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Montag, 6. April 2026
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Ein Denkmal für einen tierischen Minensucher

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4. April
ZDF heute

Ein Denkmal für einen tierischen Minensucher

Ratte Magawa aus Kambodscha:Ein Denkmal für einen tierischen Minensucher In Kambodscha werden Afrikanische Riesenhamsterratten für die Suche nach Landminen eingesetzt. Die berühmteste Schnüffelnase wird nun mit einer Statue für ihre Dienste geehrt. Eine Ratte als Held - und als Denkmal. Die 2,20 Meter hohe Statue der wohl berühmtesten Minensuchratte Magawa wurde jetzt in Kambodscha enthüllt. Passgenau zum Internationalen Tag der Minenaufklärung und feierlich begleitet von der Nationalhymne und dem Segen buddhistischer Mönche. Es handelt sich laut der belgischen Organisation Apopo, - die die sogenannten "HeroRATs" (Heldenratten) ausbildet - um das erste Monument für eine lebensrettende Ratte. "Auch die Kleinsten können eine ganz große Rolle spielen", betonte Ly Thuch, Vizepräsident der kambodschanischen Behörde für Minenräumung und Opferhilfe. Ratte Magawa fand in Kambodscha so viele Minen wie keine andere. Dafür setzte man ihr ein Denkmal. Quelle: dpaMillionen von Landminen noch verborgen Der Internationale Tag zur Aufklärung über die Minengefahren und zur Unterstützung von Antiminenprogrammen findet seit 2005 jährlich am 4. April statt. Ziel ist es, über die tödlichen Gefahren von Landminen und Blindgängern aufzuklären. Wie viele Landminen weltweit unter der Erde lauern, ist nicht sicher. Schätzungen zufolge sind es aber Dutzende Millionen. Laut dem globalen "Landmine Monitor" gab es allein 2024 weltweit mehr als 6.200 Minenopfer. 1.945 Menschen wurden getötet, die anderen erlitten teils schwerste Verletzungen und Amputationen. Ob am Straßenrand, auf Feldern oder Schulhöfen – überall lauern noch Landminen. Für viele Rückkehrer in Syrien sind sie eine tödliche Gefahr. ZDF-Reporterin Susana Santina hat eine Hilfsorganisation begleitet, die aufklärt und Minenopfer unterstützt. 22.09.2025 | 3:32 minKambodscha: Afrikanische Riesenhamsterratten erschnüffeln Minen Während der Schreckensherrschaft der Roten Khmer unter ihrem Anführer Pol Pot (von 1975 bis 1979) und dem anschließenden Bürgerkrieg in Kambodscha wurden Millionen Minen verlegt - oft ohne Karten oder Dokumentation. Wie viele Sprengkörper noch im Boden lauern, weiß niemand. Ganze Landstriche sind unbewohnbar, Felder können nicht bestellt werden. Hier kommen die intelligenten Afrikanischen Riesenhamsterratten ins Spiel - und entpuppen sich als großartige Spürnasen. Die flinken Tiere arbeiten sich systematisch durch verminte Flächen. An dünnen Leinen geführt, schnüffeln sie, bis sie auf den Geruch von Sprengstoff stoßen. Dann verharren sie oder beginnen zu scharren - ein Signal für ihre Trainer. So wird eine sichere Räumung durch Spezialisten ermöglicht. Kroatien will bis März 2026 minenfrei sein. Die letzten knapp 50 Quadratkilometer in 16 Städten und Gemeinden werden mit dafür entwickelten Maschinen geräumt. 11.04.2025 | 2:08 minRatte Magawa fand Minen und wurde ausgezeichnet Die Statue erzählt die Geschichte des außergewöhnlich talentierten Exemplars: Magawa hat in Kambodscha mehr als 100 Landminen und Blindgänger auf 141.000 Quadratmetern Land aufgespürt - und damit zu Lebzeiten alle seine Kollegen übertroffen. Nicht umsonst kamen auch hochrangige Politiker und ganze Schulklassen zur Einweihung. Der heroische Nager erlebte die Würdigung nicht mehr selbst - er starb Anfang 2022 friedlich im Alter von acht Jahren. Aber Auszeichnungen gab es auch schon zu Lebzeiten: 2020 erhielt Magawa als erste Ratte überhaupt die Goldmedaille der Tierschutzorganisation PDSA - die höchste internationale Ehrung für tierischen Mut. Bilder von ihm mit dem Verdienstorden um den struppigen Hals gingen um die Welt. Die Bundeswehr verstärkt ihre Minensuch-Einsätze in der Ostsee. Hintergrund sind vermehrte russische Sabotageakte, vor denen auch der Militärische Abschirmdienst warnt. 21.07.2025 | 1:41 minMinensuchratten - schnell und leicht Ein Jahr lang lernte Magawa, den Geruch von Sprengstoff zu erkennen: "Ratten sind leicht genug, um keine Minen auszulösen, und schnell genug, um große Flächen systematisch abzusuchen", sagte Tom Grundy, ein Sprecher von Apopo. Magawa etwa wog 1,2 Kilo bei einer Körperlänge von 70 Zentimetern. "Die Tiere sind stark futtermotiviert", fügte er hinzu. Belohnt würden sie bei der Arbeit im Feld vor allem mit Bananen und Erdnüssen. Die Ratten arbeiten in der Regel gern, begrüßen ihre Betreuer morgens enthusiastisch und zeigen hohe Einsatzbereitschaft. Tom Grundy, Apopo Eine einzelne Ratte kann dabei laut Apopo ein Gebiet von der Größe eines Tennisplatzes in rund 30 Minuten absuchen. Ein Mensch mit Metalldetektor braucht dafür bis zu vier Tage. Mit dem Denkmal ist Magawas Leistung nun dauerhaft sichtbar in Stein gemeißelt. Die Statue erinnert nicht nur daran, dass Tiere unter Einsatz ihres eigenen Lebens immer wieder Menschen retten - sondern auch daran, dass das Minenproblem an vielen Orten der Welt noch längst nicht gelöst ist. Weitere Nachrichten aus Kambodscha Nach wochenlangen Kämpfen:Gute Nachrichten aus Südostasien mit Video1:04Wieder entbrannter Grenzkonflikt:Hunderttausende in Thailand und Kambodscha evakuiert mit Video0:23Noch im Oktober Waffenruhe unterzeichnet:Thailand und Kambodscha: Grenzkonflikt flammt wieder auf mit Video0:23Neuer Gewaltausbruch:Thailand fliegt Luftangriffe im Grenzgebiet zu Kambodscha mit Video0:21

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5. April
Der Spiegel

Kambodscha: Ratte Magawa erhält Statue für Minenarbeit

Diese Ratte war ein Held! Schon zu Lebzeiten wurde der Nager mit einer Medaille gewürdigt, die er hier stolz um den Hals trägt. Und jetzt wurde ihr mit einer 2,20 Meter hohen Statue ein Denkmal gebaut. Stabil! Wie kam es dazu? Magawa war eine männliche Riesenhamsterratte, die als Minensucher in Kambodscha eingesetzt wurde. Kambodscha hat ein großes Problem mit Landminen. Während der Diktatur der Roten Khmer in den Siebzigerjahren und dem anschließenden Bürgerkrieg wurden Millionen Minen verlegt. Das hat zur Folge, dass Gebiete nicht bewohnt und Felder nicht landwirtschaftlich genutzt werden können. Hier kommen Riesenhamsterratten wie Magawa ins Spiel. Die Tiere können sich systematisch durch verminte Flächen arbeiten und erschnüffeln dabei, ob hier irgendwo Sprengstoff vergraben liegt. Entdecken sie etwas, bleiben sie stehen oder fangen an zu scharren. Dann übernehmen menschliche Spezialisten die Minenräumung. Durch ihr leichtes Gewicht lösen die Ratten selbst die Minen nicht aus. Außerdem sind sie ziemlich schnell. Dieses Riesendenkmal soll jetzt an die Geschichte von Magawa erinnern. Die Ratte hat zu Lebzeiten mehr als hundert Landminen und Blindgänger aufgespürt. Und damit die eigenen Nagerkollegen deutlich übertroffen. Anfang 2022 starb die Spürratte. Das Denkmal in Siem Reap, nicht weit von der bekannten Tempelanlage Angkor Wat, soll Aufmerksamkeit für das Thema Landminen erzeugen. Noch immer sollen viele Millionen Minen auf der Welt vergraben sein. Allein 2024 gab es weltweit mehr als 6200 getötete oder verletzte Minenopfer.

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