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Montag, 23. März 2026
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Die Welt in Bildern: Blickfang

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1. Februar
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Die Welt in Bildern: Blickfang

Die Welt in Bildern: Blickfang Aufregung in Rom: Nach der Restaurierung eines Freskos in der Basilika San Lorenzo in Lucina sind im Antlitz eines Engels die Gesichtszüge von Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni zu erkennen. Dahinter steckt nach einem Bericht der Tageszeitung „La Repubblica“ ein künstlerisch begabter ehrenamtlicher Kirchenhelfer, der Sympathien für das rechte Lager hat. Als Urheber gab sich ein Mann namens Bruno Valentinetti zu erkennen. Auf Fragen von Reportern antwortete er allerdings, er habe nur „wiederhergestellt, was schon vor 25 Jahren da war“. Meloni selbst postete ein Foto des Engels auf ihrer Instagram-Seite. Dazu schrieb sie, versehen mit einem lachenden Smiley: „Nein, ich sehe sicherlich nicht wie ein Engel aus.“ 01.02.2026 Maskierter Karnevalist auf dem Markusplatz von Venedig: In der italienischen Stadt hat der Karneval begonnen. Das diesjährige Motto lautet: „Olympus – alle origini del gioco“ („Die Ursprünge des Spiels“). Bis zum 17. Februar werden viele Zehntausend Menschen erwartet. Zum Programm gehören wieder große Maskenbälle sowie Gondel-Paraden auf den Kanälen. Viele Teilnehmer ziehen sich dazu die traditionellen venezianischen Masken übers Gesicht. Am Samstag waren in den Gassen rund um den Markusplatz und entlang der Kanäle bereits etliche Maskenträger zu sehen – auch Touristen von weit her. Die Geschichte des Karnevals reicht bis ins Mittelalter zurück. Die Tradition geriet zwischenzeitlich in Vergessenheit, wurde dann aber wiederbelebt. Für die Tourismusindustrie ist das ein großes Geschäft. 31. Januar 2026 Crans-Montana, Schweiz: Der eidgenössische Ski-Alpin-Superstar Marco Odermatt legt am Freitagmorgen an der Piste des Skiortes eine Rose nieder, um der Opfer des Brandes in der Bar „Le Constellation“ zu gedenken. Dabei kamen in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben, darunter neun Franzosen und sechs Italiener. 116 weitere wurden verletzt, die meisten von ihnen junge Menschen. In Crans-Montana finden von Freitag bis Sonntag trotz der Tragödie diverse Ski-Weltcup-Rennen statt. Die Veranstalter hielten trotz Stimmen, die eine Absage forderten, an den Wettkämpfen fest, haben aber sämtliche Party-Events im Ortskern gestrichen. Der Weltcup soll sich auf die Piste und das Zielstadion beschränken. 30. Januar 2026 Der Eisbrecher „Arkona“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Ostsee fährt durch das Fahrwasser im Strelasund in den Heimathafen auf den Dänholm in Stralsund. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) hat für einige Bereiche eisbedingt ein Nachtfahrverbot verhängt. 29. Januar 2026 In den Alpen hat es wieder gebrannt: In der Nacht zu Mittwoch ist im französischen Skiort Courchevel ein Feuer ausgebrochen. 83 Gäste mussten aus dem Fünf-Sterne-Hotel „Grandes Alpes“ evakuiert werden. Auch nach Tagesanbruch waren noch mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Aus benachbarten Gebäuden mussten ebenfalls mehr als 200 Menschen evakuiert werden. 28. Februar 2026 New York: Eine Person läuft während eines Wintersturms Ski über den Times Square. Der Nationale Wetterdienst der USA hatte vor einem ungewöhnlich ausgedehnten und langanhaltenden Wintersturm in den vergangenen Tagen gewarnt. Am Wochenende waren wegen des Wintersturms tausende Flüge gestrichen worden. Die arktische Kältewelle in den USA hatte zudem Preise für Erdgas nach oben getrieben. 27. Januar 2026 Scharfschützen der Polizei sichern in Hamburg das Gipfeltreffen der Nordsee-Anrainerstaaten. Bei dem Treffen der Regierungschefs und Energieminister geht es vor allem um den Ausbau von Offshore-Windparks und anderer Projekte im Energiebereich. 26. Januar 2026 Proteste in Minneapolis: Nach dem gewaltsamen Tod eines 37-Jährigen durch Beamte der Einwanderungsbehörde ICE gibt es massive Proteste. Ein Mann geht mit offenen Armen auf einen Tränengaskanister zu. 25.01.2026 Feuerwehrleute versuchen einen Brand in Kiew unter Kontrolle zu bekommen: Nach russischen Luftangriffen in der Nacht, brachen starke Brände aus. Bei den Angriffen kam eine Person ums Leben, 23 weitere wurden verletzt. 24. Januar 2026 Aufräumarbeiten in Davos: Das World Economic Forum ist am Freitagmittag zu Ende gegangen. 23. Januar 2026 Sargträger in Rom: Sie bringen Valentino Gavarani in die Basilika Santa Maria degli Angeli e dei Martiri zur Trauerfeier des Modeschöpfers. Valentino war am Montag im Alter von 93 Jahren gestorben. 23. Januar 2026 Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz: US-Präsident Donald Trump (sitzend, Mitte) präsentiert die Gründungsurkunde seines neuen „Friedensrat“. Bei der Zeremonie applaudieren unter anderem Paraguays Präsident Santiago Pena (2. v. li.), Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif (5. v. li.), Kosovos Präsidentin Vjosa Osmani (Mitte, re. von Trump), Argentiniens Präsident Javier Milei (5. v. re.), Armeniens Premier Nikol Paschinjan (4. v. re.), Bulgariens Ex-Premier Rosen Zhelyazkov (3. v. re.), Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew (2. v. re.) und Ungarns Regierungschef Viktor Orbán (re.). Trump untermauert damit seinen Anspruch als Friedensstifter, einen Tag nachdem er seine eigenen Drohungen gegen Grönland zurückgenommen hat. Ursprünglich sollte der Rat den Wiederaufbau des Gazastreifens nach dem Krieg zwischen der Hamas und Israel überwachen, doch seine Satzung beschränkt seine Rolle nicht auf den Gazastreifen und hat Befürchtungen geweckt, dass Trump ihn zu einem Konkurrenten der Vereinten Nationen machen will. 22. Januar 2026 Mit ihren Zanskar-Ponys marschieren Angehörige des Remount Veterinary Corps (RVC) der indischen Armee während einer Probe für die Parade zum Tag der Republik in Neu-Delhi. 21. Januar 2026 Der frühere kanadische Premier Justin Trudeau wird beim World Economic Forum in Davos von seiner Lebensgefährtin Katy Perry begleitet. Die US-Sängerin und der Politiker sind seit mehreren Monaten ein Paar. 20. Januar 2026 Adamuz in der spanischen Provinz Córdoba: Mitglieder der Guardia Civil arbeiten am Montagmorgen gemeinsam mit Einsatzkräften am Unglücksort am Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia. Der Zug war am Sonntagabend gegen 19.40 Uhr nahe der Gemeinde Adamuz in der Provinz Córdoba mutmaßlich mit Tempo 300 entgleist und in das benachbarte Gleis geraten. Just zu diesem Zeitpunkt fuhr dort ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug von Renfe vorbei und wurde vom anderen Fahrzeug aus den Schienen geworfen. Bei dem Unglück kamen mindestens 39 Menschen ums Leben. >> Hier lesen Sie weitere Details. 19. Januar 2026 Indien, Guwahati: Tausende von Bodo-Stammestänzern tanzen ihren traditionellen Bagrumba-Volkstanz während des Besuchs des indischen Premierministers Modi im indischen Bundesstaat Assam. 18. Januar 2026 Menschen versammeln sich zu einer Pro-Grönland-Demonstration in Kopenhagen, Dänemark. 17. Januar 2026 Protest von Greenpeace-Aktivisten zu Beginn der Landwirtschaftsmesse „Grüne Woche“ in Berlin. Die Aktion wendet sich gegen Massentierhaltung und fordert Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) zum Handeln auf. 16. Januar 2026 Der Roskosmos-Kosmonaut Oleg Platonow (v.li.), die Nasa-Astronauten Michael Fincke und Zena Cardman sowie der JAXA-Astronaut Kimiya Yui sind im Inneren des SpaceX Dragon Endeavour-Raumschiffs an Bord des SpaceX-Bergungsschiffs „Shannon“ zu sehen, kurz nachdem es im Pazifik vor der US-Küste von Long Beach gelandet ist. 15. Januar 2026 In Nara im westlichen Japan sucht ein Hirsch bei Touristen nach Futter. Etwa 1000 Tiere sind dort in Parks unterwegs und gelten als heilig. Sie haben sich in den vergangenen Jahren sogar zur Touristenattraktion entwickelt. 14. Januar 2026 Larry, die Katze aus 10 Downing Street in London, dem Amtssitz des britischen Premiers, verlässt das Gebäude am Vormittag vor dem angekündigten Besuch des polnischen Präsidenten. Larry trägt den offiziellen Titel „Chief Mouser“ (oberster Mäusejäger) und ist bereits 19 Jahre alt. Der amtierende Premier Keir Starmer ist der sechste britische Regierungschef, dem die Katze dient. 13. Januar 2026 Berlin: Ein Wagen mit Umzugskisten, in denen Unterschriftenlisten verstaut sind, steht während der Übergabe der Volksinitiative „Die Spiele für Berlin“ im Abgeordnetenhaus. Der Landessportbund Berlin (LSB) will mit einer Volksinitiative einen Beschluss im Abgeordnetenhaus für eine Olympia-Bewerbung erreichen. 12. Januar 2026 Tokio: Teilnehmer beten, nachdem sie in eiskaltem Wasser gebadet haben, um ihre Seelen zu reinigen und sich gute Gesundheit zu wünschen. Die Aktion im Teppozu-Inari-Schrein in der japanischen Hauptstadt gilt als Neujahrsritual. 11. Januar 2026 Seoul in Südkorea: Demonstrierende nehmen nahe der US-Botschaft an einer Kundgebung teil, um den US-Angriff auf Venezuela anzuprangern. Das US-Militär hatte in der vergangenen Woche einen groß angelegten Schlag in Caracas durchgeführt, bei dem der venezolanische Machthaber Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores festgenommen wurden. 10. Januar 2026

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1. Februar
taz (Öko & Co)

Meloni-Gesicht in italienischer Kirche: Rechter Engel in Rom

Meloni-Gesicht in italienischer Kirche: Rechter Engel in Rom Nach der Restaurierung sieht ein Engel in einer Kirche der Regierungschefin ähnlich. Dahinter steckt ein Anhänger Melonis. Die Ministerpräsidentin schickt einen Smiley. In einer der ältesten Kirchen von Rom scheint Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nun als Engel mit Flügeln zu sehen zu sein – das sorgt für große Debatten. Der Fall beschäftigt inzwischen sogar Papst Leo XIV., der zugleich Bischof von Rom ist. Dahinter steckt offensichtlich ein Meloni-Verehrer, der in der Basilika San Lorenzo in Lucina bei der Restaurierung eines Freskos einem Engel das Antlitz der Regierungschefin verpasste. Meloni selbst reagierte darauf mit einem Smiley. Die katholische Kirche, deren Wurzeln bis ins fünfte Jahrhundert zurückreichen, liegt mittendrin im historischen Zentrum von Rom. Sie ist auch bekannt, weil sich dort eine Marmorbüste des letzten italienischen Königs Umberto II. befindet, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1946 ins Exil ging. Darüber sind zwei Engel gemalt, an denen vor der Restaurierung nichts besonders auffällig war. Ein Engel mit Italien-Karte Jetzt ähnelt einer davon allerdings ungewöhnlich deutlich der Ministerpräsidentin von der Rechtspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens), die Italien seit mehr als drei Jahren ununterbrochen regiert – länger als fast alle anderen Regierungschefs nach dem Zweiten Weltkrieg. Der „Meloni-Engel“ hält eine Schriftrolle mit den Umrissen Italiens in der Hand. Der andere Engel – immer noch gewöhnlich – reicht dem in Ungnade gefallenen Herrscher die Krone. Das Fresko ist nach Medienberichten nicht besonders alt, sondern stammt aus dem Jahr 2000. Die Angelegenheit fiel zunächst nicht größer auf – bis die Zeitung La Repubblica sie am Samstag publik machte. Als Urheber geriet schnell ein Römer unter Verdacht, der als ehrenamtlicher Helfer für die Kirche tätig ist und künstlerische Ambitionen hat. Der Mann namens Bruno Valentinetti gab schließlich auch zu, das Fresko restauriert zu haben. Auf Fragen von Reportern antwortete er allerdings: „Wer sagt, dass es sich um Ministerpräsidentin Meloni handelt?“ Meloni: „Ich sehe sicherlich nicht wie ein Engel aus“ Meloni selbst, die in allen Umfragen das Feld von Italiens Politikern klar anführt, postete ein Foto des Engels auf ihrer Instagram-Seite. Dazu schrieb die 49-Jährige, versehen mit einem lachenden Smiley: „Nein, ich sehe sicherlich nicht wie ein Engel aus.“ Aus der linken Opposition kamen Proteste, dass es nicht einmal mehr Respekt vor der Kunst und der Kirche gebe. In den Cafés der italienischen Hauptstadt amüsierten sich am Wochenende viele über die Idee. Andere äußerten sich empört. Der Fall beschäftigt inzwischen sogar den Vatikan, weil Papst Leo als Oberhaupt der katholischen Kirche auch Bischof von Rom ist. Dort löste die eigenmächtige Umwandlung des Engels Unmut aus. Der Generalvikar des Bistums, Kardinal Baldo Reina, betonte, „Bilder der sakralen Kunst und der christlichen Tradition“ dürften nicht für andere Zwecke instrumentalisiert werden. Jetzt wird darüber nachgedacht, ob das Fresko wieder umgestaltet werden soll. Zeitung: Maler war auch schon für Berlusconi tätig Nach Informationen von Repubblica wirkte Valentinetti früher schon bei Innenarbeiten in San Lorenzo mit. Politisch sei er im rechten Lager verortet. Er soll auch schon vom inzwischen verstorbenen rechtspopulistischen Regierungschef Silvio Berlusconi für Renovierungsarbeiten in einer Villa beschäftigt worden sein. (dpa) Gemeinsam für freie Presse Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen meistkommentiert

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