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Mittwoch, 22. Juli 2026
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Bundeslagebild - Mehr Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch - Experten betonen Handlungsbedarf

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22. Juli
Deutschlandfunk

Bundeslagebild - Mehr Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch - Experten betonen Handlungsbedarf

Der Verein gegen Missbrauch teilte mit, dass das Bundeslagebild vor allem das tatsächliche Ausmaß der sexuellen Gewalt, der Jugendliche im Netz täglich ausgesetzt seien, nicht ansatzweise abbilden könne. Der Bundesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes, Grein, betonte im Deutschlandfunk, der Gesellschaft werde immer klarer, dass es ein weit verbreitetes Phänomen von sexuellem Missbrauch in Familien gebe . Die Taten, egal ob im digitalen oder analogen Bereich, fußten immer auf dem Vertrauensaufbau der Täter zu ihren Opfern. Auch die Leiterin des Vereins N.I.N.A., von Bodelschwingh, sagte im ZDF, sexualisierte Gewalt gegen Kinder habe viel mit Machtausübung, Manipulation und Abhängigkeiten zu tun. Tatpersonen hätten es deutlich leichter, wenn sie die Kinder und Jugendlichen gut kennten. Fremdtäter seien vergleichsweise selten und eher im digitalen Umfeld zu finden. Sexualisierte Gewalt gegen Kinder galt lange in Deutschland als tabuisiert. Inzwischen spielt die dramatische Problematik in Politik und Behörden eine größere Rolle. Die Entwicklungen werden vom Bundeskriminalamt in gesonderten Bundeslagebildern ausgewertet. Das neueste wurde gestern von Innenminister Dobrindt, CSU, vorgestellt, unter dem Titel "Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen". Demnach sind die registrierten Fallzahlen erneut gestiegen, vor allem durch eine starke Zunahme digitaler Straftaten. Auch das BKA geht von einem großen Dunkelfeld aus. Diese Nachricht wurde am 22.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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21. Juli
taz (Öko & Co)

Sexuelle Gewalt gegen Kinder: Polizei registriert mehr Fälle

Sexuelle Gewalt gegen Kinder: Polizei registriert mehr Fälle Die sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche steigt an. Besonders hoch ist der Anstieg bei Jugendpornos. Das könnte mit KI zu tun haben. „Digitale sexualisierte Gewalt ist Alltag für Jugendliche“, sagte Kerstin Claus am Dienstag im Haus der Bundespressekonferenz. Die Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen fasste damit die Statistik für das Jahr 2025 zusammen, die sie gemeinsam mit Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und dem Chef des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, vorstellte. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der sexuellen Missbrauchsfälle an Kindern unter 14 Jahren auf 17.126 – ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber 2024. Bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren wuchs die Zahl auf 1.239 Fälle, ein Anstieg um 4 Prozent. Wie immer gilt bei Polizeistatistiken: Sie erfassen nur angezeigte Fälle. Die Statistik zeige lediglich das Hellfeld, sagte auch Innenminister Dobrindt. Er rechne mit einem deutlich größeren Dunkelfeld, das er nicht beziffern könne. So drastisch die hohen Zahlen im Hellfeld auch seien, sagte Kerstin Claus: „Es bleiben blinde Flecken.“ Denn sie zeigten gerade nicht, wie sehr Jugendliche zur Zielscheibe von Tätern – gerade im Internet – würden. „Cybergrooming“ sei zum Beispiel nur dann strafbar, wenn es explizit Kinder unter 14 Jahren betreffe, obwohl mehr als ein Drittel aller Jugendlichen davon Opfer würden. Erpressung mit intimen Bildern sind nicht in der Statistik Beim sogenannten Cybergrooming suchen Täter gezielt über das Internet Kontakt zu Kindern, um sexuelle Handlungen anzubahnen. Strafbar ist die Kontaktaufnahme, wenn sie mit der Absicht erfolgt, das Kind zu sexuellen Handlungen zu bringen. Die Erpressung mit intimen Bildern, das sogenannte Sextortion, sei zwar strafbar, aber falle nicht unter Sexualdelikte, erklärte Claus. Dementsprechend komme Sextortion auch nicht im Lagebild vor. Die Kriminalität mit kinderpornografischen Inhalte ist im vergangenen Jahr leicht um 2,7 Prozent auf 41.677 Fälle gesunken. Im Gegensatz dazu erreichten Straftaten in Verbindung mit jugendpornografischen Inhalten einen Höchstwert von 11.515 Fällen – ein Anstieg um fast 20 Prozent zum Vorjahr. Innenminister Dobrindt spricht von einem „dramatischen Befund“, der unter anderem auf die neuen Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz zurückführen sei. Es sei für Kriminelle sehr einfach, bereits bestehendes Missbrauchs-Material mithilfe von KI noch mal zu verändern. 100.000 Hinweise aus den USA Laut BKA-Chef Holger Münch hat seine Behörde im vergangenen Jahr über 100.000 strafrechtlich relevante Hinweise von der gemeinnützigen Organisation „National Center for Missing and Exploited Children“ (NCMEC) aus den USA bekommen. NCMEC leitet verdächtige IP-Adressen an die deutschen Behörden weiter. Von europäischen Anbietern bekomme das BKA jährlich etwa 2.000 Hinweise, sagt Münch. Diesen „überschaubaren Erfolg“ führt er auf die europäische Rechtslage zurück und fügt hinzu: „Das Vorbild ist da die USA.“ Konstantin von Notz ist Innenpolitiker der Grünen im Bundestag. Er kritisiert, die Strafverfolgung von Sexualdelikten werde dadurch geschwächt, dass die Politik über „Massenüberwachungsinstrumente“ diskutiere, anstatt zielgerichtete, rechtssichere Maßnahmen umzusetzen. Die Bundesregierung hat Ende Juni ein Gesetz zur dreimonatigen Vorratsdatenspeicherung von IP-Adressen in den Bundestag eingebracht. Von Notz sagt, es sei fraglich, ob diese Vorratsdatenspeicherung überhaupt rechtssicher sei. Mit seinen Bedenken hat er auch die Bundesregierung konfrontiert. Die weist seine Anfrage brüsk zurück: „Die Bundesregierung sieht im Übrigen weder ‚erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken‘ noch europarechtliche Risiken.“ Auf ein von der Europäischen Kommission initiiertes Folgenabschätzungsverfahren zum Thema Vorratsdatenspeicherung wolle die Regierung nicht warten. Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen meistkommentiert

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21. Juli
FAZ (Politik)

Sexueller Missbrauch: So viel Online-Missbrauch von Kindern wie nie

Sexueller Missbrauch : So viel Online-Missbrauch von Kindern wie nie Online begangene Sexualdelikte an Minderjährigen haben deutlich zugenommen. Innenminister Dobrindt will gegen die „widerwärtigen Straftaten“ mehr tun dürfen. Die Fallzahlen von Sexualdelikten an Kindern und Jugendlichen sind im Jahr 2025 in vielen Bereichen gestiegen, weil die Taten immer häufiger online begangen werden. Das geht aus dem heute vorgestellten Bundeslagebild „Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen“ hervor. So gibt es bei den Straftaten mit jugendpornographischen Inhalten und bei sexuellem Missbrauch von Kindern ohne Körperkontakt neue Höchstwerte im Jahr 2025. Von 2021 bis 2025 haben sich die Fälle mehr als verdoppelt. Auch die Zahl der Tatverdächtigen stieg um 15,4 Prozent, wobei 84 Prozent der Tatverdächtigen Deutsche waren, und 16 Prozent nicht-deutsch. Unter den nicht-deutschen Tatverdächtigen sind Syrer und Afghanen nach der Erkenntnis des Bundesinnenministeriums in der Mehrheit. Durch die Digitalisierung und die technologische Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) verändern sich Tatbegehungsweisen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der das Lagebild mit dem Präsidenten des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, und der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, in Berlin präsentierte, verwies darauf, dass die Zahlen nur das Hellfeld, also die angezeigten Delikte abbilden. Das Dunkelfeld sei mindestens noch einmal so hoch. „Die hohen Fallzahlen des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen zeigen: Wir müssen unsere Kinder noch besser schützen – besonders in der digitalen Welt“, so Dobrindt. Dobrindt fordert mehr Datenspeicherung Täter dürften sich nicht in der Anonymität des Internets sicher fühlen. „Im Kampf gegen diese widerwärtigen Straftaten brauchen unsere Sicherheitsbehörden wirksame Instrumente wie die IP-Adressenspeicherung – um Täter zu identifizieren, konsequent zu verfolgen und aktiven Missbrauch zu beenden“, forderte der Bundesinnenminister. Vor allem bei neuem Material sei es eher möglich, noch aktive Fälle des sexuellen Missbrauchs aufzudecken, sagte Dobrindt. Außerdem warb der Innenminister für die Etablierung einer europäischen Missbrauchsbeauftragtenstelle. BKA-Präsident Holger Münch berichtete, dass das NCMEC (National Center for Missing and Exploited Children) dem BKA über 100.000 strafrechtlich relevante Hinweise im Jahr 2025 übermittelt hat. Durch die seit Anfang April 2026 gültige Regelungslage sei nun eine Lücke bei der Erkennung und Meldung von kinder- und jugendpornographischen Inhalten sowie Cybergrooming in der EU entstanden. Die aktuellen Bestrebungen der EU, diese Lücke zu schließen, begrüße das BKA ausdrücklich. Gleichzeitig sei es unbedingt erforderlich, bis zum erneuten Auslaufen der kommenden Interimslösung im April 2028 mit der CSA-Verordnung (Child Sexual Abuse Regulation) künftig eine dauerhafte Regelung zu schaffen. Ansonsten werde die Chance vertan, Täter zu stoppen und weiteres Leid zu verhindern. In etwa 45 Prozent gebe es eine Vorbeziehung. Häufig würden Beziehungen über Gaming, also Computerspiele angebahnt. Oft gäben Täter Anweisungen für einen sexuellen Missbrauch im Ausland, vor allem auf den Philippinen. In zehn Prozent der Fälle von digital angebahnten Beziehungen komme es zu realen Treffen. Sextortion und Cybergrooming nehmen drastisch zu 70 Prozent der Treffen führten dann wirklich zu sexuellem Missbrauch. Deshalb müssten Jugendliche vor Cybergrooming geschützt und Sextortion als eigene Sexualstraftat erfasst werden, forderte die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch, Kerstin Claus. „Das Bundeslagebild kann das tatsächliche Ausmaß der sexuellen Gewalt, der Jugendliche im Netz tagtäglich ausgesetzt sind, nicht ansatzweise abbilden“, gab sie zu bedenken. Sextortion (sexuelle Ausbeutung durch intime Bilder) nehme drastisch zu und Cybergrooming treffe fast jeden Dritten zwischen 14 und 17 Jahren, sei aber bislang nicht strafbar, sagte Claus. Was nicht strafbar sei, werde nicht gezählt, und was nicht gezählt werde, werde nicht bekämpft. Jugendliche gerieten sehr leicht in einen Strudel von Scham und Verzweiflung. Beim Kummertelefon mache Sextortion inzwischen fünf Prozent der Beratungsfälle aus, berichtete Claus. Die Fallzahlen von sexuellen Missbrauchshandlungen an Minderjährigen zeigen im Berichtsjahr 2025 einen Anstieg auf 17.126 Fälle bei Kindern (2024: 16.354) sowie auf 1239 Fälle bei Jugendlichen (2024: 1191). Insgesamt sind 20.051 minderjährige Opfer sexuellen Missbrauchs geworden (2024: 19.344). In mehr als der Hälfte der Fälle bestand eine Vorbeziehung zwischen Tatverdächtigen und Opfern. Die Taten wurden hauptsächlich von allein handelnden männlichen Tatverdächtigen begangen. Der Anteil an Delikten, die online stattfinden, wächst (Hands-Off-Straftaten). So sind beispielsweise sexuelle Missbrauchshandlungen an Kindern ohne Körperkontakt mit 4861 Fällen um 16,5 Prozent gegenüber 2024 gestiegen. Straftaten im Zusammenhang mit kinderpornographischen Inhalten sind 2025 abermals leicht gesunken. Dennoch bleibt die Zahl mit 41.677 Fällen auf hohem Niveau. Im Unterschied dazu erreichten Straftaten in Verbindung mit jugendpornographischen Inhalten im Jahr 2025 einen weiteren Höchstwert (11.515 Fälle, ein Plus von 19,9 Prozent). Minderjährige machen jeweils etwa die Hälfte der Tatverdächtigen aus. Sie sind häufig dem Phänomen der „Selbstfilmenden“ zuzurechnen und leiten kinder- und jugendpornographische Inhalte unbedacht weiter.

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21. Juli
Tagesschau

Mehr Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern

Bundeslagebild vorgestellt Mehr Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern Das Bundeskriminalamt hat für 2025 einen Anstieg bei Fällen von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen registriert. Innenminister Dobrindt nennt die Zahlen "erschreckend hoch" - und geht von einem noch höheren Dunkelfeld aus. Die Zahl der registrierten Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch in Deutschland ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. Das geht aus dem Bundeslagebild "Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen" des Bundeskriminalamts (BKA) hervor. Laut den Zahlen, die Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), BKA-Chef Holger Münch und die Missbrauchsbeauftragte des Bundes, Kerstin Claus, in Berlin vorlegten, registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 17.126 Fälle. Das waren 772 mehr als im Vorjahr und rund 1.600 mehr als im Jahr 2021. Den Angaben zufolge wurden insgesamt 18.736 Opfer im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch von Kindern registriert, ein Anstieg um 3,6 Prozent. Ein Kind kann dabei in der Statistik mehrfach erfasst werden, wenn es wiederholt Opfer wurde. 13.870 der Opfer waren Mädchen, 4.866 Jungen. "Wir müssen unsere Kinder besser schützen" Bundesinnenminister Dobrindt erklärte, die Zahlen seien "erschreckend hoch". "Wir müssen unsere Kinder besser schützen - besonders in der digitalen Welt", sagte Dobrindt. Täter dürften sich nicht in der Anonymität des Internets sicher fühlen. Er gehe von einem weitaus höheren Dunkelfeld aus. Die Statistik spiegelt nur die der Polizei bekannt gewordenen und durch sie bearbeiteten Straftaten wider - das sogenannte Hellfeld, einschließlich sogenannter Versuchstaten. Die Angaben basieren auf Daten der bereits veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und nimmt besonders die Bereiche sexueller Missbrauch, Missbrauchsdarstellungen und sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen in den Blick. Täter sind hauptsächlich Männer Bei Missbrauchsfällen an Jugendlichen gab es einen Zuwachs um 4,0 Prozent auf 1.239 Fälle. 2024 hatte es in beiden Fallgruppen einen leichten Rückgang gegeben, die neuen Zahlen überstiegen aber jeweils auch die Werte für 2023. Eine deutliche Mehrheit der Opfer war weiblich. Die Zahl der Tatverdächtigen stieg bei Missbrauchsfällen an Kindern laut dem Lagebild 2025 um 3,7 Prozent auf 12.823. Hauptsächlich waren es demnach allein handelnde Männer. In 54 Prozent der Fälle habe eine Vorbeziehung zwischen Opfern und Tatverdächtigen bestanden. Auch beim Missbrauch an Jugendlichen bestand in den meisten Fällen eine solche Vorbeziehung. Einfluss von Prävention und Strafrechtsänderung Bei Fällen in Zusammenhang mit Aufnahmen von sexueller Gewalt an Jugendlichen verzeichnet das Lagebild im Jahresvergleich einen deutlichen Zuwachs um 19,9 Prozent auf 11.515 Fälle. Dabei könnte demnach die Nutzung von KI eine Rolle spielen. Aber auch generell nehme das Versenden eigener oder fremder Dateien von sexuellem Missbrauch an Jugendlichen im Internet zu. Umgekehrt könnten Präventionskampagnen dazu beigetragen haben, dass mehr Fälle zur Anzeige gebracht wurden, hieß es. Gut die Hälfte der Tatverdächtigen war selbst minderjährig. Einen Rückgang um 2,7 Prozent auf 41.677 Fälle gab es dagegen bei Aufnahmen von sexueller Gewalt an Kindern. Hier waren die meisten Tatverdächtigen ebenfalls Minderjährige. Ursache für den Rückgang sei auch eine Strafrechtsänderung, hieß es. So kann seit Juni 2024 auf eine Strafverfolgung verzichtet werden, wenn die Schuld als gering angesehen wird - zum Beispiel wenn Eltern oder Lehrkräfte derartige Inhalte zur Warnung oder als Beitrag zur Tataufklärung weiterleiten.

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21. Juli
Die Welt (Politik)

„Erschreckend hoch“ – Delikte mit jugendpornografischen Inhalten steigen drastisch an

„Erschreckend hoch“ – Delikte mit jugendpornografischen Inhalten steigen drastisch an Das Bundeskriminalamt registriert für 2025 mehr Fälle von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen. Besonders Delikte mit jugendpornografischen Inhalten nahmen zu. Experten gehen weiterhin von einer hohen Zahl nicht bekannter Fälle aus. Die Zahl der Fälle von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen ist im vergangenen Jahr wieder angestiegen. Das geht aus dem am Dienstag in Berlin vom Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichten Bundeslagebild Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen hervor. Auch der Anstieg bei Delikten in Zusammenhang mit jugendpornografischen Inhalten setzte sich fort. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, die Zahl der Sexualdelikte an Minderjährigen bleibe „erschreckend hoch“. Er hob insbesondere den starken Anstieg der Fälle von Verbreitung jugendpornografischen Materials hervor. Insgesamt wurden demnach 2025 in Deutschland 17.126 Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern registriert – 4,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei Missbrauchsfällen an Jugendlichen gab es einen Zuwachs um 4,0 Prozent auf 1239 Fälle. 2024 hatte es in beiden Fallgruppen einen leichten Rückgang gegeben, die neuen Zahlen überstiegen aber jeweils auch die Werte für 2023. Eine deutliche Mehrheit der Opfer war weiblich. Die Zahl der Tatverdächtigen stieg bei Missbrauchsfällen an Kindern laut dem Lagebild 2025 um 3,7 Prozent auf 12.823. Hauptsächlich handele es sich dabei um alleinhandelnde Männer. In 54 Prozent der Fälle habe eine Vorbeziehung zwischen Opfern und Tatverdächtigen bestanden. Auch beim Missbrauch an Jugendlichen bestand in den meisten Fällen eine solche Vorbeziehung. Bei den Fällen in Zusammenhang mit jugendpornografischen Inhalten verzeichnet das Lagebild im Jahresvergleich einen deutlichen Zuwachs um 19,9 Prozent. Dabei könnte demnach die Nutzung von KI eine Rolle spielen. Aber auch generell nehme das Versenden eigener oder fremder jugendpornografischer Dateien im Internet zu. Umgekehrt könnten Präventionskampagnen dazu beigetragen haben, dass mehr Fälle zur Anzeige gebracht wurden, hieß es. Gut die Hälfte der Tatverdächtigen war selbst minderjährig. Einen Rückgang gab es dagegen bei Fällen mit kinderpornografischen Inhalten. Auch hier waren die meisten Tatverdächtigen Minderjährige. Ursache für den Rückgang sei auch eine Strafrechtsänderung, hieß es. So kann seit Juni 2024 auf eine Strafverfolgung verzichtet werden, wenn die Schuld als gering angesehen wird – zum Beispiel, wenn Eltern oder Lehrkräfte pornografische Inhalte zur Warnung oder als Beitrag zur Tataufklärung weiterleiten. Ebenfalls einen Rückgang gab es laut Lagebild bei der sexuellen Ausbeutung von Minderjährigen. Insgesamt ist den Angaben der Behörden zufolge allerdings bei Missbrauchshandlungen insgesamt weiterhin von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen.

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21. Juli
Deutschlandfunk

Lagebild des BKA - Fallzahlen bei sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige gestiegen

Im vergangenen Jahr erfasste die Polizei 17.126 Fälle sexualisierter Gewalt an Kindern. Das sind 4,7 Prozent mehr als im Jahr 2024. Bei Jugendlichen gab es einen Zuwachs um 4 Prozent auf gut 1.200 Fälle. Die Mehrheit der Opfer war weiblich. Bei den fast 13.000 Tatverdächtigen handelte es sich laut dem Bericht hauptsächlich um alleinhandelnde Männer. In gut der Hälfte der Fälle habe eine Vorbeziehung zwischen Opfern und Tatverdächtigen bestanden. Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) sprach von "erschreckend hohen Zahlen". Sie spiegelten lediglich das polizeiliche Hellfeld wider. Darüber hinaus gebe es ein großes Dunkelfeld. Mehr Taten im Zusammenhang mit jugendpornografischen Inhalten Bei Fällen in Zusammenhang mit jugendpornografischen Inhalten verzeichnet das Lagebild im Jahresvergleich einen Zuwachs um fast 20 Prozent. Dabei spielt laut BKA die Nutzung von KI eine immer größere Rolle. Gut die Hälfte der Tatverdächtigen war selbst minderjährig. Einen Rückgang gab es bei den Taten im Zusammenhang mit Videos und Bildern von sexualisierter Gewalt an Kindern. Ursache hierfür sei auch eine Strafrechtsänderung. So kann seit Juni 2024 auf eine Strafverfolgung verzichtet werden, wenn die Schuld als gering angesehen wird - zum Beispiel wenn Eltern oder Lehrkräfte Inhalte zur Warnung oder als Beitrag zur Tataufklärung weiterleiten. BKA beobachtet Anstieg bei sogenanntem Livestreaming BKA-Präsident Münch sagte in Berlin, zunehmend beschäftige die Behörden sogenanntes Livestreaming. Dabei verfolgen Täter einen in der Regel im Ausland stattfindenden Missbrauch an einem Kind oder einer Jugendlichen per Onlinestream und geben dabei sogar Anweisungen. Münch nannte als einen Schwerpunkt die Philippinen. Allein für dieses Jahr bezifferte er die Zahl der Fälle auf 250. Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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21. Juli
Der Spiegel

17.000 Fälle – steigende Zahl von Kindesmissbrauch in Deutschland

Überwiegend Mädchen als Opfer 17.126 registrierte Delikte – Mehr Fälle von Kindesmissbrauch in Deutschland Die Zahl der registrierten Fälle sexuellen Missbrauchs an Kindern ist in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. 2025 zählte die Polizei 17.126 Fälle, rund 1600 mehr als noch im Jahr 2021. Das geht aus dem Bundeslagebild »Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen« des das Bundeskriminalamts (BKA) hervor. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), BKA-Chef Holger Münch und die Missbrauchsbeauftragte des Bundes, Kerstin Claus, legten die Zahlen in Berlin vor. Das Bundeslagebild basiert auf Daten der bereits veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und nimmt besonders die Bereiche sexueller Missbrauch, Missbrauchsdarstellungen (strafrechtlich: Kinderpornografie) und sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen in den Blick. Mehr Mädchen unter den Opfern Den Angaben zufolge wurden insgesamt 18.736 Opfer im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch von Kindern registriert, ein Anstieg um 3,6 Prozent. Ein Kind kann dabei in der Statistik mehrfach erfasst werden, wenn es wiederholt Opfer wurde. 13.870 der Opfer waren Mädchen, 4866 Jungen. Als Kinder gelten strafrechtlich Personen unter 14 Jahren. Die Ermittlungen ergaben erneut, dass in mehr als der Hälfte der Fälle zwischen Opfern und Tatverdächtigen eine Vorbeziehung bestand. Auch die Zahl der Tatverdächtigen stieg erneut, von 12.368 auf 12.823. Es handele sich hauptsächlich um männliche, allein handelnde Tatverdächtige. Die Ermittler gehen davon aus, dass es eine Vielzahl von Opfern von Kindesmissbrauch gibt, die im Dunkeln liegen. Die Statistik spiegelt nur die der Polizei bekannt gewordenen und durch sie bearbeiteten Straftaten wider – das sogenannte Hellfeld – einschließlich sogenannter Versuchstaten. Auch das Anzeigeverhalten beeinflusst die Zahlen. »Neben dem in diesem Lagebild dargestellten polizeilichen Hellfeld ist von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen«, heißt es in dem Bericht.

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21. Juli
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Bundespolitik: BKA: Mehr als 17 000 Fälle sexueller Gewalt gegen Kinder

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Prien zu Leihmutterschaft: „Das muss unendlich schwer sein“  Eklat bei Stauffenberg-Gedenken  Brosius-Gersdorf für Legalisierung von Leihmutterschaft  Spahn-Nachfolge: Union will am 29. Juli entscheiden Heimatschutzdivision der Bundeswehr soll bis 2035 deutlich wachsen Lilly Zerbst BKA: Mehr als 17 000 Fälle sexueller Gewalt gegen Kinder Die Polizei registriert mehr Fälle von sexueller Gewalt gegen Kinder. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl auf über 17 000. Das sind rund 1600 mehr als noch im Jahr 2021. Es sind deutlich mehr Mädchen als Jungen betroffen. Die Tatverdächtigen sind meist männlich und handeln allein. Die Zahlen gehen aus dem Bundeslagebild „Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen“ des Bundeskriminalamts hervor, das in Berlin vorgelegt wurde. Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl der Fälle im vergangenen Jahr um 772. Die Ermittlungen ergaben erneut, dass in mehr als der Hälfte der Fälle zwischen Opfern und Tatverdächtigen eine Vorbeziehung bestand. Bei Jugendlichen stieg die Zahl von 1191 auf 1239 Fälle. Als Kinder gelten strafrechtlich Personen unter 14 Jahren. Bei der Vorstellung des Berichts sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), die Zahl der Sexualdelikte an Minderjährigen bleibe „erschreckend hoch“. Er hob insbesondere den starken Anstieg der Fälle von Verbreitung jugendpornografischen Materials hervor. In dem Bereich seien 20 Prozent mehr Fälle registriert worden, sagte er. 11 515 Fälle wurden den Angaben zufolge den Behörden bekannt. Ein Grund für den Anstieg sei die niedrigschwellige Verfügbarkeit von Künstlicher Intelligenz, die reale Inhalte verändern könne, sagte Dobrindt. In der Statistik sind nur die Straftaten aufgeführt, die der Polizei bekannt sind und von ihr bearbeitet wurden – das sogenannte Hellfeld. Enthalten sind auch Versuchstaten. Beeinflusst werden die Zahlen enorm davon, ob die Taten überhaupt zur Anzeige gebracht werden. „Neben dem in diesem Lagebild dargestellten polizeilichen Hellfeld ist von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen“, heißt es in dem Bericht. Die Zahlen gehen aus dem Bundeslagebild „Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen“ des Bundeskriminalamts hervor, das in Berlin vorgelegt wurde. Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl der Fälle im vergangenen Jahr um 772. Die Ermittlungen ergaben erneut, dass in mehr als der Hälfte der Fälle zwischen Opfern und Tatverdächtigen eine Vorbeziehung bestand. Bei Jugendlichen stieg die Zahl von 1191 auf 1239 Fälle. Als Kinder gelten strafrechtlich Personen unter 14 Jahren. Bei der Vorstellung des Berichts sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), die Zahl der Sexualdelikte an Minderjährigen bleibe „erschreckend hoch“. Er hob insbesondere den starken Anstieg der Fälle von Verbreitung jugendpornografischen Materials hervor. In dem Bereich seien 20 Prozent mehr Fälle registriert worden, sagte er. 11 515 Fälle wurden den Angaben zufolge den Behörden bekannt. Ein Grund für den Anstieg sei die niedrigschwellige Verfügbarkeit von Künstlicher Intelligenz, die reale Inhalte verändern könne, sagte Dobrindt. In der Statistik sind nur die Straftaten aufgeführt, die der Polizei bekannt sind und von ihr bearbeitet wurden – das sogenannte Hellfeld. Enthalten sind auch Versuchstaten. Beeinflusst werden die Zahlen enorm davon, ob die Taten überhaupt zur Anzeige gebracht werden. „Neben dem in diesem Lagebild dargestellten polizeilichen Hellfeld ist von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen“, heißt es in dem Bericht. Luzia Geier Prien zu Leihmutterschaft: „Das muss unendlich schwer sein“ Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) geht nicht davon aus, dass die CDU ihre Position zum Thema Leihmutterschaft zeitnah ändert. In einem Interview des Portals „The Pioneer“ verwies sie darauf, dass die Partei ihre Programmatik erst im Februar mit einem Parteitagsbeschluss verschärft habe. Demnach sei nicht nur die gewerbliche, sondern auch die sogenannte altruistische Leihmutterschaft – also ohne Bezahlung – mit dem Werteverständnis der CDU nicht vereinbar. Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könne, dass die CDU in naher Zukunft ihre Position etwas liberalisiert, sagte sie: „Das kann ich mir kaum vorstellen.“ Befragt dazu, was ihr beim Thema Leihmutterschaft durch den Kopf gehe, erklärte Prien: „Das muss unendlich schwer sein. Ich kann mir das persönlich ehrlicherweise nicht vorstellen.“ Denn man baue gerade in den neun Monaten einer Schwangerschaft eine starke Bindung zu dem Kind auf. Andererseits sehe sie natürlich auch das Dilemma von Paaren, die aus medizinischen Gründen – egal ob homo- oder heterosexuell – keine eigenen Kinder austragen könnten. „Das ist ein ganz furchtbares Schicksal, mit dem man sich abfinden können muss“, sagte sie. Dass das schwerfalle und dass individuelle Entscheidungen mit Blick auf Möglichkeiten im Ausland vielleicht anders ausfallen könnten, könne sie zumindest nachvollziehen. Der CDU-Politiker Jens Spahn und sein Mann Daniel Funke hatten vergangene Woche bekanntgegeben, dass sie Eltern geworden sind. Eine Leihmutter in den USA brachte ihren Sohn Georg zur Welt. Damit umgingen die beiden ein in Deutschland geltendes Verbot, das Spahn in der CDU mitgetragen hat. In der Union brach ein Sturm der Empörung los, der am Samstag zu Spahns Rücktritt als Unionsfraktionschef führte. Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könne, dass die CDU in naher Zukunft ihre Position etwas liberalisiert, sagte sie: „Das kann ich mir kaum vorstellen.“ Befragt dazu, was ihr beim Thema Leihmutterschaft durch den Kopf gehe, erklärte Prien: „Das muss unendlich schwer sein. Ich kann mir das persönlich ehrlicherweise nicht vorstellen.“ Denn man baue gerade in den neun Monaten einer Schwangerschaft eine starke Bindung zu dem Kind auf. Andererseits sehe sie natürlich auch das Dilemma von Paaren, die aus medizinischen Gründen – egal ob homo- oder heterosexuell – keine eigenen Kinder austragen könnten. „Das ist ein ganz furchtbares Schicksal, mit dem man sich abfinden können muss“, sagte sie. Dass das schwerfalle und dass individuelle Entscheidungen mit Blick auf Möglichkeiten im Ausland vielleicht anders ausfallen könnten, könne sie zumindest nachvollziehen. Der CDU-Politiker Jens Spahn und sein Mann Daniel Funke hatten vergangene Woche bekanntgegeben, dass sie Eltern geworden sind. Eine Leihmutter in den USA brachte ihren Sohn Georg zur Welt. Damit umgingen die beiden ein in Deutschland geltendes Verbot, das Spahn in der CDU mitgetragen hat. In der Union brach ein Sturm der Empörung los, der am Samstag zu Spahns Rücktritt als Unionsfraktionschef führte. „Mir tut das leid um Jens Spahn. Ich habe sehr, sehr gut mit ihm zusammengearbeitet, ein sehr verlässlicher Partner in der Fraktion, an der Fraktionsspitze, war ein guter Verhandler, war auch als Stabilisator für die Koalition sicherlich ein ganz wichtiger Anker.“Karin Prien, Bundesbildungsministerin Luzia Geier Grünen-Fraktionschefin für neue Debatte über Leihmutterschaft Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann fordert angesichts der Debatte über Leihmutterschaft eine neue Auseinandersetzung mit Themen der Reproduktionsmedizin. Der Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn sei „absolut folgerichtig“ gewesen, sagte Haßelmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe.  „Die aktuelle gesellschaftliche Debatte zeigt auch, dass es geboten ist, sich erneut inhaltlich mit den Ergebnissen der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin zu befassen.“Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann Die Kommission war in der vergangenen Legislaturperiode von der Ampel-Koalition eingesetzt worden und hatte im April 2024 ihren Abschlussbericht vorgelegt. Sie empfahl, dass Schwangerschaftsabbrüche in der Frühphase der Schwangerschaft künftig nicht mehr grundsätzlich strafbar sein sollten. Leihmutterschaft könne der Gesetzgeber in bestimmten Fällen zulassen, „sofern insbesondere der Schutz der Leihmutter und das Kindeswohl hinreichend gewährleistet werden“.  Allerdings wiesen die Mitglieder damals auch darauf hin, dass selbst die altruistische Leihmutterschaft – also ohne Bezahlung – das Risiko für Missbrauch berge. Sie sollte deshalb nur unter sehr engen Voraussetzungen ermöglicht werden, so die Kommission. Dazu zähle, wenn etwa ein nahes verwandtschaftliches oder freundschaftliches Verhältnis zwischen Wunscheltern und Leihmutter bestehe. Allerdings wiesen die Mitglieder damals auch darauf hin, dass selbst die altruistische Leihmutterschaft – also ohne Bezahlung – das Risiko für Missbrauch berge. Sie sollte deshalb nur unter sehr engen Voraussetzungen ermöglicht werden, so die Kommission. Dazu zähle, wenn etwa ein nahes verwandtschaftliches oder freundschaftliches Verhältnis zwischen Wunscheltern und Leihmutter bestehe. Eklat bei Stauffenberg-Gedenken Bei der Gedenkveranstaltung der Bundesregierung zum Jahrestag des gescheiterten Stauffenberg-Attentats auf Adolf Hitler ist es zu einem Eklat wegen eines Kranzes gekommen. Ein Großneffe des evangelischen Theologen und NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke, versuchte ein Gebinde der AfD-Bundestagsfraktion an der Gedenkstätte im Bendlerblock in Berlin zu entfernen, wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur schilderte. Sicherheitsmitarbeiter gingen dazwischen. Bei dem Handgemenge wurde der Kranz beschädigt. Korenke sagte der SZ: "Es ist eine Provokation und eine ungeheuerliche Geschmacklosigkeit, dass die ihren Kranz hier abwerfen." Ein Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion bestätigte, dass diese einen Kranz für die Gedenkstunde bereitgestellt hatte. Ob auch Fraktionsmitglieder anwesend gewesen seien, könne er nicht abschließend sagen. Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Geschichte der Fraktion, Götz Frömming, sagte, die Fraktion werde zu diesen offiziellen Gedenkfeiern als im Bundestag vertretene Partei eingeladen. Was Korenke über den Vorfall sagt und warum es nicht das erste Mal war, dass er einen AfD-Kranz entfernte: Korenke sagte der SZ: "Es ist eine Provokation und eine ungeheuerliche Geschmacklosigkeit, dass die ihren Kranz hier abwerfen." Ein Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion bestätigte, dass diese einen Kranz für die Gedenkstunde bereitgestellt hatte. Ob auch Fraktionsmitglieder anwesend gewesen seien, könne er nicht abschließend sagen. Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Geschichte der Fraktion, Götz Frömming, sagte, die Fraktion werde zu diesen offiziellen Gedenkfeiern als im Bundestag vertretene Partei eingeladen. Was Korenke über den Vorfall sagt und warum es nicht das erste Mal war, dass er einen AfD-Kranz entfernte: Brosius-Gersdorf für Legalisierung von Leihmutterschaft Die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf plädiert für eine Legalisierung von Leihmutterschaft in Deutschland. Das bestehende Verbot sei mit dem selbstbestimmten Menschenbild, wie es im Grundgesetz formuliert ist, nicht vereinbar, sagte die Rechtswissenschaftlerin im Interview der Zeit. Zwar sei es Aufgabe des Staates sicherzustellen, dass Frauen über die medizinischen und psychosozialen Risiken einer Leihmutterschaft aufgeklärt würden. „Wenn sie sich dann aber trotzdem freiwillig dafür entscheiden, darf der Gesetzgeber ihnen das nicht verbieten“, so Brosius-Gersdorf. Sorgfältig rechtlich zu prüfen sei, ob eine Legalisierung nur für die altruistische Leihmutterschaft gelten dürfe, bei der die austragende Frau aus freiem Willen handelt und keine Vergütung erhält, oder ob sie auch auf die kommerzielle Leihmutterschaft ausgeweitet werden könne. Zwar sei es Aufgabe des Staates sicherzustellen, dass Frauen über die medizinischen und psychosozialen Risiken einer Leihmutterschaft aufgeklärt würden. „Wenn sie sich dann aber trotzdem freiwillig dafür entscheiden, darf der Gesetzgeber ihnen das nicht verbieten“, so Brosius-Gersdorf. Sorgfältig rechtlich zu prüfen sei, ob eine Legalisierung nur für die altruistische Leihmutterschaft gelten dürfe, bei der die austragende Frau aus freiem Willen handelt und keine Vergütung erhält, oder ob sie auch auf die kommerzielle Leihmutterschaft ausgeweitet werden könne. AfD-Bundesspitze setzt in NRW-Streit Kommission ein Die AfD-Bundesspitze verzichtet im Streit mit dem Chef der nordrhein-westfälischen AfD, Martin Vincentz, zunächst auf drastische Schritte. Der Bundesvorstand beschloss nach dpa-Informationen in einer Schaltkonferenz lediglich die Prüfung möglicher Ordnungsmaßnahmen gegen Mitglieder des Landesverbands und die Einsetzung einer Untersuchungskommission. Vincentz hatte in einem öffentlich gewordenen internen Schreiben selbst Spekulationen über harte Maßnahmen aus Berlin befeuert. Im Vorstand würde dem Vernehmen nach am Montag auch über eine Absetzung des NRW-Landesvorstands beraten, hatte er geschrieben. Hintergrund ist ein interner Machtkampf in der NRW-AfD, der sich zu einem Konflikt mit der Bundesspitze ausgeweitet hat. Es geht um die Aufstellung von Kandidaten der AfD für die Landtagswahl 2027 und dabei um die Frage, welche Strömung in der Partei welchen Einfluss hat. SZ-Redakteur Tim Frehler kommentiert die Vorgänge in der AfD: Vincentz hatte in einem öffentlich gewordenen internen Schreiben selbst Spekulationen über harte Maßnahmen aus Berlin befeuert. Im Vorstand würde dem Vernehmen nach am Montag auch über eine Absetzung des NRW-Landesvorstands beraten, hatte er geschrieben. Hintergrund ist ein interner Machtkampf in der NRW-AfD, der sich zu einem Konflikt mit der Bundesspitze ausgeweitet hat. Es geht um die Aufstellung von Kandidaten der AfD für die Landtagswahl 2027 und dabei um die Frage, welche Strömung in der Partei welchen Einfluss hat. SZ-Redakteur Tim Frehler kommentiert die Vorgänge in der AfD: Lilly Zerbst Spahn-Nachfolge: Union will am 29. Juli entscheiden Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird am 29. Juli um 14 Uhr zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über die Nachfolge von Jens Spahn an der Fraktionsspitze zu entscheiden. Das kündigte der Bundeskanzler Friedrich Merz in Abstimmung mit CSU-Chef Markus Söder an, wie die Deutsche Presse-Agentur und Reuters übereinstimmend berichten. Die Abgeordneten der Fraktion werden dafür aus der parlamentarischen Sommerpause geholt.  Am Samstag war Jens Spahn als Unionsfraktionschef zurückgetreten, nachdem er und sein Mann per Leihmutterschaft in den USA Väter geworden waren. Die CDU-Basis empört sich über Spahns Doppelmoral, da er Leihmutterschaft politisch nie unterstützt hat und die Partei diese ablehnt. Am Samstag war Jens Spahn als Unionsfraktionschef zurückgetreten, nachdem er und sein Mann per Leihmutterschaft in den USA Väter geworden waren. Die CDU-Basis empört sich über Spahns Doppelmoral, da er Leihmutterschaft politisch nie unterstützt hat und die Partei diese ablehnt. Ulrike Putz Linke warnt vor Armutsrente für jeden zweiten Ostdeutschen Mit ihrem aktuellen Verdienst steuern Millionen Beschäftigte in Deutschland rechnerisch auf Renten unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze zu. Das zeigen Daten zum aktuellen Monatsverdienst in Deutschland und zur Armutsschwelle, die der Linken-Abgeordnete Dietmar Bartsch von Bundessozialministerium und Statistischem Bundesamt angefragt hatte. Demnach droht rechnerisch in Ostdeutschland mehr als jedem und jeder zweiten Beschäftigten nach 45 Jahren in Vollzeit im Alter eine Rente an der Armutsgefährdungsgrenze, bundesweit mehr als jedem und jeder dritten. Allerdings wird dabei nur vom aktuellen Verdienst ausgegangen, mögliche künftige Veränderungen sind nicht berücksichtigt. Die Angaben lagen der Deutschen Presse-Agentur vor. Demnach ist ein Bruttomonatsentgelt von 3771 Euro nötig, um einen Rentenzahlbetrag in der Höhe der Armutsgefährdungsschwelle zu erreichen. Bartsch hatte von der Regierung wissen wollen, was man aktuell in Vollzeit verdienen muss, um nach 45 Beitragsjahren eine gesetzliche Rente auf so einem Niveau zu erhalten. Die Armutsgefährdungsgrenze lag laut Statistischem Bundesamt 2025 bei 1446 Euro brutto. Statistisch als armutsgefährdet gilt man mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung. Das Bundessozialministerium wies in seiner Antwort darauf hin, dass es sich um eine abstrakte Modellrechnung handele, die ein über 45 Jahre konstantes Lohnverhältnis unterstelle. Tatsächlich könne aus der Lohnhöhe eines Jahres nicht auf die Einkommenssituation im Alter geschlossen werden. Ulrike Putz Heimatschutzdivision der Bundeswehr soll bis 2035 deutlich wachsen Die Heimatschutzdivision der Bundeswehr soll ihrem Kommandeur zufolge bis 2035 deutlich größer werden. Aktuell habe die Division eine avisierte Stärke von 6500 Soldatinnen und Soldaten, sagte Generalmajor Andreas Henne dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bis 2035 werde sie auf weit mehr als 10 000 Soldaten anwachsen. „Wir werden Heimatschutzbataillone aufstellen. Wir werden Unterstützungsbataillone aufstellen. Und wir werden eine signifikant höhere Zahl an Soldatinnen und Soldaten haben“, sagte er. Die bisherige Zahl reiche aus, um eine Anfangsbefähigung herzustellen. „Wir können schon jetzt Infrastruktur sichern, wir können schon jetzt Freedom of movement machen – aber noch nicht für einen längeren Konflikt.“ Unter Freedom of Movement versteht man die Fähigkeit von Truppen, sich innerhalb eines Einsatzgebiets und über Grenzen hinweg ungehindert zu bewegen. Die Bundeswehr hatte im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der veränderten Sicherheitslage nach dem russischen Angriff auf die Ukraine eine neue Division für den Heimatschutz in Deutschland aufgestellt. Sie ist der vierte Großverband des Heeres. Die Soldaten der Division sollen Infrastruktur wie Häfen, Flughäfen, Brücken, Bahnlinien und Energieanlagen schützen, einen Truppenaufmarsch Verbündeter absichern und Amtshilfe bei der Bewältigung von Naturkatastrophen oder schweren Unfällen leisten können. „Wir werden Heimatschutzbataillone aufstellen. Wir werden Unterstützungsbataillone aufstellen. Und wir werden eine signifikant höhere Zahl an Soldatinnen und Soldaten haben“, sagte er. Die bisherige Zahl reiche aus, um eine Anfangsbefähigung herzustellen. „Wir können schon jetzt Infrastruktur sichern, wir können schon jetzt Freedom of movement machen – aber noch nicht für einen längeren Konflikt.“ Unter Freedom of Movement versteht man die Fähigkeit von Truppen, sich innerhalb eines Einsatzgebiets und über Grenzen hinweg ungehindert zu bewegen. Die Bundeswehr hatte im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der veränderten Sicherheitslage nach dem russischen Angriff auf die Ukraine eine neue Division für den Heimatschutz in Deutschland aufgestellt. Sie ist der vierte Großverband des Heeres. Die Soldaten der Division sollen Infrastruktur wie Häfen, Flughäfen, Brücken, Bahnlinien und Energieanlagen schützen, einen Truppenaufmarsch Verbündeter absichern und Amtshilfe bei der Bewältigung von Naturkatastrophen oder schweren Unfällen leisten können. Fraktionsspitze berät am Montag weiter zu Spahn-Nachfolge Spitzenpolitiker der Unionsfraktion wollen am Montag in größerem Kreis über das weitere Vorgehen nach dem Rücktritt von Jens Spahn (CDU) als Fraktionschef beraten. Zudem wird nach einem Termin für eine Schalte der gesamten Fraktion gesucht. Das geht aus einer SMS des Interims-Fraktionschefs Alexander Hoffmann (CSU) und des Ersten Parlamentarischen Geschäftsführers Steffen Bilger (CDU) an die Unionsabgeordneten hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der geschäftsführende Fraktionsvorstand habe bereits in einer Schalte über den weiteren Prozess beraten, am Montag würden die Beratungen im Fraktionsvorstand fortgesetzt. Beim geschäftsführenden Vorstand handelt es sich um die Leitungsebene mit Vorsitzendem, Stellvertretern, Parlamentarischen Geschäftsführern und Justiziaren. Der Fraktionsvorstand ist ein erweiterter Kreis, einschließlich der Arbeitsgruppenvorsitzenden und anderer Teilnehmer. Eine Neuwahl des Fraktionschefs muss durch die Fraktion erfolgen. Traditionell gibt es dafür einen Vorschlag der beiden Parteichefs von CDU und CSU, in diesem Falle Friedrich Merz und Markus Söder. Beim geschäftsführenden Vorstand handelt es sich um die Leitungsebene mit Vorsitzendem, Stellvertretern, Parlamentarischen Geschäftsführern und Justiziaren. Der Fraktionsvorstand ist ein erweiterter Kreis, einschließlich der Arbeitsgruppenvorsitzenden und anderer Teilnehmer. Eine Neuwahl des Fraktionschefs muss durch die Fraktion erfolgen. Traditionell gibt es dafür einen Vorschlag der beiden Parteichefs von CDU und CSU, in diesem Falle Friedrich Merz und Markus Söder. Merz: Spahn hat „sehr, sehr spät“ informiert Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach dem Rücktritt von Jens Spahn (CDU) dessen Informationspolitik rund um die Elternschaft mithilfe einer Leihmutter in den USA kritisiert. „Wir hatten ja alle kaum Gelegenheit, mit ihm darüber zu sprechen. Er hat ja auch die Partei und die Fraktion erst sehr, sehr spät über das alles informiert“, sagte der CDU-Chef im ZDF-„Sommerinterview“. „Wenn wir Zeit gehabt hätten, hätten wir das in Ruhe besprechen können, aber die Zeit hatten wir nicht.“ Merz war von Spahn nach Angaben beider Politiker Ende vergangener Woche über die Elternschaft informiert worden. Der Kanzler gab diese Information nach eigenen Angaben nicht innerhalb der CDU weiter. „Ich bin seinem Wunsch gefolgt und habe ihm die Kommunikation überlassen.“ Spahn und sein Mann Daniel Funke hatten am Mittwoch via Bild bekanntgemacht, mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden zu sein. Merz verneinte die Frage, ob Spahn ihm gesagt habe, wie er die Nachricht kommunizieren würde. Auf die Frage, was ihm zuerst durch den Kopf gegangen sei, als Spahn ihn informierte, sagte Merz: „Zunächst einmal das Wohl des Kindes. Ich habe dem Kind viel Glück gewünscht und habe mir gedacht: Na ja, hoffentlich geht er kommunikativ damit gut um und erklärt es gut. Aber wir hatten gar nicht so viel Zeit, darüber zu sprechen.“ Mit einer so großen Empörungswelle hat Merz nach eigenen Angaben nicht gerechnet. „Zumindest nicht in diesem Umfang“, sagte er. „Aber es hatte wahrscheinlich auch was mit seiner Person zu tun. Und auch mit der Kommunikation und da hat es dann ziemlich viel Empörung gegeben“, fügte er hinzu. Was Merz noch im ZDF-"Sommerinterview" zur Causa Jens Spahn zu sagen hatte, hat SZ-Berlin-Korrespondent Robert Roßmann zusammengefasst: Merz war von Spahn nach Angaben beider Politiker Ende vergangener Woche über die Elternschaft informiert worden. Der Kanzler gab diese Information nach eigenen Angaben nicht innerhalb der CDU weiter. „Ich bin seinem Wunsch gefolgt und habe ihm die Kommunikation überlassen.“ Spahn und sein Mann Daniel Funke hatten am Mittwoch via Bild bekanntgemacht, mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden zu sein. Merz verneinte die Frage, ob Spahn ihm gesagt habe, wie er die Nachricht kommunizieren würde. Auf die Frage, was ihm zuerst durch den Kopf gegangen sei, als Spahn ihn informierte, sagte Merz: „Zunächst einmal das Wohl des Kindes. Ich habe dem Kind viel Glück gewünscht und habe mir gedacht: Na ja, hoffentlich geht er kommunikativ damit gut um und erklärt es gut. Aber wir hatten gar nicht so viel Zeit, darüber zu sprechen.“ Mit einer so großen Empörungswelle hat Merz nach eigenen Angaben nicht gerechnet. „Zumindest nicht in diesem Umfang“, sagte er. „Aber es hatte wahrscheinlich auch was mit seiner Person zu tun. Und auch mit der Kommunikation und da hat es dann ziemlich viel Empörung gegeben“, fügte er hinzu. Was Merz noch im ZDF-"Sommerinterview" zur Causa Jens Spahn zu sagen hatte, hat SZ-Berlin-Korrespondent Robert Roßmann zusammengefasst: Merz schließt nach Spahn-Rücktritt Kabinettsumbau nicht aus Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat Bundeskanzler Friedrich Merz einen Personalumbau in der Bundesregierung nicht ausgeschlossen. „Es könnte eine Gelegenheit sein, noch einmal über die Aufstellung der Bundesregierung nachzudenken“, sagte er im ZDF-„Sommerinterview“, verwies zugleich aber wiederholt darauf, dass man hier im Konjunktiv spreche. Merz war gefragt worden, ob er über einen größeren Personalumbau im Kabinett nachgedacht habe. Auf Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) angesprochen, der ein „Top-Kandidat für den Fraktionsvorsitz“ sei, sagte Merz, er wisse nicht, wer ihn zum Top-Kandidaten gemacht habe und höre das zum ersten Mal. Das "Sommerinterview" wird an diesem Sonntag um 19.10 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Merz war gefragt worden, ob er über einen größeren Personalumbau im Kabinett nachgedacht habe. Auf Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) angesprochen, der ein „Top-Kandidat für den Fraktionsvorsitz“ sei, sagte Merz, er wisse nicht, wer ihn zum Top-Kandidaten gemacht habe und höre das zum ersten Mal. Das "Sommerinterview" wird an diesem Sonntag um 19.10 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Merz will schnell Spahn-Nachfolger finden Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) will Kanzler Friedrich Merz die Nachfolge zügig klären. Merz strebt eine Entscheidung vor seiner ab Ende Juli geplanten Urlaubszeit an. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld des CDU-Chefs.  Gewählt wird der neue Vorsitzende von der Fraktion. Möglich ist eine Sondersitzung in der Sommerpause. Die erste reguläre Fraktionssitzung danach ist erst am 8. September. Gewählt wird der neue Vorsitzende von der Fraktion. Möglich ist eine Sondersitzung in der Sommerpause. Die erste reguläre Fraktionssitzung danach ist erst am 8. September. Linke für kostenloses Leitungswasser in Restaurants In Gaststätten, öffentlichen Einrichtungen und im öffentlichen Raum sollte nach Ansicht der Linksfraktion im Bundestag kostenlos Leitungswasser zur Verfügung gestellt werden. Das geht aus einem Positionspapier der Fraktion hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Man kann den übermäßigen Konsum von zuckrigen Softdrinks nicht verhindern, ohne für gesunde und zugängliche Alternativen zu sorgen", heißt es darin. Gefordert wird etwa die flächendeckende Bereitstellung von Trinkbrunnen im öffentlichen Raum. Die Fraktion stellt sich mit ihrem Papier gegen die von der schwarz-roten Koalition geplante Einführung einer Zuckersteuer auf Limonaden oder Cola, die für 2028 geplant ist. Details dazu sind allerdings noch nicht bekannt. Zwar spricht sich auch die Linksfraktion aus gesundheitspolitischer Sicht für weniger Zuckerkonsum aus. Dies solle aber nicht „durch unsoziale Preisaufschläge erreicht werden", heißt es. Reine Verbrauchssteuern, die gezuckerte Produkte schlicht teurer machen, lehne man ab. Gefordert wird in dem Positionspapier zudem ein Verkaufsverbot von Produkten mit hohem Zucker-, Fett- und Salzgehalt an Schulen. verhindern, ohne für gesunde und zugängliche Alternativen zu sorgen", heißt es darin. Gefordert wird etwa die flächendeckende Bereitstellung von Trinkbrunnen im öffentlichen Raum. Die Fraktion stellt sich mit ihrem Papier gegen die von der schwarz-roten Koalition geplante Einführung einer Zuckersteuer auf Limonaden oder Cola, die für 2028 geplant ist. Details dazu sind allerdings noch nicht bekannt. Zwar spricht sich auch die Linksfraktion aus gesundheitspolitischer Sicht für weniger Zuckerkonsum aus. Dies solle aber nicht „durch unsoziale Preisaufschläge erreicht werden", heißt es. Reine Verbrauchssteuern, die gezuckerte Produkte schlicht teurer machen, lehne man ab. Gefordert wird in dem Positionspapier zudem ein Verkaufsverbot von Produkten mit hohem Zucker-, Fett- und Salzgehalt an Schulen. Ex-Parteichef Huber: CSU breiter aufstellen Der frühere CSU-Chef und langjährige Staatsminister Erwin Huber fordert eine breitere personelle und inhaltliche Aufstellung seiner CSU. „Eine moderne Volkspartei braucht mehr Breite", sagte Huber, der am kommenden Sonntag 80 Jahre alt wird, der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich wandte er sich energisch gegen politischen Populismus und ein Schlechtreden des Landes. Damit stärke man nämlich nur die Extremisten. Und: Huber warb für Landtagspräsidentin Ilse Aigner als nächste Bundespräsidentin.   „Wir waren einmal wie eine gute Fußballmannschaft", sagte Huber. „Denn Politik ist Teamwork." Früher hätten verschiedene CSU-Spitzenpolitiker verschiedene Bereiche verkörpert, vom Sozialen über die Wirtschaft bis zum Thema Umwelt. Das müsse man wieder stärken, noch dazu in der heutigen Zeit, in der die Probleme noch schwieriger seien und die Gesellschaft gespaltener sei denn je. Parteichef Markus Söder sei mächtig und habe in der CSU das entscheidende Wort. Die „spielende Mannschaft" müsse aber größer werden. „Dann, glaube ich, wird die Qualität von Entscheidungen auch besser." „Wir waren einmal wie eine gute Fußballmannschaft", sagte Huber. „Denn Politik ist Teamwork." Früher hätten verschiedene CSU-Spitzenpolitiker verschiedene Bereiche verkörpert, vom Sozialen über die Wirtschaft bis zum Thema Umwelt. Das müsse man wieder stärken, noch dazu in der heutigen Zeit, in der die Probleme noch schwieriger seien und die Gesellschaft gespaltener sei denn je. Parteichef Markus Söder sei mächtig und habe in der CSU das entscheidende Wort. Die „spielende Mannschaft" müsse aber größer werden. „Dann, glaube ich, wird die Qualität von Entscheidungen auch besser."

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21. Juli
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Wieder mehr Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch

Zahlen des Bundeskriminalamts:Wieder mehr Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch von Jan Henrich Die Polizei hat im vergangenen Jahr mehr als 18.000 Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen erfasst. Viele Taten finden mittlerweile online statt. Nach einem leichten Rückgang der Fallzahlen von Sexualstraftaten an Kindern und Jugendlichen im Vorjahr verzeichnet die Polizei 2025 wieder einen Anstieg. Das geht aus einem aktuellen Lagebericht des Bundeskriminalamts hervor. Insgesamt wurden mehr als 18.000 Fälle von sexuellem Missbrauch erfasst. Die Sexualstraftaten finden zunehmend online statt. Sicherheitsbehörden gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer aus. Zahl der Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs um 4,7 Prozent gestiegen Einen Anstieg um 4,7 Prozent verzeichnet dabei die Zahl der Fälle von sexuellem Missbrauch, die gegen Kinder unter 14 Jahren gerichtet waren. In dem Zusammenhang wurden 17.126 Fälle im Jahr 2025 erfasst, 772 mehr als im Vorjahr. Eine große Mehrheit der Opfer war weiblich und zwischen sechs und 13 Jahren alt. Würde es Betroffenen helfen, die Verjährungsfristen bei Kindesmissbrauch zu verlängern oder ganz abzuschaffen? Daniel Heymann erklärt, woran eine Verurteilung oft scheitert. 17.07.2026 | 0:35 minDer Anstieg geht insbesondere auf ein vermehrtes Auftreten sogenannter "Hands-Off-Straftaten" zurück, also Delikte, die ohne direkten Körperkontakt über das Internet stattfinden. Die Online-Taten machen mittlerweile mehr als ein Viertel der Fälle aus. Darunter fällt beispielsweise Cybergrooming, also die gezielte Kontaktaufnahme zu Kindern in sozialen Netzwerken, Chats oder Messenger-Diensten, um sexuelle Handlungen anzubahnen. Dobrindt will IP-Adressen speichern Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) warb bei der Vorstellung der Zahlen erneut für eine Ausweitung der Ermittlungsbefugnisse im digitalen Raum. Wir brauchen die IP-Adressenspeicherung um gegen die Kriminellen vorzugehen. Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister Ein entsprechender Gesetzesentwurf wird aktuell im Bundestag diskutiert. Neben der Fallzahlen von Kindesmissbrauch ist auch die Zahl der Fälle sexueller Gewalt gegen Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren um vier Prozent gestiegen. Sie liegt nun bei 1.239. Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf zur IP Adressenspeicherung beschlossen. Ziele sind eine bessere Verfolgung von Cyberkriminalität und leichtere Ermittlung von Straftätern und Terrorverdächtigen. 22.04.2026 | 1:57 minGrößter Anstieg bei Fällen mit "jugendpornografischen Inhalten" Den größten Anstieg verzeichnen laut Bericht Delikte im Zusammenhang mit sogenannten "jugendpornographischen Inhalten". Die Zahl der erfassten Fälle, bei denen entsprechende Fotos oder Videos hergestellt oder verbreitet wurden, sei im vergangenen Jahr um 19,9 Prozent gestiegen und liege damit mehr als doppelt so hoch wie noch 2021. Bayerische Ermittler haben ein riesiges Betrugs-Netzwerk im Darknet stillgelegt. Weltweit seien mehr als 373.000 Seiten mit teils kinderpornografischen Inhalten abgeschaltet worden. 20.03.2026 | 0:32 minNach Angaben des Bundeskriminalamts bestehe allerdings in dem Bereich die Möglichkeit, dass der Anstieg auf ein verändertes Anzeigeverhalten zurückgehen könnte. Präventions- und Informationskampagnen hätten zu einer verstärkten Sensibilisierung geführt. Jugendliche würden zudem ihre sexuelle Identität zunehmend online erkunden und damit vermutlich auch häufiger jugendpornografische Inhalte herstellen oder versenden. Über die Hälfte der Tatverdächtigen in dem Bereich ist selbst minderjährig. Rückgang bei Fällen sexueller Ausbeutung von Minderjährigen Erneut rückläufig sind hingegen Straftaten im Zusammenhang mit sexueller Ausbeutung Minderjähriger. Darunter fallen beispielsweise Menschenhandel und Zwangsprostitution. 357 Fälle registrierten Ermittlungsbehörden in dem Bereich im vergangenen Jahr, 5,3 Prozent weniger als noch 2024. Entscheidend für die Verfolgung von Sexualstraftaten gegen Kinder und Jugendliche sei derzeit die Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Zentralstelle NCMEC, sagt BKA-Präsident Holger Münch. Über 100.000 strafrechtlich relevante Hinweise habe man insgesamt 2025 von dort erhalten. Was ist freiwillige Sexarbeit und wo beginnt Zwangsprostitution? Darüber soll eine Regierungskommission beraten und Vorschläge erarbeiten, um Prostituierte besser zu schützen. 24.11.2025 | 1:36 minKinderschutzbund warnt vor Einsparungen in der Jugendarbeit Um Kinder besser zu schützen sei es notwendig, verbindliche Schutzkonzepte zu entwickeln, sagt Sabine Andrese, Präsidentin des Kinderschutzbundes. Diese müssten in Schulen, Kindertagesstätten und Vereinen etabliert werden, damit Prävention gestärkt und schnelle Hilfe ermöglicht wird. Wir brauchen auf jeden Fall umfassende Präventionsarbeit, und zwar überall dort, wo Kinder und Jugendliche sind. Prof. Sabine Andresen, Präsidentin des Kinderschutzbundes Man wisse, dass Täter bei sexualisierter Gewalt strategisch vorgehen würden, um das Vertrauen von Kindern zu erschleichen. Diese Strategien müsse man kennen und das Wissen darüber allen Beteiligten vermitteln, so Andresen. Der Kinderschutzbund warnt zudem vor Einsparungen aufgrund der aktuellen finanziellen Situation von Kommunen, Bund und Ländern. Viele Menschen in den Jugendämtern oder in der Jugendhilfe hätten Sorge, ihren Schutzauftrag nicht mehr umfassend erfüllen zu können. - Forderung der Missbrauchsbeauftragten:Sexueller Kindesmissbrauch: Darum soll Verjährung wegvon Viviane Rinderknechtmit Video0:35 - InterviewGefahren für Kinder im Netz:"Die sozialen Netzwerke sind ein Haifischbecken"mit Video43:36 - logo! erklärt:Sexuelle GewaltVideo1:51

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