 3100 gewesen. 600 Abwehrraketen soll die Ukraine erhalten haben. „Wenn sie uns zehn Prozent verkaufen können, werden wir alle ballistischen Raketen der Russen zerstören“, sagte Selenskij. Zuvor hatte er auch in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN die USA darum gebeten, ihm die Abfangraketen zu verkaufen. Der Staatschef beklagt beinahe täglich, dass das Land sich nicht mehr vor den zunehmenden russischen Angriffen mit ballistischen Raketen schützen könne. Er wirft auch den Verbündeten vor, ihren Lieferversprechen nicht nachzukommen. „In diesem Jahr verfügen wir über zweieinhalbmal weniger Abfangraketen als im Jahr 2025“, sagte Selenskij. Russland hingegen habe seine Produktion an ballistischen Raketen hochgefahren. Moskau nutzt die Schwäche der Ukraine bei der Luftverteidigung aus und setzt verstärkt ballistische Raketen ein. Selenskij hatte nach seinem Besuch bei US-Präsident Donald Trump Ende Juli die Hoffnung geäußert, eine Lizenz zur Produktion der Patriot-Raketen in der Ukraine zu bekommen. Trump versprach zunächst eine solche Lizenz, äußerte sich danach aber zurückhaltend. Es sei eine schwierige Entscheidung, eine solche Technologie aus der Hand zu geben, sagte er. Die Bestände der USA sind durch Trumps Krieg in Iran deutlich zurückgegangen. Experten des Zentrums für strategische und internationale Studien CSIS (Center for Strategic & International Studies) gingen Ende Juli davon aus, dass die USA noch 800 Abwehrraketen auf Lager haben. Demnach seien es vor dem Iran-Krieg noch ungefähr 3100 gewesen. 600 Abwehrraketen soll die Ukraine erhalten haben. UN: Juli war tödlichster Monat für Zivilisten in der Ukraine seit Jahren Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Angaben von Beobachtern der Vereinten Nationen (UN) im Juli so viele Zivilisten ums Leben gekommen wie seit Jahren nicht mehr in einem Monat. Es seien mindestens 437 Menschen in der Ukraine getötet und 2610 weitere Zivilisten verletzt worden, gab die UN-Menschenrechtsbeobachtermission bekannt. Das sei im Vergleich zum Juni ein Anstieg um 30 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli sogar eine Erhöhung um 70 Prozent. „Die Zahl der Getöteten ist die höchste, die seit Mai 2022 erfasst wurde“, teilte die Mission mit. Die tatsächliche Zahl der Opfer sei wahrscheinlich höher, hieß es. Die Überprüfung von Todesmeldungen dauere an. In diesem Jahr habe sich die Zahl der Opfer von Monat zu Monat erhöht. Dabei habe es die ukrainische Hauptstadt Kiew im Juli besonders hart getroffen. Demnach wurden dort 54 Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt. Grund sei die Eskalation der Gewalt durch die massiven russischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern, hieß es. Aber auch Drohnenschläge und Gleitbomben seien weiter eine große Gefahr für die Menschen. Auch auf russischer Seite habe die Zahl der getöteten Zivilisten im Juli zugenommen, teilten die UN-Beobachter mit. Russische Behörden hätten demnach 79 Tote und mehr als 600 Verletzte gemeldet. Nach Angaben der Mission sind die Zahlen schwer überprüfbar, weil der Zugang zu Informationen in Russland eingeschränkt sei. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 haben die Vereinten Nationen nach eigenen Angaben mindestens 16 874 getötete Zivilisten erfasst, darunter 820 Kinder. Die Zahl der Verletzten liege insgesamt bei 51 273, darunter mehr als 3000 Kinder, hieß es. Die tatsächliche Zahl der Opfer sei wahrscheinlich höher, hieß es. Die Überprüfung von Todesmeldungen dauere an. In diesem Jahr habe sich die Zahl der Opfer von Monat zu Monat erhöht. Dabei habe es die ukrainische Hauptstadt Kiew im Juli besonders hart getroffen. Demnach wurden dort 54 Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt. Grund sei die Eskalation der Gewalt durch die massiven russischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern, hieß es. Aber auch Drohnenschläge und Gleitbomben seien weiter eine große Gefahr für die Menschen. Auch auf russischer Seite habe die Zahl der getöteten Zivilisten im Juli zugenommen, teilten die UN-Beobachter mit. Russische Behörden hätten demnach 79 Tote und mehr als 600 Verletzte gemeldet. Nach Angaben der Mission sind die Zahlen schwer überprüfbar, weil der Zugang zu Informationen in Russland eingeschränkt sei. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 haben die Vereinten Nationen nach eigenen Angaben mindestens 16 874 getötete Zivilisten erfasst, darunter 820 Kinder. Die Zahl der Verletzten liege insgesamt bei 51 273, darunter mehr als 3000 Kinder, hieß es. Russland: Raffinerie Orsk nach Angriff wohl sechs Monate außer Betrieb Nach einem ukrainischen Drohnenangriff stellt eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Orsk den Betrieb vollständig ein. Die Reparatur der beschädigten importierten Anlagen könne wegen der Sanktionen bis zu sechs Monate dauern, teilt der Gouverneur der Region Orenburg, Jewgeni Solnzew, mit. Er warnt vor Kraftstoffengpässen für Autofahrer. Die Ukraine nimmt verstärkt russische Raffinerien ins Visier, um die Treibstoffversorgung zu stören. Die Anlage in Orsk hat eine Jahreskapazität von sechs Millionen Tonnen Rohöl. Ukraine: Zwei Tote bei russischem Angriff auf Passagierzug Bei einem russischen Angriff auf einen Passagierzug in der Region Odessa im Süden der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben der Lokführer und sein Assistent getötet worden. Die 340 Passagiere würden in Sicherheit gebracht, teilte die ukrainische Eisenbahn mit. Es habe sich um einen Drohnenangriff gehandelt. Der Drohnenpilot müsse gewusst haben, dass es sich um einen zivilen Zug handelte, schrieb der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij in sozialen Medien. Dazu veröffentlichte er ein Video, das Feuer und Zerstörung an einem Teil des Zugs zeigt. Selenskij sprach von nächtlichen russischen Angriffen in elf Regionen des Landes. Einmal mehr forderte er mehr Hilfe bei der Flugabwehr und mehr Druck auf Russland. Der Drohnenpilot müsse gewusst haben, dass es sich um einen zivilen Zug handelte, schrieb der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij in sozialen Medien. Dazu veröffentlichte er ein Video, das Feuer und Zerstörung an einem Teil des Zugs zeigt. Selenskij sprach von nächtlichen russischen Angriffen in elf Regionen des Landes. Einmal mehr forderte er mehr Hilfe bei der Flugabwehr und mehr Druck auf Russland. Ukrainische Drohnen treffen Ölraffinerie und Logistikzentrum in Russland Die ukrainischen Streitkräfte haben bei neuen Drohnenangriffen tief im russischen Hinterland eine weitere Ölraffinerie und ein Lager des größten russischen Versandhändlers Wildberries in Brand gesetzt. Zwei Menschen seien in der Stadt Salawat verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der Chef der Republik Baschkortostan, Radij Chabirow, mit. Medien berichteten zudem von einem Drohnenangriff und einem Brand in einer Ölraffinerie des Energieriesen Gazprom. Die russische Flugabwehr habe 16 von insgesamt 21 Drohnen abgeschossen, sagte Chabirow. Ziel des Angriffs sei ein Logistikzentrum gewesen. Die Firma Wildberries, deren Lager die Ukraine seit Wochen attackiert, bestätigte den Angriff und den Brand. Das Gebäude sei evakuiert worden. Das zentrale Ermittlungskomitee warf der Ukraine einen weiteren „Terroranschlag“ gegen zivile Infrastruktur vor. Die Ukraine selbst behauptet, dass Wildberries russischen Kriegszwecken diene. Das Unternehmen und der Kreml weisen das kategorisch zurück und sprechen von ziviler Infrastruktur. Kommentatoren sehen in den Angriffen den Versuch Kiews, die Lage in Russland durch zunehmende wirtschaftliche Probleme zu destabilisieren. Die russische Flugabwehr habe 16 von insgesamt 21 Drohnen abgeschossen, sagte Chabirow. Ziel des Angriffs sei ein Logistikzentrum gewesen. Die Firma Wildberries, deren Lager die Ukraine seit Wochen attackiert, bestätigte den Angriff und den Brand. Das Gebäude sei evakuiert worden. Das zentrale Ermittlungskomitee warf der Ukraine einen weiteren „Terroranschlag“ gegen zivile Infrastruktur vor. Die Ukraine selbst behauptet, dass Wildberries russischen Kriegszwecken diene. Das Unternehmen und der Kreml weisen das kategorisch zurück und sprechen von ziviler Infrastruktur. Kommentatoren sehen in den Angriffen den Versuch Kiews, die Lage in Russland durch zunehmende wirtschaftliche Probleme zu destabilisieren. Angriff auf ukrainischen Donau-Hafen an Grenze zu Rumänien Russland hat nach ukrainischen Angaben in der Nacht das Gebiet um den größten ukrainischen Donau-Hafen Ismajil angegriffen. Dabei seien Schäden entstanden und ein Feuer ausgebrochen, teilen die Behörden in der Region Odessa auf Telegram mit.  Ismajil liegt nahe der Grenze zum EU- und Nato-Land Rumänien, das zwei Kampfjets aufsteigen ließ. Ismajil ist ein wichtiger Umschlagplatz für Getreide und andere Rohstoffe. Am Mittwoch hatte die Ukraine die russische Stadt Noworossijsk attackiert, die ihrerseits über einen bedeutenden Getreideexporthafen am Schwarzen Meer verfügt. Ismajil liegt nahe der Grenze zum EU- und Nato-Land Rumänien, das zwei Kampfjets aufsteigen ließ. Ismajil ist ein wichtiger Umschlagplatz für Getreide und andere Rohstoffe. Am Mittwoch hatte die Ukraine die russische Stadt Noworossijsk attackiert, die ihrerseits über einen bedeutenden Getreideexporthafen am Schwarzen Meer verfügt. Stromausfall auf der Krim nach ukrainischem Drohnenangriff Die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine erneut ohne Strom. Die Stadt sei wegen eines massiven ukrainischen Angriffs von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass mit. Die Armee wehre einen ukrainischen Angriff ab. Derzeit begutachteten Experten die Schäden. Nato-Botschafter beraten über Luftraumverletzungen Die Botschafter der Nato-Staaten haben über die jüngsten Luftraumverletzungen in Polen und Rumänien sowie über Drohnen-Zwischenfälle beraten. Dies teilt das Bündnis mit. Den betroffenen Verbündeten sichern die Nato-Mitgliedsstaaten ihre volle Solidarität und Unterstützung zu. Russland trage die volle Verantwortung für die Luftraumverletzungen. Diese seien gefährlich und inakzeptabel und zeigten eine zunehmende Risikobereitschaft Russlands.  Die Nato baue ihre integrierte Luft- und Raketenabwehr im gesamten Bündnisgebiet weiter aus. Die Alliierten unterstreichen zudem ihre Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigung an der Ostflanke von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, um Aggressionen abzuschrecken und abzuwehren. Die Nato baue ihre integrierte Luft- und Raketenabwehr im gesamten Bündnisgebiet weiter aus. Die Alliierten unterstreichen zudem ihre Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigung an der Ostflanke von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, um Aggressionen abzuschrecken und abzuwehren. Ukraine greift russische Schwarzmeerküste an, Russland attackiert Saporischschja und Odessa Die russische Schwarzmeerküste ist nach Behördenangaben in der Nacht massiv von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Hauptziel war dabei die Hafenstadt Noworossijsk, wie der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, auf Telegram mitteilte. Berichten russischer wie ukrainischer Telegramkanäle zufolge wurden in der Stadt der Marinehafen, der Handelshafen und das Ölverladeterminal getroffen. An diesen Stellen zeigte auch das Brandmeldesystem Firms der US-Raumfahrtbehörde Nasa Feuer. Der ukrainische Präsidenten Wolodimir Selenskij bestätigte den Angriff. Es seien Drohnen, Raketen und unbemannte Boote zum Einsatz gekommen, teilt Selenskij auf Telegram mit. Kondratjew sprach von Schäden an 21 Wohnhäusern und in vier Betrieben in Noworossijsk. Ein achtjähriges Kind sei getötet worden, es gebe außerdem acht Verletzte. Im Küstenort Temrjuk wurde demnach ein Mann getötet. Aus Anapa und Gelendschik wurden Schäden gemeldet. Zuvor hatte die US-Regierung die Ukraine ersucht, ihre Angriffe auf Öltanker einzustellen, die den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nutzen. Ende Juli habe US-Vizepräsident J. D. Vance die Regierung in Kiew darum gebeten, berichtet die Financial Times unter Berufung auf Regierungskreise in Kiew. Die US-Regierung sei alarmiert gewesen, dass die Ukraine durch den Beschuss die Ölmärkte weiter destabilisiere und US-Firmen schädige. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien über Nacht 502 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden – eine im Vergleich hohe Zahl. Heftige Angriffe wurden auch aus der Hafenstadt Sewastopol auf der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim gemeldet. Russische Luftangriffe trafen in der Nacht unter anderem die südukrainische Stadt Saporischschja. Dort brach nach Angaben der regionalen Behörden ein Großbrand in einem Baumarkt aus. Es kam zu Stromausfällen. Auch der Hafen von Odessa im Süden der Ukraine wurde russischen Angaben nach angegriffen. Dort sei ein Treibstofflager getroffen worden, das der Versorgung der ukrainischen Armee gedient habe, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht. Berichten russischer wie ukrainischer Telegramkanäle zufolge wurden in der Stadt der Marinehafen, der Handelshafen und das Ölverladeterminal getroffen. An diesen Stellen zeigte auch das Brandmeldesystem Firms der US-Raumfahrtbehörde Nasa Feuer. Der ukrainische Präsidenten Wolodimir Selenskij bestätigte den Angriff. Es seien Drohnen, Raketen und unbemannte Boote zum Einsatz gekommen, teilt Selenskij auf Telegram mit. Kondratjew sprach von Schäden an 21 Wohnhäusern und in vier Betrieben in Noworossijsk. Ein achtjähriges Kind sei getötet worden, es gebe außerdem acht Verletzte. Im Küstenort Temrjuk wurde demnach ein Mann getötet. Aus Anapa und Gelendschik wurden Schäden gemeldet. Zuvor hatte die US-Regierung die Ukraine ersucht, ihre Angriffe auf Öltanker einzustellen, die den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nutzen. Ende Juli habe US-Vizepräsident J. D. Vance die Regierung in Kiew darum gebeten, berichtet die Financial Times unter Berufung auf Regierungskreise in Kiew. Die US-Regierung sei alarmiert gewesen, dass die Ukraine durch den Beschuss die Ölmärkte weiter destabilisiere und US-Firmen schädige. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien über Nacht 502 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden – eine im Vergleich hohe Zahl. Heftige Angriffe wurden auch aus der Hafenstadt Sewastopol auf der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim gemeldet. Russische Luftangriffe trafen in der Nacht unter anderem die südukrainische Stadt Saporischschja. Dort brach nach Angaben der regionalen Behörden ein Großbrand in einem Baumarkt aus. Es kam zu Stromausfällen. Auch der Hafen von Odessa im Süden der Ukraine wurde russischen Angaben nach angegriffen. Dort sei ein Treibstofflager getroffen worden, das der Versorgung der ukrainischen Armee gedient habe, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht. Ukraine legt USA neuen Friedensplan vor Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat den USA nach eigenen Angaben Vorschläge für einen Plan zur Beendigung des Krieges mit Moskau übergeben. Zuletzt hatte es Andeutungen gegeben, dass US-Unterhändler bald nach Russland und in die Ukraine reisen, um die weitgehend ins Stocken geratenen Friedensgespräche voranzubringen. „Wir haben unsere Vorschläge der amerikanischen Seite übermittelt“, sagte Selenskij in seiner nächtlichen Videoansprache. Die USA könnten helfen, die Verteidigung der Ukraine zu stärken, vor allem bei der Flugabwehr. Zudem könnten sie Druck auf Russland ausüben, damit dessen Pläne auf ein Ende des Krieges statt auf eine Verlängerung abzielten. Details zu den Vorschlägen nannte Selenskij nicht. Die Friedensgespräche liegen weitgehend auf Eis. Russland fordert für eine Einigung unter anderem die vollständige Abtretung von vier Regionen, die Moskau für sich beansprucht und teilweise nicht einmal besetzt hält. „Wir haben unsere Vorschläge der amerikanischen Seite übermittelt“, sagte Selenskij in seiner nächtlichen Videoansprache. Die USA könnten helfen, die Verteidigung der Ukraine zu stärken, vor allem bei der Flugabwehr. Zudem könnten sie Druck auf Russland ausüben, damit dessen Pläne auf ein Ende des Krieges statt auf eine Verlängerung abzielten. Details zu den Vorschlägen nannte Selenskij nicht. Die Friedensgespräche liegen weitgehend auf Eis. Russland fordert für eine Einigung unter anderem die vollständige Abtretung von vier Regionen, die Moskau für sich beansprucht und teilweise nicht einmal besetzt hält.

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14. August
Der Spiegel

Lettland: Kampfjets fangen Drohne ab

Finnland richtet vorübergehend Sperrzone ein Kampfjets fangen Drohne über Lettland ab In Nordost-Europa wächst die Sorge vor Angriffen. Am frühen Freitagmorgen ist nun eine Drohne in den lettischen Luftraum eingedrungen. Kampfjets eines Nato-Partnerstaats haben das unbemannte Flugobjekt abgeschossen. Dies teilten die Streitkräfte des baltischen Landes auf der Plattform X mit. Der Luftalarm sei damit aufgehoben, hieß es weiter. Zuvor hatten die Streitkräfte die Menschen in dem Baltenstaat aufgerufen, sich nicht im Freien aufzuhalten und sich in Sicherheit zu bringen. Gleichzeitig richtete Finnland im östlichen Golf von Finnland als Vorsichtsmaßnahme vor Drohnen eine vorübergehende Sperrzone für den Luft- und Schiffsverkehr ein. Das lettische Militär machte zunächst keine genauen Angaben zur Herkunft des unbemannten Fluggeräts über der Region Balvi. Die Armee sprach aber von einer ausländischen Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte. Im Ukrainekrieg setzen sowohl der Angreifer Russland als auch die sich verteidigende Ukraine Drohnen ein. Unklar blieb zunächst auch, welche Kampfjets am Abschuss der Drohne beteiligt waren. Größere Nato-Staaten übernehmen im Baltikum abwechselnd die Luftraumüberwachung der Mitgliedstaaten Estland, Litauen und Lettland. In der Nacht zum Freitag hatte Russland nach Angaben des regionalen Gouverneurs Alexander Drosdenko 15 Drohnen in der Region Leningrad abgeschossen, wie dieser auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilte. Das Gebiet grenzt an Finnland und Estland und schließt die Millionenmetropole Sankt Petersburg ein, die ein wichtiger Exportknotenpunkt des Landes ist. Die nördlichen Nato-Nachbarn Russlands verschärfen derzeit die Sicherheitsvorkehrungen rund um Staudämme, Kraftwerke und Erdgasinfrastruktur. Hintergrund ist die wachsende Sorge, dass die Regierung in Moskau einen Angriff unter falscher Flagge mit ukrainischen Drohnen auf diese Einrichtungen inszenieren könnte. Seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 kommt es in den Nachbarländern immer wieder zu Luftalarmen und Drohnenabschüssen. »Der hybride Krieg respektiert keine Grenzen, die Front ist überall«: Finnlands Ex-Präsident Sauli Niinistö kennt Wladimir Putin besser als die meisten europäischen Politiker. Im Interview mit dem SPIEGEL sagt er, warum Europa sicherstellen sollte, dass es Russland Schäden zufügen kann – und warum Europa Gespräche mit Moskau führen sollte. Mehr dazu lesen Sie hier.

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14. August
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Krieg in der Ukraine: Lettland ruft Luftalarm aus, Nato-Kampfjets schießen Drohne ab

Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Schwerer russischer Bombenangriff auf Kramatorsk Selenskij bittet USA um fünf Prozent ihrer „Patriot“-Raketen UN: Juli war tödlichster Monat für Zivilisten in der Ukraine seit Jahren Russland: Raffinerie Orsk nach Angriff wohl sechs Monate außer Betrieb  Ukraine: Zwei Tote bei russischem Angriff auf Passagierzug Ulrike Putz Lettland ruft Luftalarm aus und schießt Drohne ab - Finnland sperrt Seegebiet Lettland ruft für einige seiner an Russland und Belarus grenzenden östlichen Gebiete einen Luftalarm aus. Dies teilen die Streitkräfte des EU- und Nato-Mitglieds auf der Plattform X mit.  In der Gemeinde Balvi hätten Kampfflugzeuge der Nato-Luftraumüberwachung im Baltikum erfolgreich ein ausländisches unbemanntes Fluggerät abgeschossen, das infolge russischer elektromagnetischer Kriegsführung in lettisches Gebiet eingedrungen sei, hieß es. Gleichzeitig teilten die lettischen Streitkräfte mit, dass die angekündigten Luftraumbedrohungen in den Gemeinden Augšdaugava, Preiļi, Rēzekne, Balvi und Alūksne um 4:50 Uhr beendet wurden. Die Kampfflugzeuge der Nato-Luftraumüberwachung im Baltikum waren als Reaktion auf die Bedrohung im lettischen Luftraum aufgestiegen. In der Gemeinde Balvi hätten Kampfflugzeuge der Nato-Luftraumüberwachung im Baltikum erfolgreich ein ausländisches unbemanntes Fluggerät abgeschossen, das infolge russischer elektromagnetischer Kriegsführung in lettisches Gebiet eingedrungen sei, hieß es. Gleichzeitig teilten die lettischen Streitkräfte mit, dass die angekündigten Luftraumbedrohungen in den Gemeinden Augšdaugava, Preiļi, Rēzekne, Balvi und Alūksne um 4:50 Uhr beendet wurden. Die Kampfflugzeuge der Nato-Luftraumüberwachung im Baltikum waren als Reaktion auf die Bedrohung im lettischen Luftraum aufgestiegen. Auch Finnland wird in der Nacht aktiv. Das Land richtet im östlichen Golf von Finnland eine vorübergehende Sperrzone für den Luft- und Schiffsverkehr ein, wie die dortigen Streitkräfte ebenfalls auf X erklären. Auch Finnland teilt eine Grenze mit Russland. Ulrike Putz Schwerer russischer Bombenangriff auf Kramatorsk Durch einen russischen Bombenangriff auf die frontnahe Stadt Kramatorsk in der Ostukraine sind nach Behördenangaben mindestens 15 Menschen verletzt worden. Es gebe bislang einen Toten, teilte der Militärverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit.  Seinen Angaben zufolge wurde die Stadt achtmal aus der Luft angegriffen, mutmaßlich mit Gleitbomben. In einem großen Wohnblock sei ein Brand ausgebrochen. Filaschkin riet den Einwohnern von Kramatorsk, in weniger gefährdete Gebiete der Ukraine umzusiedeln.  Die Industriestadt hatte vor dem Krieg etwa 58 000 Einwohner. Die vordersten russischen Stellungen sind derzeit etwa 20 Kilometer entfernt.  Selenskij bittet USA um fünf Prozent ihrer „Patriot“-Raketen Die Ukraine bräuchte zum Schutz vor russischen Angriffen nach den Worten ihres Präsidenten Wolodimir Selenskij fünf Prozent der US-Bestände an Abwehrraketen für das System Patriot. „Wenn die Amerikaner uns fünf Prozent verkaufen – PAC-3-Abfangraketen, nichts anderes –, werden wir den Winter überstehen und Menschenleben retten“, teilte Selenskij auf Telegram mit. Derzeit habe die Ukraine nur ein Prozent. Die Raketen gelten als besonders effektiv bei der Abwehr russischer Raketenschläge. „Wenn sie uns zehn Prozent verkaufen können, werden wir alle ballistischen Raketen der Russen zerstören“, sagte Selenskij. Zuvor hatte er auch in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN die USA darum gebeten, ihm die Abfangraketen zu verkaufen. Der Staatschef beklagt beinahe täglich, dass das Land sich nicht mehr vor den zunehmenden russischen Angriffen mit ballistischen Raketen schützen könne. Er wirft auch den Verbündeten vor, ihren Lieferversprechen nicht nachzukommen. „In diesem Jahr verfügen wir über zweieinhalbmal weniger Abfangraketen als im Jahr 2025“, sagte Selenskij. Russland hingegen habe seine Produktion an ballistischen Raketen hochgefahren. Moskau nutzt die Schwäche der Ukraine bei der Luftverteidigung aus und setzt verstärkt ballistische Raketen ein. Selenskij hatte nach seinem Besuch bei US-Präsident Donald Trump Ende Juli die Hoffnung geäußert, eine Lizenz zur Produktion der Patriot-Raketen in der Ukraine zu bekommen. Trump versprach zunächst eine solche Lizenz, äußerte sich danach aber zurückhaltend. Es sei eine schwierige Entscheidung, eine solche Technologie aus der Hand zu geben, sagte er. Die Bestände der USA sind durch Trumps Krieg in Iran deutlich zurückgegangen. Experten des Zentrums für strategische und internationale Studien CSIS (Center for Strategic & International Studies) gingen Ende Juli davon aus, dass die USA noch 800 Abwehrraketen auf Lager haben. Demnach seien es vor dem Iran-Krieg noch ungefähr 3100 gewesen. 600 Abwehrraketen soll die Ukraine erhalten haben. „Wenn sie uns zehn Prozent verkaufen können, werden wir alle ballistischen Raketen der Russen zerstören“, sagte Selenskij. Zuvor hatte er auch in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN die USA darum gebeten, ihm die Abfangraketen zu verkaufen. Der Staatschef beklagt beinahe täglich, dass das Land sich nicht mehr vor den zunehmenden russischen Angriffen mit ballistischen Raketen schützen könne. Er wirft auch den Verbündeten vor, ihren Lieferversprechen nicht nachzukommen. „In diesem Jahr verfügen wir über zweieinhalbmal weniger Abfangraketen als im Jahr 2025“, sagte Selenskij. Russland hingegen habe seine Produktion an ballistischen Raketen hochgefahren. Moskau nutzt die Schwäche der Ukraine bei der Luftverteidigung aus und setzt verstärkt ballistische Raketen ein. Selenskij hatte nach seinem Besuch bei US-Präsident Donald Trump Ende Juli die Hoffnung geäußert, eine Lizenz zur Produktion der Patriot-Raketen in der Ukraine zu bekommen. Trump versprach zunächst eine solche Lizenz, äußerte sich danach aber zurückhaltend. Es sei eine schwierige Entscheidung, eine solche Technologie aus der Hand zu geben, sagte er. Die Bestände der USA sind durch Trumps Krieg in Iran deutlich zurückgegangen. Experten des Zentrums für strategische und internationale Studien CSIS (Center for Strategic & International Studies) gingen Ende Juli davon aus, dass die USA noch 800 Abwehrraketen auf Lager haben. Demnach seien es vor dem Iran-Krieg noch ungefähr 3100 gewesen. 600 Abwehrraketen soll die Ukraine erhalten haben. UN: Juli war tödlichster Monat für Zivilisten in der Ukraine seit Jahren Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Angaben von Beobachtern der Vereinten Nationen (UN) im Juli so viele Zivilisten ums Leben gekommen wie seit Jahren nicht mehr in einem Monat. Es seien mindestens 437 Menschen in der Ukraine getötet und 2610 weitere Zivilisten verletzt worden, gab die UN-Menschenrechtsbeobachtermission bekannt. Das sei im Vergleich zum Juni ein Anstieg um 30 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli sogar eine Erhöhung um 70 Prozent. „Die Zahl der Getöteten ist die höchste, die seit Mai 2022 erfasst wurde“, teilte die Mission mit. Die tatsächliche Zahl der Opfer sei wahrscheinlich höher, hieß es. Die Überprüfung von Todesmeldungen dauere an. In diesem Jahr habe sich die Zahl der Opfer von Monat zu Monat erhöht. Dabei habe es die ukrainische Hauptstadt Kiew im Juli besonders hart getroffen. Demnach wurden dort 54 Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt. Grund sei die Eskalation der Gewalt durch die massiven russischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern, hieß es. Aber auch Drohnenschläge und Gleitbomben seien weiter eine große Gefahr für die Menschen. Auch auf russischer Seite habe die Zahl der getöteten Zivilisten im Juli zugenommen, teilten die UN-Beobachter mit. Russische Behörden hätten demnach 79 Tote und mehr als 600 Verletzte gemeldet. Nach Angaben der Mission sind die Zahlen schwer überprüfbar, weil der Zugang zu Informationen in Russland eingeschränkt sei. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 haben die Vereinten Nationen nach eigenen Angaben mindestens 16 874 getötete Zivilisten erfasst, darunter 820 Kinder. Die Zahl der Verletzten liege insgesamt bei 51 273, darunter mehr als 3000 Kinder, hieß es. Die tatsächliche Zahl der Opfer sei wahrscheinlich höher, hieß es. Die Überprüfung von Todesmeldungen dauere an. In diesem Jahr habe sich die Zahl der Opfer von Monat zu Monat erhöht. Dabei habe es die ukrainische Hauptstadt Kiew im Juli besonders hart getroffen. Demnach wurden dort 54 Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt. Grund sei die Eskalation der Gewalt durch die massiven russischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern, hieß es. Aber auch Drohnenschläge und Gleitbomben seien weiter eine große Gefahr für die Menschen. Auch auf russischer Seite habe die Zahl der getöteten Zivilisten im Juli zugenommen, teilten die UN-Beobachter mit. Russische Behörden hätten demnach 79 Tote und mehr als 600 Verletzte gemeldet. Nach Angaben der Mission sind die Zahlen schwer überprüfbar, weil der Zugang zu Informationen in Russland eingeschränkt sei. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 haben die Vereinten Nationen nach eigenen Angaben mindestens 16 874 getötete Zivilisten erfasst, darunter 820 Kinder. Die Zahl der Verletzten liege insgesamt bei 51 273, darunter mehr als 3000 Kinder, hieß es. Russland: Raffinerie Orsk nach Angriff wohl sechs Monate außer Betrieb Nach einem ukrainischen Drohnenangriff stellt eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Orsk den Betrieb vollständig ein. Die Reparatur der beschädigten importierten Anlagen könne wegen der Sanktionen bis zu sechs Monate dauern, teilt der Gouverneur der Region Orenburg, Jewgeni Solnzew, mit. Er warnt vor Kraftstoffengpässen für Autofahrer. Die Ukraine nimmt verstärkt russische Raffinerien ins Visier, um die Treibstoffversorgung zu stören. Die Anlage in Orsk hat eine Jahreskapazität von sechs Millionen Tonnen Rohöl. Ukraine: Zwei Tote bei russischem Angriff auf Passagierzug Bei einem russischen Angriff auf einen Passagierzug in der Region Odessa im Süden der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben der Lokführer und sein Assistent getötet worden. Die 340 Passagiere würden in Sicherheit gebracht, teilte die ukrainische Eisenbahn mit. Es habe sich um einen Drohnenangriff gehandelt. Der Drohnenpilot müsse gewusst haben, dass es sich um einen zivilen Zug handelte, schrieb der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij in sozialen Medien. Dazu veröffentlichte er ein Video, das Feuer und Zerstörung an einem Teil des Zugs zeigt. Selenskij sprach von nächtlichen russischen Angriffen in elf Regionen des Landes. Einmal mehr forderte er mehr Hilfe bei der Flugabwehr und mehr Druck auf Russland. Der Drohnenpilot müsse gewusst haben, dass es sich um einen zivilen Zug handelte, schrieb der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij in sozialen Medien. Dazu veröffentlichte er ein Video, das Feuer und Zerstörung an einem Teil des Zugs zeigt. Selenskij sprach von nächtlichen russischen Angriffen in elf Regionen des Landes. Einmal mehr forderte er mehr Hilfe bei der Flugabwehr und mehr Druck auf Russland. Ukrainische Drohnen treffen Ölraffinerie und Logistikzentrum in Russland Die ukrainischen Streitkräfte haben bei neuen Drohnenangriffen tief im russischen Hinterland eine weitere Ölraffinerie und ein Lager des größten russischen Versandhändlers Wildberries in Brand gesetzt. Zwei Menschen seien in der Stadt Salawat verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der Chef der Republik Baschkortostan, Radij Chabirow, mit. Medien berichteten zudem von einem Drohnenangriff und einem Brand in einer Ölraffinerie des Energieriesen Gazprom. Die russische Flugabwehr habe 16 von insgesamt 21 Drohnen abgeschossen, sagte Chabirow. Ziel des Angriffs sei ein Logistikzentrum gewesen. Die Firma Wildberries, deren Lager die Ukraine seit Wochen attackiert, bestätigte den Angriff und den Brand. Das Gebäude sei evakuiert worden. Das zentrale Ermittlungskomitee warf der Ukraine einen weiteren „Terroranschlag“ gegen zivile Infrastruktur vor. Die Ukraine selbst behauptet, dass Wildberries russischen Kriegszwecken diene. Das Unternehmen und der Kreml weisen das kategorisch zurück und sprechen von ziviler Infrastruktur. Kommentatoren sehen in den Angriffen den Versuch Kiews, die Lage in Russland durch zunehmende wirtschaftliche Probleme zu destabilisieren. Die russische Flugabwehr habe 16 von insgesamt 21 Drohnen abgeschossen, sagte Chabirow. Ziel des Angriffs sei ein Logistikzentrum gewesen. Die Firma Wildberries, deren Lager die Ukraine seit Wochen attackiert, bestätigte den Angriff und den Brand. Das Gebäude sei evakuiert worden. Das zentrale Ermittlungskomitee warf der Ukraine einen weiteren „Terroranschlag“ gegen zivile Infrastruktur vor. Die Ukraine selbst behauptet, dass Wildberries russischen Kriegszwecken diene. Das Unternehmen und der Kreml weisen das kategorisch zurück und sprechen von ziviler Infrastruktur. Kommentatoren sehen in den Angriffen den Versuch Kiews, die Lage in Russland durch zunehmende wirtschaftliche Probleme zu destabilisieren. Angriff auf ukrainischen Donau-Hafen an Grenze zu Rumänien Russland hat nach ukrainischen Angaben in der Nacht das Gebiet um den größten ukrainischen Donau-Hafen Ismajil angegriffen. Dabei seien Schäden entstanden und ein Feuer ausgebrochen, teilen die Behörden in der Region Odessa auf Telegram mit.  Ismajil liegt nahe der Grenze zum EU- und Nato-Land Rumänien, das zwei Kampfjets aufsteigen ließ. Ismajil ist ein wichtiger Umschlagplatz für Getreide und andere Rohstoffe. Am Mittwoch hatte die Ukraine die russische Stadt Noworossijsk attackiert, die ihrerseits über einen bedeutenden Getreideexporthafen am Schwarzen Meer verfügt. Ismajil liegt nahe der Grenze zum EU- und Nato-Land Rumänien, das zwei Kampfjets aufsteigen ließ. Ismajil ist ein wichtiger Umschlagplatz für Getreide und andere Rohstoffe. Am Mittwoch hatte die Ukraine die russische Stadt Noworossijsk attackiert, die ihrerseits über einen bedeutenden Getreideexporthafen am Schwarzen Meer verfügt. Stromausfall auf der Krim nach ukrainischem Drohnenangriff Die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine erneut ohne Strom. Die Stadt sei wegen eines massiven ukrainischen Angriffs von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass mit. Die Armee wehre einen ukrainischen Angriff ab. Derzeit begutachteten Experten die Schäden. Nato-Botschafter beraten über Luftraumverletzungen Die Botschafter der Nato-Staaten haben über die jüngsten Luftraumverletzungen in Polen und Rumänien sowie über Drohnen-Zwischenfälle beraten. Dies teilt das Bündnis mit. Den betroffenen Verbündeten sichern die Nato-Mitgliedsstaaten ihre volle Solidarität und Unterstützung zu. Russland trage die volle Verantwortung für die Luftraumverletzungen. Diese seien gefährlich und inakzeptabel und zeigten eine zunehmende Risikobereitschaft Russlands.  Die Nato baue ihre integrierte Luft- und Raketenabwehr im gesamten Bündnisgebiet weiter aus. Die Alliierten unterstreichen zudem ihre Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigung an der Ostflanke von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, um Aggressionen abzuschrecken und abzuwehren. Die Nato baue ihre integrierte Luft- und Raketenabwehr im gesamten Bündnisgebiet weiter aus. Die Alliierten unterstreichen zudem ihre Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigung an der Ostflanke von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, um Aggressionen abzuschrecken und abzuwehren. Ukraine greift russische Schwarzmeerküste an, Russland attackiert Saporischschja und Odessa Die russische Schwarzmeerküste ist nach Behördenangaben in der Nacht massiv von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Hauptziel war dabei die Hafenstadt Noworossijsk, wie der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, auf Telegram mitteilte. Berichten russischer wie ukrainischer Telegramkanäle zufolge wurden in der Stadt der Marinehafen, der Handelshafen und das Ölverladeterminal getroffen. An diesen Stellen zeigte auch das Brandmeldesystem Firms der US-Raumfahrtbehörde Nasa Feuer. Der ukrainische Präsidenten Wolodimir Selenskij bestätigte den Angriff. Es seien Drohnen, Raketen und unbemannte Boote zum Einsatz gekommen, teilt Selenskij auf Telegram mit. Kondratjew sprach von Schäden an 21 Wohnhäusern und in vier Betrieben in Noworossijsk. Ein achtjähriges Kind sei getötet worden, es gebe außerdem acht Verletzte. Im Küstenort Temrjuk wurde demnach ein Mann getötet. Aus Anapa und Gelendschik wurden Schäden gemeldet. Zuvor hatte die US-Regierung die Ukraine ersucht, ihre Angriffe auf Öltanker einzustellen, die den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nutzen. Ende Juli habe US-Vizepräsident J. D. Vance die Regierung in Kiew darum gebeten, berichtet die Financial Times unter Berufung auf Regierungskreise in Kiew. Die US-Regierung sei alarmiert gewesen, dass die Ukraine durch den Beschuss die Ölmärkte weiter destabilisiere und US-Firmen schädige. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien über Nacht 502 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden – eine im Vergleich hohe Zahl. Heftige Angriffe wurden auch aus der Hafenstadt Sewastopol auf der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim gemeldet. Russische Luftangriffe trafen in der Nacht unter anderem die südukrainische Stadt Saporischschja. Dort brach nach Angaben der regionalen Behörden ein Großbrand in einem Baumarkt aus. Es kam zu Stromausfällen. Auch der Hafen von Odessa im Süden der Ukraine wurde russischen Angaben nach angegriffen. Dort sei ein Treibstofflager getroffen worden, das der Versorgung der ukrainischen Armee gedient habe, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht. Berichten russischer wie ukrainischer Telegramkanäle zufolge wurden in der Stadt der Marinehafen, der Handelshafen und das Ölverladeterminal getroffen. An diesen Stellen zeigte auch das Brandmeldesystem Firms der US-Raumfahrtbehörde Nasa Feuer. Der ukrainische Präsidenten Wolodimir Selenskij bestätigte den Angriff. Es seien Drohnen, Raketen und unbemannte Boote zum Einsatz gekommen, teilt Selenskij auf Telegram mit. Kondratjew sprach von Schäden an 21 Wohnhäusern und in vier Betrieben in Noworossijsk. Ein achtjähriges Kind sei getötet worden, es gebe außerdem acht Verletzte. Im Küstenort Temrjuk wurde demnach ein Mann getötet. Aus Anapa und Gelendschik wurden Schäden gemeldet. Zuvor hatte die US-Regierung die Ukraine ersucht, ihre Angriffe auf Öltanker einzustellen, die den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nutzen. Ende Juli habe US-Vizepräsident J. D. Vance die Regierung in Kiew darum gebeten, berichtet die Financial Times unter Berufung auf Regierungskreise in Kiew. Die US-Regierung sei alarmiert gewesen, dass die Ukraine durch den Beschuss die Ölmärkte weiter destabilisiere und US-Firmen schädige. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien über Nacht 502 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden – eine im Vergleich hohe Zahl. Heftige Angriffe wurden auch aus der Hafenstadt Sewastopol auf der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim gemeldet. Russische Luftangriffe trafen in der Nacht unter anderem die südukrainische Stadt Saporischschja. Dort brach nach Angaben der regionalen Behörden ein Großbrand in einem Baumarkt aus. Es kam zu Stromausfällen. Auch der Hafen von Odessa im Süden der Ukraine wurde russischen Angaben nach angegriffen. Dort sei ein Treibstofflager getroffen worden, das der Versorgung der ukrainischen Armee gedient habe, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht. Ukraine legt USA neuen Friedensplan vor Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat den USA nach eigenen Angaben Vorschläge für einen Plan zur Beendigung des Krieges mit Moskau übergeben. Zuletzt hatte es Andeutungen gegeben, dass US-Unterhändler bald nach Russland und in die Ukraine reisen, um die weitgehend ins Stocken geratenen Friedensgespräche voranzubringen. „Wir haben unsere Vorschläge der amerikanischen Seite übermittelt“, sagte Selenskij in seiner nächtlichen Videoansprache. Die USA könnten helfen, die Verteidigung der Ukraine zu stärken, vor allem bei der Flugabwehr. Zudem könnten sie Druck auf Russland ausüben, damit dessen Pläne auf ein Ende des Krieges statt auf eine Verlängerung abzielten. Details zu den Vorschlägen nannte Selenskij nicht. Die Friedensgespräche liegen weitgehend auf Eis. Russland fordert für eine Einigung unter anderem die vollständige Abtretung von vier Regionen, die Moskau für sich beansprucht und teilweise nicht einmal besetzt hält. „Wir haben unsere Vorschläge der amerikanischen Seite übermittelt“, sagte Selenskij in seiner nächtlichen Videoansprache. Die USA könnten helfen, die Verteidigung der Ukraine zu stärken, vor allem bei der Flugabwehr. Zudem könnten sie Druck auf Russland ausüben, damit dessen Pläne auf ein Ende des Krieges statt auf eine Verlängerung abzielten. Details zu den Vorschlägen nannte Selenskij nicht. Die Friedensgespräche liegen weitgehend auf Eis. Russland fordert für eine Einigung unter anderem die vollständige Abtretung von vier Regionen, die Moskau für sich beansprucht und teilweise nicht einmal besetzt hält. Selenskij: Putin schmiedet Pläne für große Mobilisierung Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat Kremlchef Wladimir Putin erneut vorgeworfen, eine groß angelegte Mobilisierung zu planen. Die massenhafte Rekrutierung von Soldaten werde für den Herbst vorbereitet, gleich nach der Parlamentswahl im September, sagte Selenskij in einer abendlichen Videobotschaft und berief sich auf Geheimdienstinformationen und russische Dokumente. Bis zum Jahresende gehe es um mehrere Hunderttausend Russen und noch einmal ungefähr so viele für das nächste Jahr, behauptete er. Putin wolle den Anschein erwecken, dass die Russen den Krieg gegen sein Land angeblich unterstützen.  Selenskijs Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Auch in der Vergangenheit hatte Kiew Moskau mehrfach vorgehalten, eine weitere Mobilisierung vorzubereiten, ohne dass es dazu kam. Die Frage, ob es in diesem Herbst eine neue Mobilisierungswelle gibt, wird aber auch von Beobachtern viel diskutiert. Bei der großen Mobilisierungswelle im Herbst 2022 waren etwa 300 000 Männer eingezogen worden. Selenskijs Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Auch in der Vergangenheit hatte Kiew Moskau mehrfach vorgehalten, eine weitere Mobilisierung vorzubereiten, ohne dass es dazu kam. Die Frage, ob es in diesem Herbst eine neue Mobilisierungswelle gibt, wird aber auch von Beobachtern viel diskutiert. Bei der großen Mobilisierungswelle im Herbst 2022 waren etwa 300 000 Männer eingezogen worden. Tote und Verletzte nach russischem Angriff bei Odessa In der Nähe der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer sind wegen eines russischen Angriffs zwei Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Ein Tanklaster mit Ölresten und ein Auto seien in Brand geraten. Den Waffentyp nannte er nicht. Zuvor hatte die Luftwaffe jedoch wiederholt vor dem Anflug russischer Drohnen gewarnt. Tote und Verletzte durch russische Angriffe in der Ukraine Bei russischen Raketen- und Bombenangriffen sind in der südostukrainischen Stadt Saporischschja laut Präsident Wolodimir Selenskij mindestens sechs Menschen getötet worden. „Ein brutaler Angriff, der darauf abzielte, der zivilen Infrastruktur maximalen Schaden zuzufügen“, schrieb der Staatschef bei Telegram. Bei den nächtlichen Angriffen seien weitere 19 Menschen verletzt worden. Das russische Militär habe auch eine nordkoreanische ballistische Rakete eingesetzt. Selenskij zufolge gab es auch russische Angriffe auf Umspannwerke in den Städten Cherson und Charkiw. Es habe Stromausfälle gegeben. Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge galt der Angriff auf Saporischschja dem örtlichen Stahlwerk. Zudem informierte die Behörde über Angriffe auf ein Sortierzentrum des Postunternehmens Nova Post in Kiew. Dieses habe auch zur Lagerung und Verteilung von Drohnenbestandteilen und Komplexen der elektronischen Kriegsführung gedient, behauptete das Ministerium. Zudem sei in Kiew ein großes Lagerhaus mit etwa 50 000 Quadratmetern Fläche angegriffen worden, das als Drohnendepot gedient haben soll. Die ukrainischen Behörden bestätigten Schäden an Lagerhallen in Kiew und im Landkreis Butscha westlich von Kiew. Es habe einen Verletzten gegeben. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte das russische Militär Anti-Schiffsraketen des Typs Zirkon, ballistische Raketen und 120 Drohnen ein. Die Angriffe zielten demnach vor allem auf das Kiewer Umland und Saporischschja ab. Einschläge habe es an 21 Orten gegeben. Russische Angriffe mit Drohnen und Artillerie töteten im Gebiet Dnipropetrowsk nach Behördenangaben mindestens drei Menschen. Weitere fünf seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Oleksandr Hanscha bei Telegram mit. Unter den Toten sei auch ein 15-jähriger Junge. Den Angaben zufolge gab es mehr als 20 Angriffe auf Ziele in insgesamt fünf Landkreisen. Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge galt der Angriff auf Saporischschja dem örtlichen Stahlwerk. Zudem informierte die Behörde über Angriffe auf ein Sortierzentrum des Postunternehmens Nova Post in Kiew. Dieses habe auch zur Lagerung und Verteilung von Drohnenbestandteilen und Komplexen der elektronischen Kriegsführung gedient, behauptete das Ministerium. Zudem sei in Kiew ein großes Lagerhaus mit etwa 50 000 Quadratmetern Fläche angegriffen worden, das als Drohnendepot gedient haben soll. Die ukrainischen Behörden bestätigten Schäden an Lagerhallen in Kiew und im Landkreis Butscha westlich von Kiew. Es habe einen Verletzten gegeben. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte das russische Militär Anti-Schiffsraketen des Typs Zirkon, ballistische Raketen und 120 Drohnen ein. Die Angriffe zielten demnach vor allem auf das Kiewer Umland und Saporischschja ab. Einschläge habe es an 21 Orten gegeben. Russische Angriffe mit Drohnen und Artillerie töteten im Gebiet Dnipropetrowsk nach Behördenangaben mindestens drei Menschen. Weitere fünf seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Oleksandr Hanscha bei Telegram mit. Unter den Toten sei auch ein 15-jähriger Junge. Den Angaben zufolge gab es mehr als 20 Angriffe auf Ziele in insgesamt fünf Landkreisen.

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14. August
Die Welt (Politik)

Nato-Kampfjets schießen Drohne in Lettland ab – Finnland richtet Sperrzone ein

Nato-Kampfjets schießen Drohne in Lettland ab – Finnland richtet Sperrzone ein Eine ausländische Drohne ist in den lettischen Luftraum geraten. In dem Land wurde zwischenzeitlich Luftalarm ausgerufen. Auch Finnland wurde in der Nacht aktiv. Eine Drohne ist in den lettischen Luftraum eingedrungen und von Kampfjets eines Nato-Partnerstaats abgeschossen worden. Der Luftalarm sei damit aufgehoben, teilte das lettische Militär in der Nacht auf der Plattform X mit. Zuvor hatten die Streitkräfte die Menschen in dem Baltenstaat aufgerufen, sich nicht im Freien aufzuhalten und sich in Sicherheit zu bringen. Das Militär machte zunächst keine genauen Angaben zur Herkunft des unbemannten Fluggeräts über der Region Balvi. Die Armee sprach aber von einer ausländischen Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte. Der EU- und Nato-Staat Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern grenzt im Osten an Russland. Im Ukraine-Krieg setzen sowohl der Angreifer Russland als auch die sich verteidigende Ukraine Drohnen ein. Es blieb zunächst unklar, welche Kampfjets am Abschuss der Drohne beteiligt waren. Größere Nato-Staaten übernehmen im Baltikum abwechselnd die Luftraumüberwachung der Mitgliedsstaaten Estland, Litauen und Lettland. Auch Finnland wurde in der Nacht aktiv. Das Land richtete im östlichen Golf von Finnland eine vorübergehende Sperrzone für den Luft- und Schiffsverkehr ein, wie die dortigen Streitkräfte ebenfalls auf X erklären. Auch Finnland teilt eine Grenze mit Russland.

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