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Mittwoch, 22. Juli 2026
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Landratswahl in Friesland: Sichert darf nicht antreten – AfD empört

Medienspektrum

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22. Juli
FAZ (Politik)

Landratswahl in Friesland: Sichert darf nicht antreten – AfD empört

Landratswahl in Friesland : Sichert darf nicht antreten – AfD empört Der Bundestagsabgeordnete Martin Sichert darf nicht als Landrat kandidieren. Bei der Entscheidung spielen der Verfassungsschutz und ein neues Gesetz eine wichtige Rolle. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert darf nicht als Kandidat für die Landratswahl in Friesland antreten. Das hat der dortige Kreiswahlausschuss am Dienstagabend mit 5 zu 1 Stimmen entschieden. Sichert nennt die Entscheidung eine „Schande“, die niedersächsische AfD spricht von einem „skandalösen und undemokratischen Kandidatenverbot“. Grundlage der Entscheidung war ein Votum des niedersächsischen Innenministeriums, in dem Zweifel an der Verfassungstreue Sicherts geäußert werden. Dem AfD-Politiker wird in dem Papier vorgeworfen, dass er den Nationalsozialismus verharmlost habe und ein ethnopluralistisches Weltbild vertrete. Der niedersächsische Verfassungsschutz hatte die niedersächsische AfD erst im Februar 2026 zur gesichert rechtsextremen Bestrebung hochgestuft. Auch dabei spielte der ethnisch-kulturelle Volksbegriff in der AfD eine entscheidende Rolle. Der Verfassungsschutz, der eine Abteilung des Innenministeriums bildet, hält diesen Volksbegriff für verfassungswidrig. In dem Fall aus Friesland kommt zudem ein neues Gesetz zum Tragen. Der niedersächsische Landtag hat Ende April mit den Stimmen der beiden Regierungsparteien SPD und Grünen ein neues Kommunalwahlgesetz beschlossen, das eine genauere Prüfung von Bewerbern vorsieht. Bei berechtigten Zweifeln kann die im Innenministerium angesiedelte Kommunalaufsicht dabei auch Erkenntnisse des Verfassungsschutzes heranziehen. Nach Darlegung der Landesregierung verfolgt die neue Regelung das Ziel, den örtlichen Wahlausschüssen eine bessere Grundlage für ihre Zulassungsentscheidungen zur Verfügung zu stellen. Wer für ein Amt als Hauptverwaltungsbeamter kandidiere, müsse auf dem Boden der Verfassung stehen. Weitere AfD-Politiker werden geprüft Nach Angaben des Innenministeriums prüft die Kommunalaufsicht vor den anstehenden Kommunalwahlen Ende September derzeit acht Bewerber auf ihre Verfassungstreue. Sieben von ihnen gehören der AfD an. Der AfD-Politiker Sichert hat bereits angekündigt, mit allen juristischen Mitteln gegen seinen Ausschluss von der Wahl vorzugehen. Eine gerichtliche Überprüfung der Nichtzulassung ist nach Angaben des Ministeriums vor der Wahl jedoch kaum möglich. Erst nach der Wahl könne ein Wahlprüfungsverfahren angestrengt werden. Der niedersächsische AfD-Landesvorsitzende Ansgar Schledde kritisierte den Vorgang als Wahleingriff einer „ideologisch gesteuerten Bürokratie mit politisch motivierten Prüfverfahren“. Dies komme einem „Verbot durch die Hintertür“ gleich.

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22. Juli
Der Spiegel (Politik)

AfD: Martin Sichert darf nicht als Landrat kandidieren

Landratswahl in Niedersachsen AfD-Bundestagsabgeordneter darf nicht als Landrat kandidieren Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert darf bei der Landratswahl im Kreis Friesland nicht antreten. Der Wahlausschuss ließ ihn nicht als Bewerber zu, wie Sichert in einer Videobotschaft auf Facebook verkündete. Das Gremium hatte zuvor über die Wahlvorschläge für das Amt entschieden. Zuerst hatte die »Nordwest-Zeitung« berichtet. Wie die »Welt« berichtet, folgt der Ausschuss einer Empfehlung des niedersächsischen Innenministeriums, an das sich der zuständige Wahlleiter gewandt hatte. Im Votum heißt es, es gebe Zweifel daran, dass Sichert »jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland eintreten wird«, berichtet die Zeitung weiter. Grund für die Einschätzung ist, dass Sichert Mitglied, Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter der AfD in Niedersachsen ist, die vom niedersächsischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird. Sichert wird im Votum des Innenministeriums zudem vorgeworfen, den Nationalsozialismus zu verharmlosen, berichtet die »Welt« weiter. In einem Beitrag auf X aus dem Jahr 2025 vergleicht Sichert die Regenbogenflagge mit der Hakenkreuzflagge. Der Beitrag ist weiterhin online auffindbar. Das letzte Mal, als die Fahne einer bestimmten Ideologie an deutschen Rathäusern gehisst wurde, waren danach Millionen Menschen tot. Deshalb lasst es sein. An Rathäuser gehören nur die Fahnen des Ortes, Landes und Bundes, und keine Fahnen egal welcher Ideologie. pic.twitter.com/OtmDJv9cvh — Martin Sichert, MdB (@Martin_Sichert) June 17, 2025 Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Außerdem sei bei Sichert ein »ethnopluralistisches Weltbild« erkennbar: Der AfD-Politiker betrachte deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund nicht als Deutsche, zudem seien »islamfeindliche Tendenzen« vorhanden. Sichert will gegen Entscheidung vorgehen Der AfD-Landesvorsitzende Ansgar Schledde teilte mit, es sei absurd, Sichert wegen seiner AfD-Mitgliedschaft als »nicht verfassungstreu« einzustufen. »Die AfD Niedersachsen verurteilt dieses Vorgehen aufs Schärfste«, erklärte er. Sichert selbst erklärte, abgesehen von der AfD hätten sich die Vertreter aller anderen Parteien gegen ihn ausgesprochen. Er kündigte rechtliche Schritte an. »Das ist ein massiver Eingriff in das freie und gleiche Recht bei der Wahl«, betonte der 46-Jährige. Die Landratswahl in Friesland findet am 13. September statt, der bisherige Landrat Sven Ambrosy (SPD) tritt nicht mehr an.

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21. Juli
Die Zeit (Politik)

Martin Sichert: AfD-Bundestagsabgeordneter darf nicht als Landrat kandidieren

In Friesland ist Martin Sichert vorerst aus dem Rennen. Der Wahlausschuss lehnte die Landratskandidatur des AfD-Bundestagsabgeordneten ab, weil seine Mitgliedschaft in der niedersächsischen AfD, die als rechtsextrem eingeschätzt wird, als verfassungsrechtliches Problem gelesen wird – ein Vorgang, der zeigt, wie schnell Kommunalpolitik zum Härtetest für die demokratische Firewall wird. Zuvor hatte das Innenministerium laut NDR eine Prüfung empfohlen, die Nordwest-Zeitung machte den Fall publik, und plötzlich lief der lokale Wahl-Case wie ein politischer Breaking-News-Feed durch die Republik. Sichert inszeniert die Entscheidung nun als Eingriff in freie und gleiche Wahlen, während Landeschef Ansgar Schledde das Verdikt als absurd brandmarkt – klassisches Empörungs-Playbook, nur diesmal mit juristischem Cliffhanger. Fest steht: Vor der Kommunalwahl am 13. September, bei der Amtsinhaber Sven Ambrosy nicht mehr antritt, dürfte der Streit noch in die nächste Runde gehen, vermutlich nicht nur im Rathaus, sondern auch vor Gericht. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? Diese Audioversion wurde künstlich erzeugt. Die Audioversion dieses Artikels wurde künstlich erzeugt. Wir entwickeln dieses Angebot stetig weiter und freuen uns über Ihr Feedback. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert darf nicht als Landrat für den Kreis Friesland kandidieren. Der dortige Wahlausschuss habe ihn als Bewerber abgelehnt, teilte Sichert in einer Videobotschaft auf Facebook mit. Grund für den Ausschluss sei Sicherts Mitgliedschaft in der niedersächsischen AfD, die als rechtsextrem eingeschätzt werde, berichtet der Sender NDR. Das niedersächsische Innenministerium hatte demnach eine Prüfung von Sicherts Kandidatur empfohlen. Zuerst hatte die Nordwest-Zeitung berichtet. Der AfD-Landesvorsitzende Ansgar Schledde teilte mit, es sei absurd, Sichert wegen seiner AfD-Mitgliedschaft als »nicht verfassungstreu« einzustufen. Sichert selbst erklärte, abgesehen von der AfD hätten sich die Vertreter aller anderen Parteien gegen ihn ausgesprochen. Er kündigte rechtliche Schritte an. »Das ist ein massiver Eingriff in das freie und gleiche Recht bei der Wahl«, betonte der 46-Jährige. »Die AfD Niedersachsen verurteilt dieses Vorgehen aufs Schärfste«, sagte der AfD-Landesvorsitzende Schledde. »Wir fordern die sofortige Zulassung von Martin Sichert und aller rechtmäßig aufgestellten Kandidaten.« Die Kommunalwahl in Niedersachsen ist am 13. September, der bisherige Landrat Sven Ambrosy (SPD) tritt nicht mehr in Friesland an.

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21. Juli
Die Welt (Politik)

AfD-Bundestagsabgeordneter darf nicht als Landrat kandidieren, weil er in der AfD ist

AfD-Bundestagsabgeordneter darf nicht als Landrat kandidieren, weil er in der AfD ist Martin Sichert will für die AfD Landrat in Friesland werden, darf allerdings nicht antreten. Der Wahlausschluss begründet den Ausschluss des Bundestagsabgeordneten mit der Einstufung der AfD in Niedersachsen als rechtsextrem. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert darf nicht als Landrat für den Kreis Friesland kandidieren. Der Wahlausschuss ließ ihn nicht als Bewerber zu, wie Sichert selbst in einer Videobotschaft auf Facebook verkündete. Das Gremium hatte zuvor über die Wahlvorschläge für das Amt entschieden. Zuerst hatte die „Nordwest-Zeitung“ berichtet. Sichert selbst erklärte, abgesehen von der AfD hätten sich die Vertreter aller anderen Parteien gegen ihn ausgesprochen. Damit folgt der Ausschuss einer Empfehlung des niedersächsischen Innenministeriums, an das sich der Wahlleiter im Landkreis Friesland mit der Bitte um Einschätzung gewandt hatte. Das Innenministerium ist als Kommunalaufsichtsbehörde für diese Aufgabe zuständig, das Votum des Ministeriums ist für den Wahlausschuss aber nicht bindend. Im Votum des Ministeriums, das WELT vorliegt, heißt es, es gebe Zweifel daran, dass Sichert „jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland eintreten wird“. Grund ist, dass Sichert Mitglied, Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter der AfD in Niedersachsen ist, die vom niedersächsischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird. Sichert reagierte mit Unverständnis. „Ich war im Wahlausschuss anwesend und wurde angehört“, sagte er WELT. „Ich habe vorgebracht, dass ich seit 15 Jahren Angestellter im öffentlichen Dienst bin und folglich verfassungstreu.“ Er habe sich in der Corona-Zeit als Abgeordneter für die Grundrechte der Bürger eingesetzt. „Es wirkte als wäre das alles längst entschieden und selbst wenn ich Jesus persönlich gewesen wäre hätten sie mich ausgeschlossen.“ Der 46-Jährige stammt aus Nürnberg und war auch schon Landesvorsitzender der AfD in Bayern. Er sitzt seit 2017 im Bundestag, zuvor arbeitete er acht Jahre für einen kommunalen IT-Dienstleister. 2022 verlagerte er seinen Wohnsitz aus privaten Gründen nach Niedersachsen. Seinen Ausschluss hält er für eine Gefahr für die Demokratie. Er kündigte rechtliche Schritte gegen den Ausschluss an. Innenministerium: Sichert hat „ethnopluralistisches Weltbild“ Im Votum des Innenministeriums wird dem 46-Jährigen auch vorgeworfen, den Nationalsozialismus zu verharmlosen. Als Beleg dient ein Beitrag auf X aus dem Jahr 2025, in dem Sichert die Regenbogenfahne mit der Hakenkreuzfahne vergleicht. Damit würden laut Innenministerium Regenbogenfahne und Solidarisierung mit der „queeren Community“ mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt. Der Beitrag ist noch online. Zudem sei bei Sichert ein „ethnopluralistisches Weltbild“ erkennbar: Sichert betrachte deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund nicht als Deutsche. Auch seien „islamfeindliche Tendenzen“ vorhanden. „Eine differenzierte Betrachtung der Religion Islam ist nicht ersichtlich“, heißt es zu einem Social-Media-Post, in dem Sichert den Grünen einen Plan für mehr Islamisierung unterstellt. Weiter führt das Innenministerium die Teilnahme Sicherts an einer Demonstration mit dem gesicherten Rechtsextremisten Jürgen Elsässer, das Teilen von Beiträgen verschwörungstheoretischer Portale sowie die Verwendung der Begriffe „Kartellparteien“ und „Blockparteien“ auf. Damit werde das Mehrparteiensystem der Bundesrepublik infrage gestellt. Sichert griff einige der Vorwürfe bereits am Montag in einem weiteren Video in den sozialen Netzwerken auf. Darin führt er aus, er verwende den Begriff „Kartellparteien“ regelmäßig, da sich die anderen Parteien im Rahmen der Brandmauer zu einem Kartell zulasten der AfD zusammengeschlossen hätten. Zudem sei die Teilnahme an einer Kundgebung mit Elsässer offenbar „Kontaktschuld“. Vor allem an der Ablehnung mit Verweis auf die AfD-Mitgliedschaft entzündet sich die Kritik der Partei. Der AfD-Landesvorsitzende Ansgar Schledde teilte mit, es sei absurd, Sichert wegen seiner AfD-Mitgliedschaft als „nicht verfassungstreu“ einzustufen. „Die AfD Niedersachsen verurteilt dieses Vorgehen aufs Schärfste“, erklärte Schledde. „Wir fordern die sofortige Zulassung von Martin Sichert und aller rechtmäßig aufgestellten Kandidaten.“ Die Kommunalwahl in Niedersachsen ist am 13. September, der bisherige Landrat Sven Ambrosy (SPD) tritt nicht mehr in Friesland an.

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21. Juli
Die Welt (Politik)

AfD-Bundestagsabgeordneter darf nicht als Landrat kandidieren, weil er in der AfD ist

AfD-Bundestagsabgeordneter darf nicht als Landrat kandidieren, weil er in der AfD ist Martin Sichert will für die AfD Landrat in Friesland werden, der Bundestagsabgeordnete darf allerdings nicht antreten. Der Wahlausschluss wird vom Land Niedersachsen mit der Einstufung der AfD als rechtsextrem begründet. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert darf nicht als Landrat für den Kreis Friesland kandidieren. Der Wahlausschuss ließ ihn nicht als Bewerber zu, wie Sichert selbst in einer Videobotschaft auf Facebook verkündete. Das Gremium hatte zuvor über die Wahlvorschläge für das Amt entschieden. Zuerst hatte die „Nordwest-Zeitung“ berichtet. Sichert selbst erklärte, abgesehen von der AfD hätten sich die Vertreter aller anderen Parteien gegen ihn ausgesprochen. Damit folgt der Ausschuss einer Empfehlung des niedersächsischen Innenministeriums, an das sich der Wahlleiter im Landkreis Friesland mit der Bitte um Einschätzung gewandt hatte. Das Innenministerium ist als Kommunalaufsichtsbehörde für diese Aufgabe zuständig, das Votum des Ministeriums ist für den Wahlausschuss aber nicht bindend. Im Votum des Ministeriums, das WELT vorliegt, heißt es, es gebe Zweifel daran, dass Sichert „jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland eintreten wird“. Grund ist, dass Sichert Mitglied, Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter der AfD in Niedersachsen ist, die vom niedersächsischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird. Sichert reagierte mit Unverständnis. „Ich war im Wahlausschuss anwesend und wurde angehört“, sagte er WELT. „Ich habe vorgebracht, dass ich seit 15 Jahren Angestellter im öffentlichen Dienst bin und folglich verfassungstreu.“ Er habe sich in der Corona-Zeit als Abgeordneter für die Grundrechte der Bürger eingesetzt. „Es wirkte, als wäre das alles längst entschieden und selbst wenn ich Jesus persönlich gewesen wäre hätten sie mich ausgeschlossen.“ Der 46-Jährige stammt aus Nürnberg und war auch schon Landesvorsitzender der AfD in Bayern. Er sitzt seit 2017 im Bundestag, zuvor arbeitete er acht Jahre für einen kommunalen IT-Dienstleister. 2022 verlagerte er seinen Wohnsitz aus privaten Gründen nach Niedersachsen. Seinen Ausschluss hält er für eine Gefahr für die Demokratie. Er kündigte rechtliche Schritte gegen den Ausschluss an. Innenministerium: Sichert hat „ethnopluralistisches Weltbild“ Im Votum des Innenministeriums wird dem 46-Jährigen auch vorgeworfen, den Nationalsozialismus zu verharmlosen. Als Beleg dient ein Beitrag auf X aus dem Jahr 2025, in dem Sichert die Regenbogenfahne mit der Hakenkreuzfahne vergleicht. Damit würden laut Innenministerium Regenbogenfahne und Solidarisierung mit der „queeren Community“ mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt. Der Beitrag ist noch online. Zudem sei bei Sichert ein „ethnopluralistisches Weltbild“ erkennbar: Sichert betrachte deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund nicht als Deutsche. Auch seien „islamfeindliche Tendenzen“ vorhanden. „Eine differenzierte Betrachtung der Religion Islam ist nicht ersichtlich“, heißt es zu einem Social-Media-Post, in dem Sichert den Grünen einen Plan für mehr Islamisierung unterstellt. Weiter führt das Innenministerium die Teilnahme Sicherts an einer Demonstration mit dem gesicherten Rechtsextremisten Jürgen Elsässer, das Teilen von Beiträgen verschwörungstheoretischer Portale sowie die Verwendung der Begriffe „Kartellparteien“ und „Blockparteien“ auf. Damit werde das Mehrparteiensystem der Bundesrepublik infrage gestellt. Sichert griff einige der Vorwürfe bereits am Montag in einem weiteren Video in den sozialen Netzwerken auf. Darin führt er aus, er verwende den Begriff „Kartellparteien“ regelmäßig, da sich die anderen Parteien im Rahmen der Brandmauer zu einem Kartell zulasten der AfD zusammengeschlossen hätten. Zudem sei die Teilnahme an einer Kundgebung mit Elsässer offenbar „Kontaktschuld“. Vor allem an der Ablehnung mit Verweis auf die AfD-Mitgliedschaft entzündet sich die Kritik der Partei. Der AfD-Landesvorsitzende Ansgar Schledde teilte mit, es sei absurd, Sichert wegen seiner AfD-Mitgliedschaft als „nicht verfassungstreu“ einzustufen. „Die AfD Niedersachsen verurteilt dieses Vorgehen aufs Schärfste“, erklärte Schledde. „Wir fordern die sofortige Zulassung von Martin Sichert und aller rechtmäßig aufgestellten Kandidaten.“ Die Kommunalwahl in Niedersachsen ist am 13. September, der bisherige Landrat Sven Ambrosy (SPD) tritt nicht mehr in Friesland an.

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